°Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.°
Nordische, die im Juli 2012 ein neues Zuhause gefunden haben

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Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt…

Becks

BecksBeck’s ist in seine Pflegestelle gezogen und hat sich sofort von seiner besten Seite gezeigt. Auch das Pflegeherrchen war sofort überwältigt von diesem netten und unkomplizierten Hund. Was nicht so richtig klappen wollte, war die Verträglichkeit mit dem Rüden der Freundin. Da man sich aber bereits auf die kleinen Macken von Beck’s eingestellt hatte, wollte man auch hieran mit ihm arbeiten. Es kam, wie es so oft passiert. Durch das tägliche Training und die Fortschritte baute die Pflegestelle eine enge Bindung zu Beck’s auf. Eigentlich wollte „Mann“ auf einen Malamute-Rüden der NfP warten – aber…….. lesen Sie selbst, was Beck’s aus der Pflegestelle schreibt:

„Hallo, hier schreibt Beck’s und ich habe nun ein neues Zuhause. Schon nach 2 Wochen, in denen ich mich eigentlich nicht immer von meiner besten Seite gezeigt habe, haben meine neuen Zweibeiner beschlossen, mich zu behalten.
Aber ganz im Vertrauen, das wusste ich schon als ich hier angekommen bin. Da hat mich mein neues „Herrchen“ aus dem Auto geholt und der hat sooo gestrahlt. Außerdem habe ich hier auch mein eigenes kleines Rudel, zu dem auch Chicka und Charly, mit dem ich nun auch klarkomme, gehören.

Alles ist hier ganz toll, ein eigener Garten, wo mal allerdings nicht buddeln darf, viele lange Sparziergänge, manchmal sogar zu einem See oder einem kleinen Sandstrand an der Lippe, wo ich mich dreckig und nass machen darf und schwimmen ist ja so cool und macht Riesenspaß mit meinen neuen Kumpels. Ganz viele Streicheleinheiten gibt es noch gratis oben drauf. Schuhe interessieren mich auch nicht mehr, denn hier gibt´s ganz leckere Kauknochen und hier ist immer was los, so dass ich absolut keine Langeweile habe. Bald steht auch noch Fahrradfahren an, dafür darf es aber nicht immer so regnen, wie jetzt. Wie ihr lest, es läuft hier alles super prima und ich freue mich sehr hier bleiben zu dürfen…..“Becks

Das Team der NfP freut sich natürlich auch riesig, auch wenn nun eine Pflegestelle weggefallen ist – aber dass man hier früher oder später sowieso einen Hund von uns fest übernommen hätte, kommt alles einfach ein wenig früher. Die Fotos zeigen uns auch, dass Beck’s es besser nicht hätte treffen können…

Becks


 

Laika und Sky – alte Liebe rostet nicht

Sie sind wieder vereint: Laika und Sky aus dem 10er-Rudel, das wir im Mai 2011 in die Vermittlung bekommen haben. Beide schon etwas betagt und Sky auch mit einigen gesundheitlichen Problemen behaftet, hat sie nun ihr Weg in ihrer Dauerpflegestelle wieder zusammengeführt.Laika und Sky

Wie sich das nun zugetragen hat, erzählen die Zweibeiner aus der Pflegestelle selbst:

Auch wenn diese Geschichte ein Happy-End oder Hundi-End  hat, gingen diesem, wie in jedem guten Hollywoodfilm auch, einige Schickschalschläge voraus. Aber alles der Reihe nach…

Nachdem unsere liebe Malamute-Hündin Micha uns für immer verlassen hatte, waren nicht nur wir, sondern auch unser neuestes Familienmitglied Sky, den wir erst wenige Monate zuvor aufgenommen hatten, in großer Trauer. Immerhin war dies das erste Mal in seinem Hundeleben (und das ist wörtlich zu verstehen, aber das ist eine andere Geschichte) ohne einen anderen Vierbeiner. Das Fatale an der Sache war eigentlich, dass Sky das Fressen komplett eingestellt hatte. Sky kam ja völlig unterernährt zu uns – jedes Laufsteg-Magersucht-Model wäre neidisch geworden bei seiner Figur. Aber Spaß beiseite. Wir konnten zusehen, wie in wenigen Tagen die mühevoll angefutterten Kilos purzelten. Als unsere Tierärztin wegen seines Gewichtes Alarm schlug, waren wir unter Zugzwang. Die empfohlene Lösung, unsere kleine Familie wieder um ein Mitglied aufzustocken, hatten wir nach Michas tragischem Tod eigentlich ausgeschlossen. Aber beim Anblick von Sky gewann Mitgefühl über Vernunft – der berühmte Kampf zwischen Herz und Verstand.

Jetzt standen wir vor einem anderen großen Problem – Sky ist ja bereits 13 Jahre alt und von sehr passiver, devoter und sensibler Natur. Da ein passendes Gegenstück in Bezug auf Alter, Geschlecht und Charakter in kurzer Zeit zu finden, ist eine Aufgabe…

Da wir mit der NfP verbunden sind (unsere eingangs erwähnte Micha, wie auch unseren Sky hatten wir von dort), den Verein schätzen und sehr gute Erfahrungen in jeglicher Hinsicht gemacht haben, war dies natürlich die erste Anlaufstelle. Beim Stöbern auf der Homepage entdeckten wir dann das Unfassbare. Konnte das wirklich möglich sein? Unter „zu Vermitteln“ war die fast 14-jährige Laika. Jetzt muss man wissen, dass Sky und Laika quasi ihr Leben zusammen verbracht und auch bereits erfolgreich Nachwuchs produziert haben. Natürlich haben wir sofort ein liebes „Hallo“ nach Freudenstadt geschickt, verbunden mit dem Wunsch, Laika aufzunehmen.Sky

Jetzt kommt nicht, wie vielleicht vermutet das „Friede, Freude, Eierkuchen“-Happy-End – weit gefehlt. Uns wurde nämlich mitgeteilt, dass Laika wohl bei der jetzigen Pflegestelle bleiben solle. Etwas traurig und enttäuscht suchten wir nach Alternativen. Die waren leider alles andere als reichlich vorhanden. Auch der Besuch in den örtlichen Tierschutzheimen und -organisationen brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Dann erreichte uns ein Anruf aus Freudenstadt…

Ja, jetzt nähern wir uns langsam dem versprochenen Hundi-End! Nach Rücksprache mit der Pflegestelle von Laika war es nun doch möglich, dass sie bei uns einziehen konnte. Nach etwas verzwackter Terminkoordination waren Zeit und Ort für ein Wiedersehen, Familienzusammenführung und gegenseitiges Beschnuppern gefunden. Wir waren so aufgeregt (ich bin sicher, wenn Sky gewusst hätte warum, wäre er das auch gewesen). Würden die beiden sich wieder erkennen und vor allem mögen? Die Trennung war ja einige Zeit her.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Die beiden erkannten sich, mochten sich und so wurde Laika kurzerhand eingepackt und mit nach Köln verfrachtet. Und postwendend frisst Sky wieder gut – wenn er etwas abbekommt. Laika hat ein sehr einnehmendes Wesen.

Mittlerweile hat Laika sich super eingewöhnt und es ist so schön zu sehen, wie die beiden auf einander fixiert sind und Sky sich an dieser starken Hündin orientiert. Sky isst Leckerlis beispielsweise erst, wenn er sieht: Laika isst diese auch. Beim Spazierengehen laufen sie Seite an Seite zusammen, schnuppern am selben Grashalm und sind auch so ein echtes Dream-Team. Wir konnten auch schon öfter beobachten, wie Laika sich schützender und bellender Weise vor unser Mimöschen Sky stellte, als andere Vierbeiner „dicke Arme“ machten.

Laika und SkyLaika ist ein echter Traumhund. Sie passt sich beim Laufen ideal an, ist genügsam, unkompliziert, stubenrein, etwas verfressen und sehr liebebedürftig. Man würde auch nie auf die Idee kommen, dass Laika nun schon 14 ist. Energiebündel ist das treffendste Wort. In jeder Hinsicht eine tolle Hündin. Ihre Anhänglichkeit ist auch legendär. Wir haben sie schon liebevoll „Schatten“ getauft. Sie ist überall, wo wir auch sind. Küche, Bad, Dusche, Bett, Couch – alles keine Hindernisse, sich nicht auf Füße zu legen, damit der zweibeinige Dosenöffner auch ja nicht entkommt.

Damit wäre unsere kleine Geschichte auch schon erzählt. Wir werden sehr bald wieder von uns hören lassen!

Lieber Gruß aus Köln
Markus & Sascha & Laika & Sky

Wenn das keine Erfolgsgeschichte ist! Die Hunde, ihre Menschen und wir sind sehr glücklich – nicht zuletzt, weil wir unsere beiden Senioren bestens versorgt wissen. Sie haben zwar „nur“ eine Dauerpflegestelle, aber das macht für die beiden keinen Unterschied – sie werden geliebt und betreut wie eigene Hunde. Und einmal mehr sind wir ausgesprochen froh darüber, dass es noch Menschen gibt, die auch für die alten und „ausgemusterten“ Vierbeiner ein Herz haben.

Ganz herzlich wollen wir uns deshalb sowohl bei Laikas zwischenzeitlichem Pflegefrauchen, als auch bei ihrer jetzigen Dauerpflegestelle und der Sponsorin, die bis jetzt alle Kosten für das Rudel abgedeckt hat, bedanken – Sie alle sind klasse!

Nun fehlen zu Laikas Glück nur noch nette Hundefreunde, die sie auf ihrem weiteren Lebensweg finanziell unterstützen, denn: eine Bleibe für unsere Sorgenkinder zu finden, ist das Eine – die nötigen Kosten abzusichern aber das Andere. Und hier sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen – mit einer Patenschaft für Laika ab September 2012. Bis einschließlich August werden die Aufwendungen noch „im Rudel-Pack“ durch die oben erwähnte Tierfreundin abgedeckt, doch für die Zukunft freuen wir uns über Paten für unsere einzelnen Schützlinge. Wir sagen ein großes DANKE an alle, die Laika und unsere sonstigen Patenhunde unterstützen.

Pate für Laika werden


 

Kaya – Umzug von NRW nach Schleswig-Holstein

Kaya

Huhu, ich bin’s die Kaya, die sich in Windeseile in ganz viele Herzen geschlichen hat. Woran das gelegen hat weiß ich nicht, aber irgendwie mochten mich so ziemlich alle Besucher der Homepage auf Anhieb.

Mich macht es schon ein wenig traurig, dass manch andere nette Spezies so lange auf ein Zuhause warten müssen, obwohl sie auch nicht so viel anders sind als ich. Vielleicht fehlt ihnen einfach diese jugendliche Unbekümmertheit, die mir mit auf den Weg gegeben wurde. Ich wette aber, die bekommen die anderen im richtigen Zuhause auch zurück.

KayaIch bin noch ganz aufgeregt, denn mein Leben hat sich schon wieder einmal mächtig verändert, nun ganz langsam und der Reihe nach:

Es haben sich also viele Menschen gemeldet, die mich gerne aufnehmen würden. Alles ging der Reihe nach und es wurde natürlich geschaut, dass ich so untergebracht werde, dass ich keine alleinigen Spaziergänge unternehme – also musste die Höhe des Zaunes stimmen. Da ich Kinder und Tiere sehr liebe, sollte auch hier geschaut werden, dass man mir gerecht werden würde.

Ein nette Familie mit Kindern und Kleintieren meldete sich, da sich die kleineren Menschen (wie in der Pflegestelle auch) sofort in mich verguckt haben. Die beiden großen Menschen fanden meinen Charakter auch klasse, wollten mich aber natürlich erst einmal kennen lernen. Man ging also auf große Fahrt vom hohen Norden an den Niederrhein, um mich kennen zu lernen.
Spencer, Jack Daniel’s und meine Wenigkeit waren schon sehr aufgeregt als wir von dem Besuch erfuhren. Klein Noah wollte keinen Mittagsschlaf halten, denn er hatte Sorge zu verpassen, dass ich ausziehe ohne mich von ihm zu verabschieden. Das hätte ich niemals getan, aber so kleine Menschen denken halt ein wenig anders.

Endlich klingelte es und MEIN Besuch kam. Ich bemühte mich, sehr gelassen zu wirken und legte mich sehr desinteressiert (die Wärme an dem Tag ließ es glaubwürdig erscheinen) immer wieder in den Schatten. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich die kleinen und großen Leute aber ganz genau. Die beiden kleinen Menschenkinder spielten mit mir und Spencer – Jack Daniel’s schlief auf einem Gartenstuhl und klein Noah zog es vor, die Nachbarn auf einen Kaffee zu besuchen.

Wir verbrachten einige Zeit miteinander und ich muss sagen, ich fand alle vier sehr nett. Gerne wäre ich hier wohnen geblieben, aber Spencer hat mir abends beim Einschlafen einmal erzählt, dass es schöner sei, alleiniger Hund in einem Zuhause zu sein. Man müsse nicht dauernd teilen und die Menschen sind rund um die Uhr für einen da. Das leuchtet mir ein und da ich in meinem jungen Leben ja schon immer mit anderen Tieren teilen musste, fand ich den Gedanken sehr verlockend.

Wir es zu erwarten war, wollte man mich natürlich unbedingt als neues Familienmitglied adoptieren – am nächsten Tag ging es dann in meine neue Heimat den weiteren Verlauf könnt ihr aus der den Rückmeldungen meines neuen Rudels erlesen:

„Rückmeldung nach 2 Tagen: Wir sind alle mächtig begeistert von Kaya und wir können nur sagen, sie ist ein Traum!!!

KayaAngefangen bei der sehr strapaziösen Rückfahrt von fast 7 Stunden (allerdings mit jeder Menge Pausen), Hagelschauer, Stau und die letzte Stunde Sonne pur - aber dank Klimaanlage hat sie das ganz gut weggesteckt. Futterumstellung war auch kein Problem, außer das sie das "alte" Trockenfutter schlicht weg liegen gelassen hat ... Jetzt bekommt sie früh Fleisch mit Gemüse und Mineralien, abends Trockenfutter (ohne Getreide) und findet das wohl total Klasse!

Ihr Lieblingsplatz ist bei uns in der Küche vorm Kühlschrank ...., am besten auf den blanken Fliesen,- wir haben aber inzwischen eine Decke hingelegt. Die Gitterbox im Flur hat sie inzwischen als Höhle ausgewählt,- demzufolge ist die Tür ständig offen..... Montag hat sie dort für 1,5Std. geschlafen und wir waren einkaufen. Heute waren es fast zwei Stunden mit offener Tür und was soll ich sagen, - es ist absolut nichts passiert!!! Nichts kaputt, angefressen, zerkratzt -, einfach super! Zur Belohnung gab’s heute Mittag einen Knochen ........ siehe Foto. Wir möchten der Pflegestelle unseren Dank für die gute Vorarbeit aussprechen – dafür, das Kaya anfangs überhaupt nicht alleine blieb, hat sie nun Riesenfortschritte gezeigt.

Was sollen wir schreiben - die Kinder lieben sie; müssen nur noch mit ihrem jugendlichen Übermut und Anspringen klar kommen; mir gehorcht sie von Anfang an und wir haben viel Spaß und Streicheleinheiten miteinander ... Ich genieße sehr unsere Spaziergänge, - gestern waren wir zum ersten Mal an der See, es waren Wellen und Kaya fand das wohl total Klasse! Die Muscheln auch, - sie hat sich dermaßen darin gesielt, das sie anschließend erst einmal ins Wasser musste ...... Auch kein Problem! Überhaupt scheint sie Wasser zu mögen- besonders wenn Enten darin schwimmen!!!! Dank Schleppleine ist ja fast alles machbar ....

Während ich diese Zeilen schreibe, - liegt sie vor bzw. zwischen meiner Tür und schläft. Ansonsten beobachtet sie abends, kurz vor Sonnenuntergang, draußen im Garten unheimlich gerne die Möwen, Krähen, Tauben, Gänse und sonstigen Vögel und will wohl manches Mal auch ein Vogel sein ...

KayaKurz gesagt - ich würde behaupten,- Kaya ist hier angekommen und genießt das alleinige Dasein in ihrem Garten! (Toben kann sie ja bei den Spaziergängen draußen mit den anderen Hunden ...) Ach so, endlich mal jemand, der mir das Unkraut aus den Steinritzen zieht ...

Das als Kurzreport! Alles Gute und Danke nochmals!!!

Ihre Familie W. aus Travemünde mit Kaya

Rückmeldung nach 1 Woche: Wir sind alle mächtig stolz auf Kaya und von Secondhand-Hund kann man eigentlich gar nicht sprechen. Es ist so, als ob sie schon immer hier war (dabei ist das erst eine Woche - Wahnsinn!!!!)

Wie ihr also lesen könnt, geht es blendend und ich genieße es sehr, der Mittelpunkt zu sein.
Ich aber noch sehr oft an meine Pflegeeltern, klein Noah, Spencer und Jack Daniel’s. Auch wenn es nur eine kurze Zeit war, wird sie Teil meines Lebens bleiben und ich bin sehr dankbar, dass sie mich aufgefangen haben und es mir sehr leicht gemacht haben, mich einzuleben. Macht’s gut meine Freunde – vielleicht treffen wir uns ja irgendwann einmal ganz zufällig, wenn ihr hier Urlaub macht.“

Auch die NfP ist sehr glücklich, dass Kaya nun ihre Menschen gefunden hat. Unser Dank gilt der Pflegestelle, den neuen Besitzern und auch all denen, die Kaya gerne ein Zuhause gegeben hätten. Vor allem, dass diese Menschen sich mit Kaya freuen und nicht böse sind, dass wir diese „Zuckerpuppe“ nur einmal vermitteln konnten.

 


 

Aslan hat's geschafft

Aslan

In den Tierschutz kam Aslan nach der Trennung seiner Menschen. Der junge Rüde hatte leider nie gelernt, alleine zu bleiben und so konnte das Herrchen ihn nicht behalten, weil Aslan bei seiner Abwesenheit herzzerreißend heulte und die Wohnungseinrichtung „umgestaltete“. Schweren Herzens brachte er uns seinen Vierbeiner ein großes Stück entgegen, so dass eine unserer Helferinnen ihn anlässlich der damaligen Rettungsaktion für die Chows Anton, Berti und Cäsar übernehmen konnte.Aslan

Eigentlich dachten wir, die Vermittlung von Aslan würde ein Kinderspiel. Junger Hund, bildhübsch, charakterlich überhaupt nichts auszusetzen. Aber das Manko mit dem Alleinebleiben sowie undefinierbare (aber offensichtlich schmerzfreie) Störungen im Bewegungsablauf erschwerten die Sache dann doch.

Schließlich meldete sich eine Familie, die bereits vor vielen Jahren den Husky-Rüden Jack von uns übernommen hatte. Mittlerweile waren Jack und seine damaligen Gefährten schon verstorben und von den Nachfolgern war die Kuvasz-Mix-Hündin Linda nach dem Tod ihres Kumpels „verwitwet“. Daher sollte wieder ein Zweithund zur Familie stoßen.

Ein erstes Kennenlernen zum Gassigehen verlief positiv. Die schüchterne Linda zeigte vorsichtiges Interesse an Aslan und forderte ihn zwischendurch sogar zum Spielen auf. Naja, dass der Jungspund darauf nicht nur einstieg, sondern in seinem Überschwang auch leicht übertrieb, quittierte sie dann prompt mit einer Zurechtweisung. Doch Aslan zeigte sich davon unbeeindruckt und versuchte unermüdlich, weiter zu flirten. Hat dann auch Wirkung gezeigt und die zugehörigen Zweibeiner (von Aslans Schmeicheleien ebenfalls angetan) beschlossen, ihr Glück mit ihm zu versuchen.

Aslan und LindaDer Umzug fand eine gute Woche später statt – da hatten die Menschen genug Zeit zur Eingewöhnung des neuen Familienmitgliedes. Auf einem Begrüßungs-Spaziergang gab's ein Wiedersehen mit Linda und gemeinsam betraten die Vierbeiner danach den Hof. Aslan war von Hof und Garten sofort begeistert – so viele Ecken zum Schnuppern und Stöbern! Und die Tobereien mit Linda waren natürlich auch ganz nach seinem Geschmack. Komisch nur, dass die Gefährtin irgendwann Ermüdungserscheinungen zeigte. Aber egal, der würde er schon noch ein bisschen Husky-Kondition beibringen – auch, wenn sie eine „Artfremde“ ist. Aslan wäre nicht Aslan, wenn er diese Aufgabe nicht mit Zuversicht anpacken würde.

Was wir Zweibeiner ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig gesagt hatten, war, dass Aslan künftig nicht mehr „Aslan“ sein würde – sondern „Askan“. Ist jetzt aber eine gute Ausrede dafür, wenn er an Linda scheitert, denn die denkt ja gar nicht daran, sich ummodeln zu lassen und sorgt stattdessen dafür, dass Askan nicht zu übermütig wird und auf dem Boden der Tatsachen bleibt. Alles in allem tun sich die beiden aber gegenseitig gut und die Familie ist mit dem zweiten Pelzgesicht nun auch wieder „komplett“. Die Energie, die Askan nicht zusammen mit Linda abbauen kann, lenkt das Herrchen in sportliche Bahnen. Und wenn erst wieder die kühlere Jahreszeit naht, dann wird es am Fahrrad so richtig abgehen...

Aslan und LindaDass schon der Anfang der neuen WG vielversprechend ist, zeigt die Rückmeldung der glücklichen Besitzer:

Hier mal ein Zwischenbericht.

Wir sind wirklich positiv überrascht, wie schnell er sich hier eingegliedert hat.

Auch einen Besuch in der Hundeschule hat er schon absolviert! Streber!!!!!

Nur mit dem Barfen hat es nicht geklappt. Das wird aber bestimmt noch.

Auch die Spaziergänge laufen erstaunlicherweise sehr ruhig ab.

Er liebt seinen Garten ... und wie! Er treibt sich viel da draußen rum. Alles sehr interessant. Und was er uns da alles anschleift. Manchmal fragen wir uns, wo er das her hat.

Aber auch eine kleine diebische Elster ist er. Auf dem Tisch darf nix liegen bleiben, sonst ist es weg. Und er ist da verdammt schnell. Ja und das Grillen ... die Düfte ... das Feuer ... die vielen Leute. Das findet er erst klasse. Nur dass er nix bekommt ... neeeeee, das ist nicht so gut!

AslanSo, wie wir das sehen, passt er gut zu uns rein. Linda ist da zwar nicht immer einer Meinung mit uns, denn manchmal bedrängt er sie schon stark. Aber sie kann sich wehren, und das tut sie auch. Danach ist auch Ruhe. Er ist halt ein Pöbler!!!! Aber ein sehr charmanter!!!

Ja, das mit dem Charme hat Askan auf jeden Fall drauf, das hat er schon zu seiner Pflegestellen-Zeit bewiesen. Es hätte uns schwer gewundert, wenn er diesen Trumpf im Ärmel gelassen hätte.

Wir wünschen dem netten Mensch-Hund-Team noch viele glückliche gemeinsame Jahre und freuen uns sehr, dass wir Askan in so erfahrene und zuverlässige Hände geben konnten.

 

 

 

 

 


 

Luna – Ab jetzt geht für sie nur noch die Sonne auf...

Luna

...denn sie hat ein Zuhause gefunden.

LunaSicher erinnern Sie sich noch an die junge schneeweiße Mixhündin mit den unglaublichen Radarohren. Angeschafft als Knuddelwelpe sollte sie dem Nächstbesten für ein paar Euro nachgeworfen werden, als sie sich zum quirligen Junghund auswuchs, der, bar jeder Erziehung, wohl lästig wurde.
Einzig einer aufmerksamen Tierfreundin ist es zu verdanken, dass Klein-Luna nicht im Elend endet. Bezaubernd hübsch und gebärfähig wäre ihr weiterer Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit kein schöner gewesen..
Eben diese Tierfreundin nahm das unerzogene Bündel bei sich auf, samt diversem im Pelzchen hausierendem Krabbelgetier und samt all der Arbeit, die ein quicklebendiger regelloser Junghund mit sich bringt.

Die Regel- und Zügellosigkeit von Luna führte dann auch dazu, dass sich alle Beteiligten einigten, dass die Hündin zu ihrem eigenen Besten in fachliche Hände überwechseln würde. Denn der vorhandene ältere Rüde begann massiv unter ihr zu leiden. Auch die Retterin sah sehr realistisch, dass dies und ihr eigener sehr angeschlagener Gesundheitszustand einer ordentlichen Aufarbeitung der Defizite der sehr eigenwilligen, weil sehr respektlosen jungen Dame nicht weiter zuträglich sein würden.
Junghunden wie Luna tut ein Zweithund, der ihnen keine Grenzen setzen kann, sondern sich von ihnen unterbuttern lässt, nun mal nicht gut. Und so einem, dazu älteren, Hund, dem tut eine höchst aufmüpfige, energiegeladene Luna nicht gut. Gerecht werden muss man jedoch allen Tieren, und so verabschiedete sich Lunas Retterin sehr schweren Herzens von ihrem Pflegekind. All der Wehmut steht jedoch die Verantwortung für den älteren Rüden gegenüber, und auch das Wissen, dass dieser Weg für Luna der Beste war.
Und kaum dass der Umzug vollzogen war, kaum dass Luna in einem fachlich geführten Rudel hundegerecht lernen konnte, wie das so abzulaufen hat mit den Spielregeln im Umgang mit Tier und Mensch, fand sich auch jemand, der wie geschaffen für sie ist. Noch trauernd um den Verlust des bisherigen Gefährten schoss sie in sein Leben wie ein heller Strahl. Ein Blick, ein Moment – Liebe ging hier den direktesten aller Wege.Luna und Kumpels

Luna verbleibt im weiteren Umfeld des Trainerrudels, was ihr die herrliche Möglichkeit gibt, sich dort auch weiterhin den ein oder anderen „Nasenstüber“ abholen zu können, sollte das notwendig sein. Darüber sind wir sehr glücklich, wissen wir sie doch dort bei etwa auftauchenden kleinen Erziehungseinheiten in besten Händen.
Ansonsten setzen wir jedoch unser vollstes Vertrauen in ihren neuen Menschen. Der mit ihrer Resolutheit gepaart mit der lunaeigenen Neugierde und Wissbegierigkeit ganz sicher erlebnisreichen Zeiten entgegensieht.
Noch einmal möchten wir uns besonders herzlich bei Frau Sch. bedanken. Sie allein hat die kleine Hexe vor Unglück bewahrt, weil sie nicht wegsehen wollte, hat sich wochenlang um sie bemüht und ihr letztendlich all das ermöglicht, was Luna ab jetzt gemeinsam mit Herrchen wird erleben dürfen.

Luna

Luna steht am Beginn eines langen guten Hundelebens. Unsere besten Wünsche begleiten sie.

 


 

Dauerpflegehund „Alaska“ ist ein Glücksfell geworden

Alaska

„Vielleicht ist es kaum aufgefallen, dass man von mir nichts mehr gehört hat, denn Anfragen kamen fast keine. Zu alt? Nicht hübsch genug? Ich kann es euch nicht sagen, aber es ist auch für mich zwischenzeitlich ein Wunder geschehen, das schon einige Zeit währt.

AlaskaEs fand sich eine Pflegestelle, die ohne zu zögern bereit war, mich aufzunehmen. Ich nahm mein Hab und Gut, mein Halsband und die Leine, und machte mich auf den Weg in ein hoffentlich besseres Leben. Fast immer bekommen diese Chance nur sehr hübsche und vor allem sehr junge Hunde, aber durch mein Glück, dass diese Frau mich kennen gelernt hatte, war sie bereit, alles für mich zu tun – einfach alles. Sie buchte einen Flug für uns beide und nach einigen Stunden landeten wir in meinem „neuen Leben“. Mein Pflegefrauchen war ganz aufgeregt und ich glaube, sie hat einen großen Schreck bekommen, als sie meine riesig große Box sah. Die war so groß, da hätte man einen Eisbären drinnen vermuten können. Nach kurzer Zeit durfte ich dieses Ding verlassen und auf meinen eigenen Füßen zum Parkplatz laufen. Das tat verdammt gut und ich fühlte mich sofort wohl, es war schön kühl und es regnete draußen ein wenig. Ich sah immer wieder, dass das Pflegefrauchen doch ein wenig nachdenklich wurde – hatte sie sich mich etwas zierlicher vorgestellt? Ich spürte förmlich, dass sie ganz dolle Magenschmerzen zu haben schien, aber ich spürte auch, dass diese mehr und mehr verschwanden.

Zuhause angekommen, habe ich mich ab der ersten Sekunde sehr gut benommen und die Tage danach vergingen wie im Flug. Dann plötzlich ging es mir gesundheitlich nicht so sehr gut und wie das bei euch Menschen auch schon Mal ist, hatte ich plötzlich die „Serie“. Von…………… bis………………… ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich dem TA vorgestellt werden musste.

Ansonsten waren mein Pflegefrauchen und ich aber zwischenzeitlich ein eingespieltes Team und ich lebte mich mehr und mehr ein. Wir waren ganz viel draußen und trafen andere Hunde. Eine Macke von mir war, dass ich Radfahrer und Jogger gerne als „Beute“ betrachtet habe und ihnen mit einem Satz nachstellen wollte. Es kam dann einige Male ein Hundetrainer mit auf unseren Spaziergängen und zeigte mir sehr bestimmt, dass sich das nicht gehört. Es ist nun soweit ok, dass ich fast alle ignoriere, aber man muss trotzdem immer ein wenig auf der Hut sein.Alaska
Was ich auch sehr gerne mache, ist, meinen Spielkameraden die Bälle zu klauen und diese mit einem Biss kaputt zu machen – mein Pflegefrauchen ist mit mir dauernd in Zoogeschäften und kauft neue Bälle.

Durch mein Alter und meine gesundheitlichen Problemchen haben sich kaum Leute für mich gemeldet und wenn, dann waren es Menschen, zu denen ich absolut nicht gepasst hätte. Obwohl ich in meinem bisherigen Leben nicht viel Glück erfahren durfte, ist es nun so, dass ich eine besonders liebe Patentante habe, die mich in dieses Land geholt hat. Sie trägt deshalb für mich weiterhin die Verantwortung und ermöglicht es durch ihre Unterstützung, dass ich bei meinem Pflegefrauchen für immer wohnen bleiben darf.

Für mich ist das so, als würde ein neues Leben beginnen. Ich muss keine Sorge mehr haben, wohin ich wohl umziehen muss und auch wenn die Knochen wieder einmal zu sehr schmerzen, weiß ich, dass die mir bekannte Tierärztin mir helfen wird…….“

Die NfP freut sich, dass Alaska dieses große Glück hatte, direkt mit ihrer Patentante nach Deutschland zu fliegen. Und wir bedanken uns von ganzem Herzen dafür, dass diese Patentante von Alaska die „Vollpatenschaft“ übernommen hat – dadurch ist die hübsche und liebenswerte Hundedame voll abgedeckt und kann als Dauerpflegehund ihr Leben bei bester Betreuung genießen – und das tut sie auch.