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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juni 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Blue-Jayce – Haben Tiere eine Seele und Gefühle kann nur fragen,
wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.
(Dr. Eugen Drewermann)

Blue-Jayce

Eine traurige Geschichte, die wir über ihn zu erzählen hatten. In guter Absicht mit Schutzvertrag abgegeben über ein Anzeigenportal. Das Gefühl einen tollen Platz gefunden zu haben.
Dann die Ernüchterung, als die Besitzer sahen, dass ihr Hund wieder inseriert wurde. In letzter Sekunde konnten sie Blue-Jayce zu sich zurückholen – er wäre zu einem Wanderpokal verkommen. Dann das Problem, ihn nicht behalten zu können. Da sein Frauchen aber keine Mühen und Wege scheute, brachte sie ihn in „unsere“ Richtung und er zog in unserer Station ein. Eigentlich war zu der Zeit kein Platz da für einen Rüden – aber hier ist Familie B. eingesprungen.

Lesen Sie selbst, welches Glück Blue-Jayce dann hatte und ein Zuhause gefunden hat, wie er es besser nicht hätte finden können.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Glücksfell zum Zweiten…

Im Februar hatten wir Tikaani zu uns in die Familie geholt – sie war unser erster Hund von der NfP Freudenstadt.

Sie hat sich bis heute prächtig entwickelt, ist voll bei uns integriert und wir haben viel Freude mit ihr. (sie hoffentlich auch mit uns!) Auf Spaziergängen hat sie bei allen Begegnungen mit anderen Hunden freudig reagiert, nur das Spielen hat irgendwie nicht so ganz gepasst… bis wir mit einer Husky-Wandergruppe einen Tag lang unterwegs gewesen sind.
Tikaani hat voller Begeisterung gespielt und sich ganz toll mit den anderen Husky´s verstanden. Die Chemie hat da eindeutig gestimmt, Husky eben.

Da kam bei uns zum ersten Mal das Thema zweiter Husky auf. Ich hatte aber immer Bedenken, ob wir mit 2 Hunden in der Wohnung klarkommen würden. Im Hinterkopf war das Thema aber immer.Blue-Jayce

Wir waren noch als Pflegestelle gemeldet und so konnte es nur Fügung sein, dass die NfP bei uns angerufen hat. Sie hatten ein akutes Problem, da am Wochenende 2 Rüden in der Auffangstation ankommen würden und eigentlich nur für einen der Platz frei war.
Wir sollten doch am Sonntag unverbindlich ( ja, ja ) vorbeikommen und uns mit Tikaani die beiden anschauen.

Nach der Sitzung des Familienrates sind wir schließlich zur Auffangstation gefahren und haben uns dann nach der Zusammenführung und erstem Kontakt mit Tikaani kurzerhand für „Blue Jayce“ entschieden und wollten ihn auch gleich mitnehmen.
Er war bis auf die Knochen abgemagert, total verängstigt und lahmte mit dem linken Vorderbein. Es war dick geschwollen und hatte eine kleine blutende Wunde…….da hatten wir was vor uns, aber wir wollten es versuchen und ihm eine Chance bei uns geben.

Es war letztendlich nicht sein bedauernswerter Zustand, sondern die spontane Harmonie zwischen Tikaani und Blue, der uns zu dieser Entscheidung bewegte. Es schien einfach zu passen zwischen den beiden.

So ging es ab in´s Auto und nach Hause mit den beiden. Tikaani hat ihn wunderbar aufgenommen und es gab am ersten Abend kein Problem. Er war sehr scheu und hat sich von niemandem anfassen lassen. Lediglich unser Sohn Chris konnte im Laufe des Abends etwas näher an ihn rankommen und auch kurz streicheln. Die Nacht war ruhig und er hat keinen Ton von sich gegeben.

Ich hatte Frühschicht und wartete sorgenvoll auf den Feierabend, um nach den beiden zu schauen. Meine Frau war morgens mit beiden draußen und musste dann 2 Stunden zur Arbeit. Das hatte ohne Problem funktioniert.
Zuhause angekommen, wurde ich von Tikaani freudig begrüßt, was sie sonst nicht so überschwänglich gemacht hat (was ein 2. Hund so bewirkt ) Blue kam langsam näher und schaute was da los war.
Ich kniete mich hin und strecke ihm die Hand entgegen, die er kurz beschnupperte und dann unsicher rückwärts zurückwich. Da bat ich meine Frau, mir Leckerli´s zu holen, damit wir ihn evtl. locken können.
Das erste ging an Tikaani und Blue schaute mit großen Augen zu. Dann streckte ich ihm ein Leckerli zu und er kam sehr zaghaft und nahm es mit spitzen Zähnen an. Das ganze wiederholte sich und nach dem 4. Leckerli kam er näher und hat sich anfassen lassen. Nach ein paar vorsichtigen Streicheleinheiten war der Bann gebrochen und er fasste Zutrauen zu mir. Er rückte sogar mit dem Rücken zu mir her und hat sich die Streicheleinheiten eingefordert.
Blue-Jayce

Überglücklich haben wir anschließend bis zum Abwinken geschmust. Ich hätte nie mit so schnellem Erfolg gerechnet, einfach toll.

Leider musste ich dies gleich ausnutzen und auf die Probe stellen, denn der Besuch beim Tierarzt war angesagt wegen des dicken Vorderbeins und einer Bestandaufnahme.
Bereitwillig ins Auto eingestiegen, ängstlich beim Tierarzt und heilfroh, wieder ins Auto steigen zu dürfen, ist die zusammenfassende Aussage darüber. Die Röntgenuntersuchung ergab zu unserer Erleichterung keine knöcherne Verletzung, vermutlich eine starke Weichteilinfektion war zu beklagen.
2 Spritzen und Antibiotika wurden verabreicht und schon 2 Tage später war die Schwellung völlig verschwunden. Bereits am 1. Tag begann Blue wieder zu belasten und nun war spielen mit Tikaani in der Wohnung angesagt. Eine Woche Schonung sollten wir einhalten, meinte die Tierärztin. Das wird aber schwer.
Am 2. Tag war Blue nicht mehr zu halten, er explodierte förmlich vor Energie, Schmerzen hatte er offensichtlich keine mehr, also los zu einem Spaziergang mit Tikaani, den er richtig genossen hat und nicht mehr enden lassen wollte.

Zwischendurch begann er an der 8m-Flexi wie verrückt im Kreis zu rennen, bis er sich beruhigte. Ihn davon abzuhalten war fast unmöglich, wir wussten nicht wie !?
Seitdem sind wir regelmäßig unterwegs, zwar noch relativ kurz zur Schonung, aber er genießt jeden Auslauf sichtlich. Nach einer Woche kam grünes Licht von der Tierärztin und wir konnten mit Blue nun ausgiebige Spaziergänge machen. Auch das Laufen vor dem Rad funktioniert prima, das hat er wohl auch schon mal gemacht.
Das Zusammenleben mit Tikaani gestaltet sich problemlos, die beiden haben viel Spaß miteinander und sie spielen in der Wohnung, als wären sie schon immer zusammen. Lediglich die unendliche Power von Blue überfordert Tikaani bei Spaziergängen bzw. beim Spielen auf der Wiese, denn er ist einfach immer schneller und ausdauernder als Sie.  Dabei nutzt er die 20m Schleppleine aus und rennt Kreise um Tikaani, bis sie beleidigt abdreht und ihm den Rücken zeigt. Dann kommt er wieder und versucht gut Wetter zu machen, was bisher immer gelingt.
So gehen wir auch manchmal getrennt Gassi, Tikaani gemütlich eine kleinere Runde und Blue eine flotte Runde vor dem Rad, dann sind beide glücklich und zufrieden……bis zur nächsten gemeinsamen Runde.

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Blue-JayceAlleine bleiben ist ohne Problem zu bewältigen, beide warten geduldig und dösen vor sich hin, ohne die Wohnung auf den Kopf zu stellen, schön so.

Folgende Problemchen gibt es aktuell noch:

1. Blue hat Angst vor unbekannten Männern, bellt sie an und weicht aus.
2. Er ist in Ortschaften sehr unsicher und schaut sich immer wieder nach hinten um.
3. Blue nimmt nicht/sehr wenig zu, gerade einmal 300 g in 3 Wochen, er frisst gut und hat keine Stuhlprobleme. Vielleicht war er schon immer schlank und ist kein guter Futterverwerter.
Aber es muss ja noch etwas übrig bleiben, an dem wir arbeiten können, sonst wäre es schon fast langweilig mit unseren beiden Goldstücken!
Nach nun 3 Wochen mit 2 Husky´s können wir jetzt schon sagen, Blue ist bei uns angekommen und wir lieben ihn alle, wir werden ihn nie mehr hergeben, das ist sicher.

Blue-Jayce

Wir können nur jedem empfehlen, probiert es aus, es kann so wunderbar sein!

Peter, Cordana und Chris (und 2 glückliche Husky´s)“

 


 

Bo - Wunder dauern nicht immer etwas länger...

Bo

Bo

Bo, der Husky-Mix, dessen Seele und Körper in einem solch geschundenen Zustand waren, dass seine damalige Retterin nicht glaubte, ihn durchzubringen. Wir haben nicht für möglich gehalten, für ihn schnell ein Zuhause zu finden.

Wie so oft, erging es dem netten Kerl anders, als alle glaubten. Die Pflegestelle hat sich so sehr in ihn verliebt, dass sie ihn nicht mehr gehen lassen wollte. Verständlich, wenn man den nachstehenden Bericht seines neuen Frauchens liest:

Bo

„Nun ist Bo schon mehrere Monate in seinem neuen Zuhause und wir wollen doch einmal berichten, wie es ihm ergangen ist:

BoSchon sehr schnell haben wir Bo, trotz seiner gelegentlichen „Schnapp-Attacken“, in unser Herz geschlossen.
Von Anfang an hat er sich eng an den männlichen Teil der Familie gehängt. Er rückte ihm nicht mehr von der Seite. Nach ein paar Wochen war uns klar, dass wir ihm einen erneuten Wechsel nicht mehr zumuten konnten oder wollten. Als Bo merkte, dass er seine Koffer auspacken durfte, änderte sich sein Verhalten grundlegend. Er war total relaxt und man erkannte ihn überhaupt nicht mehr wieder.

Nun fing er auch an, sich an mich zu hängen. Geschnappt wurde überhaupt nicht mehr.

BoEr fährt für sein Leben gerne Auto. Vor ein paar Wochen weckte er uns nachts gegen 3 Uhr und wir dachten er muss raus. Als wir mit ihm raus gingen setzte er sich vor die Autotür und schaute uns vorwurfsvoll an, als wir weitergehen wollten. Das Auto ist sein Revier. Er lässt nicht jeden mitfahren. Greift jemand, der ihm nicht passt, ins Auto, wird er angeknurrt und verbellt.

Bo

Bo ist außerdem ein Gourmet-Hund. Er isst bei weitem nicht alles. Leckerlis werden ausgesucht. Er liebt Fisch, ist total verrückt auf Döner und Schweineohren.
Auch badet er für sein Leben gerne im Fluss.

Vor ein paar Wochen waren wir zu viert in Kroatien. Ein Traumurlaub für alle. Ich hatte die Befürchtung, dass es Probleme mit der Luft oder der Wärme wegen seiner Kehlkopflähmung geben würde, …überhaupt nicht. Es war ein herrlicher Urlaub, den wir alle sehr genossen haben.

Wir haben zu keinem Zeitpunkt bereut, ihn übernommen zu haben.

Heike B.“

Und wir bedanken uns sehr herzlich, dass aus der „vorübergehenden Pflegestelle“ für Bo ein festes Zuhause wurde.

Das Team der NfP-FDS

 


 

Kuki – lieben heißt auch loslassen können – und man kann es, wenn es passt

Kuki

Kuki und RonjaWir waren gespannt, was uns da für den 7.4.2014 zur Pflege avisiert wurde – eine Shiba-Hündin aus einem Animal-Hoarding-Fall. Dann kam sie an, die Kleine, spät abends, sie hatte noch genügend Platz in einem Kennel, der eigentlich für Katzen gedacht ist, so ein kleines Wesen war sie mit ihren 5 Jahren. Unsicher und ein bisschen auf Abwehr zog sie die Lefzen nach oben und knurrte bei Sichtung von Jenny und Ronja. Nun sollte sie aus der Box herauskommen und mit den beiden Hundedamen Kontakt aufnehmen. Da sie nicht an der Leine zu laufen gewohnt war und auch weder Halsband noch Geschirrchen kannte, machten wir die Zusammenführung in der Wohnung. Erfahrungen hat man ja im Lauf der Jahre genügend, so dass man entsprechend Vorsorge treffen und notfalls auch eingreifen kann.Nötig war es dann allerdings nicht. Jenny ist zu jedem Gasthund freundlich und immer souverän und Ronja zickt anfangs kurz ein wenig herum, dann sind aber sofort die Fronten geklärt und es ist ihr so was von egal, wer da kommt oder wer bei uns wohnt, dass man sich über ihre anfänglichen Zickereien nur wundern muss. Wir vermuten, es ist auch eine Portion Unsicherheit dabei, denn beide Hundedamen nehmen immer alle Gasthunde freundlich auf und es gibt nie Beanstandungen.
Und die Verwunderung war groß, dass selbst die Katzen nicht beachtet und sofort akzeptiert wurden – also musste Plan B nicht zum Tragen kommen. Was für eine Erleichterung.
So zog Kuki an diesem April-Abend bei uns ein – ein kleines und fürchterlich stinkendes Bündel Hund. Natürlich hat sie sofort die Teppiche eingeweiht und in der Küche dann den Napf randlos leer gefressen. Unser erster Eindruck: eine arme kleine Maus, die man sanft ins normale Leben führen muss. Mit Hunden wie Jenny und Ronja an der Seite ist das überhaupt kein Problem. In Windeseile zeigen sie den Neuen, wie man lebt und was angenehm ist. Selbt Treppensteigen war am ersten Tag keine Diskussion mehr, tapfer lief sie den anderen Hunden einfach hinterher.

Und komischerweise, die Pfleglinge nehmen alles so schnell und dankbar an. So schnell, dass Kuki schon am selben Abend einen Satz aufs Bett machte und – stinkend wie sie war (eigentlich kaum auszuhalten – aber was nimmt Mensch nicht alles in Kauf um der Tiere willen) – ab sofort einen Platz im Bett für sich beanspruchte.
Dort hat sie sich auch bis zu ihrem Auszug nicht mehr wegbewegt und es entstand – man will es immer nicht so annehmen – eine ganz innige Beziehung zwischen Pflegehund und Pflegemensch. Sie zeigte sich als absoluter Kuschelhund. Ja, Kuki hatte ihren Namen weg. Man möchte das Wort „süß“ im Zusammenhang mit einem Tier nicht gerne in den Mund nehmen, doch im Falle von Kuki traf man den Nagel direkt und punktgenau auf den Kopf. Sie war von Anfang an bis zum Schluss „nur süß“, ein Goldschatz, wie man ihn sich wünscht.Kuki
Fortan war sie also mein ständiger Begleiter, ein Fersenhund, der immer in der Nähe war, zu Füßen lag oder sich mit solcher Vehemenz an den Mensch randrückte, dass man es heute noch nicht verstehen kann, wie so ein kleines Bündel Hund in einem Zwinger/Dreckloch leben musste, fernab von jeder menschlichen Zuwendung. Das hat sie dann aber geschafft, sich in die Herzen der Menschen zu schleichen – und das brauchte auch nicht viel. Sie war so unkompliziert, anhänglich und auch lernwillig, dass es ein Leichtes war, sie zu führen und zu lenken – oder besser noch: sie passte sich einfach an.

Die ersten Gehversuche macht man ja mit solchen scheuen (angeblich scheuen !!) Tieren bei Nacht, wenn sich auf der Straße so gut wie nichts mehr bewegt. So auch in diesem Fall. Wir sind mit Kuki, Jenny und Ronja nach draußen und haben versucht, sie gleich an das Laufen an der Leine zu gewöhnen. Es war echt ein wenig beschwerlich, da sie sich ständig im Kreis drehte, in die Leine beißen wollte und es nicht verstehen konnte, dass uns da noch 3 Katzen begleitet haben, die auch immer den Kontakt zu den Hunden suchen. Man merkte, dass es Kuki fast unheimlich zumute war und deshalb gab sie sich auch erst einmal ziemlich chaotisch. Ihren ersten Spaziergang hat sie dann doch mit Bravour geschafft. Wir, als Pflegemenschen, wir sind nicht anspruchsvoll – alles kommt mit der Zeit von ganz alleine.
Und so ging es Tag für Tag ein Stückchen weiter, bis sie nach schon (für unser Empfinden, denn wir sehen solche Tiere immer mit anderen Augen und messen mit anderem Maß) kurzer Zeit alles für sehr angenehm empfand. Sie hat uns, ohne sich zu übergeben, im Auto begleitet – sie hat angefangen draußen ihre Geschäfte zu erledigen (den Durchfall hatten wir leider ein bisschen spät im Griff), sie lief einfach anständig an der Leine. Blieb man stehen, hat auch sie angehalten – lief man weiter, dann marschierte sie neben einem her, als würde sie das schon immer so tun. Nur ihre Schreckhaftigkeit, die hat sie draußen nie ganz verloren. Doch auch dieses Verhalten wurde täglich besser. Aber wir wissen ja, dass sich manche Verhaltensweisen beim Umzug in ein neues Zuhause wieder verstärken – doch Kuki ist immer auf einem guten Weg, Hauptsache für sie ist, sie hat einen Menschen oder Hundekumpels, bei denen sie kuscheln kann. Dann ist die Welt für sie in Ordnung.

Kuki und RonjaAls sie bei uns ankam, da war sie gerade am Ende ihrer Läufigkeit. Sie war immer ein bisschen müde und langsamer, das erschien uns unnormal. Das bedeutete für uns, dass wir einen Tierarztbesuch abstatteten. Entgegen unserer sonstigen Erfahrungen, dass unsere Shibas sich wie die Berserker und schreiend beim Tierarzt aufführen, ging Kuki schwanzwedelnd, ja gelassen und freudig in die Tierarztpraxis und begrüßte auch jeden im Wartezimmer. Eine ganz neue Erfahrung für uns, die aber anhaltend war und sich auch nach einer langwierigen Ohrenbehandlung nicht veränderte. Sie schien die Tierärztin regelrecht anzuhimmeln und war der Meinung, man könnte sich dort doch länger aufhalten. Mit leichtem Leinendruck musste man sie jedes Mal dazu bewegen, die Praxis wieder mit Mensch zu verlassen.
Ach wäre das doch nur mit unserer Ronja auch so einfach – ein Wunschtraum – wenn es dann aber sein muss, der pure Horror.
Leider hat die Blutuntersuchung ergeben, dass Kuki an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet – das bedeutet nun, lebenslange Tabletteneinnahme. Schon kurz nach der ersten Tabletteneingabe hat sich aber auch ihr Gesamtzustand verbessert und sie war bewegungsfreudiger und nicht mehr müde.
Am 14.6. war Kastrationstag – ein schwarzer Tag. Hierbei wurde festgestellt, dass die Gebärmutter stark mit Zysten befallen war und Kuki zudem einen Mammatumor hat, der sich nach der histologischen Untersuchung als bösartig herausgestellte. Es wurde alles Auffällige entfernt und wir hoffen natürlich, dass der Tumor nicht irgendwo anders gestreut hat.

Dann gab es da plötzlich nette Menschen aus der Schweiz, die Kuki einen Besuch abgestattet haben. Die Entscheidung für sie war schnell gefällt – wie sollte es auch anders sein.
Fairerweise haben wir die Beschwerden von Kuki offen auf den Tisch gelegt und trotzdem bestand weiterhin der Wunsch, Kuki FEST bei sich aufzunehmen. Es gibt dort im Haushalt noch einen freundlichen Shiba-Rüden und eine ältere, sehr charismatische Husky-Hündin – es schien zu passen und das Herz der Menschen war sowieso schon an die kleine verschmuste Maus verloren..
Wir wissen niemanden, der Kuki kennen gelernt hatte und sie vielleicht nicht nett und „süß“ fand – Kuki wäre auch ein perfekter Anfängerhund gewesen – unkompliziert und so natürlich, wie ein Wunschhund nur sein kann.Kuki und Ronja

Hemmungslos hat sie mit Jenny und Ronja geschmust, die Nähe gesucht, wenn Mensch nicht zur Verfügung stand – es war enorm, wie gelassen es die Mädels genommen und ihr immer diese Nähe gegeben haben.
Manchmal lag Kuki quer über Ronja oder Jenny – es gab nie ein Knurren von deren Seite, es war eine solche Harmonie – fast schon erschreckend. Nein, Kuki war kein Welpe oder Junghund, man hat sie uns als 5jährige Shiba-Hündin anvertraut, das mussten wir uns immer wieder vor Augen führen. Und für die 3 erwachsenen Hunde erstaunlich, dass es nie Streitereien oder Futterneid gegeben hat. Es bestand Harmonie von Anfang bis Ende.
Die letzten Tage nach der Kastration und bis zur Abholung des kleinen Goldschatzes haben wir noch sehr genossen und wollten uns nicht so ganz mit dem Gedanken des Loslassens anfreunden. Aber im Tierschutz muss die Vernunft siegen, sonst wird man sehr schnell selbst zum Animal-Hoarder.

Dann kam der 21.06., der Tag der Abholung. Wir haben uns innerlich vorbereitet und uns in der neuen Auffangstation getroffen. Wir dachten: hinterher wäre Ablenkung ganz gut. So war es dann auch. Die Formalitäten waren vorbereitet – es ging sehr schnell mit der Übergabe, denn man musste ja wieder nach Hause, in die Schweiz, fahren. Shiba-Freund Kisho war mitgekommen, um Kuki in Empfang zu nehmen, die alte Husky-Dame hat Zuhause auf den Neuankömmling gewartet.
Da standen wir dann mit Tränen in den Augen. Es tut schon weh und trotzdem ist man glücklich, dass jedes Sorgenfell noch die Chance auf ein tolles Zuhause hat – daran muss man einfach festhalten.

Kuki und JennyVergessen?? Nein, Kuki kann man nicht vergessen – sie lebt immer noch in Gedanken bei uns und man spricht viel über sie. Solche Pflegehunde sind ein Segen – man hat schon anderes in all den Jahren erlebt.
Ihr ganzes Wesen – ihre Zuneigung zu uns, die sie jede Minute ausgespielt hat – das werden wir immer in Erinnerung behalten. Wir freuen uns sehr, dass sie bei den netten Menschen in der Schweiz einen so tollen Platz bekommen hat, das alleine zählt – und wir haben alle Achtung vor diesen Menschen, dass sie trotz des Wissens über den bösartigen Mammatumor und die anderen gesundheitlichen Auffälligkeiten zu diesem kleinen Shiba-Mädel ein ganz klares und eindeutiges JA gesagt haben. So blieb es Kuki erspart, erst noch auf der Vermittlungsseite präsentiert zu werden.

Vielen Dank an Kukis neue Familie – „für uns ein Erlebnis, dass wir euch kennen lernen durften.“

Die Pflegefamilie

 

 

 

 

 

„Liebes Polarhunde-Nothilfe-Team

Kuki, Kisho und NanukJetzt ist es schon drei Wochen her, dass wir Kuki zu uns holen durften. Im Auto hat sie fast die ganze lange Fahrt geschlafen, abgesehen von einem kleinen Spaziergang am Bodensee mit ihr, Kisho und Nanook.

Kuki

KukiDie ersten Tage waren für alle, Mensch und Tier, aufregend und anstrengend. Vor allem Kisho musste sich an die neue Situation gewöhnen – machte dieser Neuzugang doch Plätze und Menschen streitig. Aber schnell merkte er, dass es friedlich doch viel lustiger ist. Und in unbeobachteten Momenten erwischten wir beide zusammen liegend.

KukiDas Dreiergespann funktioniert sehr gut. Es überrascht uns, wie viele Fortschritte in dieser doch erst kurzen Zeit zu beobachten sind. Kuki hat sich immer mehr geöffnet und ist schon jetzt zu Hause eine selbstbewusste kleine Shiba-Dame. Draußen machen ihr immer noch die vielen unbekannten Geräusche zu schaffen, aber auch das wird immer besser. Viele Situationen, in denen sie anfangs noch zusammenzuckte und „reißaus“ nehmen wollte, nimmt sie jetzt gelassen. Und wenn es ihr zu viel wird, zeigt sie das.

 

 

Kuki

 

 

 

 

 

 

 

Kuki

Die Medikamente nimmt sie ohne zu murren. Jetzt hoffen wir, dass der Mammatumor nicht gestreut hat und sie noch viele, viele glückliche Jahre bei uns verbringen darf. Kuki hat es in kürzester Zeit geschafft, sich in alle Herzen zu schleichen und wir sind dankbar, sie bei uns haben zu dürfen.

Liebe Grüsse

Alexandra und Richard mit Kisho, Nanook und Kuki

 


 

Lina

Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden,
ist wohl das schönste Glück auf Erden.
(Carl Spitteler)

Lina

Die fast 4jährige Lina wurde an uns übereignet, da ihre Menschen mit Kindern und Hund überfordert waren. Da wir diese Familienhündin nicht in der Station wissen wollten, suchten wir eine Pflegestelle. Diese fanden wir auch bei Menschen, die sie gerne vorübergehend bei ihrem Rüden aufnehmen wollten. Das war für uns eine große Erleichterung.

Dann stand Lina jedoch ab und zu bei Interessenten im Vermittlungsgespräch, doch leider konnte der für Lina passende Platz nicht gefunden werden. Und so zog sich die Vermittlung, bis von der Pflegestelle ein lautes „Hallo…..“ kam und man bei uns vorsprach, Lina könne von den Pflegeeltern fest übernommen werden. Sie war wohl nicht mehr wegzudenken.

Anschließend war es aber noch ein langer Weg, bis alle Formalitäten soweit über die Bühne gegangen sind, dass man sagen konnte „Lina ist so richtig angekommen“. Nun ist es aber soweit und wir freuen uns, dass die nette Hündin ihren Platz gefunden hat.

Der „vorübergehenden Pflegestelle“ sagen wir ein herzliches Dankeschön. Den Menschen und der hübschen Lina wünschen wir weiterhin ein glückliches und harmonisches Beisammensein.

Das Team der NfP-FDS

„Liebe Freunde,

ich bin nicht so der große Fan von vielen Worten, aber dennoch möchte ich euch wissen lassen, wie es mir geht.

Der Umzug aus Siegen war turbulent. Die haben mich einfach mitgenommen! Mensch, war ich sauer den Tag! Stellt euch vor: Plötzlich sind die vertrauten Leute weg, man verliert sein sorgsam gehütetes Revier und dann muss man auch noch mit einem anderen Hund zusammenleben! Ich war ganz schön durch den Wind und habe sogar vor Aufregung in die Wohnung gemacht – wie peinlich.
Zudem war mein männlicher Kollege auch gar nicht begeistert, dass er ungefragt eine Mitbewohnerin bekommen hat und war den ganzen Abend beschäftigt, sein Lieblingssofa vor mir zu verteidigen. Das war ein blöder Tag, sag ich euch. Aber ich sollte ja nur vorübergehend da bleiben, zur Pflege, so sagte man mir.Lina

Am Morgen drauf war es eigentlich ganz spannend, da zu sein. Am Abend gab es zwar großen Streit, weil ich das Bett für mich alleine haben wollte. Leider sah das mein Pfleger nicht ein – der ist stur, sag ich euch! Fast so stur wie ich! Eine wahre Plage! So musste ich in dem doofen Hundebett schlafen. Gut, der Klügere gibt nach.

Immerhin durfte ich morgens mit ihm kuscheln, als ich lieb gefragt habe. Es geht doch nix über einen kuscheligen Morgen, bevor man raus ins Kalte muss. Wir sind dann mit meinem Artgenossen eine große Runde spazieren gegangen. „Digger“ heißt der Kerl und er ist wirklich ein leidenschaftlicher Ballspieler. Auf dem Sportgelände durfte ich mit ihm zusammen spielen. Wir sind gelaufen, bis wir Beide uns kaum noch rühren konnten. Das war lustig! Und auf die Arbeit durfte ich dann auch mit. Das war spannend! Die Firma ist am Rand eines Gewerbegebiets mitten in großen Feldern. Da kann man toll spazieren gehen und mit den anderen Hunden, die auf die Arbeit mitkommen, rumtoben. Ich glaub, ich hab allein an dem Tag fünf neue Freunde gefunden.

So hab ich mich recht schnell eingewöhnt. Und wenn ich ehrlich bin, ich habe mein neues Zuhause recht schnell lieb gewonnen und hing auch sehr an meiner neuen Familie. Dann fiel es mir wieder ein: Ich bin ja nur zur Pflege hier. Mensch, wurde mir armselig zumute bei dem Gedanken.

LinaDa es den Zweibeinern ähnlich ging, haben wir alle zusammen beschlossen, dass wir doch einfach mal fragen wollen, ob ich da bleiben darf. Wir haben mit Klaus telefoniert und was war die Freude groß, als vereinbart wurde, dass ich hier wohnen kann!

Und so bin ich nun offiziell hier. Wir kuscheln und spielen viel, gehen zusammen laufen und ich darf eigentlich überall mit. Das ist echt cool! Den Garten hab ich auch schon umgestaltet. Ich glaub, ich hätte Landschaftsgärtner lernen sollen. Mein Herrchen sagt immer, ich sei ein Mischling aus Teddybär, Schneefräse und Marschflugkörper – was auch immer das bedeuten soll.

Ich habe auch einen neuen Lieblingssport entwickelt: Mein Herrchen backt sehr leckeres Brot – und ich schnapp mir jedes Stück, das ich davon zu fassen kriege. Man muss bei diesem Spiel nur sehr leise sein, damit die Zweibeiner das nicht merken – die wollen nämlich ihr Brot für sich behalten.

Inzwischen trag ich die Brotscheiben in mein Körbchen und verstecke sie unter dem Kissen. Wenn ich da draufliege, kommen die Zweibeiner nie drauf, wo das Brot hin ist und irren durch die Wohnung. Die haben sich sogar schon gegenseitig verdächtig, alles aufgegessen zu haben.

Nur einmal haben sie mich erwischt, weil ich nachts zu laut geknuspert habe. Das ist ja auch soo lecker! Leider tun die Spielverderber das Brot immer öfter in die Mikrowelle, die man nur mit einer Taste aufkriegt. So eine Gemeinheit! Aber ich krieg auch noch raus, wie ich die auf bekomme.

Lina

Ihr müsst das Spiel jedenfalls alle auch mal ausprobieren. Die Menschen gucken vielleicht blöde, wenn sie dann morgens frühstücken wollen und nichts mehr da ist. Ich hab selten so gelacht.

Viele Grüße und viel Spaß wünscht euch

Eure Lina“

 


 

Ende gut – Demon geht’s gut…

Warum sollte man mit Gewalt rauben, was man in Güte
durch Freundschaft und Liebe erhalten kann?
(Indianische Weisheit)

DemonFür den hübschen Rüden suchten wir ganz spezielle Menschen, die mit seinem Problemverhalten klar kamen.
Die „neuen Menschen“ haben keine Mühen gescheut, sich die Zeit zu nehmen, Demon erst einmal richtig kennen zu lernen. Einige Besuche fanden statt und erst als man sicher war, dass Mensch und Hund zueinander passten, hat man sich entschieden, ihn aufzunehmen.
Wir alle sind in solchen Fällen immer besonders froh, dass sich gerade für diese Hunde immer wieder wunderbare Menschen finden, die genug Engagement und Fingerspitzengefühl zeigen, mit einem so genannten „Problemhund“ klarzukommen und sich mit seinem Verhalten auseinandersetzen.
Der erste Bericht aus dem neuen Zuhause zeigt, dass Demon nun endlich einen Platz für immer hat:

„Hallo, hier schreibt Demon. Ich bin vor einiger Zeit in mein neues Zuhause gezogen und wollte euch berichten, wie es mir ergangen ist:

Als ich mit Frauchen und Herrchen in meinem neuen Zuhause ankam wurde ich von meinen neuen Menschen schon freudig erwartet.
Nur ich hatte so richtig noch keinen Kopf dafür. Alles roch neu, sah anders aus und die Stimmung von Frauchen und Herrchen war auch nicht so wie sonst. Das hat mich alles etwas verwirrt. „Was ist hier los?“, fragte ich mich und war ziemlich aufgeregt. Nach ein paar Stunden machten sich Frauchen und Herrchen auf den Weg zurück und ich blieb an diesem neuen Ort.

Da ich ziemlich aufgedreht war, beschloss meine neue Familie, mich auf andere Gedanken zu bringen und mit mir einen langen Spaziergang zu machen. Als ich mit ihnen zur Tür raus ging, hatte ich noch den Duft von Frauchen und Herrchen in der Nase und fragte mich, wo sie denn waren?! Ich schaute nach ihnen. Auf dem Weg zum Spaziergang (ist an einem ganz tollen See) war ich im Kofferraum etwas aufgedreht. Aber meine neue Familie hat mich gestreichelt und mich beruhigt. Als wir ankamen hatte ich Spaß.
Ich guckte hier, schnüffelte da, bin gesprungen, wollte meine Energie loswerden. Jetzt im ernst Leute, ich glaube, die junge Dame die am Ende der Leine war, hatte es an diesem Nachmittag nicht ganz so leicht mit mir. War aber trotzdem sehr geduldig! Ach ja, meine erste Maus habe ich an diesem Nachmittag auch gefangen. Mann war ich stolz drauf! Meine neue Familie hat das irgendwie aber nicht so gesehen, komisch oder? In den ersten Nächten wusste ich noch nicht so ganz wohin mit mir.

Ich hatte zwar mein eigenes Bett, konnte damit aber zu dem Zeitpunkt noch nicht viel anfangen. Ich bin hin und her gelaufen und zwischendurch zu meinen neuen Menschen gegangen. Ich glaube, sie waren in den ersten Tagen etwas übermüdet, aber trotzdem immer verständnisvoll und lieb zu mir. Ich war ja neu und musste mich erst eingewöhnen, so wie ich das anhand ihrer Gespräche mitbekommen habe.Demon

Ach ja, meine neue Familie hat übrigens auch einen ganz tollen großen Garten! Da fahren sie regelmäßig mit mir hin. Um die Ecke ist auch direkt ein Wald, wo sie mit mir dann auch immer einen großen Spaziergang machen. Da gibt es auch immer viel für mich zu gucken! Im Garten fand auch das erste Auskämmen statt. Mein neues Herrchen meinte, das müsste sein. Nicht, dass ich das unbedingt haben müsste, aber ich lasse es mir ohne murren und knurren gefallen.
Überhaupt habe ich mich in dieser kurzen Zeit sehr gut eingelebt. Ich weiß mittlerweile, wo meine Plätze sind, was ich darf und nicht darf (das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich immer mit den Regeln einverstanden bin, aber ich akzeptiere sie) und fühle mich in meinem neuen Zuhause sehr wohl!Demon

Morgens fährt Herrchen immer Fahrrad mit mir, damit ich meine überschüssige Energie loswerden kann. Mann macht das Spaß! Da gebe ich richtig Gas! Nachmittags mache ich dann immer einen riesengroßen Spaziergang mit Frauchen!

Demon

DemonEinen neuen Kumpel habe ich auch schon gefunden, einen Jack Russell-Rüden. Mit dem tobe ich immer, wenn wir uns sehen. Mit anderen Hunden komme ich ganz gut aus, vorausgesetzt, diese sind nicht patzig zu mir.

Abends vorm Schlafengehen gibt es für mich auch noch mal einen großen Spaziergang. Dann bin ich auch meistens kaputt und will nur noch schlafen. Als ich am 05.06.2014 vier Jahre alt geworden bin, habe ich ein ganz tolles Hundebett geschenkt bekommen. Meine Familie hat mir das auch noch schön weich gemacht, so dass ich ganz toll darauf schlafen und mich entspannen kann (siehe Fotos).

Ich fühle mich in meinem neuen Zuhause einfach sehr, sehr wohl. Man kümmert sich toll um mich! Ich bekomme meinen Auslauf, meine Streicheleinheiten und zwischendurch gibt es zum Futter auch das ein oder andere Leckerli (das muss sein, finde ich). Ich bin ein Familienmitglied, was ich auch jeden Tag zu spüren bekomme. Meine Menschen sagen immer, dass sie hoffen, dass ich ihnen noch sehr lange erhalten bleibe und dass sie mich nicht mehr missen wollen!

Diesen Monat geht es in den Urlaub an die Nordsee! Da freue ich mich schon riesig drauf!

Ich hoffe, meine Geschichte hat euch gefallen! Ich muss jetzt los! Mäuse, Kaninchen und Maulwürfe warten...

Gruß an alle, die mich kennen!

Euer Demon“

 


 

Caya – wäre nicht alles gekommen wie es kam, wäre sie heute nicht mehr am Leben…

Tara

Die nette Hündin Caya wurde von einer Urlauberin in der Türkei mit ihrem Welpen gefunden. Dank der spontanen Hilfe für Caya, die dem Tod ziemlich nahe war, scheint für sie heute wieder die Sonne. Ihr damaliger Welpe hatte leider nicht überlebt.Tara Gekümmert hat sich die Urlauberin, so dass Caya wieder auf die Beine kam – sie war lange Zeit in einer Klinik. Unsere Aufgabe war es, sie unterzubringen und für sie ein tolles Zuhause zu finden. Hier kam uns ein Zufall zu Hilfe, denn ein Ehepaar hatte wegen einer Hündin angefragt, die schon vermittelt war.

Für die beiden war es jedoch sofort selbstverständlich, Caya zu sich in Pflege zu nehmen.

Ja, in Pflege zu nehmen und daraus wurde eine wunderbare Geschichte, die uns die ehemaligen Pflegi’s hier nun selbst erzählen:

„Hier möchten wir über unsere Tara (vormals Caya) berichten, obwohl wir uns eigentlich für eine andere Husky-Hündin entschieden hatten. Unser Husky-Rüde Sky sollte eine Gefährtin bekommen. Unsere „Wunsch-Hündin“ war jedoch leider schon vermittelt.

Also baten uns die netten Leute von der NfP, als Pflegestelle für Caya einzuspringen, was wir auch spontan nach Erzählung ihrer Vorgeschichte taten. Bald schon setzten wir uns ins Auto und holten unsere jetzige Tara vom Flughafen FFM ab und nahmen sie mit zu uns nach Hause ins Oberbergische.

Als wir sie übernahmen sahen wir eine hungrige, ängstliche Husky-Dame, ziemlich abgemagert. Sie hatte kaum Fell, was vielleicht noch mit der Kastration zu tun hatte, oder es wurde ihr das filzige Fell abrasiert.

Zuhause angekommen, lief sie zuerst überall in der Wohnung umher, schnüffelte und liebäugte mit unserem Sky (der sich wie ein kleines Kind freute), was absolut friedlich und entspannt vonstatten ging.

Gegenüber uns Zweibeinern war sie natürlich noch etwas scheu (insbesondere gegenüber meinem Mann) und schüchtern. Sicherlich gab es ihr zu denken, was wir jetzt wohl mit ihr anstellen würden.
Doch zu unserem Erstaunen, wandelte sich ihr Verhalten sehr schnell und es schien, als ob sie bei uns schon Monate gewesen wäre. Sie verstand sich toll mit unserem Sky und beide waren wie kleine Kinder, die zum ersten Mal spazieren gingen oder in der Wohnung schmusten. Bei den Spaziergängen hatte sie nur die Nase auf dem Boden, schnüffelte und jedes Mauseloch wurde mitgenommen. An den Tagesablauf musste Sie sich allerdings noch gewöhnen. Morgens aufstehen (sie ist eine Langschläferin und ein Morgenmuffel), Spazierengehen ect., so machte sie in den ersten Nächten ihr Geschäft in die Wohnung, obwohl wir Abends gegen 21.00 Uhr mit ihr nochmals draußen waren. Wir ließen aber vorsichtshalber nachts die Balkontür auf, damit sie zumindest nach draußen gehen konnte... was sie dann auch tat. Eine Bestrafung hätte fatale Folgen gehabt, denn wir wussten, dieses Mädchen braucht Liebe und Zuwendung. Schon nach ein paar Tagen wurde unsere Geduld belohnt und sie orientiert sich an Sky, den sie immer im Auge behält und ihm viel abguckt „was macht er, was darf er“ usw..Tara

Mittlerweile meldet sie sich, wenn es soweit ist, will nur noch raus und animiert zum Spielen. Wir sind froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Tara ist eine herrliche Hündin, die wir auch manchmal lieb „Mäuseli“ nennen, weil sie so ein spitzes Gesicht hatte, als wir sie abholten.

Wenn Tara sprechen könnte, denken wir, dass sie sicherlich sagen würde: „Ich bin froh hier zu sein. Hier bekomme ich alles, was ich brauche, habe einen tollen Spielgefährten, ein nettes Frauchen und Herrchen, die mir alle Wünsche erfüllen. Sie haben jetzt extra ein Haus mit einem riesigen Grundstück übernommen, damit wir noch mehr toben und rennen können. Nachts schleiche ich langsam ins Schlafzimmer und lege mich neben die Beiden (ja, das darf ich). Ich strecke alle Viere von mir, weil ich mich dann Hunde-wohl fühle.Tara und Sky
 

Sky ist immer neben mir und passt auf mich auf. Morgens wird erst mal geschmust mit den Dreien. Das tut mir soooo gut und dann geht’s manchmal ab in die Stadt. Wenn ich die kurze Leine angelegt bekomme, weiß ich, jetzt geht es ins Auto und mein Schwänzchen wedelt wie wild. Dann beobachte ich genau, wo wir hinfahren. Da gibt es so viele Leute und natürlich auch andere Hunde, die ich beschnüffeln kann. Aber manche mag ich nicht und dann muss ich knurren und bellen. Sky bleibt immer entspannt, das muss ich noch von ihm lernen. Sonst bin ich ganz friedlich. Wenn ich die mal kennen gelernt habe ist alles easy.

Gesundheitlich geht es mir nach einem anfänglichem Besuch bei unserer Tierärztin sehr gut, auch mein Fell ist wieder ganz dicht und voll, außer bei den Bisswunden sind noch kleine Löcher. Zugenommen habe ich auch.Tara und Sky

 

Jetzt stehe ich stolz im Feld und kann mich voll auf die Mäusejagd konzentrieren, buddele Löcher und versuche auch mal einen Vogel zu fangen, was allerdings nicht gelingt, weil ich größtenteils an der Leine bin. Ich muss noch ein bisschen lernen, wenn Sie mich rufen und manche Kommandos beherrschen, damit ich auch mal ohne Leine laufen darf.
Denn ihr wisst ja, wir Huskys können Sturköpfe sein, und wollen nicht auf alles hören.

Ich habe jetzt ein tolles Leben, alles andere ist vergessen und ich darf jetzt bei meinen Pflegeeltern für immer bleiben.

Ist das nicht HERRLICH???

Liebe Leute von der NfP, DANKE, dass ihr es ermöglicht habt, dass ich zur Vermittlung nach Deutschland kommen durfte und mein jetziges Leben genießen kann.
DANKE - DANKE - EURE TARA !!!!! „

Wir werden Euch bei Gelegenheit auf jeden Fall einmal besuchen!!!!

Gruß die 4-Müller`s“

 

 

 

 


 

Und dann kam „Arashi“

Arashi

Araashi

Wir stellen sie nicht immer ins Netz, die Hunde, für die es bereits schon feste Menschen gibt, die kein Probewohnen in Anspruch nehmen.

 
Arashi war so ein Kandidat. Zusammen mit der Shiba-Hündin „Kuki“ kam er im April 2014 aus sehr schlechten Verhältnissen, man konnte sie einfach nicht mehr brauchen. Der ca. 2007 geborene kleine Hundemann war in einem miserablen Zustand, als er uns abgegeben wurde. Die Pflegestelle, die ihn abgefangen und sorgsam auf ein neues Leben vorbereitet und versorgt hat, sie bemerkte auch, dass Arashi starke Probleme beim Kauen hat. Nach einem Termin beim Tierarzt war auch schnell klar, dass Arashis Zähne eine absolute Ruine darstellten. Es mussten ihm 10 Zähne gezogen werden. Physisch und psychisch aufgebaut war es dann keine Diskussion mehr, dass er bald darauf, im Mai, reisefertig den Weg in ein neues Zuhause in der Schweiz antreten konnte.Arashi

Wir bedanken uns herzlich bei der verantwortungsbewussten Pflegestelle und bei Kerstin H., dem neuen Frauchen von Arashi – es ist nicht immer selbstverständlich, dass Tiere, die schon vor der Abgabe mit einigen Problemen behaftet sind, dann auch fest übernommen werden.
Wenn man dann die strahlenden Hundegesichter sieht, dann weiß man, dass man das Richtige getan hat, nämlich sie aufzunehmen und abzufangen.

Arashi

Das Team der NfP - Freudenstadt

Arashi

„Eigentlich wollte ich ja keinen 3. Hund mehr, aber als ich erfuhr, dass ein Shiba Inu ein neues zu Hause sucht, war es vorbei mit meiner Impulskontrolle.

Als Arashi, damals „Akita“, in der Pflegestelle eintraf, war er regelrecht verloddert und brachte seine eigenen Haustiere mit. Er wurde dort erst mal gebadet und es schien ihm zu gefallen. Als ich seine Fotos sah, war das erste was mir auffiel, dass er einen sehr glücklichen und freundlichen Blick hat und das sprach mich natürlich an.

Ich fuhr also zur Pflegestelle und blieb 3 Tage dort, um auch zu schauen, ob es mit meinen Damen klappt. Und was soll ich sagen? Wenn man gemeinsam an der Futtertube hängt, dann ist das Eis gebrochen. Ich erlebte einen sehr angenehmen, liebevollen und sehr neugierigen Arashi, der sich als Streber-Shiba rausstellte.

3 Wochen später zog Arashi hier ein. Und so nach und nach kam auch sein Shiba-Gemüt zum Vorschein. Nahm er auf der Pflegestelle noch jedes Leckerli, entwickelte sich der Herr hier zu einem Gourmet.Arashi

Draußen geht er auch ganz gerne mal, ganz Shiba-typisch seine eigenen Wege, denn schließlich muss Arashi ja auch schauen, wer alles zu Hause ist. Er ist ein Gute-Laune-Hund, der alles und jeden mag, was für ihn aber auch bedeutet, dass die Schleppleine sein bester Freund ist. Im Wald kann er problemlos ohne Leine laufen, da er dort wenig Ablenkung hat. Er findet es auch toll, wenn er belohnt wird und holt sich sehr häufig seine Belohnungen ab. Und, Arashi geht sogar freiwillig ins Wasser. Bis zur Brust ist er dabei und versucht auch schon mal ein Spielzeug aus dem Wasser zu holen.

Mittlerweile hat er sich sehr gut eingelebt, beansprucht alle Hundebetten und bleibt auch liegen, wenn Emmy sich zu ihm gesellt. Ein bisschen schüchtern gegenüber seinen Damen ist er noch, aber draußen, da passt er auf, dass seine Damen in der Nähe bleiben.
In der Wohnung ist er ein sehr ruhiger Zeitgenosse, der gerne auch mal bestimmt, wann es was zu fressen gibt, bzw. seine Wünsche ganz klar anzeigt.

So langsam lernt er auch, wieviel Freude das Spielen macht und dass ein „Click“ eine Belohnung bedeutet.

Er ist alles in allem, ein wunderbarer, liebenswerter Hund, der hier perfekt reinpasst.

Kerstin H.“

 


 

Ari

Ari

Ari

Das Übelste, das wir einem Lebewesen antun können, ist seine Pflege zu vernachlässigen oder hier sogar Gleichgültigkeit zu zeigen.
Wir möchten auch ganz deutlich sagen, dass wir es nicht nachvollziehen können, in welchem Zustand Ari an uns übergeben wurde. Es gibt keine Rechtfertigung – Kämmen ist völlig kostenlos und die Zeit MUSS sich ein jeder Tierbesitzer, oder in diesem Fall, die Partnerin und Familie nehmen!

Ari, damals noch Becks, ein Husky-Mix-Rüde wurde von uns vor gut zwei Jahren übernommen und in eine Pflegestelle vermittelt. Da Pflegeherrchen und Hund einen besonders guten Draht zueinander hatten, war schnell klar; Ari bleibt. Ari’s neuer Besitzer unternahm viel mit seinem neuen Gefährten – aber es kam dann ganz plötzlich die schlimme Diagnose, dass er unheilbar krank ist und keine Aussicht auf Heilung besteht. Trotzdem verstarb Ari’s Besitzer für uns alle sehr schnell und wir suchten dringend einen neuen Platz für den netten Rüden.Ari

Es meldete sich ein Interessent, der Ari besuchte, da ja sicher sein musste, dass die vorhandene Hündin und Ari sich mochten. Aber was er da antraf, ließ ihn ganz kurz überlegen, ob er nicht wieder gehen solle.

Ari war nicht wieder zu erkennen und was er sah hatte nichts mit den Fotos des schlanken Kerls mit glänzendem Fell zu tun, die man der NfP für die Vermittlungsseite geschickt hatte. Das Fell verfilzt und stumpf und an vielen Stellen, besonders am Schwanzansatz, völlig herunter geknabbert, dafür zwischen den Zehen so lang, dass Ari immer auf seinem persönlichen Teppich stand.Ari

Beim gemeinsamen Spaziergang stellte man fest, dass Ari und Tara sich prima vertrugen, man aber dann ja nicht nur EIN neues Tier mitnehmen würde, sondern recht viele, die in Aris verfilztem Fell hausten.

Aris Art aber bestach, so dass das neue Herrchen sich doch entschloss, ihn einzupacken und ihn wenigstens in Pflege zu nehmen. Der Kofferraum war kaum geöffnet, saß Ari schon drin und zeigte auch ganz deutlich, dass er mit wollte. So fuhr man schleunigst nach Hause und zum Tierarzt, denn jetzt nach der Fahrt brauchten beide Hunde dessen Hilfe gegen die Flöhe. Dieses Problem konnte man also in den Griff bekommen und das verfilzte Fell war die nächste Baustelle, die zu bearbeiten man anfing.

Ari aber ließ nur in ganz kleinen Dosen die Zupferei und Kämmerei zu. Meistens braucht man dazu Hilfe von netten Menschen, so dass Ari abgelenkt war.

Ja nach ganz kurzer Zeit entschloss sich Herrchen dann doch, Ari fest zu übernehmen, denn Ari ist ein ganz lieber, der im Haus überhaupt keine Probleme macht, überall mit hin kann und darf und gerne mit Tara kuschelt.Ari und Tara
Draußen jedoch muss Ari noch einiges lernen, denn sein Jagdtrieb ist sehr ausgeprägt und gelegentlich reitet ihn ein kleines Teufelchen und er versucht die Führung zu übernehmen. Auch ist manchmal die Kraft von Herrchen gefragt, besonders wenn ein Bach in der Nähe ist, kann man den lieben Kerl kaum bremsen und Herrchen hatte schon bei einigen Spaziergängen nasse Füße bekommen.Ari und Tara

Da aber mindestens einmal pro Woche diese langen Spaziergänge in einer Gruppe unternommen werden, schafft Ari es immer wieder mit seinen Wassereinlagen für Heiterkeit zu sorgen.

Wir sind froh, dass Herr St. keine Mühen gescheut hat, Ari wieder in den Zustand zu versetzen, wie er einmal war und auch darüber, dass Ari nun hoffentlich seinen Platz für’s Leben gefunden hat.

 

Ari

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 


 

Gute Taten sind eine Ware, bei der die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.
(unbekannt)

Adrian der Tulpendieb – bei uns heißt er „Borox“ und klaut einfach alles…

Borox

Wir wurden um Hilfe gebeten, von einem spanischen Tierschutzverein, der sich ausschließlich für Jagdhunde in Spanien einsetzt. Dort ist irgendwann der „angebliche“ Huskyrüde „Borox“ im Alter von etwa 5 Monaten gelandet, aber niemand interessierte sich für den hübschen und sehr lieben Kerl. Die Zeit verging und „Borox“ war nun schon 2 Jahre alt, als die Ehrenamtliche aus Deutschland uns fragte, ob wir ihm denn nicht helfen könnten, damit er nicht sein ganzes Leben im Tierheim verbringen muss.Borox

Wir lehnen es nicht grundsätzlich ab, Hunden aus dem Ausland zu helfen, aber es gibt hier bei uns auch sehr viele Notfälle, so dass uns meistens die Hände gebunden sind. Es gab jedoch einen Mann, der schon mehrere Hunde von uns aufgenommen hatte und gerne einen neuen Gefährten für seine Hündin suchte. Irgendwie wollte das nicht gelingen – entweder waren seine Favoriten schon vergeben oder die gemeldeten Abgabehunde kamen aus unterschiedlichsten Gründen nicht in die Vermittlung, oder es passte halt einfach nicht.

Uns fiel „Borox“ wieder ein und Herr H. bekam ein Foto. Es dauerte eine Weile, bis dann endlich die Rückmeldung kam, dass „Borox“ bei ihm und Sheila einziehen dürfe. Die Aufregung war auf allen Seiten groß – wie würde sich ein Hund eingewöhnen, der fast 2 Jahre in einem spanischen Tierheim war?

Der Tag kam, als „Borox“ den weiten Weg zurückgelegt hatte und noch für 2 Tage eine Zwischenstation im Tierheim einlegen musste. Bei der dortigen Abholung wurde Herr H. sofort von einem Tierheimmitarbeiter informiert, dass „Borox“ keine Männer mag.

Das fing ja wirklich gut an!

Aber es kommt eben meistens anders, als man denkt und dann war es so, dass „Borox“ sein neues Herrchen sofort mochte und es auch keinerlei Probleme mit der Huskyhündin „Sheila“ gab.

Sheila und BoroxBereits nach kurzer Zeit entpuppte sich „Borox“ als dreister Dieb. Er klaute alles, was er finden konnte – mal kam er mit einer Bananenstaude angelaufen und das nächste Mal fehlten die Sportschuhe des Herrchens. Die Schuhe hatten es ihm besonders angetan. Es machte ihm einen Riesenspaß, diese im Garten zu verstecken und dann gemeinsam mit Herrchen zu suchen. Dieser war sehr glücklich, dass „Borox“ nicht die Idee hatte, diese auch noch zu vergraben.

Er ist ein wahnsinnig anhänglicher Hund – weicht kaum einen Schritt von der Seite. Verträgt sich super mit „Sheila“ und macht es sich aber auch gerne einmal auf dem Sofa oder im Bett bequem. Dass er nicht im Bett schlafen darf, sah er anfangs nicht so wirklich ein und es gab einige Rauswürfe aus demselben.

Borox

Warum auch auf den Luxus verzichten, wenn man aus der Armut kommt?

Langsam wird „Borox“ auch ein wenig mutiger. Wenn er im Garten etwas sieht oder hört, flitzt er bellend raus, macht auf dem Absatz kehrt, um dann ganz schnell wieder im Haus zu verschwinden. Naja, es will hat gelernt sein, ein Wachhund zu werden.
Dafür hat er aber kürzlich eine Mücke gestellt. Laut bellend saß er, die Mücke fixierend vor ihr, und hat ihr durch das Bellen mächtig Angst gemacht. Dieses riesige Monster hat aber keinen Flügel bewegt und war sichtlich unbeeindruckt.

Er spielt sich mit seiner Art momentan in die Herzen aller Freunde und Bekannte, da er schon ein ganz braver und auch ein sehr schöner Hund ist.
An der langen Leine (8 m) spielen Sheila und er Fangen, Jagen oder Hüten (s.u. Lappländer Rentierhund), was auch immer die ZWEI da machen. Aber auch da kommt der Hütehund durch. Er jagt Sheila, wie wenn er ein Schaf in die Herde zurücktreiben will. Macht den Zweien viel Spaß.

Der Hundetrainer war auch schon da und nach seiner Einschätzung ist „Borox“ ein völlig unauffälliger und normaler Hund. Sicherlich muss mit ihm noch gearbeitet werden, aber es dürfte keinerlei Probleme geben.Borox

Herr H. ist sich aber sicher, dass er seinen „kleinen Feigling“ für nichts auf der Welt mehr hergeben wird.

Wir alle sind überglücklich, dass „Borox“ doch noch die Chance auf ein hundegerechtes Leben bekommen hat und danken Herrn H., dass es nun nicht zwingend optisch ein Husky sein musste. Der Charakter zählt und da hat Herr H. wirklich einen Goldschatz gefunden.

Vielleicht sogar einen reinrassigen Lappländer Rentierhund = Nuortariikas Lapinporokoira, denn die Fotos, siehe https://www.google.de/search?q=Nuortariikas+Lapinporokoira&client=firefox-a&hs=F0W&rls=org.mozilla:de:official&channel=sb&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=EwaxU9yyMc7ZPYzfgbgF&ved=0CDYQsAQ&biw=1280&bih=570

und auch der Charakter von „Borox“ würden es bestätigen. Warum sollte man eine solche Rarität nicht auch beim Tierschutz finden? – da ist nämlich nichts unmöglich.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt, dankt Herrn Werner H., dass er „Borox“ sein so wunderbares Zuhause gegeben hat.

 

 

 

 

 

 


 

N a k a i

Das Glück des Lebens besteht nicht darin,
wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben,
sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden…
(Carl Hilty)

Nakai

Wie es auch im Vermittlungstext wenig über den netten Rüden „Nakai“ zu berichten gab, so ist es auch heute aus seinem neuen Zuhause. Alles klappt gut – „Nakai“ ist glücklich – was soll man schreiben?

Für den stattlichen Kerl gab es einige Anfragen. Letztlich haben wir uns für ein Paar aus NRW entschieden, das bereits zwei Malamuten aus dem Tierschutz ein Zuhause gegeben hatte. Nach dem Tod des letzten Rüden war es ihr großer Wunsch, wieder einer „Lokomotive des Nordens“ ein Zuhause zu geben.

Nach einem Besuch in der 300 km entfernten Pflegestelle stand sehr schnell fest, dass Nakai sein Zuhause gefunden hat.Nakai

Er lebte sich sehr schnell ein und eine Akita-Hündin aus der Nachbarschaft ist seine Freundin geworden – beide spielen gerne ausgelassen zusammen im Garten. Ansonsten ist er bei anderen Hunden immer wieder für Überraschungen gut – einmal ignoriert er sie und dann wieder ist es besser die Straßenseite zu wechseln.

Im Haus ist er ein angenehmer Gefährte, auch wenn er hier die eine oder andere „Macke“ zeigt – das sehen die neuen Besitzer sehr gelassen. Ihnen ist nur wichtig, dass er die Echsen im riesigen Terrarium recht gut ignoriert. Ein Besuch beim Tierarzt gab es auch schon, denn seine Zähne waren nicht die besten.

Insgesamt können wir aber sagen: „Ende gut, alles gut – Nakai hat seinen Platz gefunden“

An dieser Stelle allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön – auch der Pflegestelle, die ganz spontan bereit war, Nakai aus der Pension in die häusliche Umgebung zu übernehmen.

Nakai

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt