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Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juni 2015 ein neues Zuhause gefunden haben

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Freya - Was du liebst, lass frei.
Kommt es zurück,
gehört es dir – für immer.
(Konfuzius)

Freya

Sie darf bleiben!

Freya

Was so ein völlig verschüchtertes Hundekind innerhalb von 4 Monaten auf einer guten Pflegestelle lernen kann ist mehr als ein Wunder.

Denn Freya, die bei Ankunft wie ein Wildtier allem Fremden mit Misstrauen und jederzeit fluchtbereit entgegensah, die nach allen Seiten sichernd und mit durchhängender Rute ein Bild des Jammers bot: Sie hat es geschafft. Ruhig und voller Vertrauen sucht sie die Nähe ihrer Pflegeeltern. Orientiert sich voll an diesen beiden Menschen.

Freya

Freya läuft heute souverän an der Leine zeigt sich als fröhlicher Chow-Husky-Mix. Hundefriseur und der Weg durch die Stadt: heute für Freya kein Problem mehr.

FreyaFreya apportiert den Futterbeutel, macht Sitz und kennt das Kommando 'Halt'. Auf Pfiff und Ruf ist sie sofort bei Fuß.

Kommt Besuch auf den Hof zeigt sich der Husky in ihr. Denn von Spiel und Toben kann sie nie genug kriegen. Ausgelassen saust sie über die Wiese und strahlt vor Freude.

Und weil die Pflegeeltern sich in den schwarzen Wirbelwind total verliebt haben, darf und muss Freya bleiben.
Sie hat ein Zuhause gefunden für immer, in dem man auf ihre Besonderheiten eingeht, in dem sie sicher noch weitere Fortschritte machen wird.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Frau Ueding, unserer verantwortungsbewussten Mitarbeiterin von „Chow-in-Not“. Kaum war Freya vom Tierheim Brandenburg bei uns in der Auffangstation auf der schwäbischen Alb eingezogen, da war sie auch schon wieder weg. Es war Frau Ueding gelungen, Freya in einer altbewährten Chow-Pflegestelle unterzubringen. Somit hatte Freya durch liebevolle und einfühlsame Pflege die Chance auf ein neues Zuhause.

Und ein weiteres herzliches Dankeschön an die Pflegeeltern, Fam. B., die sich nach der Eingewöhnung und Sozialisierung von Freya kurzerhand dazu entschlossen hat, diese traumhafte Chow-Husky-Mix-Hündin fest zu übernehmen. Zwar fällt nun diese kompetente Pflegestelle weg, dafür hat aber Freya das große Los gezogen.

Wir wünschen Fam. B. mit Freya noch viele schöne und gemeinsame Jahre.

Wer hätte es gedacht, dass diese Hunde aus dem animal-hoarding-Fall so verständnisvolle Menschen finden?
Bleibt nur noch Froja, die in der Auffangstation soweit vorbereitet wurde, dass auch sie zwischenzeitlich für einen Umzug bereit ist.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 

 


 

AYUMI – „Die Schönheit, die ihren eigenen Weg geht“

Ayumi

Im März 2015 ereilte uns ein Hilferuf von Tierschützern – u.a. sollte eine weiße Akita-Dame, ca. 2 Jahre alt, abgefangen werden. Wir wollten zustimmen, doch fehlte es leider an einer geeigneten Pflegestelle, die die Wundertüte aufnehmen konnte. Tatsächlich war nur wenig über sie bekannt, angeblich verträglich sollte sie sein, was bei einem Akita natürlich nicht immer der Fall ist. Wir machen uns da auch immer gerne ein eigenes Bild.Ayumi

Der Zufall wollte es, dass ein junges Paar aus dem Münsterland sich für den weißen Akita-Rüden Hachiko auf unserer Station interessiert hatte, und so spielten wir mit dem Gedanken, diese Menschen „einzuspannen“. Es besteht eine Freundschaft zu einer unserer Ehrenamtlichen, weswegen wir dieses Wagnis eingingen.
Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut die Hündin zeitnah von unserer Ehrenamtlichen in Franken (!) abzuholen, die bei der Vergesellschaftung mit dem Zwergspitz-Rüden Bent behilflich war.

ASyumi und Bent

Zwischen der Akita-Hündin, die mit dem Namen Ayumi bedacht wurde, und Bent klappte es hervorragend, auch mit dem hauseigenen Shiba-Rüden der Ehrenamtlichen gab es keine nennenswerten Probleme. Doch bereits beim Probespaziergang fiel auf, dass Ayumi auf die umherlaufenden Hunde reagierte. Nicht in beschädigender Absicht, aber auch nicht ruhig und gelassen. So war gleich ein gewisses Arbeitspotential in ihr zu erkennen, dafür war sie unheimlich menschenbezogen und einfach nur lieb.

Die angekündigte Männerangst zeigte sie zumindest dort nicht.Ayumi

Am Abend wurde Ayumi eingeladen und es ging in die Pflegestelle, ihr jetziges, neues Zuhause.
Die Nothilfe kann sich nur bedanken, dass es immer wieder Menschen gibt, die auf eigene Kosten und Risiko solche Notfelle bei sich aufnehmen und so aktiv dem Tierschutz unter die Arme greifen.
Und so blieb es Ayumi erspart, erst noch auf unserer Internetseite vorgestellt zu werden.

Zum Vorschein kommt nun immer mehr eine ruhige, nette, offene Akita-Hündin, die endlich so leben darf, wie sie es verdient. Mit täglichen Spaziergängen, viel Geduld und Verständnis, lebt die geschätzt 2-jährige Ayumi nun ihr artgerechtes Leben.

Sie hat sich glücklicherweise als rassetypische Japanerin entpuppt mit nur kleinen Baustellen, dennoch ist gerade für die japanischen Hunderassen immer wieder ein spezieller „Schlag“ Mensch gefordert.

Nachstehend die Worte der neuen Halter:

„A y u m i“

So habe ich meine wunderschöne Akita-Dame genannt, die mir ganz spontan als Notfallhündin vorgestellt wurde. Da ich nach dem Tod meines Wolfsspitzes wieder einen Zweithund zu meinem Zwergspitz wünschte, sagte ich auch sofort zu. Meine damaligen Informationen vorab waren, dass sie sehr lieb und menschenbezogen sei, allerdings große Angst vor Männern hätte, so sehr, dass sie sogar unter sich uriniere; zudem sei sie eine Mäklerin und sei von Durchfall geplagt, Gründe unbekannt. Das schreckte mich nicht ab und so konnte ich sie eine Woche nach dem ersten Kontakt mit der Nothilfe für Polarhunde kennen lernen.Ayumi

Mein Partner und ich fuhren zu meiner Freundin, Tanja P., nach Fürth. Ayumi wurde ohne Halsband, Impfausweis oder sonst irgendwas gebracht. Ihr Fell war ungepflegt und verschmutzt, weshalb sie auch etwas muffelte. Die Vergesellschaftung mit meinem Rüden lief problemlos ab, sowohl draußen, als auch in der Wohnung. Also stand der Heimfahrt nichts mehr im Wege.

Zuhause angekommen gingen wir noch eine kleine Runde spazieren. Die beiden liefen sofort ganz toll nebeneinander her, schnüffelten gemeinsam... war für mich einfach nur schön. Als es nach einem langen und anstrengenden Tag in's Bett ging, wollte ich Ayumi ursprünglich unten im Wohnzimmer schlafen lassen, damit sie ihre Ruhe hat. Nach einer Stunde weinte sie aber, weshalb ich zu ihr nach unten kam. Da stand sie schon beschwichtigend vor der Treppe, hatte einen Schuh von mir im Maul und auf dem Teppichboden waren lauter Urinflecken zu sehen. Ich habe sie beruhigt und dann schließlich nach oben eingeladen – was erstmal gar nicht so leicht war, denn die Wendeltreppe mit den offenen Stufen war furchtbar unheimlich für sie gewesen. Mit viel Engelsgeduld, gutem Zureden und energischem Anfeuern meinerseits schafften wir es aber nach oben und schliefen den Schlaf der Gerechten.

Ich hatte das Gefühl, dass sich Ayumi hier ziemlich schnell wohl fühlte. Bent und sie liebkosten sich schon bald und sie schlief auch sofort in meinem Bett, mit Körperkontakt zu mir. Streicheleinheiten genießt sie sehr, am liebsten mag sie es am Hals und an der Stirn. In der Wohnung ist sie absolut unauffällig und ruhig. Im Auto regt sie sich bei bestimmten Menschen (die auffällig gekleidet sind oder etwas mit sich herumtragen) und vor allem bei Hunden sehr auf. Auf den Spaziergängen hat sie kein Problem mit anderen Menschen, reagiert aber bei Hundebegegnungen unsicher, was sich in Jaulen, Fiepen und allgemeinem Aufgeregt Sein äußert.

AyumiTagsüber laufe ich also getrennt mit den Hunden, da sich mein Zwergspitz nur zu gerne von der Aufregerei hat anstecken lassen. (Hundebegegnungen waren auch mal ein Problem bei ihm, allerdings frustbedingt.) Oder wir fahren zu Wiesen und Feldern, wo man wirklich kaum andere Hundehalter trifft. Die letzte Runde laufe ich sehr spät, sodass ich niemandem mehr begegne. Ihre Impulskontrolle ist schnell aufgebraucht, da muss ich es ihr einfach nicht absichtlich schwer machen, indem ich (zu viele) Hundebegegnungen in Kauf nehme.

Nach den ersten drei Wochen gab es einen Punkt, an dem mein Partner und ich sehr verzweifelt und unsicher waren. Er hatte großen Respekt, schon fast Angst vor Ayumi. Nicht, weil sie so schlimm wäre, sondern einfach auch, weil er nie ein großartiger Tier- oder Hundemensch war. Für Training bin ich zuständig, mein Partner möchte dann bitte nur in Ruhe und in Harmonie durch den Wald schlendern.

Dass es anfangs mit Ayumi erst einmal nicht möglich sein wird, das musste er verstehen und akzeptieren lernen. Aber nicht nur er, auch ich war mir unsicher. Sie reagierte bei Spaziergängen auf Hunde immer heftiger, weil ich immer unsicherer wurde. Würde ich das wirklich schaffen? Hatte ich mich übernommen? War ich an die Grenzen meiner Kompetenzen gestoßen?

Zum Glück stand mir Tanja P. von der Nothilfe für Polarhunde immer mit Rat und Tat zur Seite. Schaute ich mir Ayumis Verhalten mal objektiv an, wurde deutlich, dass es gar nicht SO schlimm war. Der Knackpunkt war nicht nur aus ihr einen sicheren Hund machen zu wollen, sondern auch, dass ich mich ändern musste. Ich musste mehr Vertrauen in mich haben.

Nach diesem ersten Tiefpunkt setzte ich alles nochmal auf null. Ich machte bei Hundebegegnungen gar nichts, denn ich wollte ihr Verhalten ungefiltert sehen, um ihre Motivation richtig zu erkennen und daraus die richtigen Trainingsschritte einzuleiten. Während sie am Tag davor noch keifend in der Leine hing, so war es an den nächsten Tagen geradezu harmlos. Sie fiepte und jaulte, bäumte sich auch auf, aber absolut kein Vergleich zu vorher. Sie war also nicht aus Aggression gegenüber anderen Hunden mit diesen unverträglich, sondern einfach nur unsicher. Auch wegen mir. (Das war wirklich eine wichtige Erkenntnis für mich.)

Nun da es sicher war, warum Ayumi so reagiert wie sie reagiert, ließ ich ein Video von uns beiden bei einer Hundebegegnungen aufnehmen – weil ich wirklich sicher sein wollte, dass ich es auch richtig mache. Die Antwort fiel positiv aus.Ayumi

Auch achtete ich mehr darauf, dass mein Partner die Scheu verliert. Erst überließ ich sie ihm mal nur kurz (natürlich nur. wenn wir auf unseren einsamen Wiesen waren), er gab ihr Leckerlie... er gab sich auch selbst richtig Mühe, das Verhältnis zwischen ihnen zu verbessern. Zum heutigen Tag kann ich mich überhaupt nicht beschweren, es hat sich alles sehr gut entwickelt.

Im Mai gab es die Nachkontrolle. Ayumi wurde mit einem Akita-Rüden vergesellschaftet. Zuerst tat sie laut kund, was sie von ihm hielt, aber als ich dann ein Stück mit ihr gegangen war, jeder Hund den Duft des anderen aufgenommen hatte, verhielt sie sich schon ganz toll. Unsicher, zurückhaltend, vorsichtig, …. aber es zeigte mir, dass es auf jeden Fall geht.

Sie möchte andere Hunde in ihrer Bewegung gerne einschränken/kontrollieren. Beispielsweise kann sie ganz toll mit einem Hund schnüffeln, wenn der Besitzer dann aber mit seinem Hund weiter geht, findet sie das überhaupt nicht berauschend. Frontale Begegnungen fallen ihr da zudem noch einen Tick schwerer.

Ich bin dankbar für die vielen Ratschläge von Tanja P. Sie hat die Situationen mit Hilfe ihres Wissens- und Erfahrungsschatzes analysiert und mir somit dabei geholfen, meine Hündin besser zu verstehen und einen noch besseren Umgang mit ihr und ihrem Problemchen gezeigt. Herzlichen Dank dafür.

Ayumi ist eine ganz liebe und tolle Hündin, sie ist ein Traum. Ich fühle mich sehr verbunden mit ihr; durch sie lerne ich noch so viel mehr.... für mich ist das ein Geschenk. Wir sind sehr verliebt in sie, mit meinem Zwergspitz versteht sie sich wunderbar und den Rest – den werden wir auch noch hinbekommen.

Simone mit Bent“

Ayumi und Bent

Noch einmal ein herzliches Dankeschön an die neuen Besitzer, die Ayumi ohne Vorbehalten in Pflege nahmen und allen anderen, die bei ihrem Umzug in ein neues Leben behilflich waren.

 


 

Hachiko hat überzeugt

Hachiko

Hachiko

Kaum zu glauben, dass solch ein prachtvoller Akita wie Hachiko von seinem Besitzer zur Pension ins Tierheim gebracht und dann dort einfach „vergessen“ wurde. – So geschehen in Brandenburg an der Havel. Doch nachdem Hachiko insgesamt rund ein Jahr im Tierheim verbracht hatte und immer noch keine geeigneten Interessenten in Sicht waren, durfte der „weiße Riese“ zusammen mit drei weiteren Hunden Anfang Februar 2015 in unsere Auffangstation auf der schwäbischen Alb umziehen. Und hier ließ das Glück nicht lange auf sich warten...

Hachiko

Eine junge Familie wurde auf Hachiko aufmerksam und war vor allem davon angetan, wie liebevoll und vorsichtig der große Kerl mit der Tochter umging. Der Kontakt zwischen der jungen Mutter und unserem Verein besteht schon seit vielen Jahren, denn bereits die Eltern betreuten in den 1990er-Jahren den ersten Pflegehund von der NfP und zählen seither zum festen Helferstamm.Hachiko

Nun ist die Tochter selbst erwachsen, hat eine eigene Familie und da sie von klein auf das Zusammenleben mit Hunden gewohnt ist, fehlte zum perfekten Glück nun noch ein vierbeiniger Kamerad. Und Hachiko war der perfekte Kandidat – genau so einen Begleiter hatte man sich gewünscht! Der Umgang mit dem menschlichen Nachwuchs war einwandfrei, jetzt musste es nur noch mit den Katzen klappen. Aber auch da standen die Vorzeichen günstig, denn in der Station hatte Hachiko die an seinem Gehege vorbeigehenden Samtpfoten ignoriert.

Also wurde so bald wie möglich die Probe aufs Exempel im häuslichen Umfeld gemacht. Und Hachiko akzeptierte die Stubentiger sogar noch schneller als erwartet. – Sehr erfreulich. Damit waren nämlich auch die letzten kleinen Bedenken ausgewischt und es stand fest, dass Hachiko sein Zuhause gefunden hat.

Seither sind schon einige Wochen vergangen und zwischendurch war bereits Urlaub angesagt, bei dem Hachiko natürlich nicht fehlen durfte. Auch als Vierbeiner darf man schließlich mal die Seele baumeln lassen und ein bisschen am Strand faulenzen. An anderen Tagen muss hund dann ja wieder angestrengt die Schwäne beobachten, ob die nicht doch in greifbare Nähe schwimmen – haben sie aber zu Hachikos Leidwesen nicht getan.

Hachiko

Daheim hat er sich dann für die entgangenen Jagdfreuden wieder mit seiner Gassifreundin getröstet, mit der man ganz wunderbar durch die Wiesen und Wälder streifen und herumtoben kann. Das macht Hachiko genauso Spaß und seine Dosenöffner sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Das soll aber nicht heißen, dass es nicht auch mal ruhig zugehen kann – das tut es nämlich durchaus und Hachiko genießt auch die Kuschelstunden.

Wir dürfen also einen rundum zufriedenen Hachiko vermelden und freuen uns sehr, dass er es so gut getroffen hat. Er und seine Zweibeiner haben eine Menge Spaß zusammen und wir wünschen ihnen, dass sie noch viele gemeinsame Jahre verbringen dürfen. So ein Zuhause entschädigt dann auch für den langen Tierheimaufenthalt. Dafür herzlichen Dank an Hachikos Menschen!

Hachiko

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Sinja – ein Start-Ziel-Sieg

Sinja

SinjaSinja bezog Anfang April 2015 unsere Auffangstation als stolze und energiegeladene Leithündin eines 9er-Musher-Rudels. Doch kaum war sie da, schon war sie wieder auf dem Absprung aus der Station. Schnell kristallisierte sich nämlich heraus, dass Sinja eine sehr souveräne und unerschrockene Vierbeinerin ist – genau die richtige Kandidatin für ein junges Paar, das als ambitionierte Anfänger auf der Suche nach einem vierbeinigen Begleiter war. Und der Funke sprang gleich über: Sinja war einfach perfekt und konnte sich somit den „Umweg“ über eine Homepage-Vorstellung sparen.

Ein paar Spaziergänge und die nötigen Formalitäten später stand der Umzug auf dem Plan. Die Autofahrt fand Sinja erst mal aufregend, aber nachdem sie ein paar Minuten gejammert hatte, entspannte sie sich dann doch und machte es sich zum Dösen bequem.

Arkani

Das neue Zuhause wurde Zimmer für Zimmer gehörend inspiziert und nachdem Sinja sich einen Überblick verschafft hatte, suchte sie sich ein Ruheplätzchen und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Nächster Programmpunkt war ein Spaziergang (sehr aufregend, wenn alles so fremd riecht), gefolgt vom Abendessen für Zwei- und Vierbeiner, wobei Sinja der ganze Trubel wohl den Appetit verdorben hatte, denn sie verschmähte ihr Futter. Am nächsten Tag besann sie sich dann aber doch eines Besseren und fand ihren Appetit wieder.Arkani

Mittlerweile wurde Sinja zu „Arkani“ umbenannt und beweist ihren Menschen jeden Tag aufs Neue, dass diese die richtige Entscheidung getroffen haben und es keinen Grund gibt, vor einem ehemaligen Zwingerhund zurückzuschrecken. Einen kleinen Einblick in Arkanis neues Leben geben die Besitzer:

„Sie stellte schnell fest und akzeptierte dies auch, dass sie nach erstmaliger Inspektion nicht mehr in die Küche durfte. Als wir essen wollten, versuchte sie auf den Tisch zu kommen, was aber auch das erste und einzige Mal bisher blieb.

Arkani

Der Balkon dagegen ist ihr nach wie vor ein wenig suspekt, genauso wie der Staubsauger. Ansonsten möchte man gar nicht glauben, dass sie keine Wohnung gewöhnt war und allgemein nur draußen gehalten wurde – vom ersten Tag an stubenrein, Autofahren kein Problem, in der Wohnung ruhig und draußen aufgeweckt, und als wir zu Bett gingen, legte sie sich auf ihr Bettchen neben unseres bis zum nächsten Morgen.

Sie ist definitiv ein Langschläfer. Wenn einer von uns Frühschicht hat und sie aus dem Bett holt, schaut sie gar nicht so begeistert.
Ist sie allerdings ausgeschlafen, freut sie sich und weckt einen auch mal mit einer Gesichtswäsche und kann es gar nicht abwarten, bis jemand aufsteht.

Arkani

Sie läuft auf unserer Hausrunde inzwischen fast ohne Zug – es sei denn, es läuft mal wieder ein Fuchs über die Straße – und erfreut sich auf der großen Runde an der langen Schleppleine, mit der sie ein wenig rennen kann, denn sonst kann sie nur im Garten des Papas ohne Leine rennen.Arkani

Zwei Mäuse hat sie auch schon erwischt und buddeln kann sie wie ein Weltmeister. Und wie sich herausgestellt hat, ist sie doch eine ganz schöne Wasserratte, was es umso schöner macht, wenn man wieder am Bodensee ist.

Beim Alleinbleiben macht sie sehr gute Fortschritte. Nur ist sie, wenn man dann nach Hause kommt, sehr anhänglich und kuschelbedürftig.“

Wir freuen uns, dass die sportliche Arkani aktive Zweibeiner gefunden hat, die mit ihr zusammen die Welt erkunden. Das Trio ist schon sehr gut aufeinander eingespielt und hat eine Menge Spaß zusammen. Wir wünschen dem sympathischen „Rudel“ noch viele schöne gemeinsame Jahre und sind gespannt, was Arkani noch alles erleben wird.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt