+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juli 2011 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Callis – 2 Seelen in einer Brust

Geboren als Schäfer-Husky-Mischling in ein Rudel von insgesamt fast 250 Hunden, den Kontakt zum Menschen nie erlernt, den harten Rudelregeln unterworfen und überlebt. Das war Callis` Leben ca. 2 Jahre lang. Dann wurde dieser Animal-hoarding-Fall endlich aufgelöst. Mit Fangstangen, Schlingen und immensem Stress für die Tiere. Anders ging es nicht. Dass dies die Gattung Mensch den Hunden nicht wirklich näherbrachte, versteht sich. Es folgte das Verteilen der Tiere in Tierheime und, so die Hunde lernbereit oder -fähig waren, früher oder später die Vermittlung.Callis

Manche dieser Hunde öffneten sich dem neuen Leben eher, andere weniger. Und manche so schlecht, die sitzen heute noch im Tierschutz. Seit 5 Jahren. Und werden auch dort versterben, wie es aussieht.

Callis gehört wohl in die Kategorie „eher weniger“. Ihre erste Vermittlung erfolgte darum in eine reine Außenhaltung als quasi Wachhund mit nur bedingtem Menschenkontakt. Man ließ sich vom optischen Schäferhundeinschlag fehlleiten. Kein Job für die eher in Richtung Husky gelagerte Hündin. Weshalb sie diesen mehrfach „kündigte“, sprich ausbrach. Es folgte der Einzug in unser „Nordlicht für Notfelle“, verbunden mit der Hoffnung der Erstübernehmer, dass sie hier ein passendes Zuhause finden möge.

Hier bemühte sich vor allem die ehrenamtliche Helferin Inge darum, dass Callis die fehlende Bindung an Menschen etwas aufarbeiten konnte. Mit viel Zeiteinsatz erarbeitete sie sich den Platz als feste Bezugsperson. Bei ihr lernte Callis endlich Nähe kennen und Inge war es auch,die das deutliche Fluchtverhalten der Hündin langsam etwas verringern konnte, mit viel viel Geduld, genug Wurststückchen und dem damit verbundenen sanften Erlernen von unterbindenden Kommandos, wie z.B. dem Sitz auf Entfernung. Das half ihr, bei Eintreten der bekannten Betreuerin zwar zu meiden, aber sich nicht gänzlich der Situation zu entziehen und weiter in ihrem Rahmen ansprechbar zu bleiben. Darüber hinaus war Callis das Alltagsleben einer Familie wie auch das Leben in Haus oder Wohnung völlig fremd. Unkundige, wenn auch gutgemeinte Hände waren darum keine Lösung. Dies, und ihr Status als Mix nahmen ihr alle Chancen.
Callis sah bei uns ihre Gehegepartner kommen – und auch wieder gehen. Für sie selbst war nichts in Sicht.

Das hat nun endlich ein Ende. Callis hat ein Zuhause. Wo das, was sie im Grunde unvermittelbar gemacht hat, kein Problem ist, sondern der Auslöser für die Übernahme. Man hat Erfahrung mit dieser Art Hund. Und das passende Umfeld. Man nimmt sich die Zeit dafür, hat das nötige Verständnis und die Geduld. Vor allem aber hat man Freude an diesen Hunden, an der Arbeit mit ihnen. Und so zog Callis zu Menschen, die genau wussten, was auf sie zukam.Callis

Nach nunmehr einem guten Vierteljahr lebt dort eine kleine Mixhündin als fest integriertes Meute- und Familienmitglied. Die Bindung ist erfolgreich hergestellt worden und wird nun ausgebaut. Callis zeigt inzwischen, wie viel mentales Potential sie hat. Mal mehr Schäfer, mal mehr Husky. Die 2 Seelen, die in dem schlanken Körper wohnen, sind sich manchmal im Weg und wollen kanalisiert werden.

Das manierlich an der Leine laufen, geboren aus Unsicherheit, wurde aufgelöst zugunsten einer aktiven, oft überbordenden Inbezugnahme der Umwelt. Sie schmeißt sich voller Wonne ins Geschirr, wenn ihr Näschen nicht das Vorderste ist oder eine Spur aufnimmt. Ist eine freudige Fresserin geworden und hat endlich auch das „trinken“ gelernt, also die Aufnahme größerer Mengen Flüssigkeit. Entdeckt endlich ihre Stimme und hat Spaß daran, auch verbal zu kommunizieren. Ihr enormer Jagdtrieb wird nicht unterdrückt, sondern in Bahnen gelenkt und zur Ausbildung genutzt. Wenn sie sich nach einem Bad im Bach, einer Staubdusche im Gehege und drei Mal durchs Blumenbett robben seelenruhig zum Sofa begibt, um die Runde bei den TV-Nachrichten zu bereichern, lässt sie sich auch durch Kosenamen wie „Sauigel“ und der Aufforderung, umgehend mit hinauszukommen zur Reinigung, nicht mehr aus der Ruhe bringen.Callis

Auf der anderen Seite ist sie eine perfekte Auto-wieder-Finderin, wachsam, hochkonzentriert bei Ansprache, bemüht zu gefallen und sehr verspielt. Wieselflink bei Rennspielen. Ungemein zielstrebig bei der Suche bei allem, was ihre Aufmerksamkeit erregt. Seit sie genug Vertrauen hat, kommt sie bei Zeigen des Kammes auch ohne Zuruf heran, zeigt Bäuchlein, schließt die Augen und lässt sich mit Wonne pflegen. Bei Ängsten sucht sie unverzüglich menschliche Nähe auf und hat auch das Haus als sicheren Hort verstanden.

Sie zeigt langsam auch ihre rotzfreche Seite, zur Freude ihrer Menschen. Denn dazu braucht es Selbstbewusstsein, Einschätzen-können der jeweiligen Situation plus Sicherheit im Umgang mit ihrer Familie.

Erhielt sie anfangs lauter Angebote, so bietet sie heute selbst an. Und fordert ein. Man möchte sie keine Sekunde mehr missen, diese schmale charaktervolle Hündin, die man zwar als „armen Hund“ aufnahm, aber nie als solchen behandelte. Denn das ist nach Ansicht ihrer Leute ein Fehler, der bei Hunden, die „arm dran“ sind, allzu oft gemacht wird. Bei allem, was in Richtung bemitleiden, bedauern geht, ist weniger mehr. Weniger Mitleid, dafür mehr Verständnis, Arbeit und Fachkunde, um dem Tier das Grundlegende zu eröffnen: Lebensqualität, Stressbeseitigung oder -vermeidung, um lernen zu können, sowie eine verlässliche Führung nach festem Regelwerk.

Callis

Mit dieser Basis stehen alle Türen offen. Callis durchschreitet eine nach der anderen und genießt das Leben.

 


 

Shiba-Hündin Dana hat ihren Traumplatz gefunden

Dana

Dana hatte schon viele Besitzer, nur leider bisher nicht die „richtigen“. Nachdem sie schon einige Male von Hand zu Hand gereicht worden war, landete sie bei einer älteren Dame, die aber krankheitsbedingt nicht mit Dana Gassi gehen konnte, so dass die Hündin bereits einiges Übergewicht aufwies. Auf diese Situation wurde ein engagierter Tierfreund aufmerksam und nahm Kontakt mit uns auf. Gemeinsam wollten wir uns um Dana kümmern und da besagter Tierfreund sich auch gleich bereit erklärte, für Dana eine Pflegestelle zu bieten, war ihre Versorgung fürs Erste gesichert.Dana

Anfangs war der Umgang mit Dana etwas kompliziert, denn äußerst deutlich zeigte die Hündin, wenn ihr etwas nicht passte – beispielsweise Berührungen am Bauch. Mit viel Geduld, Konsequenz und Einfühlungsvermögen von Herrn W. und seiner Familie entwickelte sich Dana aber in eine positive Richtung. Und so langsam kamen auf die Vorstellung im Internet auch erste Interessenten. Doch im Zusammenleben mit der Privathündin auf der Pflegestelle hatte sich herauskristallisiert, dass Dana lieber Einzelhund wäre und so mussten wir etliche der Interessenten gleich wieder aussortieren.

Geblieben ist eine Familie, deren Husky-Hündin nach langer Krankheit trotz aller Anstrengungen und aufopferungsvoller Versorgung verstorben war. Dort sollte Dana ohne vierbeinige „Konkurrenz“ leben und es wäre viel Zeit und Liebe da, um die mittlerweile immer verschmustere Shiba-Dame zu verwöhnen.

Doch von heute auf morgen war Danas Umzug nicht geplant. Zunächst kamen die Interessenten zu Besuch, um Dana in natura kennen zu lernen – hätte ja sein können, dass die Chemie zwischen Menschen und Hund gar nicht stimmt. Aber unsere Bedenken waren unbegründet: Dana punktete auf der ganzen Linie und der Besuch dehnte sich auf mehrere Stunden aus, weil Familie L. sich kaum mehr von ihrem neuen Liebling trennen konnte. Es stand aber auf jeden Fall fest, dass sie die Hündin gerne adoptieren wollten.

Es stand aber noch Danas Kastration an und bei dieser Gelegenheit sollte ihr auch eine Verdickung an der Kralle entfernt werden. Weil Dana Tierärzte nicht unbedingt liebt, sollte dieser Eingriff noch in der Pflegestelle stattfinden, wo sie bereits das nötige Vertrauen aufgebaut hatte, um auch die anschließende Wundversorgung über sich ergehen zu lassen. Die Kastration verlief ohne Komplikationen. Aber der histologische Befund der entfernten Verdickung versetzte uns alle in Schock: Bösartiger Tumor!

DanaDie bange Frage war, ob Familie L. sich nach dem tragischen Verlust ihrer Husky-Hündin nun schon wieder auf eine kranke Gefährtin einlassen würde. Wir hätten für eine Absage Verständnis gehabt. Doch weit gefehlt. Es war keine Rede davon, die kleine Hündin nun im Stich zu lassen. Aber Verzögerungen gab es dadurch leider trotzdem, denn nun musste auch noch Danas gesamte Kralle entfernt werden. Zu unser aller Erleichterung fand sich im umliegenden Gewebe jedoch nichts Besorgniserregendes mehr. Während Danas Rekonvaleszenz machte Familie L. noch mal einen mehrtägigen „Krankenbesuch“ und lernte ihre künftige Hausgenossin so auch noch besser kennen.

Endlich, endlich war es dann soweit, dass Dana umziehen konnte. Das Pflegeherrchen ließ es sich natürlich nicht nehmen, seinen kleinen Schützling ins neue Zuhause zu begleiten, um Dana den bestmöglichen Start zu gewährleisten.

Freudig wurde die Shiba-Hündin begrüßt und inspizierte gleich das Haus und vor allem den Garten. Dort traf sie auch gleich auf Gretchen, eine ehemalige Streuner-Katze, die in der Nachbarschaft zugelaufen ist. Für Gretchen war es schwer zu verstehen, dass dieser neue Vierbeiner nicht wie die Vorgängerin mit ihr schmusen wollte, sondern sie argwöhnisch verbellte. Aber ganz so böse meinte Dana das gar nicht, nach einer kurzen Bedenkzeit musterte sie die Mieze dann nur noch. Bis die beiden aber richtige Freunde werden, wird es sicherlich noch eine Weile dauern.

Nach einem gemeinsamen Spaziergang machten sich das Pflegeherrchen und die Vermittlerin beruhigt auf den Heimweg. Dass ihr Gefühl sie nicht trog, zeigte sich an den folgenden Mails.

Dana trifft die KatzeNun ist Dana genau eine Woche bei uns und wir sind sehr froh mit ihr. Wir hoffen, dass es Dana genau so ergeht. Sie hat in dieser ersten Woche schon sehr viel neue Hunde und auch Katzen kennen gelernt. Und bis auf zwei Ausnahmen wurde erst mal bei jedem geknurrt. Aber wir glauben, dass das mit der Zeit besser wird. Wir Menschen fallen ja auch nicht gleich jedem Fremden um den Hals. Nachbars Katze Gretchen war sogar schon in unserem Garten und Dana war relativ gelassen. Vielleicht wird das noch irgendwann eine ganz große Freundschaft?

Heute morgen waren wir eine lange Runde durch den Wald und konnten dabei feststellen, dass Dana ein echt guter Jäger ist. Sie hat geschnuffelt ohne Ende und sie war richtig fit und munter. Wieder daheim gab es dann Frühstück, aber nur 25 g, weil es unterwegs doch das ein oder andere Leckerli gab. Jetzt liegt sie ganz entspannt auf den Fliesen und macht "Ruhchen".

Nächsten Donnerstag haben wir den ersten Vorstellungstermin bei der Tierärztin. Wir werden einfach mal die Praxis besuchen, kurz auf die Waage steigen, evtl. ein Leckerli absahnen, ein paar Streicheleinheiten und gute Worte bekommen und dann wieder gehen. Mal schauen, wie Dana das so gefallen wird.

In der nächsten Mail bekamen wir dann die Antwort auf die „Tierarzt-Frage“: Dana war relativ entspannt, nur am Eingang hat sie leicht gezittert, was sich dann aber gleich gelegt hat.Dana sucht Leckerle

Dana ist unserer Meinung nach sehr gelehrig und lernt wahnsinnig schnell. Auch ist sie sehr verschmust und zeigt uns direkt wenn sie sich freut. Sie lernt eigentlich jeden Tag was dazu und wir versuchen da mitzuhalten - auf etwas andere Art und Weise.

Dana sucht gerne unter Plastikbechern nach Leckerlis und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, wie schnell sie das Problem gelöst hat. Es scheint ihr aber auch gleichzeitig Spaß zu machen. Habe ihr deshalb gestern zwei Hundespielzeuge gekauft, das eine hat sie schon ausprobiert. Es ist unglaublich, wie schnell sie die Leckerlis findet.

Obwohl Dana nicht auf ihre geliebten Leckerlis verzichten muss, hat sie weiterhin kontinuierlich abgenommen und bekommt eine immer bessere Figur. Sie hat sich super eingelebt im neuen Zuhause und dankt ihren Menschen das schöne Leben mit tiefer Zuneigung und Liebe.

Wir sind sehr froh, dass Dana eine nette Familie gefunden hat, die unerschütterlich zu ihrer vierbeinigen Gefährtin steht – egal, was auch immer die Zukunft bringen wird. Dana wird also stets behütet sein. Ja, unser ehemaliges Sorgenkind hatte sehr viel Glück. Zuerst fand sie eine tolle Pflegestelle, die ihr den Weg in eine bessere Zukunft ebnete und nun hat Dana Zweibeiner an ihrer Seite, die mit ihr durch dick und dünn gehen. Herzlichen Dank an Sie alle!

Dana sucht Leckerle

 


 

YUMA – charaktervoll und majestätisch… und doch ein kleines Hasenherz…

YumaEinfach hat er es uns nicht gemacht, der Yuma. Seine Vermittlung lief nicht so, wie man es sich vorstellt. Schon bei der Übernahme durch unseren Verein demonstrierte er unserer Helferin, was er für ein charaktervoller Kerl ist und spielte das auch aus. Übernommen wurde er als angeblich unproblematischer Nordischer, es musste fast von heute auf morgen gehen, viel wussten wir nicht von seiner Vorgeschichte. Was uns jedoch gleich aufgefallen ist, war, dass Yuma für eine vorgesehene Pflegestelle nicht in Frage kam. Selbst die vorhandene Husky-Hündin wies er massiv in die Schranken, so dass wir schnell davon ausgegangen sind, dass er weiterhin als Einzelhund zu sehen ist. Sein Sozialverhalten ließ sehr zu wünschen übrig.
In der Pflegestelle, in der er jedoch untergebracht war, hat man mit ihm gearbeitet, ihn wissen lassen, dass es auch Grenzen gibt. So hat er langsam gelernt, mit seinem Potential umzugehen und wurde auch ruhiger.
Nachdem es lange Zeit so überhaupt keine Aussichten gab, dass er die richtigen Menschen findet, sah plötzlich alles ganz anders aus. Die schriftliche Vorstellung zweier Menschen, die wie geschaffen schienen für Yuma, war für uns ausschlaggebend, sie in die ganz enge Wahl zu nehmen.

Sie meldeten sich als: Menschen mit Hundeerfahrung und vor allem auch mit Erfahrung nordischer Hunde. Diese Menschen wollten den Yuma so, wie er war und nichts ließ sie abschrecken. Charaktervoll?? Ja, das darf er ruhig sein, man hatte als Tierpfleger im Tierheim schon einige auffällige Hunde betreut und damit war beschlossen, dass wir den Versuch einer Vermittlung wagen. Ein Besuch bei den Interessenten wurde vereinbart und als positiv befunden.
Und kaum 2 Tage später machte man sich auf die Reise, um Yuma in seiner Pflegestelle nicht nur zu besuchen, sondern ihn auch gleich mitzunehmen. Es war beeindruckend – die Chemie hat gestimmt – auf beiden Seiten. Nach 2 Stunden Rückfahrt war man auch wieder daheim und hatte einen Hund, der versprach, ganz anders zu sein, als er in der Vermittlung vorgestellt wurde.
So ist es eben ab und zu – allen Unkenrufen zum Trotz gibt es immer wieder Hunde, die sich in ihrem neuen Zuhause anders verhalten, weil eben die Menschen auch alle verschieden sind. Kritiker und Nörgler gibt es überall, Fakt ist, dass Yuma „seine Menschen“ gefunden hat und es rundherum auch stimmt.Yuma
Begeistert ist seine neue Familie und Yuma hat eine 24-Stunden-Betreuung, weil sein Herrchen immer und ständig mit ihm zusammen ist. Da wird gespielt, getobt, die Umgebung erkundet und es werden hundliche Kontakte gepflegt. Ob das wohl ein anderer Yuma ist, als der, den wir in der Vermittlung hatten? Nein, es ist derselbe, nur, dass er in der Pflegestelle langsam dort hingeführt wurde an das, was er nun seinen Menschen entgegen bringt: Vertrauen – Liebe – Zuneigung und man hat sich ohne Erwartungshaltung mit Yuma auseinander gesetzt. Schön, dass es noch Menschen gibt, die sich nicht an Problemen festhalten, sondern ein Tier erst nur beobachten und es Tier sein lassen, bis sich alles eingespielt hat und man zur Tagesordnung übergehen kann.
- Yuma ist restlos „angekommen“
– Yuma hat den Himmel auf Erden.
Und wir bedanken uns herzlich in der Pflegestelle für die Bereitschaft, Yuma bis zur Vermittlung zu begleiten – und den neuen Menschen sagen wir DANKE dafür, dass sie die Herausforderung YUMA so uneingeschränkt angenommen haben.
Tja – und was meint Yuma dazu? Lesen Sie selbst:

Hallo, ich bin’s, der Yuma!

YumaWill nur mal kurz berichten, wie ich meinen ersten Tag und die erste Nacht bei meinen neuen Menschen verbrachte:
Nachdem ich mich in der Pflegestelle verabschiedet hatte (die hatten dort richtig Wasser in den Augen), ging es in ein großes, hohes Auto, das richtig schnell fuhr. Juhuu, das war klasse. Die halbe Fahrt habe ich zwar gepennt, aber das war gut so.
Als wir dann im neuen Zuhause angekommen waren, musste ich natürlich erst einmal alles inspizieren, und fand eine Menge Spielzeug, das manchmal sogar quietscht.
Was aber sehr komfortabel ist, ist die Tatsache, dass diese Menschen überall Teppich in den Zimmern haben, aber ich habe auf diesen Teppichen noch eigene Decken, und da ist das ganze „Quietschzeug“ drauf.
Hunger hatte ich auch mächtig, selbstredend Durst. Was der Menschenmann isst, kann für den Hund vielleicht gut sein – dachte ich mir, und schaute ihm bis in den Magen beim Essen. Und – es funktionierte; der Mensch gab mir den Knochen vom Ripperl ab. Da wurde kurzerhand das von der Pflegestelle mitgegebene Futter völlig „geoutet“.
Aber das „Fraule“ habe ich auch schon ganz doll lieb: Immer, wenn sie aufsteht, nehme ich sofort die Verfolgung auf, egal wohin… Es könnte ja sein, dass da was zum Futtern abfällt.
Beim Gassigehen habe ich dann schon andere Vierbeiner-Wuffis kennen gelernt. Meine Begeisterung hält sich voll in Grenzen – pff – Kläffer.
Als wir dann wieder daheim waren, war es schon fast dunkel. Die Menschen wollten schlafen gehen (verstehe ich zwar nicht, denn ich schlafe überall). Naja, wenn sich die zwei in Bewegung setzen, muss ich doch auch gleich nachschauen, dass alles gut abläuft. Und man glaubt es kaum: Die legen sich einfach in ein Gestell, das über dem Boden ist. Ich bleibe vorsichtshalber unten liegen, wer weiß, ob das Gestell nicht zusammenkracht – wuff. So bin ich dann die erste Nacht vor dem Herrle/Fraule-Bett eingeschlafen. Ich habe mich auch die ganze Nacht „nix gemuxt“.
Das Fraule ist dann ganz früh aufgestanden, ich aber nicht, weil das Herrle ja noch im „Gestell“ lag. Oh, ich glaube, dass ich mich „sauwohl“ oder „hundewohl“ fühle. Mal sehen, was hier noch so passiert, aber bestimmt nichts Schlechtes. Ich glaube fest daran, mit diesen Menschen ein „Glücksfell“ geworden zu sein.

Ein dickes Wuff, von Yuma

YumaUnd ein paar Tage später kam dann auch noch eine ausführliche Rückmeldung der begeisterten Zweibeiner, die wohl keines weiteren Kommentars bedarf:

Liebes Nothilfe-Team,

hier ein kleiner Bericht über unseren „Yuma“:

Der „junge Wilde“ macht sich einfach glänzend. Yuma ist absolut brav und sehr anhänglich. Natürlich ist er noch sehr verspielt und überschreitet manchmal seine Grenzen (er versucht es zumindest). Mit klaren Kommandos ist Yuma aber sofort zu bremsen. Wenn er sich dann so richtig ausgetobt hat, schläft er gerne auf unseren Füßen ein. Auch vor Begegnungen mit anderen Menschen scheut er nicht zurück und lässt sich gerne streicheln. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, uns zu verfolgen. In der Küche und in der Speisekammer weiß er genau, dass da was zu holen ist. Mein Mann nennt ihn den „Beikoch“.
Wenn dann wirklich was abfällt, nimmt er ganz sanft und ohne zu schnappen das Häppchen auf. Auch das Kraulen am Hals und unter dem Halsband genießt er sehr. Mit seinen vielen Spielsachen kann er sich aber auch alleine gut beschäftigen. Yuma hat absolut Vertrauen zu uns entwickelt. Es ist ihm auch vollkommen egal, wenn man über ihn drüber steigt, wenn er auf dem Boden liegt. Dieser „charaktervolle“ Hund ist mehr eine Schmusebacke.
Auch beim Autofahren verhält er sich absolut loyal. Im großen Auto schläft er auf dem Rücksitz, im kleinen Auto liegt der Kopf von Yuma auf dem Oberschenkel des Fahrers (leider nur ein Zweisitzer).
Wir haben das Gefühl, dass Yuma sich sozusagen „sauwohl“ bei uns fühlt.
Auch wir sind sehr dankbar, dass wir Yuma bei uns haben.
Yuma hat neuen frischen Wind in unser Leben gebracht. Es macht einfach irren Spaß, mit dem „kleinen“ Wildfang herumzutoben und zu kuscheln. Der Tag ist vollständig ausgefüllt, denn Yuma hält einen schon auf Trab.
Nachts aber schläft unsere „Bestie“ ganz friedlich vor dem Bett und ist mit sich und der Welt zufrieden.
Um keinen Preis würden wir Yuma wieder hergeben. Er ist unser Sonnenschein.

Herzliche Grüße Eva, Fritz & Yuma

P.S.: Eine Hundefreundin zum Toben hat Yuma auch schon gefunden (naja, außerhalb vom häuslichen Bereich).

 


 

Nala, die sensible Hündin mit dem „Polizei-Gen“...

Naila und das neue HerrchenMalamutin Nala verlor ihr Zuhause bereits zum zweiten Mal wegen Zeitmangel der Besitzer. Für die sensible Hündin eine schwere Belastung. Daher wollten wir es ihr auch nicht antun, zwischendurch in die Auffangstation wechseln zu müssen, sondern suchten direkt nach einem festen Zuhause für sie. Bis dahin konnte sie dank der Kooperation der Besitzer im gewohnten Heim bleiben.

Noch bevor wir einen Vermittlungstext für Nala online stellen konnten, erreichte uns die Anfrage eines netten Paares, deren Malamute-Rüde verstorben war und die nun einen neuen Gefährten suchten. Wir schlugen Nala vor und schon anhand der Fotos sprang der Funke über. Die Entscheidung war also schnell getroffen und nach dem positiv verlaufenen Hausbesuch stand der Übernahme auch nichts mehr im Wege. Außer der Entfernung. Zwischen Nala und ihren neuen Besitzern lagen nämlich rund sechs Fahrstunden.

Eine Lösung war aber rasch gefunden, denn anlässlich einer Fahrt von ehrenamtlichen Mitarbeitern aus dem Süden ins „Nordlicht“, sollte auch Naila (so ihr neuer Name) ihre Reise ins künftige Zuhause antreten. So wurde sie also am Abend zuvor vom ehemaligen Frauchen unserer Helferin übergeben. - Oh weia, das gefiel Naila gar nicht. Sie hatte gleich bemerkt, dass etwas „im Busch“ war und wollte am liebsten flüchten. Freiwillig würde sie auf keinen Fall in dieses fremde Auto steigen! Es blieb nichts anderes übrig, als sie rein zu heben und es war schwer mit anzusehen, wie Panik in Nailas Augen stand. Wir konnten ihr ja nicht erklären, dass wir nichts Böses wollten.

Die eigentliche Fahrt verlief dann aber problemlos und auch bei der Übergabe an die sehnsüchtig wartenden neuen Besitzer gab es keine Komplikationen. Vorsichtshalber hatten wir Naila mitsamt der Box in das (schon wieder) fremde Auto gehoben und sie erst dort raus gelassen. Natürlich war sie weiterhin verunsichert, aber die restliche Heimfahrt saß das neue Herrchen neben ihr auf der Rückbank und konnte durch ein paar Leckerli und beruhigende Worte bereits die ersten Pluspunkte sammeln.Naila

Innerhalb weniger Tage hat Naila sich ihren Zweibeinern schon sehr geöffnet. Sie ist längst nicht mehr so schüchtern wie zu Beginn, sondern zeigt mittlerweile auch deutlich ihr „Polizei-Gen“. Sie sorgt nämlich gerne für Ordnung. Wenn unterwegs Autos zu schnell an ihr vorbei rasen, dann ermahnt sie diese verbal – schade nur für Naila, dass das die Fahrer kein bisschen interessiert. Mehr Resonanz erhält sie dagegen in ihrer Hundegruppe, die sie mehrmals wöchentlich besucht. Dort spielt und tobt sie mit ihren Artgenossen, hat aber auch immer ein wachsames Auge darauf, ob irgendwo „dicke Luft“ entsteht. Sobald Spannung in der Luft liegt, geht Naila dazwischen, schlichtet die Situation und wird hierbei von der „Meute“ vollauf akzeptiert.

Naila ist eine sehr intelligente Hündin und bereitet ihren Menschen eine Menge Freude. Sie lernt neue Dinge ganz schnell und will gerne gefordert werden. Zur Draufgängerin ist sie aber nicht mutiert, sie hat sich ihr sensibles Wesen bewahrt. Sehr ausgiebig genießt Naila auch die Schmuseeinheiten mit Frauchen und Herrchen. Da kann gar nicht genug gestreichelt und getätschelt werden und ehrlich gesagt ist das ja nicht nur für den Hund schön...

Ja, Naila ist angekommen und hat nun wohl endgültig ihren Lebensplatz gefunden. Sie gehört schon ganz fest zur Familie und ihre Besitzer sind sehr glücklich, dass sie nach dem Verlust ihres vorherigen Vierbeiners wieder so eine tolle Gefährtin an ihrer Seite haben. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Vertrauen, dass wir den „richtigen“ Hund aussuchen würden und möchten in diesen Dank auch die Vorbesitzer einschließen, die Naila so treffend charakterisiert und sie bis zur Abgabe liebevoll versorgt haben. So konnten wir mit vereinten Kräften das Optimum für Naila erreichen.

Naila in der Gruppe


 

Auf dem Felsen, der noch geschliffen werden muss, kann man nun bauen – oder einfach: Pedro ist nun glücklich

Pedro

Wir haben Pedro bei seiner Vorstellung als einen Felsen beschrieben, der noch geschliffen werden muss. Eine gewisse Eigenständigkeit, die für die Rasse der Akita-Inus spricht, war zwar zu spüren, aber gleichzeitig hat sich Pedro auch immer recht unsicher verhalten. So hat er beispielsweise Fremde ausdauernd angebellt. Bellen ist für diese Rasse recht untypisch, ihre natürliche Überlegenheit bringen sie in der Regel durch ihre Körpersprache zum Ausdruck. Doch natürliches Verhalten konnte von Pedro offensichtlich in seinem ersten Zuhause nicht richtig erlernt werden.Pedro

In der Natur der Akitas liegt es, ihre Familie zu beschützen. Wer also von einem Akita als „zugehörig“ akzeptiert wird, der hat einen treuen Freund an seiner Seite. Doch unabdingbar für solch ein enges Zusammengehörigkeitsgefühl ist, dass auch die Menschen ihrem Vierbeiner Anschluss gewähren und ihn nicht beispielsweise fern der Familie in einen Zwinger stecken. Wie es scheint, kam Pedro bislang nicht in den Genuss, eine so innige Verbindung einzugehen und sein schlummerndes Charakterpotenzial voll zu entwickeln. Das hat sich nun schlagartig geändert. Denn nun sind Martha und Ingo da.

Die beiden haben sich mehrere Wochenenden Zeit genommen und die Station immer wieder aufgesucht, um Pedro ein wenig besser kennen zu lernen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Pedro schon einiges an Selbstbewusstsein erarbeitet. Es hat einfach ein wenig Zeit gebraucht, bevor er die Eindrücke des Stations-Alltags verarbeitet hat.

Das Einleben bei seiner neuen Familie scheint dagegen nicht allzu schwierig gewesen zu sein. Was unter Umständen auch an seinen neuen Mitbewohnern (einer Katze sowie einem Kaninchen) liegen mag, die ihm vielleicht geflüstert haben, dass er sich keine Sorgen machen muss, denn in seinem neuen Zuhause wird man wahrlich hervorragend behandelt. Pedro hat trotz seines ausgeprägten Jagdinstinktes keine Minute gezögert und diese Vierbeiner direkt zum inneren Kreis der Familie hinzugezählt. Die beiden haben von nun an also einen wirklich verlässlichen Beschützer. Dasselbe gilt natürlich auch für Martha und Ingo.Pedro

Gerade das Herrchen und Pedro haben sich zu einem tollen Zweiergespann entwickelt und verbringen auf ausgedehnten Spaziergängen viel Zeit zusammen. Diese Ausflüge hat der neue Hausgenosse auch so zu schätzen gelernt, dass er sich eine Methode erdacht hat, um seine Menschen darauf aufmerksam zu machen, wenn es nun wirklich mal wieder Zeit ist, sich die Füße bzw. Tatzen zu vertreten: Er nimmt die Leine vom Haken und bringt sie seinen Zweibeinern. Die haben darüber geschmunzelt und die Leine an einen höheren Haken gehängt. Soweit so gut, aber deswegen lässt Pedro sich von seinen Aufforderungen noch lange nicht abhalten. Hat er doch beobachtet, dass Herrchen und Frauchen sich immer eine Art zweites Paar Tatzen überziehen, bevor es zum Abenteuer nach draußen geht. Das sollte ja wohl auch funktionieren! Und ja, es scheint, als wenn die beiden seiner Aufforderung auch nachkommen, wenn er diese Schuhe anschleppt. Genial. Ein Leben mit netten Mitbewohnern, vielen Spaziergängen mit jeder Menge Abenteuerpotential und tollen Zweibeinern, die sich erstklassig um ihn kümmern. - Was braucht ein Hundeherz mehr?

Pedro hat sich prima in die Gemeinschaft der Familie eingefunden und trägt nun seinen Teil zur dortigen Harmonie bei. Um diesem ausgeglichenen Gefühl noch die Krone aufzusetzen, wird die gewachsene Familie in den nächsten zwei Jahren in ein Land ziehen, dass ihrer Meinung nach das ideale Umfeld zum Leben und Relaxen bietet: Lappland. Ein wahrer Traum – für Mensch und Hund.

Lappland

Wir alle wünschen der Familie von Herzen alles Gute für diesen Schritt, doch natürlich auch in der Zwischenzeit fröhlich-ausgeglichene Stunden. Und bis der große Umzug ansteht, freuen sich die ehemaligen Betreuer und Gassigänger von Pedro über jeden Besuch des neuen „Dreigestirns“ in der Hohenlockstedter Station.

 


 

Nikan hat viele neue Freunde gewonnen

NikanNikan ist ein Lausbub, wie er im Buche steht. Mit seiner frech-fröhlichen Art hat er schon gleich bei der Ankunft in der Hohenlockstedter Auffangstation die Herzen des Personals und der Ehrenamtlichen erobert. Aber es war auch von Anfang an klar, dass Nikan durchaus seinen eigenen Willen hat und das Potential zu einem begeisterten Sportler. So jung er auch war, ein reines „Knuddeltier“ war er nie, sondern ein sehr selbstbewusster Welpe, der gerne bei „den Großen“ mitmischte.

Da wir Welpen ungern in ein Stations-Gehege stecken, genoss Nikan das Privileg, mit im Haus bei Akim und dessen Frauchen zu wohnen – ein full-time-job für die Zweibeinerin! Aber Nikan erwies sich als sehr gelehrig und orientierte sich stark an seinem großen Freund Akim.

Interessenten für Nikan gab es zuhauf. Leider waren auch etliche darunter, die in ihm eben nicht den eigenständigen Charakter sahen, sondern doch eher ein niedliches Kuschelobjekt. Damit wäre Nikan aber gänzlich verkannt worden und hätte den Menschen mit Sicherheit innerhalb kürzester Zeit auf der Nase herumgetanzt. – Nein, für ihn mussten Huskyfreunde her, die schon gewisse Erfahrung mit der Rasse hatten und ihn gleich in die richtigen Bahnen lenken konnten, damit aus Nikan kein überdrehter und unausgelasteter Dominanz-Brocken werden würde. Und genau solche Menschen haben wir gefunden!

NikanFamilie A. war auf der Suche nach einem weiteren vierbeinigen Begleiter und stieß beim Durchstöbern des Internets auf unsere Seite – und auf Nikan! Die Beschreibung traf ins Schwarze und so wurden schnell alle Formalitäten erledigt, damit Nikan umziehen konnte. Es wartete (neben weiteren Artgenossen) mit Kashgar auch wieder ein großer Freund auf ihn, so dass Nikan gleich einen Ersatz für seinen Lehrmeister Akim hatte.

Nikan kam, sah und siegte. Am ersten Tag war es Nikan dann doch etwas unheimlich mit Kashgar und er hat ihn angebellt und angeknurrt, aber der souveräne Rüde hat den Neuankömmling diesbezüglich nicht für voll genommen und am nächsten Morgen waren die beiden bereits richtige Kumpel. Seine Besitzer sind auch überglücklich mit ihm und loben den inzwischen gar nicht mehr so kleinen Nikan überschwänglich:

Er ist ein kleiner Sonnenschein, ein Wirbelwind, einer, der sich unbemerkt ins Herz einschleicht und da auch bleibt. Er ist zudem völlig unkompliziert und robust, hat schon durch Frau Harders eine Grundausbildung erhalten, was uns stolze Welpenbesitzer natürlich immens entlastet. – Eigentlich können wir unser Glück nicht fassen.
Er versteht sich prima mit unseren Hunden, freut sich, wenn unsere Kinder da sind und mit ihm spielen. Sein Lieblingsspielzeug ist ein kaputter Ball, den er bei einem kurzen Waldspaziergang gefunden hat und seitdem nicht mehr hergibt. Sogar Apportieren findet er ganz toll und kann sich richtig verausgaben. Nikan hat sogar als Repräsentant seiner Rasse im Kindergarten viele Kinder glücklich gemacht, sogar solche, die eigentlich Angst vor Hunden hatten. Wir freuen uns auf ein Leben mit Nikan und danken der Nothilfe für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Ja, Nikan hat die komplette Familie erobert. Die Kinder sind total verrückt nach ihm und auch Nikan freut sich unheimlich, wenn sie aus Kindergarten und Schule heim kommen. Das Frauchen ist die „Futterquelle“ und Gassigeherin, vor dem Herrchen hatte er anfangs ziemlichen Respekt, doch mittlerweile hat Nikan begriffen, dass von ihm nichts Böses ausgeht und er mag ihn nun genauso wie den Rest der Familie.

Nikan hat einen Knochen erobertAuch mit den anderen Huskys kommt Nikan blendend aus. Er wurde schrittweise mit ihnen bekannt gemacht, um ihn nicht gleich zu überfordern. Nach Kashgar kam Hündin ZZ dran, mit der Nikan riesigen Spaß hatte, weil sie so ausgiebig mit ihm spielte. Die anderen ausgewachsenen Rüden akzeptieren ihn auch, haben aber keine Lust, den ganzen Tag mit diesem jungen Energiebündel herumzutoben. „Macht nix“, dachte sich Nikan bei der ersten Begegnung und klaute ihnen gleich mal einen Knochen, mit dem er sich dann eben stattdessen beschäftigte. – Tja, sooo schnell bringt man einen Nikan nicht in Verlegenheit!

Nikan hat schon sehr viel Neues kennen gelernt und eine Menge Freunde gefunden. Zwei- und vierbeinige. Im eingezäunten Hundeauslauf beispielsweise hat er eindrucksvoll demonstriert, dass er nicht nur andere Hunde toll findet, sondern auch Menschen gegenüber sehr offen und freundlich ist. Und manch einer war überrascht, dass er als Husky auf Zuruf postwendend wieder zu seinem Frauchen stürmte. Überhaupt ist er sehr gelehrig – auch, wenn er manchmal gar nicht gemeint ist. Als sein junger sardischer Spiel-Kumpel aus dem Auslauf mit der Hundepfeife trainiert werden sollte, war nämlich der Erfolg bei Nikan besser als bei dem anderen Welpen.

Sein Frauchen nimmt Nikan und Kashgar auch teilweise mit ins Büro, wo sich unser Wildfang überraschend ordentlich verhält. Das ist ganz klar ein Verdienst seiner Familie, die ihn überall mit einbezieht, ihm aber dennoch auch Grenzen aufzeigt, wenn er mal über die Stränge schlägt. Genau diese Mischung ist das „Geheimnis“ und tut Nikans Entwicklung richtig gut.Nikan

Lange haben wir damit gewartet, Nikan von der Seite zu nehmen – nämlich um 100%ig sicher zu gehen, dass sein Potential nicht verkannt wird und mit zunehmendem Alter womöglich doch Probleme auftreten. Ungern hätten wir den nun schon halb erwachsenen Rüden erneut zur Vermittlung vorstellen wollen. Aber es passt – rundherum.

Nikans Lieblingsplatz

Wir wissen unseren kleinen Wonneproppen bei Familie A. in besten Händen und danken ganz herzlich für all die Mühe, die sie sich mit diesem jungen Wirbelwind macht. Hier hat Nikan wirklich den Himmel auf Erden, kann wachsen und gedeihen und gibt genauso viel Liebe zurück wie er empfängt.

 


 

Dixie – auch mit kurzen Beinen kommt man ans Ziel!

DixieBei Dixie ist manches anders als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Zum einen wäre da der Name, der in die Irre führen könnte, denn Dixie ist ein Rüde, genauer gesagt ein Husky-Mix-Rüde. Was aber noch mehr Aufmerksamkeit erregt, ist seine Erscheinung. Der Körper sieht absolut nach Husky aus, doch drunter überrascht Dixie mit kleinen „Dackelbeinen“. Kein Hund also, der den gängigen Schönheitsidealen entspricht.

Übernommen haben wir Dixie von befreundeten Tierschützern, die ihn in Rumänien entdeckt, tierärztlich versorgt und mit nach Deutschland gebracht hatten. Im Herkunftsland hätte er keine Vermittlungs-Chance gehabt, aber da er so einen guten Charakter besitzt, hofften wir, dass es uns hier gelingen würde. Auf eine gewisse Wartezeit waren wir allerdings eingestellt, denn Mischlinge haben es im Allgemeinen etwas schwerer bei der Platzsuche.

Weil Dixie absolut gutmütig ist und auch mit samtpfötigen Mitbewohnern klar kommt, durfte er zunächst bei einer privaten Pflegestelle einziehen. Doch bereits am Abend seiner Ankunft erhielten wir einen Anruf seiner zukünftigen Besitzer. Freilich wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand, dass sich alles so entwickeln würde. Das Interesse galt nämlich einem anderen Rüden, der auf unserer Homepage vorgestellt war. Aber da dieser Kandidat bereits im Vermittlungsgespräch stand und die Leute nach dem Tod ihres Vierbeiners gerne einen jungen Hund aufnehmen wollten, erzählte unsere Helferin von Dixie. Und prompt hieß es am anderen Ende der Leitung, dass man für alles offen sei.Dixie

Schon am nächsten Tag machte sich die Pflegestelle auf den Weg zu Familie M. – mitsamt Dixie natürlich, der binnen 24 Stunden schon alle um die Pfote gewickelt hatte mit seinem Charme und seinem lieben Wesen. Ein wirklich beeindruckender Hund!

Familie M. hat Dixie herzlich empfangen und war von ihm auf Anhieb genauso angetan wie wir. So war es keine Frage, dass die kleine Frohnatur ihr neues Zuhause gefunden hatte. Und dass es ihm dort gut geht, beweist sein Rückmeldung:

Hallo zusammen,

ich wollte mich nur mal kurz bei euch melden. Mir geht es sehr gut, was ihr ja auf den Bildern seht. Gleich am Sonntagabend habe ich meinen Schlafplatz in Besitz genommen. Den gebe ich nicht wieder her. Auch eine Freundin habe ich hier schon, sie heißt Nelly, mit der kann man toll spielen.

Ach ja, von meinem Frauchen und Herrchen soll ich euch auch grüßen. Die sind so gut zu mir, die gebe ich nicht mehr her.

Viele Liebe Grüße von DIXIE

DixieDie glücklichen Zweibeiner haben sich natürlich auch noch zu Wort gemeldet:

Dixie hat sich bei uns sehr schnell eingelebt. Er ist uns schon ein ganz lieber Freund geworden. Es macht einfach Spaß, mit ihm spazieren zu gehen oder zu schmusen.

Wir freuen uns sehr, dass der nette Dixie so schnell eine sympathische Familie gefunden hat, wo er geliebt und umsorgt wird und sich einfach unbeschwert seines Lebens freuen darf. Trotz der kurzen Beinchen hat Dixie einen rasanten Zieleinlauf hingelegt und so das große Los gezogen. Vielen Dank an Familie M., dass sie zu Dixie trotz des vermeintlichen Handicaps uneingeschränkt „JA“ gesagt haben.