Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Februar 2013 ein neues Zuhause gefunden haben

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Yukon ist angekommen

Yukon

Auch für Yukon ist es nun endlich soweit, dass wir ihn vom Vermittlungshund unter die „Glücklichen“ setzen können. Für den netten Alaskan-Husky hatten sich nicht sehr viele Interessenten gemeldet – was uns oft wundert, wenn die Hunde wirklich tolle Charaktere haben. Aber nach einiger Zeit meldete sich eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Wie Sie dem nachstehenden Text der neuen Besitzer entnehmen können, lief alles wunderbar. Wir haben jedoch ganz bewusst ein wenig Zeit vergehen lassen, damit wir sicher sein konnten, dass Yukon wirklich keine Probleme mit den kleinen Kindern hat oder zeigt.Yukon

Wir wünschen der ganzen Familie mit den Vierbeinern weiterhin eine wunderschöne Zeit und wir freuen uns, dass Yukon es so gut getroffen hat.

Das Team der NfP e.V., Freudenstadt

Post aus dem neuen Zuhause:

- Yukon -

„Bei uns war es Liebe auf den zweiten Blick. Die Internet Fotos waren nicht gerade vorteilhaft für diesen wunderschönen Husky. Aber die Ansprechpartnerin von der Nothilfe hat uns seinen Charakter via Telefon sehr nahe gebracht, so dass wir uns entschieden haben, ihn kennen zu lernen. Dieser Zeitpunkt klappte auch super mit unserem geplanten Urlaub.

Das Kennenlernen:
Eine Mitarbeiterin der NfP, das neue Frauchen und der kleinste Sohn der Familie fuhren los, um Yukon live zu sehen. Es gibt nicht viel zu sagen, es war alles richtig, es passte. Das Frauchen war einfach nur begeistert von diesem Hund. Beim Kekse essen wurde es noch einmal spannend, wie Yukon reagiert, wenn der jüngste Sohn in seiner Höhe etwas Leckeres isst. Er schaute interessiert und überlegte, ob er etwas abbekommt, das Nein und leichte Wegschieben des Sohnes beendete Yukon’s Betteln und damit war klar, Yukon hat einen super Charakter.

Was sagt unsere Hündin dazu?Yukon
Parson Russel; Hobby Hexe! Beim Spaziergang sollten sich die beiden kennen lernen. Das neue Herrchen hielt Yukon an der Leine und war von seiner Power begeistert. Frauchen hielt die Hündin der Familie, die keine anderen Hunde mag, die sie nicht schon als Welpe kennt. Yukon wurde von ihr von der ersten Minute an akzeptiert!

Zuhause angekommen:
Yukon stürmte aufgeregt ins Haus und untersuchte das Haus sowie den „großen“ Sohn. Nachdem alles abgeschnuppert war, merkte er, wie todmüde er eigentlich war, legte sich in unsere Nähe und schlief ein wenig.

Wir gehören zusammen:
Nicht nur, dass wir einen Familienhund wollten, sowie einen Sport-Partner für’s Frauchen, nein Yukon gliederte sich bei uns in die Familie ein als wäre er schon immer da gewesen. Und als hätte er den Plan gehabt, hat er sich das Frauchen als Partner ausgesucht und den Rest der Familie als super Rudel angenommen. Wir fahren Fahrrad zusammen und er zieht Frauchen am Roller. Die Familienspaziergänge sind für ihn auch ok, aber der Sport ist für ihn das Größte.

Kurz und Gut: Wir als Mensch- mit- Hund(en)-Familie sind glücklich! Dankeschön liebes Nothilfe Team .

Familie B.“

 

 

 

 


 

Colja – der Azubi-Husky-Rüde

ColjaWir erinnern uns noch alle sehr gut an den ungezogenen Jungspund Colja, an dem sogar die Pflegestelle verzweifelte. Dass wir nun aus seinem neuen Zuhause so tolle Nachrichten bekommen haben, zeigt uns, dass meistens alles anders kommt als man denkt. Lesen Sie selbst wie es Colja ergangen ist.

Vom Chef zum Azubi !

Hallo hier schreibt Colja, in meinem jungen Leben wurde ich mir selbst überlassen und habe mich eigentlich selbst erzogen .
Das heißt: es wurde gemacht was ich wollte!
Ich war auch sehr viel alleine, das war nicht schön und ich war sehr unglücklich! Deshalb wurde ich von der NfP aufgenommen. Die erste Pflegestelle kam mit meinem rüpelhaften Verhalten und meinem Markieren nicht klar. Ich zog also in eine Pension für Hunde, die von einem Hundetrainer betrieben wird. Dort war es nicht schlecht, aber dort wollte ich ja schließlich nicht dauernd wohnen.
Zur gleichen Zeit sollte eine junge Frau aus NRW einen Husky aus Spanien bekommen. Der wurde dann aber (glücklicherweise) anderweitig vermittelt. Die Frau hatte eigentlich schon alles für ein glückliches Hundeleben besorgt! Sie war nun sehr traurig, weil sie schon länger einem Hund ein Zuhause geben wollte.

Die Mama von ihr erinnerte sich an die Nothilfe für Polarhunde, weil ihre alte Hündin von so einem Verein gerettet wurde!
Nach ein paar Klicks im Internet stieß sie auf die Nothilfe und auf mein Foto, auf dem ich besonders hübsch aussah und so richtig lieb !
Erst hat die junge Frau überlegt, weil ich ja nicht so einfach beschrieben wurde!Colja
Aber dann wurde ein Besuchs-Termin ausgemacht und dann sind sie tatsächlich gekommen und haben auch Shiva mitgebracht. Für die ältere Hundedame war ich eigentlich zu wild !
Aber mein neues Frauchen ist echt cool und es war Liebe auf den ersten Blick!
Mein neues Frauchen lebt nah am Wald und ist echt sportlich, aber sie hat mir am ersten Tag schon beigebracht, dass nur sie der Chef ist und hat mich zum Azubi gemacht. Ich muss viel lernen und das mache ich sehr schnell. Sie sagt ich bin schlau! Wir fahren Rad und einen dog-scooter habe ich jetzt auch? Und einen großen Korb und Spielsachen und, und, und…und ein Frauchen was sich kümmert und mich liebt !

Wir waren auch schon gemeinsam in Dänemark und ab März gehe ich in die Hundeschule, denn eines muss ich ganz schnell noch lernen: dass man nicht nach Händen schnappt ! Das tut sehr weh, sagt mein Frauchen, ansonsten bin ich ein Traumhund!!!! Ich bleibe sogar schon etwas alleine und Auto fahren macht mir jetzt auch Spaß, aber einmal habe ich es auch umdekoriert! Das gab vielleicht Ärger! In die Hundeschule nehme ich meine neue Freundin mit: „Blue“.
Aber das ist eine andere und längere Geschichte, die sie euch bald selbst erzählen wird!
Vielen dank an die Nothilfe, ohne sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin : In einem wunderschönen Zuhause mit einem Traumfrauchen !!!
Viele Grüße
Azubi Colja

Colja

Wir wünschen allen Zwei- und Vierbeinern weiterhin viel Freude miteinander und bedanken uns ganz herzlich für die unkomplizierte Übernahme von Colja (und natürlich auch Blue)…

Das Team der NfP e.V., Freudenstadt

 


 

Laika – ist endlich auf der Sonnenseite für immer angekommen

Laika

Gedauert hat es, bis Laika nun endgültig zu den Glücksfellen umziehen konnte, denn die nette Hündin hat gebraucht, um anzukommen. Zu sehr hat das Vorleben sie geprägt. Von ihrem Charakter und ihrem Wesen her hat sie es ihren neuen Menschen leicht gemacht, sie schnell ins Herz zu schließen. Doch manches Verhalten gab Anlass dazu, ihr einige Zeit der Eingewöhnung zu geben. Die hat sie dann auch erhalten und davon profitiert. Es ist schön zu wissen, dass es noch Menschen gibt, die einem Hund mit einem solchen Vorleben ohne Erwartungshaltung die notwendige Zeit lassen, um sich umzuorientieren. Dafür wollen wir von der NfP uns sehr herzlich bedanken.Laika

Als Laika im Netz stand war schnell entschieden, dass sie zuerst in einer Pflegestelle einzieht. Erfahrungen mit Nordischen waren vorhanden, jedoch in eine ganz andere Richtung. Die Vorgängerin von Laika war wohl eine außergewöhnliche und einfache Nordische, die dem Bild des typisch Nordischen so überhaupt nicht entsprach. Vielleicht war es ganz gut so, dass Laika gerade dort einziehen konnte. So konnte man langsam auf die Verhaltensweisen von Laika eingehen und hat auch gelernt, damit umzugehen. Mit wenig Schützenhilfe wurde Laika soweit begleitet, dass man letztendlich signalisierte, dass Laikas Pflegestelle nun auch ihr neues und festes Zuhause bleiben soll.
Sie ist also angekommen und ihre neuen Menschen schreiben über sie:

„Laika kam zu uns als Pflegehund und war mir und meiner Lebensgefährtin, wie fast immer in solchen Fällen, völlig unbekannt. Schnell stellte sich heraus, das Laika ein Hund ist, der noch nie in einem Haus gelebt hat. Türen waren ihr unbekannt, Treppen, die bei mir nur 6 Stufen haben, flößten ihr Angst ein. Den Ort, sich zu lösen, bestimmte sie selbst. Das war der erste Eindruck. Meine Lebensgefährtin, die alle zwei Wochenenden bei uns ist, und ich, sahen anfangs eine große Aufgabe auf uns zukommen, Laika in unser Leben zu integrieren. Doch Laika selbst hatte es bei uns gar nicht so einfach, sich zu integrieren. Sie kam direkt mit dem Flieger aus Portugal und wurde zu uns nach Hause gebracht. Unser schwäbischer Dialekt war völlig fremd für sie, klingt ja auch durchaus anders als portugiesisch. Da muss es für ein Tier sehr schwer sein, Vertrauen in diese neuen Töne und Klänge zu fassen.

Doch schnell begann Laika, sich zu entwickeln. Innerhalb von 3 Tagen war sie, nur durch Lob, wenn sie ihr Geschäft beim Spaziergang erledigte, stubenrein. In eben so kurzer Zeit fasste sie zu uns Vertrauen und überwand dadurch ihre Angst vor Treppen und Türen. Wenige Tage später verstand sie auch schon, was Platz und Sitz bedeutet. Sie entpuppte sich nicht nur als sehr intelligente, sondern auch als äußerst liebevolle Hündin, der körperlicher Kontakt, wie streicheln und schmusen, extrem wichtig ist.
Eine große Schwäche wird allerdings kaum zu beheben sein, denn sie mag keine Hündinnen, Katzen sowieso nicht.
Aber „zicken“, egal um welches Geschlecht es sich handelt, gibt es auch bei uns Menschen genug und WIR können damit leben. Auf keinen Fall geben wir Laika wieder her.“

Laika

Dann wünschen wir Laika und ihren Menschen eine wunderschöne, gemeinsame Zeit.

 


 

Delsin – wenn das schier Unmögliche möglich wird

Delsin

Lange Zeit stand der am 26.07.2009 geborene hübsche Rüde zur Vermittlung und hat ständig Interessenten auf sich aufmerksam gemacht. Es wollte aber nirgends so richtig passen. Noch im alten Jahr, am 08.12.2012 durfte Delsin jedoch umziehen.Delsin

Um über Delsins prinzipielles Verhalten mehr zu erfahren, zog er von seinem Zuhause, in dem er eigentlich bis zu einer festen Vermittlung bleiben sollte, doch zuerst in einer privaten Pflegestelle ein. Da er sich jedoch zu intensiv an sein Pflegefrauchen gebunden hat und nicht mehr alleine bleiben wollte, entwickelte sich ein Problem. Und so sahen wir nur die Möglichkeit, Delsin in einer Hundepension mit professioneller Betreuung unterzubringen. Hier gab es keine Möglichkeit, sich an nur eine Person zu binden, denn Delsin wurde von verschiedenen Menschen gleich gut betreut.
Wie es der Zufall so will, erhielten wir eine Anfrage aus München, hier hörte sich alles sehr positiv an. Lange und intensive Gespräche wurden geführt und nach dem obligatorischen Besuch setzte sich trotz ganz schlechter Witterungsverhältnisse der neue Besitzer ins Auto und fuhr den weiten Weg, um am Ende eines langen Tages mit Delsin im Gepäck zu Hause wieder wohlbehalten anzukommen. Und es hörte sich so an, als hätte sich der weite Weg für Delsin gelohnt, denn hier wird intensiv versucht, dem Geheimnis seines ab und zu unkontrollierten Verhaltens auf den Grund zu kommen. Genau 2 Monate ist es her, dass Delsin in seiner neuen Familie lebt und man kann sagen, er hat sich gut eingelebt, super weiter entwickelt und wir wünschen Mensch und vierbeinigem Kamerad, dass auch die kleinen unkontrollierten Auffälligkeiten irgendwann ganz behoben sind.

Und so erreichten uns folgende Zeilen des neuen Herrchens:

„Dass ein Hund das Leben seines Herrchens bzw. Frauchens verändert, ist wohl eine Binsenweisheit. Auf Delsin und seine neue Familie trifft dies in besonderem Maße zu.

Durch die Internetseite der Nothilfe für Polarhunde wurde Delsins zukünftiges Herrchen Ende November 2012 auf ihn aufmerksam. Herrchens Freundin war samt der beiden Golden Retriever und der beiden Chihuahuas vor drei Jahren gegangen und wurden seitdem schmerzlich vermisst. Nicht zuletzt deshalb stieg Herrchens Körpergewicht von Monat zu Monat.Hundewiese
Dass das nicht so weitergehen konnte, war klar. Zwei stationäre Krankenhausaufenthalte in 2012 lieferten den entscheidenden Impuls: Genug getrauert, es musste sich etwas ändern und zwar grundlegend! Die Entscheidung, wieder einen Hund in die Familie aufzunehmen, war im Laufe der drei Jahre kontinuierlich gewachsen und daher reiflich überlegt. Ein Sibirischer Husky sollte es sein und zwar ein schwarz-weißer mit blauen Augen. Dass diese Rasse sehr viel mehr Bewegung benötigt, als die Goldies und Chihuahuas, das war Herrchen nicht nur klar, sondern es war ausdrücklich gewünscht, um Herrchens Übergewicht zunächst in Bewegung und in der Folge zum Schmelzen zu bringen.

Nach ersten Telefonaten und E-Mail-Wechseln zwischen Herrchen, der NfP-Freudenstadt und Delsins Pflegestelle, bei der er zwischenzeitlich 8 Wochen untergebracht war, sowie der obligatorischen Besichtigung des zukünftigen Zuhauses, kam dann Anfang Dezember 2012 der große Tag. Herrchen fuhr die 550 km von München in den Osten von Nordrhein-Westfalen, um Delsin abzuholen.

Delsin war als sehr schöner, gut erzogener Hund beschrieben worden, der aufgrund negativer Erfahrungen leider eine Tendenz zum Schnappen nach Menschen entwickelt hatte. Nach dem Kennenlernen gingen Herrchen und Delsin zunächst eine große Runde Gassi, um sich zu beschnuppern. Die folgende lange Rückfahrt nach München überstand Delsin klaglos und ohne Probleme.

Die KidsZuhause zeigte sich sehr schnell, dass Delsin tatsächlich sehr gut ausgebildet und gehorsam war. Er akzeptierte von Beginn an die Hierarchie in seiner neuen Familie mit Herrchen und drei Kindern im Alter von 15, 13 und 11 Jahren. Dass er in der Eingewöhnungsphase das angebotene Futter nur unregelmäßig fraß und daher ständig hungrig war, wurde als Mittel genutzt, um Delsin in seiner neuen Umgebung mit Hilfe von kleinen Belohnungen positiv zu konditionieren. Ein erwachsener Hund hat im Vergleich zu einem Welpen eine Reihe von Vorteilen, wie z. B. die bereits vorhandene Stubenreinheit. Allerdings hat er auch schon einen ausgeprägten Charakter, den die neue Familie zunächst kennen lernen muss. Dafür nahmen sich alle Familienmitglieder in den ersten Wochen viel Zeit.

Einen Husky in einer Großstadt gut auszulasten, ist zweifellos eine Herausforderung - auch wenn diese Großstadt über so viele Grünflächen verfügt, wie München. In den ersten Wochen absolvierten Herrchen und Delsin jeweils morgens, mittags und abends lange Spaziergänge, an denen Delsin stets an der Leine geführt wurde. Es wurde schnell klar, dass auch drei Stunden Bewegung pro Tag an der Leine nicht ausreichten, um Delsins Bewegungsdrang zu befriedigen. Begegnungen mit anderen Hunden an der Leine endeten regelmäßig im Chaos und Delsin zog beim Gassi gehen mit aller Kraft an der Leine, um seinen Bewegungsdrang zu befriedigen. Wenn er auf umzäunten Plätzen von der Leine gelassen werden kann zeigt Delsin, wie sehr er es genießt, sich frei und ungehindert zu bewegen.

Der entscheidende Tipp kam nach ca. vier Wochen von einem Hundetrainer aus dem gleichen Münchner Wohnviertel. Es gibt in nur fünf Minuten von Herrchens Wohnung eine umzäunte Wiese, mit der Größe von ca. 5 Fußballfeldern, die von vielen Hundebesitzern mit ihren Lieblingen frequentiert wird. Durch den täglichen Besuch dieser Hundewiese veränderte und entspannte sich Delsins Verhalten sichtbar. Er kann sich nun täglich zwei bis drei Stunden frei und ungehindert bewegen, seinen Bewegungsdrang ausleben und sich dabei richtig auspowern. Die vorher noch so stressigen Begegnungen mit anderen Hunden, als Delsin noch ausschließlich an der Leine ausgeführt wurde, verwandelten sich in wilde, aber friedliche Herumtollereien, bei denen Delsin so manche wertvolle Erfahrung sammeln kann. So zeigte ihm zum Beispiel ein nur 8 Monate alter Magyar Viszla, wie es ist, wenn sich andere Hunde ständig dominant und aufdringlich verhalten. Auch das Ziehen an der Leine und ein paar andere, kleinere Verhaltensauffälligkeiten verschwanden und Delsin fraß nun auch das angebotene Futter ohne Probleme.Delsin

Abends darf Delsin zu Herrchen auf das Sofa, um sich von oben bis unten durchkraulen zu lassen, bevor es dann in die Nachtruhe geht, die Delsin auf seinem neuen Hundebett neben Herrchens Schlafstätte verbringt.

Beziehungen zu fremden Menschen stellen für Delsin immer noch eine Herausforderung dar. Es gibt sehr viele Menschen, die einen schönen Hund, wie Delsin, streicheln wollen (manchmal sogar hinter Herrchens Rücken). Das ist zwar gut gemeint, verletzt aber Delsins Bedürfnis nach Distanz. Immerhin warnt er sein Gegenüber im Regelfall durch Knurren, wenn er nicht berührt werden möchte. In seltenen Fällen aber schnappt er immer noch zu. Herrchen und Delsin werden in der kommenden Zeit gemeinsam herausfinden, welche Situationen Delsin zum Schnappen provozieren und daran arbeiten, diesen Schnappreflex zu unterbinden.

Delsin hat das Leben seiner neuen Familie verändert. "Mit Tosca kam die Zärtlichkeit" hieß ein Werbeslogan in den Siebzigern. In Anlehnung an diesen Werbeslogan könnte man sagen "Mit Delsin kam die Lebensfreude" zu Delsins Herrchen (zurück) - einschließlich einer deutlichen Gewichtsabnahme in den ersten 8 Wochen. Delsin bekommt die notwendige Zeit, sich endgültig einzuleben und Vertrauen zu fassen, dass er nach den drei kurzfristigen Wechseln nun endlich ein dauerhaftes Zuhause gefunden hat, in dem er für den Rest seines Lebens bleiben kann. Vielleicht wird Delsin dann irgendwann Gesellschaft von einer Husky-Hündin bekommen?“

Kommt Zeit – kommt Rat – sicher finden wir auch zur gegebenen Zeit eine passende Hündin für Delsin, mit der er dann gemeinsam im eingezäunten Freilaufgebiet herumtollen kann.

Delsin

Wir bedanken uns bei Herrn B. für die Mühe, die er sich gemacht hat, um Delsin abzuholen, ihn einzugewöhnen und er ihm weiterhin die Möglichkeit gibt, sich mit dem neuen Leben vertraut zu machen. Und wir gehen davon aus, dass bei so viel Konsequenz auch das letzte Schnappverhalten bald der Vergangenheit angehört. Nicht jeder Nordische passt auch in jeden Haushalt und es gab schon ein bisschen Bauchweh, für Delsin das richtige Zuhause zu finden. Aber wenn Mensch und Tier eine Einheit bilden, die notwendige Sicherheit gegeben und das entsprechende Vertrauen vorhanden ist, dann dürfte nichts mehr schief laufen.

 


 

Hakon, der Jungspund,

der erst einmal lernen musste, dass es angenehmer ist, wenn ein Mensch die Chefrolle zu tragen hat. Es war für die Besitzer ein langer Weg und wir freuen uns, dass wir hier mit Hakon’s neuen Besitzern einen absoluten Glücksgriff gemacht haben. Mit einer Engelsgeduld haben beide diesen Junghund in die richtigen Bahnen gelenkt und beiden waren auch jeglicher Unterstützung gegenüber sehr offen. Leider ist es meist so, dass viele Menschen, die schon einmal einen Hund hatten der Meinung sind, auch „diesen“ bekommen sie selbst erzogen – wir sind der Meinung, ein jeder Hund hat andere Überraschungen parat – egal ob positiv oder negativ. Wir wünschen der Familie und Hakon eine schöne gemeinsame Zeit und auch uns würde es sehr freuen, hier und da Neues zu erfahren.

Das Team der NfP e.V., Freudenstadt

Hakon

Hakon – Ich kam, sah und bleibe (gerne) - eine Geschichte übers dekorative Bananenjogging -

HakonEnde September bin ich bei meiner neuen Familie in Oberhausen eingezogen. Erstmal wollte ich natürlich Frauchen und Herrchen auf Herz und Nieren prüfen und schauen, ob sie mit mir, einem Nordischen im besten jugendlichen Alter, überhaupt umgehen können.

Am ersten Arbeitstag nach meinem Einzug habe ich mich der Nachbarschaft vorgestellt. Schließlich sollten alle erfahren, dass ich jetzt die Gegend unsicher mache. Daraufhin haben sich meine neuen Besitzer erst einmal intensiver mit mir beschäftigt und mit mir geübt, bis ich wieder einige Stunden allein bleiben konnte.

Herrchen hat sich zur Aufgabe gemacht, mich für den Berlin Marathon fit zu machen. Seither gehen wir mehrmals die Woche laufen - ich schaff die 42 km, an seiner Fitness arbeiten wir noch. Auch gehen sie mit mir regelmäßig zur Hundeschule, da bin ich immer besonders fleißig (gibt auch lauter Leckereien, der ganze Platz ist voll davon - das liegt wohl daran, dass vorher immer die Welpenstunde ist und die haben halt nicht meine gute Nase).

Das ist auch so ein Thema, meine Nase. Herrchen hat herausgefunden, dass ich nach nordischer Manier einen besonders guten Riecher habe - wir machen seit einigen Wochen Jagd- und Suchspiele, anfangs mit so einer irre langen Leine, in die ich immer alle eingewickelt habe :-) und mittlerweile auch schon ganz ohne. Ich schau nur noch ab und zu nach den Hasen, denn bei Frauchen und Herrchen in der Nähe findet man einfach immer die besten Sachen – ich glaube, die beiden haben auch eine gute Nase.

Ganz besonders gefallen mir die Spielstunden, die in der Hundeschule veranstaltet werden - dort kann ich mit gleichaltrigen Hunden richtig rumtoben (ein paar Fotos davon findet ihr hier). Manchmal bin ich ein bisschen ungestüm und grummle auch rum, dass liegt aber am Alter und vielleicht auch daran, dass ich manchmal noch ein wenig unsicher bin, wenn mich ein anderer Hund anbellt oder knurrt - ich denk dann immer gleich, da will einer Krawall. Manchmal sind die aber nur ein wenig lauter und wollen mich zum Spielen auffordern, ich lerne jeden Tag dazu.Hakon trifft Freunde
Zum Glück hatten meine Besitzer schon vorher zwei Husky's und sind in solchen Situationen sehr gelassen - umso ruhiger kann ich von Mal zu Mal damit umgehen.

Zwar habe ich mit Hingabe die verschiedenen Grünpflanzen im Haus ein wenig zurecht gestutzt und auch mal umgetopft und auch die Weihnachtsdekoration habe ich nach meinem Geschmack verändert, aber irgendwie lassen die Beiden sich nicht einschüchtern, dabei mag ich die unverpflanzte Sicht nach draußen viel lieber.

Ich mag mein neues Zuhause sehr…das Futter und die Leckereien, die es hier so gibt…besonders dieses gelbe, krumme, weiche mag ich besonders…dafür würde ich alles tun – auch mal lieb aus der Wäsche gucken.

Ich halte euch auf dem Laufenden, aus meiner neuen Heimat Heimat Oberhausen…..