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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im März 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Hansi – oder „Hans(i) im Glück“

Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest,
der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.
(Mutter Teresa)

Ein wenig Zeit ist schon ins Land gezogen, seit wir „Hansi den Husky“ vorgestellt haben, der sich auf die Suche nach dem ganz großen Glück gemacht hatte, dass ihm in seinem bisherigen Leben nicht zur Seite stand.Hansi

Erst als ein Ehepaar aus Deutschland auf ihn und seine Verletzungen aufmerksam wurde, sollte sich für Hansi sehr viel verändern. Nachdem er die vielen OP’s überstanden hatte, konnten wir uns auf die Suche nach einem Zuhause für ihn machen. Es gab sehr viele Interessenten und auch sehr nette Menschen, die Hansi gerne ein Zuhause geben wollten. Die Entscheidung haben wir dann doch seinen „Rettern“ überlassen, bei denen er ja auch ziemlich lange lebte und beide wollten Hansi wirklich nur mit der Gewissheit gehen lassen, dass man ihm im neuen Zuhause mehr bietet als sie es konnten.

Es fand sich schon bald eine liebenswerte Familie – es folgten Besuche und Hansi zog auch zum „Probewohnen“ dort ein. Schnell war klar, hier hatte Hansi seinen Platz für immer gefunden. Gerne würden wir auch Hansi’s Meinung dazu niederschreiben, aber es reicht uns aus, wenn wir uns die Fotos aus dem neuen Zuhause anschauen, um zu erkennen, es war die richtige Wahl.
Hansi wird weiter von uns begleitet und die eingegangenen Spenden werden für den Muskelaufbau und andere Therapien aufgewendet und wenn diese verbraucht sind, steht ihm die Pflegefamilie als Pate zur Seite.

Herzlichen Dank an all die Menschen, die Hansi die weiteren Therapien ermöglicht haben – Danke an die Eheleute K., dass Sie auch weiterhin für Hansi da sind und auch ein dickes Dankeschön an Familie K, dass Sie vorbehaltlos einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause gegeben haben.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Mein neuer Lebensabschnitt:

Hansi

HansiEin Husky sollte es sein… meinte meine jetzige Familie, nachdem Frauchen immer so begeistert erzählt hatte von den Nordischen, die laufen und ziehen, mit denen man Bikejöring und Skijöring und Scootern und noch so tolle Sachen unternehmen kann.

Und dann kam ICH! Hansi… mit kaputter Pfote, aber dennoch manchmal so richtig Husky. Meiner Pflegefamilie fiel es sichtlich schwer, mich ziehen zu lassen, aber ich glaube, nun hab ich mein Zuhause und mein größtes Glück gefunden.

Einer der ersten Kommentare meiner neuen Familie gegenüber: „Was für ein gechillter Hund!“ und ständig bekomme ich auch zu hören, was für ein schöner und lieber Hund ich doch bin und ich werde immer gestreichelt und durchgeknuddelt, echt Klasse hier.

Hansi im Glück

Meine neue Familie ist ganz vernarrt in mich und auch wenn ich manchmal etwas anstelle, so richtig böse kann mir dann doch keiner sein, wenn ich ganz bedröppelt guck und schwanzwedelnd angehüpft komme.Hansi

Autofahren liebe ich, das Alleine-bleiben müssen wir noch etwas üben und das mit dem ständig und überall hinterherlaufen wird auch schon von Tag zu Tag besser. An den Trubel einer Familie mit kleineren Kindern und das frühe Aufstehen habe ich mich sehr schnell gewöhnt. Die tägliche Suche nach meinem Schuh (den ich draußen immer tragen sollte) nach der Toberunde ist nun schon Routine und ich helfe dabei auch immer fleißig mit!

Und manchmal kommt eben der Husky in mir so richtig durch, wie zum Beispiel beim Katzen- oder Kaninchen-jagen. Anfangs dachten meine Menschlein ja, dass ich besonders wasserscheu sei, weil ich um jede Pfütze einen riesigen Bogen oder einen Satz drüber gemacht hab. Aber wenn ich im Fluss oder See Enten sehe, kann ich zum Hochleistungsschwimmer mutieren, sodass mein Frauchen schon überlegt hat, wie es wohl ist bei 4 Grad Wassertemperatur baden zu gehen, falls ich nicht zurückkomme.
Alle vier Wochen muss ich zur Physiotherapie und bedanke mich noch mal bei allen Spendern, die mir dies ermöglichen.

Ja, uns geht es prima…. ich bin der perfekte Anfängerhund und ich und meine neue Familie danken der NFP recht herzlich fürs Zusammenführen und dafür, das sie immer noch mit Rat und Tat zur Seite stehen! Wer weiß, vielleicht findet sich ja auch über die NfP mal ein Spielkamerad oder Kameradin für mich?!?! (der/die dann natürlich den Schlitten ziehen darf, mit mir oben drauf… hihihi)

Hansi

Bis bald euer Hansi, der Husky“

 


 

Tina - Nicht die Glücklichen sind dankbar,
es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Francis Bacon

 

Wir möchten es gar nicht mehr wissen, wie lange es nun gedauert hat, bis die hübsche Tina endlich die „richtigen Menschen“ gefunden hat. Lange genug hatten wir sie auf unserer Website zur Vermittlung ausgeschrieben.
Eine hübsche und zauberhafte Hündin, doch niemand hat sich für sie gemeldet – keiner hatte Interesse an ihr. Bis dann – naja, bis dann wirklich „die Menschen“ kamen, die Tina einfach nur toll fanden. Und das ist sie.Tina
Von einer anderen Orga haben wir Tina übernommen. Schon bei der Abholung spürte man, dass es sich hier um eine ganz besondere Hündin handelte. Im Auto war sie ruhig und sie hatte wohl gemerkt, dass sich nun etwas in ihrem Leben ändern wird.
So war es auch wunderbar mit anzusehen, wie den Interessenten das Herz aufging, als sie zum ersten Mal auf diese nette Hündin trafen. Es war gleich entschieden, dass sie herzlich willkommen ist – und auch der bereits vorhandene Rüde hat sich mit Tina angefreundet.
So viel Positives hatten wir nicht erwartet und den neuen, sehr netten Menschen haben wir Tina gerne anvertraut. Der weite Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Nun lebt Tina im Sauerland, gleich um die Ecke von unserem Mitarbeiter aus NRW und man trifft sich dort ab und zu mit den Hunden zu einem gemeinsamen Spaziergang.

Der folgende Text spricht für sich:

„Hallo, am 15.2.2014 haben wir Tina in ihr neues Zuhause mitgenommen. Nach einer ausgiebigen Beschnupperung und einem Spaziergang auf der Schwäbischen Alb war klar, „Tina kommt mit“.

Und die Entscheidung war gut!
Ca. 5h Autofahrt lagen vor uns, allerdings tauchte nach 30 min die Frage auf :
"Haben wir den Hund vergessen?"
Nein, Tina lag völlig entspannt im Kofferraum auf einer Decke, und so stellen sich auch alle anderen Erfahrungen mit ihr dar. Tina ist sehr ausgeglichen und entspannt, beim Spazierengehen ist sie vorbildlich, sie zieht kaum und wenn die Leine mal am Ende angekommen ist, bleibt sie stehen und schaut nach hinten, wo alle anderen denn bleiben!Tina

Tina ist auch im Umgang mit anderen Hunden sehr offen, jeder fremde Hund wird begrüßt und erst einmal geschaut, ob dieser auch kontaktfreudig ist. Sollte das so sein, wird natürlich auch getobt und gespielt.
Das gilt übrigens gleichermaßen für Rüden, wie auch für Hündinnen.
Sollte ein Gegenüber bellen oder gar aggressiv sein, wird dieser glatt ignoriert, worüber selbst wir sehr erstaunt waren. Sie ist eine sehr souveräne und gut sozialisierte Hündin.

Alles in allem sind wir sehr froh, dass wir Tina ein neues Zuhause mit reichlich Bewegung, aber auch mit der nötigen Ruhe und Zuneigung bieten können!

Sie ist ein absoluter Genießer und weiß übrigens auch, wo es sich am besten liegt.

Tina

Wir danken dem Team der NfP-FDS und schicken Grüße aus dem Sauerland

Tina und ihrer neuen Familie“

Und wir bedanken uns bei der Orga, die uns Tina anvertraut hat und wir bedanken uns bei den neuen Menschen, die so uneingeschränkt JA zu ihr gesagt haben.

das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., FDS

 


 

Happy End für Uhlan

Uhlan

Mehr zufällig sind uns die beiden roten Akitas Uhlan und Daito in die Hände gefallen, widrig waren die Umstände und lang war der Vorlauf, doch im Januar diesen Jahres konnten wir uns ein Bild von ihnen machen. Wir trennten die Zwei und jeder Hund bekam eine passende Pflegestelle. Schnell stellte sich heraus, dass die alte Hundedame eine Akita-Prinzessin war, ein freundliches Tier, das schon in der Pflegefamilie gefiel und die jetzigen Halter ganz mit ihrem Charme um den Finger wickelte.Uhlan

Die Familie ließ sich Zeit, besuchte Prinzessin „Uhlan“ in ihrem Übergangsdomizil, doch für die Menschen stand fest - sie wollten ihr eine feste Residenz geben. Uhlan ist eine moderne Monarchin, sie regiert fast schon partnerschaftlich-demokratisch und so hat sie auch die Katze, die im Haus wohnt, fest in ihren Hofstaat integriert. Obwohl der Verein die Information vom Tierheim bekam, dass Katzen nicht im Haushalt leben sollten, war man guter Dinge. Denn schon einmal beherbergte man dort einen schwierigen und schon älteren Akita, den man mit der Katze vergesellschaften konnte.

Akitas sind zwar als jagdpassioniert bekannt, dafür sind sie auch gelehrig. Auch können viele Haustier von Wildtier deutlich unterscheiden. Sobald eine Katze zum „Inventar“ gehört und der Mensch ein wachsames und geschultes Auge besitzt, können sich die anmutigen Japaner mit einem schnurrenden Hausgenossen arrangieren.

Uhlan ist gesundheitlich wie optisch vollends aufgeblüht und uns freut es ganz besonders, dass eine ältere Vertreterin der Rasse Akita Inu ein so kompetentes und liebevolles Plätzchen gefunden hat. Doch wollen wir Ihnen gar nicht vorenthalten, was Uhlans neue Familie zu berichten hat. Erfreuen Sie sich mit uns:

„Nachdem wir beide berufstätig sind und ein Freilaufkater bei uns wohnt war eigentlich klar, dass wir in dieser Konstellation keinem eigenen Hund gerecht werden können. So haben wir uns 2004 entschlossen, im nahe gelegenen Tierheim als Hundeausführer tätig zu werden. Als dann ein älterer ausgesetzter Akita-Rüde bei uns ins Tierheim aufgenommen wurde und wir ihn besonders häufig ausführten, kam es wie es kommen musste: wir haben uns in den Hund und der Hund hat sich in uns „verliebt“. Weder die Katze noch unsere Arbeitszeiten waren wirklich hinderlich, sodass er bis zu seinem Ableben am 23.09.2013 für ca. 4 Jahre noch bei uns lebte.

UhlanNicht nur das Haus, das ganze Leben schien uns ohne eigenen Hund so leer, dass wir immer wieder auf die Webseite von Akita-in-Not schauten, weil eines war klar: ein Akita sollte es wegen seines eigenständigen Charakters und seines Erscheinungsbildes wieder sein. So verfolgten wir mit großem Interesse das Drama in Bordeaux, wo 2 Akitas nach dem Tod des Besitzers zunächst im dortigen Tierheim untergebracht wurden. Letztlich wurden sie von Polarhunde-in-Not-FDS am 11. Jan.2014 übernommen und in verschiedenen Pflegefamilien untergebracht.

Zwischenzeitlich nahmen wir Kontakt zur NfP-FDS auf, um dort unser Interesse an Uhlan zu bekunden- sie schien nach allem, was von ihr bekannt war- in unser Leben ganz gut zu passen. So vereinbarten wir bereits am 12. Jan. einen Besuchstermin bei der freundlichen Pflegefamilie, um Uhlan persönlich kennen zu lernen. Sie wurde als den Menschen zugewandte Prinzessin beschrieben- genau so war sie: sehr freundlich, verspielt und verschmust- nur war sie es offensichtlich nicht gewohnt, auf Kommandos spontan zu hören noch liebte sie ausgedehnte Spaziergänge und schon gar nicht das zügige Gehen- alles Dinge, welche wir von unserem Akita und auch von unseren Tierheimhunden so gewohnt waren. Es folgten weitere sonntägliche Besuche bis wir uns klar waren, dass wir sie in unsere Familie aufnehmen möchten. Das Schicksal schien uns mit Uhlan (gesprochen Ülan) eine Entschleunigung verordnen zu wollen und das ist in unserer ansonsten reichlich verrückten Welt vielleicht ganz gut so!

Am 15. Febr. war es dann soweit, wir konnten sie abholen und in ihr neues Heim in Karlsruhe mitnehmen. UhlanWir waren schon gespannt, wie das alles so werden wird, aber sie hat alles perfekt gemacht. Nach 2 Wochen Urlaub mit ihr daheim ist alles schon so eingespielt, als wäre es nie anders gewesen: mit dem Kater klappt es gut (zum Glück ist er bereits Akita-erfahren!), sie konnte völlig störungsfrei viele Bekannte und Verwandte kennenlernen, macht gern mit uns zusammen Ausflüge auch mit dem Auto, verträgt sich mit dem 13 jährigen tschechischen Wolfshund Kimba aus dem Tierheim, welchen wir so gut wie täglich von zuhause aus betreuen. Ihn konnten wir nicht zu uns nehmen, weil er partout nicht allein bleiben kann- auch nicht mal kurz! So gehen wir so oft wie möglich mit beiden Hunden zusammen spazieren, auch dies ist überhaupt kein Problem. Wir wohnen am Rande der Rheinauen, welche wir fußläufig binnen 1/4 Stunde erreichen können. Was für ein wundervolles Bild aber: ein Wolfshund und ein Akita nebeneinander im Wald!Uhlan mit Kater

Jetzt sind noch keine 3 Wochen vergangen und Uhlan macht alles, was wir uns von einem neuen Familienmitglied gewünscht hatten- aber auch sie scheint gleiches von uns zu denken, sie spielt mit uns, geht gern überallhin mit, sei es der Besuch von Freunden, Einkaufen auf dem Markt oder störungsfreies Mitgehen ins Cafe oder Restaurant. Natürlich fällt sie allein schon durch ihr Äußeres auf, aber wir sind es ja gewohnt, von interessierten und neugierigen Menschen angesprochen zu werden. Manche fragen, ob sie sie streicheln dürfen- wir stimmen zu, wenn Uhlan den ersten Schritt macht und sich dem Menschen freundlich nähert- nicht von oben bitte und langsam abwartend, genauso wie sie es vormacht. Bei uns zuhause liegt sie tiefenentspannt auf ihren Lieblingsplätzen, am liebsten natürlich draußen auf der Terrasse oder im Garten- schlafend und wachsam zugleich, immer „strategisch“ geschickt mit Blick auf alle Richtungen, aus denen jemand oder etwas sich nähern könnte.

Sie hat es zugelassen, sich in der speziellen Hundedusche des Tierheims waschen zu lassen, (was kein Schaden war!), sie lässt sich gern das allzu dichte Fell kämmen, sie hat nach Einnahme von Medikamenten wegen ihrer Schilddrüsenunterfunktion und von speziellem Futter ihr Ziel von ca. 28 kg Körpergewicht erreicht (aus den Unterlagen geht hervor, dass es wohl mal 40 kg waren!). Sie hat verstanden, dass es nicht jedem gefällt, wenn sie ihre Geschäfte gleich im Garten erledigt, obwohl sie es so gewohnt zu sein scheint; sie geht daher Richtung Haustür, macht ein langes Uuuuu und dann geht’s raus, mindestens bis zur nächsten Grünfläche- dort ist es kein Problem, die Hinterlassenschaften auf geübte Art und Weise zu entsorgen.Uhlan

Wir sind so froh, sie bei uns zu haben; sie bereichert unser Leben und macht uns glücklich.
Sie weiß, dass sie angekommen ist- und genießt das sichtlich, wie wenn es nie anders war und auch bleiben wird…

Wir hoffen und wünschen, dass auch ihr ehemaliger „Mitbewohner“ Daito rasch ein dauerhaftes und schönes Zuhause findet.

Liebe Grüße aus Karlsruhe Daxlanden

Daniela H.und Frank Sch.“

Es hätte nicht besser passen können für Uhlan und wir möchten ein herzliches DANKE sagen an Familie H.-Sch., dass diese charmante Hündin gerade dort ankommen durfte. Ein tolles und harmonisches Zuhause – sympathische Menschen – was will man mehr? Es passt einfach ALLES.

Und an die Pflegestelle geht natürlich auch ein großes Danke, dass Uhlan so liebevoll und ohne Probleme in Pflege genommen, versorgt und auch geliebt wurde. Dass es nicht immer selbstverständlich ist, das wissen wir, umso dankbarer sind wir über solche Menschen, die einfach JA sagen und für die es nie Probleme zu geben scheint. Sie beweisen es immer wieder aufs Neue.
Nun hoffen auch wir auf ein kompetentes und dauerhaftes Zuhause für den großen Kumpel „Daito“ – wenn es auch ein bisschen länger dauert, aber auf etwas besonders Gutes können wir gerne warten.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Tikaani – alles Warten hat einmal ein Ende – ein „gutes“ Ende

Tikaani

TikaaniSeit November 2013 stand die nette Hündin auf unserer Seite zur Vermittlung. Es war frustrierend, kein Mensch hat sich auf Tikaani gemeldet. Uns war klar, an was das lag, denn oft sprechen die Fotos für sich. In diesem Falle „gegen Tikaani“. Ein Husky mit diesem Aussehen? Nein, die Bilder machten nicht viel her. Doch dann kam der Tag, an dem die Hündin einen Platz in Aussicht hatte und sie wurde von der Pflegestelle zu der Orga gebracht, die uns die Hündin zur Vermittlung ans Herz gelegt hatte.

Schon bei der Abholung waren wir uns nicht sicher, ob die avisierte Tikaani und die Hündin, deren Bilder wir veröffentlicht hatten, ein und derselbe Hund ist. Aber JA, sie war es.
Da uns kurzfristig die Interessenten abgesagt hatten, mussten wir Tikaani zwischen platzieren.
Aber nur für 2 Tage, dann kam uns die Idee, Menschen, die für eine etwas ältere Hündin in der „Warteschleife“ standen, anzusprechen. Zwischenzeitlich hatten wir neue Fotos ins Netz gestellt und gehofft, dass sich schnell eine Lösung für die zauberhafte Hündin ergibt. Denn wir hatten es bei der Abholung erlebt: Tikaani ist eine Zaubermaus, WARUM gehen die Menschen oft nur nach dem Aussehen? Für viele muss es der „typische Husky“ sein mit den blauen Augen. Aber die Menschen, die man nun im Visier hatte, die wollten nicht unbedingt einen Nordischen mit „blauen Augen“.

Nachdem der Besuch bei den Interessenten so super ausgefallen ist und es sich um äußerst sympathische und sportliche Menschen handelt, hat man ein wenig gepokert. „Nur mal anschauen – es besteht keine Verpflichtung – alles unverbindlich…..“ und es war auch so gemeint, aber unversucht wollten wir es nicht lassen. Einmal den Kontakt zu Tikaani aufgenommen, waren die Würfel gefallen. Tikaani durfte umziehen. Zwar zuerst als Pflege mit Option der Festübernahme, denn keiner wusste ja, ob das Mädel auch mal alleine Zuhause bleibt. Schließlich muss man ja auch noch arbeiten gehen.

Schnell stand dann auch schon fest, dass Tikaani wirklich so ein toller Hund ist, den man mit Sicherheit niemand anderem mehr gönnt.Tikaani
Zwischenzeitlich hatten wir wiederholt Kontakt zu Mensch und Hund und können nur bestätigen – es passt nicht nur, es passt „einfach alles“.
Und wir sagen vielen Dank, dass Tikaani „den Platz fürs Leben“ finden durfte.

Dann überlassen wir jetzt den neuen Menschen noch das Wort:

„Begonnen hat es vor genau 17 Jahren! Wir wollten uns einen Hund anschaffen und schon damals waren wir vom Aussehen eines Husky einfach begeistert.
Also Informationen eingeholt und ein Buch gekauft. Nach genauem Lesen waren wir uns nicht mehr sicher, ob wir mit den Eigenschaften eines Huskys zurechtkommen und haben uns daher für eine Golden-Retriver-Hündin entschieden. Wir hatten dann 14 Jahre viel Freude mit unserer „Akira“, bis sie leider eingeschläfert werden musste !
Nach 3 Jahren Pause war jedoch klar, ohne Hund geht es nicht, sonst wachsen wir auf dem Sofa fest und platzen in einigen Jahren aus den Nähten.

Und da war er wieder, der Gedanke an den Husky… wieder haben wir uns mit den Eigenschaften der Rasse auseinandergesetzt und viel im Internet gesucht. So sind wir auf die Seite der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt gestoßen und haben täglich nach Hunden gesucht, auch „Tikaani“ haben wir gesehen, aber da das Bild sie nicht wie einen Husky wirken ließ, wurde schnell weitergeblättert.

Nach der Kontaktaufnahme der NfP-FDS haben wir einen Termin mit einer Mitarbeiterin bei uns Zuhause gemacht, um uns über unsere „Wünsche „ zu unterhalten. Dabei kam auch das Thema Pflegestelle auf und wir haben uns dafür entschieden. Zuerst einmal wollten wir mit der Rasse in Kontakt kommen und herauszufinden, ob ein Nordischer „unser Hund“ sein könnte.
TikaaniDas herzliche Gespräch mit der NfP und die Ratschläge haben uns Mut gemacht und unsere Entscheidung bekräftigt. Nun war warten angesagt, bis der geeignete Hund auftaucht.
Schon 2 Wochen später, am Samstagabend klingelte das Telefon und die NfP berichtete, sie habe einen Notfall, da die vorgesehenen Menschen abgesprungen sind! Der Name des Hundes sei Tikaani, wir sollten uns das Bild im Internet anklicken und doch ganz unverbindlich vorbeischauen. Tikaani könnte evtl. zu uns passen und sei ein ganz toller Hund.
Wir also ab ins Internet und das Bild von Tikaani aufgerufen. Ach du Schreck, es war genau der Hund, den wir wegen des Aussehens eigentlich gar nicht wollten. Wir hatten uns doch auf einen Husky eingestellt……wie sage ich das nur den NfP’lern ?????
Also wieder angerufen und ganz ehrlich gesagt, was los war, aber man versicherte uns, dass das Bild nichts mit dem Hund zu tun hat, sie sei total schlecht dargestellt. Wir entschieden dann, am Sonntagmorgen loszufahren und Tikaani anzusehen.

Frau und Sohnemann Chris ins Auto - und ab ging’s. Nach 1 Stunde trafen wir die Betreuerin von Tikaani und bekamen die Hundedame zu Gesicht…schon der erste Anblick genügte, und wir Drei waren fassungslos : Das konnte nicht der Hund aus dem Internet sein, da waren wir uns sicher. Dieses Bild von einem Husky brachte Glanz in unsere Augen.
Es war jedoch DIE Tikaani, da ging kein Weg dran vorbei. Und so haben wir die erste Bekanntschaft mit dem Energiebündel gemacht. Sofort wurden wir freudig begrüßt und in Beschlag genommen. Bei einem Spaziergang wurde ausgelotet, ob die Arme stark genug sind, alles kein Problem. Die Freude über den gemeinsamen Auslauf war ihr anzusehen.
Dann folgte der Abschied und uns brach das Herz: Tikaani musste alleine in der kalten Notunterkunft bleiben…das tat verdammt weh.
Auf der Heimfahrt wurde beratschlagt, wie man es schaffen konnte, Tikaani so schnell wie möglich in Pflege zu nehmen und gleichzeitig nicht alleine im Haus zu lassen, denn wir sind alle 3 berufstätig.

Mit Resturlaub konnten wir dann die ersten 2 Wochen planen. Aber ein weiteres Problem tauchte auf: Wir hatten weder Leine, Napf, Futter, Halsband oder sonstige Utensilien im Haus, um einen Hund aufzunehmen….aber Tikaani war ja immer noch alleine – und es war Samstagabend.
Kaum Zuhause, rief ich bei der NfP an und fragte, wie wir es schaffen könnten, dass Tikaani keine weitere Nacht alleine bleiben muss?
Probleme sind da, um sie zu lösen: Alles was nötig war bekamen wir noch am Abend von den NfP’lern frei Haus geliefert. Wir sollen einfach losfahren die Hündin abholen, der Rest wird besorgt.

Wir also wieder in´s Auto und nochmals ab zur Norunterkunft, wo die Betreuerin schon mit Tikaani an der Leine wartete. Ganz schnell wurde Tikaani eingeladen und ab ging es nach Hause, wo sie erst mal sehr unsicher alles untersuchte. Auf dem glatten Plattenboden kam sie nicht so zurecht und Angst zeigte sie vor dem leise laufenden Fernseher.
Das fing schon mal gut an. …..
Dann kamen die Leute von der NfP, brachten alles Notwendige vorbei und dann stand auch schon die erste Nacht bevor: Absolut problemlos, keinen Laut hat man gehört und sie hat nicht in die Wohnung gemacht.

Mittlerweile sind 6 Wochen vergangen und wir können nur eines sagen: Tikaani ist ein fester Teil von uns, ein wunderbarer Hund und dazu noch wunderschön. Manchmal anstrengend, noch in der Grunderziehung, mit viel Jagdtrieb aber sehr gelehrig und aufmerksam. Sie macht einfach nur Freude. Wir geben sie um keinen Preis der Welt wieder her!!

die neue Familie“
PS: Unsere Fitness hat erstaunlich zup-, die Pfunde haben abgenommen, was für ein schöner Nebeneffekt

 


 

Siku der Kettenhund – ein Notfell hat das Beste aus seiner Situation gemacht

Siku

SikuÜber einen befreundeten Tierschützer wurde uns von der Retterin der Kettenhund Siku als Notfall gemeldet und ans Herz gelegt.

Die Retterin hatte das Notfell bereits auf eigene Kosten und in Eigeninitiative (alle Achtung vor dieser Frau) kurzerhand aus seinem tristen Dasein befreit und in einer Hundepension einquartiert.

Nein es eilt nicht, aber es wäre schön, wenn man bald ein gutes Zuhause für ihn findet. Nur passen sollte es, da der Rüde ja nur Kette und Zwinger kennt und in seinem bisherigen Leben so gut wie nichts kennen gelernt hat.

Was sollen wir sagen? Es hat gepasst. Ein Volltreffer ins Schwarze.

Wie es nun mal so ist mit diesen „Bestimmungen“. Auch hier taten sie ihre Wirkung. Ein rettender Anruf von Michael H. „Habt ihr uns einen Hund – aber es muss ein Rüde sein und er muss zu Glory passen“. Ja, wir hatten !! Und ein Termin zum Kennenlernen war schnell ausgemacht. Die Retterin verabredete sich mit den Interessenten und da war es auch schon geschehen. Siku durfte schnell umziehen und wir sind der Meinung, besser hätte es nicht kommen können.

Sorry, natürlich wollen die Neuen auch mal zu Wort kommen – und sie sind total euphorisch, denn Siku tat so, als sei er doch schon immer - und ausschließlich dort gewesen.Siku und Glory

„Liebe Nothilfler,

Siku ist von der Hundepension zu uns in Pflege, mit der Option der Fest-Übernahme, umgezogen. Es hat nicht lange gebraucht, es steht fest, „er bleibt“ bei uns.

Die Bedingungen hierzu waren Verträglichkeit mit der vorhandenen Huskyhündin Glory, sowie die Fähigkeit nach einer Eingewöhnungsphase über längere Zeit alleine bleiben zu können. Mittlerweile hat sich Siku sehr gut eingelebt.

Glory und Siku

Am Anfang war er sehr zurückhaltend und auch etwas ängstlich. Jetzt ist er schon wesentlich mutiger, spielt und tobt mit Glory. Des Weiteren hat er die Husky-typische Neugier und Entdeckerlust angenommen. Sein Verhalten innerhalb der Wohnung ist allen Befürchtungen zum Trotz bis auf wenige Ausnahmen einfach super. Ein bisschen mangelt es noch an der Stubenreinheit. Was soll’s, wir sind alle nicht perfekt. Und Siku ist sehr lernfähig und gelehrig, er wird auch dieses kleine Problemchen in naher Zukunft bald unter Kontrolle bekommen.

SikuWie schon Glory, die auch von der NfP-FDS gekommen ist, ist auch Siku ein richtiger Glücksgriff. Man erntet ständig Aufmerksamkeit anderer Spaziergänger beim Gassigehen und wir werden noch viel Freude mit dem tollen Burschen haben, das ist gewiss.

Siku und Glory

Doris und Michael“