Glücklich im.. [Archiv der Glücklichen]   [Jan'15] [Feb'15] [Mar'15] [Apr'15] [Mai '15] [Juni '15] [Juli'15] [Aug'15] [Sep'15] [Okt'15] [Nov'15] [Dez'15]

Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Januar 2015 ein neues Zuhause gefunden haben

Lesen Sie auch
Ehemalige Vereinshunde erzählen aus ihrem neuen Leben

 

Linus und Luna – zwei Familienhunde erobern ihre Familie im Sturm

Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
(Christian Morgenstern)

Lange mussten sie auf ihre Chance warten – rund 7 Monate saßen Linus und Luna mehr oder weniger unbeachtet von Interessenten in unserer Auffangstation. Weder die Internet-Präsentation, noch die Vorstellung bei einer Hundemesse brachten den erhofften Erfolg. Auch die tolle Chance, beim WDR als Notfall vorgestellt zu werden, half den beiden Schätzen nicht weiter.

Linus, Luna und BalouDoch dann kam den zwei netten Vierbeinern der Zufall zu Hilfe. Eine Hundebesitzerin wollte sich in der Auffangstation eine auf der Homepage als Notfall ausgeschriebene Hündin anschauen und kam spontan vorbei. Die Hundedame war allerdings nicht in der Station untergebracht, sondern in einer privaten Pflegestelle. Und so wurden stattdessen die tatsächlichen Stationsbewohner in Augenschein genommen – unter ihnen Linus und Luna.

Nach einem erneuten Besuch, bei dem unsere beiden Dauersitzer mit dem bereits in der Familie lebenden Rüden Balou Bekanntschaft schlossen, war es dann kurz vor Weihnachten 2014 endlich so weit, dass sie umziehen durften. Wie es weiterging, erzählen die neuen Menschen selber:

„Linus und Luna, die beiden Husky-Border-Mischlinge, haben sich sehr rasch und unkompliziert in unser Familienrudel eingelebt. Gemeinsam mit unserem kleineren Mischlingshund Balou, der im selben Alter ist, waren sie nach zwei, drei Tagen bereits ein richtig gutes Team. Die Jungs (Linus und Balou) hielten beispielsweise gut zusammen, wenn es darum ging, beim Spaziergang aussichtsreiche Buddelplätze aufzutun und ausgiebig nach Mäusen zu graben.

Luna, Linus und Balou

LinusAuch mit den menschlichen Familienmitgliedern gab es bei den beiden keine Berührungsängste, da Linus und Luna sehr zuwendungsbedürftig und menschenbezogen sind. Zwei richtige Familienhunde eben, die gar nicht genug gekuschelt werden können. Es war, als wären die beiden schon immer bei uns, so gut hat alles geklappt, so harmonisch war es. Es gab kein Knurren, es gab kein einziges Mal irgendeine Disharmonie unter den drei Vierbeinern und mit den Zweibeinern erst recht nicht!

Linus

Die von uns extra noch zusätzlich gesicherte Umzäunung bei unserem 2.600 m² Hanggrundstück war in keiner Weise notwendig, da sich alle Hunde gleich gemeinsam wohlgefühlt haben.“

Linus, Luna und BalouEs war das perfekte Glück für Linus und Luna. Silvester verbrachten sie mit ihrem neuen Gefährten Balou und einem befreundeten Labradorrüden gemeinsam ganz ruhig daheim. Es sollte der Auftakt zu einem wundervollen Jahr sein. Doch für Linus währte das Glück nicht lange. Er erlitt noch im Januar eine Magendrehung und verstarb trotz Not-Operation – nun steht er nicht nur als „Glücksfell“ auf der Homepage, wie es ja sein sollte, sondern leider auch gleich bei den verstorbenen Pelzgesichtern. Unfassbar. Trotz der Trauer um Linus sind wir aber dankbar, dass er seine letzten Wochen liebevoll behütet verbringen durfte.

Nun ist Luna ohne ihren langjährigen Gefährten. Aber Balou leistet ihr nach wie vor Gesellschaft und selbstverständlich werden beide weiterhin als vollwertige Familienmitglieder behandelt. Luna ist im Moment noch anlehnungsbedürftiger als sonst, aber wir sind sicher, dass sie unter der mitfühlenden Zuwendung ihrer Menschen ihre Lebensfreude auch in Zukunft behalten wird.

Herzlichsten Dank an die ganze Familie! Dafür, dass Sie unsere beiden Oldies so unvoreingenommen zu sich geholt und ihnen eine schöne Zeit beschert haben. Und dafür, dass wir uns sicher sein können, dass Sie Luna weiterhin treu zur Seite stehen, so wie Sie es auch gerne für Linus getan hätten. – Es tut gut, unsere Schützlinge in der Obhut von Menschen wie Ihnen zu wissen!

Einen Dank möchten wir auch der Nachbarsfamilie aussprechen, die dafür gesorgt hat, dass die beiden vereinsamten Hunde aus dem Grundstück der Vorbesitzerin "erlöst" werden konnten. Beherzt haben sie nach Möglichkeiten gesucht, die zwei Sorgenfelle unterzubringen und sie schließlich auch selbst zu uns auf die schwäbische Alb gebracht. Linus und Luna lagen ihnen sehr am Herzen, so dass sie sehen wollten, wo die beiden die Wartezeit bis zur Vermittlung verbringen würden. Und bis heute stehen wir mit den Ex-Nachbarn in Kontakt und sie erkundigen sich immer wieder über den Werdegang der Vierbeiner. Danke, dass Sie damals nicht weggeschaut, sondern gehandelt und damit den beiden überhaupt erst den Weg in eine schönere Zukunft geebnet haben.

Luna, Linus und Balou

Das Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Feng, der junge Wilde

Feng, jetzt Yukon

Wenn man nicht versucht, etwas zu tun,
was jenseits des bereits Gemeisterten liegt,
dann wird man nicht wachsen.
(Ralph Waldo Emerson)

Feng, jetzt Yukon

Als der gut 1-jährige Feng im Sommer 2014 in der Auffangstation einzog, hatte er schon mehrere Besitzerwechsel erlebt. Für einen pubertären Rüden mit dem Hang zur Ressourcenverteidigung kann solch ein Hin und Her fatal sein. – Wie bei Feng. Wiederholt war es im Zusammenhang mit Fressbarem zu einem Kräftemessen zwischen Vier- und dem jeweiligen Zweibeiner gekommen. Meistens gewann Feng. Und als niemand mehr mit dem hübschen Rüden zurechtkam, führte sein Weg ihn in den Tierschutz.

Auch bei uns war der Umgang mit dem Halbstarken nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Im Laufe der Zeit baute sich aber eine Vertrauensbasis auf und Mensch und Tier konnten sich gegenseitig besser einschätzen. Mit ein paar Verhaltensregeln klappte es recht gut. Als „unkompliziert“ galt Feng deshalb aber noch lange nicht.

So war es wirklich ein Glücksfall, als ambitionierte Husky-Halter einen jungen Gefährten für ihre Hündin suchten und sich im Herbst zu einem Besuch ankündigten. Die Zusammenführung von Feng und Hündin Maya verlief unerwartet positiv – unser Rabauke ließ von seiner sonstigen Aufdringlichkeit kaum etwas spüren. Hatte der Aufenthalt in der Station ihn etwa schon „zahm“ gemacht?

Aber wie auch immer: das Verhalten zwischen den Hunden war eine Sache. Wichtig wäre aber auch, dass die Zweibeiner mit Feng zurecht kämen, wenn er im pubertären Überschwang mal wieder seine Grenzen austesten würde. Wir nahmen also kein Blatt vor den Mund, als wir von den potentiellen Konfliktherden berichteten. Doch es wurde klar, dass den Interessenten die Lage durchaus bewusst war und sie auch dazu bereit waren, sich intensiv mit den Problemen auseinander zu setzen.Maya macht Streß

Feng durfte also in sein neues Zuhause ziehen. – Und wir warteten gespannt auf die erste Rückmeldung. Als sie dann eintrudelte, schien Fengs Welt erneut ins Wanken zu geraten: es gab Zoff zwischen den Hunden. Das Erstaunliche daran: nicht Feng war der Auslöser. Vielmehr war es Maya, die unerwartet eifersüchtig wurde und den Jungspund am liebsten aus dem Haus geekelt hätte.

Da hatte die charismatische Hundedame die Rechnung aber ohne ihre Menschen gemacht. Diese scheuten nämlich keine Mühen, um die Reibereien in den Griff zu bekommen – und sie schafften es. So freuen wir uns, dass unser ehemaliges Sorgenkind, das mittlerweile den Namen „Yukon“ erhielt, endlich Stabilität erfährt und sich seines Lebens freuen kann. Die Zweibeiner berichten:

Maya und Yukon

„Maya und Yukon – Liebe auf den zweiten Blick

Maya und YukonYukon bleibt natürlich bei uns. Nach einigen Schwierigkeiten, die aber von Maya ausgingen, hat sich alles zum Guten gewendet. Die beiden sind jetzt ein Herz und eine Seele. Sie machen alles gemeinsam und liegen manchmal auch zusammen im Bett.

Yukon besucht mit Maya zusammen die Hundeschule, Maya ist schon 2 Jahre in der Hundeschule. Yukon macht Sitz, Platz und Bleib. An der Leine läuft er auch gut. Er muss zwar noch einige Sachen lernen, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Yukon läuft auch sehr schön am Roller mit uns, da hat er großen Spaß daran. Er liebt lange Spaziergänge mit Maya, durch den Garten zu toben, im Wasser zu plantschen und er hat noch viel Blödsinn im Kopf und klaut dann Strümpfe.

Yukon bekommt weiterhin sein getreidefreies Futter. Sein Stuhlgang ist zu 99 Prozent fest. Maya mag das Futter auch gerne.

Maya blüht wieder richtig auf, seit Yukon da ist.“

Yukon

Herzlichen Dank an Frau G. und Herrn Sch., dass Sie die Flinte nicht so schnell ins Korn geworfen und mit Sachverstand und Durchhaltevermögen Yukon eine tolle Chance auf eine glückliche Zukunft geschenkt haben. Genau diese Kompetenz hat unser „junger Wilder“ gebraucht.

Yukon und seine neue Familie

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 


Cisko – jetzt „Snorre“
Wenn du das Beste von einer Beziehung willst,
gib deiner Beziehung dein Bestes.
(Chuck Spezzano)

Snorre

Wir als Tierschutzverein haben immer ein wenig Bauchschmerzen, wenn Welpen in die Vermittlung kommen. Hier wird ganz schnell klar, dass es den meisten Interessenten nicht ums Helfen geht, sondern einfach nur um einen kleinen süßen Hund.Snorre
Zudem wurde Cisko noch abgegeben, als wir bereits für Mio ein Zuhause suchten. Also gleich zwei Hundekinder, für die es galt, wirklich passende Menschen zu finden, denen es nicht nur um ein Hundebaby ging.

Aus den Anfragen von Mio ergab es sich, dass ein nettes Paar sich ebenso schnell in Cisko verguckte und keine Mühen scheute, ihm ein Zuhause zu bieten. Obwohl die Übernahme des kleinen Kerls unter keinen guten Stern stand, denn am Tag als der Vorbesitzer ihn in Richtung Süden bringen wollte, brauchte er für 10 km Weg, geschlagene 3 Stunden. Sein Vorhaben brach er ab und seine Zeit ließ keinen anderen Termin zu. Wir hatten großes Glück, dass eine unserer Ehrenamtlichen ohne zu zögern bereit war, zig Kilometer zu fahren, um ihn dann bei sich den neuen Besitzern zu übergeben. Vielen herzlichen Dank Frau K., ohne Sie wäre wohl manche Vermittlung nicht so zügig umsetzbar gewesen.

Cisko wurde also vom Herrchen geholt und schon bald ging er auf große Tour und kehrte mit neuem Namen zurück– aber lesen Sie selbst:

Ein Hund ist ein Herz auf 4 Pfoten
(aus Irland)
Snorre

„Hallo zusammen !

Mein Name ist Snorre (ehemals Cisko) und ich bin im Dezember 2014 bei meiner neuen Familie im Schwabenland eingezogen.Snorre am Strand

Meine Familie – das sind Herrchen Thomas, Frauchen Manu und mein neuer vierbeiniger Kumpel Nils. Der musste sich erst mal an mich gewöhnen – mittlerweile hat er aber meine Erziehung mit übernommen. Für die Klärung der Besitzverhältnisse bin allerdings ich verantwortlich.
Nach 1 Woche im neuen Zuhause bin ich mit meiner Familie auf große Fahrt gegangen. Auf ging´s nach Dänemark, am Strand toben, Möwen fangen und vieles mehr. Das macht ganz schön müde kann ich Euch sagen!

SnorreMittlerweile wohne ich seit einigen Wochen bei meiner neuen Familie und habe mich prächtig entwickelt. Meine anfängliche Ängstlichkeit- vor allem Männern gegenüber - hat sich in Schüchternheit gewandelt (neuen Menschen gegenüber bin ich immer noch vorsichtig). Aufgrund meiner neuen gesammelten guten Erfahrungen lasse ich mich jedoch schon nach kurzer Zeit von jedem streicheln – man versichert mir ja schließlich immer wieder, was für ein hübsches Kerlchen ich sei. Recht haben die Menschen!

Durch den Hunde-TÜV bin ich auch ganz prima gekommen. Meine Frau Onkel Doktor ist sehr zufrieden mit mir und meiner Entwicklung. Ich hab in den letzten Wochen ja auch mächtig zugelegt – sowohl an Größe als auch an Gewicht. Auch die Sauberkeitserziehung macht meinen Menschen von Tag zu Tag mehr Freude.

So Ihr Lieben – nun muss ich aber weiter. Gerade eben hat die Leckerlidose geklappert und ich muss schauen, dass ich auch was ab bekomme.

Macht‘s gut und bis bald,
Euer SNORRE“

 

 

 

 

 


 

Whizkid - „Das Wort "unmöglich" gibt es nur im Wörterbuch von Narren.“
- Napoléon Bonaparte -

Whizkid

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt…

Der Border-Collie-Rüde „Whizkid“ kam zusammen mit einer Husky-Hündin aus Österreich zu uns, da sich die Lebensumstände der Besitzerin so verändert hatten, dass sie den Hunden in keinster Weise mehr gerecht wurde. Für die Husky-Dame fanden sich schnell Menschen, denn schließlich hat sich unser Verein ja auf die Nordischen spezialisiert.

Da wir aber auch für andere Vierbeiner in Not da sind, galt es auch für den Border-Rüden passende Menschen zu suchen. Das gestaltet sich bei anderen Rassen immer etwas schwieriger, aber bisher hat noch jeder Nicht-Nordische sein Zuhause gefunden.

So ergab es sich, dass ein nettes Ehepaar, deren Husky-Hündin gestorben war, gerne wieder einem Husky ein Zuhause geben wollte. Das Ehepaar ging wohlüberlegt daran, sich nach einem Vierbeiner umzuschauen. Nach dem Besuch einer Hündin gestand man sich ein, dass es wohl doch die besagte Nadel im Heuhaufen war, dass die erste Huskyhündin ableinbar war. Diese Eigenschaft sollte der Vierbeiner mitbringen, denn man hatte täglich viele Hundefreunde um sich und bei den Treffen hieß es „Leinen los“. Man sah ein, dass diesen Wunsch wohl ein Nordischer nicht würde erfüllen können.

So informierte uns das Ehepaar, dass sie gerne einem passenden, aber in jedem Fall ableinbaren Vierbeiner ein Zuhause geben wollten. Da sie sich (und uns) auch nicht unter Druck setzten, ergab sich der für alle Seite wahrliche „Glücksfall mit Namen Whizkid“.

Hier nun der Bericht der sehr glücklichen Menschen, die einem sehr netten Border ein tolles Zuhause geschenkt haben

Whizkid!

„Es freut uns sehr, dass wir schon nach einer guten Woche einen zwar kurzen, aber dafür sehr positiven Bericht über eine gelungene Vermittlung schreiben können.

WhizkidWir hatten uns bei der NfP als „suchend“ vermerken lassen, nachdem wir einsahen, dass ein Nordischer unseren Wunsch des Ableinens nicht erfüllen würde. Wir baten um Nachricht, falls ein anderer Vierbeiner einen Platz sucht. Als am 12. 01. 2015 der Anruf einer Mitarbeiterin der NfP gefolgt von einer Mail mit Bildern kam, waren wir beide, mein Mann und ich, begeistert und entschlossen, Wizkid auf der Schwäbischen Alb möglichst schnell kennen zu lernen.

Schon am folgenden Donnerstag konnten wir die Reise von Aachen nach Burladingen in aller Frühe starten.

Als wir Whizkid (das schlaue Kind oder Tausendsassa) sahen und mit ihm spazieren gehen konnten, war klar: Er gehört zu uns und fährt mit uns heim!

Mit wichtigen Informationen, Ratschlägen und vielen guten Wünschen versehen ging es heimwärts.

Danke, Frau K. und Ihren Mitarbeitern!

Whizkid nahm im Auto Platz, ließ sich brav anschnallen und war nach wenigen Metern ganz entspannt eingeschlafen.

Zu Hause musste natürlich erst einmal der Vorgarten „eingeweiht“ und Haus und Garten inspiziert werden.
Nun ist jeder Tag zusammen mit unserem Familienzuwachs äußerst spannend.

Er fühlt sich ganz offensichtlich sehr wohl, wird jeden Tag souveräner und lernt sehr schnell.

Die Spaziergänge machen richtig Freude und er hat im Wald schon viele nette Hunde getroffen. An der sehr langen Leine gibt es keine Probleme.

Er kommt schon auf Zuruf, macht „Sitz“ an der Straße und an der Leine geht er schon meistens sehr manierlich.
Wir üben fleißig und freuen uns schon sehr darauf, ihn nach einiger Zeit im Wald frei laufen lassen zu können.
Im Haus und im Garten ist er ebenfalls ein vorbildlicher Hund.Whizkid

Er kennt inzwischen unseren Tagesablauf, zu Besuch ist er sehr freundlich und nie aufdringlich und im Garten lässt er sich von uns zum Laufen und Tollen anregen.

Mit dem Bällchen üben wir. Er weiß noch nicht, dass er es zu uns zurückbringen kann. Es macht ihm aber große Freunde, hinterher zu jagen.
Heute schneit es bei uns und das scheint Whizkid besonderen Spaß zu machen.

Es gäbe noch so viel zu berichten, aber das werden wir nachholen.

Whizkid ist einfach eine Freude und ein ganz lieber Schatz!

Ein besonders herzliches Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass er zu uns gefunden hat!

Barbara & Wittich mit Whizkid“

Und es war doch möglich:
Whizkid musste gar nicht erst irgendwo als Vermittlungshund eingestellt werden, aufgrund seines liebenswürdigen Wesens waren wir davon überzeugt, ganz schnell ein tolles Zuhause für ihn zu finden – und das hat er nun. Vielen Dank an seine neuen Menschen, dass sie JA zu ihm gesagt haben.

Whizkid

Das gesamte Team der NfP - Freudenstadt

 


 

Kira: vorwitziges Husky-Mädchen wird vernünftig – aber nur ganz langsam…

Kira

KiraGerade einmal ein Jahr alt war Kira, als sie zu uns kam – und schon zum zweiten Mal hatte sie ihr Zuhause wegen Trennung der Besitzer verloren. Das erste Mal lag schon eine ganze Weile zurück, da zählte die quirlige Hündin erst rund drei Monate. Nun hatte das Schicksal erneut zugeschlagen und schweren Herzens gab Kiras Frauchen ihre Vierbeinerin in unsere Obhut.

In der Auffangstation wurde Kira mit zwei anderen Hunden vergesellschaftet und brachte ordentlich Schwung in das bis dahin ruhige Gehege. Doch es dauerte nicht lange, bis Interessenten auf sie aufmerksam wurden, die nach dem Tod ihres alten Rüden wieder einen Zweithund zu ihrem verbliebenen Rüden suchten. Und obwohl Kira erstens nicht zuverlässig stubenrein war und zweitens bekannt war, dass sie beim Alleinbleiben eine gewisse Zerstörungswut auslebt, entschieden sich die Interessenten für sie.

Kira und ihr Mitbewohner

Wir haben seit Kiras Umzug immer wieder nette Rückmeldungen bekommen und freuen uns über ihre gute Entwicklung. Das Problem mit dem Alleinbleiben kann dank eines von daheim aus arbeitenden Frauchens umgangen werden. Und die Sache mit der Stubenreinheit haben Kiras neue Besitzer mittlerweile auch im Griff.

„Wir wollten mal wieder neuen Schabernack von Kira teilen. Leider ist es diesmal nicht so unterhaltsam, weil sich Kira, seit wir in der Hundeschule und mit dem Klickertraining angefangen haben, ganz großartig benimmt. Viel hilft natürlich auch ihr "Notfallball", ein Gummiball, dem sie Leckerlis entlocken kann.Kira

Sie ist insgesamt im Haus schon sehr viel ruhiger geworden, ist stubenrein, lernt schnell und frisst gut. Leider erwischt sie noch die ein oder andere Maus – das macht aber hervorragende Haufen.“

Ihre Gelehrigkeit wird Kira in den nächsten Wochen weiter unter Beweis stellen können. Sie ist nämlich zu einem Zugsportseminar angemeldet. Dass diesem Unterfangen gesundheitlich nichts im Wege steht, wurde anlässlich der Kastration gleich abgecheckt:

„Die Kastration verlief problemlos. Auch Kiras Erholung vollzieht sich im Eiltempo – entsprechend auf Zack sind wir, weil sie sich nun genug ausgeruht hat, um sich viel Schabernack einfallen zu lassen.

Die zweite gute Nachricht: Hüfte und Ellbogen sind vorbildlich gewachsen. Wir haben die Narkose für ein Röntgen genutzt, um sie mit dem Zugtraining nicht falsch oder zu viel zu belasten. Der Tierarzt sieht keine Probleme für das Zugtraining.“

Wäre Kira eine Schülerin, würde ihr Zwischenzeugnis folgendermaßen aussehen:

„Liebe Kira,

seit du bei uns in die Klasse gehst, hast du schon große Fortschritte gemacht. Ich finde es ganz toll, wie gut dir unsere Teewurst schmeckt. Wenn wir mit Teewurst arbeiten, bist du manchmal sehr konzentriert und freudig bei der Sache. Auch sehr schön ist, dass du nicht mehr unter oder auf deine Bank pinkelst. Das hast du schon fein gelernt, Gratulation! Wir freuen uns, dass du dich so gut in den Klassenverband eingegliedert hast und Freunde gefunden hast. Du und deine Kameraden singen bereits sehr schön und melodisch zusammen, prima!
Bitte achte aber in Zukunft darauf, dass du in den Spielstunden weniger grob mit deinem Hundegefährten umgehst. Er ist nicht so schnell und geschickt wie du und wenn du ihn in die Hinterläufe beißt, tut das sehr weh. Das ist nicht nett von dir.

Leider lässt du dich noch zu sehr von deinen Banknachbarn oder den Mäusen unter deinen Pfoten ablenken. Versuche darauf zu achten, dich mehr auf deine Menschen zu konzentrieren. Aufgrund deiner unregelmäßigen Mitarbeit kann ich dir bisher folgende Noten geben:

Sitz:    Sehr gut
Platz:  Ausreichend
Fuß:    Befriedigend
Hier her:    Gut
Weiter:      Gut
Go und Gogo:   Ausreichend
Gee:      Gut
Haw:     Befriedigend
Easy:     Gut“

KiraTja, das Erwachsen- und Vernünftigwerden ist eben auch für einen Vierbeiner eine ziemliche Prozedur. Aber mit kleinen Schritten nähert sich Kira dem Ziel. Und dass sie dabei tatkräftig und liebevoll von ihren Menschen unterstützt wird, ist natürlich eine unverzichtbare Hilfe. Nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ meistern Vier- und Zweibeiner sämtliche Klippen und sind froh, sich gegenseitig zu haben. Es hat sich schon nach kurzer Zeit ein inniges Vertrauensverhältnis entwickelt und auch der vorhandene Rüde möchte Kira nicht mehr missen.

„Kira chorheult weiterhin morgens und abends mit uns, schläft in Rückenlage auf Herrchens Beinen (und nur dort, bitteschön!), findet, ich könnte sie ruhig mal auf den Balkon zu den auskühlenden Plätzchen lassen und suhlt sich ansonsten in dem Schlamm, von dem wir momentan reichlich haben.

Die neue beste Freundin in der Hundeschule ist eine große Pyrenäen Berghündin, die genauso ruppig spielt wie Kira. Sie ist verbrieft der mutigste Hund in der Junghundegruppe!
Sehr schön ist in dem Zusammenhang, dass wir jetzt auch keine Skrupel mehr haben, unseren Rüden in all seiner Tollpatschigkeit auf sie loszulassen:
1. kann Kira sich hervorragend wehren, was sag ich, wehren, sie ist ja das Kampfbrötchen hier.

2. Hat unser Großer gar nicht wie befürchtet Arthrose, sondern nur durch den alten Hund gelernt, dass man bei Humpeln eine Tablette in Salami eingewickelt bekommt. Er hat eine supergesunde Hüfte, keine Spondelien, propere Bandscheiben und starke Knie.
Also: Kira ist jetzt spieltechnisch endlich ausgelastet.“

Beste Aussichten also für unseren Wirbelwind, um das Leben in vollen Zügen zu genießen und trotzdem gewisse Regeln zu lernen. Genau diese Mischung braucht Kira und wir sind sehr erleichtert, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, um von ihren neuen Menschen „entdeckt“ zu werden.

Kira

Wir freuen uns auf weitere Erlebnisse von und mit Kira – der chaotischen Ulknudel, die nun doch so langsam erwachsen und vernünftig wird…

 

 


 

Magda

Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt,
wenn man es teilt.
-Chin. Weisheit-

Magda

Jeder Stammgast erinnert sich wohl noch an das Schicksal der Welpen Igor & Tigger. Mit rohem Schweinefleisch in der Pension gefüttert, waren nicht nur die beiden Welpen dem Tod geweiht, sondern auch ihre beiden Geschwister.Magda und Luna Überlebt haben Igor und Magda. Magda nahmen wir umgehend in die Vermittlung auf, denn wem das Schicksal ein zweites Leben schenkt, der soll auch ganz schnell ein neues Zuhause finden. Anfangs meldete sich niemand für das nette Mädel. Erst als Igor bereits in sein Zuhause umgezogen war, kamen einige Anfragen. Nun, wo die nette Hündin auch einen tollen Platz gefunden hat, reißen die Anfragen noch immer nicht ab. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Mama von Magda, „Sashka“ gerne auch ein besseres Leben führen möchte. Sie ist zu finden unter dem Button „Andere Orga’s“ zu finden unter unserer Leiste der Vermittlungshunde.

Wir alle freuen uns sehr, dass Magda es bei ihrer neuen Familie besser nicht hätte treffen können.

Alles Gute, liebe Magda und wir freuen uns auch zwischendurch über Post.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Liebes Nothilfe-Team,

Luna und Magdazunächst danken wir der Pflegestelle, in der wir Magda besucht hatten und die sich rührend um Magda gekümmert hat. Auch heute noch haben wir Kontakt und hoffen, dass dieser nicht abreißen wird.

Nun auch einige Fotos für Ihre Seite - denn Magda ist ja nun ein Glücksfell. Obwohl eigentlich wir die Glücklichen sind, denn wir haben mit ihr eine wundervolle, liebe, lernwillige und verschmuste Huskydame gefunden. Wir denken aber, dass die Besucher weder unser Aussehen noch unsere Lebensgeschichte interessieren wird.

Also zurück zu Magda:

Luna und Magda

Magda beobachtet MäuseDie ersten Tage nach dem Einzug waren schon recht anstrengend für uns. Sicherlich lag es ein wenig daran, dass Magda unser erster eigener Hund ist. Als Anfänger macht man sich sicherlich über viele Dinge einen Kopf, die erfahrenen Hundebesitzern nicht mehr auffallen.

Magda war recht ängstlich vor allem Männern gegenüber. Sie knurrte auch die Hündin einer Bekannten an, als diese zu Besuch kam. Auch das Erledigen des täglichen Geschäftes draußen hatte Magda plötzlich verlernt.

Unsere Hundetrainerin hat sich wirklich viel Mühe gegeben und somit Magda den Start in ihrem neuen Zuhause sehr erleichtert.

Magda

Mittlerweile gehen wir auch ins Kimbaland - so richtig geht’s am 17.01.15 los. Magda hat dort zum ersten Mal mit vielen Hunden spielen können und so ihre Angst vor fremden Hunden verloren.Magda hat Besuch

Sie hört sogar schon auf das *hiiiiieeeer* und kommt rasend schnell angerannt, wenn wir sie rufen. Allerdings noch mit Leine...

Insgesamt ist sie schon sehr entspannt geworden und das Herrchen mag sie auch. Wir wissen, dass Magda sicherlich noch viel Zeit benötigen wird, aber die werden wir ihr geben und wir wissen, wir haben eine wundervolle Hündin aufgenommen.

 

Demnächst folgt mehr über Magda’s Fortschritte ....

 

 

Viele liebe Grüße

Sylvana , Rainer & Magda

 

 

 

 

 


 

Mio – kleiner Mann ganz groß

Es ist gut, dass du glücklich bist.
Bleib glücklich, Mio, mein Mio.
(Astrid Lindgren aus „Mio, mein Mio“)

 

Mios Lebensweg war schon von frühem Welpenalter an turbulent. Mit sechs Wochen viel zu früh der Mutter entrissen, wurde er übers Internet verkauft und seine neue Besitzerin ließ sich zu einem Mitleidskauf hinreißen. Schnell wurde ihr aber bewusst, dass sie nicht die passenden Voraussetzungen für einen energiegeladenen Welpen hatte. Also gab sie ihn in die Obhut der NfP.

Er hatte das Glück, bei unserer Tierpflegerin Satu K. eine private Pflegestelle zu ergattern und fügte sich problemlos in das dortige bunte Rudel ein. Fürs Erste war er also bestens aufgehoben, doch das Ziel war ja ein festes Zuhause. Kaum ging Mio auf unserer Homepage online, da meldeten sich auch schon zahlreiche Interessenten. Unter anderem eine Familie, die einfach perfekt für unseren quirligen Wirbelwind schien. Mitte Dezember sollte ein Kennenlernen stattfinden und wir rechneten alle damit, dass Mio an diesem Tag auch umziehen würde. Aber nein. Statt Mio durfte Baikal mitfahren (worüber wir uns auch sehr gefreut haben!).

Und Mio sollte auch nicht mehr lange warten müssen. Langjährige Vereinsmitglieder, die uns auch immer wieder tatkräftig unter die Arme greifen, hatten einen ihrer Hunde verloren und liebäugelten insgeheim schon eine Weile mit unserem Kleinen. Doch konkret wurde es erst, nachdem die angedachte erste Vermittlung nicht zustande gekommen war.

Wie es weiterging, soll Mio selbst erzählen:

Mio

„Am 20. Dezember bin ich umgezogen. Natürlich habe ich am Anfang Satu, meine vielen Freunde und die Auffangstation vermisst. In Gauselfingen habe ich auch die Schwäbische Alb kennen und lieben gelernt – also habe ich nach einen Zuhause gesucht, das nicht so weit weg ist, damit ich euch alle mal wieder besuchen kann.

Mio

Und ich habe in der Nähe was Tolles gefunden, denn hier gibt es viel, viel Schnee. Den Schnee gibt es gleich auf der Dachterrasse und natürlich im großen Garten.Mio, Jana und Apollo

Hier gibt es auch Jana und Apollo. Beide kamen vor einiger Zeit auch von der Nothilfe hierher. Sie erzählen mir schreckliche Geschichten aus ihrer Vergangenheit und wunderschöne Geschichten vom gemeinsamen Wohnwagenurlaub und tollen Ausflügen mit unserem Herrchen und Frauchen. Die haben extra einen Hundesessel in der Wohnung, auf dem schon viele Hunde geschlafen oder getobt haben. Auf dem balge ich mich mit Jana – die Hundefreundin hat eine unglaubliche Kondition, da kann ich noch nicht mithalten. Aber sicher bald.

Mio und Apollo

Ich glaube, ich bin schon wieder gewachsen und werde schnell ein großer Mio. Ich will so groß und stark werden wir Apollo. Apollo ist ein toller Kumpel, der mir zeigt, wo‘s langgeht und der auch mal auf mich aufpasst.

MioGestern Abend bin ich heimlich auf das Sofa gestiegen – da haben alle nur gelacht und mich fotografiert. Ich durfte sogar ein Weilchen liegen bleiben und mit Frauchen kuscheln. Ihr wisst ja alle, dass ich das stundenlang genießen kann. Am ersten Tag hat Frauchen ein T-Shirt getragen mit der Aufschrift: „Mich gibt’s nur mit Katze!“ Sie hat mir erklärt, dass die Katzen zur Familie gehören und nicht gejagt werden dürfen. Das fällt mir als echtem Nordischen natürlich schon richtig schwer, denn die Katzen sind sehr niedlich und laufen vor allem abends dicht an mir vorbei.

Bitte erzählt niemandem, dass ich jetzt einen Kater und eine Katze als Mitbewohner akzeptiere und sogar richtig nett finde. Sie lassen mich sogar mit ihrem Katzen-Ball spielen. Jana und Apollo haben mir gesagt, dass es sogar Spaß machen kann, mit den Katzen zu spielen und zu schmusen.Mio mit Katzen

Soll ich das mal ausprobieren – was meint ihr dazu?? Ich halte euch einfach auf dem Laufenden.

Euer glücklicher Mio“

Wir sind schon gespannt, welche Abenteuer Mio in den nächsten Jahren erleben wird. Denn dass er ein aufgeweckter und unerschrockener Bursche ist, wissen wir – einer, der die Welt erobern will und immer neugierig ist, was sich hinter der nächsten Biegung verbirgt.

Es freut uns, dass Mio das Hundetrio (2 Samtpfötchen, an Hunde gewöhnt, die auch von uns stammen, nehmen vorsichtig den Kontakt zu Mio auf) komplettieren darf und wir dürfen recht eigennützig zugeben, dass es auch schön ist, ihn in der Nähe zu haben und immer mal wieder zu Gesicht zu bekommen. So kann man an seiner Entwicklung teilhaben – und neugierig sind wir ja schon, was aus unserem Überraschungspaket noch so wird. Die Welpenerziehung ist jedenfalls eine große Aufgabe, aber dessen sind sich die Zweibeiner sehr bewusst und wir sind uns sicher, dass sie das auch meistern werden.

Mio Apollo

Ein riesiges Dankeschön an Frau H. und Herrn M., dass wieder einmal ein NfP-Schützling seinen Platz bei Ihnen gefunden hat, so weiß man ihn gut aufgehoben. Wir wünschen Ihnen mit Ihrer fidelen Meute noch viele schöne Jahre und jede Menge Spaß.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde - Freudenstadt