Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Januar 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
Isaac
Isaac
Ein schlechter Ruf ist Isaac vorausgeeilt – bissig, nicht händelbar. Sein Frauchen kam nicht mehr mit ihm zurecht und so wurde Isaac in ein Tierheim abgeschoben, da ihn der Züchter nicht mehr zurücknehmen konnte oder wollte. Das Tierheim selbst sah keine geeignete Möglichkeit, Isaac zu vermitteln und hat sich kurzerhand mit uns in Verbindung gesetzt. Auf einer Fahrt, die zufällig zum Richtigen Zeitpunkt von Nord nach Süd ging, konnten wir Isaac einladen und in die Station bringen. Schnell erwies sich, dass Isaac eben der typische Malamute ist und für uns kein Problem war. Die Vorstellung im Netz trat eine Lawine los, man bot Pflegestelle an usw. doch wir wollten Isaac gerne fest vermittelt wissen. Nach mehreren Interessentenbesuchen stand eindeutig fest, dass nur EIN Platz übrig blieb, wo wir Isaac gerne wussten.

Der Vorgänger, ein mehr als handfester Malamute-Rüde, mit dem das Frauchen durch viele Höhen und noch mehr Tiefen ging, hat die Voraussetzung dafür geschaffen, dass wir uns sicher sind, dass Isaac dort am besten aufgehoben ist. Hineingewachsen in die ganze Malamute-Szenerie, überzeugt von dieser Rasse, konnte das zukünftige Frauchen die Abholung von Isaac kaum noch erwarten. Der Besuch einer Mitarbeiterin fiel sehr positiv aus – die Formalitäten waren schon lange über die Bühne – nichts stand mehr im Wege, als Isaac einfach einzuladen und wieder nach Hause zuIsaac fahren. Nach einem ausgiebigen Spaziergang nahm man Abschied von der Auffangstation, ein zuerst zögerlicher Isaac (roch es doch sicher noch nach dem Vorgänger und vielleicht dem für ihn fremden Geruch der Pferde, die auf ihn warten), stieg dann doch mutig in den Geländewagen - ein herzlicher Abschied – und ab ging die Post. Zuhause angekommen meldete man sich und teilte mit, dass die Fahrt hervorragend vonstatten ging – einen besseren Beifahrer könnte man sich nicht wünschen. Nach der Begrüßung des Rests der Familie, inspizieren des neuen Heims, leeren einer Schüssel Futter, sank ein total zufriedener und glücklicher Isaac auf sein Lager.

Wir bedanken uns herzlich für den reibungslosen Ablauf dieser Vermittlung – die netten Gespräche und wünschen viel Glück mit diesem Prachtburschen.

 

 

 


 


 

Aus Sari wurde Maya
Sari, jetzt Maya
Gerade die Vermittlung in Not geratener Tiere ist wohl einer derjenigen Orte, wo sich am häufigsten aus zwei völlig unabhängig voneinander geschehen Schicksalsschlägen am Ende wieder ein neues Glück ergibt.
Da war die Familie, die ihren geliebten Husky-Rüden Chari auf Grund seiner schweren Erkrankung gehen lassen musste und da war die gerade erst neun Monate alte Hündin Sari, die nach der Trennung ihrer Menschen notgedrungen Einzug im Nordlicht hielt.
Maya
Des neuen Frauchens Initiative ebnete den Weg zum beiderseitigen Glück, ganz unverbindlich und ohne das bereits anderweitig unabkömmliche Herrchen besuchte sie die Station und lernte dort auch Sari kennen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf der Vermittlungs-Webseite zu finden war (und es auch nie dorthin schaffen sollte). Eine "Liebe auf den ersten Blick" bahnte sich an, unerfüllt erst einmal, denn ohne Herrchen konnte die Entscheidung für ein neues Familienmitglied nicht getroffen werden. Mit vielen Fotos und einigen Videos kehrte das Frauchen heim, Bilder, die Herrchens Herz schon vor der ersten Begegnung erobert hatten.

Zu ähnlich klang der Name dem Altvertrauten und so wurde mit dem Umzug aus Sari Maya, von ihren Menschen mit offenen Herzen willkommen geheißen. Und auch Maya war glücklich, endlich wieder ganz nah bei den Menschen, ihren Menschen leben zu dürfen. Das Glück blieb, denn wie schrieben die neuen Besitzer "Maya entwickelt sich prächtig bei uns und bereitet uns sehr viel Freude."
Vielleicht hören wir ja bald wieder von Maya, denn sie wird demnächst einen Schnupperkurs in einer Hundeschule besuchen und hat versprochen von ihren neuen Erfahrungen zu berichten.

Maya

 

Nasty

NastyEigentlich kaum zu glauben, dass Nasty so rasch eine Pflegestelle und nun dort sogar ein Heim fand - zwölfjährige Senioren sind leider nicht die am besten zu vermittelnden Hunde….

Dass Nasty diese Chance erhielt, ist wohl der Tatsache zu verdanken, dass es Menschen gibt, die den Vierbeinern ein Leben lang verbunden bleiben, auch wenn sich Prioritäten mit zunehmendem Alter verschieben. Einst ging es um gesunde, wesensstarke Rassehunde, heute sind es die überzähligen Seniorenhunde, die von den Jahrzehnten Hundeerfahrung profitieren. Und das in vielfältiger Weise, der Beginn war eine Patenschaft für Nadja, regelmäßige Spaziergänge mit ihr und zunehmend Hilfe überall da, wo Erfahrung und Hände gebraucht wurden oder auch Sachspenden, wenn nicht zu organisieren war, was da nötig gebraucht wurde.

Nasty

NastyUnd als dann Nasty ins Nordlicht kam und so gar nicht glücklich werden konnte / wollte mit der Situation, da half man mit einer Pflegestelle aus – so ruhig und selbstverständlich wie immer. Genau so gewöhnte man auch den eigenen ebenfalls schon betagten Hund und Nasty aneinander, erwartet wurde wenig und erhalten hat man viel: „es ist unglaublich schön zu erleben, wie diese beiden lieben, alten Hunde sich in großem Respekt einander nähern. Auch wenn Nasty etwas führend ist - als Hündin steht es ihr zu -, macht sie ihre Kontaktversuche in sehr kleinen Schritten. Und heute ist es ihr doch gelungen, unseren Canny zu einer Toberei zu verführen. Bei der 1. Spielaufforderung saß er wie vom Donner gerührt : "Die meint tatsächlich mich?", schien er zu fragen, schien es aber gar nicht übel zu finden !“
 

 

Nasty
Nein, Nasty wird kein „Dauerpflegling“ werden, ganz konsequent tut man, was man tut, mit aller Verantwortlichkeit und übernimmt Nasty voll und ganz – mit ihren Tumörchen an der Gesäugeleiste. Wenn sie sich vollends eingelebt hat, ja dann wird man es angehen, doch auf eigene Kosten – es sind einfach besondere Menschen, die Nasty da für sich gewonnen hat und unser Danke an diese Menschen bezieht sich nicht nur auf diese Vermittlung, denn wir sind wirklich dankbar, in so vielen Bereichen der Tierschutzarbeit diese Unterstützung erfahren zu dürfen.
 

 

 

 

 

 


 

Crissy

Crissy und MajaAuch bei Crissy hat es lange gedauert, bis sie in ein neues Zuhause umziehen durfte. Und lange haben auch ihre neuen Menschen gewartet. Viele unzählige Interessenten – doch das Highlight war eben bei „Maja“……hier hat es auf Anhieb gepasst und die neuen Zweibeiner sind ruhig und zuversichtlich. Wichtig ist das für Crissy, da sich die junge Dame ziemlich schnell in der Station zu einer manchmal kleinen Zicke entwickelt hat. Doch nun war es mächtig an der Zeit, dass sie ganz unter die Fittiche der Menschen kommt, denn sie war immer mehr auf der Suche nach Anschluss.

Und wir freuen uns, dass Crissy bei der hübschen Maja einziehen durfte– auch wegen der netten neuen Menschen. Sie hat sich gut eingewöhnt und mit Maja eine Spiel- und Kräftemessen-Partnerin gefunden, Eltern von Menschenkindern werden es kennen, "sie lieben und sie streiten sich".....

Crissy und Maja am Toben
 


 

Yukon

 

 

 

Yukon hat über das Tierheim in Iserlohn ein wundervolles Zuhause gefunden.