°Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.°
Nordische, die im März 2012 ein neues Zuhause gefunden haben

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Jerry - Tairon hat ihm den Weg geebnet……

Der freundliche Husky-Schäfer-Mix-Rüde „Jerry“ durfte in eine Dauerpflegestelle umziehen. Trotz oder gerade wegen seiner 14 Jahre lebt der topfitte Oldie nun bei einer auch schon älteren, 14jährigen Malamutedame, die dringend seine Unterstützung braucht. Denn der plötzliche Tod ihres Hundekumpels -und das nur zwei Wochen nach der Übernahme der Maus aus dem Tierheim- hat ihr sehr zugesetzt.
Wir drücken ganz fest die Daumen, dass es der durch und durch nette Jerry schafft, die Hündin aufzufangen und die beiden im Doppelpack so richtig aufleben.Jerry

Außerdem ein ganz ganz herzliches DANKESCHÖN an zwei Stellen:

Erstens an Familie M., die Jerry und Kim (welche bei eben dieser Pflegestelle im Odenwald übrigens noch auf einen endgültigen Platz wartet) ohne langes "wenn und aber" aufgenommen haben, als die Zeit gedrängt hat! Danke für die medizinische Betreuung, die bei den beiden leider notwendig war! Danke für die offenen Arme, mit denen die beiden empfangen wurden!

Und zweitens an Familie E., dafür, dass sie einem älteren Hund so bedingungslos eine Chance gibt! Danke für das Fortführen der Tierarztbesuche, um die Jerry leider nicht herum kommen wird! Danke dafür, dass Jerry bei Ihnen einfach nur so sein darf, wie er ist! Danke, dass er bei Ihnen ANKOMMEN durfte!

Und das Team der NfP-Freudenstadt freut sich von ganzem Herzen, dass durch Tairons Hilferuf ein weiteres, älteres Sorgenfell ein neues Zuhause „in Dauerpflege“ erhalten konnte.
Es wäre schön, wenn wir für Jerry Pateneltern finden würden, die ihn finanziell unterstützen.
Vielleicht hat jemand das Bedürfnis, gerade Jerry, für den noch nie ein Interesse bestand, als seinen Patenhund zu übernehmen.

 


 

Akina – mit Vollgas auf die Piste...!

AkinaDie Trennung ihrer Besitzer führte Akina im Jahr 2011 in die Auffangstation nach Schleswig-Holstein. Dort erwies sich die junge Malamute-Hündin rasch als Sonnenschein mit ausgeprägtem Bewegungswillen. Ihre Gassigeher waren manches Mal am Stöhnen angesichts ihrer Kraft, die sie natürlich besonders gern ausspielte, wenn Katzen oder sonstige vermeintliche „Jagdobjekte“ ihren Weg kreuzten.

Für Akina suchten wir ein sportliches Zuhause, in dem der kleine Wildfang ausreichend gefordert und gefördert sein würde, um ein ausgeglichenes und glückliches Hundeleben führen zu können. Und um den zugegebenermaßen vorhandenen Malamuten-Sturkopf zu bändigen, wäre uns auch etwas Erfahrung mit dieser Rasse recht gewesen.

Es ging zwar nicht von jetzt auf gleich, aber manchmal lohnt sich einfach ein bisschen Warten, denn nach einiger Zeit wurden Akinas neue Menschen auf sie aufmerksam. Dort lebten bereits andere Malamuten und das Rudel sollte noch Zuwachs bekommen. Akina war die perfekte Kandidatin.

Nachdem die notwendigen Formalitäten sowie noch einige bauliche Maßnahmen im neuen Zuhause abgeschlossen waren, wurde Akina von ihrem Herrchen abgeholt und durfte sich auf die lange Reise nach Bayern machen. Daheim angekommen wurde sie herzlich empfangen und erkundete gleich mal ihre künftige Bleibe. – Sehr schön hier, so kann man es aushalten.

Jetzt hat Akina endlich das, was sie sich gewünscht hat und jeder Nordische haben sollte: Liebe, Aufmerksamkeit, viele Schmuseeinheiten und ausreichend Bewegung. Sie darf nämlich zusammen mit ihren Kumpeln als richtiger „Schlittenhund“ agieren und freut sich unbändig, wenn es auf die Piste geht.

Akina im neuen RudelWir sind froh, dass Akina nun ein erfülltes Leben genießen kann und möchten Ihnen die Rückmeldung ihrer Menschen nicht vorenthalten:

Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

unserer kleinen Akina geht’s bestens. Sie hat sich wunderbar in unserem Rudel eingefügt und ist auch schon super fleißig am Schlitten. Also alles in allem fühlt sie sich (Pudel)wohl bei uns.

Wir haben die Kleine auch schon voll ins Herz geschlossen, als ob sie schon immer bei uns wäre.

Liebe Grüße aus dem Allgäu wünschen Julia und Andi und natürlich auch alle Vierbeiner.

Tja, es braucht nicht immer viele Worte, um zu erkennen, dass es einer unsere Schützlinge mal wieder gut getroffen hat. Die mitgelieferten Fotos bekräftigen diese Aussage noch zusätzlich – so sehen glückliche Hunde aus. Wir bedanken uns in Akinas Namen ganz herzlich!

 

 

 

 

 

 


 

Balu, der Über“flieger“

Die Vermittlung von Balu war wahrlich etwas Besonderes! Die Familie Z., die ihr Rudel um einen erfahrenen Nordischen erweitern wollte, war uns durch eine vorherige Vermittlung schon gut bekannt. Das letzte Mal sind sie den weiten Weg aus der Schweiz mit dem Auto angereist – und haben daraus gelernt. Dieses Mal hatte Frau Z. einen Flug gebucht.

Sie verbrachte zwei Tage in der Station, um in Ruhe Balu und seinem Bruder Domino kennen zu lernen und eine Entscheidung zwischen den beiden treffen zu können. Schnell war klar, dass Balu der Auserwählte sein würde, was durchaus auf Gegenseitigkeit beruhte. Unser Senior genoss den langen Spaziergang mit Frau Z. und „dackelte“ danach ganz selbstverständlich mit ins Haus, als wolle er sagen: „Wieso sollte ich zurück in mein Gehege, ich gehöre doch nun zu meinem Frauchen und werde schließlich künftig wohl auch drinnen wohnen?!“ – Natürlich!

Kurzerhand wurde Balu aus dem Gehege aus- und im Haus einquartiert – sozusagen ein erster Vorgeschmack auf sein neues Leben. An die Flugbox, mit der er seine Reise antreten sollte, wurde er ebenfalls gewöhnt. Als ehemals aktiver Sporthund war ihm diese Art des Reisens natürlich vertraut und er akzeptierte die Box schnell als Rückzugs- und Entspannungsort. Beste Bedingungen also für einen stressfreien Flug.

Als wir das Dream-Team nach zwei Tagen dann bedenkenlos zum Flughafen brachten, war Balu in seiner Box die Ruhe selbst. Auch das geschäftige Treiben um ihn herum interessierte ihn wenig und er ruhte entspannt in seiner kleinen „Höhle“.

Mit einem Lächeln im Gesicht (und einer kleinen Abschiedsträne) winkten wir dem Flugzeug hinterher. Und schon mit dem Eintreffen in der Station kam der Anruf, dass unsere beiden Schweizer wieder gut gelandet waren. Wunderbar!

Sie wollen jetzt natürlich wissen, wie es Balu in seiner neuen Umgebung geht. Na, das kann wohl keiner besser beschreiben als Balu selbst:

Liebes Team der NothilfeBalu

Bun di Bun an.
Etwas verspätet, aber von Herzen.

Mir gefällt es super in meiner neuen Familie. Hier ist jeden Tag etwas Neues los. Zum Schlafen habe ich fast keine Zeit. Ich habe immer Angst, dass ich etwas verpasse.
Ich erzähl euch von einem Tag, wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt habe. Nach dem Weihnachtsfest haben einige Musherfreunde ihren Urlaub bei uns verbracht. Wir waren sagenhafte 26 Siberian Huskys und 2 Welpen (halbe Portionen) bei uns zu Hause.

Übrigens nennen mich alle nur liebevoll Opa Balu. Heute war ein ganz besonderes Programm angesagt. Eine Schlittenfahrt ab unserer Haustüre bis zum Albulapass und zurück, also gute 1000 Höhenmeter. Da war ich schon etwas enttäuscht. Das ist eindeutig zuviel für meine „alten Knochen“. Aber ich gehöre nun zu meinem neuen Rudel, also war es für alle selbstverständlich: Opa Balu ist dabei. Soweit es ging, habe ich geholfen, den Schlitten zu ziehen. Als ich etwas müde wurde, hat mich Andy, unser Musherfreund, in den Schlittensack gepackt. Zwischendurch bin ich frei mitgesprungen oder durfte auf dem Schlitten mitfahren. Aber für alle war es wichtig, dass Opa Balu dabei war bei der Eroberung des Albulapasses. Es war herrlich, zwischen 5 Hundegespannen problemlos umherzuspringen und trotz meines Alters wieder einmal Mittelpunkt zu sein. Alle lieben Opa Balu!!!!Zurück vom Albulapass Richtung Haus

Gerne gehe ich auch mit auf die Hundeloipe. Das Skijöring habe ich sehr schnell gelernt, als ehemaliger Wheeldog habe ich die Kommandos sofort gekonnt. Natürlich hat nicht jeder einen so perfekten Lehrer wie ich mit Kisho (ebenfalls aus der Nothilfe). Und übrigens geht es nach dem Training meistens ins Restaurant!!!

Balus Weihnachtsbaum

Und irgendwann wird auch der stärkste „Husky“ müde. Ein seltener Anblick: Opa Balu schläft.

Balu unterwegsWir alle lieben Opa Balu. Wer ihn sieht, muss ihn einfach lieben.

Balu

Anmerkung:
Ich durfte mehrere Oldies aus dem Husky-Rudel kennenlernen. Hut ab, dieses Rudel ist super sozial, gehorsam und einfach traumhaft. Die Umstellung von Balu zum Haushund verlief absolut unproblematisch. Als sehr sportlich aktive Musher war der Schritt, Balu in unser Rudel einzugliedern, eine Bereicherung. Trotz seines Alters begleitet Opa Balu uns immer bei den Trainings und darf einige Einheiten nach seinen und unseren Möglichkeiten mitmachen. Opa Balu hat sein erstes Rennen beim Canicross erfolgreich bestritten und für ihn war es sehr wichtig, wieder mit dabei zu sein.Auch Balu wird mal müde

 

Es macht uns riesig Spaß, Balu (in der Station „Balule“ genannt) bei uns zu haben.
Herzlichen Dank an das Nothilfe-Team für die tolle Unterstützung.

 

 

 

Na, und uns hat es riesig Spaß gemacht, bei dieser Vermittlung zu helfen und wieder eine Menge dazuzulernen! Und bei diesem grandiosen Start im neuen Zuhause und diesem wundervollen Leben, das Balu nun genießen darf, können wir einfach nur wünschen, dass es so weiterläuft wie bisher und alle Beteiligten ganz viel Spaß haben und noch viele tolle Abenteuer miteinander erleben. Wir wünschen allen Zwei- und Vierbeinern alles Gute!

 

 

 

 

 

 


 

Kai nahm Anlauf...

Kai... und sprang seiner neuen Familie direkt ins Auge. Nicht körperlich natürlich, wohl aber virtuell. Ja, der hübsche Jungrüde macht durchaus was her. Aber das allein war nicht der Grund, dass die Herzen bei seiner Beschreibung höher schlugen. Vielmehr gab Kais Katzenverträglichkeit den Ausschlag, denn es gehören bereits drei halbstarke Kater zum Haushalt.

Ein bisschen turbulent war es schon zugegangen in der Woche vor Kais endgültigem Umzug, denn eigentlich hätte sein neues Zuhause woanders sein sollen, aber dort hatte sich dann herausgestellt, dass er als Dritthund nicht unbedingt geeignet ist. Er hatte sich sehr in den Vordergrund gespielt und die beiden Artgenossen litten unter seiner ständigen Präsenz. So entschloss sich die Familie schweren Herzens, ihn wieder abzugeben. Und wir suchten fortan nach einem Einzelplatz für ihn.

Genau diesen Einzelplatz hat Kai nun gefunden. Die Zwischenepisode in der anderen Familie hat seiner Psyche zum Glück nicht geschadet, er hat das wohl eher als netten Ausflug betrachtet. Unverzagt hat er bei den neuen Besitzern die Wohnung und den Garten in Beschlag genommen und genießt nun die massenhafte Zuwendung, die ihm zuteil wird. Das Zusammenleben mit den Katzen funktioniert einwandfrei und selbst die im Garten befindlichen Stallhasen werden von Kai akzeptiert.Kai

Familie G. hat ihren neuen Begleiter auf Anhieb ins Herz geschlossen, auch wenn dieser seinen Zweibeinern im jugendlichen Übermut noch so manche Erziehungsaufgabe abverlangt. Doch genau so eine Pelznase wollte die Familie haben, denn die gemeinsam umschifften Klippen schweißen Mensch und Tier noch enger zusammen.

Kai ist inzwischen nicht mehr wegzudenken und selbstverständlich richten sich die Aktivitäten auch nach ihm. So durfte er im Kleinwalsertal ausgelassen im 4 Meter hohen Schnee herumtoben und hatte seinen Spaß an den Schneeballschlachten. Kai war voll in seinem Element und konnte kaum genug bekommen.

Wir freuen uns, dass der quietschvergnügte Kai nun ein Zuhause hat, das wie für ihn gemacht ist. Herzlichen Dank an Familie G., die unseren übermütigen Jungspund so liebevoll aufgenommen hat!

Kai