Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im August 2013 ein neues Zuhause gefunden haben

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Whisky Akita-Inu – Es war einmal ein „Notfall“

Whisky

Es kam ein Hilferuf für eine 10-jährige Akita-Hündin auf uns zu. Anfangs dachten wir, dass es wohl ein großes Problem sein dürfte, für eine ältere Hundedame und noch dazu eine Aktia-Hündin, ein tolles Zuhause zu finden.Whisky
Laut der Besitzerin sollte Whisky aber entgegen aller Zweifel eine sehr liebe und vor allem kinderliebe Hündin sein.

Schnell fiel uns Familie W. ein, zu der wir Kontakt wegen einer anderen Vermittlung hatten. Der Familie war es völlig gleich, wie alt der neue Mitbewohner sein sollte, Hauptsache er passt zu den Kindern und den Lebensgewohnheiten der Familie.

Man machte sich also auf den Weg und besuchte Whisky und es war auch sofort klar, diese Hundedame sollte bei Familie W. einziehen.

Uns freut es immer sehr, wenn gerade ältere oder alte Hunde ohne Vorurteil aufgenommen werden und den neuen Besitzern einfach nur der Charakter des Hundes wichtig ist.

Also ist das Team der NfP e.V., Freudenstadt, wieder einmal rundum glücklich, so schnell helfen zu können und die erste Rückmeldung der Familie W. zeigt, dass diese es ebenso sind…

Vicky (Whisky)… als ob sie immer schon bei uns gewesen wäre!

Liebes Nothilfe-Team,

Whisky ist jetzt nun schon fast 2 Wochen bei uns. Unsere Kinder haben die Süße gleich am ersten Tag umgetauft, so heißt sie seit Ihrer Ankunft bei uns nicht mehr Whisky sondern „Vicky“.

Vicky ist ein toller Hund!
Gemäß dem Spruch „einen alten Baum verpflanzt man nicht“ fiel ihr die Eingewöhnung nicht leicht, aber sie gehorchte von Anfang an aufs Wort.
WhiskyVon unseren beiden älteren Söhnen lässt sie sich nicht stressen, diese dürfen sie streicheln und auch an der Leine läuft sie brav neben ihnen her. Nur ums Baby macht sie einen großen Bogen.

Mit anderen Hunden kommt Vicky gut aus, solange diese sie nicht bedrängen. Katzen ignoriert sie bis jetzt erfolgreich beim Gassigehen, selbst wenn diese ihr „eine Szene“ machen. Allerdings stehen Hasen auf ihrer „dich-fang-ich-Liste“. Sieht sie einen solchen, wird die „alte“ Dame wieder zum Junghund und demonstriert, dass auch sie noch nicht zum alten Eisen gehört. Hier heißt es Leine gut festhalten!

Vicky ist sehr anhänglich und verschmust und weicht meinem Mann und mir nicht von der Seite.
Sie liebt Intelligenzspiele und lange Spaziergänge bei Nacht – tagsüber machen ihr zurzeit die Temperaturen sehr zu schaffen. Wälder und Flussufer sind ihr lieber als Gegenden in denen sich viele Menschen tummeln. Fremden gegenüber ist sie leicht schreckhaft. Autofahren macht ihr Spaß.

Wir freuen uns, einen solch unkomplizierten Hund gefunden zu haben und senden Grüße

Familie W.“

 

 

 

 


 

Shipou – die freundliche Regierungsübernahme in Österreich

Shipou

Sicherlich erinnern Sie sich an den netten Shiba-Rüden „Shipou“.

ShipouAnfänglich tat es sich ein wenig schwer mit passenden Interessenten für ihn. Aber „Gut Ding will Weile haben“, und es meldete sich ein Interessent aus Österreich, der zwar noch keinen Shiba besessen hatte, aber mehr als 15 Jahre einen fast ebenso sturen Terrier.

Es war auch selbstverständlich, dass „Mensch“ Shipou persönlich kennen lernen wollte und die Reise von Österreich in die Pfalz kein Hinderungsgrund war. Die Chemie stimmte sofort und so konnte der kleine Kerl sein neues Leben beginnen.
Da Shipou sich schneller einlebte als angenommen, trat man doch noch den geplanten Urlaub zum Haus am Plattensee an. Dieses Domizil sieht Shipou als sein ausgesuchtes Zuhause an – er genießt an den Wochenenden den riesigen Garten und noch mehr, dass er niemand Fremdes Einlass gewährt, ohne diesen genauestens überprüft zu haben. Urlaub am Meer hat er auch schon hinter sich – aber Ungarn ist und bleibt sein Favorit.

Eine kurze Geschichte möchten wir den Lesern nicht vorenthalten:

Familie Sch…. war von Anfang an klar, dass sie auch nach dem Einzug von Shipou Chef im Hause bleiben – vor allem Herr Sch. war fest davon überzeugt.
Wir im Grunde auch, bis der Anruf kam, dass Herr Sch. mit Shipou einen Ausflug an die Donau gemacht hatte. Nach dieser Runde sollte es mit dem Auto wieder nach Hause gehen……. Shipou hatte aber anderes im Sinn, als freiwillig ins Auto zu steigen….
Was macht dann ein verantwortungsvoller Chef?? Richtig!!

Um sich bei Shipou nicht gleich unbeliebt zu machen und ihn „gewaltsam“ ins Auto zu befördern, machte man sich zu Fuß auf den Weg. Pah, lächerliche 8 km bis nach Hause und am nächsten Tag das Auto abholen ist ja auch kein Problem……Shipou
Wir haben herzlich gelacht und sind sicher, dass auch Shipou sich nach Shiba-Manier schon klammheimlich die Rolle des Bosses angeeignet hat, aber so geschickt, dass es (noch) niemand bemerkt hat…

Wir wünschen allen eine schöne gemeinsame Zukunft und bedanken uns, dass auch Wege in Kauf genommen wurden, die viele Menschen für einen Hund vom Tierschutz scheuen……..
das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

Danke an unser Mitglied in der Nähe von Wien für die schnelle Unterstützung, so dass Shipou anlässlich des Kennenlernens gleich mitgenommen werden konnte.

 

 

 

 


 

Die scheue Flocke erobert die Welt

Flocke

Unsere Flocke hat das große Los gezogen und kommt langsam in der Zivilisation an. Es fällt ihr noch sehr schwer, sich mit Umwelteinflüssen zurechtzufinden. Aber ihre tollen Menschen stehen hilfreich zur Seite und geben ihr alle Unterstützung dieser Welt. Schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich solch eine Aufgabe zutrauen und unsicheren Hunden eine Chance geben.Flocke

Aber nun einmal zum Anfang der Geschichte. Flocke kam mit ihrer Mama Cora zur Nothilfe. Sie wurden jahrelang auf dem Grundstück des Besitzers ohne irgendwelche Umwelteinflüsse gehalten und kannten nicht einmal ein Haus von innen oder den normalen Straßenverkehr. Wir haben sie nicht auf unserer HP vorgestellt, weil sie wirklich zwei spezielle Hunde waren, bei denen es nur mit Fingerspitzengefühl und Geduld an die Vermittlung gehen konnte. Bei ihrer Pflegemama wurden sie ganz langsam an das Leben gewöhnt und entwickelten sich wunderbar.

Schnell wurde uns aber klar, dass die beiden Hündinnen nur einzeln in die Vermittlung gehen sollten. Cora fand auch ganz in der Nähe ein liebevolles Zuhause und lebt richtig auf. Für Flocke war es schon etwas schwieriger. Sie hatte in ihrem Leben nichts kennengelernt und steckte so voller Ängste und Zweifel. Aber jetzt hat sie es geschafft.

Flocke ist in ihr neues Zuhause gezogen und bekommt langsam Selbstvertrauen und auch Vertrauen in die Umgebung.

Ihre Menschen haben uns einen kleinen Einblick in die Schwierigkeiten gegeben, denen sie sich gegenüber sahen. Auf unsere Nachfragen kam dann der erste Bericht:

„Ihren Ausführungen entnehme ich auch die Sorge, dass wir die Geduld mit Flocke verlieren könnten. Flocke ist uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen und ich bin sicher, dass das auch umgekehrt gilt. Sie fühlt sich in unserer Nähe sehr wohl und möchte es uns auch möglichst recht machen.
Eine Trennung würde nur in Frage kommen, wenn es für Flocke die einzig sinnvolle Alternative wäre!
Flocke ist nicht nur ängstlich, wenn sie laute Fahrzeuge hört, sondern sie zittert am ganzen Körper und versteckt sich dann sofort, wenn hierzu eine Möglichkeit besteht. Um mit ihr spazieren zu gehen, muss ich sie aus dem Haus, bis zum Auto tragen. Wenn ich mit ihr an einem einigermaßen ruhigen Ort spazieren gehe, ist sie freudig und auch folgsam, achtet darauf, dass sie in meiner Nähe bleibt und kaum jemand würde mir die geschilderten Probleme glauben. Dasselbe gilt auch innerhalb des Hauses.
Habe zwar Hundeerfahrung, aber nicht im Zusammenhang mit einer solchen Problemsituation. Daher habe ich eine Hundetrainerin engagiert (Frau Barbara Ross; www.dog-coachers.de), um uns im Umgang mit dieser Situation mit Rat und Tat zu unterstützen.
Ich bin sehr optimistisch, dass wir das hinkriegen werden und Flocke wird dazu alle Zeit bekommen, die sie braucht. Sollte sie diese panische Angst jedoch nicht ablegen können, wäre es für sie besser, wenn sie an einen Ort kommt, wo es deutlich ruhiger ist, wie bei uns.Flocke

Insgesamt macht Flocke gute Fortschritte. Gerade am Spaziergang Heute früh, hat man das wieder sehr deutlich sehen können. Sie hat freudig geschwänzelt, ist interessiert allen möglichen Spuren gefolgt, hat Gegenstände in einem offenen Schuppen untersucht und immer wieder nach mir Ausschau gehalten. Gestern war das Gegenteil der Fall. Obwohl sie sich im Haus aufgehalten hat, haben sie die Geräusche der Müllabfuhr so sehr verunsichert, dass sie lange gezittert hat, beim Spazieren-gehen ist sie nicht von meiner Seite gewichen und hat sich auch nicht gelöst hat.
Eigentlich wollte ich Sie mit diesen Ausführungen nicht belasten. Im Hinblick auf Ihre Ausführungen, denke ich jedoch, dass es richtig ist, Ihnen die Situation zu schildern. Dies auch um Ihnen zu versichern, dass wir nicht leichtfertig die Geduld verlieren werden, bei einer für einen Hund immer mit Stress und Ängsten verbundenen Eingewöhnung in ein neues Zuhause.
Möchte abschließend noch mal zum Ausdruck bringen, dass ich sehr hoffe und auch glaube, dass Flocke mit der Zeit ihre panische Furcht vor Lastwagen, Traktoren, Krankenwagen, Motorräder usw. verlieren kann.“

Schon einige Tage später folgte der nächste Bericht und auch den möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Schöner können kleine Fortschritte nicht sein. Wir haben uns entschieden, den Text nicht zu verändern, um dem Leser ein umfassendes Bild zu geben, mit welcher Kraft und Energie, mit wieviel Einfühlungsvermögen und Liebe die Familie von Flocke in das Hundeglück investiert und welche Wechselbäder der Gefühle eine Rolle spielen.

„Dass ich die panischen Angstzustände von Flocke in bestimmten Situationen beschrieben habe, lag vor allem auch daran, dass ich ein wenig Bedenken hatte, ob sich das legen kann. Wenn dies so gewesen wäre, wäre es in erster Linie für Flocke unzumutbar gewesen, diesen Belastungen für den Rest ihres Lebens ausgesetzt zu sein.
Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass wir das in den Griff bekommen werden. Flocke macht Tag für Tag Fortschritte. Wenn sie merkt, dass wir das Haus verlassen wollen, geht sie schnell auf ihren Liegeplatz. Von dort muss ich sie zwei, drei Schritte tragen, dann aber geht sie an der Leine mit mir aus dem Haus ins Auto. Wenn ich mit ihr unterwegs bin, werden wir manchmal sogar bestaunt, wie toll sie ohne Leine bei mir bleibt, und auch einwandfrei folgt. Aber dann gibt es auch Situationen, wie am vergangenen Sonntagnachmittag. Da hat sie ein Geräusch so verunsichert, dass sie beschlossen hat, in Richtung Auto umzukehren. Da ich bislang nur abgelegene Wege mit ihr gehe, ist das nicht so tragisch. Wir freuen uns natürlich auf die Zeit, wo wir sie dann zum Wandern, oder sonstigen Aktivitäten mitnehmen können. Das wird aber schon noch einige Zeit dauern. Noch zittert sie am ganzen Körper, wenn ein Lastwagen oder ähnliches in der Nähe vorbei fährt.Flocke

Wenn es abends ruhig wird, geht sie nun auch schon unser Gartengrundstück erkunden, nachdem ich sie, wie schon beschrieben, animiert habe, das Haus zu verlassen.

Wir sind, trotz der zunächst unerwarteten Probleme, sehr froh, dass Flocke bei uns ist. Sie ist sehr lieb und anhänglich. Auch ist es ihr ein Anliegen „es uns möglichst recht zu machen“. Langsam muss ich sie in bestimmten Situationen anfangen zu bremsen. Hat es ihr bis vor kurzem noch gereicht, vor das Sofa zu liegen, wenn ich drauf sitze oder liege, möchte sie nun am liebsten gerne zu mir auf das Sofa….“

Dieser Bericht macht einfach nur Mut, auch verängstigten und scheuen Hunden eine zweite Chance zu geben. Manchmal dauert es ein wenig länger, bis das Eis bricht. Aber nach einem Tal der Tränen geht es immer wieder bergauf. Flocke ist langsam angekommen und sie findet sich immer mehr im Alltag zurecht. Wir drücken Flocke und ihrer Familie weiterhin die Daumen und wünschen allen viel Kraft und Ausdauer für die kommenden Jahre und sagen nochmals Danke für die Übernahme unseres Sorgenfells Flocke.

Noch ein Dankeschön liegt uns am Herzen. Vielen Dank an die Pflegemama Satu, die sich so viel Zeit für Cora und Flocke genommen hat. Ihr ganzes Können und ihre ganze Liebe hat sie in diese beiden Hunde gesteckt und beim Abschied sind schon viele Tränen geflossen.

 

 

Flocke

Wir wissen, was es bedeutet, für gerade die ängstlichen und scheuen Hunden die richtigen Familien zu suchen – aber bislang haben sich für eben diese uns anvertrauten Hunde immer wunderbare neue Zuhause gefunden.

 

 


 

Wolf - man sieht sich immer zweimal im Leben...

Thorne

Für Wolf unseren weißen, imposanten Husky-Rüden wurde dieser Sinnspruch zur Wirklichkeit. Schon einmal, im Jahr 2010, hatten wir Wolf auf unserer Vermittlungsseite. Als „sportlich geführter Familienverband“, war damals, ein überwiegend weißes Husky-Rudel abgegeben worden.Thorne

Wolf und sein Bruder Flocke mussten lange in der Auffangstation auf Menschen warten, die sich ihrer annehmen wollten. Es sah so aus, als hätte Wolf das große Glück gefunden. Fast 2 Jahre lang lebte Wolf mit seinen Menschen, bis sich seine Situation drastisch änderte. Die Menschen trennten sich und Wolf fand sich plötzlich völlig unverschuldet, inmitten eines erbittert geführten Rosenkrieges.
Von einem Ehrenamtlichen wurde Wolf aus seinem ehemaligen Zuhause abgeholt und erst einmal in einer neutralen Pflegestelle zwischen platziert. Das Stachelhalsband, das Wolf um hatte, wurde natürlich sofort entsorgt.

Von diesen Querelen um Wolf, erfuhr eine seiner Bezugspersonen der ehemaligen Auffangstation in Horb. Damals war sie ehrenamtliche Helferin und Gassigeherin. Wolf und Flocke hatten es ihr zu dieser Zeit schon sehr angetan, und sie war eine der wenigen, die sich zutraute, mit den beiden zuggewaltigen Brüdern eine Runde zu gehen. Aber nachdem sie damals schon zwei Hunde ihr Eigen nannte, wäre ein dritter Vierbeiner zu viel gewesen. Schweren Herzens musste sie sich von ihren Lieblingen verabschieden.Thorne

In der Zwischenzeit ist jedoch einer der eigenen Hunde über die Regenbogenbrücke gegangen und ein Plätzchen bei der als etwas zickig geltenden Gina (im Aug.2013 - 16 Jahre), war frei geworden. Um die Zusammenführung der Hunde zu erleichtern durfte Wolf noch einmal in eine unserer tollen Pflegestelle in Freudenstadt umziehen.

Als dann das erste Mal nach langer Zeit das Wiedersehen zwischen den beiden stattfand, war die Freude auf beiden Seiten riesengroß. Der Schock über sein Aussehens wog aber ebenso schwer. Muskulatur und Kondition an der untersten Grenze der Skala, dafür gewichtsmäßig mit etlichen Kilos zu viel auf den Rippen. Jetzt hat Wolf noch einen weiten Weg vor sich.

Der erste Spaziergang mit beiden Hunden gestaltete sich völlig unspektakulär. Von einigen anfänglichen Brummlern der älteren Huskydame ließ sich der Große nicht abschrecken und er konnte im Laufe der Zeit sogar mit seinem ihm eigenen Charme punkten.

Bei jedem Besuch freuten sich beide Hunde immer mehr aufeinander und das erste gemeinsame Probewochenende im neuen Zuhause brachte dann die Gewissheit - Wolf würde endgültig umziehen. Und wie es sich gehört, wenn man alles hinter sich lässt, legt Wolf nicht nur sein zuviel an Gewicht, sondern auch seinen bisherigen Namen ab. Thorne will er in Zukunft von seinen Mädels und sämtlichen ihm wohl gesonnenen Nachbarn gerufen werden.

Gina und Thorne

Wir freuen uns besonders für und vor allem mit Wolf/Thorne. Wir können fast mit Bestimmtheit sagen, dass er nie mehr zum Notfell wird. Einmal beim neuen Frauchen eingezogen, gibt es kein Zurück mehr. Und hier sprechen wir aus Erfahrung. Denn jeder Hund, der bis dato vor Wolf/Thorne eingezogen ist, hat ein biblisches Alter erreicht. Und wie sie das macht, das verrät sie keinem.

Wir wünschen dem Dreamteam eine glückliche und lange gemeinsame Zeit.

 


 

Nina - am Ende wird alles gut

Nina nach der OP

Nina auf dem HeimwegUnsere Nina ist jetzt endlich im Leben angekommen. Trotz ihrer schlechten Diagnose (oder gerade deshalb??) ist sie heute in das schöne Bayern umgezogen. Aber jetzt von Anfang an.

Nina, die kleine Hündin von der Insel Madeira hatte keinen leichten Start in Deutschland. Sie kam mit Gesäugetumoren schon in Hamburg an und hatte keine gute Eingewöhnungszeit. Am letzten Montag kam sie dann als Notfall wieder zu uns zurück und wir mussten schnell handeln. Nachdem die Röntgenaufnahmen zeigten, dass ihre Lunge frei von Metastasen, Nina aber trotzdem im schlechten Zustand war, wurde sie trotzdem am 06.08.2013 an der Mammaleiste operiert und hat erfreulicherweise die OP gut überstanden. Auch ihre schwerste Blasenentzündung (mit Blutplacken im Urin und keinem Kotabsatz wegen starke Schmerzen) bekommen wir langsam in den Griff.

Nina im Auto

Unser Aufruf bei den Notfellen hat sofort Anklang gefunden und noch vor dem Erscheinen unseres „Hilfe-Updates“ konnte Nina heute am 16.08.2013 in ihr neues und endgültiges Zuhause nach Bayern ziehen. Während wir diesen Text schreiben, befindet sich Nina noch auf der Autobahn ins Glück. Mit einer tollen und gesprächigen Mama, die sie liebevoll auf das neue Zuhause vorbereitet.Heimreise im Auto

Ihre Worte vor der Abfahrt waren „ Ich texte Nina auf der Fahrt mit Infos über ihr neues Zuhause zu, dann hat sie gleich alle Infos über ihr neues Leben“.

Gesagt, getan….. Nina ist unterwegs. Natürlich auf einem Rheumakissen, damit es die portugiesische Hexe im Auto bequem hat und es nicht an der riesengroßen Narbe drückt.

Kurz vor Magdeburg wurde die „weiße Fahne gehisst.“ Sie hat alle Infos und nun möchte sie in Ruhe dem neuen Zuhause entgegen schlafen.

Und „Hexe“ wird sie auch in der Zukunft genannt. Ihr Ausdruck auf den Bildern sagt mehr als 1000 Worte. Eine freundliche und dankbare Hündin, die den Schalk im Nacken hat. Ihr Ruhepolster liegt neben dem Bett und unsere Ruby (die mit dem viel zu früh verstorbenen Ray zusammenlebte) wartet auf ihre neue Freundin.

Vielen Dank an Familie B., dass Sie dieser liebenswerten und gesundheitlich angeschlagenen Hündin einen super Lebensabend mit allen Problemen geben wollen. Die Nina-Hexe wird es Ihnen danken.

Wir wünschen Ihnen, liebe Familie B. und Nina/Hexe viele tolle Jahre und warten gespannt auf den ersten Bericht.Nina

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und noch ein Danke Richtung Hamburg, dass unsere dortigen Mitarbeiter Nina so toll begleitet und ihr gerade in der schlimmen Zeit aufopfernd beigestanden sind.

 

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Mato ist kein Unglücksrabe mehr

Mato

„Hallo meine lieben Freunde,

Mato und Frauchenheute muss ich euch einfach etwas wissen lassen, denn ihr habt mich eine so lange Zeit begleitet und unterstützt, dass es mir ein Bedürfnis ist euch zu sagen, dass ich endlich ganz und gar glücklich bin. Ja, meine Pflegemenschen haben mich FEST übernommen, obwohl ich ja schon lange angekommen bin. Gleich von Anfang an herrschte ein absolutes Vertrauen zwischen meinen Pflegemenschen und mir und ich habe nie einen Hundetrainer gebraucht. Ist das nicht toll? Mein Pflegeherrchen hat viel mit mir gekuschelt, wir haben Kontaktliegen gemacht und wir unternehmen alles gemeinsam. Mehr braucht ein Hund nicht, um glücklich zu sein und sich normal zu verhalten. Wir sind, gemeinsam mit meinem Frauchen und den Samtpfötchen, ein ganz tolles Team geworden. Und das soll auch so bleiben. Jetzt ist alles gut.

Kontaktliegen mit Herrchen

Also - hier ist euer Mato-Bär mit den allerliebsten Sommergrüßen an euch! Puh, meine Güte ist das heiß geworden in den letzten Wochen, erst gibt es gar keinen Sommer und dann gleich viel zu viel auf einmal. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich war, meinen ganzen alten Winterpelz los zu werden – also ohne diese Wolle fühle ich mich doch gleich wie neu geboren.Abens am See

Trotzdem, diese Hitze ist überhaupt nichts für mich. An solchen Tagen halte ich mich am liebsten im dunklen, kühlen Flur auf und verschlafe am besten den ganzen Tag. Meistens kommt dann erst am späten Abend wieder so richtig „Leben“ auf. Naja, diese Tatsache kollidiert immer etwas mit den Plänen meiner Zweibeiner, die sind doch tatsächlich der Meinung, dass sie abends schlafen müssten… Aber wenn ich doch dann wach bin?

Ach ja, wenn wir gerade vom schlafen wuffen: Früher habe ich ja immer bei meinen Zweibeinern im Zimmer geschlafen, schließlich musste ich mich immer davon überzeugen, dass die auch noch da sind. Aber vor zwei oder drei Monaten habe ich beschlossen, dass ich das alles gar nicht mehr nötig habe. Nun schlafe ich da, wo ich mich wohlsten fühle, d.h., entweder im Wohnzimmer oder im Wintergarten. Meine Menschen scheint das sehr glücklich zu machen, ich habe gehört, dass sie meinten, ich wäre nun endlich so richtig angekommen und würde mich ganz entspannt und sicher fühlen. Naja, wenn die das sagen.

Mato schläft

Aber es stimmt schon, ich fühle mich rundherum wohl und bin mir ganz sicher, dass ich voll und ganz zur Familie gehöre. Übrigens, beim Thema Familie fällt mir gerade was ein: Habe ich euch eigentlich schon mal meine ganze vierbeinige Familie vorgestellt? Ich wohne nämlich nicht nur mit den Zweibeinern hier, sondern habe noch eine ganze Katzenfamilie. Da staunt ihr was? Ich glaube, den Hubsi habe ich euch ja schon mal vorgestellt, der weiße Kater ist auch mein Lieblingsfreund, aber die anderen habe ich auch ganz lieb gewonnen. Obwohl ich natürlich zugeben muss, dass ich ganz am Anfang nicht so ganz verstanden habe, weshalb ich die Stubentiger nicht jagen und schon gar nicht fressen darf. Aber das ist alles Schnee von gestern. Die Samtpfötchen sind meine besten Freunde und wenn wir alle fünf gemeinsam das Bett belagern, dann müssen die Zweibeiner schon mal einen anderen Platz suchen.

Katzen

Ihr seht also, eurem Mato geht es so richtig gut! Mmh, allerdings ist mir im Mai aber mal so richtig was ganz Blödes passiert. Also das hätte ja nun wirklich nicht gebraucht. Aber ich glaube, so ist das manchmal. Immer wenn es einem zu gut geht, dann bekommt man wieder einen auf die Rübe.

Mato

Mato im See

Mato beim Baden

Mato am Ufer

Da war ich mit Herrchen auf einem unserer täglichen Ausflüge am See, wo wir ja immer gerne hingehen. Dort sind wir fast immer ganz unter uns, ich kann im Wasser planschen und es mir gut gehen lassen und tun, was Hund eben alles so tut. Ja, was soll ich sagen: Wir wollten dann irgendwann wieder nach Hause, ich kraxle nichts Böses ahnend den Hang hoch und rutsche auf einmal weg. Aua, dann hat mir mein Hinterbein auf einmal sooooo weh getan! Ich konnte gar nicht mehr richtig laufen und bin dann mühselig mit Herrchens Hilfe nach Hause gehüpft, dort hat mich Herrchen ins Auto geladen und ist mit mir zum Tierarzt gerast. Dort wurde ich auch gleich gründlich untersucht, wobei doch tatsächlich ein Kreuzbandriss festgestellt wurde.

Also das konnte ja wohl nicht wahr sein, schließlich ist meine linke Hüfte ja sowieso schon kaputt und nun hatte ich auch noch rechts einen Kreuzbandriss. Nun war guter Rat teuer.
(Aber auch die anschließende OP war richtig teuer – doch nun bin ich fast runderneuert.)
Unser Haustierarzt hat uns dann an einen Spezialisten überwiesen, der in solchen Sachen über besonders viel Erfahrung verfügt und der eine spezielle Technik anwendet und die eine schnellere Heilung und weniger Komplikationen verspricht. Nun ja. Jedenfalls war dann am 18.06. mein „großer Tag“ in der Klinik.

Ich musste mich von meinen Menschen verabschieden und wurde schlafen gelegt. Dann wurde wohl nochmals ein Röntgenbild angefertigt und dann ging es los. Das gerissene Kreuzband wurde entfernt und dabei hat der Doc festgestellt, dass ich eine angeborene Fehlbildung des Knorpels habe und diese Fehlbildung wohl der ursächliche Grund dafür war, dass mein Kreuzband überhaupt gerissen ist. Dann wurde die TPLO (Abkürzung für Tibial Plateau Leveling Osteotomy) ist ein Operationsverfahren in der Tierchirurgie, mit dem seit 1998 gerissene Kreuzbänder bei Hunden behandelt werden. Das Verfahren wurde in den 1990er Jahren von den amerikanischen Wissenschaftlern Barkley und Theresa Devine Slocum entwickelt. Bei der TPLO wird durch einen runden Schnitt die Tibia (Schienbein) durchtrennt und durch, eigens dafür vorgesehene, patentierte Platten in einer veränderten Stellung wieder verschraubt. Ziel ist es, durch die veränderte Biomechanik den Vorschub, der normalerweise vom vorderen Kreuzband abgefangen wird, zu vermeiden (Quelle: Wikipedia)) durchgeführt. Außerdem wurden in der linken und rechten Hüfte Goldimplantate eingesetzt – jetzt bin ich also ganz besonders wertvoll!

Mato nach der OPGegen 16:30 Uhr konnte ich dann endlich wieder abgeholt werden und durfte, wenn auch auf etwas wackligen Pfoten, wieder nach Hause. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich war, den Weißkitteln entkommen zu sein! Wenn auch nur vorübergehend, denn einige weitere Nachkontrollen, Verbandswechsel usw. musste ich natürlich doch noch über mich ergehen lassen.

Aber die ersten Wochen waren echt hart für mich. Nicht nur, dass es unerträglich heiß war und ich eine Tüte um den Hals hatte, nein, ich durfte mich auch so gut wie nicht bewegen. Was heißt, dass ich von meinem Zweibeinern quasi rund um die Uhr bewacht wurde, dass ich auch wirklich die Pfoten flach halte. Absolut ätzend, das könnt ihr mir aber echt glauben! Mmh, aber ich muss zugegeben, dass sich die Plackerei echt gelohnt hat. Es gab keinerlei Komplikationen, es ist alles bestens verheilt und mir geht es wieder richtig gut. Laufen und springen darf ich aber trotzdem noch lange nicht so, wie ich es gerne hätte. Immer nur an der kurzen Leine, immer nur kurze Spaziergänge – wo bleibt denn da der Spaß? Der Doc hat zwar versprochen, dass ich wieder unbeschwert flitzen kann und ein (relativ) beschwerdefreies Leben haben werde, aber nur, wenn ich mich noch zwei bis drei Monate zügeln kann. Könnt ihr euch vorstellen, wie lange zwei bis drei Monate sein können, wenn Hund voller Lebensfreude und Energie steckt, aber nicht darf? Also ich glaube, bis dahin haben meine Zweibeiner einige graue Haare mehr auf dem Kopf…

Trotzdem bin ich natürlich überglücklich, dass ich zum einen doch noch so viel Glück im Unglück hatte und zum anderen, dass ich so liebe Menschen habe wie euch, die mich schon so lange unterstützen und überhaupt erst möglich gemacht haben, dass ich jetzt so ein schönes Leben führen darf!

Ja, und das bringt mich gleich auf die wundervollste Nachricht überhaupt! Erinnert ihr euch noch an meinen Weihnachtswunsch, als ich noch in der Station lebte? Ihr wisst schon, eine eigene Familie nur für mich, die mich liebt und mit mir zusammen durch dick und dünn geht und wo ich glücklich und zufrieden alt und grau werden kann? Was soll ich sagen, dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen! Seit dem 01. August bin ich ganz offiziell kein „armer Tierschutzhund“ mehr, sondern vollwertiges Mitglied meiner Familie, die mich nämlich adoptiert hat – mit Haut und Pelz sozusagen. Und weil meine Zweibeiner gleich Nägel mit Köpfen gemacht haben, bin ich nun auch kein Bayer mehr, sondern ab sofort Eidgenosse. Ja, ihr habt richtig gelesen, unsere ganze Familie ist quasi mit Sack und Pack in die Schweiz umgezogen.Mato hat Spass

Deshalb muss ich mich nun schweren Herzens von euch verabschieden. Ich möchte euch aber von ganzem Hundeherzen DANKE wuffen, dass ihr mich so lange Zeit unterstützt habt, mir immer geholfen und so den Weg ins Glück überhaupt erst möglich gemacht habt. Ohne Menschen wie euch, ohne eure bedingungslose Liebe und Hilfe hätte ich nie gelernt, dass es ein glückliches Leben ohne Schmerzen und Misshandlungen geben kann und dafür werde ich euch immer im Herzen behalten. Und vielleicht könnt ihr euer Herz auch einem anderen meiner armen Kumpel schenken, die dringend etwas Hilfe brauchen könnten und die genauso sehnsüchtig auf eine Chance warten, wie ich damals. Ich habe es jedenfalls geschafft und danke euch von ganzem Herzen!

Euer überglücklicher Mato!"

Liebe Leser und Freunde von Mato, wir freuen uns sehr, dass unser Mato seine Operation so gut überstanden hat und sicher bald wieder ganz der „Alte“ sein wird. Ganz besonders freuen wir uns für Mato, dass seine Familie nun beschlossen hat, Mato fest zu übernehmen, weil er einfach nicht mehr wegzudenken wäre und dazu gehört. Es bleibt uns daher nur noch, Mato und seiner Familie alles erdenklich Gute zu wünschen und wir hoffen sehr, dass er sich gelegentlich einmal meldet und aus seiner neuen Heimat berichtet.

Ihnen allen danken wir von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung, ohne die es uns nicht möglich gewesen wäre, dieser armen misshandelten Hundeseele Schutz und Fürsorge sowie die umfangreiche medizinische Betreuung zu geben, die Mato so dringend brauchte. Vielen Dank dafür.

Ihr Team der Nothilfe für Polarhunde e.V. Freudenstadt

 

 


 

Kira – charismatischer Traumhund findet Traumplatz,

Kira

warum kann es nicht immer so gehen? Kira und GoblinUnsere Kira ist in ihr neues Zuhause gezogen und wird langsam zum Sporthund. Hihihi, das hätte keiner gedacht. Kira darf auf ihre „alten“ Tage noch zur Sportskanone werden. Statt nur einen Dosenöffner hat sie zudem das Huskyparadies auf Erden gefunden. Kira hat momentan den Dosenöffner gegen Outdoortraining getauscht und fühlt sich nach einigem Zögern sichtlich wohl. Aber lassen wir Kira und ihre neuen Dosenöffner mal selber über die ersten Eindrücke berichten. So ganz Glücklich klingt es nicht, aber am Ende zählt das Ergebnis. Die Maus hat ihren Platz im Leben gefunden und eine wunderbare Familie mit einem Rüden bekommen, die nichts dem Zufall überlassen.
Als erstes kommen die neuen Dosenöffner zu Wort. Kira lässt ihnen ganz entspannt den Vortritt.

„Schon lange hatten wir uns für unseren SH-Husky-Mix-Rüden Goblin (Gobbi) eine Gefährtin gewünscht…aber es war bisher nie die richtige Kandidatin für unseren Prinz der spanischen Straßen dabei gewesen. Aber dies sollte sich nun ändern…
Nach langer Suche hatte die Nothilfe für Polarhunde endlich eine Lösung für uns… Prinzessin Kira aus dem Schwarzwald. So ging es nach sorgsamer Planung und Absprache – an einem Samstag auf eine Tagestour in den schönen und sonnigen Schwarzwald und das mit unserem Prinzen, der nichts so hasst wie Autofahren…na gut, aber alles hat halt seinen Preis…
Nach über 3 Stunden Fahrt waren wir endlich am Ziel - im Schwarzwald - und der Gobbi war „fertig“. Wir begaben uns mit unserem Gobbi in den Garten der Pflegefamilie und sahen die kleine süße Kira!

„Kira“ höre ich da meinen Namen? Jetzt erzähle ich mal besser, damit auch alles richtig erzählt wird:
Schneller als mir lieb war, musste ich aus einem kleinen Dorf im Schwarzwald und der netten Umgebung meiner Pflegefamilie ausziehen. An einem Samstag im Frühsommer kam ein Auto vorgefahren, aus dem ein stattlicher Rüde namens „Goblin (SH-Husky-Rüde)“ und 2 Menschengestalten ausstiegen. Zuerst dachte ich, dass man nur zum Kaffee vorbeischaut, aber am Abend des gleichen Tages saß ich auf der Rücksitzbank des Autos, was mir am Mittag schon komisch vorkam. Es ging Richtung neue Heimat: das Rheinland. Die Autofahrt war für mich total entspannt, wenn ich mal diesen im Auto sehr anstrengenden Goblin ausblende. Goblin, der Arme, mag es überhaupt nicht im Auto transportiert zu werden. Er kommt einfach nicht zur Ruhe und bellt fast die ganze Zeit. Für mich ist es ein Traum im Auto zu sein.

Goblin und KiraIm Rheinland angekommen (puh…es war schon sehr dunkel und spät geworden) sind wir erst mal in den Wald vor`m Haus zum Pieseln. Das war interessant. Im Haus selber habe ich mich direkt mit der Küche angefreundet und die Nacht über vor dem Napf in der Küche kampiert. Die Küche war in der ersten Woche meine Höhle. Direkt in der ersten Woche habe ich einige neue Kumpels mit Fell kennengelernt. Es war alles sehr harmonisch. Man wollte nun versuchen mit mir regelmäßige Spaziergänge zu unternehmen. Mein Gott, wie anstrengend. Wer braucht denn so was?

Goblin ist die totale Sportskanone, an diese Eigenart sollte ich nun auch herangeführt werden. Ohne mich. Da habe ich erst mal meinen scheinbar neuen Aufpassern gezeigt, was in einem Husky so alles steckt: wenn ein Spaziergang bevor stand und es wurde nach mir gerufen oder man stand vor mir mit diesem Geschirr, dann habe ich einfach nicht reagiert und habe mich auf die andere Seite gelegt, um diese sportlich aktiven Geschöpfe aus dem Blickfeld zu bekommen. So viel Stress am Tag, das geht nicht. Wer muss denn morgens um 7 Uhr schon vor die Türe? Teilweise bin ich mit diesem Trick durchgekommen.

Mittlerweile ist es so, dass wir immer mit dem Auto wegfahren. Autofahren, aah, dafür bin ich immer zu haben. Tag wie Nacht. Ja, seitdem komme ich zumindest regelmäßig früh morgens und 2x abends vor die Tür. Geht doch, wieso nicht gleich so!  Abgenommen habe ich dadurch auch schon und von Woche zu Woche macht das Laufen immer mehr Spaß.
Unterwegs hat Goblin mir gezeigt, wie man auch selber an Futter rankommen kann. Ich kann hervorragend buddeln und habe auch schon einige Mäusenester untersucht…
Goblin und ich vertragen uns sehr gut im Haus und im Garten. Der Garten ist so groß, dass ich mich noch nicht getraut habe, ihn komplett zu erforschen. Fressen müssen wir getrennt, weil wir beide etwas futterneidisch sind. Ansonsten passt Goblin gut auf mich auf. Manchmal kommt er mir schon etwas zu nah. Aber den Rüden habe ich schon gut im Griff und sage ihm dann entsprechend Bescheid. Er könnte ein bisschen weniger Bellen, das lässt mich Tag für Tag aus meinen süßen Träumen erwachen. Aber gut, was will man von einem SH-Husky-Mix und dann noch Rüden erwarten. Vielleicht kann ich ihm das noch ein bisschen abgewöhnen.

Kira mit FamilieSpät abends auf unserer letzten Pinkelrunde des Tages treffen wir auch immer Goblin`s heißgeliebte Hundefreundin „Momo“. Mittlerweile freue ich mich immer riesig Momo und ihr Frauchen zu treffen. Auf den Runden gibt es immer so äußerst mundende Leckereien….blöderweise nur dann, wenn ich auch die Strecken mitgehe, die alle anderen gehen wollen. Das passt mir nicht immer…mal sehen, was ich da noch so erreichen kann…
Seit ein paar Tagen trage ich auch am Bauch so was Weißes…“meine“ Menschen nennen es Pflaster. Ich musste einen Tumor entfernt bekommen. Das Ding war mir gar nicht aufgefallen. Jaja, sehr aufmerksam, meine neuen Rudelführer.

Mit der Narbe entwickelt sich alles prima. Nur nachts muss ich nun immer so was blödes Grünes tragen. Keine Ahnung was das soll, ob man jetzt glaubt ich bringe mich um den wohlverdienten Schlaf in der Nacht und knabber an diesem Pflaster rum? Bin ich ein Rüde? Naja, das bringe ich auch noch hinter mich….
An manchen Tagen versucht man auch mein Fell in den Griff zu bekommen. Ein paar Minuten ertrage ich es mich kämmen zu lassen, aber dann ist auch gut. Dann gehe ich einfach weg und ziehe mich in meine neue Höhle im Wohnzimmer unter den Tisch zurück.

In Zukunft muss ich noch weiter abnehmen und Muskulatur aufbauen, damit ich es weiter mit diesem sportlichen Goblin aufnehmen kann. Mal sehen was ihr hier an dieser Stelle in ein paar Monaten lesen werdet…

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, Bis bald, Eure Kira.
Ja..ja, natürlich soll ich auch schöne Grüße von Goblin ausrichten…immer diese Rüden!“

GoblinSo soll eigentlich jede Geschichte ausgehen, aber das ist wohl ein Wunschdenken. Kira macht sich prächtig im neuen Zuhause. Ihre Taille kommt immer mehr zum Vorschein und sie fühlt sich huskywohl. Wir freuen uns erst einmal für die tolle Aufnahme in der neuen Familie und bald über neue Bilder und Berichte von unserer kleinen Kira.

Kira

Vielen Dank auch an Kiras Pflegefamilie, die sie ohne Wenn und Aber aufgenommen und schon einmal mit dem Abspecken angefangen hat. Nur so war eine Vermittlung in Kiras neues Zuhause machbar.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Tucha - portugiesische Schönheit hat ihren Platz gefunden

Tucha

Tucha, die erste Wundertüte von der Sonneninsel Madeira hat ihre Menschen verzaubert, sie ist in ihrem neuen Zuhause angekommen und lernt ganz fleißig das deutsche Hunde ABC. Sehr lange hat es gedauert, bis die nette Hündin endlich nach Deutschland ausreisen konnte und durfte.Tucha

Viele neue Eindrücke prasselten auf diesen Schatz aus dem fernen Portugal ein und Tucha meisterte alle Hürden mit Bravour. Stubenreinheit stand ganz oben auf dem Wunschzettel ihrer neuen Familie und nach einigen Fehlversuchen klappt es nun schon ganz ordentlich und sie bleibt trocken. Auch hat Tucha gelernt, dass Spaziergänge nicht nur zu ihrer Belustigung sind, sondern einen ernsten Hintergrund haben. So klappte es dann auch recht schnell mit dieser Lektion.

Um sich endlich in ihrer vollen Pracht bei den fremden Hunden in der Umgebung präsentieren zu können, ging es für Tucha erst einmal auf Kosten der Pflegestelle zum Hundefriseur. Ihre Pflegemama wollte ihr nicht weh tun und das gerade erst wachsende Vertrauen zerstören. Aber es hat sich gelohnt. Nun ist aus der verfilzten und stumpffelligen Maus ein echtes Prachtstück geworden. Tucha kann mit ihrem angeborenen Charme und ihrer Fröhlichkeit ihre Umwelt verzaubern und erkunden. Sie liebt Spaziergänge und Hundekontakte und wird nicht müde, die neue Welt zu entdecken.

Über einen netten Hundekontakt wollen wir aber noch schnell berichten. Unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin vor Ort hat mit ihrem Shar-Pei-Rüden Joschi die hübsche Tucha in ihrer neuen Familie besucht und wurde herzlich aufgenommen. Joschi und Tucha verstanden sich auf Anhieb, obwohl Joschi schon sehr mit den aufdringlichen Flirtversuchen unserer Portugiesin überfordert war. Aber das Treffen verlief trotzdem sehr harmonisch und am Ende des Tages hatte Tucha einen Freund fürs Leben gefunden.

Kein Familienmitglied will die hübsche Maus wieder hergeben und so wurde aus Ninas Pflegestelle ein richtiges Zuhause.

Wir sind sehr glücklich, dass Tucha gut in ihrem neuen Zuhause angekommen ist und sich hier huskywohl fühlt.

Tucha

Viel Spaß kleine Tucha bei Deiner Familie. Du hast es Dir verdient.

 

 


 

Benji - doppelt warten wirkt besser

Benji

Nach langem Hoffen und Bangen können wir nun auch unseren Traumhund Benji zu den Glücksfellen bringen. Die Umstände seines Ankommens im neuen Zuhause standen lange unter einem dunklen Stern, da sich seine alte Familie nicht von ihm trennen wollte.Benji

Aber nun ist es vollbracht. Benji hat einen tollen Hundekumpel an seiner Seite, der sogar Benjis Lieblingsdecke nutzen darf. Er lernt immer mehr, den Menschen zu vertrauen. Benji hat seine Verlustängste fast abgelegt und entspannt von Tag zu Tag mehr.

So bleibt Benji nun auch stundenweise mit seinem Kumpel alleine im Haus, ohne seine Umgebung zu zerstören. Das mangelnde Vertrauen zu den Menschen hat er weitestgehend abgelegt und er ist einfach nur ein Traumhund geblieben, den seine Dosenöffner nicht wieder hergeben wollen.

Er liebt lange Spaziergänge und kontrolliert gerne seine Familie auf Schritt und Tritt.

Nur seine Vorliebe für Milchtüten ist weiterhin vorhanden. Die zieht er sich schon mal gerne aus dem Müll und schleckt sie mit viel Genuss aus. Durch die ständige Fellpflege ist er ein glänzendes Beispiel eines Huskys geworden und wird auf den Spaziergängen häufig von den Menschen bewundert. Er versteht sich mit Mensch und Hund und lebt sein neues Leben in vollen Zügen.

Benji

Vielen Dank an Benjis neue Familie, die sich die etwas längere Zeit für das Ankommen des Burschen genommen hat und ihm nun ein glückliches Leben schenkt.

Auch ein großes Dankeschön an unsere Mitglieder im Badischen, die immer an Benji geglaubt haben.

 

 


 

Becks (2) ist endlich angekommen
Becks 2

Becks[2]Das lange Warten auf ein tolles Zuhause hat sich für diesen Hundemann richtig gelohnt. Der aufmerksame Leser unserer Homepage hat lange darauf gewartet. Becks(2) hat es nach monatelanger Zeit in seiner Pflegefamilie endlich geschafft und hat sein eigenes Reich bezogen. In der ersten Pflegestelle hatte Becks es nicht so gut gefunden und so zog er im Januar 2013 in seine 2. Pflegestelle, in der er auch sein Sozialverhalten verbessern konnte. Da wir ihn nicht so recht einschätzen konnten, haben wir auf die Vermittlung zu Katzen verzichtet. Im Juli war es dann endlich so weit. Becks durfte in seine neue Familie ziehen und dank der tollen Unterstützung von unserem Mitarbeiter in NRW ging alles sehr problemlos vonstatten. Dafür sind wir sehr dankbar. Besonders bei den Hunden, die eine entsprechende Vorgeschichte haben, braucht man kompetente Menschen, die vor Ort Hilfestellung geben.

 

Becks(2)

Nun ist er also angekommen und wir erhielten folgenden Bericht von der Fellnase:

„Hallo Leute!

Ich bin es ... Becks (2) aus dem wunderschönen Westerwald. Ja.. ihr lest richtig. Seit dem 20.07.2013 habe ich endlich ein richtiges Zuhause.

Aber ehrlich. Es hat sich schon gelohnt, etwas länger zu warten, denn hier bin ich scheinbar im Hundeparadies angekommen. Zum einen habe ich hier eine süße Husky-Mix-Dame namens Kaya, die mir zeigt, wie hier alles funktioniert. Somit kann ich mich ziemlich gut an ihr orientieren. Zum anderen sind meine beiden Dosenöffner sehr geduldig mit mir. Ich muss nämlich erst lernen, dass ich auch ohne Rumhüpfen und Gebrabbel genügend Aufmerksamkeit und Auslauf bekomme. Aber das gelingt mir von Tag zu Tag besser. Und wer hätte es gedacht? Ich bin gerne in meinem neuen Zuhause! Ich liebe es nämlich, vor dem Sofa unter dem Couchtisch zu liegen. Diese „Höhle“ habe ich mir gleich am Anfang ausgesucht. Aber auch der Garten ist super. Dort könnte ich stundenlang in der Wiese liegen und entspannen. Aber viel Zeit bleibt dafür eigentlich gar nicht. Meine Zweibeiner sorgen mit unseren Spaziergängen dafür, dass sich meine Muskulatur verbessert und ich langsam etwas fitter werde. Am Abend bin ich dann so müde, dass ich mich richtig auf mein Körbchen freue...

Becks(2)

So, genug geschrieben.. Der nächste Spaziergang startet...

Machts gut – und bis bald mal wieder,

euer Becks“