°Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.°
Nordische, die im November 2012 ein neues Zuhause gefunden haben

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Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Tommy

Der am 22.12.2005 geborene Al.Husky-Rüde Tommy – musste aus familiären Gründen (Todesfall) schnell ein neues Zuhause finden.

TommyDer ruhige, jedoch sportliche Rüde hatte das Glück, dass dem Verein bekannte Menschen sich um einen neuen Vierbeiner bewarben, ihre Hündin war verstorben. Zu leer sei das Haus und nur mit der Leine in der Hand wollte man nicht spazieren gehen. Egal, ob Rüde oder Hündin, es sollte ein Hund mittleren Alters sein, der eher etwas zurückhaltend ist. Nach der Beschreibung der Vorbesitzerin schien Tommy genau der Richtige zu sein und so konnte eine schnelle Übergabe stattfinden.

Was dann bei den neuen Menschen eingezogen ist, war alles andere als ein zurückhaltender Rüde. Tommy fand sein neues Zuhause gleich auf Anhieb wunderbar. Es gab keine Zicke mehr an der Seite, hinter der er sich ruhig verhalten musste. Denn die Hündin im alten Zuhause hatte wohl das Sagen und so kam Tommy nicht richtig zum Zug.

Von Stund an taute Tommy förmlich auf, zeigte so richtig, was er drauf hat und versetzt seine neuen Menschen ins Staunen. Fast möchte man sagen, er holt alles nach, was er im Schatten seiner vierbeinigen Kumpelin nicht ausleben durfte.
Tommy liebt lange und ausgedehnte Spaziergänge, zerrt bei interessanten Düften schon mal seine Zweibeiner enorm hinterher und ist wie ein junger Spring-ins-Feld. Natürlich lernt er jetzt, dass so ein Verhalten nicht immer gefragt ist und er seinen Kopf nicht ständig durchsetzen kann, doch Tommy ist sehr intelligent und lernt schnell das ihm Beigebrachte. Seine neue Familie hat ihn fest ins Herz geschlossen, da es nicht möglich ist, seinem Charme zu widerstehen.

So musste Tommy nicht erst auf die Vermittlungsseite und es hat der in Not geratenen Vorbesitzerin viel Kummer erspart.

Tommy

Familie G. wünschen wir weiterhin viel Spaß und Freude mit Tommy und freuen uns, dass alles so reibungslos geklappt hat.

 


 

Black Youkon – ein tolles happy end

Black Yukon

Als uns der hübsche Rüde „Black-Youkon“ gemeldet wurde, da sein Besitzer plötzlich verstorben war, sah alles so aus, als würde er ganz schnell zum Glücksfell werden. Eine nette Familie mit einer Hündin meldete sich kurzfristig und ein Umzug ins neue Heim stand an.Black Yukon

Aber auch die Hunde zeigen uns oft, dass es wichtig ist, dass die Chemie zwischen dem „Neuzugang“ und dem vorhandenen Hund zu 100% stimmen muss. Obwohl „Black-Youkon“ sein Leben lang mit einer Hündin zusammengelebt hatte, zeigte er hier deutliches Dominanzverhalten, mit dem die Hündin nicht umgehen konnte. Als sich dann auch noch eine dicke Allergie des neuen Herrchens einstellte, musste leider erneut nach einem passenden Platz gesucht werden. Dieses Mal wollten wir ziemlich sicherstellen, dass es nicht erneut zu Problemen kommen würde.
Ein wenig gedulden mussten wir uns alle schon, bis sich endlich die passende Interessentin meldete.
Lesen Sie selbst, wie groß die Begeisterung über Youkon ist. Solche Rückmeldungen freuen uns natürlich sehr und wir sind sicher, dass es Youkon vorbestimmt war, diesen kleinen Umweg zu machen, um dann dort zu landen, wo er nun sein festes Zuhause hat.

Liebes Nothilfe-Team, wie versprochen noch ein paar Fotos von Youkon. Ich bin weiterhin von dieses Charmeur überzeugt, er macht sich in allen Lagen gut. Langsam fängt er an etwas aufzutouren, sprich er versucht sich nun ein wenig in Leinenaggression, wenn andere Hunde ihm dumm kommen. Oder er zeigt sich in seiner stolzen Art => wird er abgerufen, kommt er im Imponiertrab
zurückgelaufen nach dem Motto: "Na, Chef wo brauchst du denn wieder meine Hilfe" bzw. wenn man ihn mit Namen spricht schaut er sich zuerst mal in der Gegend um, ob es außerhalb des bekannten Radius nicht noch etwas Besseres zu tun gibt (Rehe hetzen, Katzen auf den Baum jagen, Schafe anbellen usw.). Also typisch NORDISCH und nichts, was man mit etwas "Klartext" und Situationsmanagement nicht in den Griff bekommen kann.

Beim Arbeiten auf dem Platz wiederum ist Youkon echt ein Streber. Mit mir ist er erst das 3.Mal auf dem Platz und schon läuft er die Runden mit viel Freude und Elan. Nur wenn es um das Wenden geht, da ist er etwas überfordert, diese Übung versteht er noch nicht ganz. Er bleibt  dann einfach stehen und man kann ihm beim Denken zusehen. Frage: Was will die denn nun von mir, zuerst soll ich laufen und dann das... ? Was das Tempo betrifft, da ist er in den Kurven sehr schnell, muss von mir aktuell eher in die Ruhe gebracht, sprich gebremst werden, damit er sich nicht zu stark hochtourt und sich am Schluss in Frustration oder "Aggression" steigert. Er kann dann nämlich etwas ruppig werden (u.a. beim Spielen von hinten anrempeln oder "Scheinattacken" fahren). Ich stopp dann halt augenblicklich das Spiel, die Übung, ignoriere ihn bis er sich beruhigt und mache wieder etwas Konzentrationsübungen. Also einfach etwas, das uns beiden hilft und in Bezug auf Beziehungsaufbau gemeinsam fordert.Black Yukon

Mein Trike wiederum ist das Mittel, um Youkon sozialverträglich und Haus-tauglich zu halten. Alles wo gradeaus oder mal nach unten geht ist zum ziehen ideal, und Youkon nimmt jedes davon rennende Reh als Anlass, um sein Tempo zu beschleunigen. Dabei ist er weitgehend Kommando sicher, bzw. schlafen kann man in so einem Wagen ja eh nicht. Ich jedem Fall vertraue ich Youkon auch in der Nacht und bei Nebel, er ist spursicher und macht keine großen Dummheiten an der Zugleine. Wirklich ein Traum und für viele Glückshormone verantwortlich. (Für Muskelkater, Atemnot, jede Menge Schmutzwäsche und kalte Finger ebenfalls). Es macht mir riesig Spaß, mit ihm zu arbeiten und ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft mit ihm. Ich bin jetzt schon gespannt, was ich mit ihm erreichen werde, und ich habe eine riesengroße Lust, unser gemeinsames Potential auszuschöpfen. Anfangs Dez. 12 werde ich mit ihm
noch in einen Massagekurs gehen, ich bin gespannt, wie er auf so etwas reagiert....

Zum Schluss: Youkon bereichert mein Leben, gibt meinem Leben eine Tagesstruktur und viel Aufmerksamkeit außerhalb des Berufsalltags. Er hat mir erneut gezeigt, daß für mich ein Leben ohne Hund nicht wirklich erstrebenswert ist und ich habe noch keine Minute bereut, dass ich Youkon übernommen habe. Ich denke auch, dass dies alles so hat passieren müssen. Yumak verstirbt, der Besitzer von Youkon verstirbt, Youkon wird an eine Pflegestelle vermittelt und am Schluss klappt es dort dann doch nicht. Er wird erneut ausgeschrieben, ich schau mal wieder in die Website, sehe es, und plötzlich klappt alles wie gewünscht...

In diesem Sinn und viele liebe Grüsse aus der CH

Black YukonNathalie mit Youkon

PS: Meine Hundesitterin ist ebenfalls begeistert von Youkon. Sie hat sich Anfang Oktober mal kurz überlegt, ob sie sich einen eigenen größeren Hund zulegen soll (hat zwei kleine Hündinnen und viel Hundeerfahrung) dies braucht sie nun nicht mehr. Sie hilft mir bei der Erziehung von Youkon, das bedeutet, wir haben so etwas wie ein Dogsharing.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Gina – der Blickwinkel stimmt wieder

Gina

In ihren ersten knappen fünf Lebensjahren hatte Gina mehrere Stationen durchlaufen, war vom einen zum anderen Halter weitergereicht worden, aber doch nie beim „Richtigen“ gelandet, der sie und ihre Bedürfnisse verstanden hätte. So landete sie schließlich bei einer Frau, die ihr das ewige Hin und Her ersparen wollte und sich deshalb an uns wandte, als sie eingesehen hatte, dass auch sie selbst der agilen Hündin nicht das nötige Umfeld bieten konnte.

GinaNach ein paar Wochen, die Gina mehr oder weniger unbeachtet auf der Homepage fristete, meldete sich ein Hobby-Musher, dessen ursprünglich fünfköpfiges Team durch zwei dicht aufeinander folgende Todesfälle merklich geschrumpft war. Es bestand nun nur noch aus zwei 12-jährigen und einem 3-jährigen Rüden, denen er gerne wieder weibliche Gesellschaft bieten wollte. Die Wahl war auf Gina gefallen, denn dass diese mit männlichen Artgenossen verträglich ist, war bekannt und alles andere, was „normale“ Hundehalter abschreckt, aber für einen Nordischen ganz normal ist, war dem Interessenten durch seine eigenen Vierbeiner wohlbekannt und keineswegs als negativ empfunden. Ganz im Gegenteil: eine temperamentvolle Husky-Dame mit der Bereitschaft, im Team zu arbeiten, war genau das, was er suchte.

Dank einer spontan einsatzbereiten Helferin konnte in kürzester Zeit der routinemäßige Hausbesuch absolviert und nach hervorragendem Ergebnis freie Bahn für die Vermittlung gegeben werden. Darüber waren wir sehr erleichtert, denn im alten Zuhause war die Situation inzwischen ziemlich prekär und je früher Gina umziehen durfte, desto besser für sie.

Unsere Vermittlerin brachte Gina direkt in ihr neues Heim. Um die drei Rüden erst mal auf neutralem Gebiet kennen zu lernen, stand zur Begrüßung ein gemeinsamer Spaziergang auf dem Programm. Das frischgebackene Herrchen hatte eine Freundin zur Unterstützung angeheuert und alle zusammen machten sich auf den Weg – nicht ohne anfängliches Taxieren auf Seiten der Hunde. Diese ersten Spannungen waren aber schnell überwunden, denn unterwegs gab es so viel mehr Interessantes, dem man sich widmen konnte.

GinaNach einer ziemlich schweißtreibenden Gassirunde durfte Gina dann ihre künftige Bleibe besichtigen. Im Gehege wurde die Gassi- vorsichtshalber zur Schleppleine umfunktioniert, denn die Vermittlerin befürchtete, dass Gina Anstalten machen würde, wie im vorigen Zuhause über den Zaun zu klettern. Tat sie aber nicht. Sie inspizierte dafür jede Ecke und ließ sich von ihren neuen Gefährten becircen. Na ja, gelegentlich waren ihr deren Annäherungsversuche auch zu aufdringlich und sie verwies die Herren der Schöpfung in ihre Schranken. Aber insgesamt stand einem künftigen trauten Zusammenleben nichts im Wege.

Schon zwei Tage nach Ginas Einzug war ein Ausflugs-Wochenende angesagt – zu einem Bogenturnier. Das ganze Husky-Quartett war mit von der Partie und Gina schloss zum mutmaßlich ersten Mal in ihrem Leben Bekanntschaft mit dem Stake-Out. Dass das etwas Neues für sie war, ließ sich die aufgeschlossene Hundedame allerdings nicht anmerken, sie verhielt sich ganz routiniert und brav. Sie schien auch den ganzen Trubel rundum zu genießen und sich einfach nur wohl zu fühlen. Ein toller Einstieg in ihr neues, bewegtes Leben!

Die ausstehende Kastration wurde auch rasch in Angriff genommen und bei dieser Gelegenheit gleich noch ein Nabelbruch verarztet. Gina hat alles gut weggesteckt und ist vergnügt wie eh und je.

Ach ja, übrigens hat sie nach ihrem Einzug doch noch bewiesen, dass sie des Kletterns mächtig ist. Diese Demonstration hatte allerdings keine Auswirkungen. Gina probierte es zwar nur an einem niedrigen Zaun, aber ihr Herrchen berichtete, dass ihr wohl trotzdem der Höhenunterschied zu groß war und sie sich nicht traute, dort runter zu springen. Was es nicht alles gibt… – ein „Ausbruch-Husky“ mit Höhenangst!Gina

Aber eigentlich hat Gina ja gar kein Bedürfnis mehr, sich vom Acker zu machen. Schließlich wird ihr nunmehr alles geboten, was ihr Herz begehrt. Endlich wurde ihr Weltbild wieder gerade gerückt und sie kann sich ihren Eigenschaften entsprechend ausleben. Mittlerweile ist das Rudel sogar wieder auf die ursprüngliche Größe angewachsen, denn eine junge Hündin hat für weibliche Verstärkung gesorgt. Dann kann es ja mit großen Schritten Richtung Winter und Schlitten-Training gehen – Gina kann es kaum mehr erwarten und wir alle freuen uns mit ihr, dass sie nun endlich ihr perfektes Zuhause gefunden hat!

 

 

 

 


 

Atilla – nicht verwandt oder verschwägert mit dem Hunnenkönig

AtillaFür den Rüden „Atilla“ stand sein Leben ab dem Welpenalter unter keinem guten Stern.
Angeschafft, obwohl die Eltern im Haus keinen Hund dulden würden, verbrachte er sein Leben im Garten. Dann kam der Tag, als sein Besitzer umzog und es keinen Garten mehr geben würde – also ging man den einfachen Weg und übergab Atilla dem Tierschutz.

Schnell war für den netten Rüden eine passende Pflegestelle gefunden – aber auch Pflegestellen sind vor Überraschungen nicht gefeit. Die dort lebende Hündin wurde zwei Tage vor Atillas Einzug gebissen und sie duldete nach diesem Vorfall keinen Hund in ihrer Nähe.

Es gab keine andere Wahl, als Atilla in eine Hundepension zu bringen, in der Kürze der Zeit konnten wir keine Alternative aufbieten. Doch für Atilla gab es hier sogar Vorteile – er konnte sich langsam an die Kontakte zu anderen Hunden gewöhnen und er konnte sich aussuchen, ob er draußen oder drinnen sein wollte. Die noch nicht erfolgte Kastration wurde auch durchgeführt und nach einigen Wochen war Atilla bereit für einen Umzug in ein neues Zuhause. Wir wünschten uns sehr, dass nicht wieder unerwartete Ereignisse dazwischen kamen.

Sie kamen nicht – im Gegenteil. Es gab ideale Interessenten, die bereits zweieinhalb Jahre zuvor eine NfP-Hündin in ihr Rudel integriert hatten und nun auf der Suche nach weiterer vierbeiniger Verstärkung waren.

AtillaDa eine direkte Übernahme aus der Hundepension organisatorisch nicht machbar war, durfte Atilla noch mal einige Tage Zwischenstation in einer privaten Pflegestelle beziehen. Dort bestätigte sich der Eindruck, den uns bereits die vorigen Betreuer rübergebracht hatten: Atilla war mit allen anderen Hunden verträglich – ob Hündin oder Rüde. Und er war noch äußerst verspielt und in Sachen Erziehung und Lebenserfahrung sozusagen ein „unbeschriebenes Blatt“, was angesichts seines reizarmen Heranwachsens im ersten Lebensjahr eigentlich auch kein Wunder war.

Im Grunde war Atilla ein eher unsicheres Baby – eben im Großformat. Sein Name, der unversehens an wilde Gesellen und erbarmungslose Krieger denken lässt, ist jedenfalls alles andere als passend für ihn…

Als der Tag der Übergabe gekommen war, trafen sich Pflegestelle, Vermittlerin und neue Besitzer auf der Hälfte der Strecke. Fürs Kennenlernen hatten die künftigen Dosenöffner Hündin „Schnee“ mitgebracht, die ebenfalls von der NfP stammt. Die anderen Rudelmitglieder (sechs an der Zahl) warteten daheim auf ihren neuen Gefährten.

Die Begegnung von Atilla und Schnee war vielversprechend. Nach einem ersten damenhaften Zurückweichen seitens Schnee ging es auf zu einem kurzen Spaziergang, bei dem Atilla aber gleich zeigte, wie viel Power in ihm steckt. Er machte mit der Leine die Zerreißprobe (sie hielt!) und tobte dann auf der Wiese dermaßen ausgelassen herum, dass es Schnee schon fast zu viel wurde. – Ein richtiges Energiebündel eben, unser Jungspund.

AtillaIm neuen Zuhause schloss er schnell nicht nur Bekanntschaft, sondern auch Freundschaft mit seinen Hundekumpels. Auch hier erwies er sich als zwar stürmisch, aber sozial. Und welche guten Sportler-Anlagen in ihm stecken, stellte er auch unverzüglich unter Beweis. Beim ersten Einspannen war er nur wenige Minuten irritiert und dann umso begeisterter und mit Feuereifer bei der Sache. Ein richtiges Naturtalent.

So gut, wie Atilla sich eingegliedert hat, war schon bald klar, dass er sein endgültiges Zuhause gefunden hat. Und zwar genau das Zuhause, das er zum Glücklichsein braucht – wo er gefordert und gefördert wird und seine Neigungen in vollem Umfang ausleben darf. Atilla ist eine tolle Ergänzung fürs Rudel und andersrum das zwei- und vierbeinige Rudel die ideale Kombination für ihn.

Wir freuen uns, dass alles so harmonisch zusammen passt und wünschen weiterhin viel Spaß und Vergnügen mit der ganzen Rasselbande.

 

 

 

 


 

 

Skadi, der „Liebling der Nation“

Skadi

Schon als wir Skadi zur Vermittlung vorstellten, hatten wir eine Ahnung davon, dass sie wohl nicht lange auf Interessenten warten müsste. Und tatsächlich erreichten uns auch umgehend Anfragen zu dieser nicht nur hübschen, sondern vor allem lieben und unkomplizierten Hündin. Manche Vierbeiner sollte man fast gar klonen können, denn manchmal fällt die Wahl wirklich schwer. So auch bei Skadi, denn es gab mehrere Optionen, wo sie gut reingepasst hätte.Skadi und Max

Entschieden haben wir uns für eine Familie mit drei Kindern, die von einem unserer langjährigsten und zuverlässigsten Ehrenamtlichen empfohlen wurde und die auch eine rasche Übernahme gewährleisten konnte, denn allzu lange wollten wir Skadis Umzug nicht hinauszögern. Und so war es dann Anfang September so weit, dass ein persönliches Kennenlernen stattfand, um zu schauen, ob die Chemie zwischen Skadi und ihrer neuen Familie, aber auch die mit ihrem künftigen Gefährten Max stimmt.

Gegenüber den Zweibeinern war Skadi gewohnt offen und charmant, so dass sie die Menschen schnell um die Pfote gewickelt hatte. Und das anfängliche leichte Gebrummel zwischen den Hunden legte sich sofort, nachdem sich die kleine Truppe in Bewegung gesetzt hatte. Die Interessenten hatten zwei neu erworbene dogscooter dabei, die natürlich gleich einem Praxistest unterzogen wurden. Hui, da ging es ab...! Max trabte zwar eher gemütlich nebenher, aber Skadi war gleich Feuer und Flamme und genoss die eingeschobenen „Renn-Etappen“ sichtlich. Sie legte sich richtig ins Zeug.

An diesem Tag hat Skadi ihr neues Rudel gefunden und durfte auch gleich umziehen. Max brauchte eine Weile, um sich daran zu gewöhnen, daheim nicht mehr der „Alleinherrscher“ zu sein. Insbesondere beim Futter verstand er keinen Spaß. Doch nach und nach haben er und Skadi sich unter der umsichtigen Führung ihrer Menschen immer weiter angenähert und sind mittlerweile ein gutes Team geworden. Skadi, die zu Beginn eigentlich nur mit den Zweibeinern gespielt hatte, bezieht auch Max zunehmend mit ein und der freut sich darüber.Skadi und Max

Die morgendliche Begrüßung ist schon fast ein Ritual, bei dem Skadi ihr tiefes Jaulen ertönen lässt. Schaurig-schön! Genau der richtige Start in den Tag für Hundefreunde, die vom „Husky-Virus“ befallen sind.

Skadi darf sich über viel Abwechslung und Aufmerksamkeit freuen. Eine der Töchter geht mit ihr in die Hundeschule, wo Skadi sich als Musterschülerin entpuppt hat. Die Übungen hat sie quasi aus dem Handgelenk geschüttelt, ob auf der Wippe, durch den Tunnel oder bei sonstigen Übungen – Skadi war mit Spaß und äußerst ambitioniert bei der Sache. Neben der Hundeschule kommt natürlich auch der tägliche Auslauf nicht zu kurz, inklusive sportlichen Einlagen. Und dass bei einem 5-Personen-Haushalt viele streichelnde Hände nur darauf warten, flauschiges Husky-Fell zu kraulen, das versteht sich ja von selbst. Für Skadi und Max ist das eine Art Wellness-Anwendung.

Skadi

Kurzum: Skadi hat mit ihren neuen Menschen einen guten „Fang“ gemacht – und umgekehrt. Optimaler hätte es eigentlich nicht laufen können und wir wissen unseren Sonnenschein in den besten Händen. Nachdem nun auch die Kastration überstanden und das Vertragliche geregelt ist, gehört Skadi ganz offiziell zur Familie und wir wünschen dem fröhlichen Mensch-Tier-Gespann noch viele interessante, erlebnisreiche und harmonische Jahre.

 


 

Yero, jetzt Rick - aus einem Bayer wurde ein Badener

Rick

Rick und LunaDer am 01.04.2011 geborene Husky-Rüde Yero wurde abgegeben, weil man mit ihm überfordert war. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ihn die Vorbesitzerin nicht mehr auslasten. Wir haben es so hingenommen und versucht, für Yero ein neues Zuhause zu finden.

Dies war im August 2012. Yero wurde von einem ehrenamtlichen Helfer abgeholt und für die Vermittlung vorbereitet, dort hat sich Yero gleich auf Anhieb super mit der vorhandenen Hündin verstanden. Ende September durfte er dann in einer Pflegestelle im Badischen einziehen. Hier wollte man sehen, ob sich der junge und ungestüme Rüde an das dortige Leben gewöhnen kann, was auch geschah. Der Vorgänger von Yero war verstorben und hat eine große Leere hinterlassen. Yero sollte wieder Leben ins Haus bringen, da die Trauer um den verstorbenen Kumpel zu groß war. Man versprach sich, dass Ablenkung durch einen Pflegling die beste Lösung sei.

Schnell hatte sich Yero eingelebt, so dass er nicht mehr wegzudenken war. Auch kleine Dominanzprobleme hatte man schnell in den Griff bekommen, damit konnte man locker umgehen. Da Yero überhaupt nicht auf seinen Namen reagierte, wurde er kurzerhand in „Rick“ umbenannt.

Seine neuen Besitzer erzählen, er sei ein fröhlicher und temperamentvoller Rüde und reagiert auf alles sehr neugierig, Menschen und andere Hunde sind alles seine Freunde. Nur manchmal müsse man ihn in seinem Übermut bremsen. Er ist eben noch ein absoluter Jungspund, der es faustdick hinter den Ohren hat.Rick
Langeweile kommt nun also keine mehr auf. Rick genießt gemeinsam mit seinen Zweibeinern lange und ausgiebige Spaziergänge.
Wir freuen uns, dass der nette Rüde so schnell ankommen durfte.

Danke an Herrn L., der Yero/Rick so sorgsam für eine Vermittlung vorbereitete hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Kiara – am 13.11.2012 wäre ihre Zeit abgelaufen gewesen.

KiaraNach dem Verlust ihres vierbeinigen Kumpels, einem Kater, verlor die hübsche Hündin vollkommen den Boden unter ihren Pfoten und wollte keine Sekunde mehr alleine bleiben – ob im Auto oder Zuhause, es war ihr egal, sie war nicht zu bremsen.
Aber durch den Einzug eines neuen kleinen Kätzchens, das sich Kiara selbst heraussuchen durfte, fand sie wieder Halt.
Wir freuen uns besonders: Ein kleiner Kater hat Kiara geholfen, ihre Probleme zu lösen. Sie hat den Kleinen ohne Umschweife gleich adoptiert.

Gemeinsam mit Herrn Kern von der Hundeschule Kern in Emmendingen und von aktiven Mitarbeitern unseres Vereins, die sich vor Ort um Kiaras Probleme kümmerten, hat dieses kleine Katzentier bewirkt, dass Kiara keine Verlustängste mehr zu haben braucht. Ihr Frauchen hat alle Empfehlungen umgesetzt und es wurde einstimmig beschlossen, dass es nun keinen Grund mehr gibt, Kiara weiterhin in der Vermittlung zu belassen.
Solche Erlebnisse sind besondere Glücksmomente und wir wünschen Kiara, dem kleinen Katermann und natürlich dem Frauchen alles Gute.

Danke an Herrn Kern für seine Unterstützung und danke an Fam. L., die hier ganze Arbeit geleistet hat.

Kiara