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Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Februar 2015 ein neues Zuhause gefunden haben

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Taro - Es gibt keinen Weg zum Glücklichsein.
Glücklichsein ist der Weg
(Buddha)

Zusammen mit den drei Shiba-Damen: Ajumi, Kasumi und Yumiko, kam auch der 10jährige Shiba-Rüde Taro am 11.06.2014 in die Pflegestelle nach Freudenstadt. Fest stand, dass er zusammen mit KaSumi hier bleiben soll. Sein Zustand war erschreckend, blanke Stellen am Hinterteil, knochig und steif, abgesehen von dem fürchterlichen Gestank, den er mitbrachte. Natürlich konnte man das in der Wohnung nicht aushalten und so musste er ab in die Badewanne. Wie selbstverständlich hat sich der Bursche das Bad gefallen lassen, gab keinen Laut von sich und ließ sich mit Hundeshampoo sanft massieren. Auch das anschließende Ausspülen mit warmem Wasser genoss er sichtlich. Er zeigte keinerlei Abwehr oder aggressives Verhalten. Taro schien mehr als introvertiert. Man hatte den Eindruck, als wenn er erst abwartet, was da alles auf ihn zukommt. Für uns war er ein Bild des Jammers und man muss sich immer wieder emotional in der Gewalt haben, um seine eigenen Aggressionen gegen manche Menschen in Zaum zu halten. Nur ändern werden wir das ständige Leid durch unsere Wut im Bauch auch nicht. Wir können nur abfangen und versuchen, das Beste draus zu machen.

Natürlich hat auch Taro keine Ecke, keinen Stuhl, Sofa oder Gegenstand ausgelassen, alles wurde abmarkiert, als wenn es um die „Wurscht“ geht. Mister Leifheit, der Bodenwischer, kam auch bei Taro voll in Einsatz und war der ständige Begleiter.

Die 4mal täglichen Spaziergänge gestalteten sich am Anfang als Horror. Doch bevor es nach draußen ging, musste Taro jedes Mal eingefangen werden, um ihm Geschirr und Halsband anzuziehen und die Leine zu befestigen. Aber bald schon war es fast Routine für ihn. Die Treppe nach unten schien kein Problem für ihn zu sein, er marschierte neben einem her, unsicher, jedoch er tat es.
Im Auto war er nur in einer Gitterbox zu transportieren, denn kaum wurde die Türe geöffnet, flog er auch schon im Eiltempo davon, Mensch an der Leine hängend hinterher. Kreuz und quer lief er, markierte auch draußen wie der Teufel und zurück am Auto musste man ihn zuerst beruhigen, bevor man ihn hineinheben durfte. Ob es die Angst vor dem Wiederwegbringen oder ob es überhaupt alle neuen Umweltreize waren, Taro war durch alles höchst verunsichert. Nachdem wir anfangs immer dieselben Wege liefen, konnten wir nach einigen Tagen versuchen, neue Wege zu begehen. Langsam fing er an sich zu entspannen und bekam ein bisschen Sicherheit, auch das Anziehen vom Geschirrchen ließ er zwar erstarrt, aber immerhin mit Geduld über sich ergehen.

Dann kam der Tag, als man merkte, dass Taro intensives Interesse an Sumi zeigte und wir mussten mit Schrecken feststellen, dass das Mädel einfach läufig wurde. Das hat bedeutet, dass wir für Taro eine Alternative suchen mussten. Das taten wir auch. Nach einem Telefonat mit unserer treuen und zuverlässigen Pflegestelle hier in Freudenstadt war diese auch bereit, Taro bis zur Vermittlung aufzunehmen. Ein Problem mit der vorhandenen Hündin und Katze schien es nicht zu geben, denn Taro ist ein absolut sozialer Shiba-Rüde, der weder mit anderen Hunden noch mit Katzen oder Kleintieren Probleme hat. Ein ganz angenehmer Begleiter, wenn man von der noch tief sitzenden Angst und Unsicherheit abgesehen hat.
Auch in der neuen Pflegestelle hat sich Taro schnell eingelebt und so langsam die Herzen der Pflegemenschen erobert. Durch sein sanftes Wesen war dies auch klar, dass man ihn einfach mögen musste.

Erstes Treffen

Da wir noch immer einen Shiba-Rüden-Platz in der Warteschleife hatten, fingen wir dann langsam an, dorthin Kontakt aufzunehmen. Fotos wurden verschickt und dann auch ein Treffen vereinbart. Für unsere Verhältnisse war Taro Ende Oktober 2014 dann stabil genug, um einen erneuten Umzug in ein festes Heim zu verkraften. Mit dem Wissen, dass alte Verhaltensmuster wieder zum Tragen kommen könnten, ging man das Risiko ein, die Übernahme von Taro zu der bereits vorhandenen Shiba-Mix-Hündin zu wagen. Nicht nur die Freude, für Taro ein neues Zuhause gefunden zu haben, auch die Vorfreude auf das Wiedersehen mit unserem „Geißlein“ (Aimi), die uns 8 Monate als Pflegehund das Leben verschönt hat, ließ uns gespannt sein. So war es auch – wie ein Flummy freute sich Aimi aufs Wiedersehen und auch die Vergesellschaftung mit Taro war absolut kein Problem.

Erstes Treffen

Das neue Frauchen hatte sich in einem Hotel einquartiert und eine Probenacht mit Taro vereinbart. Als diese positiv ausfiel, ist man mit den beiden Hunden im Gepäck wieder nach Hause gefahren. Und das neue Zuhause ist in Österreich, mitten in den Bergen, dort, wo auch Mensch eigentlich gerne Urlaub macht.

Daheim in den Bergen

Auf die Rückmeldung waren wir sehr gespannt, doch es verlief alles einfacher, als gedacht. Und nun? Ja, Taro ist angekommen und hat sich seinen Platz durch sein nettes Wesen erobert. Auch mit den vorhandenen Samtpfötchen herrscht ein harmonisches Einvernehmen.

Und wir, die frühere Pflegestelle, wir sind glücklich darüber, dass der schon ältere Hundemann ein so behütetes und verständnisvolles Zuhause gefunden hat.
Danke an Gabi und Aimi – und wir hoffen, dass es auch bald mit Kiku so gut klappt. „Wunder gibt es immer wieder…“
Danke an Fam. D. aus Freudenstadt, die, sofern es passt, immer für die Aufnahme von Problem- und Notfällen für uns da ist. Dadurch hatte Taro das Glück, als einigermaßen „normaler“ Hund umzuziehen.

Die ehemalige Pflegestelle und das Team der NfP - Freudenstadt

Und was erzählt das neue Frauchen von und über Taro?

„Willkommen, Taro, mein Burschi!

Taro

Eigentlich wollte ich, nachdem uns unser Shiba-Rüde Akira verlassen hatte, vorerst keinen Hund mehr, geschweige noch dazu einen Rüden, weil Akira ein ganz Besonderer war.
Doch gleich wenige Tage nach Akiras Ableben "vermittelte" er uns die 6monatige Kiku, zu der wir ein Jahr später das Aimile von der NfP als Freundin bekamen

Doch bald nachdem sich Aimi und Kiku "zusammengerauft" hatten, zog Kiku mit ihrem Frauchen schon wieder aus (da gibt es jetzt auch ein Herrchen).
Natürlich genoss Aimi nun das "1.Geige" -Leben (naja die 2. Nach den 4 Samtpfoten, die bleiben Chef!) aber trotz Abwechslung beim Agility und liebem Nachbar-Rüden Rocky, mit dem sie so richtig wild spielen konnte, hatte ich das Gefühl, sie braucht daheim einen Hundefreund.

Ein Hund vom Züchter kam für UNS nicht in Frage!

Als ich im Sommer von den armen Neuzugängen hörte, fragte ich bei der NfP, die ja Aimi genau kannte, ob vielleicht einer davon zu Aimi passen würde.

Taro und Aimi

Die Antwort war ein JA und er sollte ja auch "katzentauglich“ sein.
Taro kam dann aber noch in eine weitere Pflegestelle, wo er sich gegenüber der Katze super verhalten hat.Aimi und Taro

Zwischenzeitlich erwachten Bedenken in mir, ob ich dieser Aufgabe wirklich gewachsen bin,......ob Aimi auch damit einverstanden ist....ob auch Rocky und Taro sich verstehen werden....
Aber schon wurde der Abholungstermin vereinbart.
Die erste Nacht am 28.10.2014 mit Taro, Aimi und mir im Hotel klappte wunderbar!
Also gings am nächsten Tag gleich in seine neue, endgültige Heimat.

Taro und AimiTaro begleitete Aimi gleich mal zum Agility, wo er (auch für den Trainer) überraschend schnell diverse Übungen (ohne Leine!) mit Interesse mitmachte. Der Trainingsplatz ist sicher eingezäunt, somit kann Taro weitläufige Erkundungsgänge genießen, während Aimi ihrem Training nachgehen kann.

Leider mussten wir nun eine längere Trainings Pause einlegen, da Taro auf den Trainer böse ist. Dieser musste eines Tages Taro "einfangen", weil es ihm am Platz so gut gefallen hat, dass ich ihn einfach mit nichts mehr überreden konnte, heimzugehen! Selbst der Lärm am Platz, nur ein paar Meter vom Salzburger-Flughafen (Einflugschneise) stört ihn nicht.

Nun sind einige Monate vergangen und Taro gehört einfach zu uns.

Leider macht Kiku Probleme, wenn sie zu Besuch kommt. Sie glaubt nach wie vor, unsere Küche ist die ihre. Da Taro noch nicht bereit ist, in seinem Bett zu bleiben, wenn er dahin geschickt wird, gibt‘s dann Stress. Aber das wird schon werden.

TaroMehr Sorgen bereitet mir nach wie vor die Panik, die Taro überkommt, wenn er andere Hunde bellen hört! Daran müssen wir noch arbeiten, aber momentan weiß ich mir wirklich keinen Rat! Der Spaziergang kann so eine Stunde lang für ihn nur Flucht sein! Das tut mir so leid für ihn. Aber wir suchen nach einer Lösung.

Ich könnte noch sehr viele schöne Erlebnisse erzählen, aber ich denke, die Fotos sprechen für sich!

Taaro mit Katze

Taro erfährt von mir so viel Liebe und von Aimi schwesterliche Zuneigung, naja eher Kontrolle, dass ich hoffe, ihm einen schönen Lebensabend geben zu können.
Das Morgen- und Abendgeknutsche läßt er auf jeden Fall über sich ergehen und bei der letzten Hotelübernachtung wollte er auch schon mit ins Bett.

Taro und Aimi

Gabi, Aimi und Taro“

 


 

Ayumi – sei den Tieren dankbar,
sie sind der Urpsrung deiner Kraft
(indianische Weisheit)

Ayumi

Wie das Leben oft so mitspielt, ein Unglück kommt selten alleine. In diesem Falle war es jedoch ein Glück – ein Glück für die neuen Menschen von Ayumi – ein Glück für den vierbeinigen Freund Niko, der nun nicht mehr alleine ist.

Und so fing alles an. Tierschützer haben am 11.06.2014 vier verwahrloste und dadurch geprägte Shibas aus einer Zwingeranlage herausgeholt und baten uns, diese dringend aufzunehmen. Wie bereits bei unserem Glücksfell „KaSumi“ geschrieben, gaben wir auch die Zusage und so kamen „vier auf einen Streich zu uns in die Pflegestelle der NfP“. Für 3 Shibas war auch der Platz schon gesichert, doch für die 8jährige Ayumi war bis zum Abend des Eintreffens noch keine Pflegestelle gefunden. In letzter Minute fiel uns jedoch Beate mit Niko ein, dem behinderten Shiba-Buben. Kaum hatten wir angefragt, kam auch schon die Frage: „Wann soll ich da sein und das Mädel abholen?“ – Solche Menschen wünscht man sich immer im Tierschutz, die kein Problem sehen, die zulangen, wenn es brennt und die, egal um was es geht, spontan ja sagen und dann auch schon gleich vor der Türe stehen. So unkompliziert wie Beate reagiert hat, so unkompliziert hat sich dann auch die Eingewöhnung von Ayumi gestaltet – aus unserer Sicht.

Es sollte auch gewährleistet sein, dass die als sehr selbstbewusst beschriebene Ayumi mit dem Tages-Pflegehund Caruso von Jens, dem Sohn von Beate, klar kommt.
Es wär aber nicht Beate, wenn das ein Problem darstellen würde. Ob Hund, Katz, Meerschweinchen oder Häschen – was ins Haus kommt, das passt einfach. Da wird nicht viel Federlesens gemacht, entspannt geht man an die Eingewöhnung dran und überträgt keine Spannungen auf die Hunde. Die Zusammenführung hat super geklappt und uns fiel ein Stein vom Herzen.
Und so hat sich Ayumi ganz schnell in der Pflegestelle eingelebt, Erfahrung mit Hundedamen hat man, denn die Erinnerung an die verstorbene Shiba-Hündin Nari, die ist noch immer präsent. So nahmen die Dinge ihren Lauf.

Und in Absprache mit dem Verein lief die ganze Versorgung reibungslos. Schließlich wollte man schnell eine Endstelle für das nette Hundemädel finden. Da hatten wir aber die Rechnung ohne Beate gemacht. Mit ihrer netten und charmanten Art hat sich Ayumi so schnell in das Herz des Pflegefrauchens geschlichen, dass es gleich entschieden war: Ayumi bleibt !! Zuerst waren wir mit der Entscheidung nicht so ganz glücklich, denn so ging und mal wieder eine Pflegestelle durch die Lappen. Aber gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen. Und wenn man das gemeinsame Glück als Außenstehender betrachtet, dann muss man sagen, die Entscheidung war goldrichtig.
Auch wenn die Anfangsschwierigkeiten mit dem Laufen lernen an der Leine – die neue Umgebung und mit all den neuen Umweltreizen, was dann auf einen langjährig im Zwinger sitzenden Hund zukommt, mal außer Acht lässt, so haben sich Mensch und Hund im Eiltempo aneinander gewöhnt und gemeinsam alle Hürden genommen.

Beate – dafür danken wir dir – wir wissen unser Sorgenfell „Ayumi“ bei dir in besten Händen.

Das Team der NfP - FDS

Aus der Sicht des neuen Frauchens:

„Am 06.11.2014 übernahm ich von der NfP ein schreckhaftes, zierliches Shiba Mädchen Ayumi.
Die kleine Maus, mit ihrem süßen Puppengesicht wurde von meinem 3 1/2 jährigen Pflegehund Niko freudig aufgenommen. Ein Spielkamerad im Haus, dazu ein Mädel, besser konnte es nicht kommen.Ayumi und Niko

Neugierig erkundete die Kleine ihre neue Bleibe, reagierte aber sehr unsicher.
Vor lauter Schreck rollte sie sich wie ein Igel zusammen, wurde ganz starr und wartete erst einmal ab, was da so auf sie zukommt.
Anfangs zog sie es vor, im Hunde-Körbchen des ehemaligen Kinderzimmers zu nächtigen. Dort konnte sie sich auch tagsüber ungestört zurückziehen, wenn sie wollte. Schnell aber entschied sie sich doch, wie Niko und die Katzen, fürs bequeme Bett. Der erste Bann war gebrochen.

Unsere Gassirunden, zusammen mit Niko und dem Westi-Rüden meines Sohnes verliefen bestens. Die ersten Tage trug ich die kleine Maus die Treppe zu unserer Wohnung hoch, lief anfangs mit ihr abends, um ihr die Scheu zu nehmen. Sie sollte nicht zu schnell mit neuen Reizen konfrontiert werden, lieber langsam herangeführt werden und dann an Sicherheit gewinnen. Sie begriff sehr schnell, dass man an der langen Leine die Spaziergänge richtig genießen kann.

Ayumi passte sich überraschend schnell unserer tierischen Großfamilie an. Katzen und Meerschweinchen sind kein Thema. In kürzester Zeit war sie in unsere Family integriert, so, als wenn sie nie irgendwo anders gelebt hätte.

Ayumi

Zu gerne tobt sie mit Niko über Sessel, Sofa, Bett und durch die ganze Wohnung……. rennt auf ihren dünnen Beinchen begeistert dem Ball hinterher und bringt ihn auch wieder zurück ! Eben ein Shiba, der auch apportiert.

Autofahren ist Ayumi`s Leidenschaft. Bei den Besuchen unserer Tierärztin benahm sie sich suuuper!

AyumiDie dringend notwendige Kastration wegen mehrerer Zysten an der Gebärmutter, die hat sie bestens überstanden, nie versucht den Body abzustreifen oder an die Wunde zu kommen. Kein Jammern bei der Blutabnahme. Ein Highlight für ihre Rasse !! Man kennt es aus Erfahrung auch anders.

In unserer großen Wohnung fühlt sie sich geborgen, sie verhält sich ruhig, ist ein sehr angenehmer Hund.
Inzwischen ist Ayumi sehr zutraulich geworden. Anderen Hunden gegenüber verhält sie sich recht sozial. So zierlich und süß, wie sie aussieht, wird sie immer als junger Hund eingeschätzt, obwohl sie bereits 8 Jahre alt ist.

Ayumi

Beim Mittagessen, fühlt sie sich immer als Erste eingeladen. Das Bäuchlein knurrt ständig. Würde man sie nicht bremsen, wäre sie schon längst eine Kugel. Sie ist verfressen ohne Ende.
Leider ist sie sehr empfindlich und reagiert dann mit Durchfall. Konsequent bleiben wir bei unserem guten Hundefutter und es gibt keine Ausnahmen. Es fällt mir sehr schwer, wenn sie mich mit ihren runden Knopfäuglein anschaut, aber die Gesundheit geht nun einmal vor.

Ich werde sie, im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, nie frei laufen lassen können, ihr Verhalten draußen zeugt von einem besonders aufmerksamen und guten Jäger. Man kann das ja auch verstehen, so viel Natur wie jetzt, das durfte sie bisher sicher nicht erleben.

Ich bin froh, dass Ayumi bei mir ist und ich bin auch sehr stolz auf mein Mädel. Es ist schön zu sehen, dass sie in Niko einen guten Kameraden gefunden hat und gemeinsam sind die beiden ein tolles Team.

Ayumi

Beate und Crew“

 

 


 

Sable findet sein Glück

Mut und Liebe haben eines gemeinsam:
Beide werden von der Hoffnung genährt.
(Napoléon Bonaparte)

Gemeinsam mit drei Gefährten wurde Sable im Sommer 2014 zum Tierschutzfall, als seine damalige Besitzerin keine Unterbringungsmöglichkeit mehr hatte. Das Quartett wurde daraufhin erst mal vom Tierheim Schwebheim aufgenommen, von wo aus die beiden ältesten Mitglieder bereits neue Bleiben fanden.

Die mittlerweile auch schon 11-jährigen Brüger Sable und Raven zogen Ende Oktober 2014 dann in unsere Auffangstation auf der schwäbischen Alb um. Dass wir da zwei tolle Hunde in Empfang nehmen durften, erkannten wir schnell. Die Frage war nur, ob potentielle Interessenten das auch erkennen würden…?

Unsere Sorgen waren unbegründet. Bereits Mitte Dezember 2014 durfte Sable die Station wieder verlassen – zum Probewohnen bei der Familie von Hündin Kajaani (sie gehörte im Frühjahr desselben Jahres zur „Erstbesetzung“ der Station). Der Vorgänger-Rüde war verstorben und Kajaani sollte wieder Gesellschaft bekommen.

Sable hat sich wie erwartet schnell in die Herzen der Zweibeiner und das von Kajaani geschlichen und wir waren hocherfreut über die Nachricht, dass er nun sein endgültiges Zuhause gefunden hat.

 

„Hallo liebes Team von der Nothilfe,

nun bin ich also schon gute 2 Wochen in meinem neuen Zuhause. Aus diesem Grund wollte ich mich mal melden und euch mitteilen, dass ich mich hier pudelwohl fühle. Endlich führe ich das Leben, das ich meinem Alter entsprechend verdient habe:

 

Schlafen,

schlafen

Mampfen, (in Gesellschaft schmeckt es einfach besser)

mampfenmampfen gemeinsam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Streicheleinheiten abholen,

Streicheleinheiten abholen

Gassi gehen,
Pssst: ich liebe Schnee!!!!!

Gassi gehen

im Büro für ein angenehmes Arbeitsklima sorgen

relaxen

und einfach mal abschalten und relaxen

SableSable

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt hier ein absolutes Überangebot an bequemen Hundebetten – da fällt es einem nicht schwer, mal die Seele baumeln zu lassen. Mein absoluter Favorit ist allerdings das „kingsize“-Bett zwischen Sessel, Sofa und Tisch. Das hab ich mir unter die Pfote gerissen. Kajaani hat das gleiche, nur an einem anderen Platz – deshalb lass ich sie auch da nicht ran. Wenn ich mal auf Abwegen bin, bewachen meine Kuscheltiere (ein Esel und ein Eichhörnchen) „unser“ Bett.

Ansonsten hab ich mich hier schon recht gut eingelebt. Wenn ich in einer Situation etwas unsicher bin, dann fange ich einfach an zu singen. Das beruhigt meine Nerven und gibt mir ein gutes Gefühl. Meistens mach ich das so lange, bis Kajaani Entwarnung gibt. Dann weiß ich, alles ist ok, ich muss mir keine Sorgen machen. Was mein verhältnis zu Kajaani betrifft, so muss ich sagen, dass das von Tag zu Tag besser wird. Sie ist für mich wie eine große Schwester, die ab und zu mit ihrem kleinen Bruder schimpft. Komischerweise halten mich hier alle für jünger, und dabei bin ich doch 5 Jahre älter. Aber ich habe mich halt einfach gut gehalten und bin noch ein kleines bisschen ein Kindskopf. Überhaupt möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Dinge klarstellen:

• Ich bin kein Weichei! Ich bin nur eben ein sanftes, friedliches, intelligentes Wesen, das sich halt nur für wichtige Dinge echauffiert.
• Ich bin kein „Sitzpinkler“! Wenn die dementsprechenden Bäume und Sträucher zur Verfügung stehen, hebe ich selbstverständlich gern mein Beinchen.
• Ich bin absolut stubenrein! Schließlich weiß ich ja, was sich gehört.
• Was meine sonstigen Manieren betrifft, so sind diese nur als einwandfrei zu bezeichnen!

Ohne falsche Bescheidenheit möchte ich sagen, dass ich ein absoluter Traumtyp in der Blüte meines Lebens bin. Ich wurde bisher einfach immer nur unterschätzt.

Ich bin in meiner neuen Familie sehr glücklich (und diese auch mit mir), und gedenke diese auch nicht mehr herzugeben. Im Gegenteil, ich habe beschlossen, hier noch ganz, ganz lange Zeit zu bleiben, und das Leben zu genießen.

Liebe Grüße, Euer
Sable“

Prima! Genau so hatten wir es uns gewünscht! Wir bedanken uns herzlich bei Sables neuer Familie und dem gesamten Umfeld, das unseren Oldie so liebevoll aufgenommen hat. Menschen wie Sie sind unersetzlich!
Danke auch noch mal an das Tierheim Schwebheim, das die Unterbringung von Sable & Co. einige Monate überbrückt hat. Ohne diese Zusammenarbeit wäre Sables Glücksgeschichte nicht möglich gewesen.

Das Team der NfP – Freudenstadt

 


 

Buddy - Neue Stadt, neues Glück…

Buddy

Für den ausgesprochen hübschen Buddy kamen sehr viele Anfragen. Offen und ehrlich haben wir die Interessenten auch auf mögliche Folgen seiner „Knieprobleme“ hingewiesen. Es blieben dann noch wenige übrig, die sich bzgl. der detaillierten Krankengeschichte direkt mit der Besitzerin in Verbindung setzten.

Letztlich haben wir auch diese entscheiden lassen, wem sie ihren Buddy anvertrauen wollte. Nachdem eine sehr nette Familie aus Termingründen eine Übernahme leider nicht kurzfristig umsetzen konnte, gab diese einem ebenso netten Ehepaar aus Bayern den Vortritt.

Buddy

BuddyDas Ehepaar machte sich umgehend auf den weiten Weg nach Berlin und am gleichen Tag „landete“ Buddy in Bayern im neuen Zuhause. Auch wenn seine Besitzerin noch traurig ist, so weiß sie, dass Buddy sein Hundeleben nun wieder in vollen Zügen genießen kann.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Hier der kurze, aber aussagekräftige Bericht aus dem neuen Zuhause:

„Ich habe mich gut eingelebt und den Garten fest in meiner Pfote. Auch das mit dem Fressen klappt es jetzt besser, da war ich wohl die ersten Tage doch ein wenig aufgeregt.

Mit meiner bisherigen Besitzerin haben meine neuen Menschen auch schon telefoniert und ihr ein paar Bilder von mir geschickt. Darüber hat sie sich sehr gefreut. Ich denke auch, dass sich meine Menschen hier auch mächtig freuen, dass ich eingezogen bin.

Großen Spaß habe ich, wenn wir gemeinsam in den Wald auf Entdeckungsreise gehen. Auto fahren gefällt mir natürlich noch besser, da bin ich dann nämlich mit Herrchen und Frauchen gemeinsam unterwegs.

Ich habe in Bayern schon allerlei entdeckt und meine neue Familie sorgt stetig für Abwechslung, damit es mir nicht langweilig wird. Meinen Nachbarhund finde ich auch nett, aber trotzdem ein seltsamer Typ. Erst bellen und dann Schwanz einziehen. Aber den habe ich im Griff.

Buddy

Bald berichte ich mehr, denn ich bin ja im Grunde gerade erst angekommen.

Euer Buddy“

 


 

Jacky wurde zu „Lucy“ und hat ihr altes Leben hinter sich gelassen

Einst träumten wir, wir wären einander fremd,
wir wachen auf und erkennen, dass wir uns lieb haben.
(Rabindranath Tagore)

Lucy

Im Sommer 2014 wurde Jacky abgegeben, da ihr Herrchen berufsbedingt bis zu 12 Stunden außer Haus war. Die unkomplizierte Jacky hat sich in der Auffangstation rasch Freunde gemacht mit ihrer souveränen Art. Genau die richtige Kandidatin, um bei Familie B. die Lücke zu füllen, die der verstorbene nordische Gefährte hinterlassen hatte. Da der verbliebene Rüde Tedy nicht ganz so einfach zu händeln ist, waren Jackys Verträglichkeit und Gelassenheit in dieser Situation Gold wert.

Inzwischen ist geraume Zeit vergangen, das neue Familienmitglied ist nicht mehr wegzudenken und nach der Kastration im Januar gehört Jacky nun auch ganz offiziell zu ihren Zweibeinern.

„Nachdem wir schon mehrmals mit Jacky und unserem Mischlingsrüden Tedy Spaziergänge unternommen hatten, um zu testen, ob die Hunde miteinander klar kommen, holten wir Jacky im Oktober 2014 aus der Station in Gauselfingen zu uns nach Hause.

Nun begann für alle die Umstellungsphase: Der Tedy musste damit zurechtkommen, dass er nun mit dieser selbstbewussten großen Hündin sein Zuhause teilen sollte.

Auch wir mussten uns erst wieder auf die überschäumende Energie der Husky-Dame einstellen. Es ist zwar nicht unser erster nordischer Hund, doch die Vorgänger waren eben in den letzten Jahren doch altersbedingt ruhiger.

Für Jacky war alles neu – die Menschen, die Wohnung und Umgebung, der Tagesablauf. Auch einen neuen Namen hat sie nun – Lucy.Lucy

Dass sie Türen öffnet, hat sie uns gleich vorgeführt, da half es auch nicht, die Klinken hoch zu stellen. Wenn die Hunde mal allein bleiben mussten, waren danach alle möglichen Türen offen, es wurde unser Bett belagert und Papierkörbe ausgeräumt. Auch eine Pfütze gab es schon mal. Das ist aber schon deutlich besser geworden. Mit einem Wäscheständer vor der Tür macht Lucy die Tür nun auch nicht mehr auf.

Um Lucy besser auszulasten, haben wir einen Roller gekauft. Da kann sie ihre Freude am Ziehen und Laufen gut ausleben. Auch uns macht es großen Spaß, mit ihr über die schöne schwäbische Alb zu rollern.

Lucy

Mittlerweile hat sich Lucy gut bei uns eingelebt und wir sind gespannt, was wir gemeinsam noch alles erleben werden.“

Das hört sich doch vielversprechend an. Wir freuen uns für Lucy, dass sie nun zu aktiven Menschen gehört, die ihr Beschäftigung und Abwechslung verschaffen. Wir danken Familie B. für die behutsame Zusammenführung der beiden Vierbeiner und wünschen weiterhin viel Spaß bei den gemeinsamen Aktivitäten.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Kasumi – ein Engel auf 4 Pfoten

Sumi

Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln,
aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.
(Astrid Lindgren)

Wenngleich es auch Tierschutzhunde sind und jeder seine Probleme auf dem kleinen Hundebuckel mitbringt, sie haben alle ein Recht darauf, dass man ihnen eine Chance für ein neues und besseres Leben gibt.Sumi

KaSumi ist zusammen mit 3 weitern in Not geratenen, verwahrlosten Shiba-Inus am 7.6.2014 zu uns in die Pflegestelle gekommen. Da waren es 7 auf einen Streich, denn Kuki, die Pflegehündin war ja auch noch da neben Jenny und Ronja. Anstelle Amok zu laufen, haben wir nach einer Lösung geschaut. Ayumi und Yumiko durften jeweils in eine bewährte Pflegestelle ziehen, Kasumi und Taro blieben bei uns hängen.

Arme Wesen, die aus einer miserablen Haltung stammten. Tierschützer haben uns das Quartett ans Herz gelegt und ein Neinsagen im Tierschutz gibt es nur, wenn man absolut keine Alternative bieten kann. Natürlich muss es passen und wenn man will, dann erreicht man auch viel.

Sumi

Sumi

Dass die zwei Schätze jedoch in einem so katastrophalen Zustand waren, das tat in der Seele weh. Die pure Angst, Unsicherheit bei jeder Bewegung, stinkend und Kasumi mit heftigem Durchfall, das 7jährige Hundemädel brachte grade mal 5,4 Kilo auf die Waage, heute sind es 7,7 Kilo. Kasumi war aufgrund der Haltungsbedingungen alles andere als stubenrein. Wo sie ging und stand hat sie ihre Notdurft hinterlassen, egal wo, es gab keine auserwählten Plätze. Aber das alles sind wir ja schon seit Jahren gewöhnt und hängen uns an solche „Kleinigkeiten“ nicht dran. Die Teppiche waren für einige Wochen eben weggepackt. Was uns mehr belastet hat, das enorme Untergewicht, der konstante Durchfall und der Allgemeinzustand überhaupt. Ständige Tierarztbesuche waren angesagt und es muss einen wundern, wie gerne Kasumi zur Tierärztin ging und sie jedes Mal von neuem freudig begrüßte.Sumi und Ronja

Weniger freudig war es, mit ihr draußen zu laufen. Gewöhnt war sie ja in diesen 7 Jahren weder Gassi gehen, noch Halsband oder Geschirrchen. Und schließlich brachte sie die Rollleine total aus der Fassung. Anfangs, bei jedem Ruck, den sie durch unkontrolliertes Laufen sich selbst beibrachte, da schrie sie wie am Spieß. Sie war kaum zu beruhigen und man kam sich als richtiger Tierquäler vor. Jenny oder Ronja mitzunehmen war ausgeschlossen, Kasumi forderte volle Aufmerksamkeit und man durfte keine Fehler machen, damit die kleinen Fortschritte langsam gesteigert werden konnten.

 

Dann steigerte sich aber plötzlich auch ihre Pinkelei soweit, dass wir uns ernsthaft Sorgen machten. Die waren aber unbegründet, denn Kasumi wurde einfach nur läufig und schien der Meinung, sie müsse ihre Duftmarken schön in der Wohnung verteilen. Mister Leifheit, der Bodenwischer, war ständig in Bereitschaft und noch nie hat der Boden so viel Gewische erlebt, wie in dieser Zeit.

Jenny und Sumi

Langsam hat sich Kasumi eingewöhnt, sie schlief nachts im Körbchen neben dem Bett. Doch auch das Schlafzimmer wurde nicht verschont, die Nächte waren mit Putzen gerettet. Böse sein konnte man ihr überhaupt nicht, denn sie kann ja nichts für die schlechte Draußenhaltung. Und mit ihrem ständigen Grinsen im Gesicht war es auch unmöglich, sie nicht zu mögen. Sie war halt eine kleine und dürre Geiß, die man langsam in ein neues Leben heranführen musste.

Auffallend war, dass Kasumi ihre Pflegemenschen auf Schritt und Tritt begleitete, sie fand kaum Ruhe, sie war wie ein Schatten.
Mit einer Ausnahme – sie wollte partout nicht mit auf die Terrasse gehen, obwohl sich draußen, bei schönem Wetter, auch ihre beiden Freundinnen aufhielten. Es hat lange gebraucht, bis sie eben auf der Terrasse mal ein Sonnenbad genommen hat.

Dann stand unser nächster Dänemark-Urlaub an. Wie wird das wohl werden?

 

Wobei wir schon beim Thema „nicht stubenreiner Pflegehund und Urlaub im Ferienhäuschen“ sind. Anfang September ging es wieder auf die Reise. Mit dichtem Körperkontakt zu Jenny und Ronja lag Kasumi mit in der Transportbox und wir fuhren wieder in die Nacht hinein, Rast in Kassel, Rast in Flensburg, der Rest geht ganz von alleine bis an den Slettestrand. Dort angekommen, hat sie sofort von Stund an nicht einmal mehr ihre Geschäfte im Haus erledigt. Hurra – man muss in Urlaub fahren, damit ein Pflegehund stubenrein wird.

 

 

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Ronja, Jenny und SumiUnd Kasumi hat sich verhalten, als sei sie schon immer mit uns da oben im Norden gewesen – es gab aber auch nie irgendetwas zu beanstanden, sie verhielt sich wie ein total normal aufgewachsener Hund. Muss man das begreifen?

Wieder Zuhause in Deutschland angekommen, waren wir gespannt, wie es weiterging. Kasumi blieb stubenrein und hat sich an alles so was von problemlos angepasst, dass es fast schon unheimlich wurde. Weiterhin blieb sie unser Schatten, wahrscheinlich ständig in Sorge, man lässt sie alleine.

Im Oktober konnte sie dann kastriert werden und wir hätten langsam an eine Vermittlung denken müssen. Doch den Gedanken wollten wir noch gar nicht in Angriff nehmen, denn es wird immer schwerer, solche Hunde loszulassen. Man hat einfach Bedenken, dass von neuen Menschen die Erwartungshaltung viel zu groß ist – man hat so seine Erfahrung.

Wir haben dann die Vermittlung einfach dem Zufall überlassen und die liebenswerte Shiba-Dame nicht ins Internet gestellt. Für Shibas haben wir immer Anfragen. Und so kam es dann:

Wie es der Zufall so will, kamen Interessenten aus Frankreich zu der Hunde-Messe nach Freiburg und somit wurde ein erster Kontakt hergestellt. Dann folgte ein Besuch zu unserer Jubiläumsfeier am 13.12.2014 und mit viel Skepsis haben wir uns dann im neuen Jahr auf den Weg nach Frankreich gemacht, um uns den Platz anzuschauen und die Menschen besser kennen zu lernen. Der vorhandene Border-Mix-Rüde vom Sohn, nicht einfach, sollte das größte Problem darstellen.Fahrt nach Frankreich

Dann war es soweit – vorsichtshalber wurde alles eingepackt, ein Vertrag gerichtet – immer mit dem Hintergedanken, wenn es nicht passen sollte, fährt Kasumi wieder mit nach Deutschland. Wir wollten nicht, dass sie evtl. unter dem Rüden hätte leiden müssen.

Eine wunderbare Eigenschaft hat die kleine Hündin:

sie hat auf Anhieb zu jedem Menschen – zu jedem Tier, was es auch ist – eine freundschaftliche Einstellung. Egal was uns begegnet – egal, welche Katze sie angesprungen hat – Kasumi blieb immer loyal. Selbst wenn Kater Niko angefangen hat, sie abzuwaschen, die Ohren zu putzen, die Schnauze zu lecken – Kasumi ließ es mit einer stoischen Ruhe über sich ergehen. Und Niko ist ein hartnäckiger Fall.

Wir waren also auf alles gefasst, die Interessenten holten uns in Kehl ab und wir fuhren gemeinsam nach Frankreich rüber zu einem Treffpunkt mit Hayko, dem Border-Rüden und seinem Herrchen, eben dem Sohn der Interessenten.

 

 

 

 

 

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Erstes Treffen

Obwohl wir alle auch an diese Begegnung mit Skepsis herangingen, es passierte „überhaupt nichts“ – von der Sekunde an war es kein Thema, dass die zwei sich nicht vertragen würden. Gemeinsam ging man eine große Runde in einem herrlichen Gebiet rund um einen See – dann kam der Höhepunkt. Was wird Hayko sagen, wenn Kasumi plötzlich mit ins Haus kommt. Doch die Lage war immer noch entspannt und nachdem sich im Garten keinerlei Auffälligkeiten zeigten, ging man gemeinsam in das Haus. Auch hier war es kein Problem. Wir vermuten, dass die unkomplizierte Art von Sumi auch bei Hayko alle Bedenken aus der Welt geschaffen hat, dass hier wohl eine starke Konkurrenz ins Haus flattert.
Wir verbrachten einige Stunden, um die Vergesellschaftung der beiden Hunde zu beobachten, bekamen feinen Kuchen und Kaffee und es war von allen Seiten eine entspannte und positive Atmosphäre.

Nach eindringlichen Ermahnungen und der Weitergabe von vielen Verhaltensmaßregeln, hier durfte kein Fehler passieren – haben wir uns dann entschlossen, im gegenseitigen Einvernahmen die Formalitäten zu erledigen und uns von Kasumi zu verabschieden.
7 Monate hat das kleine Hundemädel bei uns gelebt – wir sind gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen – das schweißt zusammen. Und doch muss man fair bleiben und darf ein Wesen, das ein Recht auf einen wohlbehüteten Platz in Aussicht hat, nicht blocken. Es ist nicht immer leicht, die Gefühle zu unterdrücken, vor allem bei solchen Tieren, die sich schon fest ins Herz gegraben haben. Und Tiere sind nun mal keine Ware, die man so mal abgibt, da spielen immer viele Emotionen mit hinein. Da mussten wir durch.

So traumhaft schön bei der Abfahrt das Wetter auch war, es war schon ein trüber und trauriger Moment, als wir dann nach einem nochmaligen gemeinsamen Spaziergang hinter der Grenze, Abschied nahmen und ohne KaSumi nach Hause fuhren.

Sumi mit neuem FrauchenTapfer stieg die Kleine zu den nun neuen Menschen ins Auto – und wenn wir heute hören, dass sie die ganze Familie um ihre kleinen Pfoten gewickelt hat, dann müssen wir sagen: es war sicher die richtige Entscheidung. Und die Rückmeldungen bestätigen uns, dass KaSumi sich gut eingelebt und die Herzen ihrer Menschen im Sturm erobert hat.
Aber es war mal wieder ein Drama mit unserem Sensibelchen Ronja – sie hat uns ganz deutlich gezeigt, dass sie Sumi vermisst und hat erst mal wieder das Fressen eingestellt. Wie soll man es ihr auch erklären, dass Sumi nur ein Pflegehund war? Und doch ist es für uns immer wieder überraschend, wie die beiden Hunde-Mädels jeden Neuen unter ihre Fittiche nehmen, sie dichter als dicht Kontakt liegen dürfen und voll akzeptiert werden.

Und Futterneid: den gibt es einfach nicht – das macht es immer so einfach, Pflegis einzuquartieren, denn Erwartungshaltung haben wir keine.

Und nun ist KaSumi schon seit 18.01.2015 „Französin“ – so schnell vergeht die Zeit. Und die Begeisterung der neuen Menschen über das wunderbare Wesen der kleinen Hündin ist nicht zu bremsen.

„Sumi ist bei uns angekommen!

Seit unsere Shiba-Hündin über die Regenbogenbrücke gegangen ist, sind wir traurig. Es fehlt jemand, der uns auf die Beine bringt.

Über eine Züchter-Seite, sind wir auf die Polarhunde-Nothilfe Freudenstadt gestoßen.

Nun hat jedoch eines Tages unser Sohn einen Border-Mix-Rüden mit Namen „Hayko“ nach Hause gebracht, was wir aber so gar nicht wollten. Somit war der Wunsch nach einem Shiba erst einmal gestorben. Aber uns fehlte etwas, natürlich ein Shiba - aber, wie wird es sich mit Hayko geben?
So haben wir einfach die Polarhunde-Nothilfe kontaktiert und uns wurde von einer älteren Shiba-Hündin „Sumi“ erzählt. Nachdem der Kontakt hergestellt war und wir zum Jubiläum der Nothilfe einen Besuch bei Sumi in Gauselfingen abgestattet hatten, hat es doch noch einige Wochen gedauert, bis ein Besuch mit der Kleinen abgesprochen werden konnte. Sollte es mit dem Hund von unserem Sohn nicht klappen, würde Sumi wieder mit nach Freudenstadt fahren – so war es abgemacht. Aber alles kam doch anders, als wir es befürchtet haben.Sumi

„Sumi schreibt: Hallo Polarhundefreunde!

Nach einer lange Fahrt und dem problemlosen Kennenlernen mit Hayko und meinen neuen Zweibeinern bin ich doch fest in meinem neuen Zuhause geblieben. Mein neues Rudel ist sehr lieb zu mir, auch der Hayko, ich werde hier behandelt wie eine Prinzessin.

Wir teilen das Sofa, und, wenn der Jungspund Hayko zu wild ist, dann ziehe ich mich zurück in einen anderen Raum, wo es ruhig ist. Das akzeptiert er.

Jeden Tag, spaziere ich sehr lange mit meinen Menschen durch die neue Umgebung, lerne Hunde kennen und darf sogar mit ihnen spielen. Ich habe auch mit keinem fremden Hund Probleme.
Ich darf überall mit hin, ob mit dem Auto oder irgendwo zu Besuch, da ich überall willkommen bin. Ja, ich bin ein Star in meiner Menschenfamilie und bin bekannt bis nach Florida.

Nun habe ich gehört, dass wir bald auf den Berg in den Schnee fahren, das gefällt mir, denn ich bin ein Läufer und wir wandern viel.
Ach ja, es ist auch die Rede mit mir in die Ferien zu fahren, aber wohin weiß ich nicht, aber ich bin ja Ferien-tauglich und freu mich schon drauf.

Glaubt mir, mein Rudel versteht schon meine Sprache: quietsche ich mal wieder, dann wird gelacht. Meine Mama sagt, ich habe ein ganz schönes und zufriedenes Shiba-Lächeln.
Abends mag ich immer in den Armen meiner Mama liegen und bekomme viele Streicheleinheiten, das tut soooo gut. Ich habe ja auch viel nachzuholen, denn das ist alles eine neue Welt für mich.

Nun habe ich auch keinen Durchfall mehr, sicher ist das so, dass ich endlich wo ankommen durfte und meine Sicherheit habe.
Hier gibt es auch viele Enten und Schwänen auf dem großen See, denen habe ich schon mal das Brot geklaut. Im Klauen bin ich Profi – ich bin sehr verfressen.
Es ist schön hier und meine Menschen-Mama hat auch gelernt, wie sie mit mir umgehen und mit mir spazieren gehen muss – da haben die Pflegeeltern viel Wert drauf gelegt.

Dafür hat sie sich aber auch schon Blasen gelaufen, denn ich bin ein perfekter Läufer.

Bis bald, Eure Sumi“

Wir haben Sumi eine neue Tür mit viel Liebe geöffnet. Wir wollen mit ihr noch viele schöne Jahren verbringen und wünschen, dass die kleine Maus so glücklich wird wie unsere verstorbene Poona. Sie ist so unendlich lieb, ein kleiner Schatz, wir haben uns schon an sie so gewöhnt, als wäre sie immer da gewesen. Sie hat uns Sonne ins Haus gebracht!
Ein kleiner Fehler, sie mag so sehr die Küche, wo sie permanent bettelt, da müssen wieder hart sein!

Und es freut uns sehr, dass es mit Hayko und Sumi keine Eifersucht gibt und noch nie gegeben hat. Sie liegen auch auf dem Sofa zusammen.

Herzlichen Dank an die Pflegeeltern, dass sie uns Sumi anvertraut habt und alles so gut organisiert wurde.

Cathie und Gerard“

Und die Pflegeeltern sagen danke, wir vergessen die Zeit mit Sumi (und dem Bodenwischer) sicher nicht. Und wir freuen uns, dass unsere Empfehlungen so gut umgesetzt werden. Das ist wirklich Vertrauenssache und lag uns besonders am Herzen.

Das gesamte Team der NfP - Freudenstadt

 


 

 Kira – ehemals „Kiara“

Kira

Wenn du ein glückliches Leben willst,
verbinde es mit einem Ziel ...
(Albert Einstein)

Dieses Ziel hat die Shiba-Hündin „Kiara“ nun endlich erreicht. Sie hatte bisher wenig Glück in ihrem Leben und als dann noch die Haut- und Fellprobleme kamen, wurde sie sogar von den Menschen 1,5 Jahre weggesperrt. Sie wurde von einem Gnadenhof übernommen, auf dem sie jedoch Probleme mit den vielen anderen Hunden hatte.
Wir alle freuen uns, dass „Kiara“ – die heute Kira heißt, dann doch Menschen fand, die sie ohne Vorbehalte aufnahmen und keine Kosten und Mühen scheuen, sie gesundheitlich nach allen Kräften zu versorgen. Auch die anfänglichen Diskrepanzen mit dem vorhandenen kleinen Shiba-König haben sie gut in den Griff bekommen.
Wir alle können sagen, „Kiara“ hätte es besser nicht treffen können…….. Danke an die ganze Familie!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Hallo ihr Lieben,Kira und Taigon

nun ist Kira, so heißt unsere Shiba Dame mittlerweile, schon fast 7 Wochen bei uns und es hat sich einiges getan. Eine mitunter etwas rabiate Zeit liegt hinter uns, die sich nun endlich gelegt hat und es ist etwas Ruhe und Normalität in unser Heim zurückgekehrt. Die anfängliche Sympathie, die unser Rüde Tigon für Kira empfunden hat, war schnell vorbei, als er merkte, dass die ruhige, aber sehr liebenswerte Dame wohl so schnell nicht mehr gehen würde.

Auch Kira wollte von unserem pubertierenden, auch etwas nervigen Tigon, nichts wissen, und am Anfang sah es so aus, als ob sie ihn einfach nicht wahrnimmt. Etliche Spielaufforderungen seinerseits blieben vergebens und so hat sich das anfängliche Interesse schnell in Frust verwandelt. Der jähzornige kleine Rüpel musste erst lernen, dass nicht jedes knurren gleich eine Kampfansage bedeutet und unsere Kira musste lernen, mit dem neuen Gefährten viel Geduld zu haben. Mit viel Geduld unsererseits und strengen Regeln haben sich die zwei aber zusammen“gerauft“ und es kommt nur noch selten zu Situationen, wo man auch wirklich eingreifen muss. Die dicksten Freunde sind die zwei zwar noch nicht, aber wir sehen jeden Tag die Fortschritte, die die zwei miteinander machen und sind zuversichtlich, dass sie noch ein gutes Team werden.

Kira

Kiras Gesundheitszustand hat sich deutlich verbessert, auch wenn wir immer noch mit einer lästigen Ohrenentzündung kämpfen. Seit dem Besuch beim Tierarzt hat sich einiges getan, denn die Diagnose „Allergiker“ und „Malassezien-Dermatitis“ war neben der Tierarztrechnung auch ein großes Ding. Danke noch mal an meine Mama, die die Rechnung für uns übernommen hat. Wir haben aber alles mit Tabletten und einer gesunden Ernährung (wir BARFEN sie jetzt) soweit in den Griff bekommen. Es sprießen auch schon wieder die Haare und wir sind gespannt, ob sie überall ihr Fell wieder bekommt. Zu wünschen wäre es ihr sehr, denn wer stellt sich schon gerne nackig in den Schnee?Kira

 

Unsere Kira hat einen sehr starken Beschützerinstinkt, was ihre weiblichen Bezugspersonen betrifft. Kommt eine ihr nicht bekannte Person mir oder Meiner Mutter zu nahe, wird sie sehr wachsam und fixiert den Fremden regelrecht. Er wird sehr genau beobachtet bis sie sicher ist, dass keine Gefahr von dem Fremden ausgeht. Mit Männern wird sie erst nach einiger Zeit und einigen Leckerlies warm. Sie ist eine richtige Schmusemaus und freut sich über jede noch so kleine Streicheleinheit. Ebenso geht sie irre gerne spazieren, stundenlang könnten wir mit ihr gehen. Sie trippelt immer wie ein Zirkuspferd, wenn wir unsere Jacken anziehen und freut sich über alle Maßen, wenn es wieder raus geht zum Spaziergang.

Leider konnten wir sie bis jetzt noch nicht mit unseren Frettchen zusammenbringen, denn sie ist immer extrem aufgeregt, wenn sich nur die Balkontüre öffnet, wo das Gehege der drei steht. Sie würde ihnen zwar nicht aus Bosheit wehtun, aber sie wäre einfach viel zu stürmisch mit ihnen und würde sie wohl verletzten. Wir haben das Problem jetzt einfach so gelöst, dass Kira für die Freilaufzeit der Frettchen in ihre Transportbox geschickt wird, wo sie dann ein ausgedehntes Schläfchen macht, bis die drei Flitzer wieder nach draußen kommen.Taigon und Kira

Wir möchten Kira in unserem Leben nicht mehr missen, sie hat uns gezeigt, dass ein Hund einfach nicht nachtragend sein kann, egal wie schlecht es ihm ging und wie übel er von Menschen behandelt wurde. Wenn wir in ihre treuen Kuh-Augen schauen, dann wissen wir, dass sie für uns durchs Feuer gehen würde.
Auch hat sie uns eine Seite an Tigon gezeigt, die wir ohne sie wohl nicht gesehen hätten, und hat uns so die Chance gegeben, an seinen Macken arbeiten zu können, in dem Alter ist das ja noch um so viel einfacher.

Danke Kira! Du hast uns so viel gezeigt. Wir sind jetzt wahre Meister im Konfliktmanagement und wir haben so viel über die Hundesprache gelernt. Auch Tigon ist nun auf dem besten Wege, ein viel entspannterer Junghund zu werden!

Jana, Paul, Tigon & Kira

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Basco und Aira

Wunder gibt es, um uns zu lehren,
überall das Wunderbare zu erkennen..
(von Augustinus)

Ein winzig kleines Tierheim in Kroatien wird von einer Frau geführt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, kranken und verstoßenen Hunden zu helfen. Sie kümmert sich aufopfernd um die Hunde, die keiner vermisst. Im Vergleich zu großen Organisationen hat sie keine Möglichkeiten, ihre Hunde über das Internet vorzustellen, geschweige denn, Hundetransporte zu veranlassen.

Trotz allem hat sie das große Glück ein Ehepaar aus Deutschland zu kennen, dem Verantwortungsbewusstsein gegenüber jedem Leben in die Wiege gelegt wurde. So ergibt es sich, dass einzelne Hunde die Chance erhalten, ein Zuhause in Deutschland zu finden. Dass es nun gleich ein Doppelpack wurde, ahnte wohl niemand. Was aber aus dem Text der neuen Besitzer zu erahnen ist – nicht nur die Vierbeiner sind sehr glücklich!

Unser besonderer Dank geht an die Eheleute K. für Ihren unermüdlichen Einsatz, ohne Sie hätten diese Hunde keinerlei Chancen.

Danke auch an Heike und Thomas v.K., dass Sie so vorbehaltlos bereit waren, sogar zwei Vierbeinern ein wundervolles Zuhause zu geben.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Basco und Aira haben ein neues Zuhause gefunden

 

Das neue Zuhause befindet sich im Hunsrück bei Heike und Thomas.

Die einjährige Aira wurde als ängstlich beschrieben. Da dachten sich Heike und Thomas, dass ihr die Sicherheit des zwei Jahre alten Basco gut tun würde. So wurden beide Hunde aus Kroatien geholt.

Alle meinen, dass Aira und Basco Geschwister sind. Dabei haben sich die beiden bei der Übernahme in der Nähe der tschechischen Grenze erst zwei Wochen gekannt.

Aira und Basco
Wieso kommt man nur auf diese Idee?

Basco und AiraTatsache ist, dass Aira und Basco sich blendend verstehen. Von Anfang an haben sie in ihrem neuen Zuhause aufeinander aufgepasst. Sie haben dort zwei Stofftiere, auf die sie besonders Acht geben. Manchmal stibitzen sie sich diese gegenseitig, holen sie aber auch und legen sie neben dem anderen vorsichtig ab. Das macht sehr müde.

Aira ist sehr vorsichtig im Umgang mit anderen Menschen. Im Schatten von Basco traut sie sich aber dichter heran. Besonders schnell fasste sie Zutrauen zu „Mama“ Heike.

Aira und Basco

 

 

 

Aira traut „Papa“ Thomas noch nicht ganz. Aber nach drei Wochen ist sie auch ihm gegenüber viel zutraulicher geworden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch bei Begegnungen mit anderen Menschen, Schneeräumgeräten und Hunden haben sich sehr große Fortschritte eingestellt.
Früher reagierte Aira sehr panisch, schaffte sich aus ihrem Geschirr und flüchtete mehrere Meter. Jetzt löst die Begegnung mit kleinen Gruppen oder Hunden keine Panik mehr aus. Sie weicht nur noch leicht aus und nähert sich anschließend wieder an. Trotzdem sichern wir sie zeitweise noch mit Halsband und Geschirr.

Aira ist eine neugierige, intelligente und eigenständige Hündin. Sie kann Türen öffnen und besitzt eine enorme Sprungkraft. Gleich in der ersten Woche hat sie bei der Einzäunung des Gartens die Schwachstelle entdeckt und ist kurzerhand darüber hinaus und wieder herein gesprungen. Beim Freilauf im Garten lässt sie sich nun öfter abrufen.

Basco zeigt sich allen Menschen gegenüber von seiner besten Seite, ist sehr zutraulich und schmust gerne. Sein Sozialverhalten auch gegenüber Hunden ist vorbildlich. Im Garten lässt er sich bereits sehr gut abrufen und wird schon bald beim Spaziergang ohne Leine laufen dürfen.

Basco übt Treppenlaufen

 

Sein Problem sind Treppen. Vor ihnen hat er panische Angst. Vor allem, wenn sie etwas enger sind. Hier ist Aira für Basco ein Vorbild.
Zu Hause war es möglich, ebenerdig ins Haus zu kommen. Aber trotzdem war das Üben an der breiten Treppe in der Schule angesagt.
Nach zwei Besuchen in unserer Schule sind die 15 Stufen bis zum ersten Podest kein Problem mehr. Natürlich bedarf es noch vieler solcher Übungseinsätze bis Treppen für Basco ihren Schrecken verloren haben.

Basco zeigt im Verhalten oft Beschwichtigungssignale. Ganz tief im Blick sieht man noch seine Unsicherheit. Für uns ist es schon ein großer Erfolg, dass er durch kurzes Bellen (mit halber Kraft) sein Revier anzeigt oder beim Spaziergang durch Piepsen zum Weitergehen auffordert.

 

 

 

Basco und Aira lieben lange Spaziergänge.

 

Basco und Aira im SchneeSchneespaziergang

 

Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Sie fühlen sich bei uns sehr wohl, können es aber noch nicht so ganz glauben, dass es wirklich Realität ist.

Wir können uns ein Leben ohne die beiden nicht mehr vorstellen.

Heike und Thomas

 


 

Medi

“Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Danke für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft, die du besitzt.
Sag Danke für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein.
Wenn du keinen Grund siehst, Danke zu sagen, liegt der Fehler bei dir.”
(Tecumseh)

Für die nette Mix-Hündin Medi gab es zwar einige Interessenten, leider aber wohl niemanden, der es wirklich ernst meinte. Wir waren trotzdem sicher, dass sie in jedem Fall ihr Zuhause finden würde. Doch die Pflegestelle ist uns hier zuvorgekommen, denn Medi hat jetzt dort ihren Platz für’s Leben gefunden und besser hätte es für sie wohl kaum kommen können.
Das Team der Nothilfe für Polarhunde, FreudenstadtMedi

„Endlich angekommen…

Medi war bei uns als Pflegehündin eingezogen. Sie hatte eine sehr schwere Zeit hinter sich gebracht und hatte komplett das Vertrauen in die Menschen verloren. Geprägt aus Angst und Einsamkeit hatte Medi all ihr Selbstbewusstsein verloren – gegenüber Hunden, Menschen und allem.

Wir haben intensiv mit Medi dieses Vertrauen wieder aufgebaut. Ein große Hilfe dabei war unser kleiner Rüde Felix – der nach einem wenig begeisterten Anfang – sie ins Herz geschlossen hat und irgendwie wusste, dass Medi viel Ruhe braucht, und wieder alles neu entdecken und auch lernen musste, was ihr im früheren Leben eine Freude gemacht hat.

Über die Monate hat Medi sich in eine tolle, kuschelige Hündin verwandelt, die nichts mehr genießt, als eine Katze zu jagen oder mit Menschen zu kuscheln. Mittlerweile spielt sie mit Felix und manchmal auch mit anderen Hunden und hat viel gelernt.

Medi und Felix

Trotz ihrer großartigen Entwicklung bleiben immer noch deutliche Spuren ihrer traurigen Vergangenheit – die wir nur erahnen können... Manchmal bellt sie eine Person oder einen Hund an, manchmal versteckt sie sich. Falls sie aber jemand kennt und vertraut, schenkt sie dieser Person ihr ganzes Herz. Und Medi hat viel Herz und Liebe - trotz allem, das ihr passiert ist..Medi und Felix

Medi verzaubert viele Leute mit ihrem Aussehen und bekommt regelmäßige Komplimente und langsam nimmt sie die Komplimente gern entgegen. Aufgrund ihres tollen Aussehens haben sich für Medi schon Interessenten gemeldet. Leider hat aber ein Treffen nie stattgefunden – vielleicht aufgrund der ehrlichen Beschreibung und ihrer Geschichte. Eine Hündin, die vielleicht nicht sofort alles perfekt macht und Ängste verinnerlicht hat, ist halt leider nicht der Wunschhund vieler Leute – obwohl eine solche Hündin die treueste und dankbarste Lebensbegleiterin ist, die man sich je vorstellen könnte.

Nach einigen solchen Enttäuschungen kam noch dazu, dass Medi plötzlich inkontinent wurde – das ist jetzt aber auch Vergangenheit, denn es wurden die richtigen Medikamente gefunden. Zusätzlich, nach Aufbau ihrer Muskulatur und der Gesundung ihres Fells wurde auch klar, dass Medi doch wahrscheinlich älter ist als am Anfang angenommen.

Die Tage nach der Aufnahme von Medi und von Woche zu Woche - und Monat zu Monat - hat Medi uns in ihr Herz geschlossen und wir sie in unsere Herzen.
Unsere Familie hat sich immer schwersten Herzens von unseren Pflegehunden verabschiedet, als diese in ihre endgültigen neuen Zuhause umgezogen sind. Wir haben uns aber immer gesagt, dass unser Pflegehund-Platz frei bleiben muss, um anderen Hunden in Notfall-Situationen helfen zu können. Uns ist aber klar geworden, dass Medi nicht vermittelt werden kann, wie unsere anderen ehemaligen Pflegehunde, und wir haben deswegen entschieden, dass die Vermittlung eingestellt wird und Medi für immer bei uns bleibt.

Wir lieben Medi von ganzem Herzen. Sie gibt uns jeden Tag so viel und jedes Mal, wenn sie glücklich ist, wissen wir, dass es Medi jetzt endlich im Leben richtig gut geht und dass sie den Menschen verziehen hat. Am liebsten liegt sie auf dem Sofa, geht Gassi oder tobt im Schnee. Falls jemand am Gartenzaun vorbeigeht, dann bellt sie auch mal ganz gern und wenn sich der Kofferraum von unserem Kombi öffnet, springt sie sofort rein.
Medi ist eine tolle, tolle Hündin die bei uns ihren Platz gefunden hat.

Medi und Felix

Thomas & Margaret-Jane mit Felix und Medi