Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im November 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
Suki, die vorletzte der Eurasier von der Station, hat den Weg in ein neues Leben geschafft….

Aber WIE? Nicht einfach hat sich die Hundedame in der Pflegestelle gezeigt, schnappen und zubeißen wollen lagen ziemlich dicht beieinander. Zu fassen kriegte man sie nicht, sie war mehr als schlecht händelbar.

Konfrontationen mit den kleinen Hunden und den Samtpfötchen in der Pflegestelle waren unmöglich, denn Suki griff ohne Vorwarnung alles an, was sich ihr näherte. Gnadenlos nützte sie ihre Position aus.

Suki und NaroEinzig und allein Naro, der letzte scheue Eurasier-Rüde von der Auffangstation Süd, wurde geduldet. D.h. besser, er wurde abgeschirmt und gehütet, wie ein Augapfel. An ihn sollte keiner so richtig ran – Suki zeigte sich als „typisch Weib“, sie schien zu signalisieren, dass Naro ihr Besitz ist. Auf Dauer konnte das so nicht funktionieren.

Da war guter Rat teuer, wir schienen an unsere Grenzen gekommen zu sein. Nach einer Woche „nichts tun“ musste endlich etwas geschehen. Die einzige Möglichkeit, die wir hatten war, ihr einen Trichter aufzuziehen, doch ohne Unterstützung des Tierarztes war auch das unmöglich.
Suki war wie eine kleine Furie und zwar „handfest“. Sie war wendig wie eine Schlange und nutzte es schamlos aus, dass man sie nicht zu halten bekam. Irgendwie mussten wir jedoch an sie rankommen, um mit der Sozialisierung zu beginnen, d.h. sie für ihr neues Zuhause vorbereiten. Denn alles wollte man den neuen Menschen wirklich nicht aufbürden, zumal man bis jetzt ein unheimliches Glück mit der Vermittlung dieser scheuen charaktervollen Tiere hatte. Also durften wir auch im Falle Suki keinen Fehler machen.

Also leicht schlafen gelegt, Geschirrchen an, Trichter drauf und es konnte losgehen. Die ersten Versuche, sie draußen ans Laufen zu gewöhnen, die gestalteten sich als einzige Katastrophe. Es lief einem der pure Schweiß runter, denn das Mädel gebärdete sich auch hier wie eine Furie. Aber man ist das Verhalten dieser scheuen Hunde langsam gewöhnt und kann entsprechend damit umgehen.Suki

So war es nur eine Frage des Durchhaltevermögens und der Zeit – auch eine Suki wurde langsam gefügig. JA, sie hatte sogar Spaß daran, fing gleich an, sich in Freiheit zu entleeren (das machen wenige am Anfang, sie fand es gleich toll), trotz des Trichters wollte sie die Düfte da draußen auf der Wiese in sich reinziehen.

Schön, wir hatten es also mit einer neugierigen Hündin zu tun, das machte es doch leichter. Tägliche Spaziergänge, die langsam ausgedehnt wurden, waren angesagt. Und Suki kam immer mehr aus sich raus, ließ es zu, dass man sie unterwegs streichelte, mit ihr sprach und sie mit immer mehr neuen Wegen konfrontierte.

Besonders von Vorteil war, dass ihre neuen Menschen sehr oft in die Pflegestelle kamen, um Suki zu besuchen. Das Frauchen hatte ja sowieso den Draht zu ihr, mit dem Herrchen ging sie eher noch skeptisch um.

Nach 2 Wochen „laufen-üben“ stellten wir uns die Frage, ob das so überhaupt für die Weiterentwicklung ausreicht. Nein, das tat es nicht, denn wir konnten Suki nicht so einfach in der Wohnung herumspazieren lassen, ihr Wirkungskreis war begrenzt und das belastete uns. Also hielten wir Rücksprache mit den neuen Menschen und legten einen definitiven Übergabetermin fest.

SukiDa Suki ja schon gewöhnt war im Auto zu fahren, war es ein leichtes, sie dann so und ohne Gitterbox – mit samt ihrem Trichter auf den Weg zu bringen. Nach einer Stunde Fahrt und einmal übergeben, kamen wir schadlos an. Die Freude über die Ankunft von Suki war groß und auch wir Zweibeiner wurden herzlich aufgenommen. Mit dabei die kleinen Hunde, die dann für sie in der neuen Umgebung plötzlich kein Problem mehr waren. Nach einem längeren Aufenthalt, gemeinsamen Spaziergang und der Erledigung der Formalitäten, machten wir uns mit gemischten Gefühlen wieder auf den Heimweg.

Die eingehenden Rückmeldungen mussten wir erst mal verdauen: Suki schien dem neuen Frauchen kein Problem zu bereiten – draußen laufen geht gut – der Trichter ist runter und man hat es auch schon schnell mal geschafft, das Geschirrchen an- und auch wieder auszuziehen – „nein, geschnappt hat sie kein einziges Mal“ – was soll man davon halten?

Je mehr Zeit ins Land schreitet, umso mehr wird Suki auftauen, die letzten Hürden, bzw. das Vertrauen zu Herrchen wird auch noch aufgebaut werden – und wir sind stolz auf die neuen Menschen, die mit so viel Enthusiasmus an die Aufnahme dieser Hündin herangingen. Da können wir nur sagen: Hut ab!! Anders würde es auch gar nicht gehen. Ein bisschen sind wir noch zögerlich, so ganz haben wir innerlich noch nicht losgelassen – aber die Chancen stehen gut, dass aus dieser Hundedame, die so eigenwillig ist, bald eine selbstbewusste Hündin wird. Und sie ist „angekommen“ – was wollen wir mehr?

Liebe Familie K., ganz herzlichen Dank dafür, dass Sie diesen Sprung ins kalte Wasser so gelassen genommen haben. Wir drücken die Daumen, dass es bald stressfreier für Sie wird.
 


 

Sky im neuen Heim

Über Auslandstierschutz kann und darf man geteilter Meinung sein, so wie man in der Tierschutzarbeit „Schwerpunkte“ setzen kann wie die Hilfe für Nordische Hunde und doch manchmal den einen oder anderen vollkommen Rassefremden in der Vermittlung hat. Denn alles sollte man werden im Tierschutz, nur nicht engstirnig und dadurch blind für das Schicksal einzelner.



Von Sky, der jungen blinden Hündin aus Bulgarien, erfuhren wir durch eine der unzähligen Verteilermails und die Fotos dieses zarten Husky-Mädels hatten etwas sehr anrührendes. Eine Vermittlung vor Ort schier aussichtslos – darf man eine mail mit so einem jungen Handicapler einfach zuklicken? Oder muss man da nicht an die anderen „eingeschränkten“ Hunde denken, die über die Webseite des Vereins schon untergebracht werden konnten bei Menschen, die mit diesem „anders-sein“ kein Problem haben?

 

Sky

Sky sollte ihre Chance erhalten und die Resonanz auf ihre Vorstellung auf der Webseite war unerwartet hoch und schon rasch hatte sich eine erste Anlaufstelle für sie gefunden. Ihre zukünftigen Pflegeeltern wurden jedoch erst einmal auf eine Geduldsprobe gestellt, mehrfach verschob sich ihre Ankunft bis sie eines Tages dann ganz unerwartet einfach vor der Station im Schwarzwald stand.

Ihre Pflegeeltern machten’s möglich, holten das Mädel ab und stellten schon bald fest, dass sie einen wahren Sonnenschein erhalten hatten – Rüde Sammy war allerdings erstmal etwas anderer Meinung:

Sky will spielen„Sky ist eine sehr angenehme Hündin. Keck, aber immer lieb und absolut freundlich gesinnt. Sie ist ein richtiger Sonnenschein und hat kaum Orientierungsprobleme. Sie beherrscht nach nur zwei Tagen auch das Treppensteigen schon sehr gut.

Sammy motzt eher noch durch die Gegend und giftet Sky ganz gerne mal an. Sky interessiert das nicht die Bohne, sie scheint kläffende Hunde gewöhnt zu sein.“

Die Begeisterung für Sky hielt an, denn mit jedem Tag lernte sie Neues und zeigte mehr von ihrem Wesen. Rüde Sammy murrte zunehmend leiser, vielleicht ging ja etwas von diesem Zauber, der von Sky ausgeht, auf ihn über?

“Nun ist Sky schon fast 2 Wochen bei uns und hat sich sehr gut bei uns eingelebt. Sie ist zu einem wirklich sehr folgsamen, aber auch stürmischen, lebensfreudigen Mädchen geworden. Sie geht sehr gut an der etwa 10 Meter langen Laufleine, hört sofort auf den Befehl "komm her" und ist dann auch sofort da.

Mit anderen Hunden beim Spazierengehen ist sie sehr kontaktfreudig und versucht auch mit ihnen zu spielen, was immer ein sehr schöner Anblick ist.

Sie ist ein wirklicher Sonnenschein.Raubtierfütterung

Auch ist sie sehr verschmust und anlehnungsbedürftig, bei uns bekommt sie die Streicheleinheiten, die sie braucht, aber Sammy kommt auch nicht zu kurz.

Sammy ist zwar noch eifersüchtig, aber das Zusammenleben mit ihm ist schon wesentlich besser geworden und wird sich sicherlich noch zu aller Zufriedenheit regeln.“

Und im Nachsatz eines Nachsatzes klang an, was die Pflegeeltern bereits mächtig umtrieb, nämlich die Zukunft von Sky:

“Wir denken daran, Sky fest zu uns zu nehmen und wir wollen sie auch nicht mehr hergeben.“

Dieses Phänomen hat übrigens einen Namen, man nennt es den Pflegestellenvirus (PSV) und schon so einige fielen ihm zum „Opfer“.
Mittlerweile sind die Pflegeeltern dem PSV erlegen und zu Sky’s Besitzern geworden, kein Wunder eigentlich, denn Sky ist nach wie vor einfach nur freundlich und charmant – ein Hund zum Verlieben eben:

Sky kommt„Sky macht weiter große Fortschritte. Sie hört sehr gut, kommt sofort wenn sie gerufen wird und kennt auch schon die Befehle "Lauf" und "Vorsicht".
Sie weiß mittlerweile auch, dass sie nichts auf dem Tisch zu suchen hat und keinen Abfalleimer ausräumen darf, was sie außerordentlich leise bewerkstelligen kann.
Stubenrein ist sie natürlich noch nicht, aber sie hat vor einigen Tagen damit angefangen auch draußen "Geschäfte" zu verrichten, dafür wird sie natürlich überschwänglich gelobt.

Sie hat schon einige Hundekumpels zum Spielen gefunden, denn Sammy ist zu alt für Spielereien. Sammy und Sky verstehen sich mittlerweile auch gut, Sammys Eifersucht und Unsicherheit ist so gut wie verschwunden nur wenn es ums Fressen geht, da macht Sammy schon klar was Sache ist.

Sky hat ein sehr sonniges Gemüt und einen wirklich guten Charakter. Egal welche negativen Erfahrungen sie in der Vergangenheit gemacht hat, sie ist sehr sozial eingestellt und freundlich zu jedem Mensch und Hund.

Sie weiß auch das sie zu uns gehört, sie wartet auf uns und versucht nicht mehr anderen Menschen hinterher zu laufen.

Sie ist einfach ein toller Hund, der zu 100% in unsere Familie passt, wir hätten es nicht besser treffen können.“Sky

Hunde mit Behinderungen gehen in der Regel sehr unbefangen mit diesen um, manche so selbstverständlich, dass man mitunter vergisst, dass dieses oder jenes „anders“ ist. Vielleicht wird vor diesem Hintergrund der abschließende Satz von Skys neuen Besitzern für jene verständlicher, die noch nie mit einem Handicap-Hund zu tun hatten:

„Nicht Sky muss "dankbar" sein, dass wir sie aufgenommen haben, sondern wir müssen dankbar sein, einen so tollen Hund bekommen zu haben.“

Sky

Wir sagen aber trotzdem Danke, liebe Familie E., dass sie die „Kapriolen“ im Vorfeld so geduldig hingenommen haben und Danke dafür, dass Sky bei Ihnen nun sein kann, was sie ist: ein junger, noch etwas unerzogener Husky mit reichlich Flausen im Kopf.

Komm, spiel mit


 

 

Mit Inuk konnte der erste vom kürzlich aufgenommenen 6er Rudel die Auffangstation im Schwarzwald verlassen. Ganz unerwartet, denn eigentlich wollte man mit weiblicher Verstärkung das Duo zum Trio machen und hatte im Vorfeld daher Luna angedacht. Doch die dachte überhaupt nicht dran, das „dritte Rad am Wagen“ zu werden und zickte was der Pelz nur hergab – nun gut, wer net will, der wartet halt weiter.

Rein intuitiv zog man in Erwägung, es mit dem sensiblen und kooperativen Inuk zu versuchen – das klappte auch auf Anhieb, zumindest vor Ort, im häuslichen Bereich ist das ja mitunter etwas anders.

Inuk, Naboo, Nicki

Die Fahrt ins St.Galler-Oberland verlief trotz Zuwachs entspannt und so kam man vergleichsweise ausgeruht wieder zu Hause an. Im Auslauf dann ein kurzes, etwas lauteres Gerangel, rein aus dem Bauch heraus dann verbal unterbunden, was die Bande auch sofort akzeptierte.

Inuk, Nicki und NabooDas erste Wochenende dann entspannt, nach Regen folgte Schnee und schuf beste Voraussetzungen, um so richtig müde Hunde zu erzeugen. Mit dem Dasein als Haushund hat Inuk keinerlei Schwierigkeiten, lediglich ein paar grundsätzliche Dinge müssen noch geklärt werden. Darunter vor allem die Frage, wem welche Esswaren gehören, als noch Heranwachsender leidet Inuk an einem sicher nicht und das ist mangelnder Appetit.

Die Bilanz nach der ersten Woche kurz zusammengefasst
„wir haben mit Inuk wirklich einen Glücktreffer "gezogen“, denn „Obwohl er natürlich noch sehr lebhaft ist beim Laufen an der Leine mit seinen zwei Mitbewohnern, gibt Inuk uns sehr viel Liebe und Dankbarkeit zurück.

Immer wenn ich abends von der Arbeit nach Hause zurückkehre, begrüßt er mich sehr intensiv und leckt mich ab. Es geht dann anschließend auf den großen Abendspaziergang mit allen 3 Huskys.

Am Vormittag werden sie von meiner Frau auf eine größere Tour mitgenommen.

NickiUnsere Nicki hat sich so richtig an Inuk gewöhnt und kuschelt oft zusammen mit ihm auf demselben Hundekissen.

NabooUnser Naboo nimmt's total gelassen, dass er nun noch einen jungen Rüden ins Rudel bekommen hat.

In der Nacht schläft Inuk ruhig in seinem Hundebett, welches er von Naboo beschlagnahmt hatte.

Naboo, der Schlaue, hat natürlich das neue Hundebett im Schlafzimmer bevorzugt, da er sonst ja meistens unter dem Bett meiner Frau einschläft bis er dann doch lieber in sein Hundebett kuschelt.“

Inuk, Nicki, Naboo


Wir freuen uns für Inuk, dass er so schnell der etwas nervigen brüderlichen Gängelei entwischt ist und von den beiden vorhandenen Hunden freundlich aufgenommen wurde. Lieben Dank an die zugehörigen Menschen, die so unkompliziert und offen an das Thema „Rudelzuwachs“ herangingen und sich raten ließen.


 

Smilla, eine italienische Schönheit, war über Schweizer Tierschützer in die Vermittlung gekommen. Die noch junge Hündin zeigte sich in den nächsten Wochen als völlig unkompliziert und umwerfend freundlich, ein Sonnenschein, dessen Anwesenheit einem das „Schieben schlechter Laune“ einfach unmöglich machte.

Dennoch ist es immer ein wenig ein Abenteuer, einen Hund, über dessen Vorgeschichte man so rein gar nichts weiß, in ein eigenes Heim ziehen zu lassen. Und so freuen wir uns sehr, dass Smilla im häuslichen Bereich ist wie bislang auch: gutgelaunt, offen oder kurz einfach „sonnig“.


Smilla“Wir sind überglücklich mit Smilla und lieben sie über alles. Auch unsere (Schwieger-)eltern haben sie mit ganzem Herzen lieb gewonnen.

Sie folgt uns auf Schritt und Tritt und schnuppert alles gründlich ab. Fernseher, Spiegel, Staubsauger ...etc. - was ist denn das? Nach kurzem skeptischen Zögern und genauerem Untersuchen sind auch die neuen Gegenstände akzeptiert...

Und unseren 400qm großen Garten hat Smilla auch schon kennen und lieben gelernt und in Beschlag genommen. Da wird gebuddelt, hier geschnuppert, da Pipi gemacht.

Auch das Autofahren ist für sie stets ein interessantes Abenteuer. Fenster rausschauen ist doch Hunde-TV vom feinsten...

Nun ja, ganz stubenrein ist sie noch nicht - aber wir arbeiten geduldvoll daran... braucht eben Zeit.

Wenn ich auf der Wetterwarte aufm Kienberg arbeite, darf sie mit, denn nichts ist schöner als im Schnee rumzutollen und mit anderen Kameraden zu spielen...
Sie bleibt also dem Schwarzwald erhalten.

Ach ja - und mal ne Stunde alleine sein, klappt auch schon prima. Doch viel oder länger alleine wird sie nie sein!

Alle in der Familie blühen sichtbar auf - alles durch unseren Sonnenschein Smilla!“

 

Schwer hat es Monthy getroffen, dass sein Herrchen verstorben ist. So plötzlich und dann auch noch die Abgabe im Tierschutz, das muss Hund erst einmal verkraften. Und doch, er der in jungen Jahren schon einmal in dieser Situation gewesen war, ging im Vergleich zu seiner Gefährtin Alina noch vergleichsweise gefasst mit dem Einzug in die Station um. Aber auch bei ihm hat es lange gedauert, bis er sich in den Stationsalltag eingewöhnen konnte.

Monthys neue Familie

MonthyDie Wochen vergingen, Monthy wartete gefasst, aber zuversichtlich, seine Gefährtin Alina begann zu resignieren. Irgendwie schien das „Glück“ um die beiden einen großen Bogen zu machen, manch anderer, der später gekommen war, zog keck erhobenen Schwanzes an den beiden vorbei und aus ins neue Heim.

Doch dann ging es quasi „Schlag auf Schlag“, Interessenten für Alina wurden mit dem Kennenlernen zu neuen Besitzern und nur wenige Tage später durfte auch Monthy in sein neues Zuhause in der Schweiz umziehen.

Vorausgegangen war ein erster Stationsbesuch einige Zeit vorher, man hatte Monthy kennen gelernt und war sich mehr als sympathisch, Hund war gar gleich der Meinung „das sind meine Menschen“.

Es folgte ein Besuch in der Schweiz, denn gerade Neulingen mit den Nordischen möchte man viel mit auf den Weg geben, man fand offene Ohren und schon bestens auf alles vorbereitete Menschen.
Monthy
Vielleicht wird es diesmal ein wenig länger dauern, bis Monthy sich eingewöhnt hat, plötzlich wieder eine neue Umgebung, neue Menschen und vor allem „keine“ Alina mehr an der Seite (denn auf die hat er sich schon manchmal schön verlassen).

Aber wir sind uns sicher, dass die ganze Familie, die Monthy diese Chance gegeben hat, bereit ist, den Hundemann auf seinem neuen Lebensweg so zu begleiten, dass weder die Eingewöhnung noch all das Neue ein Problem für ihn sein wird. Genügend feeling und Liebe für Monthy ist vorhanden.


MonthyMonthy
Danke, liebe Fam. K., wir freuen uns mit Ihnen, dass Monthy bei Ihnen einziehen durfte.
 


 

Es gibt Hunde, die gehen mit einem Stationsaufenthalt ruhig und gefasst um – Alina gehörte definitiv nicht dazu.

Als Welpe zu ihrem Besitzer gekommen, hatte sie dort zunächst alleine, später mit Monthy absolut behütet und bestens versorgt gelebt bis zu jenem Tag, als ihr Herrchen vollkommen überraschend verstarb. Da keiner der Hinterbliebenen die beiden Hunde auf Dauer versorgen konnte, zogen sie also im August in die Station.
Alina
Alina war zunächst geschockt, dann protestierte sie und vermutlich als sie realisierte, dass sie wohl bleiben müsse, wurde sie krank, richtig krank. Mit schon lebensbedrohlich hohem Fieber wurde sie in die Tierklinik verbracht, doch alle Untersuchungen brachten kein Ergebnis – organisch war alles in bester Ordnung.

Einige fiebersenkende Mittel und Tage später war Alina zurück in der Station, nun voller Schmerz, jedem klagte sie ihr Leid und war keiner da, erzählte sie es einfach den anderen Hunden. Ruhe kam nur rein in den Hund, wenn einer der regelmäßigen Gassigänger Alina auf Spaziergang mitnahm. Doch trotz Vorzugsbehandlung litt Alina, wurde zusehends dünner, was ihr zunächst nicht schadete, da sich ein paar „Röllchen“ angesammelt hatten, doch die waren schneller perdu als man sich das gewünscht hätte und dann ging es an die Substanz.

Nicht nur äußerlich ging das lange Warten an Alina nicht spurlos vorbei, sie wurde zunehmend stiller, resignierte, lag viel in ihrer Hütte – würde sie nun komplett aufgeben?
Doch dann waren sie auf einmal da, die „richtigen“ Menschen für Alina, die nach denen man solange gesucht hatte.
Alina
Nach einem kurzen Spaziergang (den Alina übrigens vorbildlich absolvierte) und einigen "Bestechungsversuchen" mit Leckerlies ging es dann nochmals kurz ins Büro um die Formalitäten zu erledigen. Doch dann ab ins Auto (kaum dass Alina noch für ein Abschiedsfoto stillstehen konnte) und nichts wie weg von diesem für Alina so ungeliebten Ort.

Die Fahrt verlief einigermaßen ruhig, im neuen Zuhause suchte Alina sich gleich ihren Platz und hat auch schon mal das Bett von Frauchen probegelegen. Die Rückmeldungen sind bis dato allesamt positiv.

Wir wünschen Alina, dass sie an ihrem endgültigen Platz angekommen ist und bedanken uns bei Familie G. und wünschen für die Zukunft alles Gute.

 


 

Wie hatten wir doch eigentlich im Vermittlungstext der jungen Jana, einer ganz ungewöhnlichen Mischung aus Husky und Carolina-Dog geschrieben: „Katzen und Kleintiere kennt Jana nicht und obwohl sie bislang keinen ausgeprägten Jagdtrieb zeigt, würden wir eine Vermittlung in einen Haushalt ohne artfremde Tiere bevorzugen“.
Dran gehalten haben wir uns mal selber wieder nicht, warum sollte man auch, wenn sich da eine Familie meldet, die schon viel Erfahrung mit Nordischen hat und nicht zum ersten Mal einen solchen an Samtpfoten gewöhnen will? Und dann noch optimale Bedingungen bietet für eine Hündin, die nur ungern alleine bleibt?

Wie viel mehr aber noch hinter dieser Vermittlung steckt oder mit ihr verbunden ist, das erzählen Jana’s heutige Besitzer am besten selber:

Jana mit Mieze
„Good old Betty mussten wir am 03.08.08 leider unter Schmerzen gehen lassen. Nach über 13 Jahren war die Trauer um die Mischlingshündin unbeschreiblich. Anfang September entdeckten wir Jana bei den Notfellen - aber wir zögerten noch ein paar Wochen bis wir bereit waren, Jana kennen zu lernen.

Genau zwei Monate später, am 03.10.08, haben wir den Wirbelwind Jana in der Auffangstation abgeholt. Jana war ausgehungert nach menschlicher Nähe und kaum zu bändigen, da die junge Hündin nicht ausgelastet war.

Auf der Rückfahrt saß sie im Auto bei mir im Fußraum. Fasziniert habe ich sie die ganze Stunde, die die Fahrt dauerte, angesehen, denn sie sieht aus wie good old Betty und sie verhält sich auch so - aber sie heißt Jana.Jana im neuen Korb

 

Es gibt so viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht erklären können, und so haben sich hier alle gefreut, dass "good old Betty" wieder da ist. Jana hat im Sturm das große Haus und alle Herzen erobert - und natürlich auch Betty's Hundekörbchen besetzt.

Sie hat hier einen Hundekumpel. Auch die Katzen sind zu Freunden geworden. Jetzt ist Jana nie mehr alleine und bekommt jeden Tag viel Auslauf und viiieeellle Streicheleinheiten.

Die 2 Samtpfoten

Ein ganz liebes Danke an Familie H.-M. – nicht nur für die Aufnahme der beiden scheuen Miezen, sondern auch für den liebevollen Platz, den Sie Jana geboten haben. Und das Vertrauen, dass es mit den Samtpfötchen klappen würde, das hatten wir - wer sonst hätte das schaffen können? Es stimmt eben alles.
 


 

Anfang September bekam man eine Husky-Malamute-Hündin gemeldet, sie war vor einigen Monaten erst von ihrer damaligen Besitzerin aus wenig schöner Haltung aufgenommen worden. Zunächst hatte es so ausgesehen, als würde es, die Dame hatte noch eine ebenfalls ältere Hündin und einen kleinen Rüden, funktionieren mit dem Zusammenleben der Drei, doch nun war die Situation eskaliert, die beiden Hündinnen hatten sich gefetzt, wie es schlimmer nicht hätte sein können.
Kim
Zusammenführen konnte man die beiden nicht mehr und so blieb nur die Abgabe der später hinzugekommenen Hündin, die vom Verhalten her auch die unproblematischere war, abgesehen von Futterneid ein echtes Nordisches „Sahnestückchen“ – sogar ohne Jagdtrieb.

Für einen älteren Hund ein Heim zu finden, ist immer etwas schwieriger, bei Kim hatte man gedacht, sie würde vielleicht mit ihrem Wesen rasch jemanden bezaubern – tat sie auch, doch das wirklich Richtige war anfangs nicht dabei.

Doch dann meldete sich eine Familie, mit der man vor längerer Zeit schon mal Kontakt hatte und bei einem Besuch vor Ort einiges zu bedenken gegeben hatte wegen der Wohnlage mit vielen Treppen. Umgezogen unter dem Gesichtspunkt „optimale Hundehaltungsbedingungen“ war man zwischenzeitlich und Kim wäre genau das, was man sich als Anfänger für den Einstieg gut vorstellen könne.

Ein erstes Beschnupperungstreffen verlief überaus erfolgreich, Kim sehen und mögen war eines, auch Kim fand die netten ruhigen Menschen auf Anhieb sympathisch.

KimEine Woche später trat die Familie dann die lange Fahrt in Kims bisheriges Zuhause an und holte sie persönlich ab. Ganz selbstverständlich stieg Kim mit ins Auto und mit ebenso wenig Aufsehen hat sie sich im neuen Heim eingelebt – ein „Sahnestücken“ eben.
 


Ganz lieben Dank an alle Beteiligten, Ehrenamtliche, die Fahrdienst leisteten, die bisherige Besitzerin, die Kim bis zur Vermittlung bei sich behielt trotz räumlicher Trennung im eigenen Haus und natürlich die neuen Menschen, die so beharrlich ihren Traum vom Nordischen verfolgt haben und einem älteren Hund wie Kim die Chance gaben. Ihnen und Kim wünschen wir eine recht lange und glückliche gemeinsame Zeit miteinander.

 

 

 


 

Akami hat das große Los gezogen……

Akami

AkamiGut vorbereitet zog Akami, eine der Eurasierinnen aus dem zum Jahresanfang aufgenommenen Rudel, am Wochenende von der Pflegestelle in ihr neues Zuhause um.

Ihre Sachen gepackt, saß sie im der Box im Auto und harrte der Dinge, die da auf sie zukommen. Wohl war ihr sicher nicht zumute, denn bislang ist sie frei im Auto mitgefahren. Ein bisschen länger als gedacht waren wir unterwegs, bis wir dann endlich ankamen.

Wir wurden sehr freudig empfangen und haben zuerst einen ausgiebigen Spaziergang durch die Weinberge gemacht. Anschließend ging es ins Haus. Hier mussten allerdings die nach hinten offenen Treppen überwunden werden. Dann ging es hinein in die Wohnung. Alles war vorbereitet für unsere Eurasierin.

Während wir bei duftendem Kaffee und selbstgebackenem Kuchen über das Händling und Verhalten von Akami sprachen, legte diese sich total relaxt unter den Tisch, oder lief in der Wohnung herum und untersuchte alles, was da Neues auf sie zukam. Begleitet und mit Körperkontakt der kleinen Therapiehündin Jenny ist der Start in ein neues Leben leichter zu verkraften.Akami mit Jenny

Wir waren total überrascht, mit wie viel Einfühlungsvermögen Akamis neue Menschen auf diese zugingen und sich mit allem auseinandersetzten. Wir hatten ein mehr als gutes Gefühl, diese Hündin, die uns schon so sehr ans Herz gewachsen war, in verantwortungsbewussten Händen zurück zu lassen. Hier wussten wir unser Mädel gut aufgehoben. Es stimmte nicht nur die Chemie, sondern auch die ganzen Voraussetzungen für einen Hund, dessen Sozialisierung erst am Anfang steht.

Auch wenn die ersten Tage immer die schwierigsten sind, so zeigen doch die Rückmeldungen, es geht weiter steil bergauf. Wir sind stolz auf Akami, dass sie ihre Intelligenz wie erhofft einsetzt, um sich einzufinden und auch auf ihre neue Familie, die es versteht, richtig mit ihr umzugehen. Nur so ist gewährleistet, dass eine gute Vertrauensbasis aufgebaut und gefestigt wird.

Es war mal wieder eine Freude, sich mit Menschen zu treffen, die mit so viel Optimismus auf einen scheuen Hund aus dem Tierschutz zugehen. Einfach wird es nicht, aber es wird sich letztendlich jede Mühe lohnen. Denn wir glauben daran, dass Akami ihre restlichen Unsicherheiten verlieren kann und zu einem Traumhund wird.

Akami

Menschen und Tier wünschen wir alles erdenklich Gute für eine gemeinsame Zukunft.

Akami

 


 

AkaschaAkascha hatte leider das Pech, dass er erneut in die Vermittlung kam, denn sein Frauchen erkrankte und konnte ihn nicht mehr halten. Wenn man alles immer voraussehen könnte, ja dann …..!!! In der Station hatte Akascha aber keinen langen Aufenthalt, was das Ganze bedeutet ist dem Jungspund auch diesmal vermutlich nicht bewusst geworden, eingewöhnt hatte er sich jedenfalls gleich in dem großen "Hunde-Tobe-Spielplatz".

Rein informativ – nur mal so schauen….das wollten liebe Menschen aus dem Badischen. Aber beim Schauen blieb es nicht. Man fand einige der Hunde toll, doch nur einem konnte man ein Heim bieten. Also ist man nach Hause gefahren und hat beratschlagt. Und dann fiel die Entscheidung auf Akascha – für ihn ist es die beste Lösung, die ihm passieren kann.

Akaschas Problem, dass er schwer lange alleine bleiben kann, ist in dieser Familie perfekt gelöst. FAST rund um die Uhr ist immer jemand anwesend, der bei ihm ist und zudem kann er Frauchen im Geschäft behilflich sein. So wird es ihm bestimmt nicht langweilig.

Also wurde Akascha von den vier netten Menschen, die nun seine neue Familie sind, abgeholt. Die Freude war groß und auch Akascha spürte wohl, dass es nun „nach Hause“ ging. Samt seiner Spieltiere ist er ins Auto gestiegen und wir sind sicher, dass es nun für den Rest seines kleinen Hundelebens „passt“.

Akascha

Nochmals ein herzliches DANKE, auch für die Mitbringsel. Für den neuen Start mit einem neuen Kameraden wünschen wir viel Glück und wir freuen uns auf positive Nachrichten.
 


 

Lucy –

Lucy

Nein, nicht Ersatz für einen gegangenen vierbeinigen Kameraden, sondern eine Lücke sollte sie füllen. Und weil der Beschreibung nachCherry schon so viel Positives rüber kam, hat man sich trotz der weiten Entfernung auf den Weg in die Auffangstation Süd gemacht. Man war sich gleich sympathisch – Mensch und Tier – Vermittler und Interessenten. Es kam so viel rüber, dass man Lucy gerne mit auf den Weg gegeben hat.

Ein bisschen mulmig war es allen schon, denn noch wusste keiner, ob es im häuslichen Bereich mit dem daheim gebliebenen Hundemädel Cherry auch klappen würde. Denn diese trauerte ihrer verlorenen Kameradin nach und sollte in Gesellschaft wieder fröhlich werden.

Die Rückmeldung ist wie erhofft positiv. Die kleine Trauernde ist aufgetaut und hat wieder Freude am Leben. Und Lucy hat ein wunderschönes Zuhause bei husky-erfahrenen, tollen Menschen und einer zauberhaften Hundefreundin gefunden. Nun kann auch unsere Lucy das Leben in vollen Zügen mit viel menschlicher Zuwendung genießen, nachdem sie viele Jahre in einem Großrudel nur immer teilen musste.

 

 

Lucy

Liebe Familie B., herzlichen Dank für Ihre Mühe und den weiten Weg (aus allen Himmelsrichtungen) den Sie auf sich genommen haben.