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Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im November 2015 ein neues Zuhause gefunden haben

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Aus Nico wurde Nanuk…

Nanuk

Für den Welpen Nico meldeten sich, wie es bei Welpen so ist, wahnsinnig viele Menschen. Für uns ist es gerade bei den ganz jungen Nordischen immer schwierig, wirklich passende Plätze auszusuchen. NanukSo fällt uns die Entscheidung oft leichter, wenn es unter den ersten Interessenten Menschen gibt, die uns persönlich bekannt sind und die mit den Charaktereigenschaften der Nordischen vertraut sind. Vor allem auch Menschen, die bewiesen haben, dass sie sich der Verantwortung für die nächsten 15 Jahre oder mehr mit allen Konsequenzen stellen. Und genau so eine Familie meldete sich für Nico.

Der kleine Hundemann hätte keinen besseren Platz finden können und auch bei ihm hat es sehr geholfen, dass sich die Menschen in Geduld geübt haben und weder an Nico noch an die vorhandenen Hunde Baikal & Shiba ein Anspruchsdenken hatten, sondern recht gelassen die Zeit haben für sich spielen lassen. Nicht immer klappt eine Vergesellschaftung gleich reibungslos, doch man sollte nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen. Denn selbst wenn es zwischen den Vierbeinern nicht die berühmte „Liebe auf den ersten Blick“ ist, können sie mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl im Laufe der Zeit durchaus zu einem klasse Team zusammenwachsen.

Nicos neue Familie jedenfalls hat sich diese Zeit genommen und dafür bedanken wir uns ganz herzlich, denn so können wir uns sicher sein, dass er wirklich das passende Zuhause gefunden hat. Und mit dem Wohnungswechsel hat unser ehemaliger Schützling auch einen neuen Namen erhalten: seither heißt er „Nanuk“.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

„Liebes Nothilfe-Team,

wir haben Nanuk vor fünf Wochen im Alter von 4 Monaten bei der Auffangstation in Gauselfingen abgeholt, nachdem wir mit unseren zwei ausgewachsenen Huskys und Nanuk mehrere Male spazieren waren und alles soweit gut aussah.

NanukNanuk zeigt sich als sehr aufgeweckter, frecher, aber gleichzeitig sehr anhänglicher Welpe, der alles mit sich rumschleift, was er so erwischt. Das größte war, als er eine volle Gießkanne in der Küche entdeckte, diese runter riss und die Küche und sich selbst unter Wasser setzte.

Nanuk

Unsere zwei, Baikal und Shiba, hatten anfänglich riesen Probleme, Nanuk zu akzeptieren. Wollten sie ihn doch einfach nicht in ihrem Haus und Garten haben, was sie deutlich und ausdauernd zeigten, und extrem verunsichert waren. War die Stimmung stark aufgeheizt, haben wir mit allen Dreien Übungen gemacht, um die Lage zu entspannen. Inzwischen hat sich das Verhalten der Großen gegenüber dem Kleinen sehr entspannt, ist aber noch ausbaufähig.
Zeit und nochmals Zeit ist das Wichtigste, was die Hunde zur Eingewöhnung benötigen und bekommen müssen.Nanuk

Nanuk hat schnell eine gute Bindung zu uns aufgebaut. Er orientiert sich sehr an Baikal und Shiba. Immer will er mit dabei sein, wobei wir auch auf Ruhepausen achten, damit sich Nanuk nicht übernimmt. Das sieht er aber nicht immer ein und wimmert manchmal leise vor sich hin. In seiner Box schläft er die ganze Nacht durch und fühlt sich darin sehr wohl.

Wir sind viel mit dem Rad unterwegs, damit Baikal und Shiba ihren Auslauf bekommen. Dazwischen stellen wir die Räder ab und laufen eine Runde, um auch Nanuk gerecht zu werden, danach kommt er in den Hundeanhänger, was er absolut doof findet und das mit Gebrüll deutlich kundtut. Irgendwann fällt er dann vor Müdigkeit in sich zusammen.

Nanuk

Beim Laufen geht Nanuk viel an der Schleppleine, schon allein deshalb, damit er mit den Großen toben kann. Einmal täglich werden Baikal und Shiba ohne Nanuk Gassi geführt, was für die beiden sehr wichtig ist. Mit Nanuk können dann währenddessen beim Laufen konzentriert Übungen gemacht werden.

Wir sind froh, dass wir den kleinen Nanuk haben, jeder Tag mit den Hunden ist anders und jeder Tag ist spannend und schön.

Grüße sendenNanuk
Margitta, Siegfried, Baikal, Shiba & Nanuk“

 

Etwas später kam dann noch eine weitere Mail, aus der hervorging, dass der Knoten vollends geplatzt ist und der Neuzugang keineswegs mehr gemobbt wird:

„Inzwischen ist bei uns wirklich alles im grünen Bereich. Draußen toben und spielen alle drei miteinander, Nanuk auch wie ein Großer. Er kann gar nicht genug bekommen, muss dann aber ausgebremst werden.

Nanuk

Es ist einfach super schön, mitanzusehen, wie es jetzt funktioniert. Im Auto sind auch alle drei im Kofferraum, wobei Nanuk sich rausnimmt, den halben Kofferraum für sich zu beanspruchen, Baikal und Shiba müssen sich zusammengequetscht die andere Hälfte teilen. Nanuk liegt breit drin und die zwei anderen müssen sitzen, weil kein Platz mehr zum Liegen ist. Aber wenn die ihn lassen, soll es unser Problem nicht sein.“

 


 

Yukon hat jetzt alles zum Glücklichsein

Yukon

Im Juli 2015 kam Yukon als Teil eines 6-köpfigen Husky-Rudels zu uns in die Auffangstation. Nach und nach fanden die meisten Rudelmitglieder ein neues Zuhause, bis nur noch zwei Rüden in Wartestellung waren – darunter Yukon.Yukon

Es schien schon, als würde er zum Pechvogel mutieren, denn obwohl wir charakterlich an ihm nichts zu bemängeln hatten, waren die eingehenden Anfragen für ihn größtenteils nicht passend. Bis sich dann Familie B. meldete. Sie suchten einen fitten Begleiter für sportliche Betätigung, der darüber hinaus auch der betagten Hündin Gesellschaft leisten sollte. Yukon war geradezu prädestiniert für diese Aufgaben.

Beim ersten Besuch in der Station stand dann ein ausgiebiger Spaziergang auf dem Programm. Und danach waren sich die Zweibeiner umso sicherer, dass Yukon derjenige ist, der künftig zur Familie gehören soll. Die Vermittlerinnen sahen das genau gleich und so wurden schleunigst die Formalitäten abgeklärt, damit der Umzug geplant werden konnte.

Die Rückmeldung der neuen Besitzer bestärkt uns in unserem Gefühl, dass Yukon nun alles hat zum Glücklichsein. Wir sind sehr froh, dass er es so gut getroffen hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

„Nun muss ich mal von unserem Yukon berichten.

Die 6-stündige Autofahrt in die neue Heimat hat Yukon vorbildlich gemeistert. Als wir ankamen, holte ich direkt unsere Kira nach draußen und ging mit ihr los und mein Mann kam mit Yukon nach. Sie sah die beiden und wedelte vor Freude. Yukon wertete das wohl als freudige Begrüßung und schon war das Eis gebrochen. Nach unserer Runde durchs Feld ging's dann ins Haus. Auch das tolerierte Kira (sie ist in dieser Hinsicht nicht ganz einfach). Für Yukon war alles spannend. Er war kein bisschen ängstlich und legte sich, nachdem er alles inspiziert hatte, direkt zu uns. Den ersten Abend trugen wir ihn nach oben, wo wir schlafen, denn er mag unsere Treppen nicht laufen. Sein Körbchen fand er aber ganz toll.Yukon

Am nächsten Tag fuhr mein Mann mit ihm Fahrrad. Da ist er schon recht stürmisch. Aber das wird er schon mit der Zeit lernen, dass er da ein paar Kommandos beachten muss. Und er lernte auch unseren Garten und seinen Igel (ein Quietschetier) kennen. Der ist jetzt zum Lieblingsspielzeug gekürt und wird leidenschaftlich gern apportiert.

Yukon

Als wir dann mit ihm Auto führen, fing er an zu winseln und war ganz unruhig. Da wir aber in einen Tierzubehörladen fuhren, wo er ein neues Geschirr bekam und reichlich Leckerchen, da war das dann auch schon wieder in Ordnung. Zuhause wurde das neue Geschirr dann direkt beim Joggen getestet. Mit ihm wird man schon um einiges schneller. Geschirr passt gut, aber die Schnalle vom Jogginggurt ist schon gebrochen und Yukon war frei, kam aber direkt wieder, als ich ihn rief. Gott sei Dank.Yukon

Bei der zweiten Autofahrt fing er auch wieder kurz an zu "weinen". Diesmal ging's zum Joggen mit meiner Laufgruppe. Das hat ihm richtig Spaß gemacht. 8 km durch Wald, Feld und am Fluss vorbei. Ich denke, jetzt wird er bald keine Angst mehr vorm Autofahren haben.Yukon

Verfressen ist er ohne Ende und so ist es kein Wunder, dass er mir beim Kochen nicht von der Seite weicht. Die Küche ist somit eine Art Lieblingsplatz geworden. Neben der Küche war dann die Couch noch sehr interessant. Das wollten wir aber nicht. So hat er sich dann einen Sessel ausgesucht. Da liegt jetzt eine Decke drauf und das ist jetzt sein Platz.

Im Garten ist er gerne, aber wenn wir rein gehen, kommt er mit. Heute hat er sein erstes Bad im Teich genommen und wollte das meinem Mann natürlich auch direkt zeigen, als dieser grad ins Haus gegangen war. Da war im Wohnzimmer kurz Rutschgefahr.

Es klappt alles sehr gut. Eine ausgewogene Mischung von Freizeit und Ruhe. Und wenn ich von Terminen wieder nach Hause komme, werde ich stürmisch begrüßt, zur Küche geleitet, in der Hoffnung, dass hier die nächste Action stattfindet.

Yukon

Herzliche Grüße
Familie B. mit Yukon und Kira“

 


 

Zita – Wer die Wahl hat, hat die Qual…

ZitaSo viele Interessenten wie für Zita haben sich schon lange nicht mehr für einen einzigen Kandidaten gemeldet. Aber kein Wunder: die unkomplizierte Hundedame ist auch wirklich ein Sahnehäubchen. Wir hatten also die Qual der Wahl unter den Bewerbern und haben uns für eine Familie entschieden, die bereits vor etlichen Jahren eine Huskyhündin von uns übernommen hatte und nach deren Tod nun wieder eine Gefährtin für den verbliebenen Rüden Noel suchte.

Da Noel ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hatte bei der Entscheidung für einen Rudelzuwachs, waren wir alle auf seine Reaktion gegenüber Zita gespannt. Er ist nämlich schon der Typ Hund, der auch seinen Artgenossen gerne mal sagt, wo’s langgeht. Aber die Zusammenführung mit Zita war unspektakulär und so stand schnell fest, dass unsere kleine Knutschkugel an diesem Tag umziehen durfte.

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht mehr viele Worte verlieren, sondern lieber die glücklichen Besitzer selber erzählen lassen:

 

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

inzwischen sind es schon drei Wochen, dass wir mit unserem Noel bei Ihnen in Burladingen waren und Zita übernommen haben.

Die Rückfahrt war etwas schwierig, es war extrem viel Verkehr und Stau, und wir haben statt der geplanten 5 ½ Stunden ca 8 Stunden gebraucht. Die Hunde waren während der Fahrt absolut ruhig und haben bis auf die Pausen die ganze Zeit geschlafen.

Das Eingewöhnen von Zita geht recht problemlos, sie hat sofort den ihr zugewiesenen Platz akzeptiert. Natürlich versucht sie gern mal, sich in Noels Korb zu schummeln, aber wenn man sie dann anspricht, räumt sie den Platz auch wieder. Allerdings hat Noel viel Respekt vor ihr: wenn sie im Schlafzimmer oder im Flur steht, traut er sich nicht an ihr vorbei (erwartet hatten wir es eigentlich anders herum, Noel war bisher der, der kaum Platz für einen anderen Hund neben sich ließ).

Bei unseren Hunderunden haben wir viel Spaß mit ihr, sie hat soviel zu entdecken, dass sie den Weg mindestens eineinhalb mal zurücklegt, sie läuft rechts und links, ein Stückchen vor und wenn Noel noch an etwas schnuppert, rennt sie auch wieder zurück. Gern wickelt sie dabei blitzschnell die Leine auch mal um Bäume und Sträucher (und manchmal auch um uns), dass man seine liebe Müh und Not hat, die Leine wieder frei zu bekommen.Zita
Bei unseren Runden haben wir inzwischen auch schon viele andere Hunde getroffen, Zita kommt mit allen wunderbar zurecht, egal ob alt oder jung, klein oder groß, Rüde oder Mädchen, selbst mit denen, die als sehr schwierig und problematisch gelten.

Während der ersten Tage hat sich Zita kaum von unserer Seite bewegt, machten wir auch nur eine Bewegung, sprang sie sofort wieder auf. Nicht mal in den Garten wollte sie, wenn wir nicht mit nach draußen gingen. Inzwischen hat sie sich daran gewöhnt, sich im Garten aufzuhalten, mit und ohne Noel oder uns. Und sie hat letzte Woche auch schon das erste Mal von sich aus eine ganze Nacht allein draußen geschlafen.

Gerade hat Zita den Sonntagsbraten geklaut: dieser stand draußen in einer abgedeckten Schüssel zum Marinieren, schön hoch, dass kein Hund drankäme... Zita hat es geschafft, die Folie zu entfernen und den Tafelspitz aus der Marinade zu mopsen, ohne dass die Schüssel runtergefallen ist.

Zita und NoelFotos von Zita zu machen ist schwierig, da sie ständig in Bewegung ist – ein paar sind aber trotzdem inzwischen entstanden.

Wir sind wirklich glücklich mit der kleinen Maus, auch Noel wird wieder wacher und aktiver.

Zita

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für die Vermittlung und die Arbeit, die Sie für alle Tiere in Ihrer Station und drumherum leisten!

Herzliche Grüße
Regina und Gerhard B.“

Zita

Und wir bedanken uns dafür, dass Zita so herzlich aufgenommen wurde und ihre neue Familie den weiten Weg nicht gescheut hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


 

Jack

Jack

Hunde sind nicht alles in unserem Leben, aber sie machen es komplett…
(Roger Caras)

Jack

JackAls der hübsche Rüde Jack zu uns in die Station zog, nahmen wir an, dass die Vermittlung ein wenig Zeit in Anspruch nehmen würde. Obwohl Jack ein wohlerzogener und wirklich sehr netter Kerl war, hatte er ganz große Probleme mit dem Alleinebleiben, was auch mit ein Grund war, dass sich die Besitzer schweren Herzens von Jack trennten. Ein weiteres potentielles Handicap bestand in seiner Bauchspeicheldrüsenerkrankung, die eine tägliche Medikamentengabe erfordert – auch das beschleunigt erfahrungsgemäß nicht gerade die Vermittlung.

Jack

Doch wie so oft, kam natürlich alles wieder anders als gedacht. Jack war erst ein paar Tage in der Station und noch nicht mal online, da kam eine nette Familie zu Besuch, die eigentlich ein Auge auf einen anderen Vermittlungskandidaten hatte, aber trotzdem auch die übrigen Pelzgesichter kennenlernen wollte. – Welch ein Glück für Jack, denn er überzeugte die Zweibeiner beim Spaziergang schnell von seinen Vorzügen und so fiel die Wahl auf ihn. Das war auch insofern ideal, als dort die Möglichkeit bestand, Jack ganz langsam das Alleinebleiben „beizubringen“. Es freute uns dann umso mehr, dass dieses viel schneller klappte als angenommen. Vielleicht ermutigt das auch andere Interessenten, dass nichts unmöglich ist, wenn Mensch den Tieren nur die nötige Zeit gibt.

Die Post aus dem neuen Zuhause lässt uns wissen, dass Jack es besser nicht hätte treffen können – lesen Sie selbst!Jack

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

„Hallo liebes Nothilfe-Team,

da nun ein wenig Zeit ins Land gezogen ist, möchten wir über Jack berichten.

JackJack hat sich hervorragend an seine neue Heimat gewöhnt. Er ist sehr entspannt, hat keine Probleme mit unserem Tagesablauf und bleibt, nach etwas Training, ohne Probleme allein zu Hause.

Am Wochenende sind wir sehr viel in den Bergen unterwegs, was seinem Drang zu laufen sehr entgegenkommt. Bei allen Familienmitgliedern ist er gern gesehen und auch meine Eltern springen mittlerweile mal ein, wenn er länger als 3 Std. alleine sein müsste.

Er hat bis zum Kastrieren fast 2,5kg an Gewicht zugenommen und seine Bauchspeicheldrüsentabletten haben wir vollständig abgesetzt.

Er tobt viel und gerne über unsere Terrasse, Badeseen werden wir nächsten Sommer auf unsere To-do-Liste setzen, Fahrradfahren werden wir auch erst nächstes Jahr in Angriff nehmen. Im Winter werden die Jungs Jack beim Skitourenlaufen mitnehmen und zurzeit trainieren wir am leinenfreien Gehorsam.

In der Schulklasse meiner Tochter hat er den Status eines Klassenmaskottchens eingenommen, nachdem er beim Schulwandertag der Star war.

Er hat noch Angst, wenn er in ungewohnt laute Umgebungen kommt, aber das passiert relativ selten.Jack

Den ersten Schnee hat er auch schon unter seinen weichen Pfoten gehabt und das war ihm am Anfang doch sehr suspekt!

Wir sind so glücklich mit Jack und es ist, als wäre er schon immer in unserer Familie gewesen! Wir bedanken uns noch einmal bei dem freundlichen Team von der Nothilfe für den richtigen "Riecher" bei unserem Besuch im September!

 

Mit herzlichen Grüßen
Familie Sch. aus Tirol / Allgäu“

 

 

 

 

 

 


 

Anokhi

Anokhi

Anokhi und Elwood waren wegen Krankheit ihres Besitzer auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Es war für uns und die Besitzer klar, dass zwar beide nicht gemeinsam in ein Zuhause umziehen müssten, aber beide zur gleichen Zeit.
Obwohl die Planung bei den Vermittlungen nicht immer so mitspielt wie wir es uns wünschen, so hat es bei den Beiden ganz prima geklappt.
Hier nun die Rückmeldung für die schüchterne Anokhi, die sich im neuen Zuhause an den ersten Tagen auch mehr als zurückhaltend zeigte.
Wir sind aber sicher, dass das Mädel in einigen Wochen und Monaten nicht wieder zu erkennen sein wird.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 

Liebes Nothilfe-Team,

wir möchten eine erste Rückmeldung geben, wie Anokhi sich bei uns „eingelebt“ hat – obwohl davon noch nicht wirklich gesprochen werden kann. Aber es besteht auch kein Grund zur Eile. Sie hat bei uns ihren Platz gefunden und bekommt alle Zeit der Welt, sich an uns und das neue Umfeld zu gewöhnen.Anokhi

Zunächst war sie wirklich sehr schüchtern, aber mittlerweile haben wir uns schon recht gut aneinander gewöhnt. Sie bewegt sich in ihrem neuen Zuhause noch recht scheu, aber die Neugierde siegt immer häufiger.

Mein Mann ist für die langen Spaziergänge am Morgen zuständig und da wird kräftig geübt. Gehorsam und alles was man so üben kann.

Ab und an geht Frauchen mit unserer Anokhi joggen. Das mag sie gerne. Sie hat auch schon einige Bekanntschaften mit anderen Hunden gemacht, die alle immer sehr positiv verliefen.

Anokhi hat unser Herz im Nu erobert und wir sind sehr glücklich mit ihr und freuen uns, dass wir sie gefunden haben.

Danke für die Vermittlung dieser netten Hündin - Fam. H.

 

 

 

 

 


 

Kelly - Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk.
(Konrad Lorenz)

Kelly

Diese nette Hündin kam in unsere Vermittlung, weil ihre Menschen aus gesundheitlichen Gründen keine richtige Versorgung mehr gewährleisten konnten. Ein aktives Mitglied vom Verein hat Kelly besucht, herausgefunden, wie ihr Wesen und ihr Charakter ist und wir konnten Kelly auf unserer Homepage vorstellen. Ein bisschen lange hat es gedauert, bis sich jemand gemeldet hat, es war aber gerade der richtige Zeitpunkt.Kelly

Kelly sollte eine Eidgenossin werden. Aber um herauszufinden, ob es passt und es für Kelly der richtige Platz ist, setzte sich die Betreuerin von Kelly spontan ins Auto und fuhr mit ihr in die Schweiz. Und es war der richtige Platz, auch wenn man sich mit ein bisschen Bauchweh wieder auf den Heimweg begeben hat. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv und Kelly kam langsam bei den neuen Menschen an. Und wie sollte dort auch etwas schiefgehen, hat man doch vor einigen Jahren den sehr schwierigen Husky-Rüden Max, der fast sein ganzes Leben in einem Zwinger in Frankreich verbrachte, liebevoll aufgenommen und perfekt bis an sein Lebensende begleitet.

Und wir sind stolz auf solche Menschen, die eine Herausforderung bedingungslos annehmen. Es hat sich gelohnt - es lohnt sich eigentlich immer.

Vielen Dank, liebe Familie G., wir freuen uns sehr, dass es Kelly so toll getroffen hat. Machen Sie weiter so.

 

........ und eins und zwei und hoch und steh und lauf und bleib und ........ – so habe ich im Sommer noch geträumt. Ich verrate es euch, ich sause wieder durchs Leben!

KellyAber ganz so einfach war es nicht. Ich habe erst ein paar Hürden überspringen müssen, denn ich wurde von meinen innig geliebten Menschen und dem vertrauten, beschaulichen Alltag getrennt und zu einer lebhaften Familie in eine Kleinstadt mit unzähligen Fahrradfahrern und lauten Kindern verpflanzt.Kelly

Meine fürsorgliche Tante – die mich gerne adoptiert hätte – und ihr Mann haben mich in ihr großes Auto gepackt und los ging es mit der Reise in mein zukünftiges Leben: Brrr, das war ein Sprung ins kalte, stürmische Wasser! Erst untertauchen, nach Luft schnappend wieder auftauchen, zitternd über Wasser halten und gleichzeitig alles im Blick und unter Kontrolle behalten – welchem Rettungsring sollte ich vertrauen? Wie dann der Boden unter meinen Pfoten wieder fest wurde, habe ich mich Schrittchen für Schrittchen vorwärts gewagt – halb gewagt ist halb gewonnen – in mein neues zu Hause und meine neue Familie. Wir sind hier jetzt zu fünft: Drei Jungs mit tiefen Stimmen und wir beiden Mädels.

Kelly

Meine Tage beginnen meistens sehr früh. Ein verschlafenes Gesicht nach dem anderen kommt mich begrüßen, auch ein paar Streicheleinheiten gibt es dazu. Damit hat es sich dann schon mit der Routine. Kein Tag gleicht dem anderen. Ich muss mächtig aufpassen, dass ich auch nichts verpasse und meine Arbeiten ordentlich erledige: Ich soll Haus und Garten bewachen und bin die persönliche Fitnesstrainerin vom großen Mädel. Wir beiden entdecken täglich neue Wege, streifen durch Wälder, über Wiesen und Felder, genießen die prächtigen Herbsttage am See oder an Bächen. Meistens darf ich „Gwundernäsli“ die Umgebung frei erschnüffeln, mich parfümieren und selber entscheiden, ob ich den Pferden, Kühen, Katzen, Hunden oder Menschen Grüezi sagen möchte. Wenn ich mich nach Mädels Ansicht zu weit vor getraue, versteckt sie sich – aber klar doch, dass ich sie flugs wieder finde. Auch das Joggen üben wir, schließlich soll ich später mit den Jungs mit auf die Strecke. Ganz großen Spaß macht es, wenn wir weiter weg, zu den Bergen fahren. Da klettere ich wie ein Geißlein über Stock und Stein, genieße die Weite, die Freiheit und den Duft der Berge. Ich weiß nun auch, dass die Menschen mit ihren Stöcken ganz gemütlich und friedlich sind. Und ihr könnt es mir glauben, ich bin schon öfters mit der Seilbahn, der Gondel und der Standseilbahn gefahren - und wir waren nicht die Einzigen!Kelly

Zum Tagesabschluss gibt es jeweils erst das „Schreckmümpfeli“; 200 Meter die lebhafte Hauptstraße runter, danach das „Bettmümpfeli“; durch den ruhigen Park nach Hause zurück.
Eins und zwei und Tunnel und Slalom und Sprung und Tisch und ich darf wieder in die Schule! Das macht mir riesig Spaß. Ich flitze vor Freude und Uebermut über die große Wiese, spiele Fangen mit meinen Schulfreunden, arbeite konzentriert an den Aufgaben und versetze alle in Staunen. Ich kann vieles richtig gut, denn ich war ja schon früher in der Schule und bin keine 1. Klässlerin mehr. So kann ich mich an die nächsten Aufgaben wagen – das Apportieren zum Beispiel ...???

Meine neue Tierärztin habe ich auch schon kennen gelernt. Sie ist sehr lieb und geduldig. Sie hat mir viele Komplimente gemacht. Die Impfung habe ich nicht so gut vertragen; während vier Wochen musste ich oft Nieshusten. Jetzt ist es wieder i.O. und ich kann meine Tollwutimpfung erhalten – dann darf ich endlich über die nahe Grenze spazieren oder fahren.Kelly

Die Tierärztin war es auch, welche die Neugierde meines großen Mädels geweckt hatte: Wer waren meine Eltern? Könnte da eine große Portion Dingo-Blut in meinen Adern pulsieren? Das würde meine ausgeprägte Menschenscheu erklären. Die Nachforschungen haben viele interessante Details ans Licht gebracht – wer weiß? Ein wenig mulmig wurde es meiner Familie schon. Anstelle des erwarteten 40cm kleinen Hündchens schläft nun eine 52cm große „Dinga“-Lady im Wohnzimmer. Na was soll’s, ich habe mich einfach bescheiden, unaufdringlich und zart in ihre Herzen geschlichen. Alle haben mich ganz fest lieb und gemeinsam sind wir auf dem Weg in eine spannende, abwechslungsreiche, fröhliche Zukunft.

Meiner ersten Familie möchte ich ganz, ganz herzlich für die wunderbare Zeit, die ich bei ihr verbringen durfte danken und dafür, dass sie sich so uneigennützig von mir getrennt hat. Ich wünsche euch alles Gute, vorab für die Genesung! Auch meiner Tante und meiner früheren Lehrerin ein inniges Danke-Wuff. Ihr habt euch so fürsorglich um mein Wohl gekümmert und meiner neuen Familie mit vielen wertvollen Informationen geholfen, mich zu verstehen.

Eins und zwei und wuff, jetzt hab ich mir einen Ochsenziemer verdient! Erst werde ich ihn durch die Luft werfen, dann bearbeiten und am Ende als Notration im Garten verbuddeln. Vielleicht kümmere ich mich auch noch etwas um die Gartengestaltung – das macht Spaß.

Alles Liebe, wuff – Kelly