Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im April 2009 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Luna ist angekommen

LunaEtwa siebenjährig kam Luna in die Vermittlung, ihr Besitzer, der eine gewisse Stabilität in das Leben der ursprünglich aus einer Beschlagnahmung stammenden Husky-Mischlingshündin gebracht hatte, war verstorben und die Erben hatten sie nicht behalten können. Ein erster Vermittlungsversuch auf privater Ebene war gescheitert, nach zwei Monaten war Luna ohne weitere Erklärungen zurückgebracht worden und zog bald darauf im Nordlicht ein. Gesundheitlich noch ein wenig angeschlagen, sie hatte lange an einer Analfistel laboriert und vor längerer Zeit eine Milchleistenentfernung hinter sich gebracht.

Schon im Vorfeld war Luna als „zickig“ beschrieben worden und tatsächlich wurde sie mit dem Rüden Shorty, mit dem sie das Gehege teilen sollte / musste, nicht so recht warm. Sie schien überhaupt auf eine seltsame Weise „neben sich zu stehen“, tigerte stundenlang kläglich heulend durchs Gehege und beim Blick in ihre Augen kam man ins Grübeln, ob nicht doch etwas dran sei, dass sich das gesammelte Leid der Welt in einem Paar Hundeaugen spiegeln könne.

Auf ihre Weise also ein Notfall, den man den Besitzern von Sam antrug, die Ausschau hielten nach einer vierbeinigen Partnerin für ihn. Hinsichtlich der Zusammenführung vertraute man auf den souveränen und eher unaufdringlichen Sam und weniger auf Luna, der man eine komplette Ablehnung von Sam durchaus zutraute.Luna und Sam
Mit einer gewissen Erleichterung stellte man beim ersten Beschnuppern im Nordlicht fest, dass Luna Sam zumindest nicht ganz negativ sah und zu den zugehörigen Menschen schnell einen Draht fand. Um ganz sicher zu gehen, machte man mit Luna noch einen Gegenbesuch um zu sehen, ob es auch in der häuslichen Umgebung harmonieren würde und wurde erneut aufs Angenehmste überrascht von der dunklen Hündin.

Bald darauf, Luna hatte zu husten begonnen, was hinsichtlich der Ursache abgeklärt und behandelt werden musste, zog Luna vermeintlich gesund in ihr neues Zuhause um. Vielleicht ausgelöst durch die Aufregung der erneuten Umsiedlung begann dort die Husterei erneut, schlimmer als je zuvor, gleich in einer der ersten Nächte schien Luna dem Ersticken teilweise bedrohlich nahe.

In den folgenden Wochen hatte es fast den Anschein, als würde Luna die letzten Monate auf- und verarbeiten, ihr Immunsystem brach förmlich ein und musste langsam wieder aufgebaut werden. Viel schneller als im körperlichen Bereich zeigte sich der Aufwärtstrend bei Luna im Verhalten, ihren neuen Menschen schloss sie sich rasch und eng an und zeigte schon Verunsicherung, wenn Frauchen ohne Begleitung von Sam und Herrchen mit ihr den Tierarzt aufsuchte. Alle gemeinsamen Unternehmungen genoss sie sichtlich, wobei sie ihre Bezugspersonen immer im Auge behielt, damit ja keiner ihr verloren ginge.Sam und Luna

Mit Sam rückte sie näher zusammen, von sich aus, der Rüde, ganz Gentleman von der Nasen- bis zur Schwanzspitze, drängte ebenso wenig wie die Menschen. Luna entdeckte, dass Sam und sie nicht nur das gemeinsame Heim verband, sondern dass auch jede Menge gemeinsamer Hobbys vorhanden waren, unter anderem das energische Buddeln nach Mäusen. Und wenn man so Schulter an Schulter miteinander Schwerstarbeit leistet, dann kann man auch den Feierabend gemeinsam und nah beieinander genießen. Von Zickigkeit weit und breit keine Spur zu sehen, ganz im Gegenteil, ausgesprochen umgänglich und vergnügt präsentiert sich Luna im neuen Heim. Und genau das spiegeln auch Rückmeldungen wie diese:

„Leider kommen erst jetzt die Bilder meines neuen Zuhauses, aber es war auch eine sehr große Umstellung für mich, mit der ich nicht so schnell klargekommen bin.

Jetzt aber bin ich froh hier mein Frauchen und Herrchen zu haben, ich darf überall hin und liebe es mit meinem Kumpel SAM zu spielen und die Spaziergänge mit meinen Menschen. Ich darf auch ohne Leine laufen, das macht Spaß, denn SAM und ich jagen dann auf den Feldern und Wiesen nach Mäusen - Aufbuddeln und gut.Leckerle in der Flasche

Das macht richtig Laune, und wenn wir lieb sind gibt es dann Leckerchen. Super was???

Mein Lieblingsplatz ist bei Herrchen auf der Couch -Kuscheln mit den großen Kissen.

Wenn Frauchen uns Spielzeug bastelt aus alten Plastikflaschen müssen wir dort unsere Leckerchen versuchen rauszuholen - das ist Abwechslung pur.

Wir haben Herrchen und Frauchen uns gut erzogen, denn ohne uns geht's nirgendwo hin, wir sind immer dabei und mittendrin.

Luna

Es grüßt LUNA“

 


 

HARPO – Husky-Mix aus Rumänien, jetzt ein glücklicher „Dean“
Dean

Der junge Mix-Rüde, den wir von einer befreundeten Tierschutz-Orga übernommen haben, konnte direkt in eine Pflegestelle einziehen. Nach anfänglich etwas chaotischem Verhalten hat sich dieser charmante kleine Rüde ganz schnell in die Herzen seiner Pflegemenschen geschlichen.Dean

Mal hier, mal da ein bisschen geschleimt, gezeigt, dass man auch mit anderen Hunden gut zurechtkommt und Katzen akzeptiert, schien Harpos Vermittlung schneller vonstatten gehen zu können als erwartet. Einziges Manko war das Alleine bleiben, das sich in der Pflegestelle schwierig gestaltete - wir waren aber guter Dinge, dass es in einem gefestigten Zuhause schneller geht, als gedacht. Und so war es dann auch.

Der Zufall schickte uns eine Familie, die weniger nach optischen Kriterien suchte, sondern nach einem an sich unkomplizierten, verträglichen und in eine Familie mit größeren Kindern, die schon etwas Verantwortung mit übernehmen wollen, hinein passenden Hund – und Harpo passte wie Faust aufs Auge……gerufen wird er nun Dean und hat sich als echter Glückstreffer erwiesen:

"Wir sind überglücklich mit unserem Dean, er ist genau so wie sie ihn beschrieben haben. Ein außerordentlich lieber Zeitgenosse, er bleibt brav zu Hause, macht nichts kaputt, knabbert nichts an, und freut sich überschwänglich, wenn wir wieder nach Hause kommen.

Die Kinder sind sehr glücklich und wollen Dean auf keinen Fall mehr hergeben. Sie gehen auch beide fleißig mit ihm laufen, und es klappt prima.

DeanWir können ihn aber im Freien noch nicht ohne Leine laufen lassen, das wird noch eine ganze Weile dauern bis wir das mal versuchen. Wir haben noch nichts gefunden, was in so sehr interessieren würde, dass er da bleibt.

Mit dem Spielen, das müssen wir auch noch fleißig mit ihm trainieren, er macht noch nicht so richtig mit, aber wir denken, dass das alles noch kommt, er ist ja schließlich erst 1 Jahr alt, und weiß noch nicht viel vom Hundeleben.

Ich bin mit ihm schon mit den Fahrrad unterwegs gewesen, das klappt prima. Als ob er noch nie etwas anderes gemacht hätte. Er ist dann auch etwas aufmerksamer als beim "normalen" Gassi gehen. Macht ihm wahrscheinlich auch mehr Spaß.

Begegnungen mit anderen Hunden hatten wir auch schon einige, die - bis auf die mit dem nicht kastrierten Rüpel aus unserer Nachbarschaft - alle sehr entspannt verliefen.

Bei großen Menschenmengen fühlt er sich am Anfang etwas unsicher, sucht aber dann unsere Nähe und beruhigt sich wieder rasch. Dann kann man mit ihm sehr gut laufen.Dean

Wir haben jetzt schon sehr viele Kommandos, auf die er gut reagiert, seinen neuen Namen hat er auch angenommen, wie ich finde in Rekordzeit. Er geht "bei Fuß", hält an bei "Halt", macht "Sitz" & "Platz", wenn er arg zieht beim Laufen heißt es "Dean langsam" und er zieht nicht mehr so.

Er behandelt alle in der Familie mittlerweile als gleichberechtigt. Alles in allem ist er schon ein richtiges Familienmitglied geworden, und es macht jeden Tag riesigen Spaß Zeit mit Dean zu verbringen."

Den neuen Menschen, die Harpo so liebevoll und ohne Vorbehalte aufgenommen haben, ganz lieben Dank.

Unser Dank geht aber auch an die Pflegestelle, die es immer schafft, die ihr anvertrauten Hunde richtig zu sozialisieren und auf ein neues Zuhause vorzubereiten – nämlich, indem sie meist mit in das eigene Hunderudel und die Familie (auch in Bezug auf den Umgang mit Kindern) integriert werden können. Leider hat nicht jeder diesen Vorteil, doch es vereinfacht die Vermittlung solcher Tiere, von denen man nicht mal die Vorgeschichte kennt.

 


 

Kleine Shiba-Hündin INOSCHI auf dem Weg ins große Glück
Inoschi

Ein befreundetes Tierheim legte uns die 4-jährige Inoschi ans Herz, da sie dort mit ihren Ängsten keine Chance zu haben schien.Inoschi und Tonja

Inoschi zog daher still und leise und ohne begleitenden „Internetauftritt“ in der Pflegestelle ein. Zu verängstigt war die kleine Hündin, als dass man sie verfrüht ins Netz stellen wollte. Aus Erfahrung wissen wir, dass nicht alle Menschen mit einem solchen Angstbündel umgehen können, begangene Fehler rächen sich bitter.

Also war mal wieder Sozialisierung angesagt: wo waren die Therapiehunde?? Es lag nahe, Inoschi gleich ins kalte Wasser zu werfen und ihr zu zeigen, dass es auch bei Menschen und anderen Tieren so zugehen kann, dass man keine Angst haben muss.

Die ersten Tage verliefen etwas unsicher, konnte man denn all dem Neuen, das auf einen einstürmte, vertrauen?? Ja, Inoschi konnte es, sie hat es schnell verstanden, das Beste aus der Situation zu machen. Nur 2 Tage hat es gedauert, bis sie an der Leine laufen konnte, stubenrein war sie von Stund an. Weder mit anderen Hunden, noch mit den Katzen hatte sie ein Problem.

Nur Fremde, Menschen, die einfach kamen, die waren ihr suspekt. Da versteckte sie sich so, dass man Mühe hatte, sie zu finden. Waren die „Feinde“ wieder gegangen, stand sie fröhlich auf der Matte und zwar so, als sei nie was gewesen. Das Vertrauen, das Inoschi den Pflegeeltern schenkte, das war enorm. Sie ließ alles mit sich machen, selbst die Tierarztbesuche verliefen, zwar mit einem Zittern am ganzen Körper, aber ohne schreien und krampfen ab.Inoschi

Eigentlich war die kleine Hündin dann schnell vermittelbar, aber wem sollte man sie anvertrauen? Viel zu sehr hatte sie sich alle Herzen erobert, als dass man sie in fremde Hände geben wollte. Eile schien nicht angesagt, also hieß es nur „abwarten“. Und dann kam das Unerwartete.

Liebe Freunde aus der Schweiz, die bereits einen Shiba-Rüden aus der Nothilfe übernommen hatten, sagten ihren Besuch an. Man ging mit den Hunden laufen, verbrachte nette Stunden miteinander und sagte „Auf Wiedersehen“.

Ja, bis die Meldung kam, dass man Inoschi gerne „fest“ übernehmen möchte. Ein Stein fiel uns vom Herzen, unsere kleine Pflegehündin zukünftig bei Menschen zu wissen, die man kennt und mag.

So war ein Wochenende in der Schweiz angesagt, man traf sich im Badischen und fuhr gemeinsam ins neue Zuhause.

Nicht nur von den neuen Menschen, auch vom neuen Kumpel Chikai (hier anfänglich jedoch ein wenig skeptisch) wurde Inoschi „angenommen“. Und es hat dem kleinen Hundemädel gut getan, dass man zusammen mit den 4beinigen Kumpels aus der Pflegestelle ein Wochenende für die Eingewöhnung gemeinsam verbrachte.Inoschi, Chikai, Herrchen und Frauchen

Und die Rückmeldung ist einfach umwerfend: es klappt nicht nur mit Inoschi und dem neuen Kumpel, auch den Menschen gegenüber ist Inoschi offen und zugänglich – interessiert an allem und somit können wir innerlich die kleine Hündin beruhigt „loslassen“.

………….“wir wollten uns mal kurz melden, damit ihr wisst wie es Inoschi und uns geht. Sie ist erstaunlich offen und zeigt keine Angst. Die ganzen neuen Sachen die sie sieht und riecht zieht sie wie ein Schwamm auf.

Sie ist ein riesiger Schatz. Chikai fängt sogar langsam an, sich an ihr zu orientieren.“

Inoschi mit der neuen Familie

Ein herzliches DANKE, dass Inoschi bei euch einziehen durfte.
 


 

ScottyViele Zeitungs- und Internetanzeigen schaltete das Pflegefrauchen, um Scotty und Bo-nee gemeinsam unterbringen zu können und nutzte auch Spaziergänge und Besorgungen, um Aushänge mit dem Vermittlungstext der beiden aufzuhängen. Für beide zusammen konnte sich dennoch keiner begeistern, aber das große Engagement für die beiden Pfleglinge hat sich nun zumindest für Malamute Scotty schon ausgezahlt.

Er erweckte das Interesse einer Familie, die ihn kennenlernte und ihm - nach einigen Tagen Bedenkzeit, schließlich holt man sich eine "Lokomotive des Nordens" nicht einfach mal so ins Haus - ein neues Zuhause gab. Dort hat sich Scotty rasch eingewöhnt und ist bereits fester Bestandteil seiner neuen Familie.

 

 

 

 


 

Akira wusste ihre Chance zu nutzen….Akira und Rayka

Im Zuge einer Trennung war Akira zusammen mit dem älteren Rüden Duke in einem Tierheim abgegeben worden und zog nach ihrer dort prompt einsetzenden Läufigkeit in der Station im Schwarzwald ein. Alleine, denn für den Rüden hatte man fast umgehend Interessenten gehabt, die ihn noch im Tierheim besucht und mitgenommen hatten.

In der Station zeigte sich Akira als rechtes Sahnehäubchen, jung, nett und einfach nur unkompliziert – vermutlich waren die Feiertage um Ostern und fest geplante Unternehmungen die Ursache, dass die Anfragen trotz aller Qualitäten erst einmal schleppend eintrudelten.

Als sich Interessenten mit einem vor zwei Jahren übernommenen Rüden wegen eines Zweithunds ansagten, war Akira zunächst gar nicht angedacht – vor allem auch deshalb, weil man diesen Menschen einiges zutrauen durfte und vermutlich der Rüde Rayka derjenige sein würde, der maßgeblich zu der Entscheidung, welche Hündin denn nun die „Seine“ werden würde, beitragen würde.

Rayka im Zusammenspiel mit seinen Menschen zu sehen, war eine Freude, nur zu gut erinnerte man sich an all die Punkte, die damals eine Vermittlung nicht eben einfach machten. Nicht nur äußerlich ist Rayka erwachsen geworden, auch seine vielen Defizite aus einer reinen Gartenhaltung ohne irgendwelche Grenzen sind verschwunden – mittlerweile fünfjährig ist er ein Bild von einem Husky-Rüden und benimmt sich auch so.

Wie erwartet, war es Rayka, der entschied, wer nun zukünftig mit ihm Menschen, Zuneigung, Auto und Zuhause teilen sollte, die ihm zuerst vorgestellte Tenshi verstand es leider nicht, ihn um ihr Pfötchen zu wickeln. Vielleicht war sie Rayka ein wenig zu sanft und nachgiebig gewesen und so versuchte man es mit Akira, die im Umgang mit Rüden durchaus auch forschere Töne anschlagen kann.Rayka und Akira

Akira begeisterte sich von Anfang an für den stattlichen Rayka und der konnte sich soviel Werben nicht lange entziehen – der Rest war dann nur noch eine reine Formalitäten-Sache. Zum Abschluss noch ein wenig für ein Foto posieren und dann nichts wie ab nach Hause, sowohl Fahrt wie auch erstes Zusammenleben funktionieren reibungslos, auch Rayka lebte bis zu seiner Vermittlung vor zwei Jahren mit einer Hündin zusammen.
Akira und Rayka

Dem neu gebildeten Kleeblatt wünschen wir nur das Allerbeste, vor allem, dass das Zusammenleben mit Akira und Rayka so glücklich werde wie das mit Rayka alleine.


 

Ajuma – statt eines Rüden bekam unser „Herzchen“ ein Zuhause

Ajuma war eine von vier Hündinnen, die im März 2009 die Schwarzwälder Auffangstation eroberten. Beinahe wäre sie bei ihrem Vorbesitzer beschlagnahmt worden, doch im letzten Augenblick kam der Mann den Behörden mit der „freiwilligen“ Abgabe zuvor.

Von den Neuzugängen war eine hübscher als die andere, aber ausgerechnet Ajuma kam auf den Fotos nicht annähernd so bezaubernd rüber, wie sie in Wirklichkeit war. Da die meisten Interessenten übers Internet auf ihre künftigen Begleiter aufmerksam werden, fürchteten wir schon, dass sich Ajuma mit der Vermittlung schwer tun würde. - Doch dann geschah genau das Gegenteil.

AjumaEine junge Familie mit 2-jährigem Sohn war nach dem Tod ihres Huskys und einem „Exkurs“ zu einer anderen Rasse wieder auf der Suche nach einem Nordischen, da der vorige Husky sich einfach als idealer Familienhund erwiesen hatte. Ein Rüde sollte es sein und eine wichtige Voraussetzung war natürlich, dass der neue Vierbeiner kinderlieb sein musste.

Obwohl in der Station etliche Rüden auf ihre Chance warten, passte es mit keinem der Kandidaten so richtig. Daraufhin schlug die Vermittlerin Ajuma vor, die sich bei der Begegnung mit dem Kind tadellos verhielt und auch beim Gassigehen einen guten Eindruck hinterließ. Im Gehege war sie dann behutsam und zugleich verschmust – kurzum: der optimale Hund!

So wischte Ajuma denn auch die anfänglichen Bedenken ihrer frischgebackenen Besitzerin beiseite, für die ursprünglich gar nichts anderes als ein Rüde in Frage gekommen war. Und die ersten Rückmeldungen zeigen, dass diese Entscheidung die absolut richtige war!

Ajuma hat sogar das Glück, mit zur Arbeit zu dürfen und hat innerhalb kurzer Zeit eine innige Bindung zu ihren Menschen aufgebaut. Besser hätte es unser aus schlechten Verhältnissen stammender Sonnenschein gar nicht erwischen können und genau so hat sie es auch verdient.

Wir freuen uns sehr, dass Ajumas Zweibeiner auf ihr Herz gehört haben und ihr trotz dem „falschen“ Geschlecht nun ihre ganze Liebe schenken.


 

Julio - Strahlemann tritt weite Reise an

JulioEine nette Familie hatte sich an die Nothilfe gewandt, nachdem ihr Rüde gestorben war und dessen Schwester nach seinem Verlust sehr trauerte. Lange Jahre hatte das Hunderudel aus drei Mitgliedern bestanden (Mutter, Sohn und Tochter), doch nun war nur noch die mittlerweile 15-jährige Tochter übrig. Zu ihrer Gesellschaft sollte wieder ein vierbeiniger Gefährte einziehen.

Das ursprüngliche Interesse hatte Knut gegolten und nachdem die Vorkontrolle zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen war, machten sich die erwachsenen Familienmitglieder samt Hündin auf die über 800 km weite Fahrt in den Schwarzwald – die Kinder durften bei Bekannten bleiben, um ihnen den Stress der stundenlangen Reise zu ersparen.

Nach einer ersten Nacht im Schwarzwald wurden die Station und ihre Bewohner inspiziert. Beim Probespaziergang mit der Hündin stellte sich jedoch heraus, dass Knut nicht so ganz deren Vorstellungen entsprach und so bekam ein anderer Kandidat eine Chance: Julio!

Der hübsche hellrote Jungrüde war schon eher nach dem Geschmack der vierbeinigen „Chefin“ und so war rasch die Entscheidung getroffen, dass er anderntags in die Nähe Berlins umziehen sollte. Sonntags stand dann an die Heimreise an und Julio konnte es gar nicht schnell genug gehen damit. Als er sein neues Geschirr angezogen bekam, war er schon voller Vorfreude und hatte wenig Verständnis dafür, dass seine neuen Menschen sich erst noch von den anderen Stationsbewohnern verabschiedeten.Julio

Doch endlich war es soweit und Julio durfte raus. Noch schnell ein kleiner Abschluss-Spaziergang und dann auf schleunigstem Wege mit ins Auto und los. Die Fahrt verlief entgegen aller Befürchtungen sehr gut. Der aus Madeira stammende und nicht unbedingt an „normale Haushund-Erfahrungen“ gewohnte Julio meisterte die Reise super. Er stibitzte zwar eine Milchpackung, aber die schleckte er nur ab statt sie aufzuknabbern.

Daheim gab es natürlich ein gehöriges Tohuwabohu, als die Kinder das neue Familienmitglied auch endlich zu Gesicht bekamen, aber ihre Begeisterung ist genauso groß wie die der Erwachsenen. Und von seiner vierbeinigen Kameradin wurde Julio auch im häuslichen Umfeld gleich aufgenommen, wie wenn er schon immer dazu gehört hätte. Bereits am ersten Abend durfte er sich mit auf ihren Schlafplatz legen.

Wir wünschen Julio und seiner Familie noch viele glückliche und harmonische Jahre zusammen und freuen uns sehr, dass unser kleiner Wirbelwind so ein super Zuhause bekommen hat.

 


 

Kaum war der Vermittlungstext für Husky-Hündin Mystic online, prasselten auch schon die ersten mails und Anrufe auf die Vermittler nieder, selten rufen Siebenjährige eine solche Resonanz hervor. Der Grund in Mystics Fall ein recht simpler: für einen Husky ist sie schon fast ein Sportmuffel, Zugarbeit oder am Fahrrad laufen für sie mehr Muss denn Freude und ein Platz auf dem Sofa bei ihr allemal höher im Kurs als das Zusammenleben mit Artgenossen.Mystic

Dass man für Mystic trotz dieses regen Interesses eine Weile nach dem geeigneten Zuhause suchen musste, lag vor allem daran, dass manch einer überlas, dass Mystic dennoch kein Bewegungsmuffel ist. Kilometerlange Spaziergänge oder Wanderungen sind das, was Mystic für sich erwartet, ihr scheint es mehr um das Tempo der Fortbewegung und vielleicht auch ein wenig um die „Selbstbestimmung“ zu gehen, denn mit Wildspur in der Nase legt auch Mystic „einen Zacken zu“.

Dass hinter einer solchen Grundhaltung eine Hündin steht, die sehr genau weiß, was sie möchte und neue Menschen sicherlich mit einer guten Portion Nordischer Eigenwilligkeit nicht nur in dieser Beziehung fordern würde, war für die Vermittler klar, für manchen Interessenten nicht.

Schließlich aber waren sie dann doch gefunden, die Menschen, die bieten konnten, was Mystic sich so vorstellte, wohnhaft allerdings Nähe der holländischen Grenze. Mystic selber lebte noch bei ihren bisherigen Besitzern in der Schweiz und so wurde ein Treffen im Bayrischen geplant.

Mit samt vorhandenem Rüden Mika wurde sich nach langer Fahrt in einer Pension eingemietet und das Projekt „Zusammenführung“ in Angriff genommen, denn etwa gleich alt und beides gestandene Hunde erwartete eigentlich keiner eine „Liebe auf den ersten Blick“. Mika und Mystic schenkten sich dann auch erstmal nichts, gebrummelt und gemurrt wurde von beiden Seiten und erste Fronten abgeklärt – zwei sehr soziale Hunde mit einem großen Repertoire an Körper- und Lautsprache, die beide keinen offenen Konflikt anstrebten.

MysticSo wenig als möglich nahm man Einfluss auf die beiden und so scheinen sie beim zweiten und dritten Blick dann doch die netten Seiten des anderen wahrgenommen zu haben, der Umgang wurde zusehends entspannter und freundlicher. Dass man schließlich gemeinsam in Richtung alte und neue Heimat aufbrach, beunruhigte keinen der beiden Hunde, Mika reiste im Heck des Wagens, Mystic auf dem Rücksitz in Gesellschaft des neuen Frauchens.

Im neuen Heim angekommen wartete noch eine kleine Überraschung auf Mystic, denn dort leben auch Samtpfoten – und solche hatte sie früher in ihrem Leben schon einmal toleriert um in den Genuss eines „Sofaplatzes“ zu kommen. Was die neuen Besitzer in etwas Anspannung versetzte, meisterte Mystic so nebenbei, als wüsste oder spürte sie, dass eben nicht nur Vertragen mit Mika sondern auch mit den Katzen Voraussetzung dafür ist, ans Ziel der eigenen Wünsche zu kommen. Und bislang hält sie sich auch (noch) zurück, was das Klauen von Fressbarem angeht – also alles rundum harmonisch und bestens.

Wir wünschen den vieren natürlich, dass es noch viele Jahre so bleiben möge und bedanken uns herzlich, dass die lange Fahrt für das neue Familienmitglied nicht gescheut wurde.

 


 

Zu Jahresbeginn kam es im Leben eines gestandenen Husky-Rüden und einer Familie zu sehr einschneidenden Veränderungen, der eine verlor zusammen mit seiner Gefährtin sein Heim und die Familie einen jener besonderen Hunde, die manche „Herzenshunde“ nennen. Denn auf geheimnisvolle Weise sind diese Hunde ihren Menschen näher als andere, eine Verbindung zwischen Mensch und Hund, die man erlebt haben muss, um in etwa zu erahnen, welch eine Lücke ein solcher Hund hinterlässt, selbst dann, wenn er nicht der einzige war.Duke

Eine solche Lücke lässt sich nicht schließen, doch manchmal hilft es, wenn die Gedanken in eine andere Richtung gelenkt werden, durch die Aufnahme eines Pflegehunds beispielsweise. Vorsichtig brachte man die Idee ins Gespräch und stieß auf offene Ohren – was also lag näher, als den Husky-Rüden, der da in einem nicht wirklich nahen, aber auch nicht unerreichbaren Tierheim saß und die Familie zusammenzubringen?

Ende Februar fuhr man hin, lernte sich kennen und war auf der Heimfahrt einer mehr, Duke hatte behutsam die ersten Pfotentapser ins Leben dieser Familie getan. Hündin Shyla, ebenfalls nicht mehr ganz jung, stellte zu Hause als erstes klar, dass es nur einen Chef geben kann, in diesem Fall eine First Lady – Duke akzeptierte das ebenso gelassen, wie er die Anwesenheit der Samtpfoten hinnahm und die Tatsache, dass im engeren Familienumfeld noch Rüde Hubert lebt.

Obwohl Duke zwischenzeitlich dicht an dicht mit dem Kater liegt, ist er ihm nicht immer nicht ganz geheuer, ab und an erschrickt Duke noch, wenn eine Schnurrerpfote spielerisch nach im angelt. Auf der anderen Seite versucht aber auch er mit Spielaufforderungen bei den Miezen zu landen – einfacher hätte er es da, ein Spiel mit Hubert in Gang zu bringen, aber dessen entsprechende Aufforderungen übersieht er bis heute geflissentlich.Duke mit der Samtpfote

So unauffällig und behutsam, wie Duke ins Leben seiner neuen Familie kam, stahl er sich in ihre Herzen. Liebevoll Bärchen genannt, wurde er für Frauchen zum Schatten und für Herrchen zum dankbaren und freudigen Sportbegleiter – kurz, es ging nur Tage, bis erste Signale in Richtung Geschäftsstelle gesandt wurden, dass es mit dem Vorstellen dieses Pflegehundes auf der Internetseite so gar nicht eile.

Sie ahnen es bereits, das Happy-End folgt auf dem Fuß, denn wie schreibt sein Frauchen über Duke „Und die großen Äugelchen, die einen immer so fragend anschauen. Da könnte ich glatt dahin schmelzen.
…. Freiwillig geb' ich mein Bärchen nicht mehr her.“

Wir bedanken uns für die spontane Pflegestellen-Zusage und Aufnahme des Rüden und wünschen Duke und seiner Familie, dass ihr Glück der letzten Wochen noch viele Jahre andauern möge.