Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im März 2009 ein neues Zuhause gefunden haben

Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Gipsy hat ihre Zurückhaltung abgelegt

Die Husky-Hündin Gipsy kam vor einigen Monaten zusammen mit ihrer Gefährtin Akena in die Schwarzwälder Auffangstation. Anfangs waren beide handscheu und insbesondere bei Gipsy brauchte es Tage, bis wir sie überhaupt einmal zu fassen bekamen.

GipsyMehr und mehr gewann Gipsy dann aber an Vertrauen – zumindest zu den Leuten, die sie kannte. Bei Fremden war es mit ihrer Zutraulichkeit noch nicht weit her und meistens ging sie auf Abstand, wenn Besucher in die Station kamen.

Doch eines Tages schauten sich Interessenten bei den Hunden um, die offensichtlich auf Anhieb Gipsys Gefallen fanden. Jedenfalls schmiegte Gipsy sich sofort an die Frau und genoss mit Wonne die Streicheleinheiten. Sie war wirklich nahezu unwiderstehlich und so durfte sie gemeinsam mit weiteren potentiellen Kandidaten mit auf einen Probespaziergang.

Die Wahl fiel letztlich auf Gipsy. Nicht nur, weil sie sich so ungewohnt „angebiedert“ hatte, sondern auch, weil in der neuen Nachbarschaft noch andere Hunde wohnen und Gipsy mit ihrer sozialen Art da wohl kaum Ärger provozieren wird. Der Umzug wurde aber fürs erste um zwei Wochen zurückgestellt, weil die zukünftigen Besitzer erst dann Eingewöhnungsurlaub nehmen konnten. Die Wartezeit wurde Gipsy aber dadurch verkürzt, dass ihre neuen Zweibeiner zwischendurch noch mal extra die Anreise in Kauf nahmen, um mit ihr Gassi zu gehen.

Als dann der Tag der Vermittlung kam, war die Freude auf allen Seiten groß. Gipsy war im doppelten Sinne erleichtert, die Station verlassen zu dürfen: Erstens hatte sie endlich wieder nette Menschen für sich allein und zweitens herrschte am Tag ihres Auszugs ein wahres Sauwetter mit endlosem Regen, so dass sie sicherlich auch für ein warmes Plätzchen im neuen Zuhause dankbar war.

Fortan darf also Gipsy das Leben ihrer neuen Familie bereichern und wird sicherlich eine würdige Nachfolgerin der verstorbenen Jagdhündin, die so schmerzlich vermisst wird. Wir sind sehr glücklich, dass der tolle Charakter der ansonsten eher unscheinbaren und zurückhaltenden Gipsy endlich erkannt wurde und sie nun ein liebevolles Heim hat.


 

Duke – ein Draufgänger wird häuslich

DukeEigentlich hatte die junge Familie nach einem ruhigen Zweithund zur vorhandenen Husky-Hündin gesucht, doch dann kam mal wieder alles ganz anders als geplant...

Beim Gang durch die Auffangstation wurde erst mal mit allen Bewohnern Kontakt aufgenommen, um den passenden Kandidaten zu finden. Wie gesagt sollte es ein eher ruhiger Vertreter sein, denn die vorhandene Hündin ist sehr agil und selbstbewusst und ihre Menschen wollten sie nicht unbedingt noch weiter „hochpuschen“. Doch in Dukes Gehege waren diese Vorsätze im Nu zur Makulatur geworden.

Der erst ein gutes Jahr alte Husky-Rüde hat das Herz seines Herrchens im Sturm erobert. Von seiner wohlerzogenen Seite hat sich Duke dabei nicht gerade gezeigt. Wäre aber vielleicht auch zu viel verlangt gewesen, wo er ja so gut wie keine Erziehung genossen hatte. Jedenfalls sprang unser Energiebündel gleich an dem Besucher hoch und ließ sich ausgiebig beschmusen.

Beim anschließenden Spaziergang nahmen wir außer Duke noch weitere Hunde mit, aber diese wurden kaum eines Blickes gewürdigt. Auch die Hündin, die bei der Entscheidung für ein neues Familienmitglied ein gehöriges Wort mitzusprechen hatte, war von Duke gleich angetan. Das war echt ein super Kumpel zum Spielen und Toben.Duke

Obwohl Duke gleich zu Beginn eindrucksvoll demonstrierte, wie viel Kraft in ihm steckt und dass es zumindest auf rutschigem Untergrund schwierig ist, ihn unter Kontrolle zu bringen, tat das der Zuneigung zu ihm keinen Abbruch. Er sollte es sein und kein anderer!

Eine kleine Hürde musste Duke aber vor seiner endgültigen Vermittlung noch nehmen. Zu seiner neuen Familie gehört nämlich auch ein Baby und diesem Sprössling gegenüber durfte er sich keine Unarten erlauben. Von seiner Vorgeschichte war nicht bekannt, ob er mit so jungen Kindern schon mal Kontakt hatte. Aber es stellte sich schnell heraus, dass es auch mit dem Nachwuchs harmonierte und so konnten wir Duke in sein neues Leben entlassen.

Endlich hat er die Aufmerksamkeit, um die er in der Station immer so gebuhlt hatte. Ausreichend Auslauf ist auch gewährleistet und an zwei- und vierbeiniger Gesellschaft mangelt es ebensowenig. Was kann hund sich mehr wünschen?!?

Wir wünschen unserem Draufgänger Duke und seiner Familie viel Spaß miteinander und freuen uns, dass er es so gut getroffen hat.

 

 


 

Naro am Anfang im NordlichtNaro kam mit dem großen Rudel schlecht sozialisierter Eurasier und schon bald nach seinem Einzug ins Nordlicht stand fest, dass er auf seine Art ein ganz besonderer Hund in diesem Gewusel ängstlicher, scheuer Gesellen war. Dass er uns fordern würde, erahnten wir damals schon und hatten doch keine Vorstellung, auf wie vielen Gebieten er uns einiges abverlangen würde.

Der erste Versuch, diesem stolzen und unnahbaren, regelrecht abweisenden und verschlossenen Rüden näher zu kommen endete im Chaos, der gewitzte Naro nutzte eine winzige Unaufmerksamkeit seiner Pflegestelle und war flüchtig. Mit seiner Flucht spaltete er ein ganzes Dorf, in jene, die ein langsames, sicheres Ende anstrebten und in jene, die lieber handeln wollten. In den folgenden Wochen zeigte Naro, dass es ihm neben einer fast wildtiermäßigen Vorsicht auch nicht an Cleverness mangelte und der Häscher, der seiner habhaft werden wollte, von mindestens eben so viel Energie getrieben sein musste.

Fast drei Monate später gelang es endlich, Naro wieder habhaft zu werden und er zog in der Station im Süden ein, weiterhin stolz,Naro in der Auffangstation Süd unnahbar und zu keiner Kooperation bereit. Das Ziel, eines Tages eine Vermittlung zu erreichen, war so weit entfernt wie bei seiner Ankunft – manchmal hilft da nur die „ins kalte Wasser schmeiß“-Methode und Naro wurde in die Geschäftsstelle umgesiedelt. Es wäre vermessen über diese Zeit zu berichten, dass Naro von dem Vorhaben begeistert gewesen wäre oder sich ohne weiteres integriert hätte, Naro versuchte auch hier zunächst, sich so weit als möglich abzugrenzen.Naro in der Geschäftsstelle

Weiterhin wollte er keinen Kontakt, fraß am liebsten nachts und erfand seine eigene Definition von Stubenreinheit – und genauso unermüdlich wie er ablehnte, machte man ihm Angebote, mitunter ist es eine Frage des sehr langen Atems. Vielleicht waren es auch die kleinen Hundemädels, die Naros Widerstand peu a peu in sich zusammenschmelzen ließen, vielleicht auch die Tatsache, dass ein völliges Entziehen nicht mehr möglich war – es gab langsam, ganz langsam erste Fortschritte, denen weitere folgten und mit den Wochen gelangte man langsam an den Punkt, an dem man nach Menschen Ausschau halten musste, die diese Arbeit weiterführen würden. Denn die ersten Schritte eines Weges gemacht zu haben bedeuten noch nicht, auch angekommen zu sein.

Es ergab sich irgendwie ein wenig zufällig, Menschen, die schon eine Hündin aus diesem Eurasierrudel aufgenommen hatten, stellten fest, dass menschlicher Kontakt ihrer Sheela zwar zunehmend etwas bedeutete, aber sie eigentlich auch gerne einen Hundekumpel zur Seite hätte. Sheela hatte sich geradezu bombig entwickelt und obwohl man eigentlich sonst dazu rät, einem schlecht sozialisierten Hund einen „Gegenspieler“ zur Seite zu stellen, der souverän durch Alltagssituationen hindurchgeht, konnte man sich hier auch eine andere Konstellation vorstellen. Denn die zugehörigen Menschen hatten „das Händchen“, das man bei diesen Hunden braucht, eine gesunde Mischung aus Herz und Verstand, in immer anderer Wertigkeit dosiert, je nachdem, wie die jeweilige Situation es erfordert. Und sie hatten durch Sheela bereits die Gewissheit erlangt, dass es ihnen möglich war – jemand anderen hätte Naro vielleicht in ernsthafte Selbstzweifel gestürzt.

NaroNaro zog also ein weiteres Mal um, zunächst einmal in Pflege, er selbst würde es in den Pfötchen haben, wie es sich weiterentwickeln würde. Der Anfang war nicht einfach:

„Die ersten 2 Wochen war Naro sehr zurückgezogen, immer in der Ecke die er sich noch ausgesucht hat als Sie ihn zu uns brachten. Aber er fiel nicht in das "Loch", das wir eigentlich erwartet hatten.

Zu unserer Überraschung hat er nach der ersten Woche angefangen in der Wohnung umher zulaufen und überall nach zusehen, was wo ist. So hat er auch Sheelas Platz entdeckt, den er jetzt zu seinem erklärt hat. Sheela hat keine Chance mehr auf ihren Platz zukommen.

Irgendwie tut sie mir richtig leid, denn sie läuft nur noch durch die Wohnung und sucht einen Platz, der so schön ist wie ihrer.

Aber hin und wieder ist Naro gnädig, und sie darf dann bei ihm auf ihrem alten Platz liegen. Dann liegen sie da und Schnarchen um die Wette. Es ist schön, wenn man sieht wie friedlich sie da liegen.“

Naro und SheelaLangsam ging es dann voran, sowieso ausgestattet mit dem „Blick für die kleinen Dinge des Lebens“ und noch einmal geschult von Sheela, entdeckten die Pflegeeltern eigentlich immer die winzigen Schritte in die richtige Richtung:

„Naro hat große Fortschritte gemacht. Wenn ich die zwei mittags anziehe zum Gassi gehen, da kann man richtig sehen, wie sich beide freuen, dass sie in den Wald kommen und sich jetzt austoben können. Ja, Sie haben richtig gelesen, toben. Die zwei spielen und toben so schön, das hätte ich vor zwei Wochen nicht geglaubt, einfach super. Und mittlerweile kommt sogar Naro zu Sheela und fordert sie auf zum Spielen .Die lässt sich das natürlich nicht zweimal sagen.“

Naro und Sheela
Viele Wochen später zogen die Pflegeeltern Bilanz:

„Also wenn ich so die letzten Monate zurück denke, muss ich sagen, haben wir einiges erlebt. Es war (ist noch) sehr anstrengend …

Naro war für uns eine Herausforderung, denn er hatte ja schon einiges durch. Und er hatte jedem gezeigt, dass er seine Ruhe will. Er wirkte immer, als würde er niemals Vertrauen fassen können.Naro und Sheela

Er war ne ganz schön harte Nuss, die geknackt werden musste……..

Er zeigte mir schon meine Grenzen, und das war sehr anstrengend und auch nervenaufreibend .Aber jetzt klappt es schon sehr gut, ich konnte letzte Woche mit beiden Hunden bei uns durch den Ort gehen, es war wohl ein Randgebiet, aber für Naro war das schon riesen Fortschritt. Und das schönste war, er lief entspannt, er hatte die Rute die ganze Zeit oben. Er war auch schon soweit, dass er Leuten vorbei ging (mit und ohne Hunde) . Er hielt wohl Abstand, hat aber jeden fremden genau beobachtet, was er macht..

Wenn es auch mal Momente gibt, wo man verzweifelt, gibt es viele andere, die alles wieder gut machen, denn wenn man sieht, wie die zwei Wonneproppen miteinander spielen, wie sich gegenseitig gut tun , macht es um so mehr Spaß und man weiß genau, warum man das macht. Bei jedem Spaziergang erfreuen sie einen aufs neue, sie spielen richtig ausgelassen miteinander und flitzen durch den Wald.

Ich könnte ewig weiter schwärmen, aber ich muss mit den zwei Helden jetzt raus….“

Naro und Sheela

Ins Schwärmen könnten wir da auch geraten bei Vermittlungen wie diesen, bei Menschen wie diesen und wir sind unendlich froh, dass der einstige SorgenHund Naro genau dort seinen Platz fürs Leben fand. Ihnen, liebe Familie K. ein herzliches Dankeschön und wir wünschen Ihnen, dass Sie noch über Jahre nur schwärmen und selten verzweifeln oder gar klagen mögen.
 


 

Rocky – was lange währt...

Rocky

Rocky...wird endlich gut. Wie viel Wahrheit in diesem Sprichwort liegt, durfte Malamute-Rüde Rocky im März 2009 erfahren. Lange Monate wartete er in unserer Schwarzwälder Auffangstation auf eine „richtige“ Chance. In Sachen Dominanz gegenüber den Zweibeinern war er kein unbeschriebenes Blatt, so dass etliche Anfragen potentieller Interessenten schon beim ersten Telefonat negativ beschieden werden mussten. - Schönheit allein ist eben keine ausreichende Vermittlungsgrundlage.

Dann meldete sich im Februar 2009 ein Mann aus Bayern, dessen geliebter Malamute-Rüde kürzlich verstorben war und eine schmerzliche Lücke hinterlassen hatte. Da er von dieser Rasse so begeistert war, sollte unbedingt wieder ein Vertreter derselben in die Familie kommen. Auf der Homepage hatte es ihm Lasse angetan, doch da dieser imposante Bursche überhaupt keine anderen Hunde neben sich duldet, hätte das mit der 16-jährigen Retriever-Hündin der Familie keinen Sinn gehabt.

Stattdessen wurde Rocky ins Gespräch gebracht und nach einem ausführlichen Telefonat mit dessen Gassigängerin, die über seine guten und schlechten Eigenschaften informierte, war das Kennenlernen beschlossene Sache.

Als es dann zum Zusammentreffen und zum ersten gemeinsamen Spaziergang kam, wurde Rocky gleich mit reichlich Leckerlis bestochen. Mit Erfolg! Er wich dem Mann kaum mehr von der Seite. Dieser Mensch war so interessant und aus seiner Tasche roch es dermaßen gut, da musste er einfach am Ball bleiben.

RockyAuch im Auto seines potentiellen Neubesitzers fühlte Rocky sich gleich wohl und so fiel die Entscheidung, ihn mit nach Hause zu nehmen, schneller als gedacht. Rocky hatte es endlich geschafft!

Aber im neuen Heim wartete dann noch eine Überraschung auf ihn. Die alte Hündin und die restlichen Familienmitglieder waren schließlich auch noch da. Hier wurde insbesondere der Kontakt mit der betagten Retrieverin behutsam aufgenommen, aber nach den bisherigen Rückmeldungen klappt es ganz gut.

Eine unerwartete Lektion musste der futterneidische Rocky einstecken, als sein Herrchen bei einer Auseinandersetzung um den Fressnapf keine Anstalten machte, ihn gewinnen zu lassen. Eins zu Null für den Mann! Und damit war dieses Thema dann erst mal geklärt. Doch das sollte nicht die einzige neue Erfahrung für Rocky sein. In der Auffangstation war er ja nur das normale Gassigehen gewohnt, aber mittlerweile stehen auch kilometerlangen Radtouren auf dem Programm und er hat sich hierbei bereits bestens geschlagen. - Das Zusammenleben funktioniert also insgesamt viel besser als wir gehofft hatten und seine Menschen wollen ihn nicht mehr missen.

Einige Dinge muss Rocky aber trotzdem noch lernen: Beispielsweise, dass er nichts vom Tisch klauen darf und dass das Sofa auch bei Nacht tabu für ihn ist. Bei einem kräftigen Hund wie Rocky mit der entsprechend negativen Vorgeschichte ist Konsequenz einfach das A & O. Aber seine jetzigen Besitzer kommen gut mit ihm zurecht und so hat Rocky endlich sein lang ersehntes Zuhause gefunden und fühlt sich dort pudel- oder besser gesagt „malamutenwohl“.Rocky

Rocky

 

Wir freuen uns mit unserem Großen und wünschen ihm und seiner Familie noch eine lange und schöne Zeit miteinander.
 


 

Marlow

Gemeinsam mit einem weiteren, ebenfalls alten Rüden wurde der 14jährige Marlow in einem Tierheim abgegeben, beide hatten ihr bisheriges Leben in reiner Zwingerhaltung verbracht.Marlow

Recht schnell nach der Vorstellung von Marlow auf der Internetseite fand er eine Interessentin aus der Schweiz, zu der allerdings noch der ältere Rüde Jashin und die etwas zickige Hündin Lilli gehören und mit denen sollte es ja auch harmonieren. Also fuhren alle drei von der Schweiz aus zu einem ersten Kennenlernen nach Deutschland ans Tierheim und wie erhofft ging alles gut.

Marlow und Jashin

Einige Tage später reiste Marlow, der sich wohl vorher noch ordentlich mit seinem langjährigen Kumpel gezofft hatte, dann in die Schweiz und bezog sein neues Zuhause. Die Annehmlichkeiten der Haushaltung bestehen für Marlow vor allem in dem großen Hundekissen, bis dahin Jashins Stammplatz. Den ersten Abend griff noch das Frauchen regulierend ein und verschaffte Jashin seinen Lieblingsplatz, am nächsten Tag war das schon nicht mehr nötig, denn so ein großes Kissen bietet auch zwei älteren, ruhebedürftigen Huskys ein weiches Plätzchen.

Huskys Lieblingssport?!

MarlowWährend die beiden Rüden Marlow und Yashin also ganz still und leise ein Arrangement trafen, durfte es bei Lilli schon ein wenig mehr action sein, durch demonstratives Besteigen zeigte sie Marlow, wer ihrer Meinung nach der „größte Käs“ im Hause ist. Marlow nahm’s gelassen, vielleicht hatte der neue Kumpel Yashin ihm auch schon „gesteckt“, dass Lilli gar nicht so unausstehlich ist wie sie am Anfang teilweise tut. Am zweiten Tag folgten dann auch schon die ersten Spielaufforderungen von Lilli an Marlow, denn wozu wenn nicht dazu hat Hund einen Garten?

Marlows neues Rudel

Wir freuen uns riesig, dass der alte und herzkranke Hundemann von seinem neuen Mensch-Hunderudel so uneingeschränkt liebevoll aufgenommen wurde und hoffen, dass das neue gegründete Kleeblatt noch vieles gemeinsam erleben kann.

 


 

Jims neue FamilieOft liegen Abschied und Neuanfang im Leben dicht beieinander - so auch in der Hundehaltung. Gerade wenn der Gegangene Teil einer festen Gemeinschaft war, hinterlässt er Lücken, die nur schwer zu schließen sind – auch bei seinen einstigen vierbeinigen Kameraden. Mit den Tagen und Wochen zeigt sich dann oft, dass der Mensch als Sozialpartner dem vierbeinigen Gefährten nicht all das geben kann, was er eigentlich braucht und ein Teil der früheren Lebensfreude einfach nicht wiederkehren will.

So erlebten es auch die Besitzer der achtjährigen Shira und sie begannen nach einem neuen Partner für die vor allem unter dem ungewohnten Alleinsein leidende Hündin Ausschau zu halten. Und wo könnte man dies besser tun als in einer Auffangstation für Nordische Hunde? Es wurde also ein Besuch vereinbart und die gesamte Familie einschließlich der Tochter kam mit.

Geboten wurde ein großes eingezäuntes Grundstück, enger Familienanschluss und sogar ein Job in der Tourismusbranche, die Familie hat einen Übernachtungsbetrieb und bietet während der Schnee-Monate für die kleinen Gäste auch geführte Touren mit den Nordischen vor dem Schlitten an. Praktisch sieht das so aus, dass Herrchen vorne draus stapft und die Hunde eigentlich führt, für den jeweiligen kleinen Mini-Musher auf dem Schlitten ist es trotzdem oft ein besonderes Highlight der Urlaubstage, man hat ja nicht jeden Tag die Chance einen Schlitten mit 2 Huskys zu „lenken“.Jim und Shira beim Spielen

Potentielle Bewerber mit entsprechender Eignung gab es da unter den Stationshunden einige, den Zweibeinern oblag letztendlich die schwer zu treffende Vorauswahl – das berühmte „letzte Wort“ sollte allerdings Hündin Shira haben.

Ihre Zweibeiner entscheiden sich, ihr Jim vorzustellen, einen der jüngeren Rüden aus schlechter Haltung, die vor einigen Monaten in die Vermittlung gekommen waren. Sicher ein Hund mit Defiziten, was die Haushaltung angeht, denn hier sind dem Tierschutz mit dem Erfahrungen-vermitteln Grenzen gesetzt, aber einer, der bereits kräftig an Zutrauen zu den Zweibeinern gewonnen hatte und mit seiner noch vorhandenen Schüchternheit einen ganz eigenen Charme zeigt. Punkten konnte er vor allem auch durch den netten und vorsichtigen Umgang mit dem Töchterchen.

Und Shira? Die besah sich auf einem Gang rund um die Station den Kandidaten ganz genau und was sie sah, scheint gefallen zu haben – übrigens auch von Jim’s Seite aus, da gab es kein Knurren und kein Murren bei den beiden.Jim
So fuhr er also mit, der Jim, in sein erstes richtiges Zuhause und wird vermutlich gerade beim Einleben sehr davon profitieren, dass er neben einer husky-erfahrenen Familie auch eine souveräne vierbeinige Kameradin an der Seite hat, bei der man sich das eine oder andere abschauen kann.

 

 

 

 

 

 


 


 

Snow oder die steile Karriere eines Tierheimhundes aus Madeira

Snow

Snow mit den neuen HerrchenSnow, ein junger Husky-Rüde mit längerem Deckhaar, kam zusammen mit einem weiteren Rüden in die Vermittlung und zeigte sich von Anfang an als sehr umgänglicher und ausgeglichener Hund. Einzig an seinem Outfit gab es einiges zu verbessern, denn seinem teilweise verfilzten Fell entwich ein strenges Odeurchen – kurz das schrie geradezu nach Bad und Bürste. Ein wenig sich eingewöhnen lassen wollte man ihn noch, bevor man das Projekt anging und so stellte man ihn im „Schmuddel-Look“ und einer kurzen Erklärung dazu auf der homepage vor.

Sehr schnell kam der erste Interessenten-Anruf, aus der Schweiz, mit der Bitte um Rückruf am Abend. Nicht schlecht staunte man, als man abends die Nummer wählte und feststellte, man sprach mit einer echten Adligen. Diese hatte Snow auf der homepage entdeckt und wollte ihn zu den beiden bereits vorhandenen Huskies integrieren. Da Snow ein sehr souveräner Hund ist, brachte er die besten Voraussetzungen für solch ein Unterfangen mit.

Man vereinbarte also ein Treffen am Stuttgarter Flughafen und fuhr dann gemeinsam in die Auffangstation im Schwarzwald. Tja und dann ging eigentlich alles sehr schnell: Die Station besichtigt, die Verträge ausgefüllt und schon war Snow (mittlerweile gebadet und gebürstet) mit im Auto auf dem Rückweg zum Flughafen.Snow fliegt nach Hause

Der Heimflug verlief trotz unruhigen Wetters problemlos und so konnte sich Snow gut gelaunt den weiteren Mitgliedern seiner neuen Familie vorstellen. Die Rückmeldungen sind allesamt nur positiv, Snow hat sich bestens eingefügt.

Snow im Flieger

Wir freuen uns alle sehr, dass Snow das große Los gezogen hat und bedanken uns nochmals für den angenehmen Kontakt, die großzügige Unterstützung und das in uns gesetzte Vertrauen.
 


 

Eigentlich war es kaum zu glauben, dass da junge (drei Jahre ist doch gar nichts, oder?) und hübsche Husky Rüden monatelang so gut wie ohne Anfragen im Nordlicht für Notfelle saßen – aber dem war wirklich so. Möglicherweise lag es daran, dass keiner derjenige sein wollte, der die Trennung der beiden Brüder Gismo und Grizzly anstieß, ein Phänomen, das man bei gemeinsam abgegebenen Hunden leider öfter hat.

Und auch bei diesen beiden ging es dann „Schlag auf Schlag“, kaum hatte Gismo dem Tierschutz den Rücken gedreht, da machte sich auch Grizzly „vom Acker“, aber wie das zuging, erzählt er Ihnen selber:

Hallo liebe Nordlichter!

Grizzly

Meine Mama hat immer gesagt: „Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiß nie, was man bekommt.“ Das hat mir doch zu denken gegeben, aber wisst Ihr, was ICH bekommen habe:

DAS! ! !
Grizzlys neues Team
Tolle Mädels, oder?!? Und ich gehöre jetzt dazu! Juchuu!

Es kam doch sehr überraschend für mich, denn meine neue Familie kenne ich schon seit längerer Zeit – Tina und Johannes kamen öfter beim Nordlicht vorbei und haben mich auf Spaziergänge mitgenommen. Mit ihren 3 Hundemädels habe ich mich sofort verstanden, aber an einen Umzug hatte ich nicht zu denken gewagt.Lieblingsplatz Küche

 

 

 

Und dann kam der 4. März, Johannes war bei uns in der Station und nahm mich mit. Ich rechnete mit einem Ausflug, aber schwups saß ich schon im Auto und nach nur 10minütiger Fahrt waren wir bei meinem neuen zu Hause angekommen und vier strahlende Mädels warteten auf mich.
Ich fühlte mich auch sehr schnell heimisch, hatte sofort guten Appetit, konnte die erste Nacht durchschlafen und hatte reichlich zu entdecken – vor allem die Küche hat es mir angetan.....

 

 

 

 

 

 

Bei unseren ersten Spaziergängen haben wir viele Hunde aus dem Dorf getroffen – alles nette Kollegen, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstanden habe.

Am Wochenende durfte ich das erste Mal mit im Gespann laufen – das fand ich richtig cool! Im Team durch den Wald zu flitzen und lachende Spaziergänger zu überholen, das machte mir richtig Spaß!

Die erste Fahrt im Gespann
Die erste Fahrt im Gespann
 

Zu Hause angekommen haben wir dann Hundekeks gebacken – sehr lecker....nur das die Dinger so lange im Ofen bleiben müssen hab ich nicht eingesehen; mir schmeckte der Teig auch vorher schon sehr gut.

Grizzly wartet auf die Kekse
Grizzly wartet auf die Kekse

Und im Freilauf waren wir auch schon – da durfte ich ganz ohne Leine umdüsen! Wir trafen dort viele andere Hunde – auch kein Problem für mich. Nur das mit dem hören muß ich wohl noch ein bisschen üben, aber wir haben ja noch viel, viel Zeit.

Grizzly mit seinen Mädels Grizzly mit seinen Mädels im Auto
Grizzly mit seinen Mädels

Grizzly im Freilauf

*
Grizzly im Freilauf

Wie ihr seht, fühle ich mich in meinem neuen Zuhause sehr wohl und bin schon gespannt, was ich noch alles mit meiner Truppe erleben werde.

Bis bald,
Eurer Grizzly
 


 

Shadow – keine Rede von Schattendasein

ShadowDer Blick dieses Hundes trifft mitten ins Herz: Shadow! In den Tierschutz kam er wegen Krankheit seines Besitzers und vor seinem Einzug in die Schwarzwälder Station hatte er schon geraume Zeit keinen direkten Familienanschluss mehr. Doch trotz seiner dortigen nicht ganz optimalen Unterbringung in Anbindehaltung war er unkompliziert geblieben – wohl dank des großen Engagements der Verwandten.

Shadow bezauberte uns alle und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass schon die ersten Besucher, die ihn in der Station erlebten, ihr Herz an ihn verloren. Doch ein bisschen Wartezeit hieß es noch überbrücken, bis sämtliche Vorbereitungen für Shadows Wechsel ins neue Zuhause getroffen waren. Das handwerklich sehr versierte Herrchen zimmerte außer einer stabilen Box fürs Auto auch eine Hundehütte unter den Treppenaufgang in der Wohnung– nicht zum Einsperren, sondern als Rückzugsraum, falls ihm doch irgendwann die zu erwartenden Streicheleinheiten zu viel werden.

Eine Woche nach dem ersten Kennenlernen war es soweit, dass eine Helferin Shadow zu seiner sehnsüchtig wartenden Familie brachte. Die Strecke war ziemlich kurvig und Unmengen von Schnee taten ein Übriges, dass die Ankunft sich etwas verzögerte. Der Vorfreude auf das neue Familienmitglied tat das jedoch keinen Abbruch.

Schon beim Aussteigen ließ Shadow sich von einer Nachbarin bewundern, die ihm natürlich bescheinigte, dass er ein ausgesprochen Shadowhübscher Kerl ist. Na klar, wissen wir doch! Aber Komplimente tun immer gut.

Dann endlich wurde das Haus erobert. Erst mal stillte Shadow ausgiebig seinen Durst, dann nahm er huldvoll die ersten Streicheleinheiten entgegen und schließlich stromerte er im gesamten Erdgeschoss herum, um seine neue Lage abzuchecken. Was er sah, fand wohl seine Zustimmung, denn beim anschließenden Kaffeetrinken legte er sich wie selbstverständlich ganz entspannt neben den Tisch.

Die nächsten Tage werden aufregend sein für Shadow. Es gibt beispielsweise eine eigene Spielzeugkiste für ihn, deren Inhalt er nach und nach unter die Lupe nehmen wird. Außerdem gilt es natürlich, die neuen Spazierwege zu erkunden und sämtliche potentiellen Hundefreunde aus der Nachbarschaft kennen zu lernen. Und dass die Schmusestunden auch nicht zu kurz kommen werden, versteht sich wohl von selbst.

Als die Chauffeurin sich nach rund anderthalb Stunden wieder auf den Heimweg machte, war es schon so, als sei Shadow nie woanders gewesen. Besser hätte es nicht passen können und wir wünschen Vier- und Zweibeinern noch eine lange glückliche Zeit miteinander.

 

 

 


 


 

DustyMit der gut halbwüchsigen Dusty war ein richtig energiegeladener Quirl in die Vermittlung gekommen und ohne Schwierigkeiten konnte man nachvollziehen, dass ihre ersten Besitzer mit ihr ziemlich überfordert waren. Denn neben ihrer sich auf geheimnisvolle Weise ununterbrochen selbst aufladenden Batterie war da noch ein recht gescheites Köpfchen vorne dran- kurz eine aufgeweckte, aber doch sehr anstrengende Hündin.

Für die galt es nun „husky-erprobte“ neue Menschen zu finden, am besten solche, die von ihren Lebensumständen her komplett auf den „Hund gekommen waren“, also auch über ein entsprechendes Gelände verfügen, wo die Hunde einen Teil ihrer Energie austoben können und Beschäftigungen anbieten, in denen weitere Energie sinnvoll eingebracht werden kann.

Überraschend schnell fanden sich genau die Richtigen mit einem kleinen Vierer-Rudel, das nicht nur den häuslichen Bereich bevölkert, sondern auch ein großzügiges entsprechend eingezäuntes Gelände nutzen kann. Mit dem elfjährigen Husky-Mischling Pepper ist – Zweibeiner müssen ja auch Hundefutter verdienen- einePepper solide und souveräne vierbeinige Führung vorhanden, beste Rahmenbedingungen also, um dem Energiebündel Dusty auf Dauer gerecht zu werden. Und sportlich ist man in der Freizeit auch unterwegs, nur so, just for fun, Dusty wird hier nicht nur Energie, sondern auch Köpfchen zeigen können, vielleicht hat sie ja das Zeug, eines Tages Peppers Nachfolge als Team-Leader anzutreten.

Die männlichen Rudelmitglieder Pepper, Tom und Jerry hatten sich mit Dusty fast umgehend mit dem Einzug arrangiert, Hündin Kira allerdings war von der zweiten Dame im Hause anfänglich nicht wirklich begeistert. Das beruhte auf Gegenseitigkeit, weiblich zickig buhlte man die ersten Tage vor allem um menschliche Zuwendung, musste aber rasch feststellen, dass die menschliche Rudelführung keine Schwächen zeigte und den Damen ihrer Stellung gemäß begegnete. Da es hier also nichts zu klären gab, kamen die beiden Hündinnen sich dann doch näher, vielleicht werden sie nicht unbedingt „Busenfreundinnen“, aber eine friedliche Koexistenz ist heute schon gewährleistet. So friedlich, dass man das Mahl aus dem Napf ebenso in der Runde einnehmen kann wie ein Schweineohr - dass man dabei nicht unbedingt bummeln sollte, hat Dusty gleich am ersten Knabbertag und mit dem ersten „Verlust“ begriffen.

Fütterungszeit

Dusty und ihrem Menschen-Hunde-Rudel wünschen wir noch viele gemeinsame, glückliche Jahre miteinander.

 


 

John kann aus sehr schlechter Haltung in die Vermittlung und gab seinen Einstand mit erheblichen gesundheitlichen Problemen, die ihn kaum angekommen schon als Notfall zum Tierarzt führten und ihm das Privileg verschafften, einige Tage im Flurbereich des Nordlichts zu residieren. Sein Verhalten dort, er fremdelte kein bisschen im häuslichen Bereich, zwang einem geradezu die Vermutung auf, dass John schon einmal „bessere Zeiten“ gesehen hatte, genau wissen wir es allerdings bis heute nicht, die Anfänge von Johns Leben liegen vollkommen im Dunkeln.John

Sehr schnell war auch klar, dass in dem eigentlich vergleichsweise kleinen John jede Menge Potential steckte, speziell während eines mehrwöchigen Aufenthalts in einer Pflegestelle gewann man wertvolle Erkenntnisse darüber, mit welch cleverem und geschickt seine Vorteile nutzenden Nordischen man es da zu tun hatte.

Die Suche nach einem neuen Zuhause machte das Wissen nicht einfacher, denn da hatte man nun einen, dem man Grenzen setzen musste und der einem genau das durch geschicktes Ausspielen von durchaus vorhandenen Unsicherheiten, Charme und Witz oder allem gleichzeitig ganz schön schwer machte.

Dabei wartete das Glück längst auf John, denn noch vor Jahresende war noch sehr jung der Rudelführer und Leithund einer hobbymässig den Schlittenhundsport betreibenden Dänin verstorben, deren Beruf Hundetrainerin ist. Das Internet führte potentielle neue Besitzerin und John dann zusammen, worin andere Probleme sahen, war ihr Heraus- fast schon Aufforderung – zumal sie eine ausgesprochene Schwäche für gewitzte Nervensägen hat.

JohnEs wurde also Termin im Nordlicht vereinbart und mit den beiden umgänglichen Alaskan-Damen Saga und Tot der potentielle Bewerber um den frei gewordenen Platz vorab unter die Lupe genommen, die beiden weiteren Rudelmitglieder Malamute-Rüde Jack und Kuvasz Hündin Farkas hatte man zu Hause gelassen.

Was man sah gefiel und damit war nicht Johns optische Erscheinung gemeint, sondern seine Art, denn zum Rudel sollte der neue Hund passen, das Aussehen war mehr als nur zweitrangig. So wurde also ein Gegenbesuch in Dänemark vereinbart und ganz kurzfristig in letzter Minute noch einmal verschoben, Petrus hatte einen Anfall von Winter für den angepeilten Tag geschickt.

Mit einem Tag Verspätung fand er dann statt, der große Tag für John und kurz zusammengefasst kann man sagen, er hat es klasse gemacht, auf der Heimfahrt war er nämlich gar nicht mehr dabei. Und toll hat er es getroffen, sportlich aktiv, wozu ihm natürlich noch etwas die Kondition fehlt, aber im nächsten Winter wird er sicher voll mit dabei sein. Dazu Hundekumpels und ein Frauchen, das mit sturen, intelligenten und ein wenig durchtriebenen vierbeinigen Schlitzohren umzugehen weiß.

Und wem das nun zu wenig ist über John’s neues Leben, der ist eingeladen, den langen Bericht von John’s Frauchen über seine Eingewöhnung nachzulesen oder einfach nur die Bilder anzusehen, für die alleine sich das Schauen schon lohnt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Johns Besitzerin, für ihre Zeit, für die lehrreichen Stunden miteinander und natürlich den tollen Bericht über John. Von ganzem Herzen wünschen wir Euch eine lange gemeinsame Zeit miteinander und viele tolle Erlebnisse.
 


Inkas neue Familie

InkaMit der fünfjährigen Inka stand ein richtiger Sonnenschein zur Vermittlung, gemeinsam mit dem Rüden Guss musste sie wegen familiärer Veränderungen abgegeben werden. Ihr Einzug ins Nordlicht löste dann eine regelrechte Interessentenflut aus, allerdings zeigte sich zu diesem Zeitpunkt auch, dass Inka zum „Erstrahlen“ auf eine sehr enge Anbindung an ihre Bezugspersonen angewiesen war.

Diese unbedingt erforderliche Nähe zu den Bezugspersonen erwies sich als „der Knackpunkt“ für die Vermittlung. Trotz der Vielzahl von Anfragen musste die Hündin daher eine Weile warten, bis das für sie optimale Umfeld gefunden war, in dem alle ihre Bedürfnisse in ihrer Vielschichtigkeit erfüllt werden konnten.

Für die Richtigen war die Anfahrt weit und der Ausflug ins Nordlicht nur mit Übernachtung möglich, Zeit, die man sich gerne nahm, um die Station und die Hunde kennen zu lernen. Ein klein wenig liebäugelte man am ersten Tag auch mit Cooper, dessen herzerfrischende Art und Jugendlichkeit Balsam war für die beiden Menschen, die vor einiger Zeit ihre geliebte Hündin verloren hatten. Doch die Erfahrung vieler Jahre Hundehaltung behielt die Oberhand, schließlich lebte man zuhause Tür an Tür mit der erwachsenen Tochter, mit deren Husky-Rüden der Neuzugang sich auf alle Fälle verstehen sollte.Delta

Inka genoss die gemeinsamen Stunden mit den Interessenten, mit jeder Stunde des Aufenthalts wurde sie fröhlicher und unbeschwerter, „erstrahlte“ förmlich und freute sich riesig, dass die nun schon vertrauten Gesichter am Folgetag wieder kamen. Gemeinsam mit ihnen später den Vertrag zu unterschreiben, war für sie ein wirklich glücklicher Moment, mit ins Haus zu dürfen, neben den Stühlen zu liegen, dabei zu sein – Inka am Ziel ihrer Wünsche.

Ein wenig befremdete sie, die an die Hundebox gewöhnte, dass man auch durch seitliche Türen ins Auto einsteigen kann, doch einen Moment später fand sie diese Art zu reisen schon ausgesprochen komfortabel und legte sich für die längere Heimfahrt zu recht.

Delta

Dass sie dort noch ein Teilzeit-Hundekumpel erwartete, war für Inka eine freudige Überraschung und ganz rasch schloss sie mit dem etwas zurückhaltenden Hundemann Freundschaft. Bezugspersonen mit viel Zeit, ein vierbeiniger Kumpel und wie Inka sicher auch bald feststellen wird, tolle Urlaube sowohl in den Bergen wie an der See – wir wünschen Inka und ihren Menschen eine lange und glückliche Zeit miteinander, vielleicht kriegen wir ja ab und an ein wenig Urlaubspost?


 

Jay – aller guten Dinge sind drei

Jay
Aus katastrophaler Hinterhof-Haltung kam Jay zusammen mit vier Kumpels total verängstigt und handscheu zur Nothilfe. Die ersten Wochen verbrachten alle gemeinsam im Nordlicht, dann durften Jay und Jim in die Schwarzwälder Station umziehen. Aus dem schüchternen und zurückhaltenden Jay wurde im Laufe der Zeit ein schmusebegeisterter Husky, der zu seinen Gassigehern auch bald eine Bindung aufbaute – sein Unverständnis, etwas auf Distanz zu einer seiner bisherigen Bezugspersonen zu bleiben, spiegelt sich auf den Fotos wieder.
Auf den Spaziergängen rund um die Station legte Jay ordentlich Power an den Tag, wie es sich für einen jungen Rüden gehört. Sein Sozialverhalten war aber nicht nur unterwegs bestens, auch in der Station teilte er sich teilweise mit bis zu drei anderen Rüden das Gehege.

Ende Februar 2009 war dann Jays große Stunde gekommen, als ein Dritthund zu einem großen Mischlingsrüden und einer Husky-Hündin gesucht wurde und diese samt Besitzer zur Station kamen. Die potentiellen Kandidaten wurden angeschaut und der Blick blieb an Jay hängen.
Jays neues Rudel

 

 

 

Das Zusammentreffen der drei Hunde verlief wie erwartet problemlos und auf einem anschließenden Spaziergang wurden bereits erste nähere Kontakte zwischen den Vierbeinern geschlossen.

Nach diesem viel versprechenden Beginn war es beschlossene Sache, dass Jay ein neues Zuhause erhalten sollte. Sein sportliches Herrchen wird bestimmt viel Freude an dem neuen agilen Familienmitglied haben und wir sind sicher, dass es Jay an nichts fehlen wird – weder an Kuscheleinheiten noch an Bewegung und Gesellschaft.

Die Heimreise durfte Jay dann auf dem Rücksitz mit menschlichem „Begleitschutz“ antreten, denn ein bisschen unheimlich war ihm diese große Blechkiste schon, in die er einsteigen sollte. Aber das legt sich bestimmt bald, wenn er merkt, dass dieses „Ungetüm“ ihn zum Ausgangspunkt toller Spazier- und Lauftouren fährt.

Jay auf dem HeimwegJay wird von seinen zwei Hundekumpels noch viel lernen können und müssen, da er ja bisher so gut wie gar nichts kennt, vor allem keine Wohnung. Aber das kriegt sein neues Rudel schon hin... Bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei!