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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Januar 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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ARKAS - ein besonderes Zuhause bei besonderen Menschen für unseren besonderen Hund

Arcas

Es war im Sommer 2013, der 17.August, als wir Arkas von den Vorbesitzern übernommen haben. Ein hübscher Kerl und wir dachten so bei uns, für ihn schnell einen guten Platz zu finden. Das war aber weit gefehlt. Schon kurz nach Einzug in der Pflegestelle stellte sich heraus, dass der nette Rüde gar nicht so ein netter Kerl ist. Da war ganz schön Aufbauarbeit notwendig, sein Verhalten sprach Bände und er war wirklich die reinste Wundertüte.Arcas
Aber es fiel uns ein Stein vom Herzen, dass gerade Arkas in unserer für solche schwierigen Hunde prädestinierten Pflegestelle (vielen Dank für die gute Aufbauarbeit) gelandet ist. Dort sollte nichts schief laufen, denn man erwartet nichts vom Hund, sondern beobachtet und handelt erst dann. Einfach ist es nicht gewesen, Arkas aus seiner Verpackung zu schälen.
Im Lauf der folgenden Wochen wurde jedoch ein enorm intensives Vertrauensverhältnis aufgebaut und für die Pflegestelle war Arkas kein „schwieriger Hund“ mehr, sondern ein Bär, den man nur verstehen musste.
Was wir nicht unterschlagen wollen ist, dass er kurzfristig in ein Zuhause umgezogen ist, in dem es leider nicht gepasst hatte. Nein, man hatte Arkas nicht falsch eingeschätzt, nur waren wohl die Voraussetzungen und auch in gewisser Beziehung die Erwartungshaltung zu viel für gerade diesen Hund.
Wieder zurück in seiner Pflegestelle intensivierte sich das Vertrauensverhältnis dergestalt, dass man sogar daran dachte, Arkas fest zu übernehmen. Außer – ja, außer es gibt die Menschen, bei denen einfach alles stimmt. Aber solche Menschen fallen nicht einfach vom Himmel.
Mit diesem Gedanken, dass es eventuell keine passenden Menschen für Arkas gibt, wurde der Druck, ihn unbedingt weiterhin als Vermittlungshund laufen zu lassen, abgeschwächt. Und oft bedeutet „loslassen“ ja eine Veränderung. Und sie kam plötzlich und unerwartet in Form von sympathischen und verantwortungsbewussten Menschen. Gleich stimmte die Chemie, nicht nur zwischen Hund und Menschen, sondern auch unter den Menschen gab es gleich ein vertrautes Miteinander. Und unter diesen Umständen waren alle bereit, Arkas „ziehen zu lassen“.

Vielleicht gibt es noch einige Hürden zu überwinden, noch einige gemeinsame steinige Wege, aber es wäre ja ein Wunder, wenn alles nur reibungslos verläuft. Und mit dem Wissen, dass die vorherige Pflegestelle mit Rat und Tat weiterhin zur Verfügung steht, sind alle Beteiligten entspannt und wir freuen uns sehr, für diesen „Bären“ – wie ihn seine Pflegemama immer genannt hat, auch mal wieder den Traumplatz gefunden zu haben.

Und wie sieht es die ehemalige Pflegestelle?Arcas

„Das Jahr 2013 neigte sich schon dem Ende zu, als sich für Arkas plötzlich und unverhofft alles veränderte. Ein Ehepaar aus Bayern hatte von Arkas gelesen und hatte sich speziell nach diesem Hund erkundigt. Hundeerfahrung war vorhanden und der Kontakt zur Pflegestelle war schnell hergestellt. Die Interessenten ließen sich von den Schilderungen und der Beschreibung von Arkas seines manchmal etwas eigenen Charakters nicht abschrecken. Man wollte den Hund persönlich in Augenschein nehmen und herausfinden, ob die Chemie zwischen Mensch und Hund stimmt. Ein Kennenlerntermin am Samstag derselben Woche wurde vereinbart und Ehepaar R. mit Terriermixhündin Nika aus Kroatien, machte sich etwas nervös auf den Weg nach Freudenstadt.
Der Kontakt zwischen den Hunden verlief zwar etwas reserviert, aber immerhin nicht feindselig. Bei den Menschen hingegen wuchs im Verlauf dieser Vorstellungsrunde die Überzeugung, Arkas könnte den bereits bestehenden Familienverband, ergänzen. Um möglichst baldige Vorkontrolle wurde gebeten, ein Mitglied unseres Vereins fand sich bereit, diese am 23. 12. 13 vorzunehmen.(ein Herzliches Dankeschön an dieser Stelle). Am 28.12. ist Arkas umgezogen, trotz anfänglicher Verunsicherung (Silvester stand vor der Tür und Arkas hat panische Angst vor Knallern), wurde er herzlich und ohne Erwartungshaltung aufgenommen.Arcas

Geduldig wartet man ab, bis Arkas von sich aus Kontakt aufnimmt, was immer öfter auch geschieht. Gemeinsamen Spaziergängen kann er durchaus etwas abgewinnen, Männerrunden nur mit Herrchen sind wegen der Spieleinheiten aber doch etwas Besonderes. Unbestätigten Berichten zufolge, sollte Herrchen aber noch etwas an seiner Jagdtechnik feilen. Während Arkas bei einer Wildsichtung voll Elan in der Leine hing, bremste Herrchen von hinten. Bei diesen grundgegensätzlichen Jagdtechniken, werden sich Jagderfolge wohl eher nicht so bald einstellen. Aber Menschen und Hund haben jetzt erst begonnen sich aufeinander einzustellen und gut Ding will Weile haben.

Wir sehen das Mensch- , Hundegespann auf einem sehr guten Weg und wünschen für das Neue Jahr, täglich mehr Vertrauen ineinander und weiterhin viel Glück.Arcas

„ARKAS– Polarbär, Schmusebär, Brummbär, Saubär, Wunder-Bär

Während ich das hier schreibe, liegt mir zu (und auf den) Füßen ein wunderbarer Siberian Husky, von der Statur eines Polarbären.

- Mein Mann hatte mir seine Hunde-Schwangerschaft Ende November mitgeteilt und ich war selig nordischen Familienzuwachs zu bekommen... mein Hundeherz ist endlos groß und IMMER offen für Zugänge. Nachdem wir unseren Husky Mix Toby im April schwersten Herzens gehen lassen mussten, lebten wir die ersten Monate ein Leben mit nur einem Hund, unserer kleinen kroatischen Terrier-Mischlings-Dame Nika. Nika war vor knapp drei Jahren ebenfalls als Notfall zu uns gekommen.

Je mehr Zeit verging, desto intensiver und konkreter wurden die Ausflüge meines Mannes im Netz auf den Seiten der Polarhunde in Not Freudenstadt. Immer mehr kristallisierte sich Arkas als möglicher Familienzuwachs heraus.

Die Kontaktaufnahme hakte anfangs etwas, aber schließlich stellte sich heraus, dass es sich lediglich um einen zickigen AB handelte.
Schnell war die Verbindung zur Pflegestelle hergestellt und schon beim ersten Telefonat erlebten wir eine sehr faire und ehrliche Vorstellung von Arkas. Nichts wurde beschönigt oder besser dargestellt, als es war. Dafür bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich an dieser Stelle, denn das ist die tier- und menschen-freundlichste Art, einen neuen Platz für einen etwas problematischen Hund zu finden. Mein Mann und ich schauten uns zwar nach dem ersten intensiven Telefonat an und fragten: „und was ist nun eigentlich gut an dem Hund?“ – Das aber gleichwohl mit einem Schmunzeln, denn wir hatten verstanden, dass wir uns Arkas auch zutrauen können sollten. Nicht abgeschreckt von all‘ den möglichen Schwierigkeiten vereinbarten wir für wenige Tage später am Samstag ein gemeinsames Gassi zum gegenseitigen Beschnuppern. Wir vertrauten darauf, es zu spüren, wenn etwas zwischen uns fließen würde.Arcas

Mit einigem Lampenfieber und Nika an Bord starteten wir am folgenden Samstag (21.12.) nach Freudenstadt um Arkas kennenzulernen. Wir erlebten einen energiegeladenen ziemlich großen und bauschigen Husky, der uns freundlich begrüßte. Auch mit Nika stimmte das Klima und es gab keine Unstimmigkeiten. Meinem Mann wurde die Führung übertragen und der Bub zog auch ohne Schlitten gleich ordentlich los. Nachdem ich regelmäßig mit meiner alten Islandstute spazieren gehe, die auch oftmals auf Geräusche etwas panisch reagiert, traute ich mir Arkas aber durchaus auch zu.

Arcas

Am Ende der langen und schönen Schwarzwald-Runde gab es Guddis und noch einen kleinen Plausch am Parkplatz. Wir hatten dabei Arkas auch gefragt, ob er sich vorstellen könnte, mit uns zu kommen und bei uns zu bleiben. Als wir schon eingestiegen waren, machte mein Mann mich auf den am Parkplatz zurückgebliebenen Hund aufmerksam: er saß noch immer am selben Platz und schaute uns ruhig und tief aus einem blauen und einem braunen Auge nach. Sein hypnotischer Blick hat uns tief berührt und begleitet als das Zeichen, auf das wir gehofft hatten. Reich beschenkt traten wir so den Heimweg an. Schon unterwegs kontaktierte uns eine Ehrenamtliche der NfP per SMS und wir konnten unsere glückliche Stimmung weitergeben. Aber auch, dass wir Arkas gerne ein verständnisvolles, geduldiges und herzenswarmes Zuhause für immer geben würden.Arkas

Dann ging alles sehr schnell… schon am Montag drauf (23.12.) kam der (sehr angenehme und vertrauenserweckende) Kontrollbesuch vom Verein und begutachtete Herrchen- und Frauchen-in-spe, Haus, Hof und Garten. Lediglich eine Gartenseite Jägerzaun (nicht hoch genug) wurde kritisiert. Man trennte sich in bester Stimmung und wir hatten durchaus das Gefühl, uns schon mal Gedanken über einen konkreten Abholtermin machen zu dürfen… So war es dann auch, das grüne Licht kam schnell und hell leuchtend und wir vereinbarten als Abholtermin Samstag, den 28. Dezember.
Die Zeit kroch, aber schließlich wurde es doch noch Samstag… aufgeregt starteten wir. Der Himmel im Schwarzwald weinte aus vollster Seele. Wir wurden beim Spaziergang alle patschnass und die Tränen von der Pflegemutter - und auch meine - verbanden sich gleich mit dem Himmelswasser. Der fahrende Sohn wurde noch mit einem liebevoll zusammengestellten Gepäck aus ersten Futterrationen, Beruhigungspillen für Silvester, Teewurst zur Einnahme derselben und sorgsamer Bären-Gebrauchsanweisung mit allen Telefonnummern der Pflegestelle versorgt.

Eilig traten wir den Heimweg an – über 200 km sollten noch zurückgelegt werden – und wir wollten noch bei Helligkeit heim kommen um dem zukünftigen Besitzer sein neues Outdoor-Reich zeigen zu können.
Leider war der Start daheim etwas unglücklich, oder gleich eine Bewährungsprobe: Arkas sprang fröhlich aus dem Auto und erkundetet interessiert schnüffeln das neue Heimterrain, da knallte schon ein Schuss in der Ferne und er verfiel in Panik. Wir wussten von seiner Trau-matisierung und das war die Crux mit einem Start im neuen Heim so kurz vor Silvester. Leider wird bei uns auf dem Land schon Tage vor Silvester und auch nach Neujahr noch heftig geballert. Aber wir wollten Arkas einfach so schnell wie möglich bei uns haben um noch die Feiertage zum gemeinsamen Kennenlernen nutzen zu können. Auf jeden Fall gelang es uns die Situation etwas zu entspannen und wir setzten den ersten Spaziergang im neuen Revier bis zum Ende fort und der Hund vergaß darüber sogar fast seine Angst.

such den HundIm Haus angekommen wurde alles beschnüffelt und als erster Platz die mittigste Stufe auf der Treppe ausgewählt. Dort versuchte der von den Eindrücken und der Reise ziemlich erledigte Hund balancierend zu schlafen. Tief berührte uns sein Bedürfnis nach Sicherheit, auf diesem Platz hatte er sozusagen die Pole-Position: vor ihm die Haustür und Einblick ins ganze Erdgeschoß und rechts über ihm, halb versetzt aber einzusehen, das Obergeschoß. Als nächsten Platz suchte er sich dann die Nische unter der Dachschräge in unserem Mini-Mini-Bad im OG aus. Wir hätten nie geglaubt, dass ein Bär hinter das Regal dort passen würde… Diesen Raum hat Arkas dann bis gut Anfang Neujahr nur zum Gassi gehen oder Fressen verlassen. Ansonsten hat er sich hinter dem Regal verschanzt. Wir waren schon ganz verzweifelt, hielten uns aber vor Augen, dass Arkas eine Mischung aus Heimweh nach seiner Pflegemutti, Angst vor den Schüssen und eine totale Verunsicherung wegen der Entwurze-lung und der neuen Umgebung hatte.
Zum ersten Mal war er dann während eines Frühstücks am 3. Januar bei uns. Das war der erste zaghafte Kontakt den er so ein paar Tage weiter aufrecht erhielt, dann besuchte er uns auch noch abends beim Fernsehen. Arkas dehnte die Besuche bei uns aus und verbringt mittlerweile die Tage ganz mit uns. Er liegt bei Tisch neben meinem Mann und wenn er am Computer arbeitet, liegt Arkas neben ihm, zu seinen Füßen.

Gehen wir abends hinauf, wartet Arkas bis der letzte oben ist und kommt dann mit. Einige Nächte hat er im Schlafzimmer neben dem Bett meines Mannes verbracht, in letzter Zeit schläft er genüsslich im Zimmer meines Mannes.
Jeden Tag verändert sich etwas und wir erleben, wie ein ehemals misshandelter Hund immer mehr und schneller Vertrauen fasst und unsere Liebe annehmen kann. Manchmal schwappt die Begeisterung des Hundes auch ein wenig in Richtung dominantes Verhalten, etwa Essen vom Tisch klauen – wir haben noch nie einen so anmutigen Bären gesehen, leise und geschmeidig auf zwei Beinen! – Oder auf unseren Futon springen und sich genüsslich darauf breit machen oder beim Zubereiten des Hundefutters abdrängend auf Tuchfühlung mithelfen.

wo ist der Hund?

Aber das alles lässt sich liebevoll und konsequent zwischen uns klären. Ebenso reflexartiges Schnappen, das dann aber nicht in Beißen mündet, sondern der Finger oder das Handgelenk nur ganz sanft von den Zähnen berührt wurden. Etwa beim Überstreifen des Geschirrles, was oftmals schwierig ist. Aber auch immer öfter ohne Probleme geht.Gefunden?

Für uns sind die Erfahrungen mit Arkas wertvolle Geschenke. Er lernt und wir lernen über ihn und uns. Wir sind glücklich und dankbar das alles erleben zu dürfen. Arkas wurde von einer mehr als fähigen und überaus liebevollen Pflegemutti wieder „geerdet“ und bereit dazu gemacht, gute Erfahrung zulassen und annehmen zu können.

Es war schwierig mit dem Schreiben anzufangen, weil einfach viel zu viel passiert jeden Tag und das hier nur ein Bruchteil des reichen Prozesses ist.

Nika findet Arkas übrigens ziemlich gut und sie zeigt ihm gegenüber keinerlei Knurrigkeit, die wir sonst von unserer selbstbewussten Terrierdame gegenüber Rüden – egal welcher Größe - eigentlich gewohnt sind…

Wir wachsen zusammen. Langsam.

Und am Ende noch zum Schmunzeln unsere Arkas Suchbilder…“

Vielen Dank, liebe Familie R., wir freuen uns sehr, dass Arkas endlich „ankommen“ durfte.

 

 


 

Blue-Tohona – „schau mir in die Augen Kleines“

Blue Tohona heißt jetzt Yuki

Solche zauberhaften Augen, wie sie Blue-Tohona hat, haben sehr viele Menschen angesprochen und alle wollten ihr ein Zuhause geben. Da Blue-Tohona damals sehr schnell ihr ehemaliges Zuhause verlassen musste, waren wir glücklich, dass Familie J. sofort als Pflegestelle eingesprungen ist. Sie waren auf der Suche nach einer etwas älteren Hündin, aber nachdem die Zaubermaus bei ihnen eingezogen war und Falco auch sichtliche Freude an der jungen Dame hatte, war man sich schnell einig, dass Blue-Tohona, heute „Yuki“, nicht mehr wegzudenken war. Bei der Vermittlung von Welpen sind wir über solche ungeplanten Übernahmen immer sehr glücklich. Wir wünschen der Familie und natürlich Falco und Yuki eine wunderbare Zukunft.

Und wir bedanken uns sehr herzlich bei zwei Menschen, die der kleinen Hundedame zu diesem Glück verholfen und sie abgefangen haben.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Aus Blue-Tohona wurde Yuki und ein vollwertiges Mitglied unserer Familie. Wir alle möchten sie nicht mehr missen und stellen uns die Frage, wie es ohne sie auszuhalten war.Yuki
Nachdem das putzige Fellbündel bei uns gelandet ist und mit seiner, nicht mehr ganz so sehr gewohnten Energie alle, maßgeblich Falco unseren 5-jährigen Malamute-Husky Mischlingsrüden, in Trab hielt, ist nun die ganze Familie begeistert von ihrer liebevollen und abwechselnd stürmischen Art.
Natürlich war die Umstellung für unser kleines Monster auch eine Herausforderung. Ebenso für uns, aber dank des Gartens wurden die anfänglichen Malheure, die passierten, schnell reduziert und schließlich eliminiert.

Unser Dreamteam frisst zusammen aus verschiedenen Näpfen, wobei wir Yuki zuweilen davon abhalten müssen, dass sie unserem gutmütigen Gentle Gigant den Napf nicht vor dessen Augen leert, nachdem sie ihren in Rekordzeit geleert hat.
Ansonsten kommen sie bestens miteinander aus. Es wird zusammen gechillt oder zuweilen auch lautstark und intensiv gerauft, was dank der Räumlichkeiten kein Problem darstellt. Es erstaunt uns doch immer wieder, wie perfekt das Zusammenspiel der beiden funktioniert. Im Übrigen sind die beiden nahezu täglich 2-3 Stunden unterwegs, um durch Wald und Flur zu streifen.

Ihre Marotte des Abschnappens ist auf ein erträgliches Maß gesunken und ist nun auf das Normalmaß eines jungen Hundes reduziert.

Falco mit Yuki

Wir sind davon überzeugt, wobei wir Yuki´s Meinung dazu aus ihrem Verhalten bestätigt sehen, als auch Falco´s Akzeptanz und Zuneigung dahingehend interpretieren, dass allen nicht besseres passieren konnte.

Wir drei und unser nordisches Dreamteam-Duo freuen uns über jeden gemeinsamen Tag …

Ihre Familie J.“

 


 

Daimon - die beantragte Versetzung hat endlich geklappt…

Daimon

TrynnEin Husky mit sturem Zeitplan, was die Gassigänge und sein Schlafengehen betraf – ganz nach Beamtenmanier, dürfte wohl nicht der Grund gewesen sein, dass sich für den netten Rüden „Daimon“ niemand interessierte. Auch als seine Gefährtin Laika schon lange in ihr neues Zuhause gezogen war, blieben jegliche Anfragen für ihn aus. Wir können es selten nachvollziehen, denn weder die Optik noch der Charakter mancher Hunde gibt eine Erklärung dafür, dass eine Vermittlung sich einfach sehr lange hinzieht.

Aber wie bei allen anderen Nordischen auch, hat sich nun doch auch für Daimon der „passende Deckel“ gefunden und besser hätte er es auch nicht treffen können…. auch wenn die erste Rückmeldung der neuen Besitzer ein wenig knapp ausfällt.
Danke an alle Beteiligten, die sich dann, als es für Daimon soweit war, super schnell um Kontrolle, Abholung und Zusammenführung gekümmert haben.
Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., FreudenstadtTrynn

„Endlich Zuhause…

Hallo, hier schreibt euch „Daimon“, der nun ENDLICH nach vielen Monaten seit dem 30.12.2013 ein neues Zuhause gefunden hat. Mein größter Dank geht an das Team der NfP.

Obwohl ich bei der Abholung nicht ins Auto steigen wollte, weil mich die Hündin meiner neuen Leute beim Versuch einsteigen zu wollen angemotzt hatte, schaffte man es doch recht mühsam, mich zum Mitfahren zu überreden.

Sehr schnell habe ich mich bei meiner neuen Familie eingelebt, die Rangordnung und die Verhältnisse mit der bereits vorhandenen Hündin sind geklärt. Hier wohne ich jetzt zusammen mit Frauchen, Herrchen, zwei kleinen Kindern und der anfangs zickigen Husky-Dame namens „Yana“.
Wenn die Kinder abends ins Bett gehen, lege ich mich immer gerne mit dazu, was meinem Herrchen sehr gefällt. Auf Kommandos höre ich sehr gut, sobald ich dafür auch eine Belohnung bekomme und zu Streicheleinheiten sage ich niemals nein.

Also ihr hört schon, mir geht es sehr sehr gut in meiner neuen Familie und ich hoffe, dass andere Hunde auch so eine tolle Chance bekommen wie ich und dass sich diese nicht soooo lange hinzieht, wie die meine.

Vielen Dank für die kompetente Vermittlung und nochmals einen Riesendank von meinem Herrchen an den Herrn S. und das gesamte NfP - Team.

Euer Daimon“

 


 

Nikas Traum ist wahr geworden

Nika

Unsere kleine Nika hat nun auch ein neues tolles Zuhause gefunden. Die junge Hündin war ja sehr verunsichert und noch ein Welpe, als sie in unsere Vermittlung kam. Durch die Aufmerksamkeit in ihrer Pflegefamilie lernte sie aber schnell das richtige Leben kennen. Daran war auch ihr Hundkumpel Chesmu-Balou stark beteiligt. Sie lernte nach und nach das Familienleben und auch das Leben „draußen“ kennen., denn ihr Freund Chesmu zeigte ihr das richtige Leben. So waren ausgedehnte Spaziergänge schnell kein Problem mehr. Auch das Spielen lernte sie in kürzester Zeit und aus dem kleinen Angsthasen wurde eine tolle Junghündin.Nika

Am 22.12.2013 durfte Nika dann endlich in ihr neues Zuhause ziehen. Ihre neue Familie hat sich schon im Voraus wochenlang mit Nika beschäftigt, sie besucht und so stand dem Umzug nichts mehr im Wege.

„Hallo an Alle da Draußen,

ich bin zwar noch nicht lange auf dieser Welt, doch bisher war das alles ganz schön aufregend. Bei meiner Pflegestelle war es schön gewesen, aber so ein eigenes Zuhause, das ist echt das Highlight. In meinem neuen Zuhause habe ich mich sehr schnell eingewöhnt. Mein Freund Jack hat mir dabei sehr geholfen. Schon nach kurzer Zeit sind wir zwei richtige Freunde geworden. Wir fressen sogar nebeneinander, nur getrennt durch unseren gemeinsamen Wassernapf.

Jeden Morgen werde ich von Jack freudig abgeschleckt. Um ihm zu zeigen, dass ich ihm ebenso zugeneigt bin, übernehme ich seine morgendliche Ohrenpflege. Mit Jack spielen ist auch immer eine mords Gaudi. So zwischen 22:00 und 00:00 dreh ich dann richtig auf. Mein Hundefreund leidet ein wenig darunter, er ist 9 Jahre und würde eigentlich gerne seine Ruhe haben. Auch unser Frauchen möchte den Abend gemütlich ausklingen lassen, aber ich will dann eben spielen und toben, bin halt eine wilde Hummel.

Morgens, wenn mein Frauchen duschen geht, da darf ich immer dabei sein. Ich lege mich vor der Dusche auf die Fliesen und schlecke das daneben laufende Wasser auf. Das erspart mir den Gang zum Wassernapf.

Seit einigen Tagen mache ich nicht mehr Pipi in die Wohnung und bin jetzt stubenrein. Mein Frauchen findet das ganz toll! Ihr folge ich auch auf Schritt und Tritt durch die Wohnung, d.h. ich bin ihr Schatten. Sonst könnte ich ja etwas verpassen und sei es nur ein leckeres Stückchen Wurst, welches von der Arbeitsplatte fällt. Zum Einzug in mein neues Heim habe ich eine tolle Hundedecke bekommen, mit einem Elchkopf dran. Noch kann ich mich nicht entscheiden ob ich den Elchkopf mal anknabbern soll oder lieber doch nicht. Kuschelig ist die Decke auf alle Fälle.
Das Alleine-bleiben mit Jack klappt auch schon sehr gut, es sind ja nur ein paar Stunden. Ich benehme mich dann ganz vorbildlich. Die Nachbarn haben deshalb erst nach einer Woche bemerkt, dass ich da bin, als wir uns im Flur begegnet sind. „bildhübsch“ nannten sie mich. Bei solchen Komplimenten trägt man als Hundemädel die Nase noch ein Stückchen höher.

Nika und JackWenn wir Drei morgens zu unserem ersten Spaziergang am Tag gehen, bin ich immer besonders aufgeregt, denn direkt hinter unserem Haus ist ein Wald und da stehen jeden Morgen Rehe. Da kommt mein Husky-Blut so richtig in Wallung. Leider bin ich angeleint und kann keine Verfolgungsjagd aufnehmen. Wahrscheinlich sind sie eh schneller als ich, aber auf einen Versuch würde ich es ankommen lassen. Mein Frauchen findet es ja nicht so toll.
Auf unserem Weg kommen wir oft an einem Bauernhof vorbei. Dort werden Gänse gezüchtet. Gänse sind eigenartige Tiere und so laut. Hier möchte ich dann am liebsten die Straßenseite wechseln, diese Flattertiere sind mir nicht geheuer.

Obwohl ich in meiner Pflegefamilie einen Pflegepapa hatte, den ich auch sehr lieb hatte, habe ich immer noch Probleme, mich fremden Männern gegenüber zu öffnen. Draußen mache ich dann lieber noch einen Bogen um sie. Fremden Frauen bin ich etwas aufgeschlossener, ihnen gegenüber bin ich neugieriger und schnüffle schon mal.
Zwei hündische Freunde habe ich auch schon. Ich freue mich immer wahnsinnig wenn ich einen der beiden treffe. Ich hüpfe durch die Gegend, mein Schwanz wedelt mit meinen Körper und ich juchze vor Freude.

Oh, nicht zu vergessen! Meine Familie hier in der Nähe von Fürth, ist sehr groß. Wir leben zwar nur zu Dritt, doch wir haben da noch ganz viel menschliche Verwandtschaft. Einen Teil hatte ich schon bei unserem Besuch in Freudenstadt kennen gelernt. Nachdem ich mich da noch schüchtern und zurückhaltend gezeigt hatte, gingen alle sehr vorsichtig auf mich zu und bedrängten mich nicht. Doch ich muss sagen, mir gefallen die vielen Familienmitglieder, je mehr da sind, desto mehr Leute kuscheln mit mir. Davon kann ich nicht genug bekommen.
Also ich kann sagen: Es wird bestimmt ein tolles Leben mit meiner neuen Familie werden.

Bis bald, Eure Nika“

Mein neues Frauchen hat auch noch was zu sagen:
„Nika ist unsere „Top-Kampf-Schmuserin“. Kaum ein Moment vergeht an dem unsere „kleine“ Große nicht neben einem liegt und schmusen möchte. Da muss Jack schon etwas zurückstecken, da sie sich immer dazwischen drängt. Immer und überall dabei, das ist Nika´s Devise. Jack blüht förmlich wieder auf und ist nicht mehr so träge, wie die Wochen und Monate vor ihrem Einzug. Nika ist mein Traumhund und sie bereichert unser Leben. Ich möchte mich bei der NfP für diesen tollen Hund bedanken.“

Nika

Und wir möchten uns sehr herzlich bei der Pflegestelle bedanken, die diese wilde Hummel trotz aller Schandtaten bis zum „bitteren Ende“ liebevoll begleitet hat. Der Abschied nach so vielen Wochen fällt schwer, aber jeder hat es verdient, in einem richtigen Zuhause glücklich zu werden.

Das Team der NfP - FDS

 


 

Aus Zoey wurde eine „Chloey“ – ein neuer Name, ein neues Glück

Chloey

Als uns die Hündin „Zoey“ gemeldet wurde und wir den Abgabegrund erfuhren, war uns bereits klar, dass wir für die hübsche Hündin ganz besondere Menschen suchen mussten. „Zoey“ hatte sich angewöhnt, ihren Frust ganz unvermittelt an anderen Hunden auszulassen. Heute nette Spielerei, morgen schon eine dicke Beißerei. Für die ausgesprochen hübsche Hündin meldeten sich natürlich sehr viele Menschen. Es dauerte eine Weile, bis eine Familie dabei war, der wir alle zutrauten, „Zoey“ wieder auf „den rechten Weg“ zu bringen und wir sind sicher, wenn Sie den nachstehenden Text lesen, dass sich unser Vertrauen gelohnt hat.Chloey
Wir bedanken uns auch wieder herzlich bei Frau Tanja P., die „Zoey“ während der Vermittlung und auch die Besitzer danach fachkundig begleitet hat.
Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„(M)eine Suche geht zu Ende...

Länger schon wollte meine neue Familie gerne einem zweiten Hund ein zu Hause geben. Bisher scheiterte das leider immer an der Vermieterin und erst im Sommer 2013 konnte der Wunsch nach einem Zweithund umgesetzt werden. Endlich sollte Sam, den meine Menschen von einer spanischen Tötungsstation aus übernommen hatten, eine Gefährtin bekommen, nachdem diese lebendige Familie mit drei Kindern im Sommer 2013 in ein eigenes Haus umziehen konnte.
Es begann ziemlich bald die Suche nach einem passenden (Zweit-)Hund. Zu meinem Glück war immer klar, dass auch dieser Hund aus dem Tierschutz kommen sollte. Da mein neues Herrchen seine Kindheit in Japan verbracht hatte, sollte es auch eine nordische Rasse sein... Und da sah mein neues Frauchen MICH auf den Seiten der NfP auf ihrer Recherchenreise im Internet.
Die Anfänge der Vermittlung waren nicht so leicht. Hatte ich doch bei meinen Vorbesitzern einige Rangeleien mit deren Ersthund und galt als eher schwieriges Mädel, das zuweilen auch heftig seine Ressourcen verteidigte. Von meinen vorherigen Erfahrungen, die in einem französischen Tierheim endeten, konnte ich nichts erzählen und die Menschen nur Vermutungen anstellen. Außerdem wohnte ich zu dem Zeitpunkt so weit weg, dass mehrfache Besuche, vor allem mit dem vorhandenen Hund, ausgeschlossen waren. Da ich aber so eine süße Zuckerschnute bin, meine neue Familie sich sofort in mich verliebt hatte und sich eine freundliche Dame der NfP sehr viel Zeit genommen hatte, um meinem neuen Frauchen am Telefon meine "Problematik" zu erklären, wurde sich ein paar Wochen später aus dem Ruhrgebiet in Richtung Bodensee auf den Weg gemacht. Zu MIR!
An einem neutralen Treffpunkt dann, im September 2013, kamen das erste Mal meine neuen "Eltern" zum Beschnuppern und dann bei einem längeren Spaziergang zeigen, dass ich mit dem Mischlingsrüden Sam ganz gut klar komme. Natürlich habe ich ihn anfänglich eher ignoriert, genauso wie meine neuen Menschen - in mir steckt ja schließlich auch Akita-Blut drin. Zum Glück wurde das als so positiv bewertet, dass ich mich von meinen sehr traurigen Vorbesitzern verabschiedete. Mir fiel das nicht ganz so schwer - ich war ja auch dort nur für ein paar Monate und bin viel zu stolz und dickköpfig, um mich schnell an Menschen zu binden.

ChloeyDie Autofahrt und die ersten Tage in meinem neuen Zuhause verliefen so problemlos, dass alle richtig erstaunt waren. Ich hab mir erst mal alles in Ruhe angeguckt. Nach ein paar Tagen ging mir mein neuer Hunde-Freund mit seinen ständigen Spielaufforderungen aber ziemlich auf die Nerven. Wir kannten uns schließlich gar nicht gut genug. Außerdem war ich ein wenig neidisch auf sein Leben, die Beziehung zu den Menschen, bei denen ich jetzt lebte, und konnte auch nicht so schnell glauben, dass ein anderer Artgenosse wirklich alles mit mir teilen würde. So haben wir uns einige Mal sehr "laut" unterhalten und- auch mit den Zähnen- ein wenig diskutiert. Da mein Gebiss ziemlich stark ist, ging es leider auch zwei Mal etwas "daneben". Mein neuer Freund hatte einen Biss in der Schulter und der älteste Sohn der Familie musste die Folgen des Unfalls nähen lassen, die entstanden waren, als er sich in unsere Diskussion einmischen wollte.
Das und einige "Ausflüge" in die Nachbarschaft mit anderen kleineren Unfällen wurden mir zum Glück nicht zu übel genommen. Schließlich zeigte ich auch schon oft meine Zuneigung und genoss lange Kuschelzeiten, besonders mit meinem Herrchen. Meine neue Familie wollte mich dennoch etwas weiter beobachten; gab sich aber auch viel Mühe mit mir zu lernen und mich zu verstehen...

Nach nun mehr als 3 Monaten geht es mir richtig prima hier und ich darf für immer bleiben!!! Mein Hunde-Freund und ich teilen uns alles: Futternäpfe, Spielzeug und die Liebe unserer Menschen-Familie. An meine knurrigen Spielaufforderungen haben sich alle gewöhnt und ich wohne vorerst nur im Haus; bekomme aber im Frühling wahrscheinlich noch mal eine Probezeit in dem dann "ausbruchsicheren" Garten. Wenn hier alles weiter so gut läuft, habe ich vielleicht dann auch gar keine Lust mehr, woanders hin zu laufen. Wir werden sehen...
Meine neuen Menschen mag ich wirklich sehr und habe auch immer öfter Lust, auf sie zu hören. Andere Hunde finde ich manchmal blöd, aber meine Menscheneltern zeigen mir sehr deutlich, dass ich meine Artgenossen nicht anpöbeln darf. Wenn ich noch ein paar treffe, glaube ich vielleicht auch, dass mehr so sind wie mein neuer Freund Sam und kann meine bisherigen Erfahrungen- die meine Menschen ja gar nicht alle kennen, überschreiben. Sie wollen wohl auch noch ein paar andere Sachen mit mir trainieren, damit auch unsere Spaziergänge noch entspannter werden. Meine OP (Kastra) vor Weihnachten habe ich gut überstanden und meine Menschen haben sich ganz lieb um mich gekümmert. Am ersten Tag durfte ich sogar bei Herrchen mit ins Bett. Eigentlich hat er ja immer gesagt, dass Tiere nach draußen gehören...
Mh, mal gucken, welche Regeln ich mir hier noch so "hinbiegen" kann. Schließlich habe ich hier alle vollends um den Finger gewickelt.

Chloey

Vielen Dank für die tolle Hilfe, die ihr meinen Menschen gegeben habt!

Eure ZOEY (die heute CHLOEY heißt)“

 


 

Apollo – in der griech. und röm. Mythologie als Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings.
Aus Apollo wurde „Sir Henry“ und ein „König“, der seinen Thron gefunden und verdient hat.

Apollo

ApolloDie Vermittlung von Apollo zog sich ein wenig in die Länge, da sich für ihn zwar sehr viele Interessenten meldeten, aber irgendwie war der Wurm drin. Immer wenn es konkret wurde, kamen plötzlich Zweifel, egal ob es um die Verträglichkeit mit Kindern ging, die Entfernung, die Schutzgebühr oder andere nicht immer nachvollziehbare Probleme. Nun ja, wir haben uns mittlerweile ein ebensolch dickes Fell wie unsere Nordischen angeeignet und letztlich fand sich auch für den hübschen Apollo der ideale Platz. Vielleicht war das anfängliche Hin und Her ja auch ein Wink des Schicksals, dass er dadurch in Österreich bei sehr netten Menschen einziehen durfte.
Danke an D., der mal schnell von der Schweiz nach Österreich gefahren ist, um einen Besuch bei Apollos zukünftigen Menschen zu machen.
Danke an M., die es mal wieder geschafft hat, einen tollen Hund an wunderbare Menschen zu vermitteln.
Letztendlich ein Danke an Fam. S., die den weiten Weg von knapp 1300 km gefahren ist, um ihren Traumhund kennen zu lernen und mit nach Hause zu nehmen.
Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Ein erstes Feedback aus seinem Zuhause:

Irgendwann war es endlich soweit, dass wir unser neues Familienmitglied in NRW abholen konnten. Wir waren zwar sehr angespannt, aber gleichzeitig glücklich unseren neuen Hund kennen zu lernen .Unsere „Madame Tippel“ (dies ist unsere Husky-Hündin) sollte schließlich wieder einen neuen Partner an ihre Seite bekommen denn im September 2013 hatten wir unseren 15 jährigen Husky-Rüden gehen lassen müssen.

ApolloMittags fand die Übergabe statt. Zuvor hatten wir mit dem Vorbesitzer von Apollo und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin der NfP einen kleinen Spaziergang in vertrauter Umgebung unternommen, um zu schauen, ob die Sympathie zwischen den Hunden auch passte. Der Spaziergang verlief völlig entspannt und nachdem alle Formalitäten erledigt waren stand eine 6-stündige Autofahrt vor uns. Beide Hunde saßen auf dem Rücksitz – Tippel knurrte ein wenig, aber Apollo nahm es gelassen hin und unsere Rückreise verlief ohne Probleme. Noch im Auto erhielt Apollo seinen neuen Namen: „Sir Henry“.

Bei unserer ersten Pause in einer Raststätte bekamen wir sofort von einer dortigen Angestellten einen Lederball für unsere so tollen Hunde geschenkt. In Vorarlberg angekommen, stieg unser Sir Henry aus dem Auto und lief erwartungsvoll in sein neues Zuhause. Kurz geschnuppert und ab ging es in unseren Garten. Madame Tippel im Schlepptau immer an seiner Seite. Dann im Wohnzimmer inspizierte er die neue Umgebung. Dann war es an der Zeit, ins Bett zu gehen, wofür es in die nächste Etage nach oben ging. Tippel lief vorweg aber wo blieb Henry??. Wir mussten ihn schließlich die Treppe hoch tragen, denn sein neues Bett im Schlafzimmer war gerichtet. Die Nacht war problemlos. Sir Henry war und ist bei lauten Geräuschen noch sehr schreckhaft. Der erste Spaziergang war voller Neugier und mit vielen guten Düften durchzogen. An der Leine verhält er sich derzeit noch wie ein junger Hund, ungestüm und voller Tatendrang.

Nun hat Sir Henry sich bei uns gut eingelebt. Stürmische Spielstunden mit Tippel gehören zum Tagesablauf. Er genießt die täglichen ausgedehnten Spaziergänge und mittlerweile kommen wir auf 16 km am Tag. Henry ist kein Frühaufsteher, genauso wie Tippel. Seit Henry bei uns ist gehört das Sofa unseren Hunden. Henry ist so eine kleine Schmusebacke. Falls er etwas nicht gleich bekommt, wird es mit lautem Gebell eingefordert.

Wir haben Sir Henry in unser Herz geschlossen und lieben ihn sehr. Stundenlang möchte er Autofahren. Unser Motto "Bei uns ist der Hund noch „König“ und wir sind seine Untertanen“.

Apollo

Besonderen Dank möchten wir den Mitarbeitern der NfP aussprechen. Man hatte immer für uns Zeit, wenn es Fragen oder Wünsche gab. Wir fühlten und fühlen uns nie alleine-gelassen. Herzlichen Dank nochmals für diesen tollen Hund.

Ihre Familie S.“

 


 

Aus „Husky“ wird „Lucky“ – Ein Jungspund auf dem Weg ins Glück

LuckyAls wir von einer befreundeten Tierschutz-Orga den Anruf erhielten, dass da ein sehr junger Husky-Rüde dringend einen Pflege- oder Endplatz benötigt, boten wir unsere Hilfe an. Man sprach von einem unkomplizierten jungen Rüden, den seine Familie nicht mehr haben wollte.
Und so machten wir uns am 24.11.2013 auf den Weg zu der Orga nach Pfullingen und nahmen den netten Kerl in Empfang. Man hatte uns nicht zu viel versprochen, denn was uns da in die Hand gedrückt wurde, war ein unheimlich netter, souveräner und liebenswerter junger Husky-Rüde. Und den sollten wir vermitteln? Normalerweise war das jetzt DER Nordische, den man nicht mehr aus der Hand gibt. Und wir hatten die Hoffnung, dass die Pflegestelle, die sich angeboten hatte, den Husky mit Namen „Husky“ aufzunehmen, diesen Traumhund auch zu schätzen weiß. Und vielleicht darf er sogar fest bleiben?
Ohne Umschweife sprang „Husky“ der Husky gleich bei uns ins Auto und legte sich ohne Probleme in die Transportbox. Das 4-beinige Begleitpersonal, die beiden eigenen Hündinnen sagten keinen Ton – das war mehr als ungewöhnlich. Normalerweise riskieren die kleinen Hundedamen immer eine dicke Lippe, wenn ein Fremdling plötzlich mit ins Auto springt, doch „Husky“ fanden sie einfach nur nett. Also auch kein Grund, um zu meckern.
Auch bei der späteren Übergabe sagte man nicht lautstark „Hallo“, man tat, als ob man schon lange dick befreundet ist. Es waren also nicht nur wir Zweibeiner der NfP-FDS von der Ausstrahlung des jungen Rüden geplättet, auch die kleinen Hundedamen schienen es zu spüren. Dann müsste auch der gewisse Funke bei den Pflegemenschen überspringen – so war es dann auch. Aber lesen Sie selbst, was die einstige Pflege- und jetzige Endstelle von Husky, dem jetzigen „Lucky“ zu berichten hat:

„Die Vorgeschichte in der Kurzfassung:

Nachdem Anfang September 2013 unsere 16-jährige Huskydame „Dusty“ – ebenfalls ein NfP-Kind – ihren Weg über die Regenbogenbrücke gehen musste, waren wir, d.h. Nicole (ich) und Michael (mein Mann) mit unseren Söhnen Timo und Jakob, uns einig darüber, dass wir sicher wieder einen Husky „adoptieren“ würden. Offen blieb zunächst das „WANN“.
Da aber der Platz auf der Hunde-Decke sooo leer war, ging dann das Angebot an die NfP, bei Bedarf diesen Platz zunächst einem „Pflegekind“ angedeihen zu lassen, bis dieses dann endgültig vermittelt werden würde. Das Angebot wurde dankend angenommen, und wir hörten erst mal nichts mehr.

Mitte November ging dann auf einmal alles sehr schnell:Lucky
An einem Mittwochmorgen klingelte mein Handy, eine Nummer, die ich nicht kannte, es meldete sich Herr S., der erklärte, er sei von der NfP mit der Aufgabe betraut worden, sich wegen der angebotenen Pflegestelle zu melden. In einem kurzen, aber sehr freundlichen Gespräch wurden die Eckdaten zu unserer Familien- und Wohnsituation erörtert und Kontaktdaten ausgetauscht, Herr S. verabschiedete sich und meinte, sobald Bedarf bestünde, werde er sich melden.

Bedarf gab es dann sehr bald, Freitagabend klingelte zu Hause das Festnetz-Telefon, mein Mann ging dran, kam dann die Treppe runter gelaufen und gab das Telefon an mich weiter mit einem Grinsen im Gesicht und den Worten: „Jemand von der NfP – was hast du jetzt schon wieder angestellt?“.
Herr S. meldete sich, und erklärte uns, dass die NfP ein „Notfell“ von einem befreundeten Tierschutzverein zur Vermittlung übernommen hätte, dass dieser „arme Kerl“ von seinen Menschen einfach abgegeben wurde und zu diesem Zeitpunkt in einer „kleinen Box“ säße und dringend ein Plätzchen mit Familienanschluss benötige, bis er vermittelt werden könne.
Die „Eckdaten“ zum Hund lt. Tierschutzverein: junger Rüde, ca. 9 Monate alt, vielleicht ein Jahr, geimpft, gechipt, kastriert, allgemein verträglich.
Ob stubenrein, gehorsam oder Verhalten an der Leine – keine Ahnung, da der Hund ja noch in der Obhut des befreundeten Tierschutzvereines sei – ob wir es dennoch mit ihm versuchen wollten?
Kurze Überlegung unsererseits, denn das hieße für uns: Es wäre das komplette Kontrast-Programm zu unserer „Dusty“, und obendrein noch ein „Überraschungsei“.
Auf unsere Frage nach einem Foto kam prompt nach dem ersten Telefonat an diesem Abend eine E-Mail mit drei Fotos von einem sehr süßen, schwarz-weißen jungen Husky-Mann mit lachendem Gesicht und heraushängender Zunge. Die Betreff-Zeile: „Name: Husky“ konnten oder wollten wir erst nicht verstehen, wurde aber im kurz darauf folgenden Gespräch von Herrn S. erläutert, und wir trauten unseren Ohren kaum, denn dieser Husky hieß schlicht und einfach „Husky“ – da hatte sich wohl echt noch niemand die Mühe gemacht, diesem hübschen Kerlchen einen eigenen Namen zu geben – wie traurig…

Einig waren wir uns darüber, dass wir es versuchen wollten und „Husky“ erst einmal als Pflegekind bei uns aufnehmen würden. (Genauso einig waren wir uns darüber, dass er dann nicht weiter so heißen würde!).
Herr S. telefonierte noch einige Male sowohl mit Freudenstadt als auch mit uns, und dann stand fest, dass die Übergabe des Hundes am Sonntag in Bruchsal stattfinden sollte, und dass ein aktives Mitglied des Vereins selbst den Hund dorthin bringen würde.Lucky

Also Sonntagmorgen ins Auto gesetzt, 3 Stunden Fahrt nach Süden, in Bruchsal an der Raststätte angekommen, kam auch das Auto der NfP kurz nach uns dort an. Ein kurzer gemeinsamer Spaziergang im angrenzenden Wäldchen, die Feststellung, dass es (zumindest auf den ersten Blick hin) ganz gut passte, auch mit unseren Kindern, und fest stand, ja, „Husky“ würde definitiv mit uns zusammen zurück nach NRW fahren. Also die Hunde in die Autos gebracht, noch schnell in der Raststätte bei einer Tasse Kaffee den Pflegevertrag abgeschlossen, und nach einer herzlichen Verabschiedung wieder ab auf die Bahn, diesmal in Richtung Norden.

Da wir der Meinung waren, dass jemand, der schon in diesem Alter ins Tierheim abgeschoben wurde, dort aber schnell wieder heraus kam, eine gehörige Portion Glück hatte, hieß „Husky“ ab dem Zeitpunkt, zu dem er in unser Auto sprang: „Lucky“.

Nach erneuter 3-stündiger Autofahrt wieder in NRW angekommen, wurde Lucky zunächst der restlichen Familie vorgestellt – eine Riesen-Überraschung, wir hatten vorher niemandem etwas verraten von unserem künftigen Pflegekind! Es gab ein großes Hallo, Lucky begrüßte alle mit freudigem Schwanzwedeln und mit Hände-Abschlecken, kurz, er eroberte alle Herzen im Sturm…
Dann ging es endlich nach Hause, Luckys Decke, die wir mitbekommen hatten, kam auf den Hunde-Platz, und nach kurzer Erkundungs-Tour und Abendessen, nahm Lucky in Sphinx-Pose auf seiner Decke platz, als ob er immer schon hier zu Hause gewesen wäre.

Da wir ja nicht wussten, ob der junge Mann schon stubenrein war, schlief Micha an diesem Sonntagabend vorsichtshalber unten im Wohnzimmer auf der Couch, aber auch Lucky schlief an diesem ersten Abend nach dem langen und aufregenden Tag tief und fest.

Das Schicksal wollte es so, dass ich passenderweise in der letzten November- und ersten Dezember-Woche, also den beiden Wochen nach der Übernahme unseres Pflegekindes, meinen Resturlaub nehmen musste. So brauchte Lucky zunächst auch nicht allein zu Hause bleiben.
In dieser Zeit stellte sich heraus, dass sich unser „Überraschungsei“ als echter Glücksgriff erwies – freundlich zu jedem, ob Hund oder Mensch, Kinder liebt er, stubenrein, leinenführig, dankbar über jede Streicheleinheit oder Umarmung, und Katzen sind ihm völlig egal…Lucky
Ja, Jagdtrieb ist vorhanden, wehe dem Eichhörnchen, das seinen Weg kreuzt und nicht schnell genug auf dem Baum ist, da vergisst Lucky auch schon mal, wie Husky sich eigentlich an der Leine benehmen sollte, da geht dann der „Nordische“ mit ihm durch.
Und ja, er ist verfressen, bettelt gern mal bei Tisch, und was Mensch nicht rechtzeitig hochstellt, wird dann in den eigenen Magen „abgeräumt“ – aber wer will es ihm denn verdenken, diesem Jungspund. Vielleicht musste er sich auch sein Futter früher selbst erarbeiten.

Auf jeden Fall stand nach diesen ersten zwei Wochen bei uns fest, dass Lucky bleiben darf, und sich keine neue Familie suchen muss.
Herr S., darüber informiert, veranlasste, dass uns die Papiere für die feste Übernahme zugeschickt wurden, und so kamen wir dann zu einem vorzeitigen, 4-beinigen „Weihnachtsgeschenk“.

Lucky hat inzwischen schon gelernt, auf seinen neuen Namen zu hören, er weiß, dass er bei „komm“ herkommen soll, er weiß, wo „Oma und Opa“ wohnen, und dass es besser ist, sich vom Tisch fern zu halten, wenn die Zweibeiner dort mit der komischen grünen Sprühflasche sitzen und essen.
Dass er sich nicht immer auf den Boden legen und vor Freude wälzen sollte, wenn es daran geht, ihm das Geschirr anzuziehen, muss er noch lernen, und einiges andere auch, aber da sind wir recht zuversichtlich, das bekommen wir auch noch hin…

Nun ist auch unser erstes Weihnachtsfest mit Lucky vorbei, er hat auch das gut überstanden, war nach der großen Familienfeier am ersten Feiertag abends rechtschaffen müde, hat aber dafür auch einiges an leckeren Geschenken „abgesahnt“.

Wir danken dem Schicksal und der NfP für unseren neuen, fröhlichen 4-beinigen Familien-Zuwachs und der NfP, namentlich Herrn S., für die supernette Betreuung während der letzten fünf Wochen!

Familie V. mit Lucky“

Und wir sind natürlich glücklich darüber, dass Lucky nicht nochmals umziehen muss. Insgeheim hatten wir es schon vermutet, dass Familie V. diesen Charmeur nicht mehr abgeben will. Danke für die schnelle und gute Entscheidung.
Somit blieb es dem hübschen Husky-Rüden erspart, sich erst noch auf der Vermittlungsseite zu präsentieren.

Lucky mit seiner neuen Familie