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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im April 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Es war einmal ein Huskymädchen mit Namen Jessika …

Jessika

Als Hundebaby wurde ich auf der schönen spanischen Insel Madeira geboren. Für viele Menschen eine Insel zum Träumen, für mich ein Ort, an dem ein Hund selten etwas zählt.
Mir erging es hier ebenso wie den meisten Vierbeinern: Nett und süß für die Kinder angeschafft und als Junghund ins Tierheim abgeschoben, um sich von dort wieder einen Welpen mitzunehmen.

Hier saß ich nun in meinem Zwinger und ich wusste, dass war hier kein Ort, an dem ich alt werden würde. Ich hatte nichts, nur meinen Namen den ich hier im Tierheim bekommen hatte „Jessika“. Trotz allem habe ich nie mein freundliches Wesen und meine Liebe zu den Menschen verloren, aber die Hoffnung auf eine hundefreundliche Zukunft, die hatte ich schon lange begraben. Ich wurde am falschen Ort und noch dazu als „falsche“ Spezies geboren. Begreifen konnte ich das nicht, aber ich musste es hinnehmen und so verging die Zeit, die mir von Tag zu Tag endloser erschien.

JessikaIrgendwann waren wieder einmal Menschen hier im Tierheim – meist waren es Urlauber, die sich umschauten, wie ein Tierheim hier geführt wird. Eine Frau blieb lange vor meinem Zwinger stehen und schaute mich an. Sie stand dort eine Weile und ich glaube, sie sagte irgendetwas wie „Das darf nicht sein….“ Aber wie es die anderen Menschen auch bisher gemacht hatten, ging sie dann wortlos weg.
Ich wusste an dem Tag noch nicht, dass diese Frau mein Leben verändern würde – denn ich konnte ja nicht ahnen, dass sie ständig an mich dachte und nicht damit klar kam, dass ich hier irgendwann regelrecht entsorgt werden würde.

Noch vom Urlaubsort aus nahm sie Kontakt zu einer zuständigen deutschen Tierschutz-Orga und auch mit der NfP auf, da sie die Vereine schon kannte. Tatsächlich versprach dann die NfP, sollte die Urlauberin mich mit nach Deutschland bringen, sich für einen guten Platz für mich einzusetzen. Da jedoch kein Flugpate in Aussicht war und es so schnell sicher auch keinen geben würde, hat die Urlauberin, wieder in Deutschland angekommen, erneut einen Flug gebucht, um mich von der Insel zu holen. Ja, sie hat mich auf dem Flug selbst begleitet und hat sich um alles gekümmert. Solche Menschen gibt es noch, aber die sind sicherlich verdammt selten geworden.

Nicht nur, dass die Frau mich mit in das andere Land mitnahm, was da Deutschland hieß, nein, ich durfte sogar bei ihr wohnen. Es war supi hier, sie hat mich jeden Tag nach Strich und Faden verwöhnt Ich hörte einmal, dass sie am Telefon sagte, man würde sicherlich bald jemanden für mich finden, da ich ja so eine tolle Hündin sei. Ich wäre gerne bei ihr geblieben, aber nach etwa 3 Wochen ergab sich eine erneute Veränderung in meinem Leben.

JessikaEs war der berühmte Zufall, der nun Einfluss nahm. Vor ca. 5 Jahren durften die Huskys Aramis und Porthos, ebenfalls von der Blumeninsel Madeira, in der alten Station der NfP unterkommen. Einer nach dem anderen zog dann bei der Familie von Liechtenstein ein, wo schon eine Husky-Hündin wohnte. Kürzlich war aber die treue vierbeinige Freundin von Aramis und Porthos gestorben und man wollte wieder einem Husky-Mädel ein Zuhause geben. Wichtig war natürlich, dass die „Neue“ zu den vierbeinigen Herren passt.
Der Beschreibung nach waren wohl alle überzeugt, dass ausgerechnet ich die Richtige für die beiden Rüden sein könnte.
Es kam schnell der Tag, an dem ich den hoheitlichen Besuch bekommen sollte. Ich glaube, ich wurde heute besonders gründlich gebürstet und dann brachte man mich in die neue Auffangstation nach Burladingen-Gauselfingen. Alle Menschen waren sehr gespannt, ob die Entscheidung für mich ausfallen würde.

Ich setzte meinen freundlichsten Blick auf und nachdem sich die Menschen herzlich begrüßt hatten, kamen sie endlich zu mir in das Gehege. Auch meine Mitbewohner hier, Digger und Hank, die beiden Trennungswaisen, fanden die Besucher nett.
Obwohl ich dachte, hoheitlicher Besuch würde sich sicherlich stocksteif benehmen, hockten sich die beiden Prinzessinnen, Mutter und Tochter, auf den Boden und kuschelten mit mir. Ich hatte es mir quer auf ihrem Schoß gemütlich gemacht. Für mich war sofort klar, dass ich gerne bei den Damen einziehen würde – die waren nämlich wirklich nett und sie mochten mich sofort, dafür hatte ich in meinem bisherigen Leben ein feines Gespür entwickelt.

Die Ungewissheit in meinem Leben sollte nun endlich ein Ende haben – der Neuanfang war gemacht und ich zog aus der Station mit dem wundervollen Namen: „ M I L A D Y „ aus - womit die 3 Musketiere wieder eine Einheit bilden.

Milady mit ihren neuen MenschenDie Menschen redeten noch sehr lange mit meiner neuen Familie und die letzten Formalitäten wurden erledigt. Ich, „Milady“, dufte zusammen mit Prinzessin Theodora auf der Rückbank des Wagens sitzen und liebe Leute, ihr könnt mir glauben, das war der schönste Tag in meinem bisherigen Leben – nicht, weil ich nun bei adeligen Menschen wohne, nein, weil ich nun endlich Menschen gefunden habe, die mich mögen und mich mein Leben lang liebevoll begleiten werden.

Eure Milady, ehemals Jessika“

Es war eine Bereicherung, so nette Menschen bei uns begrüßen zu dürfen. Und wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Astrid von Liechtenstein und Herrn Alexander von Liechtenstein für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Wir sind uns sicher, dass die nette Milady zwischenzeitlich den hoheitlichen Haushalt voll um die Pfote gewickelt hat.

„Jessika“ – ja, das war einmal…

Familie von Liechtenstein mit ihrer Milady

Das Märchen ist für Milady hier aber noch lange nicht zu Ende. Im Hause der Familie von Liechtenstein beginnt ein neuer Lebensabschnitt und Milady hat es reichlich verdient, die wirkliche Sonnenseite des Lebens nun endlich kennen zu lernen.

An Frau S. ein herzliches Danke für die Rettung und liebevolle Versorgung von Jessika.

Das gesamte Team der NfP-Freudenstadt wünscht von Herzen alles Gute.

 


 

Akyla – Es gibt keinen Weg ins Glück – Glück ist der Weg (asiatische Weisheit)

Akyla

Die ca. 2,5 Jahre alte Alaskan Malamute-Hündin Akyla kam von einer anderen Organisation und hier aus einem animal-hoarding-Fall zu uns. Als wir sie in Empfang nahmen stellte sich heraus, dass diese nette "Husky"-Hündin in Wirklichkeit eine hübsche Malamutin ist. Akyla und YumaIn ihrer Pflegestelle merkte man schnell, dass Akyla eine sehr verschmuste und liebe Hündin ist, aber auch eine sehr hungrige, der es nicht schaden konnte, ein paar Pfunde zuzunehmen. Sie stand kaum einen Tag auf unserer Homepage, da meldeten sich schon Interessenten für die nette Hundedame. Dann ging es recht schnell. Nach einer positiven Vorkontrolle suchten ihre Interessenten den Kontakt zur Pflegestelle und quartierten sich für einen Besuch bei Akyla hier in Freudenstadt ein.

Zwischen dem vorhandenen Malamute-Rüden und Akyla passte es von der ersten Sekunde an.
Aber lesen Sie selbst, was die Familie über ihr neue Weggefährtin schreibt.

„Die Vorgeschichte:

November 2012, unserem starken alten Malamutrüden ging es nicht gut. Ab zur Klinik, er hatte irgendwoher eine Socke und diese gefressen, Not-Op, aber es hat nicht geholfen, er verstarb an Herzversagen.
Nun war unsere, auch ältere Hündin, allein. Ein Welpe kam ins Haus, unser quirliger Yuma.
Alles klappte super... bis die heißen Tage im Juni kamen. Der Kreislauf unserer Hündin brach zusammen, wieder mussten wir einen geliebten Hund über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Ab jetzt wollten wir unsere Zeit ganz Yuma und seiner „Erziehung“ widmen.
Doch bald wurde klar, dass er ohne Gefährtin nicht 100% glücklich war, die Suche begann.

Am 14.03.2014 wieder stundenlang die Seiten div. Tierheime und Nothilfen durchgesehen und da war sie! Es passte alles: Alter, Verträglichkeit, Beschreibung, und erst dieser Blick - Akyla!
Dann ging alles sehr schnell. Mit der Nothilfe FDS telefoniert, von dort an eine Dame aus Essen verbunden, ein kurzer Check bei uns zu Hause und wir durften Akyla besuchen kommen und ggf. mitnehmen.Yuma und Akyla
Gott sei Dank konnte mein Mann sich kurzfristig Urlaub nehmen und eine nette Pension nahm uns mit großem Hund auf. Denn Yuma fiel die letzte Entscheidung zu.
Am 30.03 war es nach 5 stündiger Autofahrt soweit, die beiden Hunde sahen sich zum ersten Mal.
Es dauerte keine 2 min. und es war klar: Liebe auf den ersten Blick, Akyla zieht um ins Rheinland.
Eine Nacht und drei Spaziergänge später war es Zeit die Heimreise anzutreten, es ging mit einem problemlosen, ruhigen Hund mehr im Auto nach Hause.

im Garten

Nach der langen Fahrt ließen wir die beiden zunächst einmal in den Garten. Akyla begrüßte erst den Rest der Familie sehr freudig, erkundete neugierig den Garten und tobte nach 30 min. wild mit Yuma herum.Garten

Genauso problemlos verliefen die Tage bis heute. In der Wohnung ist sie recht ruhig, was wohl auch an unserem glatten Fußboden liegt, der ihr noch Schwierigkeiten bereitet. Wenn, dann spielt sie mit Yuma nur auf der Couch (ja die Hunde dürfen darauf).
Dafür wird im Garten dann ausgiebigst gerannt und gejagt, mal jagt er sie, und mal sie ihn. Aber ganz Weibchen zeigt sie ihm auch oft genug die Zähne, wenn er mit seinen 1 ½ Jahren zu wild wird.

Wir müssen immer schmunzeln, wie sie sich gegenseitig foppen, Akyla mag es nicht, in den Schwanz gezwickt zu werden, prompt wertet Yuma dies als Aufforderung. Im Gegenzug zwackt sie ihm in die Pfoten, was er wiederum nicht mag.

Es ist einfach rührend zu sehen, wie sie ihm die Lefzen leckt, wie er ihr einen großen Ast bringt, um sie damit zum Spielen aufzufordern. Wie sie damit gemeinsam loslaufen, daran ziehen ohne zu knurren... Den einzigen „Streit“ gibt es nur um die Buddellöcher im Garten, da wird drum gekabbelt, ohne dass es ausartet. Mein Sohn verglich es passend mit zwei kleinen, trotzigen Kindern.

Wasserspiele

Irgendwann ist das Loch dann so groß, dass sie sich einigen und jeder an einer Ecke buddelt. Bis wir bösen Zweibeiner kommen und es wieder zu machen.

Bei den Spaziergängen läuft sie toll an der Leine und hat die Nase meistens am Boden kleben.Akyla und Yuma am Rad
Da es gestern wieder etwas kühler war, haben wir unseren Roller noch einmal herausgeholt.
Erst war es ihr nicht geheuer, aber dass Yuma mit dem Roller davon zog gefiel ihr auch nicht, da wurde auf einmal an der Leine gezogen.
Also haben wir sie probehalber mit eingespannt. Für das erste Mal hat es schon sehr gut geklappt.
Nun bekommt sie im Herbst ein neues Zuggeschirr angepasst.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass es eine tolle Erfahrung ist, wir sind begeistert über das ganze Umfeld der Vermittlung, über die tolle Pflegefamilie, die ihre Zeit für die Tiere opfert und natürlich über Akyla, sie ist ein Goldschatz.
Wenn wir noch einmal, in hoffentlich ganz vielen Jahren, vor der Entscheidung stehen einen Hund zu uns zu nehmen, dann nur noch über diesen Weg.
Vielen Dank an die ganzen Helfer und Ehrenamtlichen die diese Nothilfe ermöglichen!

Familie N.“

Akyla und Yuma

Unsere Pflegestelle hat wieder Großartiges vollbracht und Akyla für die Zeit ihres Aufenthaltes liebevoll und souverän begleitet. Ein herzliches DANKE, auch an Akylas jetzige Familie, die ihr den Start in ein neues Leben ermöglicht hat.

 

 


 

Dakota – hat im Saarland sein Körbchen aufgeschlagen

Dakota

Wer von den ungewissen Ereignissen der Zukunft nichts erhofft und nichts befürchtet, ist wahrhaft klug.
(Anatole France)

DakotaWir hätten niemals daran geglaubt, gerade solch kluge Menschen zu finden, die Dakota vorbehaltlos ein Zuhause geben wollten. Ihnen war egal, was seine gesundheitliche Zukunft bringen würde – die Vermutung auf Epilepsie gab es ja schon beim Kennenlernen und später noch das schlimme Untersuchungsergebnis Babesiose hat die beiden zu keiner Zeit zweifeln lassen, dass es die richtige Entscheidung war, einem „kranken“ Hund das geben zu wollen, was andere ihm nie bereit waren zu geben: Ein endgültiges und liebevolles Zuhause.

Wir denken so oft, es ist für die Tiere manchmal ein Wink des Schicksals, wenn sie aus irgendwelchen Gründen von ihren Besitzern abgeschoben werden in eine ungewisse Zukunft und dann das ganz große Los ziehen, Menschen zu finden, die sie auffangen und ihnen den Himmel auf Erden bieten.

Es kommt sehr selten vor, denn diese Menschen, die gerade diesen Tieren beistehen, sterben mehr und mehr aus. Jeder möchte ein funktionierendes Tier, ohne gesundheitliche Makel, die ja Geld kosten, und ideal wäre ein Lebewesen, das nach Manier eines Roboters an ihrer Seite lebt. Passen würde natürlich ein solches Tier in diese Welt, in der die Menschlichkeit mehr und mehr durch Egoismus und Lieblosigkeit verdrängt wird. Aber die Tiere haben sich nicht verändert, sie haben ihre Ehrlichkeit und Fähigkeit zu vertrauen nicht eingebüßt. Dakota hat wohl bei der ersten Begegnung mit seinen „neuen Menschen“ auch gespürt, dass er diesen nun endlich vertrauen kann und sie mit ihm den weiteren Weg gemeinsam gehen würden, auch wenn es einige Stolpersteine geben würde.

Gemeinsam lebt er nun mit seinem Frauchen und Herrchen und mit seinem neuen Freund „Shinuk“ ein wundervolles Hundeleben. Alle sind sehr glücklich und auch wir sind gerührt, mit welchem Engagement die Eheleute S. sich ihm angenommen haben. Gäbe es nur solche Menschen, wäre die Welt mit einem Schlag wieder viel lebenswerter...Dakota und Shinuk

DANKE – auch an all diejenigen, die via Mail ihre Achtung und Freude ausgesprochen haben, dass Dakota ein solch wundervolles Zuhause gefunden hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Dakota – unser Glücksfell

Nachdem im November unser lieber Balto (er war auch von der NfP) mit fast 15 Jahren von uns gegangen war, wollten wir uns eigentlich keinen weiteren Hund mehr holen. Auch, wenn wir jahrzehntelang immer wieder Huskys hatten, wollten wir uns den Schmerz und die Trauer, die ein jeder Abschied mit sich bringt, nicht noch einmal zumuten.

Nach einer nicht allzu langen Weile jedoch, fühlten wir beide und unser Shinuk, ein 13,5 jähriger Husky-Buhund-Mix, uns einfach nicht mehr vollkommen.

Nachdem aus diesem Gedanken eine Entscheidung wurde, begannen wir mit unserer Suche nach einem neuen Husky. Da für uns seit jeher nur Hunde aus dem Tierschutz in Frage kommen, schauten wir auch dieses Mal wieder nach einem neuen Freund, dem wir ein gutes und schönes Hundeleben ermöglichen würden.

So wurden wir folglich auf unseren Dakota aufmerksam. In der Rubrik „Notfälle“, bei der NOTHILFE für POLARHUNDE e.V. wurde erläutert, dass der Husky-Mix an Epilepsie leidet. Diese Tatsache schreckte uns nicht ab, da auch unser Shinuk an dieser Krankheit leidet.Dakota
Wir beschlossen, ein Treffen zu vereinbaren, damit wir uns einen Eindruck von Dakota machen konnten und Shinuk ihn kennen lernen würde. Und als hätte es das Schicksal so gewollt: Wir verliebten uns vom ersten Moment an in diesen tollen Hund, und auch die beiden Vierbeiner verstanden sich auf Anhieb.

Nach dem ersten Kennenlernen samt Spaziergang sprang Dakota direkt zu uns ins Auto und wollte bereits nach diesem ersten Treffen mit uns mitfahren – jedoch mussten noch einige Dinge vorbereitet werden.

Schon 5 Tage später konnte er dann bei uns einziehen. Er hat sich sehr schnell eingelebt und es war vom ersten Moment an so, als wäre er nie woanders gewesen.

Dakota und Shinuk

Die ersten vier Wochen waren dann doch sehr turbulent für Dakota.Dakota und Shinuk
Sie bestanden aus 5 Tierarztbesuchen beziehungsweise Check-Ups, aus denen nach mehreren Blutuntersuchungen das Ergebnis - Babesiose - hervorging.
Des Weiteren reagierte er leider auf das uns langjährig bekannte und bewährte Zeckenmittel allergisch. Folglich musste er drei Mal mit speziellem Shampoo geduscht werden, woraufhin sich die Haut wieder regenerierte.
Trotz dieser ganzen Prozeduren entwickelte Dakota bis zum heutigen Tag keinen einzigen Anfall, und das obwohl seine Medikamente nach Rücksprache mit unserer Tierärztin um die Hälfte reduziert wurden. Er hat mittlerweile mehrere Spritzen gegen die Babesiose bekommen, und seine Power nimmt von Tag zu Tag zu.
Für uns ist Dakota wie ein Hauptgewinn: Er ist lieb, verschmust, anhänglich und dankbar für jedes liebe Wort und alle Streicheleinheiten, die er bekommt. Ob alleine bleiben, im Auto mitfahren, Tierarztbesuche, fremde Menschen und Kinder – Dakota hat mit nichts ein Problem.

Er fühlt sich – wie wir es im Saarland sagen: „Sau gudd“, er hat auch schon viele Freundschaften geschlossen mit den Hunden in der Nachbarschaft. Und nicht nur diese hat er in der Tasche, sondern auch die jeweiligen Herrchen und Frauchen.

Er ist ein Charmeur ohnegleichen. Für uns ist es, als wäre er nie woanders zuhause gewesen, und wir sind uns sicher, für ihn ist es ganz genauso.
Wir können nicht nachvollziehen, warum man solch eine liebe Seele weg gibt – ob die Epilepsie der wahre Grund hierfür war? Aber dies ist uns egal, er hat unsere Familie vervollständigt.
Uns bleibt noch danke zu sagen. Nicht nur für die schnelle und unkomplizierte Vermittlung, sondern auch für die tolle Arbeit, die das Team der Polarhunde Freudenstadt täglich für die Hunde leistet.
Familie S. mit Shinuk und Dakota“

Dakota und Shinuk

PS:
Hallo Leute ich werde Euch über mein Leben bei den Saarländern weiter auf dem Laufenden halten, Pfote drauf.
Dakota

 


 

Gandhi – einer von 3 Schweden-Hunden

Gandhi

Ende Februar 2014 meldete eine Besitzerin ihre 3 Huskys als Notfall zur Übernahme an. Leider war es uns nicht möglich, diese drei Huskys, wovon zwei schon bald 12 Jahre alt sind, direkt aufzunehmen.Gandhi

Zeit würde uns wenig bleiben, denn bis Ende März sollten die drei Hunde ein neues Zuhause haben. Wie wir das bewerkstelligen sollten, das war uns schleierhaft, denn bekanntlich gibt es für ältere Hunde nicht mal so schnell Interessenten. Doch in diesem Falle hatten wir uns getäuscht, denn für Gandhi gab es ganz SCHNELL jemanden, der auch sofort sein Herz an ihn verlor. Es war uns klar, wenn Gandhi bei diesen Menschen einziehen darf, dann hat er den Himmel auf Erden, wie zuvor schon unser Aykon, der nicht so einfach war, ins Haus zu integrieren.

Als es dann geklappt hatte mit dem Besuch und Gandhi auch gleich mit umgezogen ist, da waren wir absolut guter Dinge, dass die Eingewöhnung positiv verläuft und haben uns dann auch mächtig über die tollen Rückmeldungen gefreut.

Vielen DANK Fam. W., Sie haben mal wieder an der richtigen Stelle geholfen und ein Sorgenfell glücklich gemacht.

Unser neues Familienmitglied

Nachdem wir unseren Aykon im August 2013 über die Regenbogenbrücke ziehen lassen mussten, hatten wir so gar keine Lust mehr auf einen neuen Hund. Wir haben es genossen später auf zu stehen und Dinge zu machen, die keinen festen Tagesablauf erforderten. Alles war in bester Ordnung bis sich (hauptsächlich bei mir) der Drang bemerkbar machte, wieder etwas Bewegung haben zu wollen. Ich wollte morgens den Sonnenaufgang sehen, die Natur im Wechsel der Jahreszeiten miterleben…. ich wollte einfach wieder einen Hund.Gandhi

Da wir Aykon von der Nothilfe für Polarhunde-FDS hatten, hat sich nie die Frage gestellt: was für einen, sondern einfach nur, bei welchem Hund macht es Klick. Im Dezember hatten wir einen gefunden und haben ihn auch persönlich kennen gelernt und wollten ihn in der 1. KW im neuen Jahr abholen (Wir hatten einen Urlaub gebucht und konnten keinen Hund mitnehmen). Leider kam es anders. Wir bekamen Weihnachten den Anruf, dass sich die Besitzerin nun doch nicht von dem Hund trennt, da er sehr krank ist. Das war für uns ein Schock….. alles war vorbereitet, alle waren informiert…. Nachbarn, Nanny und dann kein Hund.

So hat es dann noch bis Mitte März gedauert und dann kam er… Gandhi aus Schweden. Es hat sofort Klick gemacht und wir wussten, das soll er sein. Termin gemacht für die erste Begegnung und dann am 14.03.2014 ist er bei uns eingezogen.

Wir haben ihn am Freitagabend abgeholt und es war schon spät und dunkel als wir zu Hause ankamen. Gandhi war nun alleine unter Menschen und ohne Hundekumpels. Die Neugierde hat gesiegt und er hat gleich mal sein neues Heim inspiziert und kontrolliert. Da er hauptsächlich draußen gelebt hat, hat er auch draußen sein Domizil mit der Möglichkeit auch in’s Haus zu gehen. In der ersten Nacht hat er dann im Haus auf dem Teppich geschlafen und mein Mann auf dem Sofa. Das Wochenende war dann schon ziemlich entspannt und er hat erst mal seine Hütte „eingerichtet“ und dort die Nacht dann verbracht.

Gandhi in seiner Hütte

Leider hatte uns am Montag der Alltag schon wieder und er musste sich schnell unserem Tagesablauf anpassen. Morgens um 06.00 Uhr Gassi gehen… das ist definitiv nicht seine Stärke. Soooooooo früh aufstehen, das macht ihm heute noch keinen Spaß. Wenn er allerdings sein Geschirr sieht und er es anziehen soll, dann ist alle Müdigkeit weg und er ist bereit zum Gassi gehen und kann es kaum erwarten. In den ersten Tagen hat er gezogen, die Leine war immer auf Spannung und ich musste mich am anderen Ende der Leine mächtig in’s Zeug legen, um nicht hinter her geschleift zu werden. Das hat sich allerdings schon sehr gebessert und er genießt es an jedem Grasbüschel, Holzhaufen, Maulwurfshügel stehen zu bleiben und zu schnüffeln. Was er schon von weitem riecht: Tiere (tot oder lebendig) und da muss er hin. Gestern hat er aus dem Dickicht ein Büschel Fell raus gezogen.Gandhi

Er hat jetzt einen geregelten Tagesablauf wozu es gehört: morgens 06.00 Uhr - mittags 11.30 Uhr - abends 19.00 Uhr Gassi zu gehen. Manchmal auch einen kleinen Trip dazwischen. Man merkt ihm an, wenn er keine Lust hat zum Laufen und einfach nur schnüffelnderweise nebenher trabt. Am ersten Tag hat er noch Haufen in den Garten gemacht, aber mittlerweile erledigt er sein Geschäft nicht mehr zu Hause. In der Zeit wo er alleine ist, muss er schlafen damit er wieder fit ist, wenn wir zu Hause sind. Da mein Mann erst spät nach Hause kommt, hat er sich schon beklagt, dass er Gandhi nicht sieht, weil der dann schon schläft.

Er ist noch nicht sehr „Menschen“ bezogen, so dass man ihn nicht einfach mal „knuddeln“ kann. Er ist etwas schüchtern aber taut immer mehr auf und fordert seine Streicheleinheiten ein. Auch ist ihm die Wohnung noch etwas fremd, aber es passiert immer häufiger. dass er einen Kontrollgang macht und schaut, wo wir sind. Wir denken, dass er im Sommer die kühle Wohnung mehr genießen kann und wird. Wir freuen uns schon sehr auf einen gemeinsamen Urlaub im schönen Grainau, wo er dann unsere zweite Heimat kennenlernt mit wieder neuen Gerüchen und einer neuen Umgebung. Damit warten wir allerdings noch ein wenig, denn er hat ja jetzt erst mal genug mit der ersten Heimat zu tun.

Wir sind einfach nur glücklich, diesen Schatz bei uns zu haben und hoffen und wünsche uns sehr, dass sich für Goofy auch ein Plätzchen findet, wo er seinen Lebensabend ganz ohne Stress verbringen kann.

Familie W.“