Glücklich im.. [Archiv der Glücklichen]  [Jan'14] [Feb'14] [Mar'14] [Apr'14] [Mai'14] [Juni`14] [Juli'14] [Aug'14] [Sep'14] [Okt'14] [Nov'14] [Dez'14]

+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Oktober 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

KOJAK – das Warten hat sich wahrlich gelohnt

Kojak

Die Hartnäckigen gewinnen die Schlachten
(Napoléon Bonaparte)

Lange hat es gedauert, bis Kojak ein neues Zuhause gefunden hat. Als einer der 11 Trennungswaisen zählte er im März 2014 zu den ersten Bewohnern unserer neuen Auffangstation. Seinem Verhalten nach hatte Kojak schon Schlimmes erlebt: er hatte Angst vor Menschen (vor Männern sogar regelrecht Panik) und bei schnellen Bewegungen duckte er sich, als erwarte er gleich Prügel.Kojak

Mit der Zeit taute unser Hübscher aber immer mehr auf und gewann auch an Vertrauen zu Menschen. Aber den meisten Interessenten war er zu alt. Oder zu stark. Oder er vertrug sich nicht mit den bereits vorhandenen Vierbeinern. – Die eine um die andere Hoffnung auf Vermittlung wurde zerschlagen. Und allmählich schien Kojak aufzugeben. Doch dann…

… dann kam Mandy. Und für Kojak begann ein neues Leben. Eines, das ihn wieder in die Nähe seines Geburtsortes zurückführte, quasi „back to the roots“. Allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass er nun ein vollwertiges Familienmitglied und nicht einer von vielen Zwingerhunden ohne feste Anbindung ist. Wie toll er es getroffen hat, können Sie folgendem Bericht entnehmen:

„Für das Wochenende um den 3. Oktober hatten wir schon länger einen Besuch in der Auffangstation geplant. Und als dann unser lieber „Wolli“ - einer unserer 3 alten Nordischen - wenige Tage vorher überraschend verstarb, war recht schnell klar, dass ich entweder Orsa oder Kojak mit nach Hause nehmen werden als neuen Dritten im Hundebunde.

Beim Besuch in der Station fiel die Wahl recht schnell auf Kojak. Das fühlte sich richtig an.

Und so sackte ich ihn am Sonntagmorgen ein und nahm ihn die weite Strecke mit zurück – wieder die knapp 800 km, die er bereits im März als einer der 11 Trennungswaisen zurückgelegt hatte. Diesmal fuhr er jedoch auf der Rückbank im PKW und überraschte während der langen Fahrt erfreulicherweise mit Coolness.

Fröhlich nahm er das Wegfahren zur Kenntnis und schlief dann erst einmal ein paar Stunden durch. Nach einer kurzen Pause ging es auch direkt weiter; die weitere Fahrt verlief insgesamt ohne nennenswerte Unterbrechungen.

Und so kam ich wie geplant noch pünktlich vor der Dämmerung zu Hause an. Nun hieß es, Kojak ausladen und hoffen, dass es ihm bei uns gefällt, dass er nicht zu viel Angst vor Micha hat und dass er sich vor allem mit unseren Hunden - Maggi und Pumi - versteht. Sie kennen sich ja von früher – hoffentlich mögen sie sich auch (noch).

Kojak trifft Magua

Schnell war zu sehen, dass Kojak unser Garten allemal sofort gefiel. Viel Platz! Viel Grün! Juhu! Neugierig wuselte er durch die Gegend und ließ sich trotz seiner Angst vor Männern nicht davon abhalten, auch in Michas Nähe neugierig das Gelände zu erkunden. Der erste Kontakt mit unserem Greis Magua verlief ruhig und problemlos. Man war sich schnell einig, dass man wohl ganz gut miteinander auskommen könne. Der erste Stein fiel uns vom Herzen.

Und auch unser kleiner Pumi fand Kojak nett und ließ sich sogar großmütig dazu herab, dem Newbie mal das gesamte Grundstück zu zeigen. Es gibt ja eine Menge Plätze zu erkunden.

Pumi und Kojak

Die wichtigste Hürde war genommen: Alles gut zwischen den Hunden!

Dann dämmerte es auch schon; es gab das erste Futter; und dann zeigten die Uhrzeiger langsam Richtung Nachtruhe.Kojak im Wintergarten

Da Kojak sich partout nicht traute, das Haus zu betreten, mussten wir wieder einmal auf unseren – schon vielfach hundeerprobten und von außen zugänglichen - Wintergarten für die Nacht vertrauen.Und so war es dann auch: Kojak hatte sich im Wintergarten einquartiert.

Damit waren wir beruhigt und erst einmal zufrieden. Er lag hoch, trocken und kuschelig – den Weg ins Haus hinein durch die Hundeklappe wird er schon finden und nutzen, wenn er soweit ist.

Nach ca. 3 Wochen traute Kojak sich ins Haus. Und mittlerweile – nach knapp 6 Wochen – ist Normalität eingekehrt.

Kojak schläft jetzt im Haus

Er liebt die Hundebetten, er benutzt selbstständig die Hundeklappe, wenn er raus oder rein will und hat sich eingelebt. Es gilt: mittendrin statt nur dabei!

Kojak ist angekommen und ein fester Bestandteil unserer Familie geworden.

Kojak beim Spaziergang

Auch bei den Spaziergängen hat sich bereits eine schöne Routine entwickelt. Kojak ist wesentlich jünger als unsere anderen Hunde und braucht entsprechend mehr (und schnellere) Bewegung. Daher müssen wir uns ein wenig aufteilen, damit alle ihren Bedürfnissen entsprechend beschäftigt werden. Das klappt prima. Morgens laufe ich mit Kojak und Pumi erst einmal eine große Runde quer durch die Wälder, was beiden Hunden und auch mir riesig Spaß macht.

Kojak kommt mit all den neuen Reizen in den Wäldern nach und nach immer besser zurande.

Kojak im Wald

Das extreme Ziehen und das sture Geradeaus-Gerenne wird immer weniger, sein Interesse an der Umwelt – und vor allem natürlich an dem, was Pumi andauernd irgendwo am Wegesrand erschnüffelt – wird immer größer.

Wir beginnen derzeit gerade in kurzen Einheiten mit den ersten Rückruf- und Warte-Übungen an der 10m-Flexi. Er lernt schnell und hat viel Spaß daran.Nachmittagsrunde

Am Nachmittag laufen wir alle zusammen eine langsame Runde durch die angrenzende Umgebung. Unser Maggi – der Älteste der 3 – schafft keine schnellen großen Runden mehr, aber eine kleine gemütliche pro Tag, wenn er ausgeschlafen hat – die schafft er noch und hat auch viel Freude daran.

Also schlendern wir jeden Tag einmal langsam durch den Wald, um unseren Ältesten glücklich zu machen.

Da Kojak mit seinen erst 9 Jahren aber natürlich auch gerne nochmal richtig Gas gibt, steht alle paar Tage auch eine Radtour für ihn auf dem Programm.

Kojak auf Radtour

Da lässt er es dann ordentlich krachen und legt streckenweise ein Tempo vor, das man meinen könnte, er möchte das Fahrrad unbedingt auf mindestens Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.

In der Summe bleibt also nur noch zu sagen: Welch ein Glück, dass alles so kam, wie es kam. Der Kojak - der hat uns allen gerade noch gefehlt!

Kojaks neues Rudel

Viele Grüße von Mandy, Micha, Pumi, Maggi und Kojak“

Dazu gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen. Besser könnte Kojak nirgends aufgehoben sein! So wünscht man es sich für jeden Schützling. Mögen ihm und seiner neuen Familie noch zahlreiche glückliche Jahre vergönnt sein.

Danke Mandy für einfach „alles“ und wir wünschen dir und Micha weiterhin viel Freude mit Kojak, Magua und Pumi

Das gesamte Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Yoko – sie hat nun ihr Zuhause gefunden

Verwandle große Schwierigkeiten in kleine
und kleine in gar keine.
(Chinesische Weisheit)

YokoWir alle hätten nie gewagt zu glauben, dass die hübsche Hündin „Yoko“ doch so schnell „ihr“ Zuhause finden würde.

Von einem Tierheim wurden wir gebeten, Yoko auf unserer Seite vorzustellen, da man dort kaum Chancen sah, für einen Hund mit einer schlimmen Vergangenheit einen Platz zu finden. Vor allem auch, da Yoko nicht erst im Tierheim zeigte, dass sie gelernt hatte, sich zu verteidigen.
Das Zusammenleben mit den Menschen hat sie zu einem so genannten auffälligen Hund gemacht.

Das Tierheim und die Gassigängerin haben den Glauben an das Gute im Hund jedoch nie aufgegeben. Gemeinsam mit unserer „Fachfrau Tanja P.“ wurde ein Vermittlungstext geschrieben, der die Probleme von Yoko und die Anforderungen an den neuen Besitzer darstellte, geschrieben.

Es verging eine Weile, aber vor einiger Zeit haben wir die nachstehende Nachricht erhalten. Wir haben noch ein paar Wochen ins Land ziehen lassen, bevor wir diese veröffentlichen, denn es hätte ja passieren können, dass Yoko bei den neuen Menschen doch wieder die alten Probleme zeigen würde. Hat sie nicht – und deshalb sind wir überglücklich, sie nun von den Vermittlungshunden, hierher „umziehen“ zu lassen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

„Liebe Polarhunde-Team,

ich habe noch sehr schöne Nachrichten für Sie: Vor einiger Zeit durften wir vom Tierheim bei uns in Kolbermoor die Husky- Hündin Yoko auf Ihrer Seite vorstellen. Am Wochenende durfte sie aus dem Tierheim ausziehen Ein Herr aus Stuttgart ist über Eure Seite auf sie aufmerksam geworden, hat sie zusammen mit seinem eigenen Husky- Rüden besucht und das Wochenende darauf hat er sie schon geholt!

Yoko

Wir freuen uns alle so für sie! Auf unserer Tierheimseite sind Bilder und ein Text dazu eingestellt, falls Sie es sich anschauen wollen...<klick>
 

Wir danken Ihnen und ein ganz besonderes Dankeschön an Tanja P.

Das Tierheimteam“

 


 

Trynn

Trynn

Auch auf sein Glück kann man sich nicht verlassen…
Es sei denn, das Schicksal hilft nach…

Trynn

Die Besucher unserer Seite waren sicherlich ebenso wie wir traurig, dass Trynn seine Pflegestelle verlieren würde, da sich dort tief greifende Veränderungen ergeben hatten, die das Halten von 2 Hunden unmöglich machten.

Aber nicht nur bei uns Menschen hilft das Schicksal auch durch positive Ereignisse ab und zu nach, dass sich alles zum Guten wendet.

So erhielten wir den Anruf eines überglücklichen Menschen, der uns informierte, dass Trynn nun sogar fest von ihm übernommen werden würde, wenn wir denn zustimmen.Trynn und Minnie

Wir überlegten nicht lange, denn für den ins Alter gekommenen Grönlandhund hätte es keinen besseren Platz gegeben, als den, wo er bereits seit der Übernahme durch unseren Verein lebte.

Die vorhandene Hündin Minnie und das Pflegeherrchen bilden zusammen mit Trynn ein Dreamteam. Der zweimonatige Aufenthalt in Norwegen hat das Mensch-Hund-Verhältnis extrem verstärkt und dieses tolle Team wurde nun noch durch einen souveränen Tamaskan-Rüden und ein Frauchen erweitert.

Wir wünschen den Zwei- und Vierbeinern eine unbeschwerte und glückliche Zukunft und wünschen uns auch weiterhin immer wieder einmal Neues zu erfahren.

Trynn

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt.

 


 

Tom (von Tom & Jerry)

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben,
aber den Tagen mehr Leben.
(Chin.Weisheit)

Tom und Sheila

Wegen Zeitmangel wurde für Tom (&Jerry) ein neues Zuhause gesucht. Die Brüder lebten seit dem Welpenalter zusammen – und hielten sich überwiegend im Garten auf. Laut Besitzer würde es den Hunden nicht gut tun, sie zu trennen und eine Wohnungshaltung wäre sicherlich auch nicht angebracht.

Unsere Erfahrungen hatten uns anderes gelehrt. So freuten wir uns über die Anfrage eines Paares, die zusammen mit ihrer Husky-Hündin Sheila einem Nordischen ein Zuhause geben wollten – in einer großen Wohnung mit Balkonen.

Beide machten es sich nicht leicht mit der Übernahme und Tom wurde auch mehrfach besucht. Letztlich sollte die vorhandene Hündin entscheiden, ob sie ihr Zuhause teilen wollte. Es galt, einige Hürden zu nehmen, bis Tom zeigte, dass er auch bereit war, gewisse Regeln innerhalb der Wohnung zu akzeptieren – Sheila ist zwar nicht wahnsinnig begeistert von der Konkurrenz, aber das „neue Herrchen“ hat sich voll und ganz für Tom entschieden.

Wir denken, die Konstellation braucht noch Zeit, um wirklich zusammenzuwachsen. Diese Zeit hat man und schon heute freuen sich Delia Sch. und Olaf Sch., zusammen mit Sheila, über den Familienzuwachs, der übrigens rasend schnell lernt.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

„Wir haben lange überlegt, ob Tom sich bei uns in der Wohnung überhaupt wohlfühlen würde. Fast 5 Jahre hatte er in seinem alten Zuhause überwiegend draußen gelebt, auch nachts bei Wind und Wetter fand er es dort anscheinend gemütlich. Wir hatten zwar 2 große Balkone aber keinen Garten.Tom und Sheila

Heute können wir trotz aller Zweifel bekannt geben, dass nun nach langem Suchen endlich unsere kleine Familie komplett ist. Unser Husky Rüde Tom ist jetzt von Hessen nach Düsseldorf gezogen und nun Teil unserer Familie geworden.

Sheila und Tom

Zu unserer Überraschung geht er so gut wie nie auf die Balkone, sondern liebt es, sich in der Wohnung aufzuhalten. Besonders auf seinem Kuschelteppich, den er sich in der Wohnung ausgesucht hat. Wir haben gelernt, auch ein Hund der viele Jahre draußen gelebt hat, fühlt sich bei entsprechender Auslastung in einer Wohnung wohl und kann glücklich sein.

Es freut uns sehr, dass unsere Hündin Sheila nicht mehr allein ist und einen lieben und netten Hundepartner gefunden hat. Tom passt perfekt zu uns, da wir sehr sportlich sind. Er kann uns beim Joggen, Rad fahren oder beim Inlinern begleiten.

Auch wenn Sheila anfangs so ihre Probleme mit dem neuen Familienmitglied hatte, ist es jetzt ein recht entspanntes Zusammenleben mit den beiden Zweibeinern und den zwei Fellnasen geworden. Wir sind auch sicher, die Zeit wird aus den beiden noch ein perfektes Team machen.

Da wir direkt am Rhein wohnen, ist Tom auch über stundenlange Spaziergänge mehr als begeistert. Denn hier kann er dann auch seinen leidenschaftlichen Schwimmgewohnheiten nachkommen.

Tom und SheilaEin halbes Pfund Butter, ein Puddingteilchen oder eine rohe Kartoffel waren in der Küche nicht ganz unerreichbar für Tom. Mit viel Geduld und Training wird auch Tom lernen, nur das zu futtern, was er in seinem Napf serviert bekommt. Und man glaubt, es kaum, da sind so einige Überraschungen für ihn und natürlich auch für unser Mädchen vorhanden.

Tom und Sheila

Wir danken der Nothilfe für Polarhunde e.V. für die freundliche Unterstützung. Ganz besonders möchten wir erwähnen, dass man uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden und uns und unserer Sheila jede Menge Zeit eingeräumt hat, sich vor einer festen Übernahme ein Bild von Tom als Pflegestelle zu machen.

Tom und Sheila

Delia Sch. und Olaf Sch. aus Düsseldorf mit Sheila & Tom“

 


 

Rex - Verwandle große Schwierigkeiten in kleine
und kleine in gar keine
(aus China)

RexNach diesem Motto suchten wir für den netten Husky-Mix „Rex“ Hände ringend nach einem Zuhause. Der Pachtvertrag für das Grundstück auf dem Rex lebt lief Mitte Oktober aus.Rex

Niemand meldete sich für den hübschen Kerl – so wurden die Vorbereitungen getroffen, dass Rex in die Station umziehen sollte. Es ergab sich dann noch, dass sein Besitzer sich kurzfristig einer OP unterziehen musste und sich eine Übernahme somit verschob. Das sollte für Rex zum großen Glück werden, denn genau in dieser Zeit meldete sich ein Nachbar beim Besitzer und bot an, dass Rex für immer auf seinem Grundstück wohnen dürfe.

Dem Besitzer fiel es sowieso wahnsinnig schwer, den Schritt der Trennung zu gehen. So war es auch für ihn ein großes Glück, den geliebten Vierbeiner weiterhin behalten zu können und auch die Enkelin freut sich, dass sie weiterhin mit dem Kinder-freundlichen Mix toben kann.

Wir wünschen beiden alles Gute und ganz viele unbeschwerte gemeinsame Jahre.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt