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Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im August 2015 ein neues Zuhause gefunden haben

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Randy, der Glückspilz

Randy

Randy

Als Mitglied eines wegen Trennung abgegebenen 6-köpfigen Husky-Rudels kam Randy Mitte Juli 2015 in unsere Auffangstation. Und dass nicht nur wir, sondern auch bald potentielle Interessenten erkennen würden, welche Juwelen da auf ein neues Zuhause warteten, war uns eigentlich von Anfang an klar. So verwunderte es auch nicht, dass der 3-jährige Randy nach nur zwei Wochen Aufenthalt der Station bereits wieder den Rücken kehren durfte.

Randy

Randys neue Dosenöffner hatten sich die Suche nach ihrem künftigen Begleiter nicht einfach gemacht und alle Stations-Schützlinge „unter die Lupe“ genommen. Doch vor allem Randy bestach durch seine gelassene, ruhige Art und unaufdringliche Freundlichkeit, so dass die Herzen der Zweibeiner spontan höher schlugen. Bei einem kleinen Spaziergang wurde noch einmal getestet, ob die Chemie denn auch wirklich stimmte, und danach stand fest: Randy ist das künftige Familienmitglied!Randy relaxt im Auto

Randy

Die Begeisterung seiner Menschen ist an dem Bericht abzulesen, den wir erhalten haben:

„Gleich am ersten Tag hat Randy sich sofort an uns orientiert und sehr schnell Halt und Vertrauen gefunden.

Autofahrten sind das Größte für ihn – er kann es kaum erwarten einzusteigen. Er bleibt auch kürzere Zeit alleine und bleibt entspannt liegen. Er ist gerne in der Wohnung und im Garten, im Garten meistens wegen der Nachbarskatze Mucky, bei der er noch nicht aufgegeben hat, sie zum Spielen aufzufordern!

Seine enorme Fresssucht hat nachgelassen. Glücklicherweise hat er nicht zugenommen. Er ist auch wählerischer geworden, hat lieber Fleisch als Gemüse.

Randy beim Training

Morgens gehen wir spazieren, er geht schon Fuß und befolgt schon Bleib, Sitz, Platz, Hier.

Abends geht’s zum Austoben an die Birs ins Wasser mit Ball. Welche Freude er im Wasser und beim Ballspiel zeigen kann. Als er zum ersten Mal ins Wasser ging, war er nur am Heulen, Bellen, Springen und Schwimmen.

Randy spielt BallWasserballWasserball

Randy am Wasser

SchlafAuch am Tretroller zieht und rennt er mit. Nachdem er sich ausgetobt hat, kann er schnell wieder entspannen und relaxen.

Er ist sehr verträglich mit anderen Hunden, je nach Sympathie fordert er sie zum Spielen auf.

Wir sind überglücklich, mit einem solchen tollen Hund zusammen zu leben. Und Randy zeigt es uns, dass auch er glücklich ist! Es gibt auch schon Küsschen.

Im September gehen wir mit ihm in die Ferien ins Tessin.
Und dann kommt noch die Hundeschule, was ihm sicher auch viel Spaß machen wird, und wo er auch Hundefreunde kennenlernen kann.“

Randy auf der Couch

So wünscht man sich eine gute Vermittlung – dass Hund und Mensch glücklich sind! Wir bedanken uns für die nette Aufnahme von Randy und sind gespannt, was Zwei- und Vierbeiner noch zusammen erleben werden.

 

Randy

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Jessy - Die Fähigkeit, glücklich zu leben,
kommt aus einer Kraft,
die der Seele innewohnt.
(Marcus Aurelius (121-180)

Jessy

Am 11. Juli 2015 bekamen wir die Anfrage, ob es uns möglich wäre, einer 4jährigen Shiba-Hündin zu helfen, ein neues Zuhause zu finden. Das Frauchen sei krank und könne Jessy nicht mehr genügend Auslauf bieten.Jessy

Da der Hilferuf fast um die Ecke von Freudenstadt kam, machten wir uns, auch eine Shiba-Pflegestelle, gleich auf den Weg, das Hundemädel näher kennen zu lernen. Vorgefunden haben wir eine liebenswerte Hündin, black & tan, die uns skeptisch gegenüber stand. Um zu wissen, wie sie so tickt, haben wir sie zum Laufen mitgenommen, was sie gerne annahm. Ihr Gekeife gegenüber Ronja und Jenny zeigte uns, dass sie wohl wenig soziale Kontakte hatte. Dies wurde uns auch bestätigt. Doch Ronja und Jenny nahmen es gelassen und beachteten die kleine Furie nicht weiter. Langsam entspannte sich der Spaziergang und am Ende wussten wir, dass wir Jessy so schnell als möglich helfen würden, ein neues Zuhause zu bekommen.Jessy

Auf der Heimfahrt kam die Sprache auf Cathie und Gerard, die leider ihre Shiba-Hündin Kasumi, die 7 Monate mit Ronja und Jenny zusammengelebt hatte, verloren haben. Vielleicht wären sie wieder offen, ein Shiba-Mädel in Pflege zu nehmen. War es zu früh, um zu fragen ? Nein, wahrscheinlich der richtige Zeitpunkt, wie sich später herausstellte.

Da die Bereitschaft der Übernahme angekündigt wurde, haben wir uns am 09.08.2015 auf den Weg zu Jessy gemacht, um sie abzuholen. Natürlich war das Frauchen traurig, doch die Vernunft sprach aus ihr, dass es der richtige Zeitpunkt sei, bevor der Winter vor der Türe steht. Dann wäre der Auslauf von Jessy nicht mehr gewährleistet. Auch uns war es ein wenig weh ums Herz, doch Jessy ging freudig mit. Noch ein letzter Spaziergang in der alten Umgebung, dann gin’s ab ins Auto und Richtung Frankreich.

Jessy

Während der Fahrt waren alle drei Hundedamen ruhig, es gab kein Gekeife (trotz der Enge im Auto) und Jessy hat das Autofahren, das sie so nicht kannte, mit Bravour gemeistert.
In Frankreich trafen wir uns mit Cathie und Gerard, sowie Sohn Michèl mit Hayko. Die beiden Hunde sollten gleich auf neutralem Gebiet Kontakt aufnehmen, was keinerlei Probleme schuf. Nach diesem Spaziergang sind wir mit allen Hunden in den herrlichen Garten marschiert und siehe da, auch zwischen Jessy, Ronja und Jenny gab es keinen Stress. Allerdings ließen wir Jessy vorsorglich an einer langen Leine, um sie schneller greifen zu können.Jessy

Soweit so gut – nachdem es friedlich zuging, wurden wir noch zu einem tollen Mittagessen eingeladen und haben gemeinsam beschlossen, dass es für Jessy eine gute Alternative wäre, hier zu bleiben.
Ein letzter ausgedehnter Spaziergang, der auch total entspannt vonstatten ging veranlasste uns dann, Jessy beruhigten Gewissens in der Obhut von Cathie zu lassen, dann fuhren wir wieder nach Hause.Jessy
Die nächsten Tage sollten zeigen, ob es im häuslichen Bereich zwischen Jessy und Hayko auf Dauer auch gut ging, was nach einigen Tagen auch bestätigt wurde. Somit hat Jessy einen neuen Platz. Es wurde nämlich beschlossen, sie fest zu übernehmen, da sie der Familie nur Freude, Fröhlichkeit und Spaß ins Haus gebracht hat. Jessy hält ihre neuen Menschen auf Trab und gemeinsam können diese nun einen neuen Weg beschreiten.

Was wir jedoch mit Gewissheit sagen können : Sumi ist und wird nicht vergessen.
Sie wird immer ihren Platz in den Herzen ihrer Menschen – und auch in unseren Herzen -behalten. Nur wird Jessy dabei helfen, die Trauer besser zu verarbeiten. Trotzdem wird ihr die gleiche Liebe, die die beiden vorherigen Shibas von Cathie und Gerard erhalten haben, entgegen gebracht.

Jessys vorheriges Frauchen ist glücklich über die Zusammenführung der Hunde und hat sich mächtig über die positive Rückmeldung gefreut, dass Jessy bleiben konnte.
Und wir wissen mal wieder einen Hund der Rasse « Shiba-Inu » in den besten Händen.

Danke an Cathie und Gerard für die liebevolle Aufnahme von Jessy und die Gastfreundschaft uns 2-beinern gegenüber.

Bericht von Jessy’s neuen Menschen :

„Langsam bekommen wir die Kraft, den Tod von unserer lieben und kranken Sumi zu überwinden, trotz mancher Tränen.

JessyDas Haus ist leer, traurig und ein Platz ist wieder frei !
Wir hören, dass ein Hund wieder Hilfe braucht, ohne zu zögern beschließen wir, unser Herz und Haus zu öffnen und so kam Jessy zu uns.

Seit 3 Wochen lebt sie in ihrem neuen Menschenrudel und wir haben festgestellt, dass sie eine liebe, süße Maus ist, die sich sehr schnell ans uns gewöhnt hat. Sie verhält sich, als sei sie schon immer dagewesen. Sie weiß genau, daß sie ein ganzes Familienmitglied geworden ist !
Hayko, der Hund unseres Sohnes, akzeptiert sie so langsam, aber zeigt ihr, wer der Herr im Hause ist.

Laufen, Ball spielen, rennen - wird täglich - mit viel Spaß auf beiden Seiten unternommen. Jessy ist glücklich und teilt unseren Alltag mit Freude. Sie will überall dabei sein. Jessy ist eine Vereinigung unserer beiden verstorbenen Shibas. Durch ihre Liebe, ihre treuen Augen und vielen Charakterzügen.

Wir sind sehr froh, dass sie nun unser Mädel ist und bereuen es nicht, diesen Schritt so schnell unternommen zu haben. Die Trauer um Sumi tragen wir weiterhin in unserem Herzen.

Jessy

Wir wünschen uns mit Jessy noch viele schöne, gemeinsame Jahre und werden uns im Lauf der Zeit noch besser kennen und schätzen lernen.

Wir bedanken uns bei dem kranken Ex-Frauchen, dass sie Jessie zur richtigen Zeit zur Vermittlung freigegeben hat, um ihr ein neues Zuhause zu geben.

Herzlichen Dank an die NfP – Freudenstadt für das Vertrauen und die gelungene Vermittlung.

Cathie und Gérard mit Jessy”

 


 

MalamutewelpeMalamutewelpeMalamutewelpe

"Die Kleinen haben alle ein tolles Zuhause gefunden und wir wünschen den Mädels und den Besitzern alles Gute"

MalamutewelpeMalamutewelpe


 

Benny – Topf und Deckel haben zusammengefunden

BennyEigentlich haben Huskys ja den Ruf, äußerst menschenfreundlich zu sein. Sind sie auch meistens. Umso irritierender ist es aber, wenn man plötzlich ein anderes Exemplar vor sich hat – eines, das zu fremden Zweibeinern erst mal Vertrauen und Respekt aufbauen muss und sich die lästigen Unbekannten bis dahin auf Abstand hält, wozu es durchaus auch die Zähne einsetzt.

Benny gehörte zu besagter schwieriger Kategorie. Übernommen haben wir ihn von einer anderen Orga, wo er keine Chance auf Vermittlung hatte. Und auch wir machten uns wenig Hoffnung, schnell die passenden Menschen für ihn zu finden. Zwar hatte er nahezu auf Anhieb einen guten Draht zu unserer Tierpflegerin, doch alle anderen taten sich schwer mit Benny.

Wie aus heiterem Himmel kam dann aber Frau St. ins Spiel, die auf Bennys Geschichte bereits beim vorigen Verein aufmerksam geworden war. Sie traute sich zu, mit seinen nicht unbedingt geschliffenen Manieren klar zu kommen und nach dem obligatorischen Hausbesuch und einem persönlichen Kennenlernen hielten auch wir das schier Unmögliche für möglich. Eine Voraussetzung aber wäre, dass Benny sich mit dem gebrechlichen alten Rüden „Shasa“ von Frau St. versteht. – Wir fieberten dem Tag X entgegen, an dem die Interessentin zur Station kommen würde und wo über Wohl oder Wehe von Benny entschieden werden sollte.

Benny uns SashaWir warteten länger auf Frau St. als gedacht, denn eine Autopanne bescherte ihr bereits auf der Herfahrt einen Abenteuertrip. Aber endlich erreichte sie ihr Ziel und die Zusammenführung von Benny und Shasa funktionierte problemlos – gegenüber Artgenossen hat unser Sorgenkind nämlich ein klasse Sozialverhalten und so betrug er sich auch gegenüber dem betagten Rüden vorbildlich.

Frau St. begegnete Benny mit genau der richtigen Mischung an Beharrlichkeit, Unerschrockenheit und Einfühlungsvermögen, die das Eis bei ihm bricht. Und ja, das Wunder wurde wahr: Benny fand an diesem Tag sein neues Zuhause! Seinen alten Namen durfte er ebenso hinter sich lassen wie die Odyssee, die er in den letzten Monaten mitmachen musste – künftig heißt er „Kimi“ und wie das Zusammenleben mit ihm funktioniert, erzählt er am besten selber:

„Hallo liebes NfP-Team,

ich wollte mich endlich mal melden, seit meinem Umzug im April ist ja viel Zeit vergangen. Ich heiße jetzt Kimi und fühle mich „pudelwohl“ in meinem neuen Zuhause.
Leider habe ich am 27. Juli meinen neuen Kumpel verloren, der hat seinen Weg über die Regenbogenbrücke antreten müssen. Das war ganz schlimm, da habe ich auch mit meinem Frauchen um Shasa geweint.

Jetzt komme ich noch viel öfter als früher zum Kuscheln, damit sie abgelenkt wird und nicht so traurig ist und wenn das auch nicht hilft, mache ich einfach einen auf Kasper und dann muss sie irgendwann doch lachen.

Kimi und SashaWir sind mittlerweile schon ein richtig gutes Team, denn ich habe schon sehr viel Vertrauen zu ihr und ich kenne schon ganz viele Kommandos und weiß mich jetzt auch endlich zu benehmen! Ich schnappe nur noch ganz selten und dann auch nur noch ganz leicht (muss mir diese blöde Angewohnheit erst wieder abgewöhnen). Nur vor fremden Menschen muss sie mich oft noch beschützen, die sind dann so von meiner Optik begeistert und wollen mich alle gleich streicheln, das mag ich immer noch nicht so gerne, ich brauche immer noch mehr Zeit zum Kennenlernen, dann klappt das auch mit dem Anfassen.

Jetzt darf ich fast überall mit hin, auch zum Essen gehen oder manchmal mit zur Arbeit. Aber wenn das nicht klappt, kümmert sich die Mutter von meinem Frauchen um mich, damit ich nicht solange alleine in der Wohnung bleiben muss. Da habe ich nämlich sehr viel kaputt gemacht, weil mich das Alleinbleiben so sehr stresst. Jetzt warte ich mit ihr oder auch manchmal alleine im Garten und bekomme dann von „Muttern“ (die schaut nämlich immer wieder aus den Fenstern, ob ich auch wirklich noch da bin oder wieder irgendwelchen Blödsinn mache) gaaanz viele Leckerchen runtergeworfen oder sie kommt zu mir und dann wird geknuddelt und/oder gespielt, bis Frauchen wieder da ist.

Dann gehen wir Gassi oder fahren Fahrrad mit extra Hundehalter, manchmal gehen wir in einen Hundezaun – das ist ein riesengroßes Gehege mitten im Wald. Da darf ich ohne Leine rennen oder mit anderen Hunden spielen, das macht richtig viel Spaß.

Mein Frauchen sagt, dass sie mich nie wieder hergibt, weil ich so ein prima Hund bin, der trotz seiner Vergangenheit einen super Charakter hat und jetzt nur noch einen Feinschliff braucht, um ein perfekter Hund zu werden. Das verstehe ich nicht wirklich, aber das mit dem Bleiben und dem Charakter finde ich richtig gut!

Na ja, ich muss jetzt nochmal trösten gehen, deshalb mache ich lieber mal Schluss, melde mich bei Gelegenheit aber mal wieder...

Ganz glückliche Grüße aus Hessen, besonders herzliche Grüße an eure Tierpflegerin, die hat mir nämlich die ersten Schritte in die richtige Richtung gezeigt, damit ich Menschen wieder vertrauen kann!!!
Ach ja, von meinem Frauchen soll ich natürlich auch grüßen.

Kimi

Euer Kimi (ehemals Benny)“

Da haben sich wirklich zwei gesucht und gefunden. Es gibt wenige Hunde, bei denen wir als Vermittler das Gefühl haben, dass es wahrscheinlich nur exakt EINEN passenden Platz für unseren Schützling gibt, doch bei Benny/Kimi war das der Fall. Und wir sind dankbar und überglücklich, dass sich hier Topf und Deckel gefunden haben – auf dass sie noch lange gemeinsam ihr „Süppchen“ kochen mögen!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Vicki geht neue Wege

VickiGemeinsam mit ihrem Kameraden Yuriko kam Vicki Ende Mai 2015 nach der Trennung der Besitzer zu uns in die Auffangstation. Und obwohl Vicki etwas scheu war und sich vor allem von Fremden nicht gleich anfassen lassen wollte, merkte man doch, dass da ein richtig charmantes Hundemädchen unter dem hellroten Pelz steckte.

Gewünscht hatten wir uns für Vicki ein Zuhause, in dem erstens eine Frau die Hauptbezugsperson sein würde, da Vicki vor Männern eher Angst hat, und wo zweitens bereits ein souveräner Vierbeiner vorhanden ist. – Was sollen wir sagen? Genau das hat unsere Hübsche bekommen!

Vicki und BalouFrau K. und Husky-Rüde Balou nahmen auf dem Weg in den Urlaub ersten Kontakt mit Vicki auf zum „Beschnuppern“. Auf Anhieb waren Vicki und Balou einander sympathisch und hätten am liebsten eine um die andere Runde miteinander gespielt und getobt. Doch „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ – und so stand zunächst ein kleiner Spaziergang auf dem Plan. Zugegeben: auch das war mehr „Vergnügen“ als „Arbeit“, hatte aber dennoch einen ernsthaften Hintergrund. Das neue Frauchen wollte sich vor einer Übernahme nämlich einfach vergewissern, dass sie kräftemäßig auch zwei Huskys gewachsen ist und unterwegs sicher mit ihnen umgehen kann.

Die Feuerprobe war schnell bestanden, aber da noch der Hausbesuch ausstand und zudem der Urlaub nur mit einem Hund möglich war, musste Vicki noch auf ihre Abholung warten. Während „normale“ Urlauber meistens das Gefühl haben, dass die Zeit viel zu schnell verfliegt, konnte Frau K. es kaum erwarten, dass sie wieder heim durfte und die Adoption von Vicki vollends realisiert werden könnte.

Einige Wochen nach der ersten Begegnung war es dann endlich so weit, dass Vicki abgeholt werden konnte – nur wenige Tage, nachdem Yuriko schon zu seiner neuen Familie umgezogen war. Balou war dieses Mal daheim beim Hundesitter geblieben, um ihm den Stress einer mehrstündigen Autofahrt zu ersparen. Auch Vicki zierte sich ein kleines bisschen beim Einsteigen, doch dann thronte sie wie eine Prinzessin auf dem Rücksitz neben Frau K. und schaute gut gelaunt aus dem Fenster, während der Chauffeur die kostbare Fracht behutsam nach Hause kutschierte.Vicki

Mittlerweile hat Vicki sich ausgezeichnet eingelebt. Kleinere Eifersüchteleien von Balou und das obligatorische Kräftemessen bei der Frage „wer bekommt das Spielzeug?“ taten dabei keinen Abbruch. Vicki versteht sich sowohl mit Balou blendend als auch mit dem unweit entfernt wohnenden Sheltie-Rüden aus der Verwandtschaft, die bei Bedarf als Hundesitter einspringt.

In ihrer gewohnten Umgebung fühlt Vicki sich pudelwohl, nur vor unbekannten Personen schreckt sie leider nach wie vor zurück. Da wird wohl noch ein bisschen Übung nötig sein, damit sie erkennt, dass sie beispielsweise an einer Bushaltestelle gefahrlos vorbeigehen kann. Doch Frau Z. hat die nötige Geduld und das Einfühlungsvermögen, um die empfindsame Hündin da auf den rechten Weg zu lenken.

Vicki und Balou

Wir können Vicki also getrost in eine vielversprechende Zukunft entlassen und freuen uns, dass sie es so gut getroffen hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Yuriko, der Herzensbrecher

Yuriko

YurikoEnde Mai zogen sie in unsere Auffangstation ein: Yuriko und seine Gefährtin Vicki, die wegen Trennung abgegeben worden waren. Schon kurz nach Yurikos Ankunft mauserte sich der hübsche Rüde zu einem der Gassigeher-Lieblinge. Trotz seines jugendlichen Alters war er unterwegs recht ruhig und angenehm – wenn er sich nicht gerade von einer Maus am Wegesrand ablenken ließ und ihr in hohem Bogen hinterhersetzte. Doch auch das tat den Sympathien für ihn keinen Abbruch.

So kam es, wie es kommen musste: Yuriko eroberte im Sturm die Herzen unserer Gassi-Familie V., die bereits einige Zeit auf der Suche nach dem passenden „Einsteiger-Husky“ war. Und mit Yuriko hatten sie genau den richtigen Kandidaten gefunden!

Er stellte seine Qualitäten als sportlicher und menschenbezogener Begleiter unter Beweis, der gegenüber Artgenossen ein tolles Sozialverhalten hat und sich schnell dem Leben in der neuen Familie anpasste. Einzig beim Futter ist er etwas mäkelig und fordert die Kreativität seiner Dosenöffner heraus. Doch dieser „Makel“ ist zu verschmerzen.Yuriko

„Wir haben viel Spaß mit ihm und er findet die langen und ausgiebigen Spaziergänge super. Es gibt nichts, wo er nicht mindestens einmal seine Stupsnase hineinstecken muss. Er ist ein richtig süßer Kerl! Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Er ist sehr schlau und lernt sehr schnell. Fressen ist nach wie vor ein Erlebnis, leider nicht immer nur positiv. Sonst geht es uns gut und wir werden uns gewiss mal blicken lassen.“

Wir freuen uns jetzt schon auf den Besuch von Yuriko samt „Gefolge“, denn auch die Zweibeiner sind durch ihr ehrenamtliches Engagement in den vergangenen Monaten mit unserer Station verbunden und die Vermittlung von Yuriko hinterlässt in unserem Gassigeher-Kreis eine ziemliche Lücke. Doch die Hauptsache ist, dass Yuriko es super getroffen hat und nun alles genießen kann, was das Husky-Herz begehrt. Dabei wünschen wir ihm und seinen Menschen viel Vergnügen!

Und übrigens hat auch seine Gefährtin Vicki einen neuen Wirkungskreis gefunden und durfte nur wenige Tage nach Yuriko die Station verlassen. Manchmal ist es schon erstaunlich, welche Parallelen sich ergeben und wie der Zufall so spielt…

Yuriko

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Die scheue Froja hat ein Zuhause

Froja

Hineingeboren wurde Froja in die ausufernde Massenhaltung einer selbsternannten Züchterin, die nur Profit aus den niedlichen Welpen schlagen wollte. Was nicht zu verkaufen war, hatte auch keinen großen Wert. Und so wurden die Bedingungen für die „Unverkäuflichen“ immer schlimmer, bis letztlich im Februar 2011die Haltung von Amts wegen aufgelöst und 59 Hunde dort rausgeholt wurden.Froja

Froja und drei weitere Chow-Mischlinge fanden eine Bleibe im Tierheim Brandenburg an der Havel, wo die verängstigten und nicht an den Menschen gewöhnten Vierbeiner bestmöglich resozialisiert wurden. Doch nur bei einem Rüden gelang die Vermittlung, und so machten wir dem Tierheim Anfang 2015 das Angebot auf Übernahme von Froja und ihrer Schwester Freya, was dann im Februar auch gerne angenommen wurde.

Beim Einzug in unsere Auffangstation präsentierten sich Froja und Freya zutraulicher als erwartet. Allerdings waren sie längst nicht so unbefangen, dass sie unkompliziert hätten vermittelt werden können. Während Freya eine private Pflegestelle ergatterte, lebte Froja sich in der Station immer besser ein und schloss Freundschaft mit einer einfühlsamen Gassigeherin.

Froja

 

FrojaWir warteten lange auf Interessenten für Froja. Eine vielversprechende Anfrage löste sich wegen unvorhergesehener beruflicher Veränderungen gleich wieder in Luft auf. – Und das Warten ging weiter. Doch dann wendete sich im Juni 2015 das Blatt, als Familie Z. nach dem Verlust ihrer Eurasier-Hündin Bijou die Station besuchte, um Froja kennen zu lernen.

Schon beim ersten gemeinsamen Spaziergang merkte man, dass Froja sich den fremden Zweibeinern öffnete und vor allem zu Herrn Z. bereits Kontakt aufnahm. Das war besonders erfreulich, da sie sonst vor Männern eher Angst hat und diese meistens meidet. Hier aber stimmte die „Chemie“ zwischen Hund und Mensch von Anfang an und auch das Frauchen in spe empfand auf Anhieb eine Verbundenheit mit Froja – hatte diese doch genauso wie Vorgängerin Bijou im Welpenalter keine Sozialisation erfahren und dementsprechend bisher nicht unbedingt großes Vertrauen in Zweibeiner.

Mit ihrer schüchtern-charmanten Art becircte Froja ihre Besucher dermaßen, dass sie noch am gleichen Tag umziehen durfte. Das erste richtige Zuhause für unsere Süße! Natürlich musste Froja sich an die fremde Umgebung und den ungewohnten Alltag erst gewöhnen, aber sie hat unter der sorgsamen Obhut ihrer Menschen bald Sicherheit gewonnen und freut sich nun ihres neuen Lebens.

Wie super sich Froja entwickelt hat und wie groß ihr Vertrauen zu Herrchen und Frauchen ist, bewies uns die rote Fellkugel einige Wochen nach ihrem Umzug bei einem Besuch in der Station. Das Trio harmoniert bestens miteinander.

Wir freuen uns riesig, dass wir mit Froja wieder einmal eine schüchterne Kandidatin zu vertrauenswürdigen und erfahrenen Menschen geben durften, wo die nette Hündin im Laufe der Zeit ihre Unsicherheiten ablegen wird. Es ist durchaus eine Herausforderung und ein gewisses Wagnis, sich auf die Eigenarten des neuen Begleiters an seiner Seite einzulassen, doch nur so kommen auch Sorgenfelle wie Froja in den Genuss einer unbeschwerten Zukunft. – Dafür danken wir Familie Z. ganz herzlich!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 
Liebes Nothilfe Team,

Buddy und Jarvi haben nun ein schönes neues zu Hause gefunden.

Buddy und Jarvi

Die beiden sind zwar nicht zusammen geblieben, aber sie sind am selben Tag abgeholt worden, so dass keiner alleine übrig geblieben ist.

BuddyBeide neuen Besitzer haben schon Hunde und machen auch hobbymäßig Zughundesport und Canicross, Fahrrad fahren, oder lassen die Hunde im See schwimmen und machen lange Wanderungen.
Auf jeden Fall sind es sportliche neue Besitzer, Buddy und Jarvi werden endlich wieder gefordert und erleben tolle neue Sachen. Schluss mit der Langenweile!!!

Die neuen Besitzer haben sich auch schon bei mir gemeldet und erzählt, wie es so läuft. Buddy durfte schon eine kleine Runde scootern und war hellauf begeistert, genau wie sein neues Frauchen. Mit den anderen Hunden im Rudel klappt es auch recht gut, er genießt die vielen Streicheleinheiten und das Leben sowie das Gekuschel im Haus.

 

JarviBei Jarvi lief es ähnlich, auch mit ihr wurde schon so einiges unternommen, unter anderem eine große Runde Canicross und schwimmen im See, was sie sehr genossen hat und wo sie sich gehorsam zeigt. Auch sie darf wieder im Haus leben und bevorzugt den Platz auf dem Sofa. Mit den beiden anderen Hunden der Familie klappt es auch recht gut, obwohl mit der anderen Hündin erstmal die Rangordnung geklärt werden musste, was aber ohne Verletzungen ablief und nun geregelt ist.

Ich bin sehr glücklich das die beiden es so gut getroffen haben und nun bestimmt ein viel schöneres Leben haben.

Leider habe ich noch keine Fotos, aber die kommen bald und wenn die neuen Besitzer einverstanden sind, schicke ich die gerne an Sie weiter.

Vielen Dank, dass sie mir in meiner Notlage geholfen und Buddy und Jarvi auf Ihrer Homepage vorgestellt haben, denn beide wurden dadurch vermittelt.

Viele liebe Grüße Martina J.