Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Mai 2011 ein neues Zuhause gefunden haben

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Flocke – Familienzusammenführung der besonderen Art

FlockeAls Familie kamen sie damals im November 2009 in die Schwarzwälder Auffangstation: Husky-Hündin Grace, ihr Gefährte Gordon und ein Teil ihres erwachsenen Nachwuchses. Nach und nach fanden die Rudelmitglieder ein Zuhause – bis auf Sohn Flocke. Er musste nach der Schließung der Station Süd sogar noch ins Nordlicht umziehen, weil wir keine private Alternative für ihn hatten.

Dabei ist Flocke ein super Kamerad. Er sucht wahnsinnig den Kontakt zu uns Menschen und will alles richtig machen. Sein einziges „Manko“ war wohl sein Aussehen, denn ein weißer Husky mit braunen Augen passt für viele Interessenten nicht ins Bild des typischen Schlittenhundes. Doch wer sich auf seinen Charakter einließ, der erlebte einen liebevollen Vierbeiner, den man einfach gern haben musste. Kein Wunder also, dass Flocke sich in beiden Stationen schnell zum Liebling der Gassigeher mauserte.

Im Nordlicht war es besonders Dagmar, der sich Flocke sehr verbunden fühlte. Sie nahm jedes Wochenende eine lange Anfahrt in Kauf, um sich um Flocke kümmern zu können. Hätte sie die Möglichkeit gehabt, sich selbst einen Hund anzuschaffen, dann wäre unser verschmuster Schützling schon längst bei ihr eingezogen. Da sie ihn aber nicht zu sich holen konnte, besuchte sie ihn eben so oft wie möglich. Und es dauerte nicht lange, bis Flocke ihr Auto schon beim Herfahren erkannte und sich bei der Aussicht auf ausgiebige Spaziergänge und uneingeschränkte Aufmerksamkeit „seiner“ Dagmar wie verrückt freute.Flocke

Wir alle verstanden nicht, warum kein Interessent Flockes Vorzüge erkannte. Monatelang gab es keinerlei Nachfrage für ihn. Dann endlich meldeten sich Interessenten aus Bayern, wo auch umgehend ein Hausbesuch absolviert wurde und Flocke nach seiner langen Wartezeit im Tierschutz ein eigenes Zuhause erhalten sollte.

Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Nahezu zeitgleich mit dem Hausbesuch fragte nämlich noch eine andere Familie nach Flocke. Und wir waren total überrascht, als uns bewusst wurde, dass diese Menschen genau diejenigen waren, die Flockes Mutter Grace zu sich genommen hatten! Grace war nun allein, nachdem die beiden älteren Huskys, mit denen sie ihr Heim geteilt hatte, verstorben waren. Und Familie M. wäre am liebsten sofort losgefahren, um Flocke kennen zu lernen.

Da war guter Rat teuer. Wer hätte das gedacht, dass für einen unserer Dauersitzer plötzlich zwei gute Plätze zur Wahl stehen würden? Aus organisatorischen Gründen und in Absprache mit der Interessentin aus Bayern beschlossen wir dann, kurzfristig Familie M. und Grace zur Station zu bitten. Gesagt, getan. Am nächsten Tag war es schon soweit, dass Flocke seine Mama wiedersehen sollte.

FlockeAlle waren gespannt auf die erste Begegnung zwischen den Hunden. Flocke kann ja bisweilen schon etwas ruppig reagieren und die Helfer aus dem Nordlicht mussten sich überraschen lassen, ob er Grace wiedererkennen würde. Beim gemeinsamen Spaziergang trafen Flocke und Grace aufeinander und siehe da: es klappte ganz vorzüglich. Für Familie M. war das nicht weiter erstaunlich, denn sie wussten natürlich, dass sie sich auf ihre souveräne Hündin absolut verlassen können – und ihre Überzeugung, dass alles problemlos verlaufen würde, strahlten sie auch auf die Vierbeiner aus.

Es war geradezu rührend, die Familienzusammenführung zu beobachten. Fast schien es, als nähme Grace ihren stürmischen Sohn gleich wieder unter ihre Fittiche und weise ihm durch ihr gutes Vorbild den rechten Weg. Flocke orientierte sich sofort wieder an seiner Mama. Und so war es dann schnell beschlossene Sache, dass Flocke an diesem Tag die Station verlassen würde. Alle Beteiligten hatten ein gutes Gefühl, das sich inzwischen nach den ersten Rückmeldungen auch bestätigt hat.

Flocke hat sich wunderbar eingelebt und genießt sein neues Leben in vollen Zügen. Neben der für ihn nötigen sportlichen Betätigung, findet er in Familie M. einen festen Rückhalt und eine sichere Führung. Und endlich kann Flocke auch sein Schmusebedürfnis voll auskosten, denn an Streicheleinheiten fehlt es ihm künftig gewiss nicht mehr. Die weiteren Vorzüge des Familienhunde-Daseins mit eigenem Körbchen und einem „Thron“ auf der Gartenliege will er genauso wenig wieder missen wie seine Menschen ihn.

Flocke

Wir können unser und vor allem Flockes Glück noch kaum fassen, dass seine lange Odyssee nun so ein tolles Ende genommen hat. Flocke hat nun in doppelter Hinsicht seine Familie gefunden und wird gemeinsam mit seinen Zweibeinern und Mama Grace hoffentlich noch viele schöne Jahre mit einer Menge gemeinsamer Unternehmungen und Abenteuern erleben dürfen. Herzlichen Dank an Familie M. für die Verwirklichung dieses Traums!

 


 

Nero glücklich vermittelt oder „was passt, das passt“

Nero heißt so viel wie stark und tatkräftig und selten fanden wir einen Namen so passend für das entsprechende Tier und seinen Charakter. Nero ist jung und gesund, was bei einem ausgewachsenen Husky-Rüden auf ein recht beachtliches Kraftpotential schließen lässt. Wenn oben drauf dann noch ein gewisser jugendlicher Übermut kommt und mit einer großen Entdeckerfreude gepaart wird – dann hat man: Nero. Und wie Sie sich vorstellen können, hat man dann bei jedem Spaziergang einiges zu tun.

Das wussten auch unsere vielen lieben Gassigänger, die ihren Teil dazu beigetragen haben, den Bewegungsdrang unseres Kraftprotzes so gut wie möglich zu befriedigen. Und dafür gilt ihnen an dieser Stelle ein herzlicher Dank.Nero

Aber wie kam es überhaupt, dass Nero bei uns leben musste?

Nero ist zusammen mit Keanu, Shari und Sky als Teil eines noch viel größeren Rudels in der Station aufgenommen worden, als ein persönlicher Umstand die Vorbesitzer zwang, sich schweren Herzens von ihren Lieblingen zu trennen. Und es waren wirklich ihre Lieblinge und die Hunde bestätigten alle, dass die bisherige Haltung ganz nach den Bedürfnissen der Vierbeiner ausgerichtet war. Auch Nero zeigte sich von vorneherein offen, verspielt, entdeckerfreudig und relativ unkompliziert. Für einen dreijährigen Rüden zumindest. Denn gute Sozialisierung hin oder her, wenn man ein so stattlicher junger Prachtkerl wie Nero ist, dann muss man der sämtlichen vierbeinigen Männerwelt erst einmal zeigen, wer der Chef ist.

Oder zumindest viel Getue machen, das auf Chefqualitäten deutet.

Bei Spaziergängen ist das Zusammentreffen mit anderen Rüden auf jeden Fall immer recht spektakulär gewesen. Auch im Nordlicht haben es nicht besonders viele Geschlechtsgenossen mit unserem überschwänglichen Jungspund ausgehalten. Einer von den wenigen, die sich von Neros aufgeplustertem Verhalten nicht besonders beeindruckt zeigte, war Keanu. Dieser kannte Nero ja schon und war durch seine souveräne Art auch der perfekte Zeitgenosse und vielleicht auch ein gutes Vorbild. Glücklicherweise wurde Keanu aber relativ schnell vermittelt und ein anderer Partner musste her. Oder eher eine Partnerin. Als passende Nachfolgerin für Keanu hat sich unsere Callis erwiesen. Denn auch sie war von ihrer Art souverän und gestanden genug, um den Wirbelwind Nero unter Kontrolle zu halten. So wurden die beiden für einige Zeit ein super Gespann. Und diese Wirkung hat sich auch auf Interessenten übertragen und wir sind überglücklich, für beide jeweils tolle Familien gefunden zu haben.

An Interessenten hat es auch gar nicht mal so gemangelt. Nero ist ja auch ein wahrer Hingucker, seine wölfische Fellfärbung hat dem charismatischen Aussehen noch ein i-Tüpfelchen oben drauf gesetzt. Doch nach dem ersten Spaziergang haben diese Interessenten dann doch dankend abgelehnt, ein wenig mehr Power würde dann doch genügen und die meisten haben sich eine angemessene Auslastung dieses Hundes nicht zugetraut.

Bis Familie M. kam. Die Familie aus Berlin kam, sah und siegte, wie man in Anlehnung an Neros römischen Namen schon fast sagen kann. Das Kennenlernen sprach Bände und war eines dieser Ereignisse, die uns doch immer wieder ins Staunen versetzen. Nero war vom ersten Moment an wie verwandelt, er schien zu spüren, dass hier eine große Chance lauert, die er nicht verpassen sollte. Ganz gelassen ließ er sich von den Mitgliedern seiner neuen Familie ins Geschirr spannen (und falls der Punkt bislang noch nicht eindeutig geklärt ist: Nero und gelassen sind bis dato noch nie in einem Satz gefallen) und trabte ganz vorbildlich und von vorneherein mit viel Rückorientierung zu seiner neuen Familie los. Auch Dirk, der eine besonders innige Beziehung zu Nero pflegte und das Zusammentreffen beobachtete, ist überzeugt, dass sich hier die Richtigen gefunden haben. Und dieser Eindruck bestätigt sich auch in der eigenen Schilderung der Familie:Nero

Hallo,

hier nun die versprochene Rückmeldung von Nero. Der Kerl hat sich gut bei uns eingelebt.

Ausflüge an der Leine und Kontakte zu anderen Hunden verliefen bisher ohne Probleme, obwohl Nero anzumerken ist, dass er den einen oder anderen Rüden schon zum „Anbeißen“ findet.

In der Wohnung gibt es keine Probleme. Nero ist stubenrein, hat aber gleich zu Beginn „seine Wohnung“ markieren wollen. 1 - 2 Stunden war er auch schon mal alleine. Mit einem Schweineohr und Radio an ging das auch gut.

Im Garten lassen wir ihn zurzeit nur mit Schleppleine laufen, aber bisher hat er keine Anstalten gemacht, über den Zaun zu gehen.

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit ihm und geben ihn nicht mehr her.

Liebe Grüße

Ramona und Benjamin

P.S.: Wir sollen auch ganz lieb von Nero grüßen.

Nero auf dem SofaDie Rückmeldung lässt sowohl auf die Herausforderung als auch auf das Glück schließen, dass Nero nun Teil der Familie geworden ist. Die Familie hat den Warnungen oder eher Tatsachenberichten des Teams auch nur mit halben Ohr zugehört. Sie schienen sich sehr bewusst zu sein, dass Nero nicht ganz einfach werden würde – aber auch, dass nun ein ganz neuer Lebensabschnitt anfangen würde und ihr Hund sich sicher auch gut darin einfinden würde. Hergeben wollen sie ihn nicht mehr und das freut uns riesig. Gerade weil seine vierbeinige Freundin Callis auch einen schönen Platz gefunden hat, freuen wir uns umso mehr, dass Nero nicht lange auf ein ebenso großes Glück warten musste.

Wir wünschen Familie M. herzlichst alles Gute und viel Freude mit ihrem neuen Familienmitglied und Nero wünschen wir viele spannende Eindrücke und Erlebnisse sowie das schöne Gefühl, endlich angekommen zu sein.

 

 

 


 

Ene mene schau genau zu mir, dann wirkt mein Zauber DOCH bei dir - Hex, hex

HexeSo könnte ein Zauberspruch der kleinen Hexe gelautet haben, um unsere langjährige Helferin und Spaziergängerin Andrea zu verzaubern. Denn eigentlich war Andrea gar nicht auf der Suche. Also nicht richtig zumindest. Der Gedanke, mal einen Nordischen zu haben, reizte Andrea insgeheim schon eine geraume Zeit, aber obwohl es ihr heimlicher Wunsch war, konnte doch kaum jemand die Konsequenzen besser abschätzen als Andrea. Ungezählte Spaziergänge mit nicht immer einfachen Charakteren waren auf ihrem Ehrenamtskonto. Und ihr Alfi, ein hübscher Kromfohrländer-Rüde, zeigte ihr auch auf, wie unkompliziert eine nicht so eigenständige und selbstbestimmte Rasse sein kann. „Möchte ich überhaupt einen Hund, den ich immer an der Leine führen muss? Aber auf der anderen Seite: Sind sie nicht einfach fantastisch?“ So könnte es sich in Andreas Kopf abgespielt haben. Derweil diese Gedanken mehr oder minder stark herumgespukt und noch keine konkreten Ausmaße angenommen haben, hat Andrea ihre Liebe zu Hunden fleißig in der Station ausgelebt: Fast jedes Wochenende und nach Möglichkeit auch unter der Woche kommt sie in der Station vorbei und bietet ihre Hilfe an. Durch ihre erfahrene, kompetente Art und ihre Zuverlässigkeit ist sie auch die Bezugsperson von ganz besonderen Herausforderungen, wie zum Beispiel Kaiko, geworden. Von einer besonderen Präferenz für Hexe war vorerst nichts zu spüren.
Bis zu dem magischen Tag, oder genauer noch, dem magischen Spaziergang, an dem sich alles geändert hat. Als wenn tatsächlich eine höhere Kraft gewirkt hat, war Andrea plötzlich derart in den Bann gezogen, dass sie es gar nicht mehr ausgehalten hat: Umgehend musste die Familie antanzen, um Andreas Freude zu teilen und ihre Zustimmung zu vermitteln. Natürlich konnten auch die Verwandten ob des Bandes der Zuneigung, das, wenn auch wie aus dem Nichts entstanden, die Beiden doch eindeutig und felsenfest verband, nichts anderes tun als lächelnd zuzustimmen.

Fehlte nur noch Alfis Meinung. Voller Ungeduld verabredete Andrea mit der Stationsleiterin Corinna einen Kennenlern-Spaziergang und fieberte dem Tag der Vergesellschaftung entgegen. Etwaige Sorgen waren völlig unbegründet, denn wie es so häufig bei diesen scheinbar schicksalhaften Verbindungen ist, fügen sich alle weiteren Komponenten zusammen, so dass die gewünschte Beziehung ihren Lauf nehmen kann. Alfi war mit der neuen Mitbewohnerin einverstanden und zeigte auch keine Zeichen von Eifersucht. Doch bevor wir von dem neuen Glück inner-und außerhalb Hexes neuen vier Wänden erzählen, hier erst mal Andreas eigene Schilderungen ihrer magischen Sinneswandlung:

Hex beim SpaziergangLiebe auf den zweiten Blick

Gesehen hatte ich Hexe ja schon öfter, aber damit der Funke zwischen uns übersprang, brauchte es eine ganze Weile und bis zum dem Tag war ich auch davon überzeugt, dass ich so schnell keinen nordischen Hund haben würde. Aber es kommt ja oft anders, als man denkt..... An einem Sonntag passierte es dann: Hexe sah mich an mit einem Blick, dem ich nicht wirklich widerstehen konnte. Also lernten wir uns bei einem gemeinsamen Spaziergang näher kennen und als ob sie meine Gedanken lesen konnte, benahm sie sich total klasse. Also wurde sie kurzerhand noch während dieses Spaziergangs dem Rest der Familie vorgestellt und schlich sich ganz schnell in unsere Herzen. Es hing dann alles an unserem Hund Alfi, der entscheiden sollte, ob er eine Freundin dauerhaft bei sich wohnen haben wollte oder nicht- auch er entschied sich für Hexe. So zog sie am darauffolgenden Wochenende vom Nordlicht zu uns. Anfangs noch etwas unruhig (man muss sein neues Zuhause ja erst mal kennen lernen) entspannte sie sich ganz schnell und gewöhnte sich an uns und unsere Abläufe.
Inzwischen hat sie sich richtig super eingelebt, hat ihren ersten Zelturlaub gut überstanden und geht auch schon zur Hundeschule. Letzte Woche hat Hexe dann ganz viele Freunde von Alfi kennen gelernt. Nun wartet sie sehnsüchtig aufs nächste Treffen, damit sie wieder mit ihren neuen Freunden toben kann.

Hexe und Alfi teilen sich den KorbJa, wie Sie lesen können, hat Hexe sogar schon ihren ersten Urlaub mit ihrem neuen Frauchen erleben dürfen. Da dieser Zelturlaub im Rahmen des Events „ Nordischer on Tour“ stattgefunden hat, konnte sie dabei viele neue Bekanntschaften machen und ihr neues Frauchen auch stolz präsentieren und stolz machen. Doch obwohl Hexe nun schon viele vierbeinige Kollegen kennen gelernt hat und viele tolle neue Erfahrungen macht, ihre alten Kumpels aus der Station hat sie natürlich nicht vergessen. Und so kommt das neue Doppelgespann gerne vorbei, um mit den anderen gemeinsam einen Spaziergang zu machen. Darüber hinaus Andrea findet immer noch Zeit für ihren Schützling Kaiko und absolviert so viele zusätzliche Spaziergänge.
Uns fällt vor lauter Freude zu dieser Geschichte gar nicht mehr viel ein – wir beglückwünschen Hexe für die Auswahl der Person, über die sie ihren Bann gelegt hat, wir freuen uns für Andrea, dass die Eingewöhnung so prima klappt und dass die nicht ganz einfache Entscheidung “Nordischer – ja oder nein“ einen doch so überzeugten Impuls bekommen hat, ohne weiter viel Kopfzerbrechen zu bereiten. Wir freuen uns aber auch ein bisschen für uns selbst (die Station mitsamt allen Zwei-und Vierbeinern), dass Andrea trotz ihres neuen Schützlings (von dem wir zu unserer Freude auch keinen dauerhaften Abschied nehmen mussten;) immer noch so viel Zeit für uns und unsere gemeinsamen vierbeinigen Freunde im Nordlicht findet.

Das ist eine wirklich schöne Geschichte für alle Beteiligten, die uns Andrea einfach nur umarmen und ihr einen dicken „ Schön-dass-es-dich-gibt-Schmatzer“ aufdrücken lässt.

 


 

Chilli, der Hund der auf der Strecke blieb und dann das große Los zog….

 Chilli

Es wollte nicht abreißen, dass Hunde bei der NfP landeten, bei denen die früheren Besitzer sich vor der Anschaffung überhaupt keine Gedanken über die Bedürfnisse der Rassen gemacht haben.
So ist auch aufgrund eines Hilferufs einer Tierschützerin aus einer Zuchtauflösung Chilli zusammen mit ihrem Welpen bei uns „gelandet“. Chilli wurde im August 2009 als reinrassige Australian Cattle-Dog Hündin geboren und sie ist es, durch und durch ein „Cattle“.
Das "Problem" war, dass Chilli sich selbst als Boss sieht und daher keine anderen dominanten Hündinnen mochte. Denen zeigte sie klar und sehr deutlich, wer der Boss ist. Daher war es immer recht problematisch mit ihr entspannte Spaziergänge zu unternehmen, denn schließlich trifft man dabei ja auch auf andere Menschen und deren Vierbeiner.Chilli
Es kam noch hinzu, dass sie durch schlechte Erfahrungen mit Kindern, diese nicht neben sich brauchte und alles in allem war sie auch wohl wegen schlechter Erfahrungen, den Menschen gegenüber sehr skeptisch. Alleine bleiben? Ging nicht, dass hatte sie wohl nie gelernt und der Futterneid war auch da. Autofahren war eine Tortour für sie und rundete die "schlechten" Manieren noch ab.
Wie soll man für einen solchen Hund ein neues Zuhause finden - schier unmöglich!!! Interessenten vor Ort gaben schnell wieder eine Absage.
Es meldete sich sonst auch niemand für die rote Hundedame, außer die Orga ACD-in-Not fragte netterweise an, ob sie sie mit auf ihre Seite nehmen können. Was für eine Frage. Daran hatten wir überhaupt nicht gedacht. Sicherlich schaut niemand bei den Polarhunden nach, wenn er sich einen Cattle-Dog anschaffen möchte.

Es meldete sich die erste Interessentin über ACD-in-Not, aber hier passte es nicht, dass Chilli zu weit weg untergebracht war und ganz schnell bestand kein Interesse mehr an ihr, da sie nicht alleine bleiben konnte. Wir nahmen an, dass dieser Hund wohl noch Monate brauchen wird, ehe sich jemand ernsthaft interessieren würde.
Am letzten Wochenende, Sonntag den 08.05.11, war geplant, dass zwei andere Hunde in ihr neues Zuhause nach Köln und Velbert gebracht werden sollten. Am Freitagabend kam über ACD-in-Not eine neue Anfrage für Chilli. Die Leute nahmen an, sie säße, so wie wir, in Essen. Es wurde gemailt und man kam zu dem Schluss, dass man doch einmal den Hund kennen lernen wollte, da der vorhandene Cattle-Dog-Rüde Gesellschaft bekommen sollte. Es sollte aber so sein, dass sich die Hunde in Ratingen treffen und Chilli sich dann auch sofort das Zuhause hätte anschauen können. Nachdem wir die HP der möglichen neuen Besitzer angeschaut hatten, war uns sofort klar, ein besseres Los könnte Chilli nicht ziehen, wenn dort mit dem Rüden und ihr und den Menschen alles passen würde. Man hielt, bzw. züchtet dort Pferde, und alles drum herum, ist ein Traum für einen Cattle. Fast den ganzen Tag draußen sein und hier buddeln und toben nach Herzenslust und nebenher noch die Pferde und vor allem die Fohlen bewachen...... das wäre ein sechser im Lotto...Chilli und Flame
Wir wollten ganz schnell handeln, damit die Interessenten Chilli sehr kurzfristig kennen lernten und sprachen sie einfach am Samstag an, ob es am nächsten !!!! Tag passen würde, denn nach Velbert (das liegt nahe an Ratingen) wurde sowieso ein Shiba gebracht. Nach einer kurzen und etwas strubbeligen Abstimmung eines Termins, haben sich die Interessenten sogar bereit erklärt, Chilli in Köln zu übernehmen und mit uns zusammen nach Ratingen zu bringen.
An dem Sonntag klappte alles wunderbar und schnell war man von Ratingen in Köln. Chilli, war in einer offenen Gitterbox untergebracht und wir wollten sie auch aus Sicherheitsgründen zusammen mit der Box in das andere Auto packen. Herr B., der Interessent und Hundeprofi, nahm zu Chilli Kontakt auf und wollte sie von oben am Kopf kraulen. Ein Schnapper und seine Hand war ganz schnell wieder draußen. Oje, das würde was werden.... Wie sollten wir Chilli später aus dieser Box bekommen?
Die Box wurde umgeladen und ab nach Ratingen. Während der Fahrt war Chilli sehr ruhig und als wir ankamen, war sie wohl auch froh, dass die Fahrt ein Ende hatte. Herr B. griff ganz souverän an Chilli's Geschirr und leinte sie an. Aus dem Kofferraum sprang sie allein. An ihrer Rute merkte man, dass sie noch ziemlich gestresst war. Wir gingen über die Anlage und mussten auch an dem Gehege des Rüden vorbei. Er freute sich riesig und bellte, aber Chilli ging wie selbstverständlich und ohne jede Beachtung an ihm vorbei. Wir liefen eine Runde und setzen uns später zur Entspannung eine halbe Stunde zusammen mit Chilli auf die Terrasse. Sie wurde schon deutlich lockerer und trank und fraß sogar.

Nun kam der Moment der Wahrheit, denn wir wollten zusammen mit dem Rüden einen Spaziergang machen. Die Lebensgefährtin des Herrn B., nahm den Rüden Flame an die Leine und Herr B. hatte Chilli. Auf neutralem Boden hatten sie den ersten Kontakt und es war ein Traum, wie entspannt Chilli reagierte. Der Rüde "Flame" konnte sogar abgeleint werden und wenn er Chilli zu sehr belästigte, zeigte sie es ihm deutlich, aber ohne ein Knurren. Minuten später schnüffelten die beiden Nase an Nase nebeneinander, und da wussten wir im Grunde alle, es muss passen. Später auf dem Gelände haben die beiden sogar toll gespielt und wir dachten, ein paar Wochen weiter wird man Chilli nicht mehr erkennen.Chilli
Es sollte aber anders kommen, denn als wir am nächsten Tag den ersten Bericht per Mail und Fotos bekamen, blieb uns fast das Herz stehen:

Hier ein Auszug aus der E-Mail vom 09.05.:
"Chilli hat gestern schon mit Flame gespielt (an der Leine) und sie haben zusammen im Hundehaus gesessen. Füttern war kein Problem, zwei Näpfe nebeneinander und beide haben richtig reingehauen. Keine Spur von Futterneid.
Bei der Abendrunde waren beide auch ganz lieb, Flame frei und Chilli an der Leine.
Abends dann musste Flame draußen schlafen (wie im Sommer immer) und wir haben Chilli mit rein genommen. Sie hat vor dem Sofa gesessen, sich krabbeln lassen und hat die Nacht ganz lieb und ruhig auf ihrer Decke vor unserem Bett verbracht. Seit heute früh ist sie mit Flame draußen im Hundehaus, wie ein altes Ehepaar. Wir haben sie auf dem Reitplatz auch schon mal frei laufen lassen, war kein Problem. Sie ist sofort wieder zu ihm gekommen. Wir müssen ihr noch Zeit geben, man konnte sehen, dass sie die ein Bein etwas schont. Da muss sie noch kürzer treten.
Sie kann gut allein bleiben mit Flame, bellt nicht und gar nichts. Freut sich, wenn wir mit ihr reden zur Begrüßung. Ist noch etwas schüchtern, aber das wird schon.
Hier noch eine Ergänzung: Es war schon fast dunkel, da hat Ronny die zwei nochmal auf dem Reitplatz laufen lassen. Ich habe auf der Terasse die Blumen gewässert. Da raschelte es zwischen den Sträuchern und Chilli kam auf die Terrasse, ging in den Wohnraum und setzte sich auf ihre Decke. Feierabend, meinte sie offensichtlich. Hab sie dort dann auch gelassen.Chilli und Flame
Abends dann – Flame wieder draußen ohne zu klagen – saß Chilli erst vor dem Sofa auf der Decke. Dann nach ein paar guten Worten lag sie in Ronnys Arm AUF dem Sofa.
Alles gut, für Chilli, für Flame und für uns, sie ist ne ganz süße Maus. Wir hoffen, sie fühlt sich wohl bei uns. Wir freuen uns darauf, wenn die zwei die ersten Mäuse gemeinsam fangen."

Das konnte doch nicht die Hündin sein, die wir einen Tag vorher in ihr neues Zuhause gebracht hatten. Wo waren die "Unarten", die sie mitgebracht hatte? Wollte sie uns alle Lügen strafen oder ist sie einfach nur glücklich in ihrem neuen Zuhause und hat alle Marotten abgelegt?
Also wir würden fast sagen, Chilli hat sogar Glück gehabt an den Tierschutz abgeschoben zu werden, denn sie hat nun mit Ingrid W. und Ronny B., der sie wie ein Hundeprofi händelte, einen 6-er im Lotto gelandet, was die Bilder all denen beweisen sollen, die uns nicht glauben wollen......
Einen ganz herzlichen Dank an die Pflegestelle, die sich fast 3 Monate um Chilli liebevoll gekümmert hat und durch viele Höhen und Tiefen mit ihr gegangen ist.

 


 

Zuri – oder kein Tag wie jeder andere

ZuriEigentlich hat man mit 7 Hunden, die man täglich unter der Woche betreut, doch genug zu tun. Mehr geht einfach nicht und trotzdem läuft vieles nebenher. Wenn es dann aber sein soll, dass man ganz schnell und ohne zu überlegen mit einem 8. Hund konfrontiert wird, dann hat man keine andere Wahl, als eine Zusage zu geben. Bei einer Tierschutzorga ist mal wieder eine Shiba-Hündin gelandet, man bat um Übernahme.

So kam es, dass die 5jährige Shiba-Hündin „Zuri“, kurzerhand zusätzlich zu den 7 anderen Hunden in der Pflegestelle am 14.3.2011 im Schwarzwald einzog.
Es hatte sich zum Glück eine neue kompetente Pflegestelle ergeben, die Zuri aufnehmen wollte, so dass man am überlegen war, sie schnell leinenführig zu machen, damit sie umziehen kann. Durch ihr panisches Verhalten und ihre Unsicherheit schien das mit einem großen Risiko verbunden. Da wir uns aber mit der Abgabe von noch scheuen Hunden schwer tun, blieb Zuri an Ort und Stelle und die kleine, schon offenere Tami durfte ausziehen.

Also gingen wir mal wieder unserer Lieblingsbeschäftigung nach und begannen das „Lauf-Lern-Training“ mit Zuri. Schlechte Erfahrung mit Menschen hatte sie sicher keine gemacht, denn sie hatte ein offenes Wesen. Naja, stubenrein war sie auch nicht gleich, aber das sind Dinge, die man lernen kann und das tat sie unheimlich schnell. In Begleitung der anderen Pflegehunde zog man los und zeigte Zuri, dass es draußen in der Natur doch recht schön sein kann. Sie empfand es anfangs gar nicht so prickelnd, doch im Lauf des 2stündigen Spaziergangs wurde sie immer lockerer und plötzlich war das Eis gebrochen: Zuri machte ihre Sache an der Leine einfach „super“. Täglich übte man weiter und Zuri ließ sich immer mehr von den anderen Hunden anstecken. Ja, sie zeigte enormes Interesse an der für sie „neuen Welt“. Froh darüber, dass der Einstieg in den Tagesablauf und die täglichen Spaziergänge so schnell vonstatten ging, haben wir Zuri immer mehr mit Neuem konfrontiert. Und nach wenigen Tagen war sie „für uns“ ein fast schon „normaler Hund“. Man gibt sich ja mit kleinen Fortschritten zufrieden, doch Zuri machte ganz große Schritte nach vorne.

ZuriDass dieses schnelle Lauf-Lern-Training für uns eigentlich zur Routine geworden ist, haben wir Herrn Thomas Kern von der Hundeschule Kern: www.hundeschule-kern.de zu verdanken. Eine Vorführung von ihm, wie man diese Hunde einfach ohne großes Hallo an die Leine nimmt und mit ihnen losläuft, hat uns gezeigt, dass man nicht nur sich selbst, sondern vor allem den Hunden viel Stress erspart. Letztendlich hat es auch dazu beigetragen, dass aus der scheuen Zuri schnell ein gut händelbarer Shiba an der Leine geworden ist. Täglich baute sie mehr auf, entwickelte aber auch einen enormen Jagdtrieb, so dass man sie an der Leine auch manches Mal bremsen musste. Erschreckend wenig Korrekturen waren notwendig, denn Zuri hat nicht nur auf jeden kleinen Leinenruck, sondern auch wahnsinnig auf die menschliche Sprache reagiert. Ein intelligenter Hund, der für uns eigentlich nur perfekt war.
Durch die Vorstellung bei einer Shiba-Freundin auf der Internetseite meldete sich dann auch sehr schnell eine Familie aus Köln. Aber in die Großstadt wollten wir auf keinen Fall diese tolle Hündin, die mit uns durch Wald und Feld gezogen ist, vermitteln.
Ein Besuch bei den Leuten zeigte dann, dass sie am Randgebiet wohnen und nur wenige Meter zum nächsten großen Grünbereich und ein paar Minuten nur zum anschließenden Wald haben.
Die neuen Menschen von Zuri konnten es kaum erwarten, dass die kleine Hündin bei ihnen Einzug hielt. So wurde der 08.Mai ins Auge gefasst, wo man auch noch zwei andere Hunde mit nach NRW zur Vermittlung mitnehmen konnte.
Auch wenn es von den Terminen her eng wurde, so hat man sich doch für jede Vermittlung die entsprechende Zeit genommen, um die 3 Fellbündel so gut als möglich einzugewöhnen, damit hoffentlich keine Fragen offen bleiben.Zuri

Zuri, von der Pflegestelle her als äußerst verträglich mit den Katzen bekannt, durfte bei zwei Samtpfoten einziehen. Souverän hat sie sich gegeben und die beiden Miezen ignoriert. Begleitet von ihren 4 Hundefreundinnen gab es für sie keinerlei Probleme, sie fühlte sich gleich heimisch. Nach zwei Spaziergängen und vielen Infos, die man zurückgelassen hat, haben wir versucht, Zuri innerlich los zu lassen. Das fällt nach 2 Monaten sehr schwer, denn auch als Pflegestelle gewöhnt man sich an diese liebenswerten Hunde, die immer bemüht sind, alles richtig zu machen.
Die Rückmeldung ist positiv: „Zuri verhält sich, als wäre sie schon immer bei uns, hat auch schon das Sofa beschlagnahmt“. (Ui, das hatte sie an der Pflegestelle nie versucht.)
Damit kann man natürlich gut leben und hofft, dass Zuri den Platz fürs Leben gefunden hat. Nette Menschen mit einem netten Hund, ein schönes Gefühl, wenn man sich nach einem langen Vermittlungstag wieder auf den Heimweg begibt.
Wir wünschen Zuri viele schöne Jahre in ihrem neuen Zuhause und denken, dass sie auch für ihre neuen Besitzer eine absolute Bereicherung ist.

Zuri

Vielen Dank nach Köln für den herzlichen Empfang – vielen Dank an Margret, die diese Vermittlung überhaupt erst möglich gemacht hat.

 


 

Aisha – und es hat sich doch gelohnt!

AishaIhr Todesdatum stand schon fest. Damals, Anfang 2010. Als Aisha kaum mehr als ein Jahr alt war. Die Besitzer konnten sie wegen einer schweren Erkrankung des Frauchens nicht mehr behalten und suchten händeringend nach einer Lösung. Nicht leicht bei einem Hund mit Epilepsie und ausgeprägter Zerstörungswut beim Alleinbleiben. Die Züchterin, die die von ihrer Mutter verstoßene Aisha damals von Hand aufgezogen hatte, interessierte sich nicht mehr für das weitere Schicksal ihres Zöglings und verweigerte eine Rücknahme. Tierheime lehnten Aisha ebenfalls ab. Private Interessenten konnten nicht aufgetrieben werden. - Und die Zeit drängte...

Die in Frankreich lebenden Besitzer waren in höchster Not und als letzter verzweifelter Ausweg schien nur noch das Einschläfern in Frage zu kommen. Der Termin war bereits vereinbart. Buchstäblich im letzten Moment wurden Aishas Menschen auf die Nothilfe für Polarhunde aufmerksam gemacht und nahmen sofort Kontakt auf. Auch wir waren angesichts der Epilepsie zunächst skeptisch, sagten aber nach Rücksprache mit unserer Tierärztin zu. So trat Aisha im März 2010 eine rund 1.000 km lange Reise an, die sie in unsere Schwarzwälder Auffangstation führte.

Einige Tierarztbesuche musste sie im Laufe ihres Aufenthalts absolvieren und neben den Epilepsie-Medikamenten brauchte sie dann sogar noch teure Herztabletten. Doch die Krankengeschichte war nur ein Teil ihres Problems. Angesichts der geplanten Vermittlung wog ihr Zerstörungsdrang fast noch stärker. Denn wo bitteschön sollten wir eine Hündin unterbringen, die „allein zu Haus“ innerhalb weniger Minuten die Wohnungseinrichtung in ihre Einzelteile zerlegt?!Aisha

Doch allmählich wurde Aisha etwas ruhiger. Ihre Decken fanden wir morgens nicht mehr in hunderten Schnipseln und irgendwann (nach mehreren erfolglosen Anläufen) schafften wir es sogar, das überaktive und teilweise wirklich nervtötende Temperamentsbündel Aisha mit einem Rüden zu vergesellschaften. Von da an konnte Aisha ihre Energie auch eher auf ihren Gefährten konzentrieren und ließ unsere Einrichtung mehr in Ruhe.

Aber wir hatten nicht mehr ewig Zeit. Die Schließung der Station war unausweichlich und Aisha war eines unserer Sorgenkinder. Doch wieder einmal war uns das Glück hold und eine kompetente Pflegestelle bot sich nach ausführlichen Telefonaten an, Aisha aufzunehmen – sofern „die Chemie stimmt“. Wir waren also sehr gespannt, wie das persönliche Kennenlernen verlaufen würde und drückten fest die Daumen, dass Aisha einen guten Eindruck machen würde. Und tatsächlich klappte es.

Leicht machte es unser Wirbelwind dem Pflegefrauchen allerdings nicht. Gleich am ersten Tag bewies Aisha, dass Stubenreinheit ihr ziemlich schnuppe ist. Sowohl das „kleine“ als auch das „große Geschäft“ hinterließ sie in der Wohnung. Ohne ein Anzeichen von schlechtem Gewissen. - Oje, nicht gerade der beste Start ins neue Leben...

AishaAber wir hatten nicht mit dem Durchhaltevermögen von Frau F. gerechnet, die sich davon nicht unterkriegen ließ. Selbst als Aisha während eines Kundentermins, zu dem sie mit durfte, mehrere Durchfall-Fladen im dortigen Haus hinterließ, bog Frau F. diesen Faux-pas wieder zurecht.

Daheim wartete die pubertierende Hündin noch mit anderen Herausforderungen auf, beispielsweise, als sie das Sofa für sich allein beanspruchte und Anstalten zum Schnappen machte. Spätestens ab da stand dann auch fest, dass Aisha die Hundeschule besuchen würde. Das tat ihr gut und durch konsequentes Üben brachte Frau F. ihr so viel bei, dass ein einigermaßen gesittetes Zusammenleben möglich war.

Sehr erfreulich war Aishas gesundheitliche Entwicklung. Die Herztabletten konnten nach einiger Zeit wieder abgesetzt werden und die Epilepsie-Medikamente sind so gut dosiert, dass Aisha bisher keine Anfälle mehr erlitt. Freilich muss aber lebenslang in regelmäßigen Abständen der Hormonspiegel im Blut kontrolliert und gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden.

Aisha hielt Frau F. ganz schön auf Trab. Immer neuen Schabernack heckte sie aus, aber auch große Fortschritte konnte die Pflegemama verzeichnen. So konnte sie Aishas Verträglichkeit gegenüber Artgenossen weiter ausbauen. Das ist für beide Seiten klasse, denn einerseits freut sich Aisha natürlich wahnsinnig über ihre vierbeinigen Freunde, mit denen sie ausgelassen herumtoben kann und andererseits muss Frau F. auf den Spaziergängen nicht ständig auf der Hut vor anderen Hunden sein. Sogar im häuslichen Bereich akzeptiert Aisha ihresgleichen und freut sich, wenn ihre neuen Kumpel auch mal ein paar Tage zu Besuch bleiben.Aisha

Inzwischen hat Frau F. sogar das schier Unglaubliche geschafft, dass Aisha beim stundenweise Alleinebleiben nicht mehr das gesamte Mobiliar zerlegt. Aber gefallen tut es Aisha trotzdem nicht, wenn Frauchen ohne sie „abhaut“ - sie heult dann ihren Frust lauthals in die Welt. Doch auch da sind wir zuversichtlich, dass Aisha irgendwann kapieren wird, dass ihre Zweibeinerin immer wieder zurück kommt.

Und mal ganz ehrlich: Kann man einen Hund wieder abgeben, nachdem man so viel Zeit, Liebe, Geduld und Mühe in ihn gesteckt hat? - Nein, das funktioniert nicht. Wenigstens nicht in Aishas Fall. Und wir sind sehr froh, dass die Pflegestelle nun auch zum endgültigen Zuhause geworden ist. Wir sind uns sicher, dass Aisha hier ihren Lebensplatz gefunden hat, auch wenn sie weiterhin ordentlichen Schwung in den Alltag bringen wird und vielleicht noch die eine oder andere nicht ganz so positive Überraschung parat hat. Aber „Frau Hund“ ist alle Mühe wert und wenn Aisha dann wieder schelmisch guckt und sich vertrauensvoll anschmiegt, ist die Welt einfach in Ordnung.

Aisha

Ein riesiges Kompliment an Frau F. für ihr Durchhaltevermögen! Das war und ist schlichtweg toll, was Sie geleistet haben!

 


 

Tami – Shiba-Hündin mit großem Charme

Tami

Als mal wieder eine Meldung kam, dass eine ca. 1-jährige Shiba-Hündin „überflüssig“ ist, hat man schon gar nichts mehr gesagt, sondern nur noch gehandelt. Es macht ja nichts aus, wenn schon 4 Hunde betreut werden, da kommt es auf einen 5. auch nicht mehr an.Tami
Kurzerhand zog Tami, zum Glück mit Katzen verträglich, in der ehemaligen Geschäfts- und jetzt Pflegestelle ein. Die erste Nacht verbrachte sie in einem separaten Zimmer, wo man auch gleich feststellen konnte, dass sie stubenrein ist. Zurückhaltend, eher vorsichtig zog sie sich am Boden entlang, denn neugierig war sie über die Maßen, wollte alles erkunden und die Nase überall reinstecken. Zu allem Glück wurde sie dann auch gleich läufig, was uns alle natürlich „sehr entgegen kam“ – nein, man braucht es normalerweise nicht und es schafft viel Stress.
Nur das „an-der-Leine-laufen“, das kannte Tami noch nicht und legte auch keinen Wert drauf. Aber was sein muss, das muss eben sein, denn schließlich muss Hund sich ja auch mal entleeren.

Da an der Pflegestelle nicht lange gefackelt, sondern gehandelt wird, bekam Tami ein Geschirrchen an, die Leine dran und los ging’s. Der Vorteil liegt darin, dass die Hunde meistens überrascht sind und sich dann an den anderen Hunden (in diesem Falle musste wie üblich mal wieder die Therapiehündin Jenny herhalten) orientieren. Seit wir dies exerzieren, geht das mit der Leinenführigkeit meist schnell.
Tami hat sich wirklich schnurstracks an die anderen Hunden angelehnt und alles abgeguckt. So konnte Tami jeden Tag die üblichen Gassirunden toll mitlaufen und unter den 5 Hündinnen gab es keine Sekunde Stress. Auch als tagsüber noch 2 weitere Gasthunde einquartiert wurden, blieb es so: Tami begrüßte alle freundlich und war stets fröhlich.Tami

Nach einer Meldung, dass eine 5-jährige Zuchthündin ausgesondert werden soll und im Tierschutz gelandet ist, wurde uns diese auch zur Vermittlung angeboten. Das hat bedeutet, dass wir nun nach einem Pflegeplatz Ausschau halten mussten, denn 8 Hunde, auch wenn sie nur mittelgroß sind, sind schon ein wenig heftig, wenn sie privat betreut werden müssen. Auch die neue Hündin war absolut nicht leinenführig, jedoch dem Menschen gegenüber sehr offen und ignorierte die neugierigen Katzen.
Kurz entschlossen haben wir die neue Hündin hier behalten und Tami in eine kompetente Pflegestelle gegeben. Dort hat sie sich problemlos sofort eingewöhnt und auch mit der vorhandenen Border-Collie-Hündin Paula gleich Freundschaft geschlossen.

So verging die Zeit, bis sich nette Menschen aus dem Raum München nach Tami erkundigten. Gerne wollte man zum bereits vorhandenen Shiba-Rüden noch ein Mädel aufnehmen, das gleiche Alter wäre nicht schlecht, damit die beiden auch miteinander spielen können. Nach einem Besuch, der uns freundlicherweise von unserem dortigen Mitarbeiter schnell gemacht wurde, reisten die Interessenten dann am 01. Mai an.
Zuerst war es ein großes Hallo und bei dem Rüden eine wahnsinnige Verwunderung, dass ihm plötzlich 5 Hundedamen gegenüber standen. Er kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Naja, wer die Wahl hat, der hat die Qual – aber es ging ja um Tami.Tami
Das überschüssige Temperament des jungen Rüden ging schon immer mal wieder mit ihm durch und die Hundedamen schienen sichtlich genervt. Während eines etwas größeren Spaziergangs haben sich die Gemüter ein wenig runtergeschraubt, man ging einträglich neben einander her und schnüffelte auch gemeinsam.
Zurück in der ehemaligen Geschäftsstelle durfte der Rüde, der sich auch als mit den Katzen verträglich zeigte, mit in die Wohnung und auf einmal ging alles ganz harmonisch vonstatten.
Dass es um die Shiba-Hündin Tami ging, das wurde ihm dann auch schnell bewusst und die beiden hatten auch kein Problem miteinander.
Das alles spielte sich jedoch in fremder Umgebung ab. Wir waren aber dennoch guter Dinge, dass sich ein gegenseitiges Verstehen, bei ein bisschen Einfühlungsvermögen der neuen Menschen, auch im neuen Zuhause nicht ändert.

Als man sich gegen späten Nachmittag dann langsam auf die Heimreise vorbereitete, wurde Tami auch klar, dass sie mitfahren sollte. Zuerst ein bisschen widerwillig, doch dann motiviert durch den Aufbruch des Rüden, ging sie anstandslos mit.
Im Auto wurde alles vorbereitet, mit Absicherung und einer Decke, die sie von der Pflegestelle mitbekommen hatte. So verlief auch die Heimfahrt reibungslos und Tami durfte nach einem Kennenlern-Spaziergang in der neuen Umgebung mit ins Haus einziehen.Tami
Die ersten Rückmeldungen sind sehr positiv, beide Shibas spielen miteinander, doch beim Fressen ist noch ein wenig Vorsicht wegen Futterneid geboten. Und unsere Bedenken, dass Tami vielleicht unter Heimweh leidet, die wurden schnell ausgeräumt. Sie hat sich sofort umgewöhnt und wahrscheinlich war es der beste Zeitpunkt, denn zu lange in der Pflegestelle hätte ihr sicher keine so leichte Umgewöhnung bereitet.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Pflegestelle, die so schnell und uneingeschränkt eingesprungen ist und wir bedanken uns auch bei den neuen Menschen, die den weiten Weg von München nicht gescheut haben, um die kleine, liebenswerte Hündin abzuholen.

Wir Menschen bleiben mit viel Wehmut zurück, denn die kleine Tami hat es bei allen gleich geschafft, durch ihr immer freundliches Wesen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Sie ist einfach ein wahrer Sonnenschein.
Auch wenn sie ein schönes neues Zuhause bekommen hat, so wird sie doch von uns allen sehr vermisst. Wir wissen sie jedoch gut aufgehoben und freuen uns, dass sie sich so schnell eingewöhnt hat.

Neues Team mit Tami


 

Roy – das Mauerblümchen ist aufgeblüht

Roy

RoyLange wartete Roy in unserer Station auf Menschen, die ihn mitnehmen würden. Sehr lange. Im August 2009 kam der wuschelige Rüde aus Teneriffa zu uns in den Schwarzwald. Angekündigt war er als Husky-Mix, doch wir vermuteten in ihm eher Eurasier- oder Elo-Vorfahren. Eigentlich ein hübscher Kerl, doch bei den Interessenten konnte er dennoch nicht so recht punkten. Den einen sah er zu wenig nach Schlittenhund aus, den anderen war der im August 2003 geborene Rüde zu alt, die nächsten wollten keinen so langhaarigen Hund. Noch dazu stellte sich kurz nach seiner Ankunft heraus, dass er an Herzwürmern litt, die erst mal behandelt werden mussten – eine unangenehme Prozedur, doch sie war von Erfolg gekrönt und Roy konnte die Parasiten besiegen.

Im Herbst 2010 mussten wir uns ernsthaft Gedanken machen, was mit Roy geschehen solle, wenn Ende des Jahres „seine“ Auffangstation Süd nach Kündigung des Pachtverhältnisses geräumt werden müsste. Eine Verlegung in unsere andere Station, das „Nordlicht für Notfelle“, wollten wir gerne vermeiden, denn auch dort rechneten wir uns nicht viele Vermittlungs-Chancen für ihn aus. So waren wir sehr erleichtert, als sich im November die Gelegenheit ergab, Roy auf einer privaten Pflegestelle unterzubringen. Dort gab es noch eine Chow-Hündin, nachdem wenige Monate zuvor ein von der NfP vermittelter ehemals sehr schwieriger Eurasier-Rüde gestorben war.

Roy durfte also ins Bayerische ziehen und allem Anschein nach auch das erste Mal in eine Wohnung. Chow-Hündin Miezi empfing ihn freundlich und lieferte mit ihrer souveränen und trotzdem zurückhaltenden Art dem zugegeben teilweise etwas ruppigen Neuzugang keinerlei Angriffsfläche. Roy fühlte sich hier auf Anhieb wohl und lernte im Laufe der nächsten Wochen und Monate, worauf es im direkten Zusammenleben mit Menschen ankommt.Roy

Doch immer noch interessierte sich niemand für ihn und er wurde auf der Homepage nicht großartig beachtet. Dabei konnte die Pflegestelle eigentlich nichts Schlechtes über ihn sagen. Ganz im Gegenteil, denn anders als Eurasier „Bandu“, sein Vorgänger, war Roy gegenüber Menschen sehr offen. Nur andere Rüden gehören nicht gerade zu Roys Freunden, da kann er schon mal pampig werden. Aber das allein konnte ja nicht der Grund sein, dass er keine Chance bekam. - Wir waren etwas ratlos.

Irgendwann reifte in der Pflegefamilie der Entschluss, dass Roy bleiben sollte. Er hatte sich wunderbar eingefügt und beim Gedanken daran, dass er womöglich anderweitig vermittelt würde, war es den Zweibeinern schwer ums Herz.

Für Roy ging ein Traum in Erfüllung und auch wir sind sehr glücklich, dass unser „Mauerblümchen“ nun dort bleiben darf, wo er in den letzten Monaten so aufgeblüht ist. Die ruhige Ausstrahlung seiner Gefährtin Miezi überträgt sich zumindest teilweise auch auf ihn, beispielsweise beim Füttern. In der Station wäre es noch undenkbar gewesen, dass Roy mal etwas von seiner Portion übrig lassen würde – obwohl er abgetrennt gefüttert wurde und ihm keiner seinen Napf streitig machte, schlang er immer derart, dass er manchmal nach dem Fressen sogar erbrach. Doch diese Gier verringerte sich Stück um Stück und heute kann es wie gesagt passieren, dass er auch mal einen Rest übrig lässt.Roy und Miezi

 

Roy

Wir bedanken uns vielmals bei Familie Q., die nicht nur die Wandlung unseres Roys vom unscheinbaren Stationsbewohner zum wahren Hingucker ermöglicht hat, sondern ihm darüber hinaus auch noch ein festes Zuhause schenkt, wo er vollauf akzeptiert und liebevoll behütet wird. Und Roy selbst? Na, dem wäre gar nie in den Sinn gekommen, hier freiwillig wieder zu verschwinden und man hatte geradezu das Gefühl, er sei von Anfang an überzeugt gewesen, dass er seine Dosenöffner um die Pfote wickeln würde – und er hatte recht. Glückwunsch!

 


 

Takoma heißt jetzt Takomo und ist der neue Mittelpunkt der Familie

Takoma nach seiner Ankunft im Schwarzwald

Als Takoma im Juni 2010 in die Schwarzwälder Auffangstation kam, fiel uns an ihm erst einmal sein starrer Blick auf. Wir hatten einen irgendwie teilnahmslosen Husky-Rüden vor uns, der zwar nicht misshandelt oder bewusst gequält worden war, aber dem eben auch nie eine innige Bindung an die Familie ermöglicht wurde. Takoma hatte im Zwinger und Garten gelebt, wurde gefüttert und bewegt, aber eben nicht so ins tägliche Leben einbezogen, wie die menschenbezogenen Huskys es brauchen.

In der Auffangstation war der Neuzugang auch erst einmal schwer einzuschätzen. Er mochte es nicht, wenn man ihm ans Halsband fasste und erstarrte geradezu, wenn man ihm vorm Spazierengehen das Geschirr anzog. Es dauerte eine Weile, bis Takoma sich mit der neuen Situation vertraut gemacht hatte, aber ab da wurde er immer zugänglicher und mauserte sich zu einem beliebten Gassi-Hund. Auch sein Blick wurde lebendiger und er genoss jegliche Aufmerksamkeit.Takoma und Frauchen

Sorgen machte uns Takoma zwischendurch, als er anfing zu humpeln. Mit Tabletten konnten wir seine Beschwerden zwar lindern, aber sobald wir sie absetzten, schonte er seine Pfote wieder. Ein gewisses schauspielerisches Talent konnten wir dem gelehrigen Rüden allerdings nicht absprechen, denn er wusste sehr wohl, dass wir uns besonders um ihn kümmerten, wenn er mit leidendem Blick die Pfote hob. Fühlte er sich allerdings unbeobachtet, so konnte er durchaus auch fröhlich und beschwingt durchs Gehege traben. Doch trotzdem war klar, dass nicht alles gespielt war, sondern Takoma tatsächlich Probleme hatte. Es schien ganz so, als ob sich eine Operation nicht vermeiden ließe. In der Station würde uns das natürlich wieder vor besondere Herausforderungen stellen, denn bei Malamute-Hündin Kayla stand eine aufwändige Zehen-Amputation an und gleich zwei Patienten zu versorgen, wäre bei unserer Gehege-Haltung recht schwierig.

So freuten wir uns umso mehr, als eines Tages unverhofft ein nettes Ehepaar vor dem Tor stand, das sich nach Takoma erkundigte. Sie hatten vor anderthalb Jahren ihren Husky-Rüden mit knapp 16 Jahren einschläfern müssen. Nun hatten sie Takoma auf der Homepage entdeckt und sofort eine innere Verbundenheit gespürt. Dieses Gefühl wollten sie aber auch von Angesicht zu Angesicht prüfen. Und tatsächlich: es hat gefunkt.Herrchen und Takoma

Doch zunächst zog Takoma nur als Pflegehund bei der Familie ein, denn noch immer wussten wir nicht genau, was mit seiner Pfote los war. Wir waren aber erleichtert, dass er nach der angedachten Operation im häuslichen Umfeld versorgt werden würde, wo man sich intensiver um ihn hätte kümmern können als in der Station. Gemeinsam entschieden wir, dass Takoma sich erst mal eine Weile eingewöhnen und dann der Eingriff stattfinden sollte.

Einen riesigen Schrecken jagte uns Takoma aber ein, als er direkt nach dem Umzug auf die Pflegestelle nachts schwere epileptische Anfälle erlitt. Seine Betreuer wichen ihm nicht von der Seite und taten alles, um ihm zu helfen. Takoma war tagelang schlapp. Natürlich wurden sie mit ihm auch wieder in der Tierklinik vorstellig, doch dort konnte keine körperliche Ursache für die Anfälle festgestellt werden. Letzten Endes war es wohl ein Stress-Symptom, ausgelöst aus der Kombination der vielen Medikamentengaben in der Station und der Umplatzierung auf die Pflegestelle, wo er das erste Mal im Leben vollen Familienanschluss hatte und viele neue Eindrücke verarbeiten musste.

Für die Pflegeeltern war das aber kein Grund, Takoma zurück zu geben. Der sensible Rüde hätte zusätzliches Hin und Her sicherlich auch nicht verkraftet. Nach der ersten Aufregung beruhigte sich die Lage auch ziemlich schnell und Takoma lebte sich immer besser ein. Sein Humpeln wurde immer weniger, so dass laut Tierarzt eine Operation nicht mehr geboten war.Takoma

Mit der Zeit hat sich Takomo (wie er mittlerweile in der Pflegestelle genannt wurde) so tief in die Herzen seiner Menschen geschlichen, dass es völlig unmöglich gewesen wäre, ihn anderweitig zu vermitteln. Sowohl für den hübschen Husky-Rüden als auch für seine fürsorglichen Zweibeiner wäre bei einer Trennung die Welt zusammen gebrochen. Was lag also näher, als ihn fest zu übernehmen?

Zwar hatte Takomo auch zwischendurch noch mal einen leichten Anfall, aber von diesem erholte er sich sehr schnell wieder. Der Liebe und tiefen Verbundenheit zwischen ihm und seinen Menschen tat das jedenfalls nicht den geringsten Abbruch. Takomo hat ohne Zweifel seinen Lebensplatz gefunden und er dankt es Familie B. jeden Tag von ganzem Herzen. Er weicht seinen Menschen nicht von der Seite, verbreitet Harmonie und gute Laune, ist in weitem Umkreis bekannt und beliebt, steckt voller Lebensfreude, hat einen wachen und aufmerksamen Blick bekommen und ist einfach ein Traum von einem Husky. Kurzum: Takomo ist der neue Mittelpunkt der Familie.

Takoma

Wir danken Takomos Zweibeinern sehr, dass sie mit ihm nun schon einige Klippen umschifft haben und wünschen diesem tollen Team noch viele schöne gemeinsame Jahre.