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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Gwen – eine „grand dame“ dreht auf…

Gwen

Vielleicht stände es besser um die Welt,
wenn die Menschen Maulkörbe und die Hunde Gesetze bekämen.
(George Bernard Shaw)

Gwen

Gwen(dolinchen) war die Älteste aus einer 4er-Gruppe von Huskys, die unverschuldet ihr Zuhause verloren haben. Gemeinsam mit den Rüden Merlin, Raven und Sable zog die „grand dame“ im Sommer 2014 im Tierheim Schwebheim ein, das uns netterweise und völlig unkompliziert mit der Unterbringung der Oldies unter die Arme griff.

Die Hunde waren ursprünglich im Sport eingesetzt und stammten aus Zwingerhaltung. Noch dazu waren sie alle im zweistelligen Alter – und Gwen mit ihren 14 Lenzen war die „Spitzenreiterin“. Leicht würde es bestimmt nicht werden, für diese vier Senioren ein neues Zuhause zu finden. Doch wie heißt es so schön? „Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger.“

Gwen

Nachdem zunächst Gefährte Merlin (13 Jahre alt) nette Menschen für sich erobern konnte, dauerte es auch nicht lange, bis für Gwen eine Anfrage hereinflatterte. Frau S. war dem Verein wohl bekannt, da sie bereits Hunde von der NfP adoptiert hatte. Aktuell suchte sie für ihren etwa 11-jährigen Rüden Selim eine passende Begleiterin. Und bei Gwens Beschreibung, die laut Vorbesitzerin ein „liebenswerter, leiser und etwas schüchterner Charakter“ sein sollte, wurde Frau S. hellhörig.Gwen

Das gegenseitige Beschnuppern fiel zur allseitigen Zufriedenheit aus und so durfte das Tierheim Schwebheim einen weiteren Schützling in eine vielversprechende Zukunft entlassen. Das ist nun schon etliche Wochen her und wir wollen unseren Lesern nicht vorenthalten, wie gut sich Gwen entwickelt.

Direkt nach der Abholung hieß es schon:

„Gwen hat sich im Auto super benommen, hat sogar unterwegs etwas geschlafen.
In Wohnung und Garten hat Gwen überhaupt nicht gefremdelt, auch nicht gegenüber unserem Nachbarn, mit dessen kleinem Hund sie sich auch sehr gut versteht. Ich war dann in Absprache mit meinem Nachbarn ganz bewusst für ½ Stunde außer Haus gegangen und hatte Gwen mit Selim allein in der Wohnung gelassen, um herauszufinden, ob Gwen jault o.ä. Mein Nachbar sagte, es sei ganz ruhig gewesen. Da dachte ich mir schon etwas und richtig: als ich reinkam, lag der "schüchterne Charakter" in meinem Bett! Gwen hat heute Nacht gut geschlafen, sie hat bis jetzt auch nicht in die Wohnung gemacht, alle Geschäfte hat sie draußen beim Spazierengehen erledigt. Nach wie vor ist sie allerdings sehr aufgeregt, folgt mir auf Schritt und Tritt und mag noch nicht so recht fressen (außer Leckerlis natürlich).“

Gwen und SelimWenig später wurde der erste Bericht noch durch folgenden Kommentar ergänzt:

„Gwen hat sich von Anfang an gut hier zurechtgefunden, so als ob sie schon immer hier gewohnt hätte! Und als schüchtern oder zurückhaltend würde ich sie nicht beschreiben, sondern eher als recht selbstbewusst. Wenn ihr z.B. etwas nicht passt (z.B. wenn ich am Rechner sitze und sie nicht beachtet wird) oder es ihr beim Rausgehen nicht schnell genug geht, stubst sie mich erst an und stampft dann wie ein trotziges Kind ordentlich mit den Pfoten auf den Boden und brummt und brabbelt vor sich hin. ;o)
Ein richtiges "Madamchen"... Und sie ist topfit für ihr Alter, da merkt man halt den Rennsport.“

Selim und Gwen

Und ein paar Wochen nach dem Umzug erreichte uns noch diese Mitteilung:

„Gwenny hat sich sehr gut eingelebt, kommt mit unserem Tagesablauf prima zurecht und hat auch schon viele neue Freunde gefunden (u.a. die "doubles" der beiden, einen schwarz-weißen Malamute-Rüden und eine weiße Husky-Hündin, die in der Nachbarschaft wohnen).“

Gwen und Selim

Besser hätte es ja gar nicht laufen können. So wurde aus einem schier hoffnungslosen Tierschutzfall ein voll einbezogenes Familienmitglied, das mit einem Rentnerdasein nichts am Hut hat, sondern das Leben noch in vollen Zügen genießen will. Ein herzliches Dankeschön an Familie S., die Gwen aufblühen lässt. Und ebenso danken wir dem Tierheim Schwebheim, das diese Erfolgsgeschichte durch sein kollegiales Engagement erst ermöglicht hat.

Die NfP - Freudenstadt

 


 

Merlin – eine Punktlandung

Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe.
(Manfred Kyber (1880 - 1933), deutsch-baltischer Dichter und Kulturkritiker)

MerlinMerlin war Teil eines Husky-Senioren-Quartetts, das uns im Sommer 2014 von ihrer verzweifelten Besitzerin ans Herz gelegt worden war. Nachdem sich ihre Lebensumstände komplett geändert hatten und sie nicht mehr für ihre Tiere sorgen konnte, suchte sie dringend eine Lösung.

Wir konnten so schnell keine eigene Hilfe anbieten, da unsere Auffangstation zum dortigen Zeitpunkt bereits voll besetzt war. Dennoch wollten wir die Besitzerin gerne unterstützen und fragten daher beim „Tierheim Schwebheim“ an, ob Kapazitäten zu einer vorübergehenden Aufnahme vorhanden seien. Und prompt erhielten wir auch die Zusage der Übernahme! – Uns fiel allesamt ein Stein vom Herzen, denn auch die Einschläferung der Huskys war bereits im Gespräch gewesen.

Über unsere Homepage wurden Merlin, Gwen sowie die Brüder Sable und Raven vorgestellt. Wir hofften, dass die Vier trotz ihres Alters und der Tatsache, dass sie als bisherige Zwingerhunde keine „Wohnungseignung“ nachweisen konnten, noch eine Chance erhalten würden. Und tatsächlich – das Glück war Merlin hold.

Es meldete sich eine Familie, deren 10-jähriger Husky-Rüde nach dem Tod seines Gefährten wieder Gesellschaft bekommen sollte. Neben dem 13-jährigen Merlin kamen auch noch die knapp 11-jährigen Brüder Sable und Raven in Frage. Ein Termin fürs Kennenlernen war mit der flexiblen Helferin des Tierheims Schwebheim schnell vereinbart. Und insgeheim rechneten wir damit, dass einer der jüngeren Kandidaten das Rennen machen würde. Doch weit gefehlt: Merlin war der Auserwählte!

Die erste Rückmeldung bestätigte dann auch, dass er gut in die Familie M. passt und die Entscheidung für ihn richtig war:

„Merlin ist sehr menschenbezogen. Er folgt uns durch die ganze Wohnung, schläft auch im Haus, versteht sich mit allen Hunden.“

Ende gut, alles gut. Wir danken dem „Tierheim Schwebheim“ ganz herzlich für die unbürokratische und schnelle Hilfe. Und Familie M., dass Merlin nun einen schönen Lebensabend im Kreise liebevoller Menschen verbringen darf.

Die NfP - Freudenstadt

 


 

Lou – noch mal alles gut gegangen

Lou

Hilf dir selbst, dann wird dir geholfen.
(deutsches Sprichwort)

Lou

Es hätte auch leicht anders ausgehen können. Anfang September fragte eine Tierschutzorga an, ob wir eine junge Husky-Hündin übernehmen könnten. Der Besitzer liege im künstlichen Koma, werde das Krankenhaus wohl nicht mehr lebend verlassen und die Tochter habe sich mit dem Husky-Rüden abgesetzt, während die läufige Lou in der verschlossenen Wohnung ohne Futter und Wasser zurückgelassen wurde.

Drei Tage später hatte sich die verzweifelte Husky-Hündin durch die Tür genagt und fiel den Nachbarn auf der Straße auf. Unvorstellbar, was passiert wäre, hätte Lou nicht selbst Initiative ergriffen…! Die Nachbarn kümmerten sich bestmöglich um das verlassene Hundemädchen, konnten sie jedoch nicht mit ihrer eigenen unverträglichen Hündin vergesellschaften.

Da die Zeit drängte, erklärte sich einer unserer Ehrenamtlichen spontan bereit, Lou am nächsten Tag frühmorgens abzuholen und in unsere Auffangstation zu bringen. Dort entwickelte sich die kupferfarbene Schönheit schnell zum Besucherliebling. Mit ihrer anhänglichen, verschmusten Art und ihrem unwiderstehlichen Charme wickelte Lou jeden um die Pfote.

Wir sind noch nicht mal dazu gekommen, sie offiziell auf der Homepage vorzustellen, da war Lou bereits vergeben. Gleich umziehen konnte sie allerdings nicht, da keiner wusste, ob sie vor der Übernahme gedeckt worden war und daher eine Hormonbehandlung anstand, um eine mögliche Trächtigkeit zu verhindern.Lou

Doch Anfang Oktober durfte Lou dann endlich bei Familie H. einziehen, die ihr neues Familienmitglied bereits sehnsüchtig erwartet hatte.

„Lou ist mittlerweile schon 10 Wochen bei uns und hat sich sehr gut eingelebt. Sie ist ein fester Bestandteil der Familie. Auch für unsere Kinder, die uns am Wochenende besuchen.

LouBei Freunden und Gästen weiß sie sich in den Mittelpunkt zu stellen und auch unter der Woche, wenn sie ins Büro mit darf, ist sie bei allen der Liebling. Jeder Einzelne wird morgens persönlich begrüßt.

Lou ist ein Hund mit zwei Gesichtern. Im Haus und im Büro ist sie verschmust und offen zu jedermann und könnte den ganzen Tag gekrault werden. Aber sobald sie draußen ist, will sie sich austoben. An der 8 m und 15 m Leine lassen wir sie dann "fliegen" – das genießt sie. Aber das Mäusefangen müssen wir ihr noch abgewöhnen. Ganz wird das wohl nicht klappen, denn das geht bei ihr blitzschnell.

Ansonsten läuft sie in der Stadt sehr schön an der Leine und hat auch mit anderen Hunden keine Probleme.
Das Autofahren klappt auch bestens. Nur das Alleinlassen müssen wir noch üben, denn Lou kann Türen öffnen und so kann es schon sein, dass sie plötzlich beim Nachbarn neben einem steht. Aber auch das bekommen wir noch hin.Lou

Bis jetzt sieht es so aus, als ob sie ihre negative Vorgeschichte gut verarbeitet hat.“

LouWir danken Familie H. ganz herzlich, dass Lou nun wieder den vollen Anschluss hat, den sie in der Auffangstation vermissen musste. Wir können uns gut vorstellen, dass sie darauf brennt, die Welt zu erobern und wir wissen, dass ihr dabei nun nette Zweibeiner zur Seite stehen. – So wünscht man sich das!

Lou

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 
Ayco - der Jungspund hat das große Los gezogen

Als knapp Einjähriger kam Ayco in einer "Blitzaktion" zu uns in die Vermittlung. In seiner ursprünglichen Familie hatte sich Nachwuchs angekündigt und die Zweibeiner hatten Sorge, dass sie nicht beidem gerecht werden könnten: Kind und Hund. Daher suchten sie für Ayco ein passendes Zuhause, wurden aber selbst nicht fündig und übergaben ihn schließlich in unsere Obhut, da bei uns die Chancen für einen Wirbelwind wie ihn sicherlich besser wären.

Und richtig: kaum wurde Ayco auf der Homepage vorgestellt, da meldete sich auch schon Familie Sch., die im Laufe vieler Jahre bereits mehrere NfP-Schützlinge adoptiert hat. Beim persönlichen Kennenlernen war schnell klar, dass die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmte und eine Woche später durfte Ayco nach seiner Kastration umziehen. Er hat uns mittlerweile geschrieben, wie gut es ihm in seinem neuen Zuhause gefällt.

Ayko von den Almis
Irgendwo am Feld 1
Dogtown

Mein neues Leben in meinem "Rudel"

Da war ich nun gelandet - in der Nothilfe...

Ayko

War gar nicht so schlecht dort. Tolle Zweibeiner, tolle Freunde zu spielen...
Aber irgendwas fehlte mir - was zum Liebhaben und Kuscheln und zum Blödsinn machen und zum Spielen und zum Veräppeln und, und, und, und...
Seufz, ich kleiner, großer, armer Hund, ein Rudel, nein mein Rudel!
Ich wollte endlich ein eigenes Zuhause...

Dann kam am 22.11.2014 eine süße Huskydame mit "ihren" Zweibeinern bei mir vorbei. Schnuffel Schnuffel, spazieren gehen, toll.
Auf unserem Weg erklärte mir die Hündin mit dem tollsten Puschelpopo, dass sie vor 5 Jahren auch von der NfP geholt wurde.

Ayko

Außerdem bellte sie mir zu: "Grünschnabel - hier hab ich die Fellhosen an. Wenn du das akzeptierst, werden wir ein tolles Leben zusammen haben."
Boah, was für eine tolle Braut, dachte ich. Ok, Chay (eigentlich Cheyenne) ist 10 Jahre alt, aber Leute, sie ist top in Schuss!!!
Ich dachte mir, nix wie rein ins Auto...

Ayko soll ins Auto

Tja, irgendwie klappte das an diesem Tag aber nicht...

Zwischendrin wurde ich mal ganz müde und schlief voll feste ein. Als ich wach wurde, war mir echt dusselig und ich hatte solche komischen Fäden am Stritzel bzw dahinter. Irgendwas fehlt da...

Heute weiß ich, das ich beim Hundedoktor war und "kastriert" wurde. Deshalb durfte ich auch noch nicht mit der Puschelfee nach Hause fahren.

Aber dann...
Eine Woche später kam der 2Beinrüde (mein zukünftiger Papa) und holte mich ab. Ratzi fatzi war ich diesmal im Auto und los ging‘s!

Die Autofahrt war ganz schön lang und wir machten erst mal einen Zwischenstopp im Geschäft von dem 2Beinmädchen (meine Mama).

Ayko

Dort ruhte ich mich kurz aus und bekam einen Zwischensnack...

Ayko ist angekommen

Und dann wurde mein Hundeleben von Tag zu Tag schöner...
Ok, die Puschelfee hat mir 1 oder 2 Mal gezeigt, wo bzw. wie der Hase läuft. Es können auch 10 oder 20 Mal gewesen sein. Hey, ich bin jung und ungestüm. Aber mal ganz ehrlich. Die meiste Zeit spielen und schlafen wir...
Ich lebe jetzt an riesigen Feldern. Ein Bach ist auch dort und viele tolle Hundefreunde.
Ich kann rennen und buddeln und ab und zu treffen wir sogar Pferde.

Ayko

Heute bin ich nun 3 Wochen hier und schreibe mit meiner Mama meinen Bericht. Das hat sie vor 5 Jahren auch für Chay gemacht. Ich belle und sie übersetzt Wuff für Wuff. Toll!

Ich glaube, ich hatte großes Glück. Der Papa nennt es Schicksal und Fügung.
Vor mir war ein anderer Hundebub da. Der wurde 11 Jahre alt und war sehr krank zum Schluss. Am 14.11. wurde er zu Hause erlöst (an diesem Tag kam ich zur Nothilfe - Schicksal? - Wer weiß). Mama war sehr traurig und Chay auch. Sie war ja jetzt ohne Freund. Deshalb schaute Papa auf die Seite für Vermittlungshunde...

Den Rest der Geschichte kennt ihr. Mama ist manchmal noch traurig. Dann machen wir viel Blödsinn und sie muss lachen. Dann nennt sie mich auch nicht Ayko, sondern Kasper oder Knallkopp...

Ayko der Raumausstatter

Bei dem nächsten Bild schwöre ich, dass diese blöde Hundekissenrolle angefangen hat...
Auch einen Platz auf der Couch habe ich mir meistens gesichert. Irgendwie schaffe ich es immer.

Ayko

Klar, ich habe ein tolles Fell, kann total süß schauen und vor Allem kann ich mich voll klein machen - EHRLICH!
Nun geh ich Gassi mit meinem Rudel, meiner Familie, die mir das Schicksal geschenkt hat. Ich fühle mich hier pudel- äähhhmmm huskywohl und wer weiß, vielleicht gibt es den lieben Gott ja wirklich...

Euer Ayko

 

Unser Energiebündel hat das große Los gezogen und er passt in die Familie wie das sprichwörtliche Deckelchen zum Topf. Wir freuen uns sehr, dass sich alles so wunderbar gefügt hat und wünschen dem umtriebigen Menschen-Hunde-Gespann noch viele glückliche gemeinsame Jahre.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Igor

Igor

Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz,
sondern im Geben.
Wer andere glücklich macht,
wird glücklich….
(André Gide)

Igor

Igor

Igor gehörte zu den Welpen, die in einer Pension mit Schweinefleisch gefüttert wurden und eine Vergiftung hatten. Sein Bruder hatte es leider nicht überlebt. Igor hat sich in der Pflegestelle prächtig entwickelt und nach den ersten Fotos seiner Besitzer ist er ein richtiger Prachtbursche geworden.

Wir freuen uns sehr, dass Igor es so gut getroffen hat und die Besitzer sehr glücklich mit ihrem Vierbeiner sind.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

Igor im neuen Zuhause:

Igor

„Als wir Igor das erste Mal bei der Pflegefamilie besucht haben stand für uns fest, dass wir ihn auf jeden Fall aufnehmen würden. Wir durften Igor auf Probe mitnehmen. Die ersten paar Kilometer gestalteten sich etwas schwierig, da er viel jaulte, was sich nach kurzer Zeit legte.Igor und Luna

Zuhause angekommen wurde gleich das Haus begutachtet. Später durfte er Bekanntschaft mit Luna (dem Hund der Eltern) machen. Sein Futter hat er auch gleich gefressen. In der ersten Nacht verhielt er sich überraschend ruhig.

Igor lebte sich schnell ein. Egal ob Zuhause, bei der Familie oder beim Spaziergang, er ist an allem interessiert, aufmerksam und total verspielt, was natürlich normal in dem Alter ist. Er liebt das Autofahren und wenn der Kofferraum aufgeht kann es ihm nicht schnell genug gehen.

Igor

Die ersten Tierarztbesuche waren auch total interessant. Er fand es echt toll und die Ärztin war fasziniert von ihm. Unsere Katze findet er total gut, sie ihn weniger, weil er halt immerzu mit ihr spielen will.Igor

Wir haben einen Hundecoach der einmal in der Woche zu uns kommt und Igor lernt schnell und hat Spaß dabei. Wir üben auch täglich mit ihm. Abends wird dann immer gekuschelt zu dritt.

Igor ist natürlich auch anstrengend, wenn er mal wieder nicht hören, seinen Dickkopf durchsetzen will, sich in Hundekot wälzt oder einfach nur rumspinnt.
Am Wochenende durfte er das erste Mal ohne Leine gehen, was überraschend gut geklappt hat. Igor kommt in der Situation mit anderen Hunden oder vielen Menschen super zurecht. Er findet einfach alles spannend.

Igor

Er ist der perfekte Begleiter und unser Traumhund

Liebe Grüße
Andrea & James mit Igor“

 


 

Sisko – er kam, er sah, er siegte

Er war einer jener Jungen, Ungestümen, die leider oft im Tierschutz landen, wenn die Pubertät sie etwas über die Stränge schlagen lässt und sie anstrengend werden. Dann führt ihr Weg sie vielmals zu uns. Und hier sollen dann Änderungen eingeläutet und eine Lösung gefunden werden.

Die erste Änderung ergab sich schon mal bei seinem zungenbrecherischen Namen, den wir mit „Sisko“ ersetzten. Die nächsten Änderungen bezogen sich mehr auf seinen Übermut, denn Hände und Ärmel betrachtete er als Knabberspielzeug. Und sein Bewegungsdrang mit dem ungestümen Ziehen war für uns keine Besonderheit, das ist eher rassetypisch – wir wissen wohl, dass man mit entsprechender Erziehung auch einen (wenigstens einigermaßen) manierlich spazierengehenden Hund formen kann, aber unter Stationsbedingungen ist solch ein Unterfangen fast aussichtslos. Hier sind einfach die späteren Besitzer gefragt, die sich dieses Ziel gemeinsam mit ihrem Vierbeiner erarbeiten müssen.

Aber nun hieß es erst mal, für Sisko die passenden Menschen zu finden. Familie Sch. hatte ihn sofort ins Herz geschlossen, doch wir waren erst mal skeptisch, ob Anfänger mit ihm klarkommen würden und souverän genug wären, die nötige Ruhe auszustrahlen, um solch ein Energiebündel wie Sisko nicht zusätzlich anzuheizen.

Um es kurz zu machen: unsere Bedenken waren grundlos. Familie Sch. festigte durch regelmäßige Besuche und Spaziergänge die Beziehung zu Sisko und war auch immer offen Tipps, um diesem Halbstarken gerecht werden zu können. Und es hat funktioniert. Die folgende Rückmeldung zeigt, wie ausgezeichnet sie die „Herausforderung Sisko“ meistern.

Wie wir „auf den Hund gekommen sind“

SiskoIm Juni 2014 entschlossen wir uns, einen Hund in die Familie aufzunehmen. Es sollte ein Husky-Welpe sein. Wir lasen Bücher über die Aufzucht und Erziehung von Hunden und stellten fest, dass unsere familiäre Situation (Berufstätigkeit) die Erziehung eines Welpen nicht zulässt. Unser Wunschhund musste bereits stubenrein sein und mehrere Stunden allein bleiben können.
Im Buch „Use me“ von Marina Barth (lustiges Buch, nett zu lesen, auch für Schon-Husky-Besitzer) wird auf die Nothilfe für Polarhunde hingewiesen. Wir recherchierten im Internet und sahen, dass die Auffangstation nur einen Katzensprung von uns entfernt liegt. Neugierig wie wir waren, machten wir Mitte Juli einen ersten Besuch in Gauselfingen.

Und da stand er. Bei meinen Männern war es Liebe auf den ersten Blick. Er war erst am Tag zuvor eingetroffen und hatte noch keinen Namen. Wir drehten gleich eine kleine Runde mit ihm. Den darauffolgenden Sonntag konnten alle Familienmitglieder kaum erwarten. Wir wollten unbedingt mit unserem Namenlosen spazieren gehen. Er hieß inzwischen Sisko und war im Internet zur Vermittlung freigegeben.
Gerne hätten wir Sisko gleich mit zu uns nach Hause genommen, obwohl klar war, dass er kein Hund für Anfänger sei. Zudem war unklar, inwieweit er stubenrein ist und wie lange er allein bleiben kann.

Das größte Hindernis war unser noch bevorstehender, bereits gebuchter Sommerurlaub Ende August in Hamburg. Ein Stadturlaub, nicht gerade attraktiv für einen Hund und zudem waren Hunde in der Ferienwohnung nicht erlaubt.
Trotzdem fuhren wir von da ab jeden Sonntag nach Gauselfingen. Immer mit der Hoffnung, dass unser Sisko noch da sei. Am Sonntag, den 24. August verbrachte Sisko einen Schnuppertag bei uns zu Hause. Es war ein toller Tag.

Sisko

Ende August ging‘s nach Hamburg. So sehr wir uns auf unseren Urlaub gefreut hatten, konnten wir das Ende kaum erwarten.

Endlich war der Tag der Übernahme im September da!!!!!

Wir verluden Sisko in seine Hundebox, fuhren Richtung Donautal und machten einen ausgedehnten Spaziergang.Sisko

Die ersten Wochen waren geprägt von „Hochs und Tiefs“ und tausend Fragen: Welches sind die wichtigsten Befehle? Wie bringt man einen Hund dazu, dem Esstisch fern zu bleiben? Welches Spielzeug ist sinnvoll und gut? Welches und wie viel Futter?

Ein Problem war und ist nach wie vor das Einsteigen ins Auto. Ist der Kofferraumdeckel geöffnet oder wir gehen zu nah am Auto vorbei, tritt Sisko in einen Sitz- oder Liegestreik. Das bedeutet, einen 25 kg schweren Hund ins Auto zu tragen. Inzwischen locken wir, mehr oder weniger erfolgreich, mit einem Ochsenziemer.
Ein weiteres Problem war das häufige Schnappen nach uns. Vor allem unser jüngster Sohn (12 Jahre) hatte darunter zu leiden. Niklas musste nur etwas zu nah an Sisko vorbeigehen, schon schnellte der Kopf nach oben. Unser Hundetrainer gab uns den Rat, den Befehl zum Aufstehen zu erteilen, sollte Sisko im Weg liegen.Sisko

Des Weiteren wurden wir dazu angehalten, Sisko abwechselnd das Futter zu geben. Dabei sollen wir vor Abstellen des Futternapfs so tun, als ob wir genüsslich vom Futter fressen. Das sieht echt albern aus und man fühlt sich richtig bescheuert. Hintergrund dieser Aktion ist die Festlegung der Rangordnung im Rudel und die Sinnhaftigkeit des Tuns tröstet einen über die komische Situation hinweg.

Zu unserer Freude war Sisko bereits stubenrein. Wir mussten nur noch feststellen, wie lange er allein bleiben kann, daher steigerten wir die Zeiten unseres Fernbleibens langsam. Am vierten Tag nach vier Stunden Fernbleiben schlich mein Mann ums Haus und schaute vorsichtig durchs Flurfenster. Sisko lag friedlich auf seinem Kissen.
Trotzdem stehen seit Anfang Oktober meine Körbe mit den Gästehausschuhen auf einem Schrank und bei meiner Dekoration verzichte ich auf die Farbe Rot. Denn alles was rot ist, landet auf Siskos Speiseplan. Ein weiterer Bestandteil seines Speiseplans sind zu unserem Leidwesen Mäuse und das Kommando „Aus“ ist in diesem Fall wirkungslos.

Sisko

SiskoAußerdem üben wir täglich „bei Fuß“ gehen, denn an manchen Tagen oder auch bevor Sisko sein Geschäft erledigt hat, geht er mit uns „Gassi“.

Mein Mann und ich genießen die Spaziergänge mit Sisko. Die Sonnenauf- bzw. -untergänge, die aufziehenden Nebelschwaden über den Wiesen, den Wald, die vielen uns vorher unbekannten Wege. Die richtige Kleidung vorausgesetzt hat jedes Wetter seinen Reiz. Sisko eröffnet uns neue Perspektiven. Wir sahen schon Hasen, Rehe, sogar einen Dachs.

Sisko

 

Wir freuen uns, Sisko ein Zuhause geben zu können und danken Ihnen für die Unterstützung bei all unseren Anliegen und Fragen."

Viele Grüße
Michael, Silke, Domenic und Niklas

Es ist eine Freude, Siskos Entwicklung zu beobachten. Auch wenn noch die eine oder andere Ecke oder Kante ersichtlich ist, hat er doch schon enorm viel gelernt. Schön, dass die ganze Familie an einem Strang zieht und dem vierbeinigen Kameraden so liebevoll den rechten Weg weist.

Wir sind glücklich über Familie Sch.s Entscheidung, sich auf Sisko einzulassen und wünschen dem fröhlichen Menschen-Hund-Gespann weiterhin viel Spaß an den gemeinsamen Entdeckungen und Erlebnissen. Mit Sisko wird es sicherlich nicht langweilig.

 


 

Jerry ist angekommen

Jerry

Nicht da bin ich daheim, wo ich meinen Wohnsitz habe,
sondern da, wo ich verstanden werde.
(Christian Morgenstern)

Jerry

Nachdem bereits Tom zu den „Glücklichen“ umgezogen ist, folgt ihm dorthin auch sein Bruder Jerry.Jerry
 

Auch Jerry hat ein wunderbares Zuhause gefunden, in dem man keine Kosten und Mühen scheut, um ihm wirklich in allem gerecht zu werden. Selbst die Kosten für die OP des Auges wurden von den neuen Besitzern übernommen, damit der Verein damit nicht belastet wird. Es hatte sich herausgestellt, dass diese doch dringend erforderlich war, da Jerry wohl arge Schmerzen (verursacht durch die reibenden Wimpern) hatte.

Alles in allem ist das Ehepaar überglücklich mit dem kräftigen und netten Rüden – so wie wir es auch sind, dass wieder einmal ein Umzug ins neue Glück stattgefunden hat.

Danke an die Eheleute F., dass Sie uns nicht nur durch die Kostenübernahme der Augen-OP sondern auch durch das Fahren der vielen Kilometer erheblich entlastet haben. Somit kann diese Summe all den anderen Notfällen zukommen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

Jerry ( von Tom und Jerry ), der sanfte Riese.

Als wir im Sommer unseren geliebten Huskyrüden Teki verloren haben, mussten wir erst einmal eine Hundepause einlegen, um den Verlust zu verarbeiten. Danach sollte aber wieder eine Fellnase vom Tierschutz bei uns einziehen.

JerryBei der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt, fiel uns Jerry ins Auge, er sah außergewöhnlich aus und vor allem passte auch vom Alter her zu uns.

Obwohl wir uns in Jerry verguckt hatten, fuhren wir trotzdem auf einer Reise nach Süddeutschland noch zur neuen Auffangstation in Burladingen. Vielleicht gab es hier einen Nordischen, der ebenfalls zu uns und unseren Lebensumständen passte.
Die Hunde dort waren zum Teil noch sehr jung und wir wollten doch einem schon etwas älteren Vierbeiner gerne ein neues Heim geben.

Es blieb also bei unserer Wahl, dass wir Jerry gerne einen Lebensplatz bieten wollten. Wir vereinbarten einen Kennenlerntermin und besuchten Jerry in Hessen, wo er mit seinem Bruder Tom lebte. Beim ersten Anblick dachten wir ups, ist der aber groß und außergewöhnlich!

Jerry war beim ersten Treffen schon sehr zutraulich uns gegenüber. Nach einem zweiten Besuch, wir machten zusammen einen Spaziergang, da stand fest, Jerry passt zu uns und wir holten ihn ab.

Unsere anfänglichen Bedenken, ob er ohne seinen Bruder bei uns zurechtkommt, und ob es mit einer Schlafstelle im Haus klappt, hat er schnell ausgeräumt.

Jerry meisterte alles ganz cool. Die ersten Nächte waren etwas stressig, weil er nachts immer in den Garten wollte, aber sehr schnell gab er seiner Kuscheldecke im Haus den Vorzug und sein Bruder fehlte ihm anscheinend auch nicht sonderlich.

JerryJerry kommt aus einem fürsorglichen Heim und genießt es, dass sich daran nichts geändert hat. Er hat sich sehr schnell bei uns eingelebt und ist eine große Schmusebacke.

Jerry

 

JerryEr weicht seinem neuen Herrchen nicht von den Fersen und folgt ihm überall hin.
Für Jerry ist wichtig, dass seine neuen Menschen immer in seiner Nähe sind.
Er liebt seine täglichen Spaziergänge und erkundet mit Neugier seine neue Umgebung.
Wenn er keine Lust mehr auf Haus und Garten hat geht es ins Auto, seinem neuen Lieblingsschlafplatz.

Jeden Sonntag geht es zur gemeinsamen Hunderunde mit den Huskyfreunden Köln. Das macht ihm sehr viel Spaß und die vierbeinigen Huskymädels stehen auf ihn!

Jetzt muss nur noch das Alleinbleiben geübt werden, da heult er zurzeit noch herzerweichend.

Wir sind froh den herrlichen Kerl Jerry gefunden zu haben, er ist wirklich ein außergewöhnlicher Hund. Wir wünschen uns, dass er glücklich bei uns ist und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Jahre mit ihm!

Jerry

Hannelore und Wolfgang F. mit Jerry.