Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Mai 2009 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 
Der zweijährige Malamute Akia hat nach einem kurzen Tierschutzaufenthalt nun seinen ganz persönlichen Glückstreffer gelandet - eine Meinung, die seine neuen Besitzer teilen, sie schwärmen geradezu von dem jungen Rüden, bei dessen "Entdeckung" wir mit der Webvorstellung ein klein wenig behilflich sein konnten.

Akia
 


 

Leika fand nicht nur ein Zuhause, sondern auch einen Hundekumpel

Leika mit der neuen FamilieDieser Hundekumpel, oder besser sein Verhalten beim Alleinebleiben, war es auch, der bei der Vermittlung von Leika ein rechter Unsicherheitsfaktor war. Die Chancen, aus einem Sänger und Zerstörer mit der Aufnahme eines zweiten Hundes einen unauffälligen Daheimbleiber zu machen stehen ebenso hoch wie die, dann ein Duett und Duo infernale zu haben.

Wer nicht wagt, wird nicht gewinnen, sagt das Sprichwort und zu gewinnen gab es in dem Fall einiges, nämlich ein von allen Rahmenbedingungen her richtig tolles Zuhause für einen Nordischen.

Also nicht geblockt sondern gewagt, Kennenlerntermin vereinbart und den beiden vierbeinigen Teeangern ausgiebig Gelegenheit verschafft, sich zu beschnüffeln und erste Interessen auszuloten und zu teilen, Toben gehört in dem Alter ja bei eigentlich allen zu den Lieblingsbeschäftigungen.

Auf der Heimfahrt wurde dennoch erstmal wieder getrennt, Aski im Heck des Kombis und Leika mit dem neuen Frauchen auf der Rückbank. Der Einzug im neuen Zuhause ein schneller, denn Aski führte als erstes in den nun gemeinsamen Garten. Der wird wohl bald zur gras- und pflanzenlosen Trampelfläche umgestaltet sein, denn da wurde und wird nun zu zweit getobt bis keiner mehr kann – was bei Halbwüchsigen erfahrungsgemäß dauern kann.Leika, Aski, Herrchen und Frauchen

In Sachen Alleinebleiben war Leika nicht der Durchbruch, aber ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung, Heulboje Aski ist merklich leiser geworden und legt Pausen ein, seine Menschen sind daher zuversichtlich, dass der Rest auch noch hinzukriegen ist. In Sachen Zerstören lautet die Strategie nun aber „besser aufräumen“, denn in der Beziehung erweist sich Leika als gelehrige Schülerin von Aski.

Dem frischgebackenen Kleeblatt wünschen wir eine lange und glückliche gemeinsame Zeit und hoffen, dass Leika und Aski zu einem irgendwann nur noch Freude bringenden Paar zusammenwachsen.

Leika im Glück

 


 

Tami

Ein wunderschönes Damen-Glücks-Kleeblatt hatte sich da mit Tami, Tenshi, Toya und Ajuma in der Vermittlung eingefunden, vier junge Hündinnen, deren vorherige Haltungsumstände wenig Möglichkeit boten, Erfahrungen mit der Umwelt zu sammeln.Tami

Mit Tami zog die dritte aus zur Erkundungstour – welche Stärken und Schwächen sie dabei zeigt, das haben ihre neuen Besitzer in einem kleinen Bericht zusammengefasst:

„Heute kommen wir dazu, über die ersten Tage mit unserem Huskymädchen Tami zu berichten.

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, können wir nun schon ein wenig einschätzen, welcher Weg noch vor uns liegt, damit aus Tami ein selbstbewusster und zufriedener Hund wird. Alles ist für sie so furchtbar neu und es braucht sicher noch viel Zeit, um allem gegenüber gelassener zu werden.

Mit unserer Wohnung wurde Tami schnell vertraut und hat ihre Lieblingseckchen schon gefunden. Wenn sie sich auf ihrem Bett räkelt, scheint sie sich wohl zu fragen: Bin ich plötzlich Prinzessin?! Sie war von Anfang an stubenrein und stürmte uns bald entgegen, wenn sie das Halsband- und Leinengeklimper hörte. Spaziergänge liebt sie über alles und hat freundlich alle Hundekumpels aus der Nachbarschaft begrüßt. Dabei zeigte sie schon ihre Vorlieben für diejenigen, die ihr sympathischer waren. Das Spielen im umzäunten Garten mit einer etwa gleichaltrigen Hovawarthündin gefällt ihr z. B. besonders.Tami beim Spielen

Zweimal in der Woche gehen wir mit Tami zum Hundeplatz, wo wir zur Zeit in den Genuss von Einzelunterricht kommen. Das macht ihr und uns so richtigen Spaß. Jedes Mal entdecken wir eine neue Fähigkeit an ihr und freuen uns über den Weg der kleinen Schritte. Es wird noch eine Weile dauern, bevor sie sicher genug wird, um gemeinsam mit den anderen in der Gruppe zu üben.

Tami macht Hundeschule

TamiDen Nachbarskindern gegenüber zeigt sie sich sehr freundlich und lässt sich brav streicheln. Die beiden Katzen im Haus machen allerdings jetzt wieder einen großen Bogen um unsere Tür und halten ihrerseits respektvollen Abstand.

Alles was mit äußeren Zivilisationsgeräuschen zusammenhängt, versetzt unsere Tami leider immer wieder in panische Angst. Straßen, Motorgeräusche, Menschenansammlungen, Einkaufswagen .... sind einfach noch eine Überforderung für sie. Außerdem hat Tami furchtbare Angst vor dunklen Hauseingängen und Kellern.

Aber wie schon anfangs erwähnt, gehen wir zusammen den Weg der kleinen Erfolge.

Mittlerweile springt Tami nach Aufforderung in ihre neue Autohundebox ......

Immerhin akzeptiert sie unsere freundliche Nachbarin, die mit ihr Gassi geht....

Und außerdem hat es Tami gelernt, in der kurzen Zeit auch mal für eine Stunde allein in der Wohnung zu sein.....“Tami in der Hundeschule

 

Wir freuen uns sehr, dass Tami von ihrer neuen Familie so voller Verständnis dort abgeholt wird, wo sie von ihrem Wissen und Können her ist und liebevoll gefördert wird. Für Tami und ihrer Familie wünschen wir, dass dieser Weg der kleinen Erfolge geradlinig zum Ziel führt und viele gemeinsame glückliche Jahre vor ihnen liegen.

Tami

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Knut – der Kreis schließt sich

KnutEs ist viele Monate her, dass Tierschützer Knut bei seinem ersten Besitzer wegholten, der ihn an die Kette gelegt hatte und einen Wachhund draus machen wollte. Ein besseres Leben sollte der kleine weiße Kerl mit den lustigen schwarzen Flecken einmal haben – doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Wieder einige Monate später kam Knut zur Nothilfe, denn hier erhoffte man sich für ihn, der ganz eindeutig mehr als genug Nordisches Blut in seinen Adern hatte, bessere Vermittlungschancen. Ein geflügeltes Wort besagt „ die Hoffnung stirbt zuletzt“ und lange Zeit war die Hoffnung auch das einzige, was man in Sachen Vermittlung hatte – niemand wollte den Junghund Knut und der pubertierende Knut fand ebenfalls nicht viel mehr Interessenten.

Auch „von hinten durch die Brust ins Auge“ konnte Knut keinen begeistern, die Besucher in der Station fanden ihn zwar süß oder goldig, grad weil er eben auch nicht der Größte ist und mit seinen etwas längeren weißen Haaren irgendwie plüschig wirkt, aber mitnehmen wollte ihn keiner. Und so saß er denn, und saß und saß – wenn er nicht gerade Gassi ging, denn bei den Spaziergängern in der Station erfreute sich Knut größter Beliebtheit und hatte längst eine ganze Reihe von Kosenamen.

Knut, Sarah und FrauchenAber dann schlug sie ein, die Liebe auf den ersten Blick – bei einer Besucherin der Webseite mit ziemlich nördlichem Wohnort, also nicht gerade beste Ausgangsbedingungen und daher schloss man die Webseite zunächst wieder. Doch Knut und seine Geschichte wurde man nicht mehr los, guckte wieder auf die Webseite und irgendwann, da nahm man dann Kontakt auf.

Als soweit alles besprochen und durchdacht war, ging es an die Planung „Knut kennen lernen“, den neben einem potentiellen Frauchen wollten / sollten auch ein kleines Frauchen und die bereits vorhandene elfjährige Hündin mit. In Verbindung mit einem Verwandtenbesuch ließ sich das ganze organisatorisch hinbekommen, es würde Zeit für zwei Besuche in der Station am betreffenden Wochenende sein und somit ausreichend Gelegenheit, Knut kennen zu lernen.

In Sachen Knut musste man der Interessentin wenig ausführen, Hündin Sarah war damals einjährig mit einer ganz ähnlichen Vorgeschichte (auch sie hätte Wachhund werden sollen) zu ihr gekommen und bei ihr im Haushalt auf Kinder und einen bereits vorhandenen älteren Rüden getroffen. Von einem Besuch vor Ort wusste man, dass auch sonst alles perfekt war für so einen jungen Nordischen, selbst die Zaunhöhe ließ keine Wünsche offen – der absolute Traumplatz für Knut schien greifbar nahe und mit gespannter Erwartung verfolgte man den Verlauf des Wochenendes.

Knut fährt in's GlückNicht nur optisch geben Sarah und Knut ein schönes Paar ab, die ruhige Souveränität der älteren Hündin tut Knut auch in vielen Situationen gut, Sarah wird wohl auf ihre Art bei der Erziehung des kleinen Rohdiamanten behilflich sein. Denn diese wird er nun bekommen, auch wenn er, wie man bei einem Training in der Hundeschule sah, eigentlich lieber „Party“ macht als ernsthaft zu arbeiten. Dabei kann er es durchaus und findet sogar Freude an der gemeinsamen Beschäftigung, wenn man ihn denn mit Geduld und Konsequenz „in die Puschen gebracht hat“ – aber von beidem hat das neue Frauchen reichlich.

Aber ja natürlich, Knut war bei der Heimfahrt mit an Bord – hatten Sie das nicht schon geahnt? Und so schließt sich der Kreis, damals nach der Aufnahme von Sarah hatte es Extra-Runden für sie gegeben um den deutlich höheren Bewegungsbedarf der jüngeren zu befriedigen. Nun, ein Jahrzehnt später ist es Sarah, die noch ein wenig liegen bleiben darf, während Knut eine frühe Runde mit Frauchen dreht.

Und was bleibt uns noch? Ein riesiges Dankeschön an das neue Frauchen samt Töchterchen und Hündin Sarah, dass sie all die vielen Kilometer und Fahrtstunden auf sich genommen haben um zu sehen, ob Knut der vierte im Bunde werden kann.

 

 

 


 

Kimo – ein Traum von einem Chow-Chow

KimoEine Fundsache aus Rumänien, wo er keine Chance auf einer Vermittlung hatte. Stinkig, verfilzt, aber voll guter Laune zog Kimo erst mal in der Pflegestelle ein, er hatte offensichtlich mal bessere Zeiten erlebt.

Mit den kleineren Hunden verstand er sich auf Anhieb super, doch den Miezen wollte er gerne ans Leder gehen. Hier setzte er all seine Kräfte ein und ließ auch sein Stimmchen ertönen – eine solche Vehemenz hatte man lange nicht mehr erlebt und da Kimo sich nicht vom Gegenteil überzeugen ließ, musste er leider die Pflegestelle wechseln.

Damit hatte Kimo kein Problem, richtig gehend „erlebnishungrig“ konnte es gar nicht genug Abenteuer geben, wobei er sofort freundlich und offen allen Menschen begegnete – auch Fremden. Für einen Chow ein ganz außergewöhnliches Verhalten und deshalb waren wir guter Dinge, dass Kimo schnell ein neues Zuhause finden wird.

Und das fand sich sogar noch, bevor er auf die Vermittlungsseite von Chow-in-Not gesetzt werden konnte, gerade dass die Pflegestelle noch Zeit genug hatte, ihn auch optisch „fein zu machen“ (vielen Dank an die Pflegestelle für die tolle Betreuung).Kimo

Kimo wohnt nun bei Menschen mit Chow-Erfahrung hatten und fand dort mit der bereits im Haushalt lebenden Chow-Hündin auch gleich eine Spielpartnerin, die ihm in Sachen Energie und Lebensfreude nicht nachsteht. Obwohl sich Kimo zwischenzeitlich bestens eingewöhnt hat, ist seine unendliche Freundlichkeit weiterhin vorhanden, man sieht den kleinen Kerl eigentlich nur lachen.

 

 

 

 

 

 


 

Ayla oder was lange währt, wird doch noch gut
Ayla

Einige regelmäßige Besucher der Webseite hatten sich schon gewundert, dass bei der jungen Hündin Ayla über viele Wochen das „Vorvermittelt“ prangte – irgendwo schien es wohl zu hapern, doch wo?

Ayla hatte eigentlich einen festen Platz gehabt, doch entwickelte sich die Situation anders, als man es sich für die junge Hündin gewünscht hatte. So musste also nochmals neu geplant werden in Sachen Vermittlung, aber Ayla hatte richtig Glück, fast umgehend fand sie eine Familie, die sie nur zu gern als weiteres Familienmitglied willkommen heißen wollte.
 

Ayla im neuen Heim

Ayla mit FrauchenNatürlich sind die Veränderungen der letzten Monate nicht spurlos an Ayla vorübergegangen, momentan möchte sie gerne überall mit dabei sein und ihre neuen Bezugspersonen ja nicht aus dem Blick verlieren. Und so wirklich kennt sie das Alleinebleiben eigentlich auch nicht, schließlich hatte sie mit ihrer früheren Gefährtin Saski immer jemanden um sich. Ihre neue Familie kann damit umgehen und ist sich sicher, dass das in den Griff zu bekommen ist:

Ayla

„Ayla ist zwar erst einige Zeit bei uns, hat sich aber schon in unsere Herzen geschlichen. Sie ist eine sehr liebenswerte und menschenbezogene Hündin. Neben langen Spaziergängen im Wald, liebt sie ein gemütliches Plätzchen auf dem Sofa, angekuschelt an unsere Tochter Pauline. Wie die Fotos sicherlich auch zeigen, fühlt sich Ayla bei uns mittlerweile "huskywohl". Nur mit dem Futter (Ayla hält nicht besonders viel von Hundefutter) und dem Alleinebleiben klappt es noch nicht so gut, aber das wird sich sicherlich bald geben.

Ayla

Nach dem letzten, für uns sehr traurigen Jahr, indem wir unsere beiden wundervollen Huskies verloren haben, sind wir nun wieder sehr glücklich, dank unserem lieben Mädchen Ayla.“

 


 

Wo die Liebe hinfällt oder wie aus dem dritten Mädel im Bunde doch ein Beinchen-Lupfer wird

MaxInteressenten hatten sich in der Station angesagt, eine Familie wollte nach einem Dritthund Ausschau halten, erst einmal unverbindlich, die beiden vorhandenen Hundedamen hatte man daher zu Hause gelassen. Mitgebracht hatte man hingegen konkrete Vorstellungen, welche Anforderungen der potentielle Kandidat erfüllen sollte, weiblich sollte er oder besser sie sein und der jüngeren der beiden Hundedamen eine Spielpartnerin werden. Denn eine solche wurde schmerzlich vermisst, nachdem die ältere Hündin mittlerweile hochbetagt und zunehmend gebrechlicher wird.

Gute Vorsätze sind dazu da, sie bei Bedarf auch über Bord zu schmeißen – natürlich nicht einfach so, der Grund muss schon ein triftiger sein. Und ein solcher tat sich auf beim Blick in die strahlend blauen Augen von Max – da wankte mit einem Mal der Wille aller Familienmitglieder, so stark, dass es nicht einmal mehr einer Diskussion miteinander bedurfte, es passte einfach alles.

Was allerdings die beiden zu Hause gebliebenen Damen dazu sagen würden, galt es bei einem zweiten Besuch auszutesten, der wurde an Ort und Stelle auch gleich fest vereinbart. Als es soweit war, glänzte Max mit galantem, aber an sich unaufdringlichem Verhalten der Seniorin gegenüber und richtete seine Aufmerksamkeit mehr auf ihre um Jahre jüngere, aber auch schon gestandene Gefährtin.Max

Noch einmal fuhr man aber ohne Max nach Hause, erst wollte man alles vorbereiten, denn wirklich abschätzen, wie ein Max sich innerhalb eines Hauses benimmt, konnte keiner. Neben rein praktischen Überlegungen und Vorbereitungen blieb sogar noch Zeit, ein paar Hundekekse zur Begrüßung zu backen, einige davon verschwanden auch in den Mägen der Stationshunde, die gegen „mehr“ nichts einzuwenden gehabt hätten.

Auch hier verlief der Einzug von Max ganz unspektakulär, so wie häufig, wenn die Hunde alles können, aber nichts müssen – eine übertriebene Erwartungshaltung macht nicht nur den Vierbeinern unnötigen Druck sondern auch den zugehörigen Menschen. Für Max freuen wir uns sehr, dass es so schnell geklappt hat mit dem Neuanfang und wünschen der Familie, dass sie ihr Trio noch recht lange um sich hat.

 

 


 

Einmal mehr war der Anlass, Kontakt zu den Vermittlern aufzunehmen, ein trauriger, der langjährige Weggefährte war verstorben und so ohne Hund fehlte einfach etwas im Alltag. Ein erster Besuch in der Auffangstation wurde vereinbart und mit einem Teil der größeren Familie reiste man an.Toya

Beim Anblick von Max aus Madeira kam zunächst ein wenig Wehmut auf, er muss wohl von Statur und Fellzeichnung dem schmerzlich vermissten Rüden sehr ähnlich sehen. Da es für Max schon einen festen Umzugstermin gab, richteten sich die Gedanken rasch in Richtung Zukunft aus und die vermutete man bei den Verbliebenen des unlängst aufgenommenen „Mädels-Glücks-Kleeblattes“.

Hier zu wählen fiel schwer, noch drei der jungen, freundlichen Hündinnen suchten nach einem Heim und abgesehen von der Fellfarbe waren auf den ersten Blick keine größeren Unterschiede auszumachen. Und ganz nebenbei versuchten natürlich auch andere Vierbeiner, Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erhaschen, so dass es statt leichter eigentlich mit der Zeit nur schwerer wurde.

Am Ende aber stand fest, mit Tami und Toya wollte man jeweils eine Runde spazieren gehen, beide Mädels nutzten diese Chance, auf die ein oder andere Art Eindruck zu hinterlassen – es war einfach unmöglich, vor dieser Fülle von Erlebtem eine Entscheidung zu treffen. Diese sollte in Ruhe zu Hause getroffen werden und ohne die Beeinflussung, die so ein Blick aus blauen, braunen oder blau-braunen Augenpaaren hervorrufen kann.Toya mit einem Teil der neuen Familie

Am Ende konnte die in neuen Situationen etwas zurückhaltendere Toya ihre Mitbewerber abhängen und wurde bald darauf abgeholt. Diesmal gleich von so vielen Familienmitgliedern, dass man mit zwei Autos hatte anreisen müssen, alle waren es aber immer noch nicht. Somit ist auf jeden Fall garantiert, dass Toya, die sich in der Station bei allen vertrauten Personen als äußerst anhängliche Dauerschmuserin gezeigt hatte, zukünftig immer ein oder zwei Hände findet, die Zeit haben, ihr den Pelz zu kraulen. Und über mangelnde Bewegung wird sie auch kaum klagen können, erstens ist in so einer großen Familie oft was geboten und zweitens hat ein Teil des Nachwuchses selber schon das Erwachsenalter erreicht und Spaß an Unternehmungen mit Hund.

 

 

 


 

Lea jetzt Luna oder wie Katzenverträglichkeit zum Türöffner wird

LeaKurz nach dem Jahreswechsel war Lea in der Station im Schwarzwald eingezogen und hatte dort rasch alle Herzen für sich gewonnen, sie war einfach herzerfrischend unkompliziert. Dennoch wusste man, dass es schwer werden würde, diese Begeisterung den Besuchern der Webseite rüber zu bringen und Mischling Lea damit eine reelle Chance zwischen all den optisch Rassetypischeren zu verschaffen.

Nicht ganz unerwartet tat sich für Lea, obwohl jung, erzogen und mit vielen anderen Qualitäten ausgestattet, erstmal nichts und doch sollte sich ihr Schicksal bald mit dem einer Familie verbinden, die vor schlimmen Tagen und Wochen stand. Bei ihnen lebte seit einigen Jahren eine zum Zeitpunkt des Einzugs bereits angegraute Husky-Mischlingshündin, bei der nun eine schwerwiegende Erkrankung in weit fortgeschrittenem Stadium festgestellt wurde, der Familie blieb kaum Zeit für den Abschied.

Der Bestürzung über Ronja’s Verlust folgte die Trauer, dann begann eine Lücke aufzuklaffen, die sich auch mit den Wochen nicht schließen wollte. So viele kleine Dinge fehlten, vom beiläufigen Streicheln übers weiche Fell im Vorübergehen bis hin zum Grund für den Spaziergang auch bei schlechtem Wetter.

Die Wochen vergingen und für das Leben als hundelose Familie konnte man sich nach wie vor nicht erwärmen, auch wenn es in manchen Situationen den einen oder anderen Vorteil hat. So sagte sich also die gesamte Familie in der Station an, nur die Samtpfoten ließ man zu Hause, aus den Augen ist ja nicht aus dem Sinn.Lea

Und so beschäftigte man sich gezielt mit jenen, die schon Vorerfahrungen mit Katzen hatten, Lea beispielsweise. Richtig punkten konnte sie dann im Umgang mit den Kindern, denen sie auf eine sehr freundliche und herzliche Art begegnete – abgefahren ist man dennoch ohne sie, zuerst wollte man zu Hause alles vorbereiten und dann, ja dann sollte sie einziehen.

Obwohl nur wenige Tage zwischen den beiden Terminen lagen, wurde die Zeit schließlich lange, kurzerhand fragte man in der Station an, ob man nicht ein wenig früher kommen könne um das Mädel abzuholen. Und kurz drauf war sie auch schon fort, die junge Lea, vor sich noch den ganz wichtigen Vorstellungstermin bei den hauseigenen Maunzern. Den meisterte sie wie erhofft mit Bravour, souverän bezog sie ihr neues Heim und komplettierte die Familie wieder.

Lea


 

Alas oder jetzt kann man ja langsam erwachsen werden

Alas

Knuffig sah Alas mit seinen elf Monaten beim Einzug in die Station aus und wenn man ihn, der sogar noch sein „Baby-Fell“ hatte, so ansah, konnte man kaum glauben, dass jemand diesen Charming-Boy in Anbindehaltung hatte halten wollen.Alas darf umziehen

Mit dem Stationsleben kam Alas wie die meisten Jungspunde gut zu Recht, den ganzen Tag mit Kollegen „abhängen“ und mal nichts anderes machen außer Blödsinn, ist einige Wochen lang ja auch eine recht nette Abwechslung. Und noch bevor Alas drauf kommen konnte, dass es im Tierschutz vielleicht doch nicht so lustig ist, hatten sich schon Interessenten in ihn verguckt.

Das junge Paar waren einige Zeit vorher ganz offen für alles auf die Vermittler zu gekommen, fest stand nur, ein Nordischer sollte es sein, vielleicht sogar ein Malamute. Hundeerfahrung hatte man schon mit einer anderen Rasse gesammelt, man riet ihnen daher, für den Einstieg in die Nordischen erstmal zum Husky.

Beim Durchgang durch die Station blieb man dann irgendwie bei Alas hängen und startete schließlich zu einem Spaziergang. Alas zeigte sich von seiner allerbesten Seite, zerrte nicht an der Leine und kam sogar auf Zuruf – ob er wohl unsere Ausführungen über Zugkraft und Dickköpfigkeit belauscht hatte und uns mal richtig vorführen wollte?

Dem Spaziergang folgte eine Spiel- und Streichelrunde im Gehege und am Ende stand fest, Alas sollte es sein. Aber nun galt es erstmal einiges vorzubereiten, denn einen, der eigentlich noch gar nichts kennt, hatten die beiden auch noch nicht gehabt.

Eingerichtet wurde sich erstmal auf das Schlimmste, angenehm überraschen lassen kann man sich dann immer noch. Für die ersten Tage würde man Urlaub nehmen, danach würde Alas entweder mit zur Arbeit dürfen oder jemanden haben, der ihn im Auge behält.
Die Vorkontrolle war dann willkommener Anlass, die Wohnung einem Checkup zu unterziehen, sprich diese soweit Jung-Husky sicher hinzukriegen – es geht ja das Gerücht um, die jungen Nordischen könnten eigentlich alles brauchen….Alas

Und weil man Urlaub meist nicht von heut auf morgen bekommt, wurde die Wartezeit mit einem weiteren Besuch bei Alas verkürzt, der sich über die Abwechslung natürlich freute. Denn er ahnte ja noch nicht, dass da gewaltige Veränderungen in seinem Leben anstanden….
Bis zum Abholtermin hatte man sich dann noch mit einer Hundetrainerin in Verbindung gesetzt und sich weitere Tipps für die ersten Schritte ins neue Leben geholt.

Zum Abholen kam man mit Wienerle in den Taschen, was Alas außerordentlich gut gefiel und Zögern gar nicht erst aufkommen ließ.
Die Rückmeldungen aus dem neuen Zuhause sind bislang durchweg positiv, er ist weder sonderlich ängstlich, noch tanzt er mit allen Vieren auf dem Tisch. Das bereitgestellte Hundekörbchen hat er angenommen und so gleich einen Rückzugsort gefunden, auf den Spaziergängen hat er jede Menge erste Bekanntschaften gemacht und kommt mit den meisten der Artgenossen gut aus.

Und damit seine neuen Menschen auch gleich wissen, wie das mit dem Fellwechsel in natura geht, hat Alas sich entschlossen, ihnen sein Babyfell anzudienen, Härchen um Härchen, Flöckchen um Flöckchen…..

Alas

 


 

Undu oder gut, dass jedes Ding zwei Seiten hat.

Undu

Die Ereignisse am ersten Samstag im Mai dürften der junge Husky-Mix-Rüde Undu und seine Besitzerin ganz unterschiedlich in Erinnerung behalten, Undu hatte im Nordlicht einen Vorstellungstermin bei Interessenten.Undu

Was für den einen ein "cooler" Tag mit viel action war, wurde für den Zweibeiner im bisherigen Zuhause mit zunehmender Dauer eher zur bedrückenden Nervenbelastungsprobe, denn trotz Anwesenheit von Hündin Nelly war da plötzlich eine Lücke, deren Größe man bislang nicht einmal erahnt hatte.

Während sich Undu mit seiner Unbeschwertheit und seinem offenen freundlichen Wesen im Nordlicht bei Mitarbeitern, Gassigängern und allen anderen zufällig Vorbeischauenden als Herzensbrecher par Excellenze erwies und lustig von einem kleinen Abenteuer zum nächsten überging bis hin zum Highlight "ausgiebiger Spaziergang mit Interessenten", saß daheim sein Noch-Frauchen und litt.

Denn auch wenn sie sich sehr um die Abgabe bemühte, Undu sogar ein großes Stück entgegengebracht hatte - wirklich gewollt war dies alles nicht von ihr, das Alleinerziehend mit zwei Hunden durchaus vorstellbar, nur der dazu passende Vermieter hatte sich nicht finden lassen. Ein Hund ja, zwei aber nein.

So endete der Tag für das Noch-Frauchen mit großer Erleichterung, denn Undu und die Hündin waren tatsächlich hinsichtlich des Bewegungsbedürfnisses und der Interessen ganz und gar nicht stimmig. Die von recht weit her angereisten Menschen nahmen es mit Bedauern hin, denn da sie früher mit Arbeitshunden gelebt hatten, war ihnen das in Undu steckende Potential ebenfalls nicht entgangen.Undu

Undus Besitzerin ließ es sich nicht nehmen, ihn selbst im Nordlicht abzuholen - für sie dieser Tag keine gescheiterte Vermittlungsmöglichkeit, sondern ein Wink des Schicksals, der sie zu Hause angekommen noch einmal das Gespräch mit dem neuen Vermieter suchen ließ.

Undu

Ganz früh am Sonntag dann der Anruf, Undu aus der Vermittlung zu nehmen, er dürfe nun auch mit um- und einziehen - also doch Happy-End!