°Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.°
Nordische, die im Dezember 2012 ein neues Zuhause gefunden haben

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Noel – er ist ein Geschenk, aber nicht zu Weihnachten

Noel

Sicherlich erinnern Sie sich noch an den recht unausgeglichenen 8-jährigen Husky-Rüden, der bei seiner Besitzerin einzog, als sie gerade 15 Jahre alt war. Das Leben der jungen Frau veränderte sich verständlicherweise und irgendwann musste sie eingestehen, dass sie dem temperamentvollen Rüden Noel nicht mehr gerecht wurde. Schweren Herzens fasste sie im zweiten Anlauf den Entschluss, ihn zu seinem Wohl über die NfP in ein Husky erfahrenes Zuhause vermitteln zu lassen.Noel und Lucy Es fanden sich nicht sofort die richtigen Menschen, aber „Gut Ding will Weile haben“ und so fanden sich auch für Noel nach einigen Wochen Menschen, die ihm genau das bieten wollten, was ihm nicht mehr geboten werden konnte. Aus der Rückmeldung seines neuen Zuhauses, erliest sich, dass er es besser nicht hätte treffen können:

“Ende Oktober zog Noel mit seinem Hab und Gut zu uns und unserer Hündin Lucy an den Niederrhein. Noel und unsere Husky-Hündin machen uns riesigen Spaß, auch wenn es manchmal noch nicht so ganz einfach ist.
Beim Kennen lernen war Lucy von dem charmanten Kerl hellauf begeistert, aber als sie dann feststellte, dass der bleibt, war sie doch recht beleidigt und hat drei Wochen geschmollt.

Noel ist in seiner Art schon sehr präsent, während Lucy eher so die Leise ist. Inzwischen haben sich die beiden aber ganz gut arrangiert, sie nutzen gern gemeinsam die Hütte. Lucy weicht allerdings schon mal eher aus, wenn Noel sich "aufbläht", aber er akzeptiert sofort, wenn wir ihn zurechtweisen. Er versucht´s halt immer wieder. Er gehorcht übrigens gut auf seinen Namen, selbst aus der letzten Gartenecke kommt er angeschossen, wenn wir rufen (es könnte ja sein Lieblingsleckerli - getrocknete kleine Fische- geben!).
Apropos Garten: er liebt Gartenarbeit, umgraben ist seine große Leidenschaft. Und er muss den Zaun beobachten, immer wieder patrouilliert er und besonders gern sitzt er in Hab-Acht-Stellung am Zaun zum freien Grundstück neben uns, da kann er die Straße beobachten und alle Hunde, die dort spazieren gehen.

Lucy und NoelAuch die täglichen Wanderungen lieben beide sehr, kaum zieht sich einer von uns die Jacke oder Schuhe an, stehen die beiden schon parat. Nachmittags fahren wir oft ein Stück mit dem Wagen raus, damit sie auch immer wieder Neues zu entdecken haben. Wenn es das Wetter zulässt, werden wir anfangen, Noel an die Geräusche von LKW´s zu gewöhnen - die sind ihm nicht geheuer - und sobald das klappt, geht´s auch ans Fahrrad. Die ersten Vorübungen zum Laufen am Rad probiere ich gerade mit ihm, er stellt sich ganz gut an.
Zuhause findet er überall ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen, aber auch Platz zum Spiel mit dem Tennisball. Was Noel noch schwer fällt, ist der geordnete Außenkontakt zu anderen Hunden auf Straßen und Wegen. Dann muss er an die kurze Leine, damit keine Misshelligkeiten in dem Wohngebiet entstehen. Aber er ist ja lernfähig, auch im Umgang mit Lucy werden sich seine Versuche dominant zu sein bestimmt noch reduzieren. Alles in allem führt Noel bei uns nun ein geregeltes Hundeleben, scheint sehr zufrieden und wir denken, er möchte auch nicht mehr ausziehen.

Wir freuen uns sehr, nun zwei so prachtvolle Plüschwölfe unser Eigen nennen zu dürfen…“

 

 

 

 


 

Mandy – gemeinsam durch dick und dünn

Mandy

Es gab schon einiges Auf und Ab in Mandys Leben. Vor einigen Jahren konnten wir die Husky-Malamute-Dame gut vermitteln, doch nach dem Tod ihres Herrchens geriet ihre Welt aus den Fugen. Für ihren Gefährten Tommy konnten wir ziemlich rasch eine neue Familie finden, doch Mandy selbst tat sich etwas schwerer. Sie ist eben gegenüber anderen Hunden etwas zickig und auch ihr Alter von knapp 7 Jahren war manchen Interessenten schon zu hoch.Mandy

So waren wir sehr froh, sie zumindest in einer Pflegestelle unterbringen zu können. Ein junges Paar hatte sich gemeldet, deren Bekannte vor geraumer Zeit einen damals schwierigen Husky-Rüden von uns übernommen hatten. Mit viel Geduld und einer bemerkenswerten Intuition haben sie aus einem ehemaligen Problemhund ein vollwertiges Familienmitglied gemacht, das sogar mit dem neugeborenen Baby klar kommt (was wir seinerzeit schlichtweg für ausgeschlossen gehalten hätten).

Ein gutes Beispiel also in Sachen Hundeerziehung. Mit diesen kompetenten Ratgebern im Rücken stellten sich die jungen Hundefans der „Aufgabe Mandy“. Nicht, ohne sie vorher mal im alten Zuhause besucht und Bekanntschaft geschlossen zu haben. Ganz ins Blaue hinein wollten sie ja nicht handeln – die Chemie zwischen Hund und Mensch sollte schon einigermaßen stimmen. Tat sie auch. Gegenüber Menschen ist Mandy nämlich (im Gegensatz zu Artgenossen) überaus verschmust und anhänglich. Und dass sie trotz ihrer etlichen Kilos an Übergewicht auch noch ordentlich Power hat, bewies sie gleich beim Kennenlern-Spaziergang.

Puh! Wir waren sehr erleichtert, dass Mandy dort wirklich zur Pflege einziehen durfte. Und wenn alles gut laufen würde, dürfte sie sogar hoffentlich für immer bleiben.

Doch einige Zeit später der ernüchternde Anruf: Mandy bereitet Probleme. Sie mag nicht alleine bleiben, hat auch schon Schäden in der Wohnung angerichtet, als sie sich durch eine Tür nagen wollte. Aber sie kann auch nicht mehr mit dem Pflegefrauchen zur Arbeit kommen, da eine dortige Kollegin Angst vor Hunden hat. Mandy hat dieser Frau zwar nie etwas getan, aber Ängste sind eben oft irrational und mit Logik kaum zu bekämpfen.

Schweren Herzens entschloss sich die Pflegestelle deshalb dazu, sich wieder von Mandy zu trennen, um ihr ein optimales Zuhause zu ermöglichen. Da die resolute Hundedame allerdings nach wie vor auf ihresgleichen nicht so gut zu sprechen war, wollten die Gasteltern bis zu einer Vermittlung weiterhin mit ihr die Hundeschule besuchen, um an ihrer Sozialisation zu arbeiten. Ganz kleine Fortschritte gab es schon und der Trainer war zuversichtlich, dass sich Mandys Verhalten weiter bessern würde, aber natürlich geschieht so eine Wandlung nicht innerhalb weniger Tage. Vielmehr ist Durchhaltevermögen gefragt, denn was sich über Jahre gefestigt hat, kann eben nicht von heute auf morgen „umgedreht“ werden.Mandy

Einige potentielle Interessenten schieden wieder aus. Hauptsächlich, weil Mandy dort auch hätte alleine bleiben müssen. Und damit hätte man weder ihr noch den neuen Zweibeinern einen Gefallen getan. Ein abermaliges Herausreißen aus der gewohnten Umgebung hätte sicherlich zu noch massiveren Verlustängsten geführt.

Gerade, als wir Mandy auf der Homepage in den Fokus der Leser rücken wollten, erreichte uns ein weiterer Anruf der Pflegestelle. Oh weh, der erste Gedanke war: jetzt muss Mandy wohl doch sofort weg – und wir haben keine Alternative. Aber weit gefehlt. Das genaue Gegenteil war nämlich der Fall. Mandy sollte bleiben!

Wie das? Nun, eingeschmeichelt hatte sie sich ja schon lange. Und je länger sie da war, umso weniger konnten sich die Gasteltern einen Alltag ohne sie noch vorstellen. Probleme hin oder her. Die sind schließlich dazu da, um gelöst zu werden. Sei es das Alleinebleiben, die Hunde-Unverträglichkeit oder das Leckekzem, das Mandy schon bei ihrem Umzug „mitgebracht“ hatte.

Getreu dem Motto „Gemeinsam durch dick und dünn“ hatte Mandy in den vergangenen Wochen auch schon einiges an Speck abtrainiert. Die regelmäßige Bewegung tut ihr gut. Kein Wunder, dass bei täglich drei Stunden Action auch so langsam wieder eine Taille zum Vorschein kommt und ihre Kondition immer besser wird.

Wenn man so viel mit einem Hund gearbeitet und durchgemacht hat, dann gibt man ihn nicht leichtfertig ab. Ganz zu schweigen davon, dass Mandy sich auch schon sehr an ihre Betreuer gebunden hat – für sie wäre ein abermaliges Umplatzieren ein großer Schock. So bleibt zwar noch einiges zu lernen, aber sie hat verlässliche und optimistische Menschen an ihrer Seite, die ihr genügend Zeit lassen.

Mandy

Wir danken Frau W. und Herrn B. ganz herzlich für den „langen Atem“ und freuen uns unbändig, dass Mandy nun doch ihren Lebensplatz gefunden hat. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und jede Menge Spaß mit dem Neuzugang!

 


 

Inuk

Inuk

InukFür die Hündin „Inuk“, eine in 2005 geborene Husky-Mix-Hündin, gab es seltsamerweise keine Interessenten. Obwohl sie von ihrer Besitzerin als sehr umgänglich beschrieben wurde, Kinder und Katzen liebt, schien niemand einen solchen Hund zu „suchen“. Es konnte nicht daran liegen, dass „Inuk“ Kleintiere zum Fressen gerne hat. Das gibt es bei so ziemlich jeder Hunderasse – eine gemeinsame Haltung von Kaninchen und Hunden ist wirklich verdammt selten.

Aber: Manches Mal kann man es Glück nennen, wenn es keine Interessenten gibt…
So nun auch bei „Inuk“, für die sich nach fast 3 Monaten nicht wirklich jemand interessierte. Es lag wohl daran, dass sie von der Optik her, nicht dem Bild eines Nordischen entsprach.

Für die junge Besitzerin waren es schreckliche 3 Monate – sie wollte sich aus Vernunft von „Inuk“ trennen, die sie ab ihrem 13. Lebensjahr begleitete.

Vielleicht kam die Überlegung, „Inuk“ doch zu behalten, als sie feststelle, dass „Inuk“ leichte Probleme beim Aufstehen hatte. Eine beginnende Arthrose? Als sie selbst dann kurze Zeit später ins Krankenhaus musste, da mit ihrem Knie etwas nicht stimmte, hat das Hund und Mensch wohl ziemlich zusammengeschweißt.

Sie schickte uns folgende Zeilen:

„Wir haben uns nun doch dazu entschlossen, Inuk zu behalten. Ich möchte Ihnen noch einmal danken für die ganzen Bemühungen und die Unterstützung.

Unser Grundstück wird nun so eingezäunt, dass sie nicht mehr raus kommt und zu den Kaninchen werden 2 Zäune gezogen. So haben die Hunde ihren Bereich zum Laufen, dazwischen ist eine Spielwiese und am Schluss der Freigang für die Kaninchen.

InukRöntgen lassen wir sie erstmal nicht, sondern geben ihrem Futter spezielle Mineralien bei, die gegen HD vorbeugen und bei leichter HD helfen. Sollte ein schlimmer Vorfall vorkommen, können wir sie immer noch kurzfristig röntgen.

Ich denke für „Inuk“ ist es besser sie bleibt. Ich weiß, wie sie tickt, sie verträgt sich hier mit allen und sie hat sich seit September auch total verändert. Meine Eltern meinen, sie merkt es, dass wir sie abgeben wollten. Mein Vater kann sie mittlerweile sogar von der Leine abmachen und sie haut nicht ab. Das war vor ein paar Monaten noch undenkbar, mittlerweile ist sie ja 7 Jahre alt.“

Solche Post erhalten wir gerne – vielleicht muss erst ein wenig Zeit vergehen, dass Menschen einsehen, ihren Hund auch behalten zu können, wenn sie bereit sind, Kompromisse einzugehen und einige Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Wir wünschen der Familie zusammen mit „Inuk“ noch viele gemeinsame und vor allem gesunde Jahre…

Inuk

Das Team der NfP e.V., Freudenstadt

 


 

Shadow, geb. 14.02.2011 – er hat seinen Platz gefunden

Jedoch nicht im Schatten, sondern auf der Sonnenseite des Lebens.

ShadowWir wissen nicht, wie wir seinen Vermittlungstext hätten schreiben sollen.
Shadow, ein außergewöhnlich netter, sozialer und lieber Husky-Rüde, abzugeben, weil sein junges Herrchen mitten in den Abschlussprüfungen für seinen neuen Beruf steckt und sich dann sein Leben drastisch verändert?
Shadow, ein Husky-Rüde ohne Probleme ohne Auffälligkeiten – einfach jung und voller Tatendrang?

Nicht, dass Shadow im Weg war oder nicht geliebt wurde – es fehlte einfach die Zeit, ihn richtig auszulasten. So meldete sich das Herrchen von Shadow bei uns und bat, für seinen vierbeinigen Liebling ein neues Zuhause zu suchen. Ein bisschen standen wir schon unter Zeitdruck, denn Shadow sollte nicht erst in eine Pflegestelle umziehen, der Prüfungstermin stand jedoch schon fest.
Und weil wir einige Interessenten in der Warteschleife hatten, wurde der hübsche Rüde kurzerhand seiner jetzt neuen Familie mit Foto und Beschreibung vorgestellt. Ganz schnell kam eine Zusage und Shadow konnte umziehen. Das geschah dann auch am 11.11.2012.

Die Übergabe von Shadow an uns fand früh morgens kurz vor der Grenze in die Schweiz statt. Es ist immer ein bisschen eine traurige Angelegenheit, wenn man merkt, dass Besitzer sich schwer tun, ihren Kameraden abzugeben. Shadow war in einem Topzustand und begrüßte uns freudig. Sein Herrchen bugsierte ihn noch in die Transportbox im Auto und es wurden die restlichen Formalitäten erledigt.

Die kleinen begleitenden Hundedamen rebellierten, denn für sie war es unverständlich, dass sich plötzlich noch ein Mitfahrer im Auto aufhielt. Shadow störte es kein bisschen, er war äußerst ruhig und legte sich nach kurzer Zeit entspannt hin und schlief bis zur Ankunft.
Die Grenze war schnell passiert und nach gut einer Stunde Fahrzeit kamen wir am Ziel an.
Erwartet wurden wir gespannt von dem neuen Frauchen mit Hündin Stria. Beide Hunde beschnüffelten sich aufgeregt und nach einem ausgiebigen Spaziergang ging es gemeinsam ins neue Zuhause.

ShadowHier war Shadow natürlich an allem interessiert, flitzte die offene Treppe im Haus hoch und runter und es gab entzückende Spieleinlagen mit seiner neuen, vierbeinigen Partnerin Stria. Das ruhige und ausgeglichene Frauchen sah dem Treiben mit Genugtuung zu.
Wir hatten keine Bedenken, dass es nach dieser positiven Zusammenführung noch Probleme geben sollte und haben uns bald schon verabschiedet.

Die Rückmeldungen sind äußerst positiv und es hat den Anschein, dass Shadow ganz genau weiß, wie man sich in die Herzen der Zwei- und anderen Vierbeiner hinein schleicht.

Und mit Freude nehmen wir die verschiedenen Nachrichten der neuen Menschen in Empfang:

„Es hat sich schon einiges getan in den letzten Tagen. Inzwischen kann ich ohne einen bettelnden Hund neben mir meine Malzeiten genießen, was ignorieren so alles ausmacht!!! Die Stria blüht jetzt wieder richtig auf, mit so einem netten Kerl an ihrer Seite. Auch Shadow fühlt sich sichtlich wohl in Gesellschaft. Es ist für uns alle eine WIN WIN Situation. Gestern waren wir das erste Mal mit Strias bestem Freund, einem Malamute-Rüden spazieren. Noch etwas mit Abstand am Anfang, doch es ist gut gegangen ohne knurren oder sonstiges. Shadow ist wirklich sehr sozial. Er ist sehr gelehrig und lernt schnell.
Ich bin sehr glücklich und erleichtert, dass alles so prima klappt.“

„……………..jetzt sind es schon 5 Wochen seit Shadow bei uns lebt und ich möchte keinen Tag davon missen. Das heißt, einen Platz auf der Glücksfelle-Seite soll er auf jeden Fall bekommen! Er ist wirklich ein schlaues Kerlchen und man muss ihn einfach gern haben. Seine diebische Elsternart hat mich schon einige Male zum Schmunzeln gebracht. Er hat es tatsächlich geschafft, die Futtertonne zu öffnen und so viel zu fressen, dass ich sogar nachts 2mal mit ihm raus musste. Alles Essbare ist jetzt gut gesichert aufbewahrt. Auch das Flegelalter hat mal ein Ende! Stria und er verstehen sich immer noch prima. Nur wenn er beim Spielen etwas grob wird, weist ihn Stria in die Schranken. Die Spatziergänge genießt er sichtlich. Und alle Hunde, denen wir begegnen werden freundlich begrüßt. Er ist neugierig und gelehrig.“Shadow und Freundin

Was soll jetzt, nach bald 8 Wochen, eigentlich noch schief laufen? Gerne packen wir Shadow auf die Glücksfelle-Seite und wünschen ihm und seiner neuen Familie mit Stria viele schöne und gemeinsame Jahre.
Bei Shadows ehemaligem Herrchen bedanken wir uns für die unkomplizierte Übergabe und für das uneingeschränkte Vertrauen.

Shadow und Freundin

 


 

Kaiyla – Weihnachten in Deutschland

„Wow Leute, hört mal: wenn ihr gelesen habt, auf welchem Weg ich bei der NfP-Freudenstadt gelandet bin, dann wisst ihr ja über mein genaues Vorleben Bescheid.

Meine Pflegemenschen, bei denen ich doch einige Wochen verbringen durfte, hat man ganz doll ins kalte Wasser hüpfen lassen. Sie hatten Urlaub in Kroatien gemacht und mich an der Kette entdeckt. Das fanden sie nicht so prickelnd. Die ganze Heimfahrt hat man sich Gedanken gemacht, was man mit so einem Hund machen könnte. Dann hatten sie die glorreiche Idee, bei einer der Nothilfen für nordische Hunde in Deutschland anzurufen und um Hilfe zu bitten. Die hat man auch versprochen und gebeten, man möge mich doch einfach da unten abholen und sie würden sich kümmern. Pustekuchen, das haben die nicht getan, obwohl meine jungen Pflegemenschen extra nochmals den weiten Weg gefahren sind, um mich denen zu übergeben. Von den Kosten will ich ja mal gar nicht sprechen, aber Kroatien ist ja auch nicht so grade mal um die Ecke.
Da war dann guter Rat teuer – erreichbar war diese Nothilfe nicht mehr für meine Menschen und die waren vom Tierschutz sehr enttäuscht. So haben sie sich das nicht vorgestellt. Unerfahren, noch nie einen Hund besessen und dann gleich so ein nicht sozialisiertes Malamuten-Mädel, das rein gar nichts kannte. Dann habe ich auch gleich noch versucht, denen gehörig auf der Nase herumzutanzen. Das kam wohl nicht so gut an und sie haben sich professionelle Hilfe geholt. Bei diesen Professionellen gibt es aber auch „solche“ und „solche“……. – und in ihrer Not wollten sie mich dann ins Tierheim bringen. Das wäre aber nur die letzte Lösung gewesen. Zum Glück haben sie es sich anders überlegt.Kayla

Irgendwie kamen sie dann auf die Leute von der NfP-Freudenstadt. Die haben dann versucht, Unterstützung zu geben. Zuerst nur verbal am Telefon, dann vertraglich und zum Schluss haben sie so für mich gesprochen, dass meine Pflegemenschen einverstanden waren, dass ich die Chance einer Vermittlung über deren Website erhalte.
Und nochmals Wowwww, eine Unmenge von Leuten haben sich gemeldet. Die meisten sind voll auf mein Aussehen abgefahren. Jeder sagt nämlich, dass ich eine ganz hübsche Hündin sei. Aber nur hübsch aussehen und sonst ein bisschen den Teufel im Leib, das geht ja gar nicht. Jeden Tag haben sie also mit mir geübt und es wurde auch immer besser mit meinem Verhalten. Aber Menschen, die noch nie einen Hund hatten und dann plötzlich mit einem Alaskan Malamute dastehen, die sind erst einmal hoffnungslos gefordert.

Jetzt mal unter uns: die haben das suuuper gemeistert. Man muss ja auch mich verstehen, dass ich nämlich gar nichts anderes kannte als den Garten und die Kette……wo sollte ich denn bitteschön all das plötzlich herhaben, was man Anstand und Erziehung nennt?
Langer Rede – kurzer Sinn – alle Interessenten mussten gecheckt werden und zum Schluss blieb nur noch eine Familie übrig. Und die wohnt gar nicht so sehr weit von meinen Pflegemenschen entfernt. Also auch in Bayern. Ich glaube, die hat der Himmel geschickt. Und die fanden mich ja ganz hübsch, aber in erster Linie fanden sie meine Beschreibung sehr interessant. Denn genau diese Beschreibung war es, die sie angesprochen hat. Ihr verstorbener Rüde hatte bei der Übernahme dasselbe Verhalten, wie ich es habe. Also kein Problem für diese Menschen.
Sie wollten mich dann unbedingt kennenlernen – klar, die Katze im Sack kauft keiner.
Zwei Wochen sollte es dauern, bis sie dann einen Besuch bei mir machten. Meine Pflegemenschen, ein bisschen die Pessimisten, was man ihnen nach all dem, was zuvor geschehen war, nicht verdenken kann, sahen dem Besuch kritisch entgegen. Die Leute von der NfP-FDS sahen es eher gelassen. Ich war ja nicht die erste problematische Malamuten-Dame, die umziehen sollte. Sie haben da an die Maja gedacht, die es auch nicht so einfach hatte, die richtigen Menschen zu finden und es dann doch so passiert ist.
Ich sage heute einfach, es war absolut „Bestimmung“, dass sich die andere Nothilfe nicht mehr um mich gekümmert hat. Das kam mir voll zugute.
KaylaAls die neuen Menschen gekommen sind, ging ich denen auch freudig und offen – ja, mit einem breiten Malamute-Grinsen, entgegen. Und sie fanden mich ne Wucht. Genau das, was sie an den Nordischen lieben – nicht nur den Sturkopf, auch die Eigenwilligkeit und was sonst noch so dazu gehört, es ist halt das nordische Wesen, das sie durch meinen Vorgänger so lieben gelernt haben. Bei mir kommt alles voll zum Tragen.
Und was soll ich euch sagen? Auch meine Pflegemenschen waren hellauf begeistert, denn sie fanden den Menschen-Besuch nicht nur sympathisch, sondern auch genial für mich.

Problemlos stieg ich ins Auto ein und ab ging die Post ins neue Zuhause. Dort eingezogen fühlte ich mich sofort rundherum wohl und tat so, als sei ich noch nie woanders gewesen.
Nein, man darf das nicht undankbar nennen, wenn ich so ohne Schwierigkeiten zu machen, mich gleich umorientiert habe. Etwas Angenehmes anzunehmen, das ist einfach. Meine Pflegemenschen hatten ja keinerlei Erfahrung und haben trotzdem so viel richtig gemacht.
Es hat mir auch furchtbar leid getan, dass beim Abschied dann die Tränen geflossen sind und ich möchte mich ganz lieb bei ihnen bedanken, dass sie mich aus meinem früheren Dasein erlöst haben.
Ich war schon eine harte Nuss und habe es ihnen nicht leicht gemacht. Aber plötzlich war ich dann WEG und es hat dann trotzdem was gefehlt.
Wenn mal viel Zeit vergangen ist, dann können sie mich ja besuchen und sie werden erstaunt sein, wie viel Fortschritte ich dann schon gemacht habe.
KaylaUnd meine neuen Menschen, die sind klasse, sie lassen mich erst mal „da sein“, „ankommen“, um dann zu entscheiden, wo man mit der Wegweisung für mich beginnen kann. Ich bin mir sicher, die schaffen, dass ich eines Tages auch so ein toller Kumpel bin, wie es die ganzen Jahre zuvor der Asko war, den sie leider gehen lassen mussten.
Also Leute – macht’s gut und ich melde mich mal wieder, wenn die Zeit reif dafür ist.
Und wie sagen die von der Nothilfe in Freudenstadt immer: es gibt für jeden Topf ein Deckelchen – wo sie recht haben, da haben sie recht…….und jetzt dürft ihr über meine erste Zeit im neuen Zuhause lesen – hier geht’s weiter…..“

„Mein Umzug in die Berge – schöner geht’ gar nicht mehr.

Achja, meine Berufung: schön aussehen, Chaos stiften und Menschen tot kuscheln.

OK, vor kurzer Zeit habe ich zwei lustige Menschen kennen gelernt. Die reden viel mit mir – so komisch in ganzen Sätzen.
Ich tu immer so, als wenn ich’s verstehe. Das finden die süß.

In meinem jetzigen Zuhause darf ich überall hin, so ganz ohne Geschirr und Leine. Das ist toll….was ich da so alles gefunden habe….. Nun ja, die lustigen Menschen haben mich wohl durchschaut. Nun steht alles Interessante sehr weit oben – schade!
Lange Spaziergänge durch tiefen Schnee haben die Zwei mit mir gemacht. Das war klasse.
Allerdings habe ich mir die ersten beiden Tage ziemlich die Pfoten abgefroren. Wusste nicht, wie meine Pfoten-Heizung funktioniert. Jetzt habe ich aber den Schalter gefunden. Nun laufe, renne, tobe und suhle ich mich im tiefen Schnee mit warmen, eisfreien Pfoten. SUPER – und selbst im eiskalten Fluss erreiche ich meine Betriebstemperatur. Dann drehe ich mal richtig auf, nur meinen Menschen hängt hinterher so komisch die Zunge vorne raus.
Auch müssen die nach dem Spaziergang immer schnell aufs Sofa, obwohl ich noch gerne mit meinem Ball und meiner quietschenden Giraffe „Willma“ durch die Wohnung toben möchte.

Ein bisschen Stress gibt’s nur mit anderen Wesen auf vier Beinen. Die kann ich so gar nicht leiden. Meine Menschen reden dann wieder mit mir, so lange Gefahr besteht und haben so einen blöden Korb für eine Schnauze – und wenn ich dann wieder freundlich drein schau, gibt auch ein Leckerchen. Ich glaub, das wird schon, die sind ja so geduldig und hartnäckig……
Wir alle freuen uns auf ganz viele tolle Jahre zu DRITT –
Danke an all die Menschen, die uns diesen gemeinsamen Weg ermöglicht haben.

Eure Kaiyla

Wir waren uns sicher, dass es die richtigen Menschen für Kaiyla gibt, auch wenn es ein wenig gedauert hat. Unser Danke geht an die beiden Pflegeeltern, wir bewundern euer Durchhaltevermögen, auch wenn es manche Situation gegeben hat, an der man fast scheiterte.
Ihr habt es super gemeistert und Kaiyla wunderbar begleitet.
Danke Familie M., dass Sie sich nicht durch Kaiylas Malamute-Verhalten beeindrucken ließen. Schon heute sind Sie ein tolles Team.

 


 

Vom Tierschutzhund zum Therapiehund………Glücklicher Zitar

ZitarDer Rüde Zitar (heute genannt Satyr) wurde uns zunächst als 14-jähriger Rüde wegen Tod des Besitzers als Abgabehund gemeldet. Wir alle wussten, dass er in diesem Alter kaum eine Chance auf ein neues Zuhause haben würde. Auch nach dem sich herausstellte, das Zitar erst 11 Jahre alt ist, meldeten sich für ihn keine Interessenten.

Zitar wurde allerdings sofort nach dem er auf unserer Seite vorgestellt wurde, von einer Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten Gründen leben, als Pflegehund aufgenommen. Natürlich musste Zitar erst beweisen, dass er mit den 5 Hunden der dortigen Betreuer klar Recht kommt. Zitar meisterte alles mit Bravour und in ganz kurzer Zeit hat er alle Herzen der Bewohner und Betreuer im Sturm erobert. Nach ein paar Tagen war den Kindern und Jugendlichen klar, dass sie diesen tollen Kumpel nicht mehr hergeben würden. Wohl auch deshalb, da er einer von ihnen war. Zuhause verloren und kein Interesse irgendwelcher Menschen an seinem Schicksal.

Es war allerdings nicht ganz so einfach für die Einrichtung Zitar so schnell und fest zu übernehmen. Es stand auch hier einiges an „Bürokratie“ an, um alles zu regeln. Man ging sogar soweit, dass eine Betreuerin ausgesucht wurde, die Zitar übernehmen wird, wenn es ihm, aus welchen Gründen auch immer, in der Einrichtung irgendwann zu viel werden sollte oder wenn es später einmal die Gesundheit nicht mehr zulassen würde. Wir finden es mehr als verantwortungsbewusst, dass man vorausschauend an die Übernahme gegangen ist und auch dabei die Zukunft von Zitar nicht außer Acht gelassen hat. Das ist bei vielen Menschen leider nicht so, die sich unüberlegt ein Tier anschaffen.

ZitarWir freuen uns sehr, dass unser Sorgenkind ein so tolles Zuhause gefunden hat und dass er all die vielen Menschen Lügen straft, die immer noch behaupten, dass Hunde aus dem Tierschutz „alle gestört“ seien. Wir glauben nicht, dass es jeder Hund schafft, sich den Titel eines „Therapiehundes“ zu erarbeiten und noch dazu ein Hund, den kaum ein Mensch wegen seines Alters und Aussehens aufnehmen würde.

Dieses Mal zeigen alle Fotos Zitar mit einigen seiner vierbeinigen Kumpel. Aus verständlichen Gründen konnten wir keine gemeinsamen Fotos mit den Jugendlichen veröffentlich. Der Körper-Kontakt war auch immer sehr eng, so dass ein Herausschneiden der Person nicht möglich war. Sicherlich erfüllen auch diese Fotos ihren Zweck, dass zu erkennen ist, wie wohl Zitar sich fühlt.

Einen Kurzbericht der Betreuerin Nicole Ch. haben wir bereits erhalten:

„In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück. All mein Inneres, Krankes, Wundes heilt in seinem Blick!“ (Friederike Kempner)

Das ist der Mottospruch in der Einrichtung. Satyr fängt nun sogar an mit den anderen Hunden zu toben. Man merkt, dass er immer mehr Muskeln aufbaut und pure Lebensfreude hat.
Er liegt sehr oft mit meiner Huskyhündin zusammen im Körbchen und kuschelt total gerne mit den Kindern. Satyr ist ein absoluter Herzensbrecher und das steht nun auch auf seinem Geschirr. Er hat einen wunderbaren Charakter und wickelt jeden um den Finger. Satyr genießt es sehr, zusammen mit den anderen Hunden und den Kindern spazieren zu gehen. Wir und auch die Kinder werden diesen tollen Kerl niemals wieder hergeben……“Zitar

Wir danken Frau Ch. dafür, dass sie sich für Zitar gemeldet hat und mit den Kolleginnen und dem Einrichtungsleiter abgesprochen hatte, Zitar als Pflegehund zu übernehmen – zu dieser Zeit ahnte noch niemand, dass es ein „Pflegehund für immer werden würde…….“

Wir danken den Kollegen und Kolleginnen und der Leitung, den Kindern und Jugendlichen, ohne Voreingenommenheit Zitar fest übernommen zu haben. Auch dafür, dass sie einfach nur das Herz haben entscheiden lassen, um ihm eine schöne zweite Lebenshälfte zu ermöglichen.

Das Team der NfP e.V., Freudenstadt

 

 

 

 

 


 

Roy hat die Herzen zum Schmelzen gebracht

RoyEr tat uns in der Seele leid, dieser einäugige Husky-Rüde, der da in Costa Rica im Tierschutz gelandet war und keine Chance hatte, vor Ort ein dauerhaftes Heim zu finden. Über engagierte Mitglieder unseres Vereins hatten wir von ihm erfahren und spätestens nachdem wir Fotos von Roy (so sein Name) erblickt hatten, war es um uns geschehen. Diese Ausstrahlung, diese Würde. Und das bei seiner Vorgeschichte mit der schweren Misshandlung, die ihn das Auge gekostet hatte. Da konnten wir unsere Hilfe einfach nicht verwehren.

Gedauert hatte es dann trotzdem noch einige Monate, bis Roy nach Deutschland ausreisen konnte. Zuerst mussten ein Pflegeplatz und ein Flugpate gefunden und etliche bürokratische Hindernisse überwunden werden. Aber dann war es im Juni 2012 endlich soweit, dass wir den stattlichen Roy auf deutschem Boden begrüßen durften.

Sein Pflegefrauchen war von ihm genauso angetan wie wir, nur leider teilte ihre Hündin diese Begeisterung nicht – sie reagierte so unerwartet eifersüchtig, dass die Pläne ihrer Besitzerin, Roy vielleicht selbst zu behalten, damit im Keim erstickt waren. Wir mussten also neue Menschen für den freundlichen Rüden suchen.

Und wir hatten Erfolg! Es meldete sich ein Paar, das bereits zwei Huskys sein Eigen nennt und von Roys Schicksal dermaßen berührt war, dass spontan der Entschluss fiel, ihn kennen zu lernen und bei zwischen allen Beteiligten stimmiger Chemie zu adoptieren.

So wurde im Zuge einer Urlaubsreise in den Süden ein Zusammentreffen vereinbart und Roy konnte seine potentiellen künftigen Gefährten schon mal beschnuppern. Ein wenig zickig war die „Hunde-Chefin“ schon, aber Roy trug es mit Fassung und verhielt sich ganz souverän. Der junge Rüde dagegen war ohnehin gewohnt, sich den Älteren unterzuordnen, so dass von seiner Seite kein Ärger zu erwarten war. Am Ende der Gassirunde tranken die drei sogar einträchtig nebeneinander ihre Näpfe leer und nahmen es einander nicht mal übel, wenn die eine oder andere Schnauze sich zwischendurch ins fremde Wasser verirrte. Ein gutes Omen!Roy

Die Zweibeiner beratschlagten noch kurz unter vier Augen, ob sie Roy nun tatsächlich in ihre Familie aufnehmen wollten – schließlich erwarteten sie Ende des Jahres auch noch Nachwuchs und da will eine solche Entscheidung natürlich besonders gut überlegt sein. Aber wie das Pflegefrauchen und die Vermittlerin schon vermutet hatten, war Roys Charme nicht ohne Folgen geblieben: Roy sollte umziehen! Zunächst mal zur Probe, um abzuschätzen, ob es auch daheim im häuslichen Umfeld zwischen den Hunden harmonieren würde. Aber nicht sofort, sondern erst eine Woche später, wenn der Urlaub bei der Verwandtschaft beendet wäre – schließlich wussten die gar nichts von den Plänen mit einem dritten Hund und wären sicherlich überrumpelt gewesen, hätte Familie E. plötzlich noch ein Fellgesicht im Schlepptau gehabt.

In der Folgewoche trat Roy, der künftig den Namen „Carlos“ tragen sollte, dann eine lange Reise an, die ihn in den Norden Deutschlands führte. Dort durfte er das weitläufige Grundstück erkunden, das Haus in Beschlag nehmen und sich ganz einfach eingewöhnen und heimisch fühlen. Nicht nur seine eigenen Menschen, auch alle anderen, die ihn kennen lernten, waren zunehmend begeistert von seiner tollen Art und der souveränen Ausstrahlung, die jeden automatisch in den Bann schlägt.

RoyHerrchen und Frauchen sind voll des Lobes, die beiden „alteingesessenen“ Hunde kommen gut mit dem Neuzugang klar und Carlos… – ja, Carlos lebt so langsam sein Husky-Naturell aus, dessen er in Costa Rica der Umstände halber nicht richtig frönen konnte. So entdeckte er beispielsweise seine Leidenschaft fürs Mäusesuchen und Buddeln, wozu er in dem ausgedehnten Garten seiner Besitzer mehr als genug Gelegenheit hat. Richtiges „Jagen“ außerhalb des Grundstücks ist natürlich nicht zugelassen, aber die kleinen Adrenalin-Stöße im eingezäunten Bereich scheinen Carlos auch schon glücklich zu machen.

Mittlerweile hat sich eine ehrenamtliche Helferin auch schon vor Ort davon überzeugt, dass Carlos sich einwandfrei eingewöhnt und das große Los gezogen hat. Wir wünschen der Familie weiterhin viel Spaß miteinander und alles Gute – auch und insbesondere, was den bevorstehenden menschlichen Zuwachs angeht.

Roy

Der ehemaligen Pflegestelle wollen wir noch einmal ganz herzlich danken, dass sie Roy/Carlos mit ihrem Platzangebot die Ausreise ermöglicht hat und ihn trotz des Stresses mit Hündin Xenia nicht vorschnell loswerden wollte, sondern ihm die nötige Zeit einräumte, bis er nun sein eigenes, traumhaftes Zuhause gefunden hat. Solche Pflegestellen sind für unsere Schützlinge und uns unendlich wertvoll!

 

 

 

 

 


 

Eskia, die Weitgereiste

Eskiah

Die kleine Rumänin Eskia, ehemals im Welpenalter ausgesetzt und in letzter Minute gerettet, hat nun nach ihrer Schwester Sora ebenfalls ein tolles Zuhause gefunden. Über eine befreundete Tierschutz-Orga waren wir um Vermittlung gebeten worden, da bei den Elterntieren unverkennbar Husky-Gene mitgemischt hatten.

EskiahBestens versorgt in einer privaten Pflegestelle, mangelte es Eskia bis zur Vermittlung an nichts. Außer eben an einer endgültigen Bleibe. Und das lag lediglich daran, dass Eskia das Autofahren weder mag noch besonders gut verträgt, so dass die äußerst mobile Pflegefamilie ihr keinen Gefallen getan hätte, sie ständig mit auf Tour zu nehmen. Also entschieden die Zweibeiner schweren Herzens, die Gasthündin wieder ziehen zu lassen… – in der Hoffnung, dass sich nette Menschen finden würden, die Eskias liebenswürdigen Charakter ebenso zu schätzen wüssten wie sie selbst.

Keine Frage, dass wir genau diese Menschen gefunden haben! Wobei der Ausschlag zur Vermittlung eigentlich in Eskias Katzenverträglichkeit lag. Die ursprüngliche Anfrage richtete sich nämlich auf drei andere Kandidaten, die aber allesamt beim Anblick von Katzen nichts anderes als Jagen im Kopf haben. Solch ein „Himmelfahrtskommando“ wollten wir den Samtpfoten natürlich nicht antun und haben deshalb Eskia ins Gespräch gebracht, die in ihrer Pflegestelle bereits mit Stubentigern zusammen lebte.

Nach einem Telefonat und dem Anblick der Fotos war schnell die Entscheidung für die silbergraue Hündin gefallen. Nun mussten also nur noch die Formalitäten erledigt werden, um den Weg für den baldigen Umzug in die Schweiz zu ebnen. Flexible Vereinsmitglieder haben dankenswerterweise sehr schnell den Hausbesuch absolviert und absolut grünes Licht gegeben. Das Pflegefrauchen war bei unseren Hauruck-Planungen ebenfalls sehr entgegenkommend – und zwar wortwörtlich, denn sie brachte Eskia rund 700 Kilometer weit bis nach Freudenstadt. Und so konnte Eskia wenige Tage nach der ersten Kontaktaufnahme schon ihre neuen Zweibeiner kennen lernen.

Eskiah beim Spiel mit FreundenBei einem gemeinsamen Spaziergang verloren dann sowohl das künftige Herrchen als auch seine Mutter ihre Herzen vollends an das niedliche Hundemädchen. Sie wirkte so zart, irgendwie schon fast schutzbedürftig. Doch dass dies nur eine „optische Täuschung“ ist, machte die Pflegestelle schnell klar, als sie von Eskias ausdauernden Tobereien und Wasserspielen erzählte. Also doch kein zerbrechliches Porzellan-Hündchen, sondern eine ganz normale neugierige, temperamentvolle und lebenslustige Halbstarke, die stets gute Laune verbreitet. Die ideale Begleiterin!

Mit gutem Gefühl entließen wir Eskia und ihre Menschen wieder in Richtung neue Heimat. Die Fahrt dorthin hat Eskia störungsfrei überstanden. Na ja, nachdem sie sich auf dem Weg nach Freudenstadt schon mehrfach übergeben hatte, war wohl auch nichts mehr im Magen…

Zuhause waren für Eskia zunächst die Futternäpfe der beiden Familienkater interessant; die Samtpfoten selbst ließen sich erst mal nicht blicken, sie hatten wahrscheinlich gerade keine Zeit, den Neuankömmling zu begrüßen. Schade für Eskia, die sich über vierbeinige Spielkameraden gefreut hätte.

EskiahInzwischen sind sich Eskia und die Kater Tairen und Damien natürlich längst begegnet. Bei den Miezen war die Begeisterung aber eher verhalten, sie haben im ersten Schock Reißaus genommen und waren eine Weile wie vom Erdboden verschluckt. Mittlerweile sind sie aber wieder nach Hause gekommen, müssen sich allerdings erst noch vollends an die ihrer Meinung nach etwas aufdringliche Mitbewohnerin gewöhnen, aber das wird schon – „die will doch nur spielen…“

Eskia fühlt sich in ihrem Zuhause sehr wohl und hat alles, was das Herz begehrt. Selbst das Autofahren scheint ein bisschen seinen Schrecken verloren zu haben, denn wo sie in Deutschland noch Sperrfüße gemacht hat und man sie ins Fahrzeug heben musste, da hat sie in der Schweiz schon nach wenigen Tagen (und unter der Einnahme von Bachblüten-Notfalltropfen) den Einstieg ins Auto ganz alleine und ohne große Aufmunterung gemeistert. Ein super Fortschritt! Auch wenn sie sich immer noch teilweise übergeben muss, hoffen wir doch, dass die Übelkeit irgendwann Schnee von gestern ist. Wir drücken jedenfalls die Daumen, dass Eskia ihre restlichen Vorbehalte gegen diese Art der Fortbewegung bald völlig aufgibt.

Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, dass diese Vermittlung so reibungslos geklappt hat. Wir wünschen Herrn B. und seiner Mutter samt tierischem Anhang noch viele fröhliche gemeinsame Jahre.

Eskiah