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Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im März 2015 ein neues Zuhause gefunden haben

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Gao – das Riesen“baby“ wird erwachsen

GaoMit gerade mal 9 Monaten zogen Gao und seine Schwestern Baikal und Laska im August 2014 in unsere Auffangstation ein. Alle drei hatten in ihrem bisherigen Leben nicht viel von der „Außenwelt“ kennen gelernt, spielte sich ihr Alltag abgesehen von gelegentlichen Spaziergängen doch hauptsächlich in einem kleinen Gehege ab. In der Auffangstation zeigte sich dann auch, dass sie Berührungen anscheinend nicht sonderlich gewohnt waren. Und auch bei Umweltreizen reagierten sie meist schreckhaft.

Trotzdem wunderten wir uns, dass so ein junger Hund wie Gao nicht schneller Interessenten fand. Ein paar Mal waren potentielle Dosenöffner zu Besuch, aber richtig gepasst hat es nirgends. Als dann die Anfrage eines jungen Pärchens kam, deren Pudel-Mix-Hündin gerade den Kameraden verloren hatte und wo Gao als Favorit genannt wurde, schöpften wir neue Hoffnung.

Wider Erwarten klappte es zwischen der als etwas zickig titulierten Vierbeinerin „Czampas“ und dem mittlerweile schon einjährigen Gao recht gut, so dass die notwendigen Formalitäten in Angriff genommen wurden.

Gao und Czampas

Im Januar 2015 war es dann soweit, dass Gao umziehen durfte. Nach einem Tag erreichte uns eine positive Rückmeldung und wir waren bester Dinge. – Bis zum nächsten Tag. Denn da hatte sich das Blatt leider gewendet und es brodelte zwischen den Hunden. Doch zum Glück hatten die Zweibeiner den längeren Atem und setzten die Tipps unserer Fachfrau gut um, so dass sich die Lage allmählich beruhigte.Czampas und Gao

Alles in allem spiegeln die Sätze der stolzen Hundebesitzer den Erfolg wohl am besten wider:

„Gao und Czampas wachsen immer näher zusammen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten hat sich alles wieder beruhigt. Wir haben natürlich schon noch ein Auge darauf, aber es gab keine wirklich nennenswerten Vorfälle mehr.

Futterneid ist so gut wie kein Thema, eventuell mal bei ganz tollen Kauknochen oder ähnlichem, aber das kennen wir ja schon und damit haben wir auch gerechnet. Es gibt auch keinen Streit um Stöckchen oder Spielzeug, das im Haus liegt. Generell spielen die beiden wieder sehr schön miteinander – manchmal ganz ruhig und manchmal rennen die beiden auch wie die wild gewordenen miteinander.

Gao und Czampas

Mit Gao läuft es weiterhin sehr gut, er ist nach wie vor recht unkompliziert im Umgang. Meistens kommt ein "Nein" auch ohne Rückfragen bei ihm an – außer beim Thema Blumen ausgraben, da brauchte er ein zweites.Gao liebt Wasser

Bisher hat er im Haus noch keinen Unsinn gemacht (toi, toi, toi), auch wenn er schon mal ein oder zwei Stunden allein zu Hause war. Nur seine Liegedecken frisst er gerne mal auf und kotzt sie wieder aus, die mussten wir dann abschaffen.

Man merkt wirklich, wie er von Tag zu Tag ausgelassener und zutraulicher wird, auch Streichel- und Kuscheleinheiten genießt er inzwischen richtig.

Gao

Mittlerweile schaut er noch nicht einmal mehr wirklich auf, wenn ein Auto auf dem Feldweg vorbeibrettert. Kürzlich hat er sich sogar getraut an einer Landstraße sein kleines Geschäft zu erledigen. Selber Autofahren ist auch kein Thema mehr, er springt sogar schon ganz alleine, ohne Leckerchen, ins Auto rein.Gao und Czampas

Beim Tierarzt waren wir auch schon, aber nur zum Kennenlernen. Er hat sich ganz brav ins Maul und in die Ohren schauen lassen, alles ganz entspannt.
Man merkt natürlich schon, dass er auf äußere Einwirkung etc. stärker reagiert als ein Hund, der mit dem ganzen Trara aufgewachsen ist, aber ich denke, wir lernen das ganz gut miteinander und voneinander.“

Gao

Wir freuen uns wahnsinnig, dass Gaos neue Menschen so super durchgehalten und den Mut nicht verloren haben. Sie hatten unseren Großen so schnell lieb gewonnen, dass wir alle gemeinsam hofften, die Mühe würde Früchte tragen. Und so war es dann ja auch.

Herzlichen Dank an die neuen Besitzer und unsere kompetente „Tippgeberin“, die gemeinsam daran gearbeitet haben, dass Gao nun endlich das liebevolle Zuhause hat, das er verdient.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Makan – Mäx - Schön ist eigentlich alles,
was man mit Liebe betrachtet.
(Christian Morgenstern)

Für den Familien-Malamuten „Makan-Mäx“ meldeten sich wahnsinnig viele Menschen, die ihm ein Zuhause geben wollten. Sicherlich deshalb, weil es über den kräftigen Kerl absolut nichts Negatives zu berichten gab.
So ergab es sich, dass das Pflegefrauchen „Makan-Mäx“ sich ganz schnell ins Herz schloss und nie mehr gehen lassen wird.

Wir bedanken uns hier aus ganz herzlich für die Aufnahme und die Abholung aus seinem Zuhause.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Makan-Mäx – ein sanfter Riese

Makan-MäxAls wir unseren Teddybären Mäx abholten, staunten wir nicht schlecht über die Grösse von Makan–Mäx, obwohl er Malamute – Huskymix war, hat er eine imposante Erscheinung.

Er hat uns sehr freundlich begrüßt und seine Freundin - eine Katze -gezeigt.

Im Auto war es schwierig, weil Makan-Mäx nicht viel Auto gefahren ist, er war sehr unruhig, was auch verständlich war, denn wir waren für ihn auch fremd.

Endlich zu Hause, begrüßte Mäx als erstes unsere 15 jährige Tammie-Dackeldame, er versuchte mit ihr zu spielen, sie war für ihn wohl ein Katzenersatz.Makan-Mäx

Tammie fand das überhaupt nicht in Ordnung und gab ihm ihren Unmut durch Bellen zu verstehen.

Makan - Mäx ist sehr freundlicher, ausgeglichener und schmusiger Hund. Wir sind sehr froh, dass er jetzt bei uns lebt. Man merkt, dass er mit Kindern viel gespielt hat, nun spiele ich mit ihm täglich Fußball im Garten.

Seine Lieblingsbeschäftigung sind lange Spaziergänge mit mehreren Hunden. Er lebt momentan in einen Harem mit 4 Hundedamen älteren Semesters. Eine schöne Begegnung war mit einem Bernersennenhund. Sie haben so lange gespielt, bis Beide verausgabt sind, also wurden Pausen eingeplant.
Im Sommer fährt Makan-Mäx mit der Fähre nach Finnland, schon wieder neue Erlebnisse und Herausforderungen, aber er wird alles gelassen meistern.

Wir freuen uns auf die Zukunft mit ihm, wir werden bestimmt noch viele schöne Hundejahre zusammen verbringen…

Familie B.

 


 

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
(Roger Caras)

Aus “Arthur in Not” wurde “Arthur im Glück”…

Arthur

Manches Mal springen wir auch für Hunde ein, die in Not geraten sind und nicht zu den Nordischen gehören.
So auch im Fall von Arthur, dessen Herrchen alt war und noch dazu schwer krank wurde. Es gab keine Möglichkeit, den freundlichen Dobermann weiterhin ordentlich zu versorgen.
Die Besitzer gaben Arthur in ihrer Not in eine Hundepension in Rheinland-Pfalzmund sein Glück war, dass wir zu deren Betreiberin schon länger einen engen Kontakt pflegen. Sie sprach uns an, ob wir nicht auch für Arthur nette Menschen suchen könnten.

Gefragt, getan…

Wir waren sehr überrascht, dass sich recht schnell sehr nette Menschen aus dem Norden meldeten, die sogar auch bereit waren, für Arthur den weiten Weg in Kauf zu nehmen.
Das Kennen lernen verlief prima und so hatte Arthur „sein“ Zuhause gefunden.

Uns freut es immer sehr, wenn es gerade für die Hunde (Rassen), die es sowieso schon schwer bei Vermittlungen haben, solche Glücksgriffe gibt. Arthur zog am nächsten Tag um und nun haben wir auch einen kurzen Bericht aus seinem neuen Zuhause bekommen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Hallo Ihr Lieben,Arthur

Jetzt will ich Euch endlich mal schreiben, denn sicherlich wollt ihr wissen wo ich geblieben bin.

Mein neues Herrchen und Frauchen haben mich abgeholt und mit nach Schleswig-Holstein genommen.

Da wohne ich jetzt, vor den Toren Hamburgs sozusagen.

Nach langer Autofahrt waren wir irgendwann angekommen in meinem neuen Zuhause.
Ich war schon ein wenig durcheinander, was denn nun wieder passiert, denn ich hatte ja schon einige Wochen in der Hundepension gewohnt. Aber ich hatte ein sehr gutes Gefühl, denn diese beiden Menschen waren sehr lieb zu mir.

Am nächsten Morgen klingelte um 5 der Wecker, jipiih, da war mir alles klar, ich muss sie wecken.

Ich trage Socken und Schuhe herum, weil, jetzt geht’s raus und schließlich soll auch keiner ohne mich entwischen.

Man kümmert sich.

Und den Ingo den finde ich ja auch super, weil, wenn ich mich lang mache, erreiche ich seine Nasenspitze nicht (habe euch ein Bild geschickt).Arthur
 

Abends, dann verwöhne ich alle mit meinen Aufmerksamkeiten. Da entzieht sich keiner mehr und oft müssen alle lachen.

Das ist mir jetzt klar, prima Job ich liebe es einfach.

Arthur

Sende Euch liebe Grüße aus dem hohen Norden, Euer Arthur

 


 

Raven – nun hat auch der Letzte im Bunde ein Zuhause

Als einer von vier Huskys hatte Raven im Sommer 2014 sein Zuhause verloren. Nach einem Zwischenaufenthalt im Tierheim Schwebheim, das damals ganz unkompliziert eingesprungen war, als bei uns die Kapazitäten fehlten, zogen Raven und sein Bruder Sable im Herbst in unsere Auffangstation um. Ende Januar 2015 entließen wir Raven zu seiner neuen Familie samt Husky-Hündin Sarca und haben nach ein paar Anfangsschwierigkeiten nun eine sehr nette Rückmeldung erhalten.

Raven

„Hier kommt also nun ein kleiner Erlebnisbericht aus dem Leben von insgesamt 8 Lebewesen und wir möchten gerne beginnen mit der Perspektive der 9-jährigen Huskydame Sarca:

Sarca mit RavenVor 8 Monaten bin ich bei meiner Familie eingezogen, nachdem ich wohl lange in Spanien gelebt hatte (Details habe ich leider alle vergessen...), dann nach Rüsselsheim ins Tierheim gebracht wurde und dann dort ziemlich lange gewartet habe, bis mich endlich jemand mit nach Hause nehmen wollte. Ich bin eine ziemlich umgängliche Hundedame (finde ich jedenfalls) und habe absolut gar nicht verstanden, weshalb das so lange gedauert hat, bis ich ein neues Zuhause fand. Nun denn, es hat dann ja Gott sei Dank geklappt, ich hab mich auch ganz fürchterlich angestrengt, mich nur von meiner Schokoladenseite zu zeigen und siehe da: Ich war erfolgreich.

Nach den ersten Wochen kannte ich meine neue Familie jetzt schon ziemlich genau, zwei große Menschen, die viel mit mir machen, zwei mittelgroße Menschen, die auch schon mit mir was unternehmen und zwei kleinere Menschen, die fantastische Fellstreichler und Liebesgeständnisse-ins-Ohr-Flüsterer sind. Ich kannte bald auch schon die vielen anderen Menschen, die hier so im Haus ein- und ausgehen, kannte mich genau aus, was ich darf und was ich besser lassen sollte und so chillte mein Dasein leicht plätschernd vor sich hin, bis… wir einen Ausflug auf die schwäbische Alb machten, zu siebt, und haben einen Kollegen besucht.Sarca und Raven

Das fand ich ja alles noch sehr unterhaltsam und spannend soweit. Doch dann kam der Punkt, ab dem es nicht mehr nur unterhaltsam und spannend war, denn: der Kollege war auf einmal bei MIR IM HAUS!!!!! Man stelle sich das einmal vor, UNFASSBAR!!! Vorbei war mein Dämmerzustand, meine ausgedehnten Entspannungsphasen waren Geschichte, denn ich musste mich ja mit ihm mehr als eingehend beschäftigen

Dieser Typ war einfach unglaublich! Läuft durch MEIN Haus, als ob er noch nie etwas anderes getan hätte, mit aufgestellter Rute und tut so, als ob ihm alles allein gehören würde. Ich hab ihm dann deutlichst zu verstehen gegeben, dass er zumindest von mir hier nicht erwünscht ist und dass sein lebensfrohes Getue von mir in keinster Weise geduldet wird! Sprich: ich hab ihn ständig angeknurrt mit der Message: "Störe meine Kreise nicht".

Raven

Aber meine Menschenchefs fanden ihn erstaunlicherweise trotzdem sehr nett und haben ihn auch verteidigt. Was ich null nachvollziehen konnte. Aber inzwischen muss ich gestehen, dass er mir so langsam doch gefällt und tief in meinem Inneren finde ich ihn eigentlich mittlerweile ziemlich cool. Er ist ja schon ein echt Fescher und wenn wir zu zweit am Fahrrad nebeneinander herrennen, dann macht das VIEL mehr Spaß als bisher so alleine. Vielleicht bin ich ja auch ein Husky?!?! So wie er!?! Er hat von so etwas gesprochen, so langsam dämmert es mir, was er damit gemeint haben könnte.Raven

So allmählich finde ich es doch gar nicht so schlecht, einen Hundefreund zu haben, auch wenn er schon anders tickt als ich. Aber zusammen Gassi gehen, am Fahrrad laufen und gemeinsam auf der Terrasse in der Sonne liegen, nicht mehr alleine auf meine Menschen warten zu müssen finde ich schon toll. Und eins kann ich euch sagen: Ich bin sowas von froh, nach der Hundeschule, dass ER mit mir nach Hause fährt und nicht einer von den anderen Knilchen vom Hundeplatz! Puh! Da bin ich echt erleichtert! Das haben die Zweibeiner schon richtig entschieden... Und jetzt gebe ich das Wort an meinen neuen Freund, Mr. Raven Arthur.

Und nun Ravens Version der letzten 4 Wochen:

Also, mir ging es eigentlich schon immer recht gut in meinem Leben, auch an meinem vorherigen Wohnort auf der schwäbischen Alb ging es mir echt richtig gut, ich hatte immer nur nette Menschen um mich, die mich mochten und eine nette Hundekumpelin zur Gesellschaft, mit der ich viel Spaß hatte und mir prächtig die Zeit vertreiben konnte. Dann, vor etwa einem Monat kamen zwei Menschenfrauen, die mich in ihrem Auto auf eine längere Reise mitgenommen haben und, erfahren und souverän wie ich bin, dachte ich mir: "Schaun mer mal..."

Im Auto hab ich mir schon sowas gedacht, dass da vielleicht noch ein anderes Hundewesen sein könnte, denn es hat überall ganz arg nach einer Hundedame gerochen. Und die habe ich dann auch bald wiedergesehen, live und in Farbe (naja, die Farbe, damit kenn ich mich nicht so gut aus).

RavenNach der Autofahrt sind wir erstmal Gassi, alle zusammen, Menschen und die Hundezicke, ähm -dame und das fand ich alles sehr nett und auch spannend. Zuhause dann war für mich alles mega-aufregend. So viele Leute im Haus, und ich sag euch, die vielen Gerüche, der absolute Hammer!! Ich war voll beschäftigt damit, das alles mit meiner Nase abzuscannen, zu speichern, einzuordnen und kaum war ich mit einer Runde durch, musste ich wieder von vorne anfangen, um alles nochmal ganz genau zu verstehen.

Da hatte ich gar keine Zeit, mich mit dieser Spaßbremse namens Sarca zu befassen. Die stand immer nur da wie der Oberfeldwebel und hat mich angemotzt mit Kommandos wie "Setzen!", "Aufhören!", " Abstand halten!", "Ruhe bewahren!". Mein Gott, die hat mich so unendlich genervt! Und ich hab wirklich gute Nerven und mich sehr, sehr bemüht, all ihre Kommandos zu befolgen. Aber so alle 2-3 Tage ist mir einfach der Kragen geplatzt und dann mussten wir uns einfach mal lautstark, intensiv und mit Körperkontakt eingehend unterhalten. Aber wie wir ja alle wissen, klärt so manch Gewitter die Stimmung und danach gibt es wieder Sonnenschein.

Eigentlich ist sie ja schon gar nicht mal so übel, meine Mitbewohnerin. Und wir können auch gut miteinander reden inzwischen. Sie mag nur nicht so gerne mit mir spielen, aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen kennt die sich mit manchen Dingen nicht richtig aus und nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sie eine Identitätskrise hat. Und ich als erfahrener, gestandener Hundemann kann ihr da durchaus noch ein bisschen auf die Sprünge helfen, davon bin ich überzeugt! Und die weiblichen Wesen wollen ja vielleicht auch manchmal gerne etwas überredet werden, wurde mir zugetragen...

Damit ich aber auch zu meinem heißgeliebten Spielen komme, fährt meine Menschin mit mir auf den Hundeplatz, wo ich Gleichgesinnte treffen kann. Alle Vierbeiner, die unter Menschenkniehöhe sind, haben dann Pause, damit ich mich beim Spielen nicht vergesse und am Ende nicht mehr weiß, ob Kaninchen, Katze, Hund, oder was auch immer das ist, dem ich da hinterher renne. Mittlerweile habe ich auch schon andere Huskys kennengelernt, die begrüße ich dann immer gleich sehr freudig.

SchlafplatzInsgesamt fühle ich mich pudel-, äh ne, huskywohl: die Speisekarte passt, das Entertainment auch, Schlafplatz ist sehr gemütlich und die Raumtemperatur auch. Ich lerne auch täglich noch was dazu, z. B. dass die Kochinsel nicht dafür gedacht ist, dass ich mir mein eigenes Menü darauf kochen sollte. Oder dass meine Ober-Menschin es nicht dringend benötigt, dass ich sie auf Schritt und Tritt verfolge, um zu sehen, was sie macht. Die läuft schon lange alleine durch die Welt und braucht mich nicht als Helfer, hat sie mir freundlich erklärt. Wollte ja nur meine Unterstützung anbieten, lieb wie ich bin. Aber wenn ich mich dann entspannt mal hinlegen darf, finde ich das auch sehr erholsam. Und wenn ich es schon gerade von ihr habe, dann darf sie jetzt auch noch ein paar Sätze zu mir sagen.

Die Ober-Menschin:

Für uns ist es das erste Mal, dass wir zwei Hunde haben und nach den vergangenen 4 Wochen können wir es uns schon gar nicht mehr anders vorstellen. Wir haben Raven alle so sehr in unser Herz geschlossen, auch wenn die Anfangsphase gerade für uns Unerfahrenere durchaus sehr holprige Momente hatte. Die beiden Hunde, die so sehr unterschiedlich sind, mit ihrer jeweils sehr unterschiedlichen Vergangenheit zusammenzuführen, war schon eine kleine Herausforderung. Aber erstens war uns das ja schon vorher bewusst, wir haben es uns gewünscht und zweitens haben wir nie daran gezweifelt, dass es klappen könnte mit etwas Geduld und Zeit. Und, ganz wichtig: Wir alle 6 haben von den beiden Hunden in den letzten Wochen unheimlich viel lernen dürfen. Natürlich über Hunde, aber auch über das Leben an sich und last but not least auch jeder von uns über sich selbst. Dafür sind wir sehr dankbar.

Vielen Dank an Sie, liebe Polarhundehilfe, auch für die viele hilfreiche Unterstützung, die wir erhalten haben! Wir wünschen uns sehr, dass unsere beiden uns lange begleiten werden und sie Tag für Tag noch weiter zusammenwachsen werden.

Viele liebe Grüße
Familie T.“

Schön, dass unser Oldie Raven zu so einer sympathischen Familie gekommen ist. Wir freuen uns, dass sich nun alles zum Guten gewendet hat. Danke an alle, die dies ermöglicht haben!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt