Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Oktober 2013 ein neues Zuhause gefunden haben

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Mäx – er hat in Schleswig-Holstein seinen festen Platz gefunden

Mäx

Endlich hat das lange Warten ein Ende. Unser Mäx ist nach kurzer Zeit von der Pflegestelle nun endlich in sein neues Zuhause umgezogen. Seine Familie ist einfach klasse. Herrchen berufstätig, Frauchen ist Hausfrau mit viel Zeit für die Tiere - und 2 erwachsene Söhne gibt es auch noch, die mit im Haus leben.Mäx und die Kühe
Aber das ist noch nicht alles. Es gibt noch einen Hunde-Kumpel, eine Katze, Hühner, Enten und zwei Bartagamen. Das rundet die Familie ab.
Man lebt in einem netten Haus in der Nähe eines Waldes, idyllisch, mit eigenem Garten und viel Platz zum Laufen und Schnuppern. Es sollte wohl so sein, dass die erste Familie einfach kurzfristig vor der Übergabe abgesprungen ist. Nun hatte Mäx Glück im Unglück.

Mit viel Bewegung (eine sportliche Familie, die ihn langsam aufbaut), Kopfarbeit und was ganz wichtig ist, vollen Familienanschluss. Manchmal lohnt sich das Bangen und Hoffen auf den richtigen Platz. Denn nochmals durfte Mäx auf keinen Fall Schiffbruch erleiden.

Mäx hat mal ein paar Eindrücke vom Kennenlernen und den ersten Tagen aufgeschrieben und uns zur Verfügung gestellt. Wir finden es toll, wie er es getroffen hat und bedanken uns sehr bei den neuen Menschen, die diese Herausforderung angenommen haben.

Aber nun kommt Mäx zu Wort:

„Ich habe gewonnen!!!!!

Inzwischen bin ich bereits einige Zeit hier und es ist toll! Die Schuhe von Jan haben bei unserem Kennenlernen nicht zu viel versprochen.

Als wir uns am 03.10.13 zum ersten Mal trafen, da wollte ich nur mit meiner Nase unter seine Schuhe. Die rochen einfach zu gut und ich wusste nicht, wonach.Mäx
Heute weiß ich es (es waren die Enten und Hühner). Bei unserem Spaziergang habe ich mich von meiner besten Seite gezeigt und die ganze Familie fand mich toll.
Trotzdem musste ich wieder bei meiner Pflegestelle in meinen Auslauf - schade- ich wäre gern mitgegangen.

04.10.13

SUPER, da kommen die Schuhe von gestern und wir laufen ein paar Schritte. OH, nun darf ich ins Auto - ich liebe Autofahren - , wo es wohl hingeht? Nach einer Stunde kommen wir an und da wartet auch schon der Rest von gestern. Bevor ich das Haus unsicher machen darf, laufen wir erst einmal. Ich darf meine Nase in fast alles stecken und den Mäuschen im Knick hinterher springen. Im Haus habe ich später festgestellt, dass es noch einen 16 Jahre alten Kater gibt. Allerdings brauchen wir wohl etwas länger, um Freundschaft zu schließen. Ich bin ihm noch zu stürmisch und er will einfach nicht mit mir spielen. Macht aber nichts, dann muss Jan halt herhalten.

Da ich länger nicht in einem Haus gewohnt habe, muss ich mich erst daran gewöhnen, dass ich abends alle Geschäfte erledige und nicht um 2.30 Uhr raus will. Jan läuft aber immer mit mir. Erst wecke ich ihn ganz vorsichtig und wenn er nicht gleich aus dem Bett springt, schüttle ich ihn ein bisschen. Normalerweise ist hier morgens um 6.00 Uhr aufstehen, aber, da Jan nicht der Schnellste ist, wecke ich ihn schon um 5.30 Uhr.

Kathrin hat festgestellt, dass ich bestechlich bin. Mit Leckerlies! Selbst die Mitarbeiterin der NfP, die mich in meinem neuen Zuhause besucht hat konnte nicht glauben, wie entspannt ich schon bin. Beim Essen liege ich brav unter dem Tisch - leider fällt nie etwas herunter-.

Da ich Wasser sehr liebe, waren wir auch schon an einem See. Füße baden und anschließend durch den Wald zum Auto zurück. Mann, war das anstrengend, so viele neue Gerüche. Da brauch ich eine Mittagsstunde.Kühe, nix als Kühe

Ok, ab und an bin ich auch anstrengend. Bin dann mit der falschen Pfote aufgestanden. Ich wollte auch mal im Bett liegen, was ich aber nicht wirklich darf. Heute habe ich ein bisschen viel gebellt und wollte nicht aufhören. Das ist aber kein Gebell, ich habe nur versucht, mich zu unterhalten. Weil ich nicht aufhören wollte, mit der Familie zu kommunizieren, musste ich zur Strafe, im Regen, mit ihnen spazieren gehen.

Da ich keinen Welpenschutz mehr habe, meinen die Rüden aus der Nachbarschaft, mir zeigen zu dürfen, wie stark sie sind. Pech gehabt ihr Kläffer! Pascha - mein kleiner Mitbewohner - ist auf meiner Seite und verhaut die anderen. Es ist aber auch gemein, dass alle anderen ohne Leine laufen und ich nicht. Es gibt aber auch ein paar nette.

Wir sind alle neugierig, wie die nächsten Wochen werden. Wie wird es sein, wenn ich Birgit, die Tierärztin, oder Gitte und ihre Malamuten kennenlerne? Wie werde ich auf den ersten Schnee reagieren und was werde ich zu einem Tannenbaum sagen? Ich werde Euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.

Hier sind alle ganz glücklich darüber, dass ich hier bin.

Bis bald

Euer Mäx“

 

 


 

Taiga - Tausche Achterbahnfahrt gegen Seerosenteich

Taigas Seerosenteich

Taiga, die viel-Malamutin-mit-einem-Schuss-Husky Hündin hat in ihrem einen Jahr auf dem Rummelplatz des Lebens so manchen Looping über sich ergehen lassen müssen.Taiga
Übernommen wurde sie von der NfP bereits als Welpe und zog damals in eine Nordische-erfahrene Pflegefamilie ein. Regelmäßige Kontaktaufnahmen verliefen positiv und alles „schien“ in geregelten Bahnen.

Doch schon bald erfuhren wir von ersten Problemen. So begann Taiga, Dinge anzunagen und Mobiliar zu zerbeißen. Auch ihre Krallen machten vor nichts halt.

Selbstverständlich boten wir unsere Unterstützung an und versuchten, zwischen Hund und Mensch zu vermitteln. Es war ein ständiges Hin und Her – ein Wechselbad zwischen Gefühlen und Vernunft.

Ratschläge, Hilfestellungen und kompetente Tiertrainer können aber nur hilfreich sein, wenn die Menschen ehrlich sind, sich darauf einlassen und bereit sind, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.
Dem Hund die Schuld zu geben gepaart mit der Erwartungshaltung, er solle sich ändern, hat noch nie zur Problemlösung beigetragen. Auch wenn Hunde bekanntlich eine ausgezeichnete Nase haben: Sie können trotzdem nicht riechen, was wir von ihnen wollen.

Um Taiga eine reelle Vermittlungschance zu geben, entschlossen wir uns, den pubertierenden Wildfang aus der festgefahrenen Situation in der Pflegefamilie herauszunehmen.
Solche Entscheidungen sind alles andere als einfach, suchen wir doch stets händeringend nach Pflegestellen. Doch für Taiga hätten weitere Monate des Wartens auf eine Änderung ihrerseits die alten Muster nur weiter bestätigt und verfestigt. Mit dem Ergebnis, dass eine Vermittlung irgendwann nahezu aussichtslos geworden wäre.

Taiga und Spike am RadZu Taigas großem Glück kam sie schnell in eine Familie, in der sie nicht als die Schuldige hingestellt wurde. Als sie einzog, war alles in Ordnung, wenigstens ein paar Tage. Dennoch stellte sie dann auch ihre neuen Menschen auf eine harte Probe. Die Zerstörung von allen erdenklichen Gegenständen ließ nicht lange auf sich warten.
Doch anstatt auf Taigas „Einsicht“ zu hoffen, wurde gehandelt.
Eine Liste mit Dingen, die sie kann und noch nicht kann, dirigierte alle Beteiligten durch die Mission, die Achterbahnfahrt wenigstens in eine Berg- und Talfahrt umzuleiten.
Unermessliche Geduld in Kombination mit dem Willen und der Fähigkeit, sich und sein Verhalten und nicht vordergründig das von Taiga genau zu analysieren, haben dazu geführt, dass die wilde Maus ihren Überziehbügel am Ende der Chaosfahrt lösen konnte und den Rummel immer öfter gegen ein Plätzchen am Seerosenteich eintauscht.

Ihrer Familie dafür eines der größtmöglichen „Dankeschöns“ überhaupt!!!

„Hallo Leute, jetzt will ich aber auch noch zu Wort kommen !
Endlich bin ich zuhause angekommen! Es war eine schwere Zeit für mich, denn ich musste von Grund auf lernen, Hund zu sein. Allerdings machte ich es meiner Familie auch nicht einfach, ich stellte alles an, was es nur anzustellen gab. Frauchen hatte ich fast so weit, dass sie aufgab. Dann beschloss ich, dass es hier doch nicht so schlimm ist, mein Kumpel Spike zeigte mir auch die schönen Seiten des Hundedaseins. Meine beiden Pflegeeltern geben sich trotz meines zickigen Verhaltens unaufhörlich alle Mühe. Ich glaube, ich habe mich insgeheim sogar schon etwas in meinen Pflegevater verliebt. Trotz allem beschwichtigt er immer wieder Frauchen und nimmt mich in den Arm.

Taiga und Spike

Als ich dachte, ich hätte es geschafft und meine Familie überzeugt, mich zu behalten, kam der Schock! Ich kam (aus nebenberuflichen Gründen meiner Menschen) in die Hundepension und Spike durfte mit ins lange Wochenende. Nicht mit mir, meine Freunde! Ich fiel wieder in meine alten Verhaltensmuster zurück und gab mein Bestes. Doch nach einer Woche kam tatsächlich meine Familie wieder und holte mich ab!Taiga und Spike

Spike freute sich auch riesig, mich zu sehen. Er meinte, dass es zuhause ohne mich langweilig sei. Seit dieser Zeit zeige ich mich von meiner Sonnenseite und bin jetzt endlich „adoptiert“. Auch in der Hundeschule mache ich tapfer mit und bin schon seit der ersten Stunde bei den fortgeschrittenen Hunden dabei. Und wisst ihr was, endlich bin ich richtig ausgelastet, denn auch Kopfarbeit gehört zu meinem Training.

Ich finde es super toll, dass ich hier fest bleiben darf und verabschiede mich schnell von der Vermittlungsseite.

Taiga und Spike

Eure überglückliche Taiga“

 

 


 

Dakota – ein Traum wurde wahr…

Dakota

Die sehr kurzfristige Übernahme von Dakota war nur möglich, da unsere neue Pflegestelle – Uwe P., - ohne zu zögern sofort bereit war, den netten Rüden aufzunehmen. Auch ihm hat es Dakota zu verdanken, dass er ein so wundervolles Zuhause gefunden hat, denn ohne die Besuche der Hundeschule wäre keine Verbindung zu den neuen Besitzern über Frau Melanie Sch. zustande gekommen.
An dieser Stelle also nochmals an alle Beteiligten ein ganz dickes Dankeschön – und Dakota wünschen wir für den Rest ein so glückliches Leben, wie es die Fotos und die Nachricht aus dem neuen Zuhause wiedergeben…

Dakota und ChiliDas Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

Dakota hat endlich seine Vergangenheit hinter sich gelassen und schaut gemeinsam mit Chilli und seinen neuen Herrchen über-glücklich in eine traumhafte Hundewelt!
Wir möchten Sie teilhaben lassen, wie es zu der Traumbegegnung kam:

„Seit einiger Zeit spielten wir mit dem Gedanken, einen zweiten Hund in die Familie zu holen. Über ein Jahr lang informierte ich mich über die verschiedenen Rassen, mögliche Züchter usw.. Eigentlich wollte ich schon immer einen Husky besitzen, da er mit seiner Art ein ganz spezieller Hund ist, der mir als Besitzer in vielem sehr ähnlich ist.

Dennoch schaute ich auch nach anderen Hunden aus dem Bereich Zughunde, denn ein solcher sollte es werden. Als Bewegungsfreak brauche ich einen Begleiter, welcher meine Ausflüge mit dem Bike, beim Joggen und Wandern begleiten kann.
Nachdem ich mich also ein Jahr lang informiert und mich umgeschaut hatte, kam der Tag, an dem sich doch alles ein wenig anders als geplant ergeben sollte.

An einem Samstag kam ich nach einer Bergtour nach Hause. Meine Hund Chilli begleitete mich und nun wurde mir bewusst, dass er mich auf solchen Touren in der nächsten Saison nicht mehr würde begleiten können. Er war mittlerweile dafür einfach zu alt.

Dakota und ChiliIch schrieb einer guten Kollegin und erzählte ihr davon und sie begann, mir bei der Suche nach einem passenden Gefährten für meine Aktivitäten zu helfen. Eines Tages schickte sie mir dann ein Bild von Dakota. Er war bei ihr in der Hundeschule in einem „Rudelklatsch“ und sie meinte, er wäre der perfekte Hund für mich.
Auch wenn sein Alter nicht dem entsprach, was ich mir vorstellte, haben mich die Bilder und Videos die ich von Dakota erhielt, vom ersten Augenblick an gefesselt.

Wir verabredeten uns also in Düsseldorf, um unseren Hund Chilli und Dakota einander vorzustellen und zu schauen, ob die Chemie zwischen beiden passen würde.
An einem Sonntag trafen wir (Hundepsychologin Melanie Sch., Pflegeherrchen Uwe P. und meine Wenigkeit) uns in Düsseldorf und stellten die beiden Hunde einander vor. Vom ersten Augenblick an herrschte eine Kommunikation zwischen den Beiden, wie sie fast nur in Lehrbüchern zu finden ist.
Sie verstanden sich. Nach einem gemeinsamen Spaziergang war für mich die Sache klar. Dakota sollte zu uns kommen. Wir leiteten alle notwendigen Schritte ein und verabredeten einen Termin für eine Vorkontrolle. Schon eine Woche später waren wir von Zürich wieder nach Düsseldorf unterwegs, um Dakota in unsere Familie zu holen.

In den letzten zwei Wochen hat sich nur bestätigt, was ich auf den ersten Bildern schon gespürt habe, Dakota ist einfach nur toll. Die Zusammenführung der beiden Hunde zu Hause verlief ohne jeglichen Zwischenfall, es gab nur ein leises Knurren. Die beiden Hunde akzeptierten sich auch in der Wohnung auf Anhieb und bis zum heutigen Tag blieb es friedlich und ruhig und die Hunde nähern sich immer mehr an.
Seit Dakota bei uns ist, waren wir nun jede Woche min. 2-3 Mal joggen und haben auch schon die ersten Zugerfahrungen gemacht, als mich Dakota auf den Roller Blades ziehen durfte. Er lernte unsere Hundeschule kennen, wo ich jeden Samstag-morgen eine Familiengruppe leite und er durfte bei unseren „Pack Walk“ teilnehmen, welche ich jeden Monat 2mal organisiere. Insgesamt entwickelt sich Dakota groß-artig und kommt jeden Tag etwas mehr an.Dakota

Unser besonderer Dank geht an Uwe P., dafür, dass er Dakota aufgenommen hat und keine Mühen scheute, ihm den Weg in ein neues Zuhause zu ebnen und Danke auch an die Nothilfe Polarhunde e.V. Freudenstadt und Tierpsychologin Melanie Sch., für die großartige Arbeit, die sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit und den wertvollen Familienzuwachs Dakota.“

 

 

Dakota im neuen Rudel

Hier sind noch Videos zu sehen:

http://www.youtube.com/watch?v=boXnh1lVJaw

http://www.youtube.com/watch?v=o3OULpVYDFY

 


 

Gerry – als alleinstehender älterer Hund hat er seinen Platz bei einer netten Hundedame und deren Menschen gefunden

Gerry

Und das tut ihm gut, dem Gerry, denn er kam sehr vereinsamt und introvertiert zu uns in die Vermittlung. Es hat ein großes Stück Arbeit gekostet, ihm wieder ein Gefühl von Vertrauen zu geben. In seiner Pflegestelle in Freudenstadt hat man ihn dahingehend aufgebaut, dass er noch einmal im Leben durchstarten kann. Und die Gelegenheit hat er wahrgenommen.

GerryAber nicht nur wir, sondern auch ein liebes Mitglied von uns war tief berührt von Gerrys-Geschichte und sie spricht aus Erfahrung – so hat sie es sich nicht nehmen lassen, zu Gerrys-Glück ein paar Worte zu schreiben.

„Als ich den kleinen Hundemann Gerry bei meinem regelmäßigen Streifzug auf der Homepage der NfP sah, hat er sofort mein Herz berührt, ohne ihn überhaupt zu kennen. Sein so liebevolles, geduldiges und freundliches Gesicht konnte mich einfach nicht kalt lassen. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, hätte ich Gerry gerne bei mir aufgenommen.
Umso mehr hat es mich für ihn gefreut, dass er so schnell ein so wunderbares Zuhause gefunden hat. Denn gerade die Hundesenioren, die ihre Herrchen und Frauchen beinahe ihr ganzes Leben lang treu begleitet haben, egal, wie viel Aufmerksamkeit und Liebe sie erfahren oder auch nicht erfahren haben, haben es mehr als verdient, dass sie in der ihnen verbleibenden Zeit mit Liebe überhäuft werden.

Dieses Glück kommt Gerry ab jetzt zuteil. Er hat Menschen gefunden, die sich unendlich viel Mühe geben, um ihrem Goldstück von nun an ein traumhaftes Leben zu schenken.
Dafür sagen wir „DANKE, DANKE, DANKE!“

Doch lesen Sie selbst, sozusagen aus erster Pfote, wie es dem sanften Shiba-Rüden ergangen ist.

„Hallo liebe Leute, von mir, „Gerry“, gibt es etwas erfreulich Neues zu berichten. Inzwischen bin ich jetzt ein echter bayerischer Schwabe geworden und wohne in Augsburg bei meinen neuen Menschen. In der Nähe vom Siebentischwald ist nun mein Zuhause. Ich habe jetzt auch noch eine Kumpanin, eine ganz liebe Hundedame namens Naani. Sie stammt aus Italien und ich verstehe mich mit ihr sehr gut. Sie gibt mir Sicherheit in der „feindlichen“ Außenwelt. - GerryIn meinem neuen Domizil gibt es einen Wintergarten. Da kann ich alles vom ersten Stock aus inspizieren. Das ist echt klasse und macht Spaß da hinunterzukieken. So habe ich die nähere Umgebung immer unter Kontrolle. - Mein neues Herrchen und mein neues Frauchen sind sehr nett zu mir und helfen, wo immer es geht. - Auch das Futter passt genau. Sie haben sehr schnell herausgefunden, dass ich etwas Selbstgekochtes oder gar ein Mahl „aus dem Ofen“ am meisten schätze. Mein jetziges Frauchen kocht mir ganz leckere und gehaltvolle Mahlzeiten. - Auch ein nagelneues ausbruchsicheres Geschirr in Johannisbeerrot habe ich erhalten. Darin schaue ich aus wie ein kleiner Rettungshund. Das ist von Ruffwear. Nicht jeder Hund, der gerne einmal ausbrechen will, darf ein so hübsches und komfortables Geschirr sein Eigen nennen. Ich jedenfalls finde es todschick und sehr bequem. Beim Anziehen des Geschirrs spiele ich gerne „toter Mann“. Das gefällt mir, wenn sich die anderen erschrecken. - Bei meiner neuen Tierärztin war und bin ich sehr, sehr tapfer. Die mag mich so richtig gerne und meint, dass ich ein ganz intelligenter Bursche wäre. Sie ist davon überzeugt, dass ich noch so einige Überraschungen parat haben könnte. Da wird sie wohl recht haben - Vor Menschen habe ich immer noch etwas Angst. Es wird aber jeden Tag besser. - In der Früh’ schlafe ich inzwischen auch schon länger. So kann sich der „Vierertrupp“ von den „Strapazen“ des Tages besser erholen. - Im Siebentischwald und auf dem Lechdamm schön spazieren gehen macht mir besonders viel Freude. Da bin ich richtig glücklich. Meine beiden Menschen kennen sehr viele nette Hunde samt Hundehalter. Sie hatten zuvor schon einen Shiba Inu Rüden, der auf den Namen Charly gehört hat. Der ist bereits im Hundehimmel und bewacht uns alle vier von oben. Ich glaube, dass ich es sehr gut erwischt habe hier in Augsburg. Mein Zutrauen zu den Menschen wächst von Tag zu Tag. - Auch darf ich mich in der großen Wohnung auf fünf (!) verschiedenen Couching-garnituren ausruhen bzw. rumlümmeln. Das ist schlichtweg eine Riesenauswahl und für mich der Himmel. – Herrchen ist fast den ganzen Tag zu Hause und das ist gut so.

 

So das war es in aller Kürze von mir, dem kleinen „Gerry“, der - so Gott will - in seinem Leben doch noch einmal Glück gehabt hat.

GerryPS: Puuuh das war haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschrammt, möchte ich meinen… Meine Neuen sind mir schon ganz schön ans Herz gewachsen. Bin ich froh, dass es so gekommen ist…“

Und auch wir, von der NfP, wir sind dankbar, denn gerade die alten Shibas haben es nicht immer einfach, sich noch einmal umzuorientieren. Das dauert und Mensch darf nicht zu viel erwarten. Wir sind froh, dass wir Gerry abfangen konnten und danken auch der Pflegestelle, dass sie so schnell eingesprungen ist, um Gerry für ein neues Leben vorzubereiten, denn wir wussten von seinem Vorleben rein überhaupt nichts.

Also müssen wir Gerry vollkommen recht geben „……..haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschrammt………..“ wie wahr das doch ist.