Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2013 ein neues Zuhause gefunden haben

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Assim - Ende gut, alles gut

Assim

Es ist schön zu hören, dass Assim in seiner Familie bleiben kann. Leider wurde ein Tumor festgestellt und man will ihm einen Umzugsstress nicht mehr zumuten.
Eine gute Entscheidung und wir wünschen dem netten Kerl alles Gute.

Das Team der NfP-FDS

 


 

Xina hat ihre Familie gefunden und ist endlich richtig angekommen

XinaEin bisschen hat es gedauert, bis die agile Hündin die richtigen Menschen gefunden hat.
Ihre ersten Interessenten sind kurzfristig abgesprungen, vielleicht war es das Glück von Xina.
Als sich beim Verein schon lange bekannte und kompetente Menschen gemeldet haben, nahmen wir den Umzug in Angriff.
Noch saß Klein-Xina im Tübinger Tierheim, betreut von zwei lieben Gassigeherinnen – betreut vom Tierheim-Personal. Schön zu wissen, dass es noch Tierheime gibt, die sich gerne auf Vereine verlassen, die mit den speziellen Rassen Erfahrung haben. Man erlebt es selten genug.
Natürlich kann immer mal eine Vermittlung in die Hose gehen und bei Xina war es durch ihr Verhalten auch nicht so einfach. Ein bisschen jugendlicher Überschwang, gepaart mit Unsicherheit und teilweise sogar ängstlichem Verhalten. Bei solchen Hunden darf nichts schief laufen.
So waren die bekannten Interessenten zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle. Von Vorteil war, dass der hier noch lebende zuverlässige Rüde Xina die notwendige Sicherheit übermitteln konnte. Ein wenig Sorge machte uns, dass hier noch 4 junge und ebenso agile Katzendamen im Haushalt leben. Da Xina jedoch in einem Alter ist, wo man sie noch gut an die Samtpfötchen gewöhnen kann – die notwendige Erfahrung der Menschen und vor allem auch Ausweichmöglichkeiten für ein langsames Aneinander gewöhnen vorhanden sind, erleichterte die ganze Sache ungemein. Trotzdem wollten wir sichergehen und nicht gleich einen Festvertrag vereinbaren.

Xina und Aitor

Die Tiere bekamen alle die Möglichkeit, sich langsam aneinander zu gewöhnen. Auch Aitor, der gesetzte Rüde sollte die Chance bekommen, sich an Konkurrenz im Haus zu gewöhnen.Xina Und weil von den Zweibeinern keine Erwartungshaltung an uns herangetragen wurde, hatte Xina nun alle Trümpfe in der Pfote. Wir waren uns sicher, dass sie ihre Chance nützen würde. Und das hat sie auch getan. Die sensible Eingewöhnung im neuen Heim und die Gewöhnung an ihren neuen Kumpel Aitor hat schon nach wenigen Tagen zum Erfolg geführt. Die Rückmeldung war: Xina bleibt fest, sie war schon nach einigen Tagen nicht mehr weg zu denken.
Ein wenig aufwendiger war die Gewöhnung an die Samtpfötchen – aber auch hier ist man auf dem besten Weg und lässt allen Beteiligten die notwendige Zeit.

Und selbst die etwas größeren „Hunde“, die Pferde – ja, mit zaghafter Vorsicht hat sie sich auch an diese herangetastet. Dann war das Ziel auch schon erreicht. Nach einer festen Übernahme und dem Loslassen der Vergangenheit, kann es weiterhin nur noch bergauf gehen.
Ein großer Vorteil ist, dass Xina nebst den täglichen großen Spaziergängen auch einen großen Freilauf hat, in dem sie sich nach Herzenslust austoben kann – und das tut sie. Denn es ist wichtig für die Jungspunde, dass sie richtig ausgelastet sind, um nicht auf dumme Gedanken zu kommen.

Doch Xina möchte auch noch selbst etwas sagen:

„Hallo,

könnt Ihr Euch noch an mich erinnern? Ich bin die Xina. Ich hatte mir so sehr zu meinem 1. Geburtstag eine eigene Familie gewünscht. Mein neues Frauchen hat das Foto von mir auf der Homepage gesehen und fand mich total schön. Im November bin ich dann direkt aus dem Tierheim Tübingen in meine neue Familie gezogen, zuerst als Pflegehund, aber schon nach ein paar Tagen war klar, dass ich hier bleiben werde.

In meinem neuen Zuhause habe ich auch einen großen Hundefreund, den Aitor, der so was, wie mein großer Bruder ist. Aber, ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe auch noch ganz große Freunde gefunden, die ich total super finde. Meine neue Familie hat nämlich viele Ponys und Pferde. Zur Familie gehören auch noch vier junge Katzendamen, an die ich mich erst gewöhnen musste, aber inzwischen klappt das schon ganz gut. Ich bin auch nicht mehr so ängstlich, wie am Anfang. Mein Frauchen ist ja immer bei mir und dann brauch ich vor Fremden auch keine Angst mehr zu haben.Xina und Aitor
Im Haus bin ich schon noch ziemlich wild, meinte mein Frauchen. Vor allem beim Kochen leiste ich gerne Beistand, na ja die Rührlöffel haben es mir eben angetan.

Wenn Frauchen da ist, bin ich immer in ihrer Nähe, das ist ja klar.

Ich melde mich mal wieder bei Euch, wenn es etwas Neues von mir gibt.

Eure Xina“

 

 

Ein besonders herzliches Dankeschön geht an die Zuständigen im Tierheim Tübingen für die tolle Vorarbeit und das Vertrauen in uns – an die Gassigeherinnen, die sich liebevoll um Xina und deren Bewegung gekümmert haben – und zuletzt an die neuen Menschen, die durch ihre Jahrzehnte lange Erfahrung mit Nordischen und dem besonderen Händchen für diese Rasse, aus Xina eine Traumhündin gemacht haben. Es besteht kein Zweifel, dass die junge Hundedame richtig angekommen ist.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Souji – „großer General“ ein großer Name für einen großartigen Hund - im Sternzeichen „Schütze“ geboren

Souji

SoujiHeute ist sein Geburtstag, heute, am 20.12.2013 ist Souji genau 3 Jahre alt geworden. Und noch gar nicht so lange ist es her, dass sein neues Leben begann. Er hat alle Brücken hinter sich abgeschlagen und stellt sich heute mit seinem neuen Namen vor.

Souji, ein Akita-Inu, gestromt, ein unheimlich lieber Kerl, der sein behütetes Zuhause verloren hat. Immer mehr sind es veränderte Lebensumstände, weshalb die geliebten Fellbündel abgegeben werden müssen. So auch im Falle Souji. Sein Frauchen war gezwungen, ihr Leben komplett umzukrempeln und in diesem neuen Leben kam Souji viel zu kurz. Da diese Situation jedoch keine Dauerlösung war und Souji viele Stunden am Tag alleine verbringen und auf sein Frauchen warten musste, wurde ein neues Zuhause für ihn gesucht. Über eine Mitarbeiterin vom WDR wurden wir mit dem Schicksal des hübschen Akita-Rüden konfrontiert und wir machten uns sofort auf die Suche nach neuen Menschen. Und diese haben wir dann auch sehr schnell gefunden. Ein Zufall, nein sicher Bestimmung war es, dass es sich gerade um eine Interessentin handelte, die gute Erfahrung mit der Rasse Akita-Inu hatte. Und so durfte Souji dann auch relativ schnell umziehen. Dank einem Mitglied unseres Vereins konnte Souji direkt in seinem alten Zuhause abgeholt und von den neuen Menschen übernommen werden.

Souji mit KumpelWir freuen uns sehr, dass es absolut keine Probleme bei der Übernahme gab und der nette Akita-Rüde nach einem herzlichen „Hallo“ so eingezogen ist, als wäre er schon immer dort Zuhause gewesen. Sogar dass er noch mit einem Hund der Überbringerin blitz-vergesellschaftet wurde, um sein Sozialverhalten zu testen, meisterte Souji anstandslos. So sind Yoma, der Shiba-Rüde und Shouji heute dicke Rüdenfreunde. Wer hätte das gedacht.
Es ist ungewöhnlich für diese Rasse, aber ein großer Vorteil für die neuen Menschen. Souji blüht jetzt richtig auf, er genießt es, draußen seine Welt zu erkunden und auch der ein oder andere Sozialkontakt zu Artgenossen erweitert seinen Erfahrungsschatz.

Trotz einer verschleppten Ohrinfektion, die nun aber ganz ausgeheilt ist, zeigt sich Souji von seiner besten Seite.

Nun kommt sein neues Frauchen zu Wort:

„Vor ein paar Wochen ist Souji nun bei mir eingezogen. Und das, obwohl ich eigentlich die Trennung von meinem letzten Akita noch nicht ganz verdaut hatte. Diese lag nämlich erst zwei Monate zurück und ich musste den Hund, der meinem Freund und mir zusammen gehörte, wegen einem beruflich bedingten Umzug bei ihm lassen.
So entschied ich mich, schweren Herzens, vorerst wieder ohne Hund zu leben…

… wäre da nicht ein Akita-Rüde gewesen, der dringend ein neues Zuhause gesucht hätte und eine Freundin, die Kontakt zu den Leuten der NfP hat.Souji

So kam es, dass ehemals Miko bei mir einzog. Für einen Hund ist ein Umzug zu einem neuen Besitzer immer ein neuer Lebensabschnitt und da man nie weiß, was er früher erlebt hat, wollte ich ihm auch die Chance geben, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen, weswegen ich mich dazu entschied, ihn umzutaufen. So bekam er den Namen eines großen, japanischen Samurais – Souji! Der Name eines Kämpfers. Und als Kämpfer würde sich Souji noch beweisen müssen, doch davon wusste ich anfangs noch nichts.

Nach einer langen Autofahrt kam er mitten in der Nacht bei mir an, sprang aus dem Auto und begrüßte mich mit einer nassen Zunge. Er zeigte von Anfang an keinerlei Misstrauen mir gegenüber und auch für mich war es „Liebe auf den ersten Blick“. Diese Offenheit ist für einen Akita gewiss nicht selbstverständlich und ich fühlte mich geehrt, von ihm so akzeptiert zu werden.
Im Vermittlungstext des Vorbesitzers stand, dass er nicht auf Couch oder Bett schlafen würde, doch das Gegenteil bewies er schon nach wenigen Stunden, als Souji sich meine Couch zu seinem Stammplatz auswählte und sich als absoluter Schmusebär erwies. Und ich werde seine glänzenden, stolzen Augen in der ersten Nacht nicht vergessen, als ich ihm sein Hundebettchen am Fußende meines Bettes zeigte und er sich sofort darauf stürzte, etwa zwanzig Mal um sich selbst drehte und dann die ganze Nacht bis zum nächsten Vormittag durchschlief. Von Trauern keine Spur! Er war mit dem ersten Schritt sofort richtig heimisch und das gab auch mir ein gutes Gefühl.

Souji

Souji und KumpelSouji ist ein echter Samurai, ein Kämpfer! Jeden Tierarztbesuch erträgt er sehr tapfer! Er zittert vor Angst und gleichzeitig lehnt er sich vertrauensvoll an mich und lässt jede Behandlung über sich ergehen. Seine Pfoten müssen behandelt werden. Selbst dem Tierarzt leckt er über die Hand, als wolle er sagen: „Mach nur, aber bitte… tu mir nicht weh…“

Souji freut sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit, das man ihm schenkt, jedes bisschen Bewegung, jede Streicheleinheit und jedes Wort. Er hat in nur 2 Stunden das Kommando „Bell!“ gelernt und dass er sich auf seine verschränkten Pfoten legen muss, denn dann kommt der fiese Tierarzt nicht mehr so leicht an sie ran.
Souji ist ein Hund, der einem pure Freude schenkt, der furchtbar sensibel ist und eine ganz zarte, einfühlsame Führung braucht. Typisch Akita schaltet er bei strengerem Ton sofort auf Durchzug oder fängt an, einen zu veralbern. Sein stolzer, japanischer Charakter mag das Herz von vielen Menschen im Sturm erobern, doch ich sehe selbst, wie wenige Leute mit ihm klar kommen, sobald ich die Leine aus der Hand gebe. Da verzweifeln manche schon, wenn er zum Stein wird, weil er jetzt zehn Minuten an einem Busch schnüffeln muss. Und nein, man kann ihn davon nicht abhalten.

SoujiAber Steine wie Souji sind wundervoll für jene, die sie verstehen. Er ist mein Herz, mein Wedel-Stein! Und als ich vor ein paar Tagen meine Freundin mit ihren beiden Shiba-Jungs Yoma und Akuma besucht habe, zeigte sich, dass Souji sich schnell auf unterschiedliche Hundecharaktere einstellen kann. Er geht einem bellenden Rüpel im richtigen Moment aus dem Weg, schließt Freundschaft mit ruhigen, souveränen, unkastrierten Rüden ebenso, wie mit Hündinnen. Einzig aufdringliche oder pöbelnde Hunde mag er nicht und kann diese durchaus mit Aggression abwehren. Aber auch hier kann ich nur wiederholen: Ein Akita ist nun mal ein stolzer Hund, der sich nichts gefallen lässt. Weder von Menschen, noch von anderen Hunden.

 

Schenkt man einem Akita Liebe, wird einem der Akita die Welt zu Füßen legen. Ich möchte Souji nicht mehr missen, um nichts auf der Welt!

Ich danke den Leuten von der NfP und meinen Freunden, die es möglich gemacht haben, dass Souji den weiten Weg von seiner ehemaligen Heimat zu mir ins schöne Alpenvorland auf sich nehmen konnte.

Und ich wette, Souji dankt es euch auch. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute… „

 

Souji

Allen, die an dieser Vermittlung beteiligt waren, ein herzliches DANKESCHÖN – wir haben uns über das große Engagement aller Beteiligten sehr gefreut.

Das Team der NfP-FDS

 


 

Kenai – Das Weihnachtsgeschenk der besonderen Art

Kenai

Kenai und KeanuEs ist immer eine unschöne Situation, wenn Tiere zum Spielball menschlicher Gefühle werden. So auch bei Kenai. Zusammen mit ihrem Partner (wir nannten sie die Rosenkrieg-Hunde) mussten wir sie ganz schnell bei ihrem Frauchen abholen. Schon einige Zeit gab es keinen Auslauf mehr für die beiden Hunde, da durch einen Vollzeitjob keine Zeit mehr vorhanden war. Der viel zu kleine Garten war auch kein Ersatz. Hier war Eile geboten, denn wir hatten eine Frist von nur wenigen Stunden gesetzt bekommen, sonst wären beide Hunde ins Tierheim abgewandert.
Zuerst musste aber das Eigentum an Kenai, geb. 28.11.2000, geklärt werden. Als Welpe von ihren Menschen angeschafft, gehörte sie der Familie. Doch Herrchen zog aus und hat alles hinter sich gelassen und somit auch Kenai. Papiere gab es nicht und Frauchen vertraute uns vertraglich auch ihr altes Husky-Mädchen an.

Zum Glück hat man immer irgendwo ehrenamtliche Helfer wohnen, die auch schnell mal einspringen können. So ist unser Herr S. gleich losgefahren, um Kenai und ihren damaligen Kumpel „Wolf“ abzuholen. Beide kamen vorübergehend in eine private Pflegestelle. Und wieder mal bestimmte das Schicksal. Unsere Dauer-Pflegestelle von Skee (aus dem damaligen 10-er-Oldie-Rudel) ist prompt eingesprungen und so durfte Kenai wieder bei einer intakte Familie einziehen. Auch für Wolf, ihren ehemaligen Kumpel, war es dann schnell entschieden, dass er wieder Boden unter den Pfötchen bekam, er zog in den Schwarzwald.
Fortan war nun Kenai die Begleiterin des eigenen Husky-Rüden Keanu von Fam. W.

Nun erhielten wir einen Bericht von Kenais Pflegestelle, die uns ein so schönes Weihnachtsgeschenk bereitete. Aber lesen Sie selbst.

„Nachdem unsere Pflegehündin Skee Ende Januar nicht unerwartet, aber sehr plötzlich über die Regenbogenbrücke gegangen war, waren wir nach einiger Zeit wieder offen für einen neuen Vierbeiner. Zu bieten hatten wir ein ruhiges Zuhause mit Partner und Familienanschluss. Dennoch wollte es nicht so recht gelingen den HUND zu finden. Umso größer war die Freude über die Anfrage der NfP Kenai ein Zuhause zu geben. Wir haben nicht lange überlegt. Innerhalb von 48 Stunden hatten wir, zur Freude aller, wieder einen Pflegehund.Kenai und Keanu

Der Spaß konnte beginnen -
Nach erfolgter Eingewöhnung mit den üblichen Schwierigkeiten leben wir seit einem halben Jahr zusammen. Insgesamt ist Kenai eine totale Frohnatur und körperlich für ihr Alter sehr fit. Sie ist unbeschwert, neugierig, freundlich zu Menschen und den meisten Hunden. Mit Partner Keanu kommt sie sehr gut aus. Rassetypisch hat sie einen ausgeprägten Jagdtrieb. Sie fährt sehr gern Auto. Am meisten liebt Kenai Wasser. Sie könnte wohl den ganzen Tag im Wasser planschen. Leider auch in Kombination mit Schlamm und Matsch.

Es gibt auch das Aber:
Sie kann nicht allein sein. Ohne Hund oder Mensch an ihrer Seite würde Kenai sich die Seele aus dem Leib heulen. Ein weiteres Aber war der Zustand ihrer Zähne. Die waren sanierungsbedürftig. Die NfP hatte uns dies direkt beim Erstkontakt mitgeteilt. Nach vielen Arztterminen und zwei! Zahn-OPs hat sie jetzt zwar einige Zähne weniger, ist aber befreit von starken Schmerzen und Geschwüren im Mund. Außerdem besteht eine Neigung zu Krampfanfällen. Kenai hatte einen etwa dreiminütigen Krampfanfall im Sommer. Sehr wahrscheinlich war das Geräusch unseres Rasenmähers der Auslöser.
Dies alles ist Kenai. Dies alles dürfen wir, dank der hervorragenden Unterstützung (vor allem der finanziellen) durch die NfP mit Kenai erleben.Keanu und Kenai
Und jetzt ist Advent. Die besinnliche Zeit. Nachdenken über den Sinn von Weihnachten und Geschenke aussuchen. Mein einziger und größter Weihnachtswunsch ist „Kenai“ (ich muss wahnsinnig sein). Ich möchte sie übernehmen, damit die NfP noch mehr Fellnasen unterstützen kann, die es dringend nötig haben. Nachhaltiger kann ein Wunsch doch wohl nicht ausfallen. Schön, dass Kenai so plötzlich zu uns gekommen ist und hoffentlich auch noch lange bei uns bleiben wird.
In diesem Sinne allen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

Liebe Grüße und danke für Alles

Marion W.“

Und wir bedanken uns sehr herzlich bei Fam.W. für diese tolle Entwicklung und wünschen Ihnen und den beiden hübschen Nordischen noch eine sehr lange Zeit miteinander.

Ihr Team der NfP - Freudenstadt

 

 

 

 


 

Taroky - ein Riesenhund im Glück

 

Taroky“Leise knistert das Feuer im Kamin und verbreitet eine gemütliche Wärme. Direkt gegenüber liegt ein völlig entspannter Nordischer - Taroky. Ab und zu hebt er den Kopf und vergewissert sich, ob wir noch da sind. Ist er wirklich erst seit einigen Tagen bei uns? Er hat sich mit einer Selbstverständlichkeit eingefügt, als wäre er schon immer hier zu Hause.

Nachdem wir unseren geliebten Zorro im September, mit fast 15 Jahren, über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten, war nichts mehr wie vorher. Es war, als würde ein Teil von uns fehlen. Trotzdem konnten wir uns nicht vorstellen, schon wieder ein neues Pelzgesicht zu uns zu holen. Deshalb entschlossen wir uns, jeweils für drei Tage in der Woche, eine Hündin in Pflege zu nehmen.

Doch eines Tages schauten uns auf der Webseite der NfP ein paar traurige Hundeaugen an und die Geschichte dahinter berührte uns sehr. Ein Siberian Husky, der sein geliebtes Frauchen verloren hat und dann auch noch das Zuhause verliert. Für uns nicht nachvollziehbar, wie man ein Tier einfach so abschieben kann. Nach ein paar Tagen war noch keine Alternative gefunden worden, also war wohl doch unsere Initiative gefragt.

Nach Absprache mit den Mitarbeitern der NfP machten wir uns mit unserer Pflegehündin Luna und ihrem Herrchen auf den Weg nach Bubenhausen. Wir wollten sehen, wie die beiden Huskys aufeinander reagieren. Alles andere würde sich zeigen - noch immer waren wir unserer Bereitschaft nicht sicher.

Wartend stand Taroky am Tor - was für ein Hüne von Husky. Unser Zorro war schon groß gewesen, aber dieser hier war noch einmal eine Nummer größer. Pflegehündin Luna war von seiner Größe nicht sonderlich beeindruckt und drängte sofort in den Hof.Taroky Vorsichtig umrundeten sich die beiden Tiere und es klappte recht gut. Auch im Haus gab es keine Probleme, obwohl sich Luna ein Spielzeug von Taroky ergriff.

Irgendwann schaute Taroky uns lange an und dann kam er und drückte seinen Kopf an uns - ganz sachte. Damit war die Entscheidung von unserer Seite eigentlich schon gefallen. Sofern von Seiten der NfP nichts dagegen sprechen würde, sollte dieser 9-jährige Husky zu uns kommen.

Schon 3 Tage später konnten wir Taroky abholen. Doch bereits auf der Heimfahrt zeigte unsere Pflegehündin ihren Unmut. Diesen Kerl besuchen war ja nett, aber dass wir ihn mitnehmen war so nicht abgesprochen. An diesem Abend dominierte sie ihn wo sie nur konnte, ganz nach dem Motto: Das hier ist mein Reich und Du hast hier gar nichts verloren. Wir waren gezwungen einzugreifen, denn Taroky wehrte sich nicht gegen ihre Zickerei.Taroky

Beim gemeinsamen Spaziergang am nächsten Tag gab es keine Probleme. Zwar pinkelte Luna sofort über Taroky´s Markierungen, hatte aber mit seiner Intelligenz nicht gerechnet. Er blieb ein wenig zurück und setzte heimlich noch einmal ein paar Tröpfchen drauf. Ansonsten schnüffelten beide einträchtig am selben Grashalm und buddelten im selben Mäuseloch. Auch bei der Begegnung mit Katzen waren sich beide Tiere sofort einig - Katzen sind jagdbares Wild. Im Haus jedoch zickte Luna wieder, aber unter unserer Führung erkundete Taroky langsam die neue Umgebung. Am dritten Tag legte er sich sogar auf das Lieblingsfell von Luna - über diese Frechheit war sie so verblüfft, dass sie sich nicht einmal dagegen zur Wehr setzte.
Taroky

Inzwischen klappt es auch in der Wohnung recht gut. In den ersten Tagen lag jeder in einer anderen Ecke des Zimmers, aber sie nähern sich einander an. Manchmal gibt es sogar ein „Küsschen“ im Vorbeigehen, nur auf Luna´s Spielaufforderungen geht Taroky nicht ein. Es hat den Anschein, als kenne er das nicht - jedenfalls schaut er nur irritiert und wendet sich ab.Taroky und Luna

Während der „Luna-freien“ Tage genießt Taroky sein Reich und unsere Zuwendung. Immer wieder fordert er seine Streicheleinheiten ein und genießt es, in unmittelbarer Nähe zu liegen. Er möchte gefallen und benötigt Zuwendung, das ist deutlich zu erkennen. Ebenso deutlich sind seine Verlassenheitsängste. Sobald er die Sicherheit und Beständigkeit seines neuen Zuhauses verinnerlicht hat, werden wir ihn langsam daran gewöhnen, auch einmal für kurze Zeit alleine zu sein.
Nächste Woche werden wir den Hünen unserem Tierarzt vorstellen. Mal sehen, was er noch an Überraschungen für uns parat hat. Vom Vorbesitzer gibt es leider keine Angaben zur Vorgeschichte.
Manchmal glauben wir, dass in seiner Vorgeschichte ein Malamute zugeschlagen haben könnte, er ist aber als reinrassiger Husky von seinem Vorbesitzer dem Verein übereignet worden.

Es wird auch spannend werden, wie Taroky sich entwickeln wird - noch sind wir ja in den „Flitterwochen“. Bei den Spaziergängen mit Luna ist er vorbildlich. Aber manchmal kommt bei den Solorunden auch ein richtiger Malamuten-Dickschädel zum Vorschein. Von wem er das wohl hat?“

Taroky und Luna

Wir freuen uns von ganzem Herzen, dass unser Sorgenfell nun doch so schnell ein super tolles Zuhause gefunden hat – ein Zuhause, in dem alles stimmt. Und wir sagen Familie G.-St. vielen herzlichen Dank, dass sie Taroky diese Chance gegeben hat.

Er wird es danken und Sie werden viel Freude mit ihm haben – davon sind wir überzeugt.

Ihr Team der NfP-FDS