Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Mai 2010 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Neuer Name, neues Glück-
Aus Benji wird Wolfi

Benji

BenjiAnfang des Jahres kamen Sie das erste Mal zu uns: Iris und Ludger, zwei Menschen, die man einfach gerne haben muss. Die beiden brachten wenig Hundeerfahrung, dafür aber jede Menge Geduld, Zeit und Einfühlungsvermögen mit und waren bald schon sehr gerne gesehene Besucher der Station.
Es hat auch nicht lange gedauert, bis der Funke übergesprungen ist: Benji, ein gerade einjähriger Husky-Rüde, und ein recht ruppiger dazu, hatte es den beiden angetan.
Dabei ist Benji ein Hund, der definitiv weiß was er will.
Aber Iris und Ludger wissen auch was sie wollen und das war Benji mit nach Hause zu nehmen.
Um nichts zu überstürzen und sowohl sich als auch dem Hund die nötige Zeit zu geben, sich aufeinander einzustellen, haben die beiden sich drei Monate Zeit genommen. Während dieser Zeit haben sie Benji regelmäßig besucht und Spaziergänge mit ihm unternommen.

Mit einigem Erfolg: Benji alias Wolfi hat ein Band zu ihnen geknüpft und auch sie haben viel dazugelernt, sich in das Thema eingelesen und eingearbeitet und sich emotional wirklich toll auf ihren neuen Schützling eingestellt.
Aber lesen Sie selbst.

Endlich bei uns eingezogen – und schon tut er so, als wäre er nie etwas anderes als unser Haushund gewesen: Benji 2, der von uns in Wolfi umgetauft wurde, ist endlich da.Benji heißt jetzt Wolfi

Anfang Februar haben wir ihn das erste Mal besucht, denn seine Beschreibung und sein Aussehen (wie Panzerknacker Ede) hatten uns angesprochen und wir überlegten schon seit einiger Zeit, uns einen vierbeinigen Gefährten ins Haus zu holen. Gerade die Huskys haben es uns angetan.
Nach dem zweiten gemeinsamen Spaziergang war klar: Der ist es! Er machte zwar immer derart Theater, wenn wir kamen (zwei Meter hohe Sprünge gegen den Zaun und eher wilde Begrüßungen), dass er gleich den Spitznamen „Känguruh“ bekam, aber wir hatten ihn schnell ins Herz geschlossen.

Da wir noch nicht sonderlich viel Erfahrung im Umgang mit Hunden haben und wir wissen, das gerade die „Nordischen“ nicht ganz ohne sind, haben wir uns bis Ende April Zeit genommen, um uns richtig miteinander vertraut zu machen.
In dieser Zeit gingen wir mindestens einmal in der Woche in der Umgebung des Nordlichts auf gemeinsame Spaziergänge und lernten uns immer besser kennen.

Da wäre beispielsweise seine Eigenart, auch dann wie ein Schlittenhund zu ziehen, wenn er nur einen Mensch auf zwei Füßen hinter sich hat. Eine Fähigkeit, die Wolfi (der – wie wir inzwischen wissen – auch ein „Radprofi“ ist) sehr gut beherrscht.
Seit drei Tagen ist Wolfi jetzt ein Großstadthund in einer Dreizimmerwohnung – und scheint sich hier super wohl zu fühlen. Als er am frühen Freitagabend kam, war er total aufgedreht. Spielte „Agility-Parcours“ unter den Küchenstühlen hindurch und eroberte im Nu seinen Platz, seine Decke und sein erstes Spielzeug.Wolfi

Erst nach einem langen Dämmerungsspaziergang und viel Unruhe kamen wir alle drei am frühen Morgen müde ins Bett. Doch da zeigte sich gleich eine seiner erstaunlichen Seiten: Eben war er noch aufgeregt und aktiv, aber in dem Moment, als das Licht ausgeschaltet wurde, trabte er ruhig zu seinem Platz und legte sich dort schlafen, als wäre das nie anders gewesen.
Samstag und Sonntag führten uns lange Spaziergänge bei wunderschönem Sonnenschein in den Norden Hamburgs. Wir genossen das Frühlingswetter, Kraniche am Himmel und Mäusejagd am Boden. Für jeden war also was Passendes dabei...

Zuhause zeigt Wolfi von Tag zu Tag mehr, was er alles schon kann oder könnte, wenn er wollte. „Sitz“, „Platz“, ein bisschen „Bleib“ und ein bisschen „Aus“ klappen oft, obwohl er noch nie eine Hundeschule besucht hat. Mit etwas Training hat er heute sogar schon den Besuch eines Handwerkers mit scheinbar technischem Interesse verfolgt, anstatt den Herrn gleich mit wilden Begrüßungssprüngen umzuwerfen.

Manchmal kriegt er aber noch seine drolligen fünf Minuten und meint, er müsse den großen Max markieren. Tobt durch die Wohnung und fordert, – sich hineinsteigernd – erst mit Jaulen, dann Heulen und später kleinen „Bellern“, Aufmerksamkeit und wildes Spiel. Hier mussten wir erst lernen, wie wir ihm Grenzen setzen und ihn beruhigen. Heute klappt es schon besser als gestern und wir sind sehr guter Dinge, dass er in Kürze begriffen haben wird, was in der Wohnung geht und was nicht.Wolfi

Wolfi wird nicht nur ein Großstadthund, sondern auch ein Bürohund – ein Anliegen, dessen Erfolgsquote wir zunächst nicht ganz abschätzen konnten. Aber schon der erste Arbeitstag (heute noch zu Hause am Schreibtisch, denn die Eingewöhnung in die Büroumgebung soll später kommen) war ein voller Erfolg: morgens ein Spaziergang, dann Frühstück und dann den Computer eingeschaltet. Wolfi legte sich sofort neben dem Schreibtisch auf den Fußboden und überließ sich genüsslichem Dösen und Schlafen, bis wir mittags wieder zu einem Spaziergang mit Joggingeinlagen aufbrachen. Auch die Hausmeisterin konnte er nun zum dritten Mal begrüßen und hat anscheinend begriffen, dass dafür nicht immer Freudensprünge von Nöten sind.

Nach unsteten drolligen fünf Minuten, wie oben beschrieben, beruhigte er sich wieder so sehr, dass er den Nachmittag ohne Problem erneut schlummernd neben dem Schreibtisch verbrachte. Nie hätten wir gedacht, dass Wolfi sich so schnell vom Nordlicht-Kumpel zum Haus- und Bürofreund wandelt!

Es ist ein großes Glück, diesen neuen Mitbewohner und Begleiter jetzt bei uns zu haben und wir freuen uns sehr auf die kommenden Jahre mit ihm.

 


 

Hin-Her-Akira

Akira

AkiraTanja und Thore sind inzwischen bekannte und gern gesehene Gesichter im Nordlicht für Notfelle. Nicht nur den menschlichen Teams, sondern auch unserer vierbeinigen Schützlingen, verheißt ihre Ankunft doch immer ausgedehnte Spaziergänge.
Auf diese Art und Weise hat das junge Paar aus Kiel die Bekanntschaft mit einer Vielzahl von Hunden und dementsprechend vielen Charakteren gemacht. Diese Vielfältigkeit führte sicherlich auch dazu, dass die Entscheidung, wieder einen Nordischen in die Familie aufzunehmen nicht einfach zu treffen war und sich heraus zögerte.

Als Akira, eine achtjährige, unkomplizierte Husky- Dame, Anfang April in der Station auftauchte, fand das unsichere Hin-und Her dann aber ein glückliches Ende: Akira hat ein neues zu Hause! Ein recht exklusives dazu. Es gibt einen großen (extra ausbruchsicheren-) Garten, in dem sie nach Belieben Toben darf, Schwiegereltern im Haus, die nach Bedarf Streicheleinheiten ergänzen und ganz wichtig: Nähe zum Osteseestrand. Hierhin werden herrliche Spaziergänge unternommen und es weht einem reichlich frischer Wind um die Nase.

Natürlich bedeutet diese Vielzahl an neuen Eindrücken zunächst einmal auch ein wenig Stress und Akiras Körper, und vor allem ihr Magen-Darm Trakt, reagierte zunächst ein bisschen nervös auf diese Umstellung.
Zudem wollte sie natürlich auch mal ihre Möglichkeiten austesten und entwischte einmal flux durch die Eingangstür. Nach einem kleinem eigenständigem Erkundungsgang ließ sie sich aber ohne weiteres wieder zurückrufen, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie ihre neue Familie auch gar nicht mehr freiwillig verlassen würde.Akira
Gefördert wird diese Bindung durch die Tatsache, dass Akira eigentlich immer und überall dabei sein darf. Auch in dem Büro, in das Tanja jeden Morgen zur Arbeit geht. Das geduldige Ausharren auf der eigens eingerichteten Kuschelecke, muss allerdings noch etwas geübt werden.

Nichtsdestotrotz ist Akira sehr froh, dass sie nicht allzu lange alleine bleiben muss- ihre Vorbesitzer gaben sie ja schweren Herzens aufgrund von veränderten beruflichen Umständen ab, die leider kaum Zeit für die Hündin ließen.

Und während Akira auf den nächsten Spaziergang wartet, träumt sie sicher vom endlosen Strand, an dem sie sich bald wieder austoben darf, von Rehen, denen sie im Traum hinterherjagt, oder von den anderen Hunden, mit denen sie in der Hundeschule herumtollt.

Wir freuen uns sehr, dass Akira so ein schönes und liebevolles neues zu Hause gefunden hat und wünschen euch Dreien alles erdenklich Gute und eine Menge Spaß zusammen!

Ihr seid natürlich weiterhin jederzeit willkommen und freuen uns riesig über einen Besuch zu dritt.