Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juli 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Sally – endlich ist sie auf der anderen Seite des Geheges

Sally

Wer hätte gedacht, dass unser eineinhalbjähriges American-Akita-Temperamentsbündel stillsitzen kann? Sally beim "Fischkino"Aber sie kann es! Beim „Fischkino“ jedenfalls. Wahrscheinlich jedoch nur, weil sie um die „Kinobesuche“ herum gut ausgelastet wird. Events wie „Fischkino“ konnten wir Sally in unserem Stationsalltag natürlich nicht bieten. Trotzdem konnte Sally bereits in der Station vieles aufholen, was ihr in ihrem vorigen Zwingerleben versagt geblieben war. Da sie ein äußerst aufgeschlossenes, liebes und neugieriges Hundemädel ist (wie sie auch z. B. dem Kameramann vom SWR zeigte, der auf der Station für die Sendung „Natürlich!“ filmte, https://www.swr.de/natuerlich/auffangstation-fuer-polarhunde-hilfe-fuer-huskys/-/id=100810/did=19182542/nid=100810/1pztp6j/index.html ), lernt sie nun in ihrer Familie fleißig weiter.

Sally

Sicherlich gefällt ihr an ihrem neuen Zuhause auch, dass sie einzige Prinzessin in ihrer Familie ist. Bei aller „Action“ blieb natürlich nur Zeit für einen kurzen Glücksfelle-Bericht, der aber, zusammen mit den Fotos, alles aussagt:Sally

Liebe Polarhundefreunde,Sally mit Personal

einen herzlichen Gruß aus Sonneberg-Unterlind von Sally, Uwe und Tanja. Nach bisher zwei aufregenden Wochen können wir sagen: Sally ist einfach eine tolle Akitahündin.

Sie hat sich gut eingelebt und ihre Plätze in Haus und Garten gefunden. Sie ist wirklich unheimlich schlau und sehr gelehrig. Kleine Übungen und Kommandos klappen innerhalb kürzester Zeit.

Sally beim LaufenSally

Wir sind absolut erstaunt. Das Autofahren ist der Hit, denn da weiß sie genau, es geht auf Tour. Ihre absolute Lieblingsbeschäftigung ist allerdings "Fischkino" am Gartenteich, das findet sie einfach spannend ...

Wir finden, wir sind schon ein richtig gutes Trio, und freuen uns auf sehr spannende Zeiten mit schönen gemeinsamen Wandertouren ...

Anbei ein paar Fotos.

Sally

Wir sind sehr froh, dass Sally nun endlich ihre Jugend in vollen Zügen genießen kann und wünschen dem „Trio“ weiterhin eine aufregende und glückliche Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Kibo – ein Überraschungs-Ei wird zum Oster-Ei

Kibo

Kibo, der Black and Tan Shiba-Inu Rüde, kam Anfang März 7 ½ jährig in die Shiba-Pflegestelle nach Freudenstadt und zeigte alle Anzeichen eines reizarm gehaltenen und unsicheren Hundes.Kibo bei der Übergabe Zudem fraß er schlecht, hatte wenig Muskulatur, kannte Gassigehen nicht wirklich und hatte panische Angst vor lauten Geräuschen. Mit der Mädels-Gang in der Pflegestelle und auch den Stubentigern dort kam er jedoch auf Anhieb gut zurecht. Die erfahrene und fürsorgliche Haltung bei den Pflegeeltern zeigte bei Kibo so schnell Erfolge, dass man schon gut einen Monat später an seine Vermittlung denken konnte.
Auf ein Ehepaar im Osten Deutschlands fiel die Entscheidung, da es im mittlerweile wieder kinderlosen Haushalt der hundeerfahrenen Menschen ruhig genug für den noch schnell gestressten Shiba Rüden sein würde. Ebenfalls überzeugte das ehrliche und liebevolle Interesse der Shiba-erfahrenen Menschen an Kibo.

Die Pflegeeltern wollten es sich dann auch nicht nehmen lassen ihn in Begleitung der Shiba-Mädels am Karsamstag in sein neues Heim zu bringen. Sorgsam blieb man noch bis zum Sonntag um den neuen Menschen für Kibo bei der Bewältigung eventueller Anfangsschwierigkeiten beistehen zu können.

Nun melden sich Kibo’s neue Menschen zu Wort:

 

Kibo"Ein Vierteljahr ist es nun her, seit Kibo bei uns eingezogen ist. Er ist ein kleiner verschmuster und sehr zurückhaltender lieber Schatz. Er schläft nachts in seinem eigenen „Bett“ neben seinem Herrchen und jeder Morgen beginnt fast schon ritualmäßig, denn sobald er merkt, dass seine Menschen den Tag beginnen, begrüßt er sie sehr erfreut: Schwanzwedelnd legt er sich auf die Vorderpfoten, streckt sich, kommt heran und fordert Streicheleinheiten, die er sehr gern bekommt und die er sehr genießt.

Mit Frauchen läuft er mit Freude die morgendliche Gassierunde von 30-45 Minuten und das mittlerweile auch entspannter.

Schnell hatten wir herausgefunden, dass das Laufen für Kibo an der Flexileine nicht ideal ist, er hat immer nur permanent gezogen und daraufhin dann extrem geächzt. Wir probierten dann zu Beginn jeder Laufrunde betont langsam zu gehen und bald hatte er verstanden, dass schnelles Laufen Stress bedeutet, und das dann Ächzen. Wir laufen nun mit einer 5-Meter-Führleine und so können wir ihn an der Person oder auch - wo es die Örtlichkeiten hergeben - mal mit schleifender Leine laufen lassen. Dieses Entschleunigen hat ihm gut getan, wie selbstverständlich läuft er nun mit uns mit, ohne Hetze, ohne Eile, auch gern mal weite Strecken.Kibo
Auf das Kommando “halt“ reagiert er sofort und wartet, was weiter passiert. Auf “rechts“ und “links“ reagiert Kibo sofort und wählt auch die richtige Richtung. Soll es weiter in die gleiche Richtung gehen, reicht ein “weiter“.

Nach der morgendlichen Runde gibt’s die erste von drei Futterrationen. Anfänglich war es sehr schwer, ihn zur Futteraufnahme zu bewegen. Wir haben ihn aus der Hand gefüttert, ihm eine Spur (Trockenfutter) zum Napf gelegt. Bald hatte er verstanden, wo sein Futterplatz ist und auch aufgehört, während des Fressens ständig zu sichern.

Je nach Wetter wird der Garten erkundet. So richtig hat Kibo noch nicht verstanden, dass er sich auf unserem Grundstück frei bewegen darf, dass die Wiese zum Spielen da ist und dass Ballspiele toll sein können. Stöckchenspiele sind auch nicht so richtig seins. Werfen und bringen: was wollt ihr von mir? Sich aber den Stock holen, da werden aus Stöckchen Spänchen.

Was schon nach kurzer Zeit sehr gut klappt, ist das Alleinbleiben. Wir haben das ganz vorsichtig probiert und haben eine Kamera aufgestellt, um genau zu sehen, wie er sich verhält so ganz allein. - Es war ein sehr langweiliger Film, Kibo hat nur geschlafen. Ebenso im Auto mitfahren ist für ihn kein Stress. Angeschnallt auf der Rückbank oder auch mal alleine warten, bis die Fahrt weiter geht, wird mit Schlafen überbrückt.

Kibo

Ebenso gut hat sich Kibo bei der Verwandtschaft und deren Vierbeinern eingeführt. Er randaliert auch nicht mehr bei der Begegnung mit fremden Artgenossen: vorher hat er sich ins Geschirr geschmissen, gezogen und geächzt. Da musste sofort Abhilfe her. Wir bewaffneten uns mit einer kleinen Wasserflasche und im richtigen Moment gab's beim Ausflippen ein paar Spritzer Wasser auf die Nase. So wurde seine Aktion unterbrochen und bald war das kein Thema mehr. Es sind dann eher mal die anderen Hunde, die ihn blöd anmachen. Nun schaut er dem Treiben distanziert zu.Kibo

Nach der Mittagsrunde wird der Napf leer gefuttert und dann wieder ausgiebig geschlafen. Wenn sich Herrchen (Frauchen ist bei der Arbeit) dann noch die Zeit nimmt für ausgiebige Streicheleinheiten, dann scheint die Hundewelt in Ordnung zu sein.Kibo

Kibo

Doch das täuscht. Kibo muss noch lernen, dass Veränderungen nichts Schlimmes sind: es reicht irgendwo etwas abzustellen, wo bisher nichts stand. Den Einkauf oder ein Paket vom Postboten zum Beispiel - Kibo geht daran nicht vorbei. Im Grundstück einen Pflanzkübel aufstellen - daran geht Kibo nicht ohne Scheu vorbei. Stellt man sich vor das Neue, und er läuft dann zwei, dreimal daran vorbei, ist es gut.

Kibo ist auch noch nicht bereit, jedes Zimmer im Haus zu betreten. Er kommt nicht ins Badezimmer, er betritt nicht den Keller und draußen geht er nicht ins Gerätehaus. Ebenso mag er nicht von drinnen nach draußen auf die Terrasse gehen. Ebenso ist der kleine Balkon im Obergeschoß für ihn nicht einladend.
Wenn wir draußen Leute (auch ohne Hund) treffen, stehen bleiben und ins Gespräch kommen, zeigt er keine Ängste und bleibt geduldig stehen, solange es eben dauert.
Treffen wir auf spielende, rennende und Rad fahrende Kinder, dann sind wir immer wie-der angenehm überrascht, wie gelassen Kibo bei solchen Begegnungen reagiert.

KiboKiboDoch als im Juni unsere Tochter mit Familie für ein paar Tage auf Besuch war, konnten wir sehr deutlich erkennen, dass das Stress für Kibo war. Drei lebhafte Jungs, das war ihm zu viel, obwohl die Kinder sehr rücksichtsvoll waren. Er wurde von ihnen nicht bedrängt, durfte sich zurückziehen. Zur jungen Familie gehört eine kleine unkastrierte Mischlingshündin. Sie war dieses Mal nicht mit dabei. Doch Anfang August wird Kibo diese sympathische Hündin kennenlernen.

Am letzten Junisamstag hatten wir am Abend Gäste. Auch da hat sich Kibo total zurückgezogen, hat nicht einmal neugierig um die Ecke geschaut …

Das Abputzen der Pfötchen war anfänglich nicht selbstverständlich: er machte sich steif, wollte seine Pfötchen nicht anheben zum Abputzen. Doch die sich anschließende Belohnung mit einem Leckerchen hat ihn diesbezüglich lockerer gemacht.

Kibo ist wie ein Schmetterling, er muss sich auch erst sehr mühsam aus seinem Kokon befreien, um dann ins Leben starten zu können. Kibo hat begonnen sich von Zwängen zu befreien, hat begonnen zu vertrauen, und er wird sicher bald mehr Freude am Leben haben.

Mit tiefer Zuneigung und unermüdlicher Geduld und mit viel Fingerspitzengefühl werden wir diesem kleinen Kerl helfen, sich aus seiner Verschlossenheit zu befreien. So zeigt sich sehr langsam sein wahrer Charakter: er ist ein feiner sensibler, anhänglicher, sehr menschenbezogener und hübscher Shiba Rüde, gehorsam und lernwillig, der jedem freundlich begegnet. Veränderungen werden von ihm zunächst misstrauisch beurteilt, jedoch nimmt er sein Zuhause täglich mehr in Besitz und wird mit seiner Umgebung täglich mehr vertraut.Kibo

Erwähnt sollte noch werden, dass Kibo sich immer sehr freut, wenn er hinter Nachbars Zaun Hühner und Schafe sieht. Und wenn diese Vierbeiner noch etwas rankommen, dann rudert sein Shiba-Schwänzchen vor Freude. Auch die Begegnungen auf Distanz mit Pferden macht ihm keine Angst.

Es gibt viele Freigänger Katzen. Immer wieder begegnen wir der einen oder anderen. Dann winselt er schon mal ganz leise vor sich hin und möchte nah ran. Doch alle diese Katzen wissen nicht, dass Kibo als Freund kommt. Daher gehen wir den direkten Begegnungen mit Katzen aus dem Weg.
Spaziergänge führen oftmals auch um unseren städtischen Großteich. An einigen Uferstellen gibt es Liegeplätze von Wildenten. Kibo ist ganz souverän und läuft ohne nur einmal hinzuschauen an den Enten vorbei, als wären sie gar nicht da.

Auch unsere Tierärztin ist von diesem kleinen hübschen Shiba sehr angetan. Im Behandlungsraum darf er immer frei laufen, darf alles beschnuppern und dann lässt er sich geduldig untersuchen.

Der Kontakt mit dem allgemeinen Straßenverkehr lässt sich nicht vermeiden. Sein anfängliches Verhalten, bestimmten Autos hinterher jagen zu wollen, hat sich aber schon gelegt.
Wir hatten nun schon einige Male nicht sehr dramatische Gewitter. Einmal fing es nachts an und Kibo ist in unser Bett gesprungen und hat zwischen uns Schutz gesucht. Als er dazu übermäßig zitterte, haben wir ihm ein Handtuch um den Körper gelegt. Es dauerte nicht sehr lange, dann hat sich Kibo abgelegt, sich an Frauchen gekuschelt und ist entspannt eingeschlafen. Einige Tage später gab es untertags ein Gewitter. Zunächst lief Kibo unruhig umher, dann sprang er aufs Sofa und setzte sich zitternd auf seinen Liegeplatz. Auch hier half ihm das Ummanteln mit einem Handtuch dabei um ruhig zu werden.

Es lässt sich nur erahnen, wie Kibo in den vergangenen Jahren gelebt hat. Sein kleines Hundeleben wäre bestimmt vom ersten Tag an für ihn entspannter und glücklicher ver-laufen, wenn er gleich in richtige Hände gekommen wäre.

Wir sind sehr glücklich, dass Kibo bei uns ist. Er bereichert unser Leben, er ist ein abso-lut liebenswerter, ruhiger und angenehmer Hund. Er darf bei uns der Hund sein, der er ist."

Wir danken Familie W. sehr herzlich für den Bericht und wünschen Kibo und seinen Menschen weiter so schöne Fortschritte und so viel Freude mit- und aneinander.


Kleiner Hund im großen Glück...

Madita

Madita, jetzt JosiFür Madita gestaltete sich die Suche nach einem neuen Zuhause als unerklärlich schwierig. Warum sich niemand für die sehr freundliche und hübsche Hündin interessierte, werden wir nie erfahren. Müssen wir auch nicht, denn nun hat auch sie endlich ein richtig tolles Zuhause bei wirklich netten Menschen gefunden. Es freut uns immer sehr, wenn wir einen Hund bei den „Glücksfellen“ einstellen können. Im Falle von Madita, gehören die neuen Besitzer gleich mit vorgestellt, denn auch sie sind maßlos glücklich diesen Hund „gefunden“ zu haben.

Nochmals herzlichen Dank an Jouline St., dass sie sich trotz ihres jugendlichen Alters als Pflegestelle angeboten hat. Ohne Dich, liebe Jouline, hätten wir Madita nicht aufnehmen können.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

Liebes Nothilfe-Team,

ich schicke Ihnen ein paar Bilder von Madita.

Josi

Vor dem Haus, im Wintergarten und im Garten.
Die kleine Madita heißt jetzt bei uns auch Josi. Den Namen hat sie von der Pflegefamilie bekommen und sie hört gut auf diesen Namen.

Josi hat sich sehr gut bei uns eingelebt und freut sich jeden Tag bei uns zu sein.
Sie ist sehr lieb und anhänglich.

Bei der Begegnung mit anderen Hunden haben wir auch schon Erfolge erzielt.
Josi hat in den 1 1/2 Wochen schon viel Vertrauen zu uns aufgebaut. Josi passt mit ihrer ruhigen Art gut in unseren ruhigen Haushalt.

Liebe Grüße aus Bundenthal
Fam. W


Abby – endlich auch wieder ein Zuhause

Die achtjährige Siberian-Husky-Hündin Abby hatte ihr Zuhause aufgrund eines Todesfalls in der Familie verloren und war zusammen mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Loona zu uns in die Station gekommen. Während Loona ganz schnell wieder aus- und in ihrer neuen Familie einziehen durfte, dauerte es für Abby etwas länger – vielleicht weil sie einen kleinen Moment länger braucht als manch anderer Hund, um sich an neue Situationen zu gewöhnen, und weil alles Neue erst einmal grummelnd kommentiert wird. Da dieses Grummeln aber nicht böse gemeint war, fand auch Abby bald liebe Menschen und ist fortan geliebter Familienhund. Der Start war leider aus gesundheitlichen Gründen nicht optimal – die notwendigen Impfungen mussten nachgeholt werden, Abby musste kastriert werden, und dabei stellte man auch noch einen Mammatumor fest, der natürlich sofort mit entfernt wurde. Nach ihrer Genesung fand Abby Zeit, uns über ihr neues Leben zu berichten: Abby

Mein Weg in eine neue Heimat!

Hi, ich bin Abby, und meine Eltern haben gesagt ich sollte doch ´was erzählen über mich und meinen Weg von meinem alten Zuhause über die Auffangstation zu ihnen … es gibt da eine „Glücksfelle-Rubrik“, und Ihr würdet Euch freuen von mir zu hören … also gut…

Als ich am 6. Mai in die Station kam, musste ich mich schon bald von meiner Schwester Loona trennen, sie hatte ganz schnell ein neues Zuhause … ich musste bis Pfingsten warten. Ich saß hinterm Zaun und sah meine Eltern mit meinem jetzigen Bruder Akela ankommen … er brauchte eine neue Kameradin, weil seine Schwester Roxi mit stolzen 17 Jahren in den Hunde-Himmel gegangen war.
Nach kurzer Begrüßung gingen wir spazieren … etwas skeptisch, aufgeregt und schnell, immer vorne weg.

Weder meine Augen noch mein Fell erstrahltem im Glanz … klar war ich traurig, ist ja auch nicht schön, seine Familie zu verlieren und im Heim zu landen … aber das war natürlich nicht der Grund für mein stumpfes, schuppiges Fell … nach dem Spaziergang musste ich wieder ins Gehege, und meine neuen Eltern gingen „Reden“ … da muss wohl ´was komisch gewesen sein, denn ich hörte dann bei der Heimfahrt im Auto so Worte wie … „unfassbar“ … „8 Jahre … keine Impfungen und nicht kastriert“ … mmh … aber wichtig war, ich saß im Auto … auf dem Weg in mein neues Zuhause … es war ein langer Weg bis an den Niederrhein … aber er hat sich gelohnt!Abby

Es ist ein schönes Zuhause, und ich habe auch gleich angefangen, meinen Eltern zu zeigen, was ich gerne mag … kuscheln, immer überall dabei sein und fressen … da wurde sich allgemein gefreut, denn mir fehlten ein paar Kilos … Dann musste ich nach einer Woche der Eingewöhnung zum Tierarzt … puhhh … das war jetzt nicht so witzig … das volle Programm … Impfen, Blutbild, etc. … und dann die Kastration. Ich blieb tapfer … selbst als man während der OP noch einen Tumor an einer Zitze feststellte … Meine Eltern fanden das nicht so toll … machten sich große Sorgen … dann auch noch schlechte Elektrolytwerte … Nebenniere in Gefahr … also war es ganz gut, dass man mich mit acht Jahren mal auf den Kopf gestellt hat … Meine Mama sagt „Das wurde auch mal Zeit“ … danach wurde ich mit einem Mosel-Urlaub belohnt! Herrlich! Das hat mich so gefreut, dass ich zuhause anfing, die Nachbarschaft mit meinem Dauergeheule zu nerven, wenn Mama und Papa weggegangen sind! Tja … ich gebe es ja zu, ich habe Verlustängste … möchte nicht allein sein … da musste der Familienrat tagen … Meine Eltern haben gesagt, wir müssen einen Kompromiss finden … Also ich sehe das so … das ist sowas wie ICH muss mich zusammenreißen, und meine Eltern rücken dann die Leckerlies raus! Ich habe mir dann alles angehört … und Ihr glaubt es nicht … sie waren meiner Meinung … das habe ich dann bellenderweise „abgesegnet“ … Es wird immer besser … und die Leckerchen dementsprechend immer größer! Ich heule nur noch kurz, wenn sie gemeinsam gehen … allerdings unterstützt mich neuerdings der Akela dabei …

Also, ich bin froh, in meinem neuen Zuhause eine so geliebte und kuschelige Umgebung zu haben, mit ganz vielen Menschen, die mich wirklich lieb haben und sich um mich kümmern … Ich bekomme die Nähe und Wärme, die ich brauche, und dafür versuche ich mein Bestes an Benimm … und ertrage auch weiterhin die Kontroll-Termine beim Doc, denn mit Tumoren ist nicht zu spaßen, sagt meine Mama.
Nun wisst ihr ein bisschen ´was über meinen Weg, und anhand meiner Erzählung und meiner Bilder könnt ihr ersehen, dass ich zu den „Glücksfellen“ gehöre.

Abby und Akela

Eure Abby und die ganze Familie

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Abby für diesen Bericht und bei Abbys Familie, dass Sie Abby – auch ohne Glanz im Fell und in den Augen – diese Chance gegeben haben. Wir sind sicher, dass Abby bei Ihrer Fürsorge weiter aufblühen und ihre gesundheitlichen Probleme hinter sich lassen wird. Wir wünschen Ihnen allen eine glückliche gemeinsame Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Lischi - Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben...(Weisheit)

Lischi

Lischi, die hübsche Akita-Hündin ließ wegen ihrer optischen Erscheinung die Herzen vieler Menschen höher schlagen. LischiLetztlich haben wir uns für ein Ehepaar entschieden, das bereits durch die Haltung eines Nordischen Erfahrungen sammeln konnte. Es hatte sich auch ergeben, dass Lischi plötzlich ganz kurzfristig bei ihrem Vorbesitzer ausziehen sollte und die Eheleute S. scheuten keine Wege und Mühen, sich ganz kurzfristig auf den Weg nach NRW zu machen.
Wir freuen uns, dass die Zwei- und Vierbeiner gemeinsam sehr glücklich sind und Lischi nun auch endlich die Natur kennen- und lieben lernen darf.
Alles Gute dem Dreamteam wünscht

das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

"Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

im Mai dieses Jahres ging unser Siberian Husky, ein ganz tolles Tier, uns voraus in die ewigen Jagdgründe. Unsere Trauer darüber ist noch immer groß.
Wir hatten uns entschieden, wieder einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu geben. Es war wie ein Geschenk des Himmels:
An einem Freitag bekamen wir den Tipp, auf der Seite Tiere in Not, Polarhunde zu schauen. Denn es war klar, unser nächster Hund sollte wieder ein Nordischer sein.

Lischi

Am späteren Abend sahen wir ein Bild, wichtig war uns auch der Begleittext und wir nahmen Kontakt zur Mitarbeiterin der NfP auf.Lischi

Wir starteten die Reise vom Saarland nach NRW. Bange Stunden, hoher Adrenalin lagen vor uns. Eine Ehrenamtliche der NfP hatte sich mit uns zum Treffen mit dem Vorbesitzer von Lischi verabredet.

Die Tür öffnete sich, Lischi kam gelaufen, eine ganz herzliche Begrüßung und es war sofort klar, wir haben uns gefunden. Es waren jetzt ganz viele Menschen am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt.

Lischi

Die Heimreise verlief ohne jegliche Probleme, der Zwischenstopp mit Gassi gehen verlief so, als ob wir schon immer zusammengehört haben.
Zu Hause angekommen verlief das Zusammentreffen mit unserer Enkeltochter genau so liebevoll.Lischi
Jetzt ist Lischi schon 8 Wochen bei uns. Sie lernt die Natur kennen, läuft super gut beim Wandern und beim Jogging mit.
Die Strecken werden so langsam länger. Für nächstes Jahr planen wir eine Radreise mit Hundeanhänger.
Wir organisieren uns immer so, dass sie bei uns dabei sein kann. Also so gut wie gar nicht alleine ist. Mit anderen Hunden klappt es immer besser, wir Menschen mögen ja auch nicht jeden.

Im Haus klappt es von Anfang an super gut. Auch Lischi hat schon die gute Kochkunst entdeckt. Es muss ja nicht nur Trockenfutter sein...

Es wäre sehr nett, wenn ihr die Lischi ganz bei den reservierten Hunden raus nehmt, für uns war nämlich von Anfang an klar, dass wir ihr ein Zuhause geben.

Lischi

Vielen Dank auch nochmals für die wertvollen Tipps zu vielen Bereichen und herzlichen Dank für diesen tollen Hund.

Liebe Grüße senden Peter, Maria und Lischi"


Pêche – Umtausch ausgeschlossen

Paula

Die zweijährige Siberian-Husky-Hündin Pêche kam zusammen mit ihrer Mutter Raja in die Station; beide hatten in ihrem früheren Zuhause isoliert, nur draußen und ohne regelmäßige Bewegung gelebt, weshalb auch beide in jeder Beziehung ungeheuren Nachholbedarf hatten. Obwohl Pêche eine dem Menschen gegenüber aufgeschlossene und freundliche junge Hündin ist, durfte ihre Mutter vor ihr die Station verlassen. Aber jetzt hat es auch Pêche geschafft: Als Paula verzaubert sie ihre neuen Menschen und ist, wie diese schreiben, „nicht mehr wegzudenken“; der Kassenbon sei „endgültig vernichtet, somit… eine Rückgabe ausgeschlossen“. Der weitere Bericht zum Umzug von Peche, jetzt Paula am 29.4.2017 nach Neuhausen ob Eck: Paula

„Nachdem wir vorher schon zweimal in der Auffangstation in Gauselfingen waren, haben wir uns für Peche entschieden. Eine Zusammenführung noch auf der Station mit ihrer neuen Freundin, der Nachbarhündin Mona, einer elfjährigen Husky-Dame, verlief vielversprechend.

Sie kam uns auch mit ihrer lieben Art direkt entgegen, und so stand einem Umzug am 29.4.2017 nichts mehr entgegen.

Der Name Peche ging uns schon auf der Station nicht so leicht über die Lippen und so wurde er in Paula umgeändert. Das lässt sich besser rufen, und es kommen nicht gleich noch ein bis zwei Kinder oder andere Hunde angelaufen, da sie die einzige Paula bislang in unserer Straße ist.

Wir hatten durch das lange Wochenende viel Zeit, uns aneinander zu gewöhnen. Da sie erst einmal nicht so gerne ins Haus gehen wollte, überlegten wir schon, wer mit ihr auf der Terrasse übernachtet. Aber spät am Abend überlegte sie es sich dann doch noch und legte sich ohne Probleme in ihr Hundebett.Paula

Sie genießt ihr neues Rudel in vollen Zügen, hat schon einige Hundefreunde in der Umgebung und auch die Nachbarschaft ist sehr angetan von ihrer ruhigen Ausstrahlung.

Paula

Lange Spaziergänge und auch schon Touren am Fahrrad auf ausgedehnten Waldwegen gehören zu ihrem Programm. Sie freut sich, dass sie kurze Distanzen auf dem Heimweg über eine große Wiese ohne Leine rennen darf und folgt auch schon recht gut auf Abruf. Daran arbeiten wir noch, und momentan besuchen wir einen Basiskurs eines Hundesportvereins in der Nähe. Das macht uns beiden viel Spaß, und die Anfänge sind vielversprechend.Paula

Sie hat gelernt, zu spielen und dreht zum Teil wie ein Kreisel ihre Runden auf der Wiese hinter dem Haus. Löcher graben, Mäuse jagen und mit ihren Hunde-Freunden spielen und rennen lastet sie zusätzlich aus, so dass sie keine Lust hat, irgendeinen anderen Blödsinn zu machen. Bis jetzt blieben Schuhe oder Möbel von Kau- oder sonstigen Attacken verschont. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Insgesamt ist unsere Paula eine Seele von einem Hund und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie hat sich sehr schnell integriert und bereichert uns mit ihrer tollen, verschmusten und liebenswerten Art. Sie ist zwar manchmal noch etwas zurückhaltend, wenn es etwas Neues gibt, aber sie gewinnt zunehmend Vertrauen in ihr Rudel, und wir tun alles dafür, dass dies nicht enttäuscht wird.

Vielen Dank für die Vorarbeit, die geleistet wurde, um aus Peche/Paula bis hierher eine so tolle Hündin zu machen. Wir werden es in Ihrem Sinne weiterführen und hoffen, dass wir noch viele, viele Jahre ein Rudel bleiben werden.

Herzliche Grüße sendet Familie K., 29.06.2017"

Das hoffen wir auch und bedanken uns für die unvoreingenommene und herzliche Aufnahme von Paula! Wir wünschen dem ganzen Rudel eine gute Zeit und freuen und auf ein erstes Wiedersehen am 22.07. zu unserem Tag der offenen Tür.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 


Kenai - Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Kenai

Dieser Leitspruch von Mark Twain trifft uneingeschränkt zu – und zwar sowohl für den zweijährigen Siberain-Husly-Rüden Kenai als auch für seine neue Menschen. KenaiUnd Kenai hat seine Chance wirklich genutzt, er heißt jetzt Prinz Kenai und wird als „Goldstück“ bezeichnet. Alles wirklich königlich.
Somit ist wahrscheinlich auch seine ehemalige Familie glücklich, denn sie hatte den Rüden nur schweren Herzens abgegeben, weil schlichtweg die Zeit fehlte für den Temperamentsbolzen.
Obwohl Prinz, meldet sich Kenai selbst zu Wort – wir fühlen uns geehrt!

KenaiAls Prinz Kenai am 28.05.17 in die Pfalz gekommen, genieße ich jeden Tag in meinem neuen Zuhause und halte auch Herrchen und Frauchen ordentlich auf Trab mit flotten Läufen durch den schönen Pfälzer Wald. Das ist immer wieder ein tolles Abenteuer, und es gibt viel zu erleben und zu beschnuppern, vor allem, wenn Eichhörnchen, Hasen oder Rehe in mein Blickfeld geraten. Dann kann ich zeigen, was so ein richtiger Husky an Zugkraft drauf hat! Wenn ich dann anschließend lecker gefrühstückt habe, unterstütze ich nach meinem wohlverdienten Verdauungsschläfchen Herrchen bei der Büroarbeit.

Kenai

 Mein Hauptaufgabengebiet liegt dabei in der Begrüßung von Mandanten und dem anschließenden Einfordern von Krauleinheiten. Denn ich bin eine richtige Schmusebacke und habe auch keine Hemmungen, dies allen zu zeigen. Natürlich dürfen dabei nicht die Ruhephasen zu kurz kommen, und daher gehört auch der gesunde Büroschlaf zu meinem Arbeitsalltag dazu. In der Mittagspause ist dann Toben und Gassi-Gehen angesagt, während ich nach dem Feierabend auch oft im Garten der Schwiegereltern "mithelfen" darf.

KenaiUnd Kenais „Domestiken“ schreiben:

Mit Kenai wird jeder Tag zum Genuss. Ein Hund, der uns alle mit seiner Lebensfreude und guten Laune in seinen Bann gezogen hat. Dabei überrascht er immer wieder mit neuen Husky-Eigenarten. Aktuell werden vor dem Zubereiten des Fressens Heulorgien und Tanzeinlagen geboten, wohl ein Hinweis darauf, dass es dem Prinz nicht schnell genug geht. Davon könnte man ganze Filme drehen...

Jedenfalls hat sich Kenai prima in den Alltag integriert und bereichert unser Leben jeden Tag aufs Neue, ein richtiges Goldstück! Kenai ist zwar ein richtiges Kraftpaket, der seine Laufeinheiten täglich fordert und bei uns im schönen Donnersberger Wald natürlich auch bekommt. Auf der anderen Seite ist er aber auch sehr anhänglich, sucht stets den Menschenkontakt und wickelt uns alle um seinen Finger, wenn es um die Einforderung von Krauleinheiten geht. Und wenn ihm was nicht passt, wird das gleich durch Grummeln kundgetan, so wie sich das für einen echten Husky eben gehört.Kenai
Gibt es etwas Schöneres auf der Welt als einen rundum zufriedenen Husky?

Soweit für heute!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 22.07.17 zum Tag der offenen Tür in Burladingen.

Bis dahin wünschen wir Ihnen und dem gesamten Team der NfP alles Gute und weiterhin viel Erfolg mit der Vermittlung von Polarhunden in Not, damit auch Kenai´s Artgenossen eine Chance bekommen !

Liebe Grüße aus dem Donnersbergkreis,

M. und H. B.

Kenai

Und wir freuen uns auch, Prinz Kenai und sein Gefolge an unserem Tag der offenen Tür begrüßen zu dürfen. Wir versuchen unter Hochdruck, noch einen roten Teppich zu organisieren, hoffen aber, wenn dies nicht klappt, trotzdem darauf, vom Prinzen wiedererkannt und begrüßt zu werden. Wir wünschen allen eine lange, gesunde und glückliche Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt