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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im August 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Talaska

Geschichten schreiben ist eine Art,
sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
(J.W.v.Goethe)

Talaska

Mitte April kam die hübsche Talaska zu uns in die Vermittlung. Damit sie nicht gleich in die Auffangstation umziehen musste, durfte sie sich erst einmal in einer Pflegestelle, mit anderen Nordischen zusammen, akklimatisieren.
Viel wussten wir damals nicht von ihr außer, dass sie von den Vorbesitzern im Zwinger gehalten und ein „nur-draußen-Hund“ war, der dort mit einem jungen Rüden zusammen lebte, aber nicht viel Bewegung erfahren durfte. Achja, vor einem Jahr war sie noch trächtig und musste Junge zur Welt bringen. Was mit diesen geschehen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Nur gut, dass wir das erst jetzt, nach Talaskas Umzug erfahren haben.
In der Pflegestelle hatte Talaska in einem Rudel Hunde ihren Platz gefunden und durfte mit den anderen Hunden viel unternehmen. Dort war sie ausgeglichen und man wollte sie eigentlich gerne behalten, bis sie ein festes Zuhause in Aussicht hat.

Dann kam aber alles anders. Das Pflegefrauchen fiel aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig aus und konnte sich nicht mehr um Talaska kümmern. So boten wir an, sie in der Auffangstation bei zwei Rüden zu integrieren, was dann auch geschah. Sie zog zu Digger und Hank und die drei hatten viel Spaß miteinander.Talaska

Lange Zeit hat sich niemand für diese hübsche Hundedame interessiert. Und plötzlich gab es gleich zwei Anfragen auf einmal. Es geht aber immer der Reihe nach. Es gab einen sehr positiven Besuch einer Mitarbeiterin und schnell war sichergestellt, dass Talaska auch dort einziehen konnte. Wir haben uns sehr gefreut, dass sie nicht nur zu sehr einfühlsamen Menschen, sondern auch in ein absolut kompetentes Zuhause ziehen durfte. Die anfänglichen und ab und zu noch bestehenden Schwierigkeiten mit dem bereits vorhandenen, älteren Rüden wird man sicher noch meistern. Es braucht eben anfangs immer ein bisschen Geduld, bis sich die neuen Kameraden aneinander gewöhnt haben.
Vielen Dank, liebe Familie B., dass Sie „Talaska“ mit viel Geduld und Verantwortungsbewusstsein begleiten.

Und nun möchte sich Talaska aber auch noch zu Wort melden:

Talaska

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte kurz berichten wie es mir in meinem neuen Zuhause so geht...

Also, die ersten beiden Wochen waren gruselig....Tierarzt, Spritzen, Body, Plastikhut, Tabletten....igitt...

Aber jetzt ist alles viel besser...

Meine beiden Zweibeiner verwöhnen mich mit leckerem Futter, aber die Spaziergänge gefallen mir am besten. Vier mal täglich ist eine Wucht, aber müde bekommen sie mich trotzdem nicht.

Der weibliche Zweibeiner hat jetzt die geniale Idee, sobald es kühler wird, fährt sie mit mir Fahrrad.... Darauf freue mich schon sehr...Talaska

Am Wochenende machen wir oft lange Fahrten mit dem Auto, endlose
Spaziergänge in Wäldern, Besuche in einem Biergarten, ich finde es toll,
dass ich überall mit dabei sein darf.

Ansonsten halte ich meine neue Familie mit spielen, meiner ständigen Neugier, und meiner endlosen Sucht nach Knuddeln auf Trapp...

Ok, Regeln muss ich hier auch akzeptieren, aber da ich schnell lerne, ist das auch kein Problem für mich...

Im Anhang sende ich noch ein paar Bilder von mir, damit Ihr mich nicht völlig vergesst...

Ein dickes Hundebussi für Euch.

Eure Fellnase Talaska“

 

 

 

 

 


 

Celeste - heute Nika, durfte endlich im Zuhause ankommen…

Glück findest du nicht, in dem du es suchst,
sondern in dem du zulässt, dass es dich findet.
Chin.Weisheit

Nika

Die sehr hübsche Hündin hat ihr Zuhause in ihrer Pflegestelle gefunden. Mehr und mehr hat sie durch ihren tollen Charakter das Pflegefrauchen um den Finger gewickelt. Warum sollte man einen solch wunderbaren Hund wieder gehen lassen – vor allem, wenn er schon einige Menschen kennen lernte, die ihn haben fallen lassen?

Wir sind traurig, eine so kompetente und zuverlässige Pflegestelle verloren zu haben, aber sehr glücklich, dass Nika nun ein ebensolches Zuhause gefunden hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

Hallo liebe Freunde der NfP,Nika

nun ist es schon lange her, dass ihr von mir gehört habt.
Ich bin immer noch bei meiner Pflegemama, genauer gesagt ist sie jetzt meine Mama.
Und ich heiße jetzt nicht mehr Celeste, sondern Nika. Naja, auf meinen Namen hab ich ja eh nicht reagiert ;) Der neue gefällt mir besser.

Seit über 4 Monaten bin ich jetzt hier. Mittlerweile sind wir umgezogen, vor etwa drei Wochen. Da hab ich mir ehrlich gesagt ganz schön Sorgen gemacht, dass ich jetzt woanders hinkomme und wieder mein Zuhause verliere. Aber zum Glück ging das gut. Jetzt wohnen wir im schönen Mittelfranken direkt an den Feldern und ich kann auf den Gassirunden Mäuse jagen, Hasen aufspüren, etc. Gut, nur halb, weil meine Mama mich nicht lässt und ich an der langen Leine bin, aber Spaß macht es trotzdem. Wir rennen auch viel zusammen, zum Beispiel seit kurzem auch am Fahrrad. Mama hat ein Fahrrad geliehen bekommen, das so Federn hat und mit dem sie auf Waldwegen fahren kann; und wir dürfen vorneweg ziehen. Uns macht das allen Dreien riesig Spaß! Mama überlegt schon, ob wir nicht irgendwann einen Dogscooter bekommen. Das muss richtig Spaß machen, sag ich euch!

Mama und unser toller Tierarzt in Berlin haben übrigens festgestellt, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Seit einiger Zeit bekomme ich Medikamente, und es geht mir viel, viel besser. Ich bin fitter, und mein Fell ist auch viel schöner.Nika Und so hab ich auch mal etwas zugenommen. Ich fühl mich viel besser. Vorher war ich manchmal so schlapp und niedergeschlagen – ich dachte schon, dass ich manchmal einfach wenig Energie habe. Bin so froh, dass es mir jetzt besser geht. Manchmal schwänzel ich jetzt auch, oder hopse wild rum – das Leben ist halt doch eigentlich ziemlich schön, und ich bin halt eine ganz normale Huskydame.

Mein Hundekumpel Milo ist immer noch manchmal ein wenig skeptisch mir gegenüber. Aber dem sein Herz erwärme ich schon auch noch. Er war halt lange der alleinige Prinz, manchmal macht er da noch so Phasen durch, wo er das gerne wieder wäre. Ich lasse ihm die Zeit. Aber insgesamt verstehen wir uns ziemlich gut. Wir spielen jetzt auch draußen öfter mal richtig miteinander.

Ein bisschen Sorgen mach ich meiner Mama auch manchmal – ich habs schon geschafft, sie auszutricksen. Da musste sie eine Stunde im Dorf rumfragen, bis mich jemand nach Hause zurückgebracht hat. Sie hatte, glaub ich, ziemlich große Angst um mich. Ich finde halt jeden Spalt ;) Und streunern macht soooo Spaß. Aber Mama passt jetzt immer besser auf. Da ist es ganz schön schwer, sie nochmal auszutricksen.

Ja, meine Lieben. Wie ihr seht, ich habe mein Zuhause gefunden, einfach weil ich mich gut angestellt hab bei meiner Pflegemama. Sie sagt immer, sie spürt ein sehr tiefes Band zwischen uns. Sie hat sehr viel Hilfe von Freunden bekommen, vor allem finanzieller Art. Irgendwie bin ich also das Baby von denen. Das sagen die zumindest alle.

Nika und Milo

Ich hoffe, Milo und ich wachsen noch ganz doll zusammen, und dass wir alle gemeinsam ganz tolle, aufregende Sachen erleben.. Ich melde mich irgendwann mal wieder und berichte euch, wie es mir geht.

Liebe Huskygrüße aus Weisendorf,

Nika

 


 

Digger und Uppik – Umzug im Doppelpack

Uppik und Digger

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben,
sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
(Alexis Carrel)

Als Anfang März 2014 plötzlich 11 Trennungswaisen zwischen knapp 6 und gut 9 Jahren unsere neue Auffangstation bevölkerten, befürchteten wir schon, dass die Vermittlung dieser nicht mehr blutjungen Hunde eine besondere Aufgabe sein würde. Und so kam es auch. Nachdem innerhalb von zwei Monaten immerhin schon einige der Vierbeiner ein neues Zuhause gefunden hatten, kam die Sache ins Stocken. Hunde in diesem Alter waren einfach nicht sonderlich gefragt.

Hoffnung schöpften wir aber dann, als Frau Sch. sich bei uns meldete und meinte, sie wolle gerne ZWEI (!) ÄLTEREN (!!) Hunden eine Chance bieten. Wir waren erst mal sprachlos. Sollten wirklich gleich zwei unserer Senioren das Glück haben, die Station hinter sich lassen zu können?!? Sofort begann es in unseren Hirnen zu arbeiten: Welche Hunde würden harmonieren? Welche Kombinationen könnten wir zusammenstellen? – Aber trotzdem versuchten wir, unsere eigene Euphorie zu bremsen. Was, wenn der Interessentin keines unserer Pelzgesichter gefiele? Was, wenn sie wider Erwarten gar nicht geeignet wäre? Andererseits: Sie hatte schon mal zwei Huskys, die zwischenzeitlich verstorben sind, also müsste sie eigentlich wissen, worauf sie sich einlässt. – Die Gedanken schlugen Purzelbäume.

Das Ergebnis des obligatorischen Hausbesuchs fiel hervorragend aus, so dass hier sämtliche mögliche Bedenken ausgeräumt waren. Und dann war der Tag gekommen, an dem Frau Sch. die Stationsbewohner kennen lernte. Sie hatte noch Spike dabei, den kleinen Rüden ihrer Mutter, mit dem sich die Neuzugänge auch vertragen sollten, da sie das Wochenende oft im Dreier-Rudel verbringen würden.

DiggerNach einem Rundgang durch die Station waren Kojak und die scheue Uppik angedacht für die Familienerweiterung. Für Spike war jedoch ein erster Versuch mit Kojak nicht besonders erfreulich. Dafür klappte es aber mit Digger. Und bei Uppik setzten wir einfach voraus, dass auch sie sich mit Spike arrangieren würde und ersparten ihm an diesem Termin weiteren Stress.

Eine Woche später standen Frau Sch. und Spike wieder auf der Matte. Dieses Mal ausgerüstet für zwei Übernachtungen und mit der nötigen Muße, um Digger und Uppik näher an Spike heranzuführen. Das Experiment gelang! Und damit stand dann auch endgültig fest, dass die beiden pünktlich zum Urlaubsbeginn eine Woche später abgeholt würden. Wir freuten uns wie bolle und als dann einige Tage nach dem Umzug auch noch folgende Rückmeldung kam, wussten wir, dass die Entscheidung für Digger und Uppik der absolute Glücksgriff war:

 

Uppik„Die zwei Goldstücke sind gut in ihrem neuen Zuhause angekommen. Die Fahrt verlief völlig problemlos.

Zuerst wurden der Hof und der Garten inspiziert und wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die bereits fertig gerichteten XL-Körbchen im Hundezimmer wurden ebenfalls getestet und für gut befunden.

Der erste Spaziergang war lange und sehr aufregend. Alles neu und noch ungewohnt. Digger fiel danach in einen komatösen Tiefschlaf. Er hätte fast sein Fressen vergessen...., aber nur fast.

Uppik und DiggerAuch Uppik war rechtschaffen müde und beide schliefen tief und fest. Samstag dann wieder spazierengehen, Körperpflege, spielen im Garten und dösen. Uppik und Digger sind wie zwei Schatten, die mir ständig folgen.
Heute dann die große Überraschung. Uppik setzte sich wie selbstverständlich neben Digger und ließ sich das Geschirr anziehen (ohne "überredet" werden zu müssen). Das war unglaublich. Das Mädchen lässt sich von mir streicheln und nimmt sehr gerne den einen oder anderen Leckerbissen.
Auch beim Laufen sind die beiden großartig. Digger läuft an der Schleppleine und benimmt sich mustergültig. Er kommt sofort angeschossen, wenn ich rufe. Und auch Madame Uppik ist durchaus lernwillig. Das Halten am Straßenrand üben wir noch fleißig und ab morgen ist dann Einzeluntericht im Dorf angesagt.
Über Digger würdet ihr euch alle schlapp lachen – er kennt zwei "Zustände": hellwach und voll dabei oder Tiefschlaf. Er schläft sogar im Sitzen ein. Ich hoffe, ich überfordere ihn nicht. Uppik saugt alles Neue wie ein Schwamm auf. Mit ihren Knopfaugen mustert sie alles ganz genau. Sie ist sehr selbstbewusst, beim Spazieren gehen kein bisschen ängstlich und wedelt sogar, wenn sie sich über etwas freut.

Also bisher ein gelungener Start. Die Beiden geben sich die größte Mühe, alles richtig zu machen.
Digger ist heute richtig angekommen, er sauste im Garten umher wie ein Wilder, und bellte ganz verzückt. Einfach pure Lebenslust – es war klasse.Uppik und Digger

Nächste Woche ist Fahrrad fahren angesagt, wandern im Wald und "wie läuft man zu dritt auf einem schmalen Bürgersteig". Hier ist die Rollenverteilung noch nicht ganz klar. Aber ich bin mir sicher, dass wir das hinbekommen.

Ganz lieben Dank für diese beiden wunderbaren Hunde, das Schicksal hat es gut mit uns gemeint.

Herzliche Grüße aus der um zwei Attraktionen reicher gewordenen Südpfalz und bis bald.

Ute, Digger und Uppik“

Wir bedanken uns sehr herzlich dafür, dass wir nun Digger und Uppik so gut aufgehoben wissen – bei einem sympathischen Frauchen mit Einfühlungsvermögen und Hundeverstand.

Und wir bedanken uns auch immer wieder bei den „Retterinnen“ der Hunde, die es erst ermöglich haben, dass für diese Tiere endlich ein neues Leben beginnen konnte.

Das Team der NfP – Freudenstadt

 

 


 

Torak´s neues Leben

Torak

Verzweifle niemals.
Die Tage vergehen wie das im Wind fliegende Herbstlaub
und die Tage kehren wieder mit dem reinen Himmel
und der Pracht der Wälder.
Aufs Neue wird jedes Samenkorn erweckt,
genauso verläuft das Leben.
(Indianische Weisheit)

Und ein weiteres Sorgenfell ist als Nummer 2 von den 11 Trennungswaisen nun auch schon eine ganze Weile im neuen Zuhause „angekommen“. Es ist für jeden der 11 Hunde ein Geschenk, ein neues Leben zu führen, nachdem sie alle nicht das erhalten haben, was für ein Lebewesen lebenswert erscheint. Endlich Beschäftigung, Abwechslung und kein Dahinsiechen, ohne Aufgabe, ohne Menschen an der Seite, die den Wert einer solchen nordischen Persönlichkeit zu schätzen wissen.

Torak

Wir freuen uns besonders für Torak – wie für jeden anderen der 11 Trennungswaisen ebenso – diesen Weg in die Freiheit mit Hilfe von bewundernswerten und engagierten Menschen gefunden zu haben.

Herzlichen Dank, auch an die neuen Menschen, dass SIE den weiten Weg auf sich ge- und Torak mit-genommen haben.

Das gesamte Team der NfP – Freudenstadt

„Vor einigen Monaten erfuhren wir von sechzehn Polarhunden, die in Not geraten sind. Einige engagierte und tierliebe Menschen haben es erreicht, dass Torak und fünfzehn weitere Huskies, Grönlandhunde und Malamuten in den folgenden Wochen von einer anderen Organisation für nordische Hunde in eine bessere Zukunft geführt werden können. Für 5 konnten sofort Endplätze gefunden werden; für die restlichen 11 führte der Weg zur Weitervermittlung zunächst mal in Richtung Schwarzwald, wo eine nagelneue Auffangstation den Startpunkt in ihr neues Leben darstellte.Torak

Gerne hätten wir schon direkt zu diesem Zeitpunkt eine weitere Fellmütze adoptiert.
Zu dieser Zeit war die Integration eines weiteren Hundes zu unseren beiden Rudelmitgliedern Benji und Kisha ausgesprochen ungünstig. Benni war schon recht krank und wurde zunehmend schwächer und Kisha würde im Frühjahr 15 Jahre.

Beide sollten das Frühjahr in der wunderschönen Landschaft des Südharzes nicht mehr erleben dürfen. Hier hatten wir uns vor drei Jahren einen Aussiedlerhof zugelegt.
5 km entfernt von der nächsten Ortschaft, eingebettet zwischen die Mittelgebirgsausläufer des Nationalpark Harz und die sanfthügeligen Wiesen und Wälder des Eichsfelds.
Umgeben von unseren Wiesen haben wir Haus und Hof so gestaltet, wie wir es uns lange erträumten und wie es unserer Meinung nach Benji und Kisha geliebt hätten und haben.Torak
Im Haus haben wir auf jegliche künstlichen Baumaterialien verzichtet. Die Decken sind aus Holz, die Wände kleidet Lehm und den Fußboden rustikaler Kalkstein.

Nicky, unser erster Husky, war beim Spielen ausgerutscht und hatte sich auf den glatten Fliesen und Parkett in unserem alten Haus die Kreuzbänder gerissen. Sicher wäre dies vielleicht auch unter andern Umständen passiert – ist es aber nicht. In unserem neuen Zuhause haben wir alles daran gesetzt, eine hundegerechte, natürliche Umgebung mit viel Freiraum zu schaffen.

TorakTorak

Am 3. Juni dieses Jahres haben wir Torak sein neues Zuhause zeigen dürfen.
Torak ist ein 8 1/2 Jahre alter zurückhaltender, neugieriger und gelehriger Siberian Husky in dessen schwarz–weißer “Walt Disney” Maske zwei strahlend blaue Augen leuchten.
Zwei Tage zuvor hatten wir ihn in der neuen Auffangstation – einem abgelegenen Reiterhof mit geschickt umfunktionierter Reithalle – kennengelernt.Torak
Hier saß er in einem Gehege mit Ashanti, einer bildhübschen weißen Grönlandhündin gleicher Herkunft.

Nachdem unsere letzten Weggefährten aufgrund ihres hohen Alters nur viel zu kurze Zeit bei uns waren, hatten wir eigentlich nach einem Jungspund von vielleicht 5 Jahren gesucht – worauf wir jedoch von einer der Retterinnen der Hunde im eingangs erwähnten Telefonat ans Herz gelegt bekamen, dass “wir im Moment nun mal keine jungen Hunde haben – dafür eben einige ältere – und die muss ja schließlich auch irgendwer nehmen”.
“Ok”- dachte ich”, darin liegt Wahrheit”.

Torak kam nach den Beschreibungen im Internet von den somit noch infrage kommenden Fellmützen, dem Wesen nach unseren Vorstellungen am nächsten.
Die beiden Grönland Geschwister Ashanti (Torak´s Gehegepartnerin) und ihr ebenso faszinierender Bruder Orsa zeigten sich wesentlich scheuer, fast schon wölfisch.

Da wir auf unserem neuen Grundstück zwar einen vom Haus aus Tag und Nacht zugänglichen Freilauf haben, aber das gesamte Grundstück ohne Zaun nahtlos in Feld und Wald übergeht, überwog unsere Vorsicht.
Ein Hund der, wie Ashanti und Orsa, im Gehege auf maximalen Abstand und Schutz vor uns bedacht war, würde zumindest in den ersten Wochen einen echten Adrenalin-Booster darstellen.

Am ersten Tag gingen wir eine große Runde über das landschaftlich fast kitschig schöne Blumenwiesen – Plateau, welches die schwäbische Alb südwestlich Tübingens ausbildet.
Erwartungsgemäß zog Torak an der Leine, um in der begrenzten Zeit soviel Information und Erlebnis aufzusaugen, wie möglich. Als wir am darauf folgenden Tag Ashanti dazu nahmen, verstärkte sich die Dynamik nochmals.Torak

Zurück im Gehege kam Torak schnell zur Ruhe und präsentierte uns wieder jenen ausgeglichen, abwartend und interessiert aus der Distanz beobachtenden Eindruck, der uns beschrieben wurde.
Anders als Ashanti kam er jedoch gerne wieder auf uns zu, wenn wir es ihm signalisierten.
Torak schien - ähnlich wie unser verstorbener Benji – darauf bedacht zu sein, alles richtig zu machen.

Die Entscheidung fiel nicht schwer. Am Vormittag stieg Torak bereitwillig und vertrauensvoll in den Kofferraum unseres Kombis. Die ersten Kilometer konnte man seinen ängstlich großen Augen ansehen, dass ihm das schnelle Vorbeihuschen der Umwelt einiges abverlangte. Später merkten wir, dass die Angst zunehmend einer Mischung aus Disziplin und Vertrauen wich – ein Verhalten, was wundersamer weise vielen Hunden, die im Schlittenhundesport eingesetzt wurden, entweder angezüchtet ist oder über viele Generationen erhalten blieb.
Die erste Pause machten wir tatsächlich erst nach über zwei Stunden, da Torak diese Zeit über kaum hinter der Rückbank aufgetaucht war.

Auf der Raststätte schien Torak nicht gestresst oder überfordert. Er sah sich alles genau an und erschnupperte sich sobald im angrenzenden Wald seine Informationen.

Zu unserer Überraschung schien er es kaum erwarten zu können, alsbald wieder in den geöffneten Kofferraum zu steigen. Der Kofferraum schien ihm trotz der langen Fahrt schon ein Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln, worüber wir natürlich ausgesprochen froh waren, da wir zwar nicht ständig auf Achse sind, aber unsere Hunde gewöhnlich immer und überall hin mitnehmen.
Ein Rudel trennt sich nicht.

TorakNach insgesamt fast sechs Stunden Autofahrt kamen wir endlich auf unserem Hof an. Die Mittagssonne war doch schon recht warm geworden, obwohl wir diesbezüglich schon tagelang den Wetterbericht verfolgten, um eine kühlere Wetterphase für unseren “Huskytransfer” abzupassen.
Als wir den Kofferraum öffneten, um Torak sein neues Zuhause erkunden zu lassen, war Torak sichtlich ermüdet, allerdings überwog sogleich die Aufregung und wir gaben ihm alle Zeit, die Fülle neuer Eindrücke aufzunehmen.

An unseren Hof grenzt ein Wildgehege, in welchem sich Damwild und Sikawild befindet und bei Torak das Husky-übliche Jagdfieber auslöste.
In Windeseile hatte er bei der Sichtung des Gehegezaunes die Schwachstellen ausfindig gemacht und war drauf und dran, sich durch jede erdenkliche Lücke zu zwängen.
Rufen zwecklos!

Gleiches galt für die Katzen , die sich üblicherweise in unserer Scheune aufhalten. Vor Erregung zitternd war der Hinweis auf Jagdverbot überflüssig.
Für Torak war der Tag ohnehin schon purer Stress und wir versuchten Torak darüberhinaus nicht noch weiter zu belasten; wir nahmen ihn daraufhin mit in unser Haus, seinen neuen ”Bau”.

Torak war recht ruhig, sah sich alles genau an, schien sich recht wohl zu fühlen.
Wir hatten etwas Futter aus der Station mitgenommen, um ihm wenigsten beim Essen die Gewohnheit zu lassen.
Er hatte offensichtlich keinen Appetit, zumindest ließ er sein Futter unangetastet. Verständlich an so einem Tag.
Vor dem Schlafengehen drehten wir nochmal eine Runde um sein neues Zuhause. Die Nacht verlief überraschend ruhig. Wir zeigten Torak zwar seinen Schlafplatz, den wir mit einer dünnen Schaumstoffmatratze versehen hatten, allerdings schien er sowas nicht zu kennen und bevorzugte den Steinfußboden. Erst in der dritten Nacht konnte ich beobachten, wie er sich vorsichtig der Matratze näherte und kurz darauf hinlegte. Seitdem thront er stolz auf seinem Platz.Toraks Bett

Während die ersten Nächte noch recht früh in der Dämmerung des Mitsommers beendet wurden, schläft Torak nun nach etwa 3 Wochen gerne bis 7 Uhr und bei schlechtem Wetter oder verpasstem Mittagsschlaf bleibt er auch länger liegen.

Treppen steigen verlangt ihm noch einiges ab. Die Holztreppe im Haus nutzte er die ersten Wochen gar nicht, obwohl wir sie hinten zugehangen haben.
In den folgenden Tagen boten wir Torak sein aus der Auffangstation gewohntes Futter noch mehrmals erfolglos an. Auch andere Leckereien wie Wildfleisch, Rindfleisch roh oder gekocht, Käse, Naßfutter, Kauknochen lehnte er ab, so dass wir uns nach rund einer Woche ernsthaft um seine Gesundheit sorgten.

Wieder war es ein Telefonat mit einer der Retterinnen, das Hoffnung machte. Sie riet mir, Torak mit rohen Hühnerherzen zu füttern, was nach anfänglich skeptischen Annäherungen dann auch klappte. Erleichterung machte sich breit.

Inzwischen haben wir eine recht gute Mischung aus rohen Herzen von Rind und Huhn, Damwildfleisch, Hühner- und Putenhälsen gefunden. Trockenfutter in Brocken vom Tisch wurden auch schon mal akzeptiert. Seit einigen Tagen signalisiert er uns, wenn er hungrig ist, indem er aufsteht und vorsichtig in Richtung Küche pendelt. Gestern kam er nach Zurufen sogar zu Sabrina ans Sofa und nahm ein Toastbrot mit Schinken aus der Hand.

Nach wie vor ist Torak noch sehr schreckhaft und ängstlich. Schüsse von Jägern der Umgebung ließen ihn schon zweimal aus Panik flüchten, was lediglich durch die Leine verhindert werden konnte. Vor etwa drei Wochen begannen wir seine Gewöhnung an diese Geräuschkulisse zu trainieren, indem wir uns einige hundert Silvesterknaller zulegten, die hin und wieder mal gezündet werden .Mittlerweile zeigen sich erste Erfolge. Seine Panik ist deutlich reduziert und wir bilden uns ein, dass er ansprechbar wird und beginnt, auf unser eigenes Verhalten zu reagieren.Torak

Die morgendliche Runde gestalten wir temperaturabhängig zu Fuß oder wie an den letzten Tagen schon öfter mal mit dem Fahrrad. Man merkt ihm dabei deutlich an, wenn es ihm reicht. Meist drosselt er nach einigen Kilometern das Tempo und wir wissen, wann er wieder nach Hause möchte.

Das Thema “Jagd” haben wir, dank unseres Wildgeheges, in dem wir unter idealen Bedingungen mit “hundeerfahrenen Statisten” üben konnten, ziemlich schnell in den Griff bekommen.
Im Gehege selbst liegt Torak schon unbeaufsichtigt neben seinen neuen Mitbewohnern.
Das ist sehr schön zu sehen und freut uns natürlich riesig.

An den vergangenen Wochenenden waren wir mit Torak oft unterwegs und versuchten, ihm möglichst vielfältige Eindrücke zu vermitteln, um ihm die Angst vor ungewohnten Situationen zu nehmen.

Noch immer haben wir Angst, Torak in unvorhersehbaren Situationen ohne Leine laufen zu lassen, was bei unseren bisherigen Nordischen nach kurzer Zeit stets selbstverständlich wurde.
Nun muss man allerdings Toraks Vergangenheit in diesen Kontext mit einbeziehen. Er hat in seinen 9 Lebensjahren nicht viel kennenlernen dürfen und Vertrauen zu Menschen entsteht nicht durch das sporadische Öffnen einer Zwingertür, um einen Futternapf zu füllen.

Torak

Wir freuen uns täglich über kleine Fortschritte und sind dankbar, dass er Fehler, die wir machen, schnell verzeiht, indem er uns immer wieder die Chance gibt, ihm zu zeigen, was wir von ihm wollen.

Sabrina,Christian und Torak“

 


 

Tahima – unser Bonsai-Husky trumpft groß auf

Tahima

Lerne mit einem Tier zu kommunizieren, wie Du es mit Deinen Brüdern tust.
Beobachte es, sieh zu wie es lebt, und versuche hinter seine Träume zu kommen.
Es wird Dir seine Liebe, aber auch seine Kraft schenken.
(Indianische Weisheit)

TahimaTahima

Sie war einer der Stationslieblinge, unsere lebenslustige und unbekümmerte Tahima, die Husky-Dame im Bonsai-Format. Kaum jemand konnte an ihrem Gehege vorbei gehen ohne sie nicht wenigstens kurz zu begrüßen. Sie strahlte eine so vorbehaltlose Freude aus, dass sie die Herzen im Sturm eroberte.

TahimaAuch Familie B. war vor Tahimas Charme nicht gefeit. Nachdem die Vorgänger-Hündin Shila verstorben war und man den anfänglichen Schmerz einigermaßen verkraftet hatte, war der Entschluss gereift, wieder einem heimatlosen Vierbeiner ein Zuhause zu schenken.

Tahima war die perfekte Kandidatin, so dass ihr Umzug nicht lange auf sich warten ließ. Sie ist nach einer kurzen „Testphase“ nun zum festen Familienmitglied aufgestiegen und macht ihren Menschen viel Freude. Und sie erlebt jede Menge – Dinge, die in ihrem bisherigen Straßenhund-Leben und dem Tierschutz-Dasein sicherlich nicht auf der Tagesordnung standen. Ob sie nun ihr Herrchen zum Bogenschießen begleitet, im Urlaub auf Gorilla-Statuen trifft oder den Bach als super Badegelegenheit kennen lernt.

Unser kleiner Sonnenschein ist nicht mehr wegzudenken aus der Familie und bereichert den Alltag ungemein. Keiner möchte sie mehr missen. Draußen ist Herrchen der Rudelführer, daheim ist Frauchen die Chefin und Futterquelle – damit ist jeder zufrieden und glücklich. Tahima ist so ausgeglichen, dass auch das Alleinebleiben kein Problem darstellt. Ihre Menschen haben behutsam mit ihr geübt und schon nach kurzer Zeit vermeldet, dass sie es bereits vier Stunden schafft – ohne irgendwelche Zerstörungs- oder Heulorgien. Na, wenn das mal keine guten Nachrichten sind.Tahima

Wir wurden seit Tahimas Umzug immer auf dem Laufenden gehalten, wie es ihr so geht und was sie unternommen hat. Und besser hätte sie es gar nicht treffen können. Alle Mails können wir hier nicht wiedergeben, aber stellvertretend möchten wir Ihnen folgende Lobeshymne präsentieren:

„Mit der Kleinen läuft es prima im Großen und Ganzen. Sie passt auf uns auf und ist verspielt mit anderen Hunden – bis auf Neufundländer, denen traut sie nicht. Ihr bester Schutz ist auf meiner Schulter, von dort gafft sie neugierig hinunter.

Heute ist sie zum ersten Mal am Fahrrad gelaufen. Muss sagen, das ging besser wie gedacht: Kaum Stopps zum Schnuppern oder vor dem Rad herumrennen, eher schön rechts neben mir an der Leine. Was soll man sagen: wir sind total begeistert von der Süßen.

Ihr Charakter ist auch zu Kindern super, egal welches Alter, ob Kindergarten, Vorschule oder Schulalter. Sie springt sie nicht an, lässt sich streicheln und schmust mit ihnen.“

Davon, dass Tahima ihr Glück gefunden hat, konnten wir uns auch persönlich überzeugen, als sie ihre Menschen zum Vertragsabschluss noch mal zur Auffangstation begleitete. Sie war noch fröhlicher und vergnügter als wir sie in Erinnerung hatten und strahlte regelrecht. – Herzlichen Dank an Familie B., dass sie unseren „Bonsai“ so liebevoll aufgenommen haben!

Das gesamte Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Hank ist jetzt in Bayern zuhause.

Wo befreundete Wege zusammenlaufen,
da sieht die ganze Welt für eine Stunde wie Heimat aus.
(Hermann Hesse)

Hank ist einer der Ur-Einwohner, die die neue Auffangstation eröffnet haben. In Begleitung einer mutigen und beherzten Frau kam er im März dieses Jahres im Pfötchen-Transporter auf der Alb an. Er lebte mit Digger und einigen wechselnden Hündinnen zusammen. Die Pflegerinnen nannten die Hunde in diesem Gehege liebevoll die Party-Gruppe. Stets fröhlich lachend und manchmal Salto schlagend, entwickelte sich Hank zu einem hübschen Kerl mit glänzendem Fell. Er hatte tolle Gassi-Gänger und Besucher, die ihn dabei gefördert haben. Aber mit nach Hause nehmen konnte ihn in den letzten fünf Monaten niemand. Bis dann die Wahl-Bayern zum Arbeits-Urlaub auf die Station kamen.

"Ich fragte Hank, ob er mich denn auch riechen könne und mit uns nach Hause kommen wolle. Er schleckte mir das ganze Gesicht ab. Naja, er wäre wohl mit vielen Menschen gegangen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass das Schicksal uns drei zusammen geführt hat.

An diesem Montag sind wir dann mit Hank im Kofferraum die drei Stunden nach Hause gefahren.Hank auf dem Weg ins neue Heim
Er hat das prima gemeistert. Er stand nur wenige Male auf und schaute, woher denn wohl die Querkräfte kommen. Dann legte er sich wieder entspannt hin und machte ein Nickerchen. Zuhause angekommen, suchte er sich gleich einen Platz auf unserer Terrasse aus und bekam dort eine Matte hingelegt.Hank

 

Das Haus, besonders dunkle Räume, Treppen und Handtücher waren ihm erst mal etwas unheimlich. Ich führte ihn ruhig an der Leine nachts zu seinem Bett in unserem Schlafzimmer und er fiel sofort in Tiefschlaf. Und ich habe jetzt wieder einen schleckenden Wecker auf vier Pfoten. Mittwoch früh konnte er bereits ohne Leine wunderbar die Treppe nach unten laufen. Er ist ein richtig schlaues Kerlchen und lernt schnell. Auch Pfote putzen mit dem Handtuch ist schon fast Routine. Er hat auch noch kein einziges Mal gebellt, obwohl die Hündin in der Nachbarschaft ziemlich oft Radau macht. Besonders gefallen ihm die Zahnputz-Lecker, mit denen wir nach den Mahlzeiten den Mundgeruch vertreiben.

Hank beim Zähneputzen

Ich habe jetzt auch wieder einen persönlichen Trainer. Es macht richtig Spaß, morgens und abends zusammen durch die Gegend zu ziehen. Morgens ist Sport angesagt, denn wir können beide etwas mehr Muskeln brauchen. Abends gehen wir dann zusammen ‘Zeitung lesen‘ und da gibt es im Gelände jede Menge neuer Nachrichten. Das gefällt Hank.Hank

 

 

 

 

Nun freuen wir uns auf viele spannende und glückliche gemeinsame Jahre und bedanken uns herzlich beim Team der Nothilfe für Polarhunde für diesen wunderbaren Hund!!!!!

Christiane und Uwe“

 

Dass diese Wahl-Bayern nicht nur wunderbare Arbeit auf der Station geleistet haben, sondern noch unser „Sorgenfell Hank“ im Gepäck mit nach Hause genommen haben, das war schon ein besonderes Highlight. Wir freuen uns von Herzen für den netten Kerl, der immer so fröhlich und unbeschwert mit auf Tour war und den sonst kaum einer beachtet hat. Nun war für ihn vorgezogenes „Weihnachten“. Ganz herzlichen DANK an die netten Wahl-Bayern und wirklich viele schöne Jahre miteinander.

Das gesamte Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Laluna und Chuck haben es gemeinsam geschafft

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben...
(Albert Einstein)

Laluna und Chuck

ChuckEine Weile ist vergangen, als uns Chuck und Laluna gemeldet wurden, da die Besitzer durch Familienzuwachs nicht mehr die nötige Zeit für die Hunde aufbringen konnten.
Wir waren sicher, für die beiden Nordischen einen Platz zu finden, aber wir ahnten nicht, dass das Wunder eintreten würde, dass beide sogar gemeinsam in ihr neues Zuhause umziehen würden. Es waren noch ein paar Hürden zu nehmen, bis sie endlich wieder all das bekamen, was ihr vorheriger Besitzer ihnen nicht mehr bieten konnte. Aber auch sie waren überglücklich, dass beide nicht getrennt werden mussten. Die Vermittlung von gleich zwei Nordischen, gleicht nämlich einem Sechser im Lotto.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Fam. G. für diese tolle Entscheidung.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

Laluna

„Liebes Nothilfe-Team,

inzwischen ist schon eine Weile vergangen, dass LaLuna und Chuck bei uns eingezogen sind.

Die ersten Tage wurden unser Haus und der große Garten ausgiebig beschnüffelt und voller Übermut wild im Garten herumgetobt.
Chuck tobt sehr ausdauernd und wenn LaLuna nicht mehr will, dürfen wir herhalten, was auch schon bei uns zu blauen Flecken geführt hat.

Im Haus haben beide ihre Plätze gefunden. Laluna liegt gerne unterm Couchtisch und abends an meinen Füßen, während Chuck lieber im Flur liegt und so alles im Überblick hat.
An unseren Tagesablauf haben sich beide auch schon gut gewöhnt und wir haben unseren an die Bedürfnisse von Laluna und Chuck angepasst.

Sobald wir die Brustgeschirre holen, bricht bei Beiden ein Freudengeheul aus. So jetzt geht’s in die Weinberge, mal sehen, was es heute zu erleben gibt.#

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Einmal sind es Rehe oder Hasen, die unseren Weg kreuzen oder sonst fängt Chuck Mäuse, die er aber nicht frisst.
Am liebsten liegen beide bei schönem Wetter tagsüber im Hof oder Garten und holen sich zwischendurch ein paar Streicheleinheiten bei uns ab.
Soviel gelacht haben wir schon lange nicht mehr, wenn wir den beiden beim Toben zuschauen.

Herzliche Grüße senden Ihnen aus der sonnigen Pfalz (Deutsche Toscana)

Chuck & LaLuna und die Familie G.“