Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im März 2016 ein neues Zuhause gefunden haben

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Aymie hat einen Volltreffer gelandet

Aymie

Immer wieder passiert es, dass schon recht junge Vierbeiner im Tierschutz landen. Auch Aymie war so eine Kandidatin. Ihre Vorbesitzer hatten schlichtweg das nordische Temperament unterschätzt und waren mit Aymies Erziehung überfordert. Eigentlich war sie schon damals ein klasse Hund, aber sie hatte sich einige unschöne Angewohnheiten angeeignet als da wären das Zernagen von Gegenständen und Fressen von Decken, Handtüchern etc, die Unterdrückung des kleinen Rüden und die Benutzung des Schlafplatzes als Toilette. All das führte letztlich zu Aymies Abgabe und ihrem Einzug in unsere Auffangstation.

So war der Weg frei für einen neuen Anlauf und es dauerte auch nicht lange, bis Aymie ihre große Chance bekommen sollte und in einen rasseerfahrenen Husky-Haushalt umziehen durfte. Wie es ihr dort so ergeht, hat sie ihrem neuen Herrchen diktiert:

„Aus dem Leben eines Schlittenhundes – Ein Tagebuch von Aymie S.

Wo ich hier gerade so schön auf meiner Gartenbank in der Sonne vor mich hin döse, möchte ich ein wenig aus meinem Leben erzählen.Aymie

Geboren wurde ich am 15.11.2014.
Mit meinen ersten Besitzern kam ich irgendwie nicht klar. Die Chemie stimmte einfach nicht, oder so ähnlich.

Also machte ich mich auf den Weg auf die schöne Schwäbische Alb nach Burladingen, wo ich mir mit einigen mehr oder weniger sympathischen Artgenossen mein neues Zuhause teilte, während immer mal wieder fremde Menschen vorbeikamen und mich begutachteten, auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied.

Aber keiner wollte so recht anbeißen. Kein Wunder bei den schrecklichen Dingen, die da aus meiner frühen Kindheit berichtet wurden. Also übte ich mich in Geduld und ertrug mein Schicksal still und leise.

Eines Abends, es war am 06.10.2015, kam ich gerade von meiner Gassi-Runde nach Hause und wollte mich schon zum Abendessen niederlassen, da musste ich nochmals zu einer kleinen Runde aufbrechen. Irgendein fremder Typ, der eine Woche zuvor schon einmal bei mir im Gehege rumspaziert war, den ich aber damals links liegen gelassen hatte, hatte offensichtlich Lust auf Gassigehen. Brav und anständig wie ich bin, tat ich ihm den Gefallen.

Gemütlich trottelten wir beide vor uns hin. Offensichtlich war er auch schon etwas müde, nachdem er zuvor mit einem eher rüpelhaften Nachbarn von mir eine wohl stressige Runde gedreht hatte.

Zurückgekehrt dachte ich: „endlich Abendbrot…

Da öffnete sich plötzlich die Heckklappe eines Autos.

Ich dachte mir ganz spontan: „Nichts wie rein und weg hier. Es kann sicher nur noch besser werden.

Was mich hier erwartete, war schon mal nicht schlecht. Ein weich gepolsterter Kofferraum eines Kombis lud zum gemütlichen Chillen ein. Niemand hier, der mich dabei stören konnte oder wollte. Ich legte mich flach und machte erst einmal ein ausführliches Nickerchen, bis dann nach eineinhalb Stunden die Heckklappe wieder aufging.

Verschlafen stieg ich aus und schaute mir entspannt die neue Umgebung an.Aymie

Dann ab ins neue Haus und alles einmal gründlich inspiziert. Einen von den Leuten, die mich hierher gebracht hatten, stets an der Backe. Offensichtlich wollte man sich vom Wahrheitsgehalt der über mich erzählten Gräuelgeschichten überzeugen.

Ich hatte keine Lust auf schlimme Dinge und legte mich dann bald, nach Inspektion des ansprechenden umliegenden Gartens, in mein neues Bett.

Was ich in der ersten Nacht in meinem neuen Heim geträumt hatte, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber es schien nichts Schlechtes gewesen zu sein, schließt man daraus auf mein heutiges, durchaus erträgliches Leben.

Hier also mal der Tagesablauf in groben Zügen:

Vom ersten Tag an machte ich mich mit Anbruch der Morgendämmerung auf, um mein Umfeld zu inspizieren. Zunächst einmal eine Runde den Garten überprüfen, dann wieder rein und die gute Stube, ein lecker Kaustäbchen oder eine Karotte bestellend. Mein neues Herrchen, was natürlich direkt neben meinem Bett schläft, trug es von Anfang an mit Fassung, insbesondere an den Wochenenden. Dies sogar dann noch, als durch die Umstellung auf Winterzeit die Dämmerung noch früher eintrat.

Inzwischen bin ich etwas gütiger geworden und mache erst Anstalten zum Aufstehen, sobald mein Herrchen deutliche morgendliche Lebenszeichen von sich gibt. Und ab der Umstellung auf Sommerzeit wird alles nochmal besser.

Nach dem morgendlichen Snack geht es dann raus ins Grüne. Eine Runde quer durch den Wald ans Wasser. Ich wohne ja schließlich jetzt am schönen Bodensee.

Anfangs erschreckten mich noch die kleinen Wellen, da ich so etwas noch nicht kannte. Heute stelle ich mich tapfer auch den „größten Brechern“ entgegen. Das morgendliche Bad im See gehört für mich – auch im tiefsten Winter – dazu, wenn ich Abkühlung nach wildem Toben mit anderen Hundekumpels suche. Bin ja schließlich ein echter Schlittenhund.

Ich mag sie alle, egal ob Männlein oder Weiblein und bin ständig auf der Suche nach hartgesottenen und spielwütigen Vierbeinern in meiner Größe. Die kleineren werden dann schon mal als Bowlingkugel eingesetzt, bis sie von deren Frauchen oder Herrchen weggepackt werden.

Dann ab nach Hause an den Frühstückstisch. Wahlweise ein Schälchen Trockenfutter, aber meist zuvor ein lecker Knäckebrot mit etwas Butter. Wird mir von Herrchen je nach Wunsch im Bett oder im Stehen serviert.

Danach – je nach vorausgegangener Action mit meinen Kumpels – ein mehr oder weniger ausgedehntes Nickerchen in einem der verfügbaren Betten, Couchen, etc.

Je nachdem, was so ansteht, dann ein Weilchen in den Garten, den ich ganz nach meinen Wünschen gestaltet habe. Alles was ich so finde und als Zierde empfinde, verteile ich auf der von außen gut einsehbaren Wiese vor dem Haus.Aymie

Sicher bekomme ich noch einen Preis für mein gestalterisches Talent, glaubt man den bewundernden Blicken vieler Passanten. Da irgendjemand mein Kunstwerk von Zeit zu Zeit entfernt, bin ich eigentlich ständig kreativ unterwegs, um neue Ideen zu verwirklichen.

Manchmal heißt es auch: „Aymie, Autofahren“. Dann setze ich mich schnurstracks in Bewegung, da mir diese Art der Fortbewegung gut gefällt.

Insbesondere ist es stets eine gute Gelegenheit für einen Extrasnack. Ohne Präsentation eines solchen steige ich natürlich nicht ein. Da wäre ich ja ganz schön blöd.

Wenn mal gerade kein Snack zur Hand ist, werde ich von Herrchen ins Auto getragen. Dumm gelaufen, aber zumindest ein paar Kalorien gespart.

Am Nachmittag dann nochmal Gassi in der Hoffnung auf gleichgesinnte , hartgesottene Vierbeiner.

In der Abenddämmerung erwacht dann der Wolf in mir. Spannend, was sich da alles so bewegt in meinem Garten. Seien es Mäuse, die sich unterm Vogelfutterhaus tummeln oder ein Igel, der eigentlich lieber seinen Winterschlaf unter meiner Holzterrasse mit meiner Gartenbank verbringen möchte. Nicht schlecht, was man mit solch einem – zugegebenermaßen doch etwas stacheligen – Spielball alles anstellen kann. Leider nur so lange, bis mir der Ballbesitz entzogen wird.

Wenn es nichts Weiteres mehr zu entdecken gibt, klopfe ich artig an die Türe und werde eingelassen.

Dann noch eine Runde fernsehen oder Kuscheln und dann ab ins Körbchen.

Mal sehen, was der neue Tag so bringt… Bisher zumindest meist Spannendes und Interessantes.

Ich denke, hier bleibe ich noch ein Weilchen.“

Wir denken, dass es sich bei diesen paradiesischen Zuständen um ein langes „Weilchen“ handeln wird und wollen uns ganz herzlich bei Herrn S. bedanken, dass Aymie nun so ein schönes Leben führen darf.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 


 

Lupa (ehemals Nanuk) zieht zu den Wahl-Bayern

Aus Bayern kam sie, nach Bayern ging sie. Aber die Lebensverhältnisse der alten Husky-Hündin Nanuk (deren neuer Name „Lupa“ lautet) haben sich grundlegend geändert: Nach den miserablen Haltungsbedingungen der Vorbesitzer, die ein ganzes Rudel verwahrlosen ließen, darf Lupa nun ein neues Zuhause genießen, in dem sie voll in die Familie eingebunden ist. Und mit Hank lebt bereits ein anderer ehemaliger Stationsbewohner bei Christiane und Uwe, so dass Lupa auch vierbeinige Gesellschaft hat.

Wir freuen uns, dass sich für Lupa alles so gut gefügt hat, wünschen dem Familienquartett alles Gute und überlassen nun dem glücklichen Frauchen das Wort:

„Als wir den Artikel zum verwahrlosten Oldie-Rudel lasen, tagte anschließend gleich bei uns der ‚Rudel-Rat‘. Es war sofort klar, dass wir bei unserem Arbeitsurlaub auf der Alb testen würden, ob denn die Chemie zwischen Hank und Lupa stimmt und ob sie auch uns Menschen riechen kann. Das Bild von ihr bekam ich nicht mehr aus dem Kopf. Ich dachte, sie hätte mit der Welt abgeschlossen.Erster gemeinsamer Spaziergang

 

Endlich auf der Alb angekommen, erlebte ich eine neugierige und lauffreudige Hündin. Vielleicht etwas menschenscheu – wen wundert‘s bei der Vergangenheit – und der Gang ist noch etwas watschelig, aber die alte Dame hat bei unserer ersten Runde über die Alb gleich mal dem eher etwas faulen Hank Beine gemacht!

 

Die Chemie zwischen den beiden passt. Und den nachgereisten Uwe und mich fand sie auch nicht doof. Wenn ich mich mit der Leine dem Gehege näherte, zeigte sie gar etwas Freude und das Schwänzchen fing an leicht zu schwingen.

 

Am Sonntag ging es dann heimwärts nach Bayern, damit uns noch eine Woche Eingewöhnung bleibt, bevor der Job wieder ruft. Lupa sprang ohne Probleme in die Box und Hank bezog gegurtet die Rückbank.
 

Lupas Abreise

Hank fährt mit

Er fiel sofort in einen dreistündigen Tiefschlaf. Übrigens kein Wunder, denn Lupa hat derart streng gerochen, dass auch ich während der ganzen Heimfahrt gegen Ohnmacht zu kämpfen hatte und immer wieder die Fenster im Auto öffnen musste. Sie hingegen meisterte die Autofahrt sehr gut. Nach rund 100 km legte sie sich hin und kam erst ab ca. 160 km/h wieder hoch, um mich einzubremsen.

Zuhause angekommen, konnte ich uns beiden einen längeren Aufenthalt in der Dusche nicht ersparen.

Erste Köperpflege

Duschen ist toll

Nach einer Stunde, einer ¾ Flasche Hundeshampoo und 15 nassen Handtüchern hatten wir einen neuen Hund! Das cremefarbene Fell war weiß mit leicht grau geflammtem Rücken und einem grauen Pinselstrich auf dem Schweif. frisch geföhnt

 

Der Tag war ganz großes Kino für Lupa und nach der Abendrunde krabbelte sie auf ihr Hunde-Bett in unserem Schlafzimmer und schlief die ganze Nacht durch. Sie muss sehr viel schlafen, um alles zu verarbeiten, aber kaum geht es zweimal täglich auf Tour, liegt sie im Geschirr und feuert Hank an.

Lupa

Das Fressen will ihr auch noch nicht schmecken – außer getrocknetes Rind oder Huhn – aber das wird sich geben. Diese Woche gehen wir auch noch zum Nachimpfen und lassen mal die Zähne anschauen. Ansonsten bekommt sie jetzt erst mal viel Zeit, um bei uns anzukommen. Wir sind jedenfalls heute schon sehr froh, dass Lupa unser Mensch-Hunde-Team wieder vervollständigt und bereichert!

Lupa

Christiane, Uwe und Hank und Lupa“

 


 

Xenia, der Fernsehstar

Xenia

Mit Mischlingen ist das ja immer so eine Sache – oftmals werden sie von den Interessenten übersehen, so dass sie unverschuldet lange auf ein neues Zuhause warten müssen. Der kleinen Xenia wollten wir dieses Schicksal ersparen. Darum kam die Hundevorstellung in der SWR-Sendung „Kaffee oder Tee“ gerade recht und Xenia durfte wenige Tage nach ihrer Ankunft bei uns schon Fernsehluft schnuppern.Xenia

Die Resonanz auf ihren Fernsehauftritt war überwältigend. Schon wenige Minuten nach der Ausstrahlung gab es die ersten Anfragen. Und es sollten noch mehr werden…

Wir hätten Xenia sicherlich in 10-facher Ausfertigung vermitteln können. Aber es gibt eben nur ein Original. Und für dieses mussten wir aus all den Interessenten den passenden Platz aussuchen. – Entschieden haben wir uns letztlich für eine Familie, die zwar Hundeanfänger sind, aber ein gutes Einfühlungsvermögen besitzen und der schüchternen Xenia ganz allmählich die schönen Seiten des Lebens zeigen.

Aber lassen wir das neue Frauchen selbst berichten:

„Xenia wurde im Fernsehen bei „Kaffee oder Tee“ vorgestellt und nicht nur wegen ihrer schönen Größe und ihrem treuen Blick, der einen sofort zum Schmunzeln bringt, sondern auch wegen ihrer Katzenverträglichkeit entschlossen wir uns, Kontakt aufzunehmen. Zeitnah durften wir Xenia besuchen und wow, der Eindruck war spitze und wir durften Xenia nach dem obligatorischen Hausbesuch bei uns einziehen lassen.

Sie hat teilweise noch ihre ängstlichen, unsicheren Phasen – man weiß ja nicht wirklich, was sie erlebt hat.

Was wir aber sehr, sehr genießen und was sie zu einem großartigen, einzigartigen Hund macht: sie versteht sich klasse mit unserem Kater. Die beiden sitzen noch nicht zusammen im Körbchen, aber sie beschnuppern sich gegenseitig oder schauen nacheinander.Xenia Xenia hat sicherlich schon Erziehung mitbekommen, die wir gerne weiter trainieren. Sie ist ein wahnsinnig verschmuster, lieber und liebesbedürftiger Hund, und es ist immer eine freie Hand da, die mit ihr kuschelt. In unserem Garten spielt sie mit den Bällen und freut sich rumzutoben. Ihre Umgebung lernt sie mit den täglichen Spaziergängen, mit ein jedem von uns und mit ihrem Husky-Freund Tamo sehr gut kennen. Unterwegs ist keine Wiese sicher, die Mäuse beherbergt – sie buddelt für ihr Leben gerne. Da zeigt sie auch ihren kleinen Sturkopf, wenn man eigentlich weiterlaufen möchte.

Sie ist ein ganz toller Familienhund und nun haben wir das Gefühl unsere Familie ist komplett.

Wir danken der Polarhundestation und wünschen ihr alles, alles Gute bei der sehr tollen, anstrengenden und auch emotionalen Arbeit.“

Xenia

Auch wir bedanken uns für die herzliche Aufnahme von Xenia und wir freuen uns, dass sie so gut in die Familie passt. Wir wünschen weiterhin viel Spaß mit der kleinen Dame und sind gespannt auf ihre Fortschritte.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 


 

Akela - „Endet die Reise, beginnt das Angekommensein.‘‘
(Walter Ludin)

Akela

Dass Akela jetzt endlich beginnen darf anzukommen, hat er Menschen mit einem unglaublichen Durchhaltevermögen zu verdanken.

2013 wurde Akela bereits von der NfP vermittelt, doch es sollte nicht von Dauer sein. Akela musste irgendwohin.

Nach einer langen Autofahrt haben Akelas neue Menschen ihn einfach eingepackt und sind dieselbe lange Strecke mit ihm ins neue Zuhause gefahren - voller Zuversicht, dass die Vergesellschaftung mit der vorhandenen 15jährigen Hündin funktionieren würde.

Steinig war der Weg und umso dankbarer sind wir, dass Frauke und Holger mit Roxy so viel Geduld und Ausdauer hatten. Bereits von früheren Übernahmen der Familie wussten wir: Wenn die ZWEI es nicht schaffen, dann keiner.

Und sie haben es geschafft. Akela darf bleiben und wir sind zu tiefem Dank verpflichtet!

Frauke und Holger, Hut ab vor Euch und dem, was Ihr Akela ermöglicht habt!Akela

Und noch ein herzliches DANKE an alle Beteiligten, die geholfen haben, für Akela und seine Mama Vicky sehr schnell eine wunderbar schöne Übergangslösung und dann eine Endstelle zu finden.

Das NfP-Team

 

Hallo Ihr Lieben - ich bin´s Euer Akela,

als ich am 12.Februar 2016 bei meiner sehr lieben Übergangs-Heimat Besuch bekam, ahnte ich noch nicht, dass sich ab dem nächsten Tag mein Leben nochmals verändern würde.Roxy und Akela

Roxi, ein 15jähriges Huskymädchen, welches auch aus der Nothilfe stammt, holte mich mit meinen neuen Eltern ab. Von Ulm bis Mönchengladbach, 6 Std. weiter Richtung Norden. Ich war sehr verhalten und natürlich ein wenig ängstlich - schön, wieder eine Veränderung, aber im neuen Zuhause angekommen zeigte man sich sehr freundlich.
Ein eigenes Körbchen wartete auf mich und meine neue Schwester war auch nett zu mir, zumindestens hatte sie Verständnis für meine Situation und ließ mich in Ruhe!Akela und Roxy

Es kam dann der Rest vom Rudel zu Besuch - ich lernte alle und alles Neue kennen, den Garten in den ich kann wann immer ich will, das Leberwurstbrot am Vormittag, das neue Futter  welches ich mir selbst aussuchen durfte. Die langen Spaziergänge und es schimpfte auch keiner mit mir, als ich in den ersten Tagen der Meinung war im Haus ein paar Dinge NEU zu gestalten. Wir haben nur geredet von Auge zu Auge - zum Schluss hat mein Frauchen gewonnen. Ich musste ihr ja auch mal was Gutes tun.
Im Endeffekt habe aber ich gewonnen, denn ich darf bleiben - habe ein neues Zuhause, eine neue „Fellschwester“ mit der ich sogar aus einem Napf fresse.

Ich fühle mich „Husky-Wohl“, bin angekommen und bin ein „wirkliches Glücksfell“….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Akani – Kraftprotz trifft Menschen mit langem Atem

Akani

Als Akani im Sommer 2015 in die Vermittlung kam, hatten wir es uns einfacher vorgestellt, für ihn ein passendes neues Zuhause zu finden. AkaniDer Abgabegrund war die Trennung der Besitzer und dass Akanis Hundesitter die ungeheure Kraft des jungen Rüden beim Spazierengehen nicht bändigen konnten. Und in der Tat sorgte Akani auch in der Auffangstation bei mehreren Gassigehern für ordentlichen Muskelkater…

Es hat zwar länger als gedacht gedauert und auch nicht auf Anhieb geklappt, aber nun hat Akani ein tolles Heim gefunden bei einer Familie, die einen noch längeren Atem hat als unser Temperamentsbündel. Dort wird es unserem Kraftprotz nicht langweilig, denn außer einigen Artgenossen gibt es auch noch weitere pelzige Mitbewohner, an die Akani sich natürlich erst mal gewöhnen muss.

 

Dass er auf einem guten Weg ist, zeigt die Rückmeldung seiner Dosenöffner:

„In den ersten Wochen war für Akani das Spazierengehen am wichtigsten. Alles andere war uninteressant. Ich hätte in dieser Zeit jeden Jogger überholen können; so einen Zug hat er drauf gehabt!!! Mit der Weile läuft er relativ entspannt, er zieht auch nicht mehr so heftig wie am Anfang und er hat jetzt auch Zeit, sein Geschäft zu verrichten.

Abends, wenn das Rudel ins Haus kommt, hat Akani so seine Rituale: als erstes wird „Fernsehen“ geschaut, er sitzt ewig lange vor dem Chinchillagehege und hofft, dass eins in sein Maul hüpft. Wenn er genug hat, was selten der Fall ist, dann werden unsere Brennholzkisten ausgeräumt. Da kommt es schon mal vor, dass einige Klötzer im Haus rumliegen, und wenn man morgens verschlafen ins Bad geht, dann haut man sich schon mal die Zehen an. Wenn dann alles in seinen Augen erledigt ist, dann legt er sich hin, und schläft bis morgens durch.Akani

Unsere anderen Hunde haben ihn ganz toll im Rudel aufgenommen. Er spielt mit den Hündinnen wie auch mit dem Huskyrüden. Der kleine Mischlingsrüde wird einfach ignoriert.

Leider kann man ihn zurzeit nicht unbeaufsichtigt im Garten laufen lassen, da wir noch andere Tiere haben, die Akani zum Fressen gern hat. Aber ansonsten ist er ein ganz toller Kerl.“

Akani

Wir denken, dass Akani durchaus noch den einen oder anderen Schabernack aushecken wird, doch genauso sicher sind wir, dass seine Menschen ihm das nicht krumm nehmen. Einem fröhlichen Huskyleben steht also nichts im Wege und wir wünschen Akani und dem ganzen Familienrudel viele unbeschwerte gemeinsame Jahre.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt