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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juni 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Blue – ein wirklicher Sonnenschein

Blue

Blue trägt nicht nur die Sonne im Herzen, jetzt scheint sie auch auf sein eigenes bescheidenes Wesen.

BlueWir hatten Blue als Mitglied eines 11 Rudels (die Trennungswaisen) am 07.März 2014 in unserer neuen Auffangstation aufgenommen. Alle Hunde wurden in den letzten Jahren nicht artgerecht gehalten, gesundheitlich deutlich unterversorgt und mit wenig menschlichem Kontakt im Zwinger abgestellt. Jeder dieser Hunde hat sein eigenes Handicap oder eben sein eigenes Defizit mit dem man umgehen und an dem man arbeiten muss.

Blue's kometenhafter Aufstieg – nein, nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, dies wäre nur für uns Menschen erstrebenswert - sondern vom spanischen Straßenhund zum Gehegehund und jetzt zum gutversorgten Einzelprinz und Sofawolf.

Blue hatte in der Auffangstation einen besonderen Status inne, aufgeschlossener als seine Kameraden, freundlich, fröhlich und einfacher im Händling, eben nur ein sonniges Kerlchen! Dabei aber auch, etwas älter, in manchen Situationen recht unsicher, nicht sehr sportlich und Leishmaniose positiv. Nicht die besten Voraussetzungen.

Trotzdem hat sich die erwachsene Tochter einer unserer Pflegestellen Hals über Kopf in diesen Kerl verliebt, bislang, ohne ihn persönlich kennengelernt zu haben. Nach dem ersten Kontakt war klar, Blue würde umziehen und bleiben, wenn er sich mit den vorhandenen Chinchillas irgendwie arrangieren könnte.

Die erste Zeit war hart für das neue Frauchen, Blue konnte noch nicht genug körperlich ausgelastet werden und Chinchillas sind nachtaktive Nager. Die Nächte wurden also häufig von Ermahnungen unterbrochen, aber das ist Schnee von gestern. Durch regelmäßige körperliche Auslastung, Kopfarbeit und ein gezieltes Training genießt Blue das Chinchilla-Fernsehen von weitem, hebt allenfalls bei größerem Radau den Kopf vom Sofa und genießt dann die anfallenden Streicheleinheiten von Frauchen. Selbst die Katze der Familie muss nicht mehr um ihr Leben fürchten. Blue hat als intelligentes Kerlchen erkannt, dass Frauchen richtig uncool wird, wenn er versucht, die Futterkosten mit Hilfe der Katze niedrig zu halten.Blue mit Daito

Tägliche Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung haben seine Muskulatur wieder aufgebaut und gestärkt, wobei die Schäden der nicht artgerechten Haltung nur gemildert werden können, die Steifheit der Hinterhand wird bleiben. Blue hat mit Hilfe der Privathündin Lea und dem Pflegehund Daito (leider zwischenzeitlich verstorben) einiges an Umweltsicherheit dazugewonnen. Tägliche Rudelausflüge genießt Blue sichtlich, wobei Blue auch alleine mit Frauchen noch genug nette Hunde kennenlernt.

Alles in allem hat es Blue nicht schlecht getroffen, aber: Bei der Körperpflege gingen die Meinungen von Hund und Frauchen deutlich auseinander, Blue war der Meinung, ein Minimum an Fellpflege wäre ausreichend für einen Naturburschen. Der Hirsch im Wald wird auch nicht gepflegt und ist doch so schön... . Frauchen würde aber einen stinkenden und verfilzten Hirsch nicht auf dem Sofa dulden, also wurde mit Blue fleißig geübt und Blue hat begriffen, dass die Fellpflege deutlich kürzer ausfällt, wenn man mitspielt und die anfänglichen Knoten erst mal aus dem Fell sind.

Langsam beginnt er auch diese Art der Aufmerksamkeit ohne Brummler über sich ergehen zu lassen, vielleicht wird ja doch noch ein begeisterter, gern durchgebürsteter Naturbursche aus ihm.

Blue

Und das Team der NfP freut sich unbändig, dass Blue trotz „Leishmaniose positiv“ ein so verständnisvolles und tolles Zuhause gefunden hat.

Vielen Dank – das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Mogli – der Herzensbrecher

Mogli

Ein Wolf im Schafspelz??? Oder einfach nur ein Überraschungs-Ei?

Mogli

Wie auch immer – wir haben von einer anderen Orga einen Samojeden-Mix gemeldet bekommen und für uns war klar, dass wir dem kleinen Kerl helfen wollen. Und das ist auch schon eine ganze Weile her.
Eine Pflegestelle hatten wir schnell in Aussicht und das war die Hauptsache. Und ein kleines bisschen hatten wir die Hoffnung, dass er eventuell dort hängen bleibt. Das war jedoch ein langer Weg, denn Mogli kannte überhaupt nichts und musste erst einmal sorgsam überall herangeführt werden. Als wir jedoch nach und nach erfuhren, was der kleine Irrwisch alles so anstellt, da hatten wir erst einmal unsere Zweifel. Wir glauben, es war rein gar nichts vor ihm sicher. Aber anscheinend war man willens, alles in den Griff zu kriegen, was dann auch wirklich so geschah.

Mogli

Mogli hatte eine Pflegestelle gefunden, die ihn wirklich super in sein neues Leben geführt und ihn auf den richtigen Weg gebracht hat. Alles ohne Zwang, liebevoll und mit viel feeling.
Und aus dem kleinen stinkenden Hundekind ist ein stattlicher, bildhübscher Rüde geworden. Dass er ein absolut tolles Zuhause hat, davon konnten wir uns selbst überzeugen.
Auch wenn es sehr lange gebraucht hat, bis er so richtig und fest angekommen ist, war er doch nicht mehr wegzudenken. Zu lange war er auf der Pflegestelle, als dass man sich nochmals von ihm hätte trennen können. So bliebe s Mogli erspart, nochmals umzuziehen und uns, ihn erst noch auf der Internetseite vorzustellen.
Und wenn man das strahlende Gesicht von Moglis Herrchen sieht, dann weiß man, da haben sich ZWEI gesucht und „gefunden“.

Mogli

Danke für die Zeit und Mühe, die SIE und Ihre Familie in Mogli investiert haben. Es hat sich mehr als gelohnt.Mogli

„Ein kleines, verschüchterndes, weißes Fellknäuel kam vorsichtig aus dem Auto der Mitarbeiterin der Nothilfe. Er kannte mit seinen 7 Monaten keine Türen, bzw. hatte große Angst davor durch diese zu gehen.

Mogli

Nach gutem Zureden schafften wir es nach einiger Zeit, Mogli ins Haus zu bekommen, damit er seine neue Pflegestelle kennenlernen konnte. Dort angekommen, lernte er auch unsere Golden Retriever Hündin „Helloween“ kennen.
Die beiden verstanden sich auf Anhieb bestens.Mogli und Helloween

Bei unserem ersten kurzen Spaziergang fiel uns sofort auf, dass er auch vor Füßen Angst hatte. Einmal das Bein beim Gehen zu hoch gehoben, und Mogli reagierte panisch.
Zuhause durfte Mogli erst mal ankommen, sein neues Heim untersuchte er bald vorsichtig und wir ließen ihn einfach in Ruhe und warteten bis er auf uns zukam.

Am Abend war es dann Zeit, ins Bett zu gehen. In unserem Haus befinden sich die Schlafzimmer im OG. Unsere Hündin „Helloween“ schläft auf ihrer Matratze neben uns im Schlafzimmer auf dem Boden. Daneben legten wir eine Decke für Mogli.
Doch als wir die Treppe hochliefen, blieb Mogli stehen und war nicht dazu zu bewegen, die Treppe zu nehmen.
Da ich den kleinen, verängstigten Mogli in einem für ihn noch fremden Haus nicht auch noch bei Nacht alleine lassen wollte, holte ich meine Matratze ins Wohnzimmer und legte mich auf den Boden. Es dauerte nicht lange und Mogli kam immer näher zu mir und wir schliefen zusammen ein. Am dritten Abend schlief er dann schon ganz nah neben mir. Ein toller Vertrauensbeweis, ich war so glücklich!Mogli und Helloween

Nach vier Tagen Treppentraining, Stufe für Stufe und vielen Stücken Wiener Würstchen meisterte er die Stufen bis nach oben.
Wir konnten wieder alle zusammen im Schlafzimmer schlafen. Juhu!!

Auch sonst wurde Mogli mit der Zeit immer mutiger, er liebt alle Menschen und Hunde. Alle Menschen, die ihn sehen, sind von ihm begeistert, auch diejenigen, die eigentlich nicht so unbedingt Hundefreunde sind. Mogli ist zwar nicht, wie anfangs vermutet, ein Samojeden-Mischling, sondern ein ziemlicher „Deutscher Mittelspitz“. Doch unsere Helloween, wie auch wir, haben unseren kleinen „Spitzbuben“ so lieb gewonnen, dass der Familienrat beschlossen hat, Mogli darf bei uns bleiben.

Vielen Dank an die Nothilfe für einen so tollen Hund!

Liebe Grüße Mogli mit Familie“

 

 

 

 

 


 

Goofy im Glück – erstens kommt es anders – zweitens als man denkt

Goofy der Liebling der Familie

Goofy

Da kamen 3 Huskys mit ihrer neuen Besitzerin aus Schweden, da diese dort wohl eingeschläfert werden sollten. Also hatte die Besitzerin sie einfach mit nach Deutschland genommen. Dies jedoch, ohne sich über die Folgen bewusst zu sein – was tun, wenn sich keine Unterkunft für die Tiere auftut? Kurzfristig konnte eine Zwingeranlage angemietet werden, doch die Zeit und auch die Finanzen waren begrenzt. Ende März war Schicht im Schacht. Und wie es meist so ist, dann „brennt die Hütte“. Alternative hatte man keine.

Wir waren wegen der älteren Tiere sehr in Not und baten übers Internet dringend um Hilfe.

Die kam dann glücklicherweise in Form einer Pflegestelle für Goofy. Denn unser Sorgenfell Goofy hatte wirklich Pech an den Pfoten, es gab keine Nachfrage und das stimmte uns sehr traurig. Sein Kumpel Gandhi war auf unseren „Hilferuf“ hin schnell in gute Hände vergeben, für Rolex war eine Pflegestelle in Aussicht (zwischenzeitlich ist er auch fest vermittelt) – nur Goofy, er sollte alleine im Zwinger zurückbleiben? Fast ein Unding. Also haben wir nochmals alle Register gezogen und uns für den Hundemann ins Zeug gelegt. Mit Erfolg für eine Pflegestelle. Dass jedoch dieser Erfolg letztendlich ein „festes Zuhause“ für Goofy gebracht hat, damit haben wir nicht gerechnet und so war es auch nicht ausgemacht.

Es kommt meist anders, als man denkt. Die Situation für Goofy hat sich so anders entwickelt, dass man heute sagen muss „es war sein Glück“.

Aber lesen Sie selbst, wie sich manche Dinge im Leben einfach „so ergeben“. Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich Goofy über die Möglichkeit einer Pflegestelle in die Herzen der neuen Menschen geschlichen hat und bedanken uns herzlich dafür, dass er doch so richtig „ankommen“ durfte.

Das Team der NfP-FDS

 

„Eigentlich war es nicht so geplant, aber es kam wie so oft anders, als man denkt.Goofy

Auf der Suche nach einem neuen Hundegefährten und Kontaktaufnahme mit der Nothilfe-FDS, stand Goofy Anfang des Jahres schon einmal zur Debatte, aber ich konnte mich nicht wirklich entscheiden…. Ein dominanter Rüde, der wohl nur draußen in einem Rudel gelebt hatte, nicht stubenrein… Ich weiß nicht…

Goofy

Als Ende März ein nochmaliger Hilferuf kam, weil er endgültig und dringend aus seinem Zwingerdasein weg musste, haben wir Goofy ausdrücklich nur vorrübergehend als Pflegehund aufgenommen.
Alle Bedenken, die wir hatten waren verflogen und eine Entscheidung ist bald gefallen.Goofy

Goofy ist ein sehr souveräner, ruhiger Geselle, der absolut problemlos mit Artgenossen ist, immer noch Spaß am Rennen hat und danach ausgedehnte Schläfchen liebt. Dass er nicht stubenrein wäre habe ich nicht bemerkt. Ähnlich wie sein Bruder Gandhi ist Goofy Menschen gegenüber eher zurückhaltend, aber dennoch freundlich, genießt Streichel- und Massageeinheiten und taut immer mehr auf.

Wir sind glücklich Goofy bei uns zu haben und hoffen, ihm noch einen schönen, geruhsamen und langen Lebensabend bieten zu können.“

Wenn Goofy sprechen könnte, würde er vielleicht sagen…Goofy

„Nun bin ich endlich aus dem Zwinger ausgezogen. Zwar sind meine Kumpels nicht mehr da, aber ich besitze nun einen Garten und Hof, wo ich einige Lieblingsplätze habe. Im Haus habe ich auch ein Bettchen -, auch wenn ich mich da nicht so gerne aufhalte - ich habe aber schnell gemerkt, dass es auch dort bequem ist, vor allem, wenn es nachts kalt oder nass ist.
Mein Frauchen ist ganz ok. Sie lässt mich in Ruhe schlafen, wir machen regelmäßig Spaziergänge und mindestens einmal am Tag eine Fahrradrunde. Da kann ich zeigen, was ich kann. Es macht schon noch Spaß, aber ich merke, dass meine Ausdauer nicht mehr so groß ist und wenn ich schlapp mache, darf ich im gemütlichen Tempo weiterlaufen. Vor allem, wenn ich mich hinlege merke ich eben meine alten Knochen.

Hundefreunde treffe ich auch immer wieder und freue mich über Bekanntschaften, aber ich habe nicht mehr den Stress, mich behaupten zu müssen. Und überall gibt es Mäuschen – das macht sehr viel Spaß.

Mein Frauchen nimmt mich auch überall mit hin, wo es geht. Wir haben auch schon einige Ausflüge mit Übernachtung im Wald und sogar schon eine tolle Bootsfahrt gemacht.

So langsam gewöhne ich mich daran dass mein Rudel aus Menschen besteht. Alle sind nett zu mir. Ich glaube, hier bleibe ich. Wenn es im Winter dann noch Schnee gibt, wäre es perfekt.

Goofy

Mein Frauchen hat mir erzählt, dass es meine Kumpel Gandhi und Rolex (jetzt Troll) auch so gut getroffen haben, wie ich……!!!! Ich grüße die ZWEI mit einem herzhaften „Hwuuff“.
Euer Goofy“

 


 

Wyoming - Hoppla, hier kommt (jetzt:) Suki!

Suki

Als Wyoming am 7.3. mit ihren 10 Kumpeln als Trennungswaise bei uns eintraf dachten wir nicht, dass es doch einige Zeit dauern würde, bis die hübsche und sehr agile Hündin die passenden Menschen findet. Ihre anfängliche Zurückhaltung und Reserviertheit zeigte uns, dass sie vor dem Einzug in unserer Station nicht viel menschlichen Kontakt hatte. Es ist immer wieder schade, wenn nordische Hunde so reizarm und vor allem im Zwinger gehalten werden.Suki

Wir haben uns eine Familie mit einem souveränen Rüden für die nette Hündin gewünscht, der ihr zeigt, wie schön es sein kann, im häuslichen Bereich zu leben. Allen Trennungswaisen wünschen wir das, denn jeder für sich ist ein Rohdiamant. Als Blue ausgezogen ist, blieb Wyoming zuerst alleine, was sie gut verarbeitet hat. Dann zog jedoch Kajaani in eine Pflegestelle und Orsa fiel in ein tiefes Loch. Doch mit Wyoming als Partnerin war er wieder glücklich.

Ja und dann? Dann kam ganz schnell schon das große Glück für Wyoming auf ganz leisen Sohlen. Langjährige und liebe Mitglieder unseres Vereins hatten ihre tolle Hündin Aimi verloren, viel zu früh und die Trauer war unendlich groß. Dass jedoch der Kumpel von Aimi nach einiger Zeit den Boden unter den Pfötchen verlor und sich wieder nach einer Hundedame sehnte gab für Bens Menschen den Ausschlag, sich doch wieder nach einer Gefährtin für ihn umzusehen. Und dann war es auch schon geschehen. Nach einem Besuch bei uns in der neuen Station und der Kontaktaufnahme zu Wyoming wurde entschieden: das Mädel darf umziehen. Besser hätte sie es auch gar nicht treffen können, denn die Zweibeiner haben es einfach drauf – jeder Vierbeiner darf in Ruhe ankommen und sich eingewöhnen, man erwartet zuerst einmal gar nichts – der Rest geht einfach automatisch. Solche Menschen braucht man, die ohne Erwartungshaltung an die Anschaffung eines neuen Gefährten rangehen.

Walter, dir und deiner Familie vielen Dank – wir haben uns sehr gefreut, dass die Wahl doch für Wyoming ausgefallen ist, die ihr nun liebevoll „Suki“ nennt.

Suki und Ben

Und nun lassen wir die neuen Menschen zu Wort kommen:

„Anfang Februar mussten wir unsere geliebte Aimy, viel zu jung und nach langer Krankheit über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Für uns war klar, wenn unser Rüde Ben keine Probleme hat, werden wir so bald keinen zweiten Hund haben, zu tief war der Schmerz.Suki und Ben
Es sah auch die ersten vier Wochen so aus, als würde Ben prima alleine zurechtkommen. Doch so nach und nach schlichen sich bei Ben uralte, längst bewältigt geglaubte Verlassenheitsängste ein. Panik im Blick, wenn er allein zu Hause bleiben sollte und erste Versuche, Türen zu öffnen.

Also haben wir uns mit der Nothilfe in Verbindung gesetzt, wir wollten eine erfahrene Hündin, ca. Bens Alter, die ihm noch ein bisschen Sicherheit gibt. Da wir schon drei Hunde von der Nothilfe übernommen haben, einen 8-jährigen „Rennwagen“, ein 8 wöchiges Küken, einen 10 monatigen „Zerstörer“, die alle tolle Hunde wurden, sollte es selbstverständlich wieder ein Hund von dort sein.

Suki, vorher Wyoming, hatten wir eigentlich ausgeschlossen, da im Vorstellungstext stand: die wirklich wunderschöne Hündin..., sie würde sicherlich schnell viele Interessenten finden.

Aber meist kommt alles anders: die Hündin, für die wir uns interessierten war schon vorvermittelt und ausgerechnet Wyoming hatte noch niemanden.

So haben wir eine kleine Reise auf die schwäbische Alb unternommen und da Ben keine Probleme beim Kennenlernen hatte, haben wir Suki mit nach Hause genommen.
Eine souveräne Hündin, die Ben Sicherheit gibt, ist sie, bedingt durch ihre Vorgeschichte, nicht, es ist eher umgekehrt: wo Ben hingeht, läuft Suki hinterher, auf Spaziergängen ist sie nur mutig, wenn Ben dabei ist. Aber unser Großer hat die Führung ganz gelassen übernommen und wir haben alle den Eindruck, es geht ihm wieder gut.

Suki und BenSuki ist laut, neugierig, ängstlich, rumplig, sie singt mit Ben im Auto und quiekt vor Aufregung, wenn wir andere Hunde treffen oder Ben mal ein bisschen hinterher trödelt. Manchmal weiß sie nicht so recht, wohin mit der ganzen Aufregung, daran werden wir noch arbeiten müssen. Ein echter Vollgashund, der zuhause noch sehr unsicher ist. Ein Hund mit ganz vielen Facetten und es wird noch einige Zeit dauern, bis sie sich hier eingelebt und eingewöhnt hat. Aber wir geben ihr alle Zeit, die sie braucht, denn: Suki ist wie ein ganz liebes Vögelchen, dass mit 5 Jahren aus seinem Nest gefallen ist und nun die Welt erst kennenlernen muss!

Und die ganze Familie hat wieder öfter ein Lächeln im Gesicht.
PS: Sitz machen kann sie schon!

Familie B.“

 

 

 

 

 

 

 


 

Rolex – jetzt „Troll“ – ein liebenswerter Kobold

Troll

Ende Februar 2014 erreichte uns ein Hilferuf. Drei von vier Siberian Huskys, die mit ihrer Besitzerin von Schweden nach Deutschland gekommen sind, suchten dringend ein neues Zuhause. Nicht alleine wegen der Unterbringung, sondern auch aus finanziellen Gründen. Zeit hätte es bis Ende März, solange wäre die Versorgung gewährleistet, dann aber fraglich, ob der Zwinger, in dem sie untergebracht waren, noch zur Verfügung steht.

Umziehen und seine geliebten Vierbeiner mitnehmen ist die eine Sache, aber mit insges. 4 Hunden eine neue Bleibe zu finden, das ist nicht so einfach und war wohl ein bisschen unüberlegt.

Eine gute Lösung war die Unterbringung im Zwinger auf keinen Fall. Zudem wurden die Hunde von der Besitzerin auch nicht entsprechend ausgelastet, so ergaben sich einige Beißereien unter den Rüden. Und spätestens hier drängte die Zeit zur Übernahme.

Der Rüde Ghandi hatte schnell Menschen, die ihn direkt abgeholt haben, Goofy und Rolex konnten aber pünktlich zum Monatsende, am 31.3.2014, jeweils in eine Pflegestelle umziehen.
Während es auch bei Goofy sehr bald entschieden war, dass er fest in der Pflegestelle bleiben kann, wartete Rolex noch auf seine Chance. Hier drängte die Zeit nicht so, denn Rolex war zu einer netten Hündin mit Frauchen gezogen und bestens versorgt. Hier lernte er das Benehmen im Haus und genoss die Gemeinsamkeit mit dem Pflegefrauchen im häuslichen Bereich in vollen Zügen.
Gearbeitet wurde auch mit ihm, so dass er FAST zum Vorzeige-Husky wurde.

TrollUnd dann kam der Tag, an dem sich ganz schnell die Situation veränderte. Interessenten, die ihre von uns einmal vermittelte Malamuten-Dame verloren haben, sie hatten Interesse an Rolex. Die Pflegestelle wurde informiert und ein netter Überbringer arrangiert.
Und so zog Rolex – nun liebevoll „Troll“ genannt, noch am 29. Mai 2014 ins Badische Ländle um.
Wir freuen uns natürlich für den letzten Kandidaten des 3-er-Teams, dass er es so super getroffen hat. Und seine Menschen sind begeistert von ihm.

Bedanken wollen wir uns aber in erster Linie bei dem Pflegefrauchen mit Hündin Aisha. Rolex wurde kompetent auf ein neues Leben vorbereitet, wovon die neuen Menschen nun profitieren.
Danke auch an Familie K. für die problemlose Abholung in der Pflegestelle und das Verbringen ins neue Heim.

Und nun will Rolex/Troll natürlich selbst noch zu Wort kommen:

„Hallo liebes NfP-Team,

ich bin Rolex und ich wollte mich mal bei euch melden und berichten, was ich so alles erlebt habe, seit ich bei meiner neuen Familie bin.

TrollBei meinem Frauchen und Herrchen fühle ich mich wohl, sie sind sehr aufmerksam und liebevoll mit mir. Durch den Stress der Vermittlung und das andere Futter habe ich Magengrummeln bekommen und sie sind mit mir zu so einem Weißkittel gefahren. Dieser hat mich erstmal durchgecheckt und alles untersucht, auch meine Augen. Für diese muss ich mir ja regelmäßig Salbe reinmachen lassen, da ich durch so eine blöde Entzündung sonst blind werden würde. Aber das lasse ich geduldig über mich ergehen. Und gegen das Magengrummeln hat er mir Tabletten gegeben, die ich freiwillig genommen habe. Und siehe da, schon nach kurzer Zeit ging es mir wieder gut und das blöde Magengrummeln war weg.

In meinem neuen Zuhause gibt es ein paar Regeln, die ich befolgen muss. Manche fallen mir leicht, andere wieder nicht. Wie zum Beispiel dies, dass ich nicht auf das Bett darf. Immer wieder muss ich da runter, wenn ich erwischt werde. Ich weiß es zwar, aber manchmal kann ich einfach nicht widerstehen..... Aber ansonsten darf ich mich überall hinlegen. Hab' auch schon die eine oder andere Lieblingsstelle, wie z.B. die an der Terrassentür. Dort liege ich gerne, vor allem, wenn meine Menschen auch im Zimmer sind.
Bevor wir Gassi-gehen muss ich SITZ machen beim „Anziehen“ und Türe-öffnen, bevor es raus geht, und auch beim „Ausziehen“, wenn wir wieder zurückkommen. Aber da ich lernwillig bin, habe ich das ja sehr schnell kapiert und mache freudig mit.

Das Unterwegssein macht richtig Spaß mit den Zweibeinern. Wir machen längere Ausflüge, wo ich andere Hunde treffen darf. Zwischen durch muss ich zwar „trainieren“, so wie KOMM und SITZ. Aber wenn ich mitmache, dann gibt es oft eine Belohnung und es geht dann auch schneller wieder weiter...
Meine Nase ist oft am Boden, muss ja bescheid wissen, was da so alles unterwegs ist. Und wenn ich einen Sprung ins Grün neben dem Weg mache, um einer Maus nach zu stellen, haben sie auch nix dagegen.Troll

Nur eines finde ich gemein. Ich muss öfters durch ein Gebiet laufen, wo diese kleinen 4beinigen Klopfer rumrennen mit ihren weißen Stummelschwänzchen, und da erwacht mein Jagdinstinkt und ich will einfach hinterher jagen. Aber ich darf nicht, sondern soll ruhig weiter gehen. Wenn ich aber nicht will, weil man Blut so kocht, dann muss ich stehen bleiben und SITZ machen, bis ich wieder ruhiger werde. Aber ich glaube, ich werde auch darin immer besser, denn die Zweibeiner loben mich immer öfter und das finde ich gut!!!

Troll

Auch machen die ab und zu eine Pause, wo wir alle uns hinsetzen oder legen. Dann muss ich aber das Gras vor mir abbeißen, damit ich meinen Kopf hinlegen kann, ohne dass es mich kitzelt. Aber manchmal auch nur einfach so, weil es Spaß macht.

Mittlerweile haben sie auch einen neuen Namen für mich! Rolex fanden die Beiden wohl etwas komisch. So heiße ich nun TROLL. Auch ich finde den Namen gut und habe in schnell angenommen...

So, das war's erstmal von mir...

Grüße euer TROLL“

 

 


 

Lady & Max

LadyMax

 

 

Die gemeinsame Vorstellung von den beiden netten Huskys hat Früchte getragen, sie konnten aus dem Tierheim Schwebheim gemeinsam in ein neues Zuhause vermittelt werden.
Wir freuen uns sehr, dass es ein so gutes Ende für die Beiden gegeben hat und bedanken uns beim Tierheim Schwebheim für die gute Kooperation.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Kajaani – Wunder geschehen…

Kajaani

Kajaani

Unsere kleine „Zaubermaus“ hat endlich ein ganz festes Zuhause mit vollem Familienanschluss bekommen. Wir hätten es nicht geglaubt, dass wir für unser „besonders Notfell“ so schnell eine Pflegestelle finden würden, die sie dann auch noch FEST übernimmt. So mit allem Drum und Dran.
Es gehört schon sehr viel Verantwortungsbewusstsein dazu, sich für einen Hund zu entscheiden, von dem man überhaupt nicht weiß, wie er sich noch entwickelt – vor allem, was finanziell noch auf die neuen Menschen zukommt.
Umso mehr haben wir uns gefreut und sind von Herzen dankbar, dass es diese Menschen, die „das Wunder geschehen ließen“ für die kranke Hündin gegeben hat. Und wir haben sie diesen Menschen gerne überlassen.

Wir wollen es nochmals betonen: Kajaani war bei der Ankunft am 7.3. bei uns in der Auffangstation ein so instabiler Hund, dass wir es nicht fassen konnten, dass es möglich war, dass sie so lange unbehandelt gehalten wurde. Dadurch, dass sie ja kaum auf den Beinen stehen konnte, lag sie viele Stunden auf einem harten und dreckigen Boden, der ihr massive und schon entzündete Liegeschwielen bescherte. Auch diese schienen unbehandelt und wir setzten alles dran, die Hündin aus diesem Zustand zu befreien. So einfach war das aber nicht. Keiner der Hunde war es gewöhnt, ein Körbchen oder eine Decke sein eigen zu nennen. Und ein Hund, wie Kajaani, der fast nur noch aus Haut und Knochen bestand, keine Muskulatur in den Hinterbeinen aufweisen konnte, der lag nun viele Jahre auf einem harten Untergrund – und so war sie mit nichts dazu zu bewegen, sich auf die angebotene Decke zu legen.
Warum sollte sie auch, sie durfte das Gefühl der Geborgenheit ja gar nicht kennen lernen.

Warum wird ein Tier so behandelt, das krank und hilflos ist? Wir haben keine Erklärung dafür. Dass wir dann noch schief angeschaut wurden, weil es für Kajaani bei uns nicht gleich eine Besserung gab, das hat uns sehr getroffen. Wir waren jedoch fest davon überzeugt, dass es irgendwo da draußen in der Welt jemanden geben würde, der diese nette und vor allem so sehr menschenbezogene Hündin „auffängt“. Die tierärztlichen Versorgungen waren bereits in vollem Gange.

Ab sofort wollen wir die unschöne Vergangenheit von Kajaani ruhen lassen, es gibt für sie nur noch die Zukunft. Und dass es ihr für die Zukunft so richtig gut geht, dafür sorgen ihre neuen Menschen. Diese hat der Himmel geschickt. Und Kajaani konnte sich dort so richtig fallen lassen.Kajaani
Oh nein, sie muss da nicht mehr auf dem blanken und harten Boden liegen, sie hat ein Körbchen – sie hat weiche Decken – genießt es schon nach kurzer Zeit, dass man darauf viel bequemer liegen und träumen kann. Und wenn dann Herrchens Hände sie noch in den Schlaf streicheln – was kann denn schöner sein.
Nach Meinung von Kajaani kann das immer so sein, dass Herrchen nur für sie da ist – aber der muss ja auch mal das Geld für den Tierarzt verdienen. Und dann gibt es plötzlich auch eine beleidigte Kajaani, die das noch nicht so ganz versteht. Dann rennt sie verständnislos zu Frauchen, ob diese wohl mehr Ausdauer hat.

Kajaani

Zwischenzeitlich ist die hübsche Hundedame auch ganz gut auf den Beinen – natürlich für ihre Verhältnisse – so dass man auch wesentlich flotter mit ihr laufen kann. Und es sind schon gute Ansätze von neu gebildeter Muskulatur zu sehen, die vermuten lassen, dass sie auch bald so richtig große Strecken meistert.
Und wenn dann noch die Wurmkur gegen den starken Hakenwurmbefall vollends greift, dann ist die größte Hürde genommen.Kajaani

Auf jeden Fall geht es bergauf und wir können uns beruhigt zurücklehnen. Kajaani ist nicht nur bestens versorgt, sondern auch „in Liebe gebettet“.

Und wir verneigen uns demütig vor diesen Menschen, die bewusst schon einmal einen Hund, den Phelan, in einem ähnlich schlechten Zustand von uns übernommen haben und sagen DANKE. Auch Phelan hat den Himmel auf Erden und wir wünschen Kajaani und ihren neuen Menschen, dass sie gemeinsam mit Phelan noch eine lange und schöne Zeit verbringen dürfen.
Mach’s gut Kajaani – wir wissen dich in besten Händen.

In der Zeit, in der wir Kajaani erleben und bei uns haben durften, war sie nur eine offene, freundliche und besonders liebenswerte Hundedame. Und wir haben große Ehrfurcht vor dieser Hündin, dass sie trotz der wahnsinnigen Schmerzen, die sie ertragen musste, sich bei uns von Anfang an aufgeschlossen, verschmust und freundlich gab und keine Aggressionen zeigte.

Kajaani

Wir möchten uns auch bei all den Menschen, die uns spontan für Kajaanis Behandlung Spenden zukommen ließen, herzlich bedanken. Der Tierschutz braucht SIE – es ist schön, dass es SIE gibt.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Shiva – „sie kam, sah und siegte...“

Shiva

Gerade mal 1jährig, wurde uns die Husky-Hündin Shiva in die Vermittlung gemeldet.

ShivaIhre Menschen schienen mit den Nerven am Ende, das junge Energie-Bündel war doch ein wenig heftig für deren Verhältnisse. Der Vorgänger-Husky, ein Rüde, hätte bei weitem nicht so viel Dampf gehabt und man hätte ihn einfacher händeln können. Er wurde immerhin 9 Jahre alt und erst dann fiel er einem Verkehrsunfall zum Opfer. Eben frei von der Leine.
Das Problem an der ganzen Geschichte war, dass man auch Shiva fast immer bedingungslos abgeleint hat, sie sollte sich ihre Bewegung selbst holen. So war es dann auch, Shiba ging und kam, wie sie lustig war, das Rufen der Menschen interessierte sie nicht. Auch war sie weniger zugänglich wie der Rüde, der immerhin „ein wenig besser gehört hätte“.
Das Risiko von nicht angeleinten Hunden muss man wohl nicht diskutieren.

Es braucht auch nicht immer ein Nordischer zu sein, der auf so eine Art und Weise sein Leben lassen muss.
Nun ging es aber um Shiva, der man einfach auch von ihrem Bewegungsdrang her nicht gerecht werden konnte.

Lange hatten wir Shiva bei uns auf der Seite – viel zu lange. Sie war auch nicht einfach so mal schnell zu vermitteln, da wir zum damaligen Zeitpunkt noch keine Möglichkeit hatten, sie in der im Aufbau befindlichen Station aufzunehmen.
Natürlich gab es einige Nachfragen, sicher auch kompetente, doch schließlich ging es um Shiva und deren Bedürfnisse und es sollte so passen, dass sie gleich in ein festes Zuhause umziehen konnte. Zudem war sie es auch als Einzelhund nicht gewöhnt, mit anderen Kameraden zusammen zu leben. Also dauerte die Suche eben länger.

Für eine Eingewöhnungszeit wurde empfohlen, Urlaub einzuplanen, da keiner von uns voraussagen konnte, ob die nette Hündin auch wirklich alleine bleiben und die gestellten Bedingungen und die Erwartungshaltung mancher Interessenten erfüllen kann. Wir selbst können immer nur die Vorgaben der Besitzer weitergeben, wie sich ein neuer Kamerad im neuen Zuhause verhält, dafür gibt es –verständlicherweise- einfach keine Garantie.Shiva

Doch dann kam er – der richtige Interessent – nach einem Besuch war schnell klar, dass hier alles so passen dürfte und auch gewährleistet war, dass Shiva sich gut und problemlos eingewöhnen kann.

„Als ich nach dem Tod meiner Husky-Hündin beschloss, wieder einen Husky aufzunehmen, hat mir eine Bekannte den Tipp gegeben, dass auf der Seite www.polarhunde-nothilfe.com eine junge, hübsche Husky- Hündin zu vermitteln ist. Als ich sie auf den Fotos sah und ihre Geschichte gelesen hatte, war mir gleich klar, sie würde perfekt zu mir passen.

Kurze Zeit nach meinem ersten Anruf, wurde ich zurückangerufen und die Unterstützung, die ich von da an bekommen haben, hat es ermöglicht, dass ich bereits 2 Wochen später Shiva, ich nenne sie jetzt Aila, abholen konnte. Die Freude und Aufregung war groß! Nach einem Spaziergang und einem ausgiebigem Kennenlernen war mir sofort klar, dass ich sie gerne übernehmen möchte. So war es dann auch.

Aila ist sehr temperamentvoll und rennt für ihr Leben gerne. Mit Inlinern gebe ich ihr die Möglichkeit, sich ihrer Leidenschaft hinzugeben. Sie lernt sehr schnell und hat sich innerhalb kurzer Zeit sehr gut bei mir eingewöhnt.

Shiva

Von ihrem tollen Wesen und ihrer immer freundlichen Art bin ich total begeistert.

Ich danke dem Team der NfP-Freudenstadt für die Unterstützung.

J.V.“