+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Januar 2012 ein neues Zuhause gefunden haben

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Lisa – mit 11 Jahren noch mal durchgestartet

LisaSie zählte zu den Jungen aus unserem 10er-Rudel – und das, obwohl auch Lisa bei ihrer Vermittlung bereits ihren elften Geburtstag hinter sich hatte. Doch dass Zahlen nicht unbedingt etwas zu sagen haben, hatte die blauäugige Husky-Dame bereits in der Auffangstation demonstriert. Dort zeigte sie sich nämlich genau wie die anderen Rudel-Mitglieder sehr bewegungsfreudig und wer dieser agilen Schmusebacke begegnete, hätte sie auf jeden Fall jünger geschätzt.

Ihre Homepage-Vorstellung gefiel schließlich einer sportlichen Familie, die bereits drei Jahre zuvor einen jungen Rüden von der NfP adoptiert hatte. Nun sollte Taro (so der Name des kupferfarbenen Vierbeiners) eine Gefährtin erhalten und die Wahl war auf Lisa gefallen. Die bestechende Optik hatte zum näheren Betrachten geführt und als auch noch der gutmütige Charakter in die Waagschale geworfen wurde, war das zweistellige Alter absolut nebensächlich. Hauptsache, es würde mit den drei Kindern und Ersthund Taro harmonieren.

So schnell wie möglich wurde Lisas Umzug vorbereitet und wenige Tage später trat sie schon die Reise von Schleswig-Holstein nach Süddeutschland an. Auf der Fahrt verhielt sie sich absolut vorbildlich und ruhig und wickelte ihre Chauffeure schnell um die Pfoten.

Die Übergabe fand in Freudenstadt statt und Lisas neue Familie war schon reichlich gespannt auf den vierbeinigen Zuwachs und konnte das Kennenlernen kaum erwarten. Lisa war gewohnt offen und freundlich, die Menschen waren vor lauter Glück am Strahlen und die Vermittler freuten sich, dass die Erwartungen auf beiden Seiten erfüllt wurden.

Daheim lernte Lisa dann ihren künftigen Gefährten Taro kennen – dieser war zum Abholen nicht mitgekommen, da man den beiden Pelzgesichtern nicht gleich den Stress einer gemeinsamen Autofahrt zumuten wollte. Lisa sollte genug Zeit erhalten, sich an die neue Gesellschaft, die fremde Umgebung und das noch unbekannte Leben im Haus zu gewöhnen.

JA, es gab ein paar Startschwierigkeiten: Taro war eifersüchtig. Lisa musste lernen, dass sie ihre „Geschäfte“ nicht durch den ganzen Garten bzw. auf der Terrasse verteilen sollte. Aber NEIN, ans Aufgeben hat Familie K. nie gedacht. Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder waren einfühlsam genug, um von Lisa keine Wunder zu erwarten. Und je weniger die Hündin gedrängt wurde und je selbstverständlicher sie einfach mitleben durfte, desto mehr hat sie sich eingewöhnt und von Taro abgeschaut, wie sich ein richtiges Familienmitglied zu benehmen hat.Lisa und Taro

Mittlerweile klappt es ganz hervorragend und niemand will Lisa mehr missen. Sie hat die Herzen im Sturm erobert. Auch Taro hat seine anfängliche Eifersucht abgelegt, weil seine Menschen ihm bewiesen haben, dass er nicht abgeschoben wird, nur weil ein zweiter Hund ins Haus gekommen ist. Er ist mit Lisa ein Herz und eine Seele, die beiden kuscheln zusammen und trinken aus demselben Napf – ein richtiges Dream-Team.

Auch mit dem jungen Husky-Mix-Rüden der (Schwieger-)Mutter verträgt Lisa sich bestens. Wenn er zu Besuch ist, dann wird durch den Garten getobt und Lisa dreht so auf, dass man sich mal wieder fragt, ob das Geburtsdatum im Impfpass wirklich richtig ist..?! Aber es ist Tatsache, dass es sich um eine 11-jährige „Seniorin“ handelt, auch wenn sie sich nicht wie eine benimmt. Die Geborgenheit und Liebe ihrer neuen Familie beflügelt Lisa regelrecht und hält sie jung.

Lisa im neuen Heim

Wir wünschen der sympathischen Menschen-Hunde-Meute noch ganz viel Freude zusammen und bedanken uns recht herzlich für die Entscheidung, Lisa ein Zuhause zu geben.

 


 

Hallo liebe Leute!

SukiNun wohne ich bereits einige Zeit in einer echten Schloßstadt in NRW und ganz ehrlich, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, je irgendwo anders heimisch gewesen zu sein;) Anfangs dachte ich ja schon, dass es komisch ist, schon wieder umzuziehen, aber inzwischen weiß ich, das war mein großes Glück! Ich finde, Glück muss man auch zeigen dürfen und aus diesem Grunde beweise ich dies meiner "Mama" jeden Tag! Noch nie habe ich soooo viel gekuschelt und Küsschen verteilt, wie ich es jetzt tue - aber ich weiß ja, dass sie sich darüber freut.
Zurzeit sind wir beide etwas faul, das hat Krankheitsgründe - aber es ist ja auch Winter und es regnet immer, da ist das nicht so schlimm!
Wir erinnern uns dann lieber an die vergangenen Tage - davon möchte ich euch heute auch berichten:
Meist stehen wir recht früh auf, ich höre hier immer so Sätze wie "Ich will ja was vom Tag haben" - das ist auch ok für mich, denn sobald ich wach bin, fangen die schönen Unternehmungen des Tages auch gleich an! Morgens drehen wir nämlich immer unsere große Runde - meist fahren wir dazu in verschiedene Wälder oder auf große Wiesen - ganz oft freue ich mich dann so doll, dass ich mich im Kreis drehe und laut quietsche;)
Im Hochsommer war es morgens ganz besonders toll, denn dann sind wir oft in eine Gegend gegangen, durch die ein kleiner Bach läuft. Alleine habe ich mich nicht rein getraut - mit meiner Mama schon;) Solche Unternehmungen bereiten mir großen Spaß - ein wenig stressig ist es nur, wenn meine "Freundin" Lilli dabei ist. Sie geht oft mit uns und ihrer Hundemama spazieren, aber sie ist wild und will mich ständig abknutschen - naja, ich bin älter und da darf ich auch ab und an mal mit ihr schimpfen;) Schimpfen muss ich generell eigentlich nie (nur wenn ein Mensch an der Haustüre klingelt, der mir nicht angekündigt wurde), ich bekomme alles was ich möchte, mir wird sogar oft eigenes Futter gekocht und wir haben schon viele Stunden damit verbracht Beautykram zu erledigen - tja, auch ich bin ein Mädchen.

Ich kann euch nur berichten, das wir beide uns gesucht und gefunden haben und ich meine Mama jeden Tag glücklich mache – nicht, dass ihr denkt ich sei eingebildet, nein! Das sagt sie mir immer und immer wieder.

Apropos, statt jetzt hier Romane zu verfassen klettere ich nun lieber zu ihr auf das Sofa, denn sie darf derzeit nicht viel laufen und da sollte man die Zeit lieber gemütlich gemeinsam verbringen.

Suki

Ich grüße euch alle ganz lieb & werde mich sicherlich bald wieder melden!

Eure
Suki im Glück

Wir freuen uns, dass Suki auf der privaten Dauer-Pflegestelle so viel Zuwendung und eine optimale Versorgung und medizinische Betreuung erhält. Es war das, was wir uns für die kleine, schon ältere Hunde-Dame gewünscht haben: eine Pflegestelle auf Dauer, in der sie Hahn im Korb ist.

 


 

Drago – nach westfälisch und bayrisch nun glücklicher Hanseat

Nachdem meine Schwester Akiba und ich, zwar auf verschiedenen Wegen, jedoch mit Hilfe einiger Schutzengelchen beim gleichen Halter landeten und uns so das unschöne Schicksal vieler Vermehrerhunde erspart blieb, mussten sich unsere Menschen ungeplant und sehr schweren Herzens Ende 2011 wegen Erkrankung von uns trennen.

Akiba wurde vom Rüden einer sehr netten Familie adoptiert und ist dort sehr glücklich.Drago

Ich durfte derweil in eine Pflegestelle einziehen, zu einem richtig gestandenen Weibsbild nach Bayern. Fand ich super – denn bislang waren Mädels immer tolle Gespielinnen.
Nur leider war die derart gestanden, dass die gar nicht einsah, ihre Privilegien mit mir zu teilen. Alles diskutieren meinerseits (mehr Nachdruck verlieh ich meinem Ansinnen nicht, schließlich bin ich ein Gentleman) half nichts, sie ließ einfach nicht mit sich reden. Das Ende vom Lied war, dass ich erneut umzog.
Diesmal in die Gegend nördlich von Hamburg. Auch hier erwartete mich eine sogenannte „Dame“. „Auweia“ dachte ich, „geht das Ganze jetzt von vorne los?“
Und in Erwartung einer weiteren resoluten Holden zog ich schon mal das Genick ein. Doch das war völlig umsonst. Die Dame, diesmal eine, die den Namen auch verdient, heißt Cheyenne, ist auch von der NfP-FDS und eine ganz liebe. Nach den ersten paar Tagen, in denen ich ein wenig zurückhaltend war und Mensch, Dame und Umgebung sondierte, stieg mein Sicherheitsgefühl rapide an. Inzwischen fühle ich mich hier huskywohl.
Zusammen mit Frauchen sind wir viel unterwegs. Auch mein Geschirr mag ich inzwischen leiden, obwohl mir der Ruf vorauseilte, mich aus demselben gerne mal herauszuwinden.
Was Cheyenne nicht sieht, das sehe ich – sich ergänzen nennt man das wohl. Wir fahren Bahn, gehen einkaufen, sind einfach überall zusammen. Und zuhause kuscheln wir sogar miteinander auf einem Platz, so dass meine mitgebrachte Schmusedecke ganz oft ohne mich auskommen muss.
Im Haus bewege ich mich noch etwas vorsichtig und bemühe mich stets, nirgendwo anzuecken. Im Gegensatz zu Cheyenne – aber die kennt das hier alles ja auch schon viel länger und weiß wohl, was runter fällt und was nicht.
Wenn Frauchen mich ruft, geh ich sofort nachsehen, wo sie steckt. Und meine Rute wedelt dabei ganz ohne mein Zutun, find ich jedes Mal richtig lustig.
Weniger lustig ist es, wenn wir draußen anderen Rüden begegnen. Wenn die dann meine Cheyenne schmachtend anblinzeln, da haben die aber nicht mit mir gerechnet. Das geht so gar nicht und das sag ich denen auch. Wär’ ja noch schöner...............................
Ihr seht, hier im Norden ist die Welt für mich endlich wieder in Ordnung. Grüßt bitte Akiba von mir und seid nicht böse, wenn ich heute nur ein Foto mitschicke – aber „Mann“ hat seinen Stolz. Sobald ich nicht mehr aussehe wie frisch gerupft, kommen sicherlich einige nach. Fest versprochen.

Alles Liebe
Euer Drago
 


 

Jack ist nun auch ein Glücksfell

Malamute-Rüde Jack ist seinerzeit zusammen mit Sam in unsere Station gekommen. Die Beiden hat aber offensichtlich keine Freundschaft verbunden und wir haben schnell gemerkt, dass die getrennte Unterbringung der Entwicklung und Entfaltung der zwei Rüden unheimlich zuträglich war.

JackJacks Lebensmotto schien dann nach anfänglichen Unsicherheiten im Zuge der Eingewöhnung auch relativ schnell durch: In der Ruhe liegt die Kraft. Mit einer Ausnahme vielleicht: beim Fressen. Hier war Jack stets so aufgeregt, dass er regelmäßig “Dampf ablassen musste“ und in seinen Innenbereich urinierte. In der Station wurde daran gearbeitet, sodass eine Besserung eintrat. Allerdings musste man damit rechnen, dass bei einem Platzwechsel diese Aufregung wieder auftreten könnte.

Seine Interessenten kümmerte das wenig oder anders ausgedrückt: Sie wollten sich so um ihren neuen Schützling kümmern, dass dieses Problem passé sein sollte. Gesagt, getan. Familie R. hat einen weiten Weg auf sich genommen, um ihr potentiell neues Familienmitglied kennen zu lernen. Und wie wir das glücklicherweise schon oft beobachten konnten, scheint es bei dieser Konstellation von beiden Seiten sofort „klick“ gemacht zu haben. Schon die erste Begegnung im Gehege führte zu einem klaren Daumen hoch.

Auf dem ersten Spaziergang schien Jack ganz klar auszudrücken: „Hey, die sind echt schwer in Ordnung!“. Nach der Rückkehr demonstrierte Jack auch gleich seine Unbefangenheit, indem er ins Auto der Familie R. nach Aufforderung rein- und wieder raussprang. Voller Stolz präsentierte er diese gelungene Darstellung später auch noch seiner Bezugsperson, wie um zu sagen: “Schau mal, was ich jetzt Neues kann!“ Nach nur kurzer Zeit hatten Familie R. und Jack es geschafft, eine kleine Gemeinschaft zu bilden. Um diesen Eindruck weiter zu festigen und zu bestätigen, entschlossen sie sich, Jack über Nacht mit in die Pension zu nehmen.

Das hat auf Anhieb super geklappt, denn frühmorgens um vier Uhr machte der Vierbeiner sanft, aber nachdrücklich auf sich aufmerksam, so dass ein Missgeschick vermieden werden konnte. Sichtlich glücklich und mit einem deutlich gestärkten Vertrauensverhältnis schlug die gewachsene Familie am nächsten Tag wieder in der Station auf und um nichts in der Welt hätte Familie R. sich davon überzeugen lassen, Jack wieder herzugeben. Und auch unserem Pelzgesicht sah man an, dass er sich diesen lieben Menschen, die so sensibel auf ihn eingingen, verbunden fühlte und bei ihnen bleiben wollte.

JackNa, bei so viel Überzeugungskraft war es uns natürlich eine Freude, Jack in die Hände seiner neuen Familie zu übergeben. Und wir wünschen der Familie R. mit ihrem sanftmütigen Schützling alles erdenklich Gute und viele schöne gemeinsame Stunden. Dass der Anfang schon mal vielversprechend war, beweisen die folgenden Zeilen:

Jack fühlt sich pudelwohl. Er hat sich voll in unseren Alltag und Leben eingewöhnt und ist einfach ein Traumhund!!!

Er ist absolut lieb und sehr schmusebedürftig, sucht auch immer unsere Nähe und ist in der Wohnung einfach nur lieb, kein Pieschen, kein Zerstören. Es war schon traurig zu sehen, dass er überhaupt kein Treppe kannte, nicht spielen konnte und alles für ihn recht neu war. Nun hat er sich prächtig entwickelt und ist bei allen gleichermaßen beliebt, sei es im Büro seines Herrchens, in der Nachbarschaft oder bei Verwandten und Freunde - alle lieben Jack!! Er ist aber auch wirklich ein Knuddelbär und bereichert unseren Alltag immer wieder aufs Neue. Er hört aufs Wort, liebt die Hundeschule und ist auch mit anderen Hunden in der Regel sozial verträglich. Auch hier hat er schon seine Freunde, mit denen er auf der Wiese rumtollt.

Jack

Ja, wir können nicht genug Tolles über ihn sagen, einzig das Alleinsein fällt ihm sehr schwer, aber da arbeiten wir in kleinen Schritten (ich kann jetzt wenigstens mal zum Briefkasten gehen ohne Wolfsgeheul). Im Januar haben wir einen kleinen Urlaub gebucht und hoffen auf Schnee. Jack benimmt sich überall vorbildlich, ob Restaurant oder fremde Wohnung!! Natürlich klaut er auch mal gerne ein Leberwurstbrot - aber mal ehrlich, da läuft ja auch das Wasser im Maul zusammen!! Allerdings macht er das nur, wenn keiner von uns dabei ist, er weiß nämlich ganz genau, dass er das nicht darf!! Überhaupt ist Jack sehr lernwillig und begreift sehr schnell. Wir wünschen weiterhin ganz viel Erfolg für die Vermittlung Ihrer Schützlinge.

Ganz liebe verschneite Grüße

Bernd und Bärbel R.
Und Jack!!