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+Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Oktober 2014 ein neues Zuhause gefunden haben

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Soi – auf Anhieb die Herzen erobert

Soi

Soi, jetzt Aska

Es gibt solche Hunde. Solche, die man sieht und dann auf Anhieb weiß: „Das ist genau der/die Richtige!“ – Ähnlich ging es auch Sois neuen Besitzern, die nach dem Tod ihrer Hündin bereits einige Zeit nach einer neuen Gefährtin Ausschau hielten, aber bis dato einfach keine Kandidatin gefunden hatten, bei der es „klick“ gemacht hätte.

Doch dann entdeckten sie Soi auf der Homepage. Und umgehend meldeten sie sich bei uns und vereinbarten für den Folgetag einen Termin in der Auffangstation. Wir kennen die Familie bereits seit etlichen Jahren und wissen, dass es den Vierbeinern dort an nichts fehlt und sie geliebt und umsorgt werden.

Beim persönlichen Kennenlernen wurde das Gefühl bestätigt, dass Soi höchstwahrscheinlich in die Familie passt. Es wurde zwar noch eine Probezeit vereinbart, da nicht klar war, wie gut Soi sich einleben würde, aber die Entscheidung für den Umzug fiel bereits am Tag der ersten Begegnung und so wurde dieses Zusammentreffen auch zu Sois letztem Aufenthaltstag in der Station. Damit hatten wir zwar nicht gerechnet, doch es freute uns natürlich, dass wir wieder einen Schützling in die Obhut verantwortungsvoller Menschen übergeben konnten.

Nach einigen Tagen erreichte uns die Rückmeldung, dass erstens Sois neuer Name nun „Aska“ ist und zweitens die bei Männern sehr zurückhaltende Hündin auch gegenüber ihrem neuen Herrchen allmählich auftaut. Sehr schön! Auch wenn Askas Favoritin noch immer das Frauchen war und sie umgehend zu jammern anfing, sobald ihre Bezugsperson außer Sichtweite war. Doch daran wurde geduldig gearbeitet und mittlerweile kann die Besitzerin sie problemlos daheim lassen, wenn sie zur Arbeit geht. Sogar Askas „Macke“, alles Erreichbare zu fressen (was ihr bei den Vorbesitzern nach dem Verzehr eines Duschtuchs eine Not-OP eingebracht hatte), hat sich inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst.

Soi, jetzt AskaAskas gesundheitlicher Zustand war leider nicht so toll. Schon bei den Vorbesitzern war sie recht dünn gewesen und in der Station hatte sie immer wieder mit Durchfall zu kämpfen, nahm aber erstaunlicherweise trotzdem zügig zu. Auch ihr kurzes und stumpfes Fell (ein „Andenken“ an ihren Husky-Kumpel aus dem früheren Zuhause, der sich das Abnagen angewöhnt hatte, wenn eine seiner Gefährtinnen läufig war) wuchs allmählich nach und wurde glänzender.

Aber der Durchfall war ein echtes Problem und daher ließen Askas neue Menschen auch nach wenigen Tagen eine Kotprobe untersuchen. Gefunden wurden Hefen sowie unverdaute Fette und Kohlenhydrate – Verdacht: Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Das würde lebenslange Medikamentengabe bedeuten. Ein Schock! Glücklicherweise konnte dieser Verdacht aber bald wieder revidiert werden.

Bei einer erneuten Kotuntersuchung stellte sich heraus, dass Einzeller im Darm die Ursache des Übels waren. Eine behandelbare, wenn auch sehr hartnäckige und potentiell ansteckende Angelegenheit, die insbesondere bei einem geschwächten Immunsystem gut „Fuß fassen“ kann. Also bedeutete dies von da an strenge Vorsichtsmaßnahmen in Askas neuem Heim: „spurlose“ Beseitigung der Häufchen, tägliches Deckenwaschen, Näpfe heiß ausspülen, Putzen mit Hygienemittel und natürlich ständiges Händewaschen. Ein echter Stress.

Doch trotz dieser Schwierigkeiten und obwohl Aska auch jetzt noch unerklärlicherweise starke Ängste gegenüber unbekannten Menschen zeigt und manchmal regelrecht in Panik verfällt, halten ihre neuen Besitzer fest zu ihr. Und wir sind uns sicher, dass die liebenswerte Hündin mit dieser Unterstützung alle Hindernisse überwinden wird und ein schönes, erfülltes Leben vor sich hat.

Soi, jetzt Aska

Liebe Familie St., herzlichen Dank für diesen bedingungslosen Rückhalt, den Aska bei Ihnen erfährt!

 


 

Loki – Das Wechselbalg

Loki

Im Juni 2014 wurde uns ein Husky-Akita-Mischling gemeldet, der bereits im zarten Alter von einem Jahr mehrere Besitzer hatte. Es kommt immer wieder vor, dass gerade nordische Jungrüden ihre Halter überfordern, hier hatten wir es aber noch dazu mit einer Mischung zu tun, der den unnachgiebigen Kopf eines Akitas, aber das Aktivitätsbedürfnis eines jungen Siberian Huskys besaß. Eine nahezu explosive Mischung, gepaart mit der Schönheit des Japaners und den betörenden Augen des Sibiriers.Loki

Sora, wie er genannt wurde, bestach durch sein Äußeres, wie viele Rückmeldungen bestätigten. Er zog in eine Pflegestelle und schnell wurde erkannt, dass der angeblich dominante, bissige Hund, ein orientierungsloser Jugendlicher war, der auf Zurechtweisungen mit Übermut und aufgedrehtem Spiel reagierte, wie für den Akita typisch, wenn er nicht die richtigen Voraussetzungen geboten bekommt.

Sora ist aber ein unglaublich intelligenter Hund, das macht ihm das Lernen einfach, allerdings ohne Struktur setzt er seine Intelligenz auch für allerlei Schabernack ein. Er hatte durch das bisherige Führen an der Würgekette (von der wir dringend abraten) das Ziehen besonders gut verinnerlicht. Das Führgeschirr erleichterte zwar einiges, doch wenn Sora lieber anderen Hunden nachgehen wollte, hatte er sich auch blitzschnell daraus befreit. Der Hund hatte gelernt, wie er seine Bedürfnisse mit reiner Körperkraft durchsetzen konnte, weswegen die Anfänge auch für Pflegefamilie durchaus kraftraubend waren. Er musste erst einmal für Alternativen und Belohnungen empfänglich gemacht werden, seine Frustrationstoleranz war äußerst gering. Hier half nur Geduld, auch mal etwas gut sein lassen und den Hund nicht überfordern. Wenn Sora aber etwas abgespeichert und es akzeptiert hatte, war er ein umgänglicher und freundlicher Rüde, der gerne mit anderen Hunden herumtobte und auch nach und nach das Spiel mit dem Menschen gelernt hatte.

Wem sollte man Sora anvertrauen? Wir nahmen Kontakt mit Interessenten auf unserer Warteliste auf und obwohl sie selbst keine Erfahrung in der konkreten Haltung mit Nordischen hatten, erschienen sie uns kompetent. Sie haben sich nicht nur durch Kennenlernen von Schlittenhunden vorbereitet, sie brachten Geduld und Zuneigung mit und nahmen Tipps auch an, sodass Loki, wie der Rüde heute passend heißt, auch heute trotz Widrigkeiten bei seinen Menschen lebt.

Bitte lesen Sie den Bericht der Besitzer, der zeigt, dass auch manchmal etwas Durchhaltevermögen angebracht ist, sowie die Inanspruchnahme eines professionellen Trainers, der hinzugezogen wurde. Auch die Einsicht, dass es nicht nur am Hund liegt, sondern auch am Menschen (und man sich selbst nicht immer unreflektiert sieht, das geht uns allen so), bringt das Hund-Mensch-Gespann nach vorne:

 

Hallo, das ist Loki,

Loki

wenn ihr die Bilder seht und zu euch sagt, "Wow, ist der schön" dann bedenkt, dass er deshalb wohl so viel weitergereicht wurde. Als ich ihn das erste Mal in natura erlebt habe, war mein erster Gedanke: Das ist ein Haufen Arbeit. Die ersten vier Wochen war alles in Ordnung und danach ging das Kräftemessen los. Um nur ein paar Beispiel zu nennen: er bellt während wir essen (sein Rekord liegt hier bei 45 Minuten ohne Pause), er lässt unseren Besuch nicht herein oder nicht mehr hinaus, wenn er frustriert ist knabbert er an den Möbeln und wenn wir spazieren gehen ist alles interessanter als die Leute am anderen Ende der Leine.Loki

Es gab sogar einen Moment bei dem die Frage im Raum stand, ihn doch wieder abzugeben. Das war als er mich das erste Mal nach mir geschnappt hat, weswegen ich froh bin, dass die Wahl auf uns beide gefallen ist.

Sollte das nicht ein Text sein über glückliche Weitervermittlungen?

Ja, wir sind glücklich, deshalb ist der Kleine auch immer noch bei uns. Aber der Weg dahin hat bei uns etwas länger gedauert und ist noch lange nicht vorbei.

 

Er ist einfach großartig! Es macht total viel Spaß mit ihm zu trainieren, weil er sehr clever ist und schnell versteht, was ich von ihm möchte. Nachdem wir von unserem Hundetrainer (kein Amateur, die Hundeschule ist deutschlandweit bekannt und der Geschäftsführer eine sehr bekannte Person) eine kräftige Ohrfeige bekommen haben, wurde unser Haushalt der neuen Situation angepasst. Was mich sehr überrascht hat, denn das alleine hat schon ausgereicht um die Schnapperei drastisch zu reduzieren. Die einfachen Kommandos wie Sitz, Platz, Fuß und Bleib klappen bereits zu 90% (bei den anderen 10% sind meistens andere Hunde im Spiel).

 

Loki apportiert

 

Seit kurzem hat er das Apportieren gelernt, was ihm viel Freude bereitet. Selbst an der 10 Meter Leine hört er prima, wenn ich ihn zurückrufe.

Loki

Das Suchen im mittelhohen Gras liebt er genauso. Absolutes Highlight ist nach dem Toben eine Runde Baden in dem kleinen Fluss, der neben unserem Ort durchläuft.

LokiEr hat noch einige Baustellen, die man auch nicht unterschätzen darf. Doch bin ich der Meinung, dass dieser Hund sehr wohl das Zeug hat sein Leben als freier Hund zu genießen, er braucht nur etwas mehr Zeit und muss seine Angst überwinden.

Die schlimmsten Tage sind die, an denen mein Mann und ich beide Tagdienste haben, und er warten muss, bis wir wieder da sind. Die Freude, die er dann in seinen Augen hat, wenn er uns sieht, ist nicht zu beschreiben...

Ganz liebe Grüße,
Loki, Sven und Steffi

Wir sagen herzlich Danke, dass man sich der Herausforderung „Loki – Gott der Streiche“, angenommen hat. Ein Jungrüde, der erst einmal die Basis erlernen muss und deshalb auch anstrengend sein kann und deshalb bei Menschen, die selbst so lernfähig und geduldig sind, sehr gut aufgehoben ist.

 

Das Team der NfP wünscht das Beste auf dem weiteren Wege und schöne Stunde mit dem neuen Gefährten.

 

 

 


 

Lea – Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind.
Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass
sie glücklich sind.
(Albert Schweitzer)

Doch Leas neue Menschen sind nicht nur glücklich, sondern unendlich glücklich – und „sie wissen es“ !!

Lea

Für die hübsche Husky-Hündin suchten wir ein Zuhause, da sich bei ihren Besitzern Nachwuchs angekündigt hat. Es war bekannt, dass Lea durch Schnappen zeigte, wenn ihr etwas nicht passte. Die Sorge wuchs, dass Lea mit dem Säugling nicht klar kommen würde und man dann ganz schnell einen Platz bräuchte. Da es sowieso nicht so ist, dass man heute „mal eben“ passende Menschen findet, war es trotz der Traurigkeit wegen der Trennung, eine vernünftige Entscheidung.

Wir denken, dass Lea nun ihren Platz für’s Leben gefunden hat. Die neuen Besitzer sind begeistert von ihr und der vorhandene Rüde hat keine Einwände gegen die nette Dame.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

„Lea – unser Sonnenschein.

Lea

Seit nun über einem Monat ist Lea bei uns und jeden Tag wachsen wir enger zusammen.
Lea hat sich sehr schnell eingewöhnt und genießt unsere Aufmerksamkeit.
Sie ist einer der neugierigsten Hunde, die wir kennen. Egal was man macht, Lea muss zuschauen, schnüffeln, beobachten.

Da sie ein sehr gut erzogener Hund ist, nehmen wir sie überall mit hin. Ob einen Tag auf Arbeit oder zu einem Event von Frauchens Arbeit am Wochenende - wenn sich Lea sicher fühlt, ist sie eine entspannte und freundliche Fellnase. Und ist sie doch mal aufgeregt oder nervös, vertraut sie uns und lässt sich schnell beruhigen.

Inzwischen läuft sie problemlos ohne Leine und freut sich, wenn sie durch die Gegend wetzen kann.

Sie „vergisst“ auch nicht, regelmäßig nach uns zu schauen. Wenn sie doch mal auf Jagd nach kleinen Hunden, Rehen oder Katzen geht, lässt sie sich abrufen.

Lea

Nach Mäusen graben ist ihr großes Hobby und jedes Wasserloch wird gern inspiziert.

LeaNach ein paar Tagen der Übung bleibt sie auch problemlos allein daheim. Natürlich ist aber alles besser, wenn sie dabei sein kann, schließlich darf sie nicht verpassen was ihr Rudel so macht.

Probleme mit fremden Menschen hat Lea glücklicherweise nicht. Sie zeigt deutlich, wenn ihr jemand zu schnell zu nahe kommt, aber belässt es bei einem Knurren. Uns hingegen vertraut sie sehr, ob in dunkle Keller gehen oder laute Kreuzungen in der Stadt, alles macht sie ohne Zögern mit.

 

Ein Problem(chen) mit Kindern hat sie jedoch. Obwohl sie da im besten Fall einfach stürmisch spielen will. Wird sie doch mal zu ruppig, bekommt sie klare Grenzen und will dann ganz schnell wieder die liebe Prinzessin sein.

Die regelmäßige Fellpflege übernimmt Herrchen und Lea liebt es. Dazu hat sie in den letzten heißen Septembertagen auch noch ein Schwimmbecken bekommen und kann regelmäßig ihre eigene Badewanne genießen.

Wir sind unendlich glücklich mit Lea und sind uns auch sicher, dass sie es mit uns ist.

Ihre Familie J.“

 

 

 

 

 

 

 


 

Josy - Gut Ding will Weile haben…

Josy

Die Vermittlung der netten Shiba-Hündin gestaltete sich schwieriger als eigentlich erwartet. Verstanden haben wir es nicht, warum sich nicht wirklich passende Menschen für sie interessierten. Aber dank der tollen Pflegestelle eilte es schließlich auch überhaupt nicht, einen Platz zu finden. Ebenso wie wir wollte die Pflegestelle sicherstellen, dass Josy ein Zuhause für immer bekommt.

Bisher war es bei jedem Nordischen so, dass er seinen passenden „Deckel“ oder auch „Topf“ fand. So ergab sich auch für Josy, dass sich irgendwann der richtige Mensch meldete, der bereit war, die nette Hündin ohne jede Erwartung aufzunehmen.
Es kam dann auch noch etwas anders als sonst, denn die Hündin zeigt sich im neuen Zuhause fast nur von ihrer besten Seite. So auch die problemlosen Hundekontakte und Spaziergänge ohne Leine.

Wie Herr B. selbst schreibt, wird es auch von ihrer Seite Liebe auf den ersten Blick gewesen sein.

Ein dickes Dankeschön an die Pflegestelle für die tolle Leistung und den Einsatz!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

YunaDas neue Leben der Yuna / aka Josy

„Nach einiger Überlegung stand für mich die Entscheidung fest, wieder einen Hund ins Haus zu holen. Nach 2,5 Jahren hundefreier Zeit wurde der Wunsch stetig größer. Aber was für ein Hund sollte es sein? Fest stand, es sollte ein Hund aus dem Tierheim oder einer Notsituation sein, denn es gibt wirklich genug Hunde in Deutschlands Tierheimen die ein schönes Leben verdienen.

Ich informierte mich über Hunderassen, die für mich in Frage kamen. Nicht zu groß, da Wohnungshund, ein bisschen sportlich, gutes Wesen.

Mehr und mehr tendierte ich in Richtung Shiba – letztlich sollte es auch zwingend einer sein.

Also suchte ich gezielt nach einem Shiba Inu in Not und traf so auf die Seite Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt. Hier sah ich die 4jährige Hündin namens Josy, die ich mir anschauen wollte. Ich nahm Kontakt auf und telefonierte am selben Tag noch mit der Pflegestelle.

Es verging noch ein wenig Zeit, bis die Vermittlungsabläufe erledigt waren und der Besuch eines Mitarbeiters der Nothilfe grünes Licht gab, dass einem Einzug von Josy bei mir nichts mehr im Wege stand.

Im Juli war es dann endlich soweit, meine neue Weggefährtin abzuholen. Ich war sehr gespannt, was mich erwartet. Als ich in Süddeutschland ankam wurde ich auch schon bellend erwartet.
Eine liebenswerte, ganz neugierige Hündin empfing mich und eigentlich war es Liebe auf den ersten Blick. Ja - die ganzen Geschichten von einem nicht ganz einfachen Hund waren sofort wie weggeblasen. Die netten Pflegeeltern haben mich noch mit Kaffee und Kuchen verköstigt und dann ging es auch auf unseren ersten Spaziergang.

Die Entscheidung stand fest. ICH nehme diesen Hund mit nach Hause. Die Fahrt lief problemlos. Im neuen Zuhause angekommen war das Aussteigen aus dem Auto dann doch nicht so easy wie erwartet.
Yuna (so heißt Josy nun), hat auf die fremde Umgebung sehr unsicher und ängstlich reagiert - ja fast panisch. Ich dachte nur, Prost-Mahlzeit. Und auch die ersten Tage wollte sie nicht so Recht vor die Tür. Nur Pipi und Haufen und schnell wieder rein!Yuna
Aber sie hat sich dann doch sehr schnell eingelebt und genießt ihr neues Leben sichtlich.

Yuna ist ein toller Hund und wird von allen geliebt. Fremden Menschen gegenüber ist sie sehr aufgeschlossen. Im Büro liebt sie den gesunden Schlaf, man sagt ja, dass Büroschlaf der gesündeste sei, naja und mit den Hunden ist das eben so - wie sie will. Auf der Hundewiese ist sie zurückhaltend aber taut nach einer Weile auf und spielt dann auch mit anderen.

Yuna lernt super schnell neue Tricks, und sie liebt das Freilaufen. Der Hund ist so happy, wenn sie freiläuft, sie hat das wohl nicht gekannt. Toll zu sehen, wie sie das genießt. Und auch neben dem Pferd läuft sie gut mit, wenn da nur nicht die lecker duftenden Haufen überall wären, in denen sich Madame, "not very lady-like", wälzt. Wir arbeiten viel an der Abrufbarkeit. Es ist halt ein bisschen Arbeit aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Abschließend kann ich sagen: es war die beste Entscheidung, diesen tollen Hund zu mir zu nehmen, auch wenn es kein Welpe mehr war.

Ich freue mich auf eine tolle Zeit mit Yuna!

Yuna

Grüße aus Düsseldorf Uwe B. und Yuna“

 


 

Assy - Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
-Albert Schweitzer-

Auch wenn es uns noch so wehgetan hat, dass diese wirklich liebenswerte Chow-Hündin keine Interessenten gefunden hat, freuen wir uns umso mehr, dass sie in ihrer Pflegestelle FEST verbleiben darf. Und wir wünschen Menschen und Hund noch eine schöne Zeit miteinander, auch wenn sie vielleicht stark begrenzt ist. Weiß man’s??
Danke B. und M., dass ihr Assy diese Chance gegeben habt.
Das Team der NfP - Freudenstadt

Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde und von Chow in Not,

hier kommt die (wahrscheinlich schon lange erwartete) Nachricht, dass das rote Bärchen Assy bei uns bleibt.

AssyAssy

Ganz schnell stapfte Assy ganz tief mitten in das Herz ihres (Pflege-)Frauchens. Und genau deshalb ließ ich sie lange in der Vermittlung und ließ nach einer anderen Familie für Assy suchen: Eine Familie mit einem netten, kontaktfreudigen Rüden, in der immer jemand zu Hause wäre und Assy bei einem epileptischen Anfall hätte unterstützen können, wäre ideal gewesen. Beides können wir nicht erfüllen. Und wenn, ja WENN eine solche Familie Assy hätte aufnehmen wollen, hätte ich Assy zwar schweren Herzens und unter Tränen, aber gerne ziehen lassen. Aber „hätte“, „wäre“, „wenn“ – tatsächlich hat sich niemand für das liebe Bärchen interessiert.

Assy

Und so gewöhnte sich unser Bärchen langsam ein. Als typische Vertreterin ihrer Rasse und nach all dem Hin- und Hergeschubse, das sie mit Umzug mit dem Ex-Frauchen ins betreute Wohnen, Ausquartieren als Kettenhund in den Garten des (Schwieger-?)Sohnes, wieder Umzug erst ins eine, dann ins andere Pflegeheim und diversen Gassigehern durchmachen musste, band sich Assy – wen wundert’s? – nicht so schnell an ihre neue (Pflege-)Familie. Aber jetzt, nach drei Monaten, merken wir, dass sie angekommen ist.

Assy

Und sie hat gelernt, zu akzeptieren, dass ihre hündische Mitbewohnerin Luna von ihrem Prinzessinnenthron nicht herabsteigen wird und keinen engen Kontakt wünscht. Wir sind froh, dass die zwei Mädels aber friedlich neben einander her leben, es gibt keinen Futter- und keinen Streicheleinheitenneid, nur eben unerschütterliches Desinteresse seitens Luna. Auf Spaziergängen allerdings kommt man sich näher, zieht im Gleichschritt Frauchen durchs Gelände oder steckt beide Fellnasen in dasselbe Mauseloch.

Assy

Inzwischen hat sich auch unser Alltag auf das Leben mit zwei Hunden, zwei so unterschiedlichen Hunden, eingespielt. Eine ganz neue Erfahrung für uns; bislang hatten wir immer nur einen Hund. Die kurzen Spaziergänge werden gemeinsam gemacht, und die beiden passen „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ ihre Geschwindigkeiten an. Ansonsten werden die Spaziergänge entweder getrennt gemacht oder das Bärchen genießt den Komfort, weite Strecken im Fahrradanhänger geschoben zu werden.

Assy

Damit Assy wegen ihrer Epilpsie nicht so lange unbeaufsichtigt ist, konnte ich erreichen, dass sie mit mir ins Büro darf (Luna ist Herrchens Bürohund). Zuhause verbringt Assy tagsüber stundenweise und nachts in einem Extrazimmer, überwacht mit Hilfe eines Babyphons. Diese Separierung, so leid sie mir jedes Mal tut, hat sich bewährt, denn nur dann schläft das Bärchen tief und fest und schnarcht entspannt vor sich hin; wenn sie unter uns ist, findet Fräulein Neugierde keine Ruhe – sie könnte ja etwas verpassen. Auch die Zeit, in der niemand zu Hause ist, verbringt das Bärchen in seinem Extrazimmer, weil wir die beiden Mädels nicht unbeaufsichtigt alleine lassen wollen/können. Die Treppen meistert Assy inzwischen sehr gut. Gegen die Epilepsie bekommt sie Tabletten, und zum Glück passierten Anfälle bislang immer nachts, so dass sie sofort ihre Notfallmedizin bekommen konnte, die den Anfall binnen Sekunden beendet. Ich habe herausgefunden, dass Assy gerne lernt: „Komm“ und „sitz“ auf Zeichensprache (Assy hört ja so gut wie nichts mehr) klappt schon ganz gut. Sie freut sich wie ein Schneekönig, wenn sie es richtig gemacht hat und ihr Leckerchen bekommt.

Assy

Beim (Pflege-)Herrchen dauerte es etwas länger, bis das Bärchen dessen Herz erobern konnte; zu sehr ist dieser in sein Lunchen verliebt. Aber ein richtiger Chow-Dickschädel gibt nicht so schnell auf, und nun hat Assy auch diese Hürde geschafft. So fiel die Entscheidung „Das Bärchen gehört zu uns, es bleibt für den Rest seines Lebens“.

Assy

Wir glauben, dass inzwischen die Nachteile eines nochmaligen Umzugs die Vorteile einer – vielleicht – „idealen“ Familie überwiegen. Das glückliche Gesicht auf den Fotos spricht unserer Ansicht nach Bände. Assy ist ein total unkomplizierter und anspruchsloser Hund. Ja, ihre Krankheit verlangt, dass sie ihre Tabletten im ziemlich genauen Abstand von 12 Stunden bekommt und dass wir oft nachts auf die Geräusche des Babyphons hin aus dem Bett fallen, in Assys Zimmer stürzen – um bislang und hoffentlich auch weiterhin meistens festzustellen, dass Assy nur träumt. Assy wird davon durch ihre Schwerhörigkeit und weil sie so tief schläft, gar nicht wach. Assy selbst ist total genügsam, sie ist ein sehr geduldiger Hund: Sie wartet geduldig, bis ich mit Luna zuerst die Treppe rauf oder runter gehe; geduldig erträgt sie Lunas Vordrängeleien. Brav schluckt sie, in Putenschinken eingewickelt, ihre Tabletten, und fällt ´mal eine Tablette raus, nimmt sie sie vom Boden auf und frisst sie pur. Sie will/braucht kein Bettchen, nicht einmal einen Teppich, der nackte harte Boden ist ihr am liebsten. Sie lässt sich bürsten, nach einem Regenspaziergang abrubbeln, Zecken entfernten; sie kann problemlos alleine bleiben, fährt gerne Auto, ist freundlich zu allen Menschen und Hunden und den hauseigenen Kleintieren.

Assy

Inzwischen hat sie es gern, gedrückt und geherzt zu werden und genießt jede Streicheleinheit, jedes In-den-Arm-Nehmen. Wenn sie uns mit ihren lieben Augen anschaut, wenn sie uns mit einem kleinen Schleck ihre Zuneigung zeigt, wenn sie sich an uns drückt, wenn sie uns an einem ihrer Bummeltage entschleunigt, wenn sie ihre ungebrochene Lebensfreude auf uns überträgt, sind wir glücklich, dass wir sie kennen lernen durften, und dankbar für jeden Tag, den sie bei uns sein darf.

Assy

Obwohl von einem Züchter gekauft, kennen wir Assys genaues Geburtsdatum nicht. Laut ihrem Ex-Frauchens ist sie 2002 geboren; der Impfpass (mit EINER eingetragenen, lange abgelaufenen Impfung) ergab auch keine weiteren Details außer Namen, Geschlecht und dem Geburts“datum“ 2002. Bei unserem ersten Tierarztcheck wurde ein Mammatumor festgestellt, der allerdings momentan nicht weiter wächst. Die Zeit unseres Bärchens ist also/dennoch sehr begrenzt. Wir hoffen, dass Assy – nach der Zeit der mangelnden Zuwendung, der mangelnden Bewegung und der völlig fehlenden medizinischen Versorgung – ihr neues Leben noch lange genießen kann und versuchen, jeden Tag für unser Bärchen zu einem schönen Tag mit einem größeren oder kleineren „Highlight“ zu machen.

Assy