Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2011 ein neues Zuhause gefunden haben

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Dickkopf "Damon" sucht neuen Besitzer mit einer gehörigen Portion Sturheit

SamiqSo hätte die Überschrift für seinen Vermittlungstext wohl aussehen müssen, aber aus Damon wurde „Samiq“ und es kam alles ganz anders. Er war mal wieder einer, der nicht erst auf die Homepage gesetzt werden musste, sondern gleich umgezogen ist.
Der Hilferuf wegen Damon kam aus NRW und es schien wohl mit ihm sehr viel schief gelaufen zu sein. Ein richtige Rowdy, mit dem seine Besitzerin, obwohl Husky-erfahren, nicht wirklich fertig wurde. Er tanzte nicht nur ihr, sondern auch jedem Besucher regelrecht auf der Nase herum und war mit nichts zu bremsen. Ungestüm und fordernd verschaffte er sich zu allem einen Zugang. Anfangs war das wohl recht lustig, aber Damon bekam nie die Grenzen gesteckt. So wurde aus dem kleinen Rowdy ein großer Rabauke, dessen Potential seine Besitzerin in die Knie zwang. Schnell wurde Hilfe bei uns gesucht und wir hatten das große Glück, Damon direkt von seiner Besitzerin in ein neues Zuhause zu bringen. Doch dort musste er lernen, sich gesittet zu benehmen und mit den anderen Hunden zu arrangieren.
So verlief die Eingewöhnung zuerst ein wenig kritisch, aber nach und nach schweißten sich die Hunde zusammen. Die neuen Besitzer hatten keine Probleme, sich mit dem ungestümen Jungspund auseinanderzusetzen. Und so kam er trotz seiner 2 Jahre doch noch auf den Boden und fügte sich recht gut in die neue Mensch-Hund-Gemeinschaft ein. Wir freuen uns auf Menschen getroffen zu sein, die dieser Herausforderung gewachsen waren und nicht gleich die Flinte ins Korn warfen. Nun hat Damon sein altes Leben hinter sich gelassen und bei seinen neuen Menschen einen festen Platz – aber als „Samiq“. Sein Zuhause ist ihm sicher und er hat einen geregelten und ausgelasteten Tagesablauf.Samiq

Liebes NfP Freudenstadt-Team,

es tut uns sehr leid, dass wir uns nicht früher gemeldet haben, aber jetzt in der Winterzeit haben wir bei den Pferden viel Arbeit, und leider auch am Wochenende. Jedes Mal wenn wir uns vorgenommen hatten, euch zu schreiben, kam irgendetwas dazwischen. Mag vielleicht wie eine Ausrede klingen, aber glaubt uns, elf Pferde überwiegend alleine zu versorgen, ist nicht wenig Arbeit.
Samiq hat sich derweilen ganz gut eingelebt. Wenn wir so an die ersten Tage zurück denken, was war er für ein Unruhegeist! Die ersten Nächte ist er ständig auf und ab gelaufen. Lag er mal ruhig da, traute man sich gar nicht aufzustehen, aus Angst, dass er wieder aufspringt, und wieder herum rast. Das hat sich, Gott sei Dank, komplett gelegt. Auch das Angstbeißen oder das Dominanzverhalten mit Knurren und Beißen, ist alles Vergangenheit. Er zeigt zwar noch in gewissen Situationen, wie z.B. beim Pfoten-saubermachen, entweder hat er Angst, oder es ist ihm einfach unangenehm, da beißt er auch schon mal nach uns, aber ganz vorsichtig. Er tut einem dabei nicht weh.
Mit der Zeit ist Samiq ein total schmusebedürftiger und anhänglicher Hund geworden. Er reagiert auch ganz gut auf Kommandos, wobei er sie schnell vergisst, wenn er beim Spazierengehen etwas wittert. Ohne Leine kann man Samiq nicht laufen lassen, sein Jagdtrieb ist zu ausgeprägt. Ständig ist er am Schnüffeln, am liebsten steckt er seine Nase in jedes Mauseloch, und wenn das nicht reicht geht der ganze Kopf hinterher!Samiq
Seine große Liebe ist unsere Laika-Hündin aus dem Tierheim. Die beiden sind unzertrennlich. Abends, wenn die Hunde im Haus sind, da wird auf den Decken noch geschmust und gespielt..…es macht richtig Laune den zweien dabei zu zuschauen.
Und zugenommen hat Samiq auch. Er hat eine schöne Figur bekommen, und sein altes verfilztes Fell habe ich mit viel Geduld und Spucke ausgebürstet, also, ich kann euch sagen, Samiq ist ein bildhübscher Husky!!
Er hat sich bei uns ganz gut eingelebt. Er kommt mit allen Hunden gut klar, sogar mit fremden Hunden haben wir keine Probleme. Mit Kindern und fremden Leuten ist er zwar ein bisschen stürmisch, er meint es nicht böse, aber man muss mit ihm arbeiten. Und dadurch, dass er so lauffreudig ist, wollen wir ihn im Winter an den Schlitten spannen. Mal sehen was er dazu sagt!!
Also, liebe NfP, ihr habt uns mit Samiq eine riesige Freude gemacht, er ist ein ganz toller Hund!
Wir melden uns bei euch, wenn wir wieder einen Schlittenhund suchen!!

Samiq und seine neue FreundinWir wünschen euch und euren Familien ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr!
Liebe Grüße Fam. St….

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Es ist eine Verwandtschaft zwischen den glücklichen Gedanken
und den Gaben des Augenblicks:
Beide fallen vom Himmel.
(Friedrich von Schiller)

ApacheObwohl es anfangs nicht danach aussah, ergab es sich dann doch schneller als angenommen, dass sich passende Menschen für Apache meldeten.

Nach der Vorkontrolle stand nichts mehr im Weg, die hübsche Hündin zu übernehmen. Die Pflegestelle und die neuen Besitzer fuhren sich „entgegen“ und man staunte nicht schlecht, wie hübsch die Hündin in Wirklichkeit war. Auf den Fotos war sie schon gut getroffen, aber „live“ ist sie doch eine kleine Schönheit.

Auf der Heimfahrt in Richtung NRW benahm Apache sich vorbildlich. Auch im neuen Zuhause fand sie sich sehr schnell ein. Ein wenig Schüchternheit ist noch vorhanden, aber auf den vielen Spaziergängen legt sie auch diese schnell ab, außer wenn man entlang einer Straße läuft. Begegnungen mit anderen Hunden sind überhaupt kein Problem und im Haus ist sie eine ganz ausgeglichene Vertreterin.

Die neuen Besitzer hätten nicht gedacht, dass die Eingewöhnung so problemlos verläuft und sie sind, so wie wir es immer wieder erleben, fast glücklicher als der vermittelte Hund. Wir wünschen der neuen Familie und Apache alles Gute und bedanken uns herzlich, dass sie uns entlastet haben, indem sie die Maus selbst abgeholt haben. Dadurch war es möglich, dass unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin sich an diesem Tag einer anderen Vermittlung widmen konnte.

Apache

 


Thommy – steter Tropfen höhlt den Stein

Thommy

ThommyThommy hat eine halbe Odyssee hinter sich gebracht, bis er nun endlich einen sicheren Hafen gefunden hat. Durch mehrere Hände war er schon gegangen, bevor wir ihn in die Vermittlung bekamen. In seiner anfänglichen Pflegestelle fühlte Thommy sich auch sehr wohl, doch leider vertrug er sich mit den dortigen Katzen nicht. Wochenlang balancierte die Familie das aus, trennte die Stubentiger vom Gasthund ab, aber dann passierte es doch: es kam zur Begegnung und Thommy hatte keine Hemmungen, seine Jagdlust auszuleben.

Nach diesem verheerenden Zwischenfall brauchten wir von einem Tag auf den anderen eine neue Unterbringung für Thommy. Familie D. half uns mit ihrem kurzfristigen Einspringen aus unserer verzweifelten Lage. Wenige Stunden nach unserem Anruf hielt Thommy bei ihr Einzug. Schon wieder eine Station in seinem Lebenslauf.

Dass es die „Endstation“ werden sollte, wussten wir dort noch nicht. Freilich schwärmte Familie D. von seinem tollen Charakter. Natürlich hatten sie ihn schnell ins Herz geschlossen. Selbstverständlich war er überall mit einbezogen. Aber trotzdem waren ja bereits drei eigene Huskys und die Hündin der (Schwieger-)Mutter vorhanden. Und Thommy als fünften Hund behalten? Nein, das wäre zu viel.

Einzelne Anfragen gab es im Laufe der nächsten Zeit durchaus. Aber nirgends herrschten genau die Voraussetzungen, die Thommy brauchte. Also blieb er weiter in der Pflegefamilie. Woche um Woche. Monat um Monat. Er gab sich im Großen und Ganzen unkompliziert, aber dass er neben Katzen auch kleine Hunde nicht mag, demonstrierte er sehr deutlich. Das ließ ihn für den vorerst letzten der potentiellen Interessenten auch ausscheiden.

Plötzlich wieder ein Hoffnungsschimmer: eine neue Interessentin, die einen Gefährten für ihre Hündin suchte, nachdem der Vorgänger verstorben war. Diesmal schien alles zu passen. Also berichteten wir der Pflegefamilie, dass ihr Zögling womöglich bald würde umziehen können. Seltsam verhaltene Stimmung am anderen Ende der Leitung... Hm, wir fragten, ob etwas nicht in Ordnung sei? Da gestand Frau D., dass die Familie (ohne Wissen über mögliche Interessenten) in den letzten Tagen sehr mit sich gerungen hatte, wie es mit Thommy weitergehen solle. Und der Gedanke, sich von ihm trennen zu müssen, war nahezu unerträglich. Zu sehr hatte sich Thommy in die Herzen der Zweibeiner geschlichen, jeden Tag ein bisschen mehr.Thommy

Es kam also, wie es kommen musste: Thommy hat einen festen Platz bei Familie D. ergattert! So wurde ihm eine erneute Umgewöhnung erspart und er darf sein restliches Leben bei und mit den Menschen verbringen, die ihn so vorbehaltlos aufgenommen und nahezu problemlos integriert haben. Etwas Besseres hätte diesem liebenswerten Malamute-Husky-Rüden gar nicht passieren können!

Sie fragen sich, was aus der Interessentin wurde? Nun, auch für sie hat sich eine schicksalhafte Wendung ergeben: Zeitgleich zur Entscheidung von Familie D., dass Thommy bleiben durfte, begegnete der Frau ein ausgesetzter junger Malamute-Rüde, dessen Besitzer zwar ausfindig gemacht werden konnte, aber seinen Hund nicht zurück wollte. So fügte sich eins zum anderen und das Findelkind hat nun auch ohne Umwege ein neues Zuhause erhalten. Thommy wäre also wieder leer ausgegangen – wenn nicht Fortuna ohnehin andere Pläne mit ihm gehabt hätte...

Wir wünschen Familie D. mit ihrer erweiterten Rasselbande alles Gute, bedanken uns noch mal ganz herzlich für die stets vorzügliche Zusammenarbeit und freuen uns, wenn wir bei Gelegenheit mal wieder etwas von Thommy & Co. hören.