Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Oktober 2008 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Lilly oder manchmal hat auch der Zurückhaltende die Nase vorn
Lilly

Ein sportliches Mädels-Trio war in der Station eingezogen, Hunde, die bislang eingesetzt worden waren, um mit Husky-Begeisterten geführte Wanderungen und Schlittenfahrten zu unternehmen. Offene und den Kontakt mit Fremden gewohnte Hündinnen, die doch jede für sich ein ganz eigenes Wesen hatten. Und eigentlich hatte man gedacht, dass die im Vergleich eher zurückhaltend-vorsichtige Lilly diejenige sein würde, die als letzte die Station wieder verlassen würde, doch dann kam alles anders.
Lilly in der Hundeschule
Denn da war eine Familie, Husky- und Hundeanfänger, die erste Spaziergänge mit einem Nordischen in einem nahen Tierheim gemacht hatten. Der Husky an sich bezaubernd, ein typischer noch junger Vertreter seiner Rasse, dem einen Familienmitglied eigentlich zu jung, dem anderen zu schwarz-weiß - kurz es passte nicht so ganz.

Bei nass-kaltem Wetter folgte ein erster Besuch in der Station, schon im Vorfeld hatte man die Hunde auf diejenigen eingegrenzt, die zur Familien- und Wohnsituation passen könnten, gemeinsam mit den Mitarbeitern lief man mit vier Hunden Alina, Monthy, Lilly und Lucy.

Es folgte ein zweiter Termin in der Station, da die beiden Mädels Lucy und Lilly die Entscheidung schwer werden ließen. Lucy hatte ganz klar im Gehege gepunktet durch ihre Offenheit und verschmuste Anhänglichkeit, draußen unterwegs drückte sie allerdings die "Ignore-Taste", da zuckte nicht einmal ein Ohr bei Ansprache. Ganz anders Lilly, die sich zwar im Gehege vorsichtiger, zögerlicher um Streicheleinheiten nachsuchte, draußen aber recht gut zu erreichen war – für Hundeanfänger vermutlich der einfacher zu erziehende Hund.
Und so fiel die Entscheidung zu Gunsten von Lilly aus und die Abholung wurde geplant, denn erst stand noch ein TA-Check an.

Diese Zeitspanne nutzte die Familie, um einen ersten Kontakt zur Hundeschule Kern herzustellen und sich ein Training anzusehen – ohne Hund. Das Ganze mit Blick auf die Nordischen, vielen Dank an unser Mitglied Eva aus der Schweiz, die mit Chadock (dem arbeitsfreudigen Fortgeschrittenen) und Joe (dem etwas ignoranten Anfänger) kam um entsprechendes „Anschauungsmaterial“ zu liefern. Die beiden Nordischen ließen sich auch nicht lange bitten und zeigten willig Stärken und Schwächen (hartnäckiges Hinterfragen der Leinenführung durch Joe) inmitten der viele Rassen umfassenden Gruppe.Lilly
Tage später folgte ein erster Theorie-Unterricht und dann war sie auch schon vorbei, die Zeit des Wartens auf Lilly und gut vorbereitet fuhr man los, das Mädel abzuholen.

Die Umstellung auf Wohnungshaltung hat Lilly problemlos gemeistert, das Fressen verlor allerdings rapide an Bedeutung, denn so als Alleinhund ist ja keiner mehr da, der einem die Schüssel ausräumt, wenn man es nicht gleich selber tut. Doch nach einigen Tagen und mit etwas „Extra“ auf dem Trockenfutter nachgeholfen, kam auch Lilly wieder zum Fressen.

Dass sie sich in ihrer Familie sichtlich wohl fühlt zeigen die Fotos aus der Hundeschule, wo allerdings noch viel mehr zu sehen war, als auf Bildern eingefangen werden konnte. Mit ihren Artgenossen zeigt sich Lilly sehr sozial, nicht unbedingt spielfreudig, aber souverän, auch dann, wenn ihr einer mit Annäherungsversuchen „tierisch auf die Nerven geht“.

Kaum zwei Wochen in ihrer Familie schaut Lilly schon sehr genau nach ihren Menschen, ist am Entspanntesten, wenn der ganze Familienverband dicht zusammen in ihrer Nähe ist und beim Weglaufen von der Mehrheit der Mitglieder ist ihr nicht ganz wohl zu mute, Lillyda geht das Köpfchen dann vermehrt „rückwärts“. Gelernt wird zu fünft und jeder bringt seine Fähigkeiten ein, die Zweibeiner helfen sich gegenseitig und mittendrin ist Lilly, an deren fröhlichem Husky-Lächeln man richtig seine Freude hat.
 

Lilly
Lilly

Wir wünschen dem Quintett weiterhin so viel Spaß wie momentan und viele glückliche Jahre miteinander.


 

Rund ein halbes Jahr stand der vierjährige Pascha zur Vermittlung und obwohl der junge Rüde viele Qualitäten vorzuweisen hatte, wollte sich der „richtige“ Platz nicht finden, wo man seinen Eigenheiten gerecht werden konnte.
Pascha
Zu diesen gehörte auch das für sich beanspruchen von Gegenständen - was Pascha zu seinem erklärt hatte, das bekam höchstens noch Herrchen, aber sonst eigentlich keiner. Schwierig gestaltete sich deshalb vor allem das Zusammenleben mit dem Kleinkind der Familie, da dieses Paschas Verhalten gar nicht erfassen konnte vom Verstand her und so immer wieder schwierige Situationen entstanden.

Ein halbes Jahr kann für ein kleines Kind mit einem riesigen Entwicklungssprung einhergehen, mittlerweile hat der Nachwuchs (in der Regel) verstanden, wie man mit Pascha umgeht. Und auch Pascha selber ist gereift in den letzten Monaten, vermutlich ausgelöst durch einen Umzug der Familie hat er sich hinsichtlich seiner Schwächen sehr zum Positiven verändert, ist gelassener geworden.

Am glücklichsten ist darüber sein Frauchen, denn die wollte ihren Pascha eigentlich nie hergeben und ist nun froh, dass durch all die Veränderungen alles bleiben kann wie es ist, nämlich Pascha in der Familie.
Wir freuen uns für Pascha und seine Familie und wünschen den Vieren weiterhin alles Gute.
 

 

Chico – kaum 8 Wochen alt, wurde er angeblich als Fundhund von einer Familie aufgelesen. Nachdem sich niemand um den kleinen Hundemann gekümmert und ihn auch keiner vermisst hatte, wurde er kurzerhand eingeladen.Chico

Doch so ein kleiner Kerl braucht rund um die Uhr Versorgung. Also kam Chico letztendlich zu uns in die Vermittlung. Und es ist immer dasselbe Problem….man möchte die kleinen Zwerge nicht auf die Seite stellen. Aber da war ja noch von Mitte des Jahres eine kompetente Familie, die sich um einen Welpen beworben hatte. Zwei Jahres hat es gedauert, bis man sich nun langsam wieder zutraute, einen Husky aufzunehmen. Zu groß war der Schmerz nach dem Tod des ersten Nordischen.

Was lag näher, als direkt diese Familie anzurufen und nachzufragen, ob noch das Interesse besteht. Und ob !!
Gemeinsam mit dem kleinen Hundemann machte man sich auf den Weg und fand ein tolles Zuhause vor, nicht nur ein vierbeiniger Freund war vorhanden, sondern auch noch Kids, mit denen man als Hund super spielen kann. Und wir sind uns sicher, Chico wird dort bestens versorgt.

Aber selten kommt ein Unglück alleine. Kaum hatte Chico die Station verlassen, da wurde eine 4monatige Husky-Hündin gemeldet. Was jedoch da an der Station aus dem Auto herausschaute war alles andere als ein Husky. Reichlich keck und ziemlich vorwitzig schaute da ein Malamuten-Gesichtchen heraus:

Shima

Shima

 

 

Von einer Großfamilie wurde sie bei einem Hobbyzüchter gekauft, der sie nicht zurücknehmen wollte, als man mit der jetzt schon pubertierenden jungen Dame nicht mehr zurecht kam, bzw. kommen wollte. Sie sollte so schnell als möglich „w e g“ !! Ein Mitglied unseres Vereins hat sich Shima's angenommen und sie gebracht.

Eine mit Chico's neuen Menschen befreundete Familie meldete sich, dass sie gerne die Shima aufnehmen würden - ganz unabsichtlich hatte man mit der Erwähnung des neuerlichen Welpen- oder besser Junghundzugangs auch schon die Vermittlung angestoßen.

Und da man fast zusammen in einem Haus wohnt – was lag näher, als Shima quasi Tür an Tür mit einem fast gleichaltrigen Hundekind aufwachsen zu wissen? Ein Besuch überzeugte dann auch, dass es Shima dort gut haben würde und man die nötige Hundeerfahrung mitbringt.

 

 

 

Chico und Shima mit ihren neuen Familien

So reisten zwei Familien am Wochenende an, um Chico nochmals vorzustellen (die Kleinen wachsen und lernen ja so wahnsinnig schnell) und Shima abzuholen. Und schnurstracks ging Shima auf ihre neuen Menschen zu, suchte den Kontakt und verhielt sich (ziemlich) anständig. Nun können die beiden Jungspunde gemeinsam toben und spielen und wir hoffen, dass sie ihren Menschen auf dem Weg zum Erwachsen werden nicht zu viele Sorgen bereiten.

 


 

Patrick – Pepper

Pepper

Peppers neue KumpelsDas Pech hat ihm an den Pfoten geklebt…..aber nun hat sich doch das lange Warten gelohnt.
Wer hätte das gedacht, dass jemand so hartnäckig hinter unserem Sonnenschein her ist und zwar nur und ausschließlich hinter ihm? Denn kein anderer sollte es sein....

Kaum war die Vorkontrolle über die Bühne und das absolute OK gegeben, da war man schon in der Station. Weit angereist ist Peppers neues Frauchen, um den Neuling anzuschauen, es mit den schon vorhandenen Hunden zu versuchen und ihn mitzunehmen. Probleme? Nein, die gab es überhaupt nicht. Man sah einander, war sich sympathisch und hat sich auf Anhieb vertragen. Es gab kein wenn und aber – Frau war sich sicher, dass es auch im häuslichen Bereich klappt. Und so war es dann auch.

Pepper ist eingezogen, als wenn er schon immer dort hingehört hätte. Nur das Treppenlaufen, das musste man noch mit ihm üben. Aber kurzerhand wurde er einige Male hoch getragen, was ihm dann doch nicht gefiel, denn Beine sind ja zum Laufen da. Und zwischenzeitlich ist auch dieses Thema vom Tisch. Was uns am meisten freut ist, dass bis jetzt keinerlei negative Rückmeldung bezüglich seiner Zerstörwut gekommen ist. Anscheinend ist der Kleine doch mittlerweile erwachsen geworden.

Pepper unter Dampf

Und wer die drei Vierbeiner mit dem Frauchen daher fliegen sieht, der findet sie einfach nur „klasse“.

 


 

Nanuc

Nanuc

NanucEin bisschen später als sein ehemaliger Kumpel Damon durfte auch Nanuc die Station verlassen. Sein Glück war, dass er sich mit Katzen verträgt. Vom Wesen her offen und ein bisschen der Draufgänger-Typ, fühlte sich Nanuc schon gleich von Anfang an bei seinen neuen Menschen husky-wohl. Die ganze Familie ist begeistert von ihm, selbst die Kinder fliegen auf Nanuc. Ein bisschen muss man noch an seiner Katzenverträglichkeit arbeiten, aber es wird zusehends besser.

Auch er hat es verdient, in ein neues Zuhause umziehen zu können. Nanuc ist sehr auf sein Frauchen geprägt und begleitet sie auch überall hin. Joggen und Fahrradfahren tun die männlichen Hausbewohner mit großer Begeisterung, nun mit vierbeiniger Verstärkung, die mit ebenso viel Elan bei der Sache ist.

Gemeinsam mit den früheren Gassigehern aus der Station waren wir zu Besuch bei Nanuc. Dort haben wir nur fröhliche und glückliche Menschen gesehen und sind sicher, dass Nanuc das große Los gezogen hat. Er ist nicht nur in einem wunderschönen Haus eingezogen, sondern die ganze Umgebung ist für einen lauffreudigen Nordischen ein Traum – ein Traum, der wahr geworden ist für unseren Nanuc.

Nanuc
 


 

HALFA
Halfa

Nur kurze Zeit hat diese liebenswerte und doch charaktervolle Malamute-Hündin in unserer Auffangstation Süd verbracht. Interessenten, die ihren vierbeinigen Kumpel verloren hatten, wollten eigentlich „nur mal schauen“. Doch da haben sie nicht mit dem Charme der Hündin gerechnet. Spontan hat sich Halfa entschieden, diese Menschen sind „meine…“. Und auch die Menschen waren sich sicher, dass es Halfa ist, mit der sie weiterhin durchs Leben gehen möchten. Kurzerhand ist sie mit ins Auto gestiegen und lebt nun im badischen „Ländle“.

Und dort, wo sie eingezogen ist, da tut sie so, als ob sie schon immer da gewesen wäre. Es hat einfach gepasst und beide Teile sind überglücklich. Solche Vermittlungen wünscht man sich öfter – oder immer?

Ja, manche Tiere haben eben das Glück gepachtet und im Falle „Halfa“ hat dieses das auch verdient
 


 

Damon

 

Damon – noch im August ist Damon in sein neues Zuhause in Bayern umgezogen. Der zurückhaltende und eher scheue Rüde, der mit Männern keine gute Erfahrung gemacht hatte, zeigte sich recht umgänglich und offen, als er von seinem neuen Frauchen und der älteren Hündin besucht wurde. Ein gemeinsamer Spaziergang mit anschließenden gemeinsamen Picknickstunden hatten recht schnell gezeigt, dass er sich in dem kleinen Rudel, bestehend aus einem großen und einem kleinen Menschen, sowie der alten Hundedame doch recht wohl und geborgen fühlt.

Zuhause angekommen, hielt er noch gebührenden Abstand zum Herrchen. Wir möchten nicht wissen, was ihm durch Männer alles widerfahren ist. Der Katze gegenüber verhielt er sich sehr loyal, eigentlich hatte er sie eher ignoriert. Auffallen möchte Damon um keinen Preis und legte sich daher im neuen Zuhause nicht gleich ins Zeug. Langsam gewöhnte er sich ein und mit jedem Tag wird/wurde er stabiler.

Vielleicht dauert es ein bisschen länger, bis er so richtig „angekommen“ ist – aber durch die Sicherheit, die er von seinen neuen Menschen bekommt, wirkt er viel gelassener und wir freuen uns, dass Damon bei solch sensiblen Menschen ein neues Zuhause gefunden hat.
 


 

In der heutigen Gesellschaft finden sich zunehmend weniger Menschen, die die Dinge in ihrem weiteren Umfeld wahrnehmen, sich Gedanken machen und auch aktiv helfen, wenn es nötig ist. Sky hatte das Glück, solchen Menschen zu begegnen, Menschen, die ihn versorgten und bewegten, wenn die Besitzerin es nicht selbst konnte, die sich um ihn sorgten und die sich um seine Zukunft bemühten.
Sky
Dass nur wenig Zeit blieb, um Sky unterzubringen war von Anfang an bekannt und daher war die Freude groß, dass sich sehr rasch Interessenten meldeten. Und obwohl man die Vorkontrolle zügigst durchführte, war Sky schon im Tierheim abgeben, als klar war: das kann es sein, das neue Glück von Sky.

Ein paar Telefonate weiter stand fest: die Interessenten würden rund 400 km weit ins Tierheim fahren mit der vorhandenen Hündin und waren dort herzlich willkommen. Und sollte es mit beiden Hunden harmonieren, ja dann würde Sky so schnell dort ausziehen wie selten ein älterer Hund im Tierschutz.

Gesagt getan und die Hundedame von sich zu überzeugen war Sky ein leichtes, die zugehörigen Menschen fuhren also mit einem Fahrgast mehr die lange Strecke wieder heim.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Menschen, die den Grundstein für Sky’s heutiges Glück legten, bei den Mitarbeitern des Tierheims, die der bereits angedachten Vermittlung sehr offen gegenüberstanden und natürlich bei der Familie, die heute Sky’s ganzes Glück ist.

 

 

Die Einsicht, dass man Keyko nicht mehr so gerecht werden konnte, wie man es sich wünschte, war eine bittere, denn der Husky-Schäferhund Rüde war vollwertiges Familienmitglied. Doch die Gesamtsituation hatte sich zu seinen Lasten entwickelt, etwas, womit Keyko sich auf seine Art arrangierte – keine Abgabe aus einer Laune heraus, sondern aus Liebe zu einem tollen Familienhund.

Keyko

Ganz unerwartet hat sich nun innerhalb der Verwandtschaft die Möglichkeit ergeben, Keyko unterzubringen, wie so oft war das Ableben eines vorhandenen Hundes der Wegbereiter.

Für Keykos Familie, die mit Bangen an den Tag der endgültigen Trennung gedacht hatte, eine tolle Lösung, der Sohn behält seinen Spielkameraden in der Nähe und dennoch werden Keyko’s Bedürfnisse in Sachen Aufmerksamkeit und Auslauf gestillt.


 

KiyoshiKiyoshi kam Anfang des Jahres mit seinem Bruder Kisho ins Nordlicht, damals zwei fast pubertierende Jungspunde, die nur wenig kennen gelernt hatten. Also kurz gesagt zwei möglicherweise anstrengende Kerlchen und so mussten die beiden ein Weilchen warten. Zuerst fand Kisho, der Beherztere, ein Heim und zurück blieb das kleine Hasenherz Kiyoshi. Der bezog dann ein kleineres Gehege im Hundehaus, so war er dicht am Geschehen im Nordlicht dran, mitunter auch an der Longleine im Hof. Denn er sollte lernen, lernen und nochmals lernen, auch Spaziergänge waren mit „Unterrichtseinheiten“ in Sachen Umweltreize verbunden – so vieles galt es zu bestaunen und für sich zu erschließen.
Ein wenig sicherer geworden folgte die Vergesellschaftung mit Paco und Kora. Mit Kora ging es rund, die Beiden waren immer wieder zu neuen Spaßaktionen aufgelegt. Paco als alter Hase sorgte für die nötige Ordnung, wenn es zu "dolle" wurde.

Kiyoshi`s Stunde kam, als Interessenten ins Nordlicht kamen, die rein prinzipiell mit drei Kandidaten liebäugelten, im „Rennen“ waren auch Grizzly oder Gismo.
Der weiten Anfahrt wegen war die Familie mitten in der Nacht aufgebrochen, die Ankunft war auf den frühen Morgen abgesprochen, denn man wollte sich und Malamute Hündin Shiela die nötige Zeit für diese wichtige Entscheidung geben.

Nach einem Rundgang durch die Station, ging man nach und nach mit den einzelnen Rüden und Shiela spazieren. Aber ganz ehrlich: eigentlich war die Entscheidung in der ersten Stunde gefallen. Kiyoshi !!!!!! Der auch noch sehr viel Ähnlichkeit mit Shiela hat, die beiden gleichen einander wie das sprichwörtliche Ei dem anderen.
Laufen ging man aber dennoch und Gismo wurde von Shiela gleich mit aller Entschiedenheit abgelehnt, Grizzly begegnete sie mit ähnlicher Offenheit wie Kiyoshi.Kiyoshi und Shiela

Den Kopf voller Gedanken rund um die Entscheidung, die im Herzen eigentlich schon gefallen war, fuhr man erst einmal zum Mittagessen und hielt Familienrat. Zurück im Nordlicht, folgte ein weiterer Spaziergang mit Kiyoshi. Danach gab es kein wenn und aber mehr, Kiyoshi ging auf die Reise in ein neues abenteuerliches Leben.

Während die Autofahrt noch relativ leicht zu bewältigen war für Hasenherz Kiyoshi und dank der späten Ankunft im neuen Heim dieser Tag eigentlich schon zu Ende war, ging es am nächsten Tag in die „Vollen“ – zumindest was die Eindrücke für Kiyoshi anging. Denn

“Am nächsten Tag lernte er erst einmal ausgiebig unsere Kinder kennen. Adrian und Helena verhalten sich halt schon mal etwas "forsch" - sie sind von Shiela gewohnt, dass man mit ihr alles "machen" kann, knuddeln, knutschen, laut sein, rennen, was Kinder halt so machen ;)

Kiyoshi fand das jedoch nicht so super, denn die Rufe und vor allem laufende Kids machten ihm ein wenig Angst und er beguckte sich die Situation lieber aus geringer Distanz.

Kiyoshis neues heimGrundsätzlich hat er sich jedoch schnell an uns, Shiela und vor allem die Kids gewöhnt.“

Einfacher tat sich Kiyoshi mit der weiteren Annäherung an Sheila, beide zerlegten schon am gleichen Wochenende quasi stereo jeweils ein Spielzeug und auch sonst sind sie sich (meistens) einig:

“Sobald die beiden Frischluft in Form eines Leinenrasselns mitbekommen, sind sie jedoch voll dabei und ganz Ohr. Draußen arbeiten die Zwei sehr gut zusammen, es gibt kaum oder gar keine Reibereien. ….
Die Rangordnung ist noch nicht geklärt, aber hier räumen wir unserer Hündin, die ja zuerst hier war, einen kleinen Vorsprung ein.
Selbstbewusst und sicher stellt sich Kiyoshi jedoch der ein oder anderen Situation und siegt gelegentlich.

Wir lassen die Tiere in unserem Schlafzimmer übernachten, jeder hat dort seinen Platz. Kiyoshi hat sich zunächst mal abseits von Shiela abgelegt und wollt seine Ruhe. Doch als Shiela meinte früher aufzustehen und mit runter zukommen, wunderten wir uns, warum er nicht mit kam, tja als wir nachschauten hatte er sich Shielas Korb gekrallt und sich hübsch häuslich eingerichtet. Die Malamute-Dame fand das gar nicht prickelnd.Kiyoshi

Die erste Nacht war recht unruhig, zumal wir vergessen hatten, dass Hunde bei neuer Umgebung (wie auch Shiela damals) zu Durchfall neigen. Wir haben jetzt keinen Teppich mehr im Schlafzimmer.

Alles in allem klappt das im Moment ganz prima und wir sind froh, dass wir Kiysoshi ein Zuhause schenken und hoffentlich ein erfülltes Leben geben können.“

Kiyoshi

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Kiyoshi`s neuer Familie, die wirklich einiges an Kilometern und Zeit investiert hat sowie einige Unbequemlichkeiten auf sich genommen hat, um das passende weitere Familienmitglied zu finden.

Kiyoshi
 


 

Momo

Momo konnte von seinen Besitzern direkt vermittelt werden.