Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Juni 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Loona – neue Familie, neues Glück

Loona

Die sechsjährige Loona hat, zusammen mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Abby, ihr Zuhause aufgrund eines Todesfalls in der Familie verloren.Loona Die freundliche Hündin, die Fremden zunächst allerdings reserviert begegnet, wünschte sich nichts sehnlicher, als wieder voll und ganz in das Leben einer Familie eingebunden zu sein und sich geborgen zu fühlen. Dieser Wunsch wurde ihr erfüllt, sogar ohne „Umwege“ über eine Vorstellung auf unserer Website. Sie ist bereits voll integriert, nicht nur in ihrer Familie, sondern auch in der Umgebung:

„Sie hat sich hier sehr gut eingelebt, ist inzwischen im ganzen Haus unterwegs und wenn es nur darum geht, ein paar zusätzliche Streicheleinheiten zu ergattern, weil es ihr ja soooo schlecht geht. Als wir nach München kamen, hat sie ihren Futterplatz gleich akzeptiert, abends selbstgekochtes Futter bevorzugt und den Schlafplatz, den wir in unserer Nähe eingerichtet haben, ausgiebig getestet.

Loona

In unserem alten Teil von Moosach ist sie schon bekannt wie ein bunter Hund und hat schon etliche Bekanntschaften mit Mensch und Tier geschlossen. Beim Spazierengehen heißt es mittlerweile "ach, da kommt der hübsche Husky". Mit großen Hunden hat sie keine Probleme, außer es sind aufdringliche Rüden, dann wird schnell mal geknurrt, und das war's auch schon. Kleinen, ständig kläffenden Hunden geht sie am liebsten aus dem Weg, dafür ist sie immer hinter Eichhörnchen, Katzen oder Igeln her und muss entsprechend eingebremst werden.Loona

Vor zwei Wochen haben wir das Radfahren probiert. Dabei ist sie so artig nebenher gelaufen, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Inzwischen sind wir täglich mindestens einmal mit dem Rad unterwegs, sofern es die Temperaturen erlauben.

Unsere Tierärztin haben wir in der zweiten Woche besucht, damit sie sich mal kennen lernen und Loona keine Angst vor der Praxis hat. Vierzehn Tage später war ja die Nachimpfung fällig, und es hat ohne Probleme geklappt. Loona hat nach der Spritze sogar von der Tierärztin einen Keks zur Belohnung angenommen.

Dass Abby auch einen guten Platz gefunden hat, freut uns sehr!

Liebe Grüße aus München

I. B. „

Loona

Und wir freuen uns, dass Sie diese liebe Hündin so schnell „aufgefangen“ haben und ihr wieder den Platz in einer Familie schenken, den sie – wie alle Hunde – so sehr verdient hat. Wir wünschen Ihnen viele schöne gemeinsame Jahre!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Shiro (jetzt Pino) – in seinem neuen „Rudel“ hat immer jemand Zeit für ihn

Shir

Das genießt der knapp siebenjährige Shiro/Pino, der wegen Zeitmangels abgegeben worden war, natürlich sehr. Mit seinem Motto „nur nichts überstürzen und erstmal auf die Angebote warten“ hat Pino sehr schnell die Herzen seiner heutigen Menschen erobert. Er ist ja auch ein Traum-Typ, so wie man sich einen Husky eben vorstellt, und sogar noch ein bisschen mehr: äußerst freundlich gegenüber Menschen und Artgenossen, sportlich-lauffreudig, kennt die Grundkommandos, kann alleine bleiben, fährt brav im Auto mit, und sogar eine Vermittlung zu Katzen wäre vorstellbar gewesen. Mit Samtpfoten „muss“ Pino sein Leben nicht teilen, aber mit unseren zwei ehemaligen Schützlingen Luna und Grappa, die ihn jedoch – wie erwartet und erhofft – problemlos aufnahmen. Zwei Zweibeiner und zwei Husky-Mix-Damen – Pino ist im Paradies gelandet. Und auch seine neuen Menschen sind sehr froh, ihn als Dritten im Bunde aufgenommen zu haben:

Shiro am Comer See„Nachdem unser Dritter im Bunde, Arco (auch von der NfP und nur viereinhalb Monate bei uns), mit seinem Krebsleiden Anfang März 2017 über die Regenbogenbrücke gegangen ist, mussten wir erst einmal ein paar Wochen Ruhe einkehren lassen. Aber es war bald klar, dass das Duo wieder zum Trio werden soll. Fast täglich war ich zu Besuch auf der Homepage der NfP ... und nachdem in einem Gespräch im Mai die Idee da war, dass gerade Pino sehr gut zu Grappa und Luna passen würde, war uns nach dem ersten Besuch und Spaziergang ziemlich schnell klar, dass wir ihn zu uns holen werden. Pino, der früher Shiro hieß und von uns umgetauft wurde, da Pino viel besser zu Grappa und Luna passt, hat sich von Anfang an gut eingelebt. Pino heißt auf Italienisch "die Kiefer" und das passt unseres Erachtens für unseren ruhigen Burschen bestens. Und so ging er dann auch gleich mit beim großen 14-köpfigen Familienurlaub an Pfingsten an den Comer See. Es lief alles "perfetto", er war so brav, dass alle nur staunen konnten.Shiros Rudel

In den ersten Wochen davor zuhause gab es zwar ein wenig "Theater" mit der frischen Kastrationswunde, die nochmals geklammert werden musste, und so kam es, dass er mehr als drei Wochen seinen Trichterkragen tragen musste, was er aber mit stoischer Ruhe ertrug. Zunehmend haben wir den Kragen dann immer häufiger abgemacht, und nun, Mitte Juni 2017, ist endlich alles verheilt, und er ist ein stolzer Huskymann, ganz kragenlos.

Hier zuhause am Rande des Schwarzwalds hat er sich - trotz und mit Kragen - denkbar schnell eingewöhnt. Und es war von Anfang an kein Problem für ihn, mit den beiden Hundemädels im Terzett spazieren zu gehen, mit ihnen allein zu bleiben, mit ihnen auf das Fressen zu warten, sich bei Knabbereien alles friedlich zu teilen, sprich einträchtig nebeneinander die Kaustreifen etc. zu nagen - nur die Liegeplätze, die werden nach wie vor einzeln besetzt.

Zum Kuscheln ist er wohl noch zu schüchtern, wer weiß. Dafür ist er schon kreativ bei der Suche nach guten Liegeplätzen, auch bei mehr als fünf freien Hundebetten nimmt er dann gerne doch das Menschensofa.

So ein Sofa ist was Feines

Zunehmend taut er auf, kommt, wenn man ihn ruft oder pfeift, wird auch schon mal mit "Huskygesang" laut, wenn er Hunger hat, oder spielen will - keine Rede mehr davon, dass er schlecht frisst, das war nach den ersten beiden Wochen schnell überwunden. Er ist ein großer Gartenfan, d. h. mit Grappa zusammen ist er stundenlang draußen, und sie sind gemeinsam im Garten unterwegs, sodass jeder, der vorbei kommt, weiß, dass hier die Fellschnauzen Wache halten. Unsere Seniorin Luna, ebenso wie unser Goldschatz Grappa (11) von der NfP und schon zweieinhalb Jahre bei uns, hält sich hier wie immer diskret zurück und bleibt mit ihren 13 Jahren lieber auf ihrem Liegekissen im Haus.Shiro Dass Pino wegläuft, über den Zaun springt, ist für ihn keine Alternative - das zeigt er uns deutlich.

Für kurze Phasen ist Pino inzwischen auch zum Spielen aufgelegt, dann verwandelt er sich für einige Minuten in einen Gummiball und Kreisel - mal schauen, ob und wie sich das noch ausbauen lässt. Er ist insgesamt ein sehr ruhiger, zurückhaltender, eher vorsichtiger Hund, kein Draufgänger, und so hat sich die Einschätzung der NfP als richtig erwiesen - unser neues Trio passt prima zusammen. Ganz herzlichen Dank ans Team, besonders an die Tierpflegerin der Station, und weiterhin viel Erfolg mit vielen, vielen glücklichen Vermittlungen!

Ganz herzliche Grüße

B. R. und T. B.-M. mit Familie und Luna, Grappa und Pino“

 

Und wir sagen ganz herzlichen Dank an Sie, die „Wiederholungstäter“, die Sie, trotz des so schnellen Verlustes von Arco, wieder einem unserer Schützlinge ein Zuhause gegeben haben. Shiro/Pino taut bei Ihnen auf und vergisst sogar bereits seine Zurückhaltung – was will man mehr!?! Nichts - besser konnte es für Pino nicht laufen, und so bleibt uns nur, dem ganzen „Rudel“ eine lange und schöne gemeinsame Zeit zu wünschen. Wir sind gespannt auf die weiteren Fortschritte, die Pino macht.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Es gibt sie doch: Märchen!
Umea

Als Umea – die wir unsere kleine Prinzessin mit Handicap nannten – im Dezember letzten Jahres zu uns auf die Station kam, war sie sprichwörtlich ein Häufchen Elend. Abgemagert, krank, permanent nickend, aber unglaublich Menschenbezogen. Nachdem wir sie aufgepäppelt hatten, was sie sichtlich genoss, und sie körperlich stabil war, starteten umfangreiche Analysen und zielgerichtet Therapien. Im März war sie endlich überm Berg. Kaum auf der Seite vorgestellt, war sie auch schon weg. Eine uns schon lange als im Umgang mit ihren Fellnasen sehr umsichtige und sensible Familie kam zufällig auf der Station vorbei...

"Als wir im April auf die Schwäbische Alp gefahren sind, wollten wir eigentlich zu einer Familienfeier und mit unseren beiden Hunden Rocky und Ivy einen Abstecher zur Auffangstation machen, um die beiden mal wieder „Hallo“ sagen zu lassen.(Rocky haben wir vor 6 und Ivy vor 2 Jahren aus der Auffangstation zu uns holen dürfen) Wir sind dann nochmal zu den Hunden gegangen. Umea hatten wir im Fernsehbericht gesehen und wollten sie uns einmal „life“ ansehen. Ja…und da war sie dann…! Sie war mit einigen anderen im Zwinger und ich (das neue Frauchen) hab nur noch sie gesehen! Klein, süß und unglaublich liebe Augen!Umea mit Rocky und Ivy

Aber wir haben ja schon zwei und drei geht einfach nicht! Das war der Erste und die nächsten Tage ständig wie ein Mantra wiederholte Satz, den die Vernunft uns diktierte!
Wir sind am nächsten Tag mit Rocky, Ivy und Umea Gassi gegangen. Es klappte, wie erwartet, gut. Aber dennoch: Drei geht nicht - war uns klar und wir sind mit zwei Hunden im Auto und einem in Herz und Kopf nach Haus gefahren. (Wir hatten jedoch schon entschieden, sie zu uns zu nehmen, wenn sich nicht bald jemand für sie finden würde). 700 Km, 2 Tage und 2 schlafarme Nächte später war es dann entschieden! Drei wird irgendwie wohl doch gehen müssen!

Umea, Rocky und Ivy auf dem RückwegAlso sind wir 2 Wochen später wieder auf die Alb gefahren und haben Umea zu uns geholt. Uns beinhaltet in dem Fall natürlich auch und erstrangig Rocky und Ivy. Als den beiden klar wurde, dass dieser“ Besuch“ wohl gekommen war um zu bleiben, fanden sie das dann doch etwas gewöhnungsbedürftig! Rocky entschied, dass Ignorieren wohl das Beste ist, und Ivy (die zurückhaltend und fremden Menschen gegenüber eher scheu ist) zog sich völlig zurück. Rocky hat nach zwei Tagen schon Kontakt zu“ Ummi“ aufgenommen und bald schon mit ihr gespielt, Ivy dagegen war scheu, unsicher, zog sich von allem, auch Herrchen und Frauchen, zurück und war für einige Tage kaum ansprechbar. Wir sind dann in einen schon lange geplanten Urlaub gefahren mit der ernsten Sorge, wie wir das Leben für Ivy wieder entspannt und glücklich gestalten sollten.
Und plötzlich war alles gut!

Ob es die andere Umgebung, die Zeit oder die entspannte Urlaubsstimmung war, wir wissen es nicht. Doch plötzlich spielten und tobten drei glückliche Hunde wild und wuselig durch den Ferienhausgarten! Seitdem wird die Bindung von Umea und Ivy immer enger. Rocky, Ivy und Umea beim SpielenDie beiden spielen, kuscheln und liegen gemeinsam in einem Körbchen. Ivy guckt sich sogar etwas von Umeas Unbeschwertheit und ihrem menschenfreundlichen Gebaren ab und wird zunehmend zutraulicher, zumindest, was Leute angeht, die sie zwar kennt, die aber nicht zur Familie gehören. Fremde findet sie nach wie vor überflüssig, aber wer weiß, was die Zeit noch bringt. Rocky spielt, wenn er möchte, mit und genießt auch, dass er jetzt etwas mehr Ruhe hat.

Umea genießt ihr Zuhause in vollen Zügen. Sie ist extrem anhänglich, folgt einem überall hin, wirft sich ständig zum Bauchkraulen auf den Rücken und möchte beständig Körperkontakt. Fressen war anfänglich etwas problematisch - Umea erwies sich als eine Kreuzung zwischen Husky und Piranha! Sie fraß alles, dessen sie habhaft werden konnte, so schnell, dass man es kaum sah! Mittlerweile ist sie, durch konsequente Handfütterung so weit, dass sie sogar an den vollen Näpfen der Großen vorbeigehen kann ohne zu klauen.
Sie ist sehr klug und hat auch schon viele andere Dinge wie z.B. Sitz, Platz und bei Fuß gelernt. Abruftraining kann man mit ihr nicht machen - sie weicht einem einfach nicht so weit von der Seite, dass es Sinn machen würde!

Leider musste sie sich aufgrund einer langen Cortisontherapie (sie hatte kurz vor ihrem Umzug gerade eine Hirnhautentzündung überstanden) mit Hautproblemen und einem Demodexmilbenausbruch herumplagen. Da wir es schnell bemerkt haben, ist es schon fast überstanden.

Umea ist einfach entzückend! Wir freuen uns jeden Tag über dieses unglaublich liebenswerte, fröhliche Hundemädchen das so viel Freude und Liebe an alle Hunde und Menschen in ihrer Nähe verteilt. Wir sind froh über unsere –Drei geht doch- Entscheidung und danken der Nothilfe für diese Bereicherung unserer Familie!"

Einfach nur schön! Wir danken Familie Sch. von ganzem Herzen, dass Umea genau bei ihnen ihre Chance nutzen durfte und wünschen noch viele glückliche und fröhliche Jahre im 5er-Team. Obwohl wir üblicherweise täglich fest mit beiden Beinen im realen Leben stehen, sind wir heute ganz sicher...

Es gibt sie doch: Märchen!

Das Team der NfP - Freudenstadt


Judie –jetzt Nikita- und Nadie lassen grüßen

Judie und Nadie

Bis die im Januar 9 Monate junge Judie – jetzt Nikita– erfolgreich auf die NfP-Station bugsiert werden konnte, musste sich das Vereins-Netzwerk ganz schön ins Zeug legen. Geriet dieser Transport des Husky-Mix-Mädchens doch zur wahrlichen Kugelfuhr‘ - mit Haken und Ösen.Judie
Endlich auf der Alb angekommen, hatte die Hündin dann genügend Zeit um sich zu erden, zu sich zu finden und bereit zu werden für ihren Platz. Es fühlte sich fast schon zu lange an…aber dann traf am ersten Mai ihr zukünftiges Rudel aus der bayerischen Landeshauptstadt im Ländle ein und machte aus der jungen Judie eine glückliche, bayerische Nikita.
Die lässt uns nun über ihre neue Schwester Nadie Münchner Geschichten erzählen und ausrichten, dass sie derzeit noch zu sehr mit Lernen beschäftigt ist, sich aber bald selbst zu Wort melden wird. WOW kann man dazu nur noch sagen!

Und was sagt Nadie?

„Servus, ich bin’s, Nadie! Ihr kennt mich nicht? Kann nicht sein! Mich MUSS man kennen, echt, also: in aller Bescheidenheit. Ach so, nee, auf der Vermittlungshunde-Seite bin ich nie gelandet – weil ich schon von meinen Abholern vom alten Platz direkt behalten wurde – kluge Leute, das!Judie und Nadie
Wie ich dann jetzt auf die GLÜCKLICH-Seite komme? Ganz einfach: weil ich wieder glücklich bin. Aber lasst mich mal von vorne erzählen.
Geboren wurde ich vor so sechs Jahren im Rudel eines Hobby-Züchters. Das ist, obwohl es anders klingt, nicht ein Mensch, der Hobbys züchtet, sondern in dem Fall einer, der Huskys züchtet, als Hobby.
Das war quasi der erste in einer längeren Reihe von komischen Menschen, die mir in meinen ersten 18 Lebensmonaten begegneten. Nachdem ich dort ausziehen musste, begann eine kleine Odyssee, die mich vom Norden Deutschlands über weitere fünf Stationen dann nach München führte, wo ich seitdem lebe.

Nikita und Nadie

Meine Menschen hatten damals schon einen Nord-Mix, ein Husky-vielleicht-Podenco-oder-irgendwas-Mix, den Flippo. SIR Flippo. Ein cooler Hund, sag ich euch, sehr lässig, sehr souverän, sehr freundlich und sehr weise. Ha! Dabei trage ich doch den Namen „die Weise“, ein Name, in den ich zugegebenermaßen erst noch etwas hineinwachsen musste, aber den ich inzwischen völlig zu Recht und mit großem Selbstverständnis trage.Nikita und Nadie
Flippo hat mich damals in seiner ruhigen Art an der Pfote genommen und hat mir alles beigebracht, was ich bis dahin verpasst hatte und hat mir auch das Vertrauen gelehrt, dass ich schon fast verloren hatte. Vertrauen ist was ganz schwieriges, vor allem, wenn es um Futter geht! Leider ist Flippo dann nach drei Jahren sehr krank geworden und vor einem Jahr ist er dann über die Regenbogenbrücke gegangen, ganz ruhig, voller Würde, genauso, wie er immer gelebt hat, ist er auch gegangen.

Nikita

Wir waren alle unsagbar traurig und ich war mir mit meinen Menschen einig: Flippo ist unersetzlich. Also hab ich alleine bei meinen Menschen gelebt, habe lange getrauert, wie meine Menschen auch.
In dem langen Sommerurlaub an der Ostsee haben wir dann aber einen Gast gehabt, Pixie, eine rotzfreche Jack Russel-Hündin! Echt ein Überraschungsei: groß wie Beute und frech wie ein Jäger! Am Anfang war ich schon ein bisschen genervt, aber irgendwie war es auch lustig, mal wieder ständig einen Hundekumpel zu haben, naja, sagen wir: meistens, und nur dann, wenn es nicht um Futter ging. Nach den Sommerferien ist Pixie wieder nach Hause gegangen und kam im Herbst nochmal zwei Monate zu Besuch, weil ihre Familie einen zeitlichen Engpass hatte. Als diese Zeit zu Ende ging, war das schon ein bisschen doof. Gerade, wenn man sich mit so einem Gast arrangiert hat, fährt der wieder nach Hause!
Im neuen Jahr hat Steffi dann im Internet von einem Hund in der Nachbarschaft gelesen, dessen Besitzerin für drei Monate ins Krankenhaus musste und deren Hunde-Dame eine Unterkunft für diese Zeit suchte. Man könnte sich doch mal treffen und schauen, wie’s mir so geht damit, haben meine Menschen beschlossen und so haben wir’s auch gemacht. So hab ich also Ganja kennengelernt, eine vielfältig graue 2-jährige Hundedame, bei der Hüte-und Windhunde sich zum Stelldichein getroffen hatten. Zum Spazierengehen war das ganz lustig mit der, sie gräbt mit der gleichen Leidenschaft wie ich - da war mir aber nicht klar, dass die gleich für drei Monate bei mir einziehen will! Nachdem ich ihr erst einmal die Hausordnung und Spielregeln (ich Chef, du nix) erklärt hatte, hatten wir eine tolle gemeinsame Zeit – die aber auch wie im Flug verging. Als Ganja auszog, war ich echt frustriert!

Nikita und Nadie

Immer, wenn ich mich gerade an einen neuen Partner gewöhnt hatte, ist der bzw. die wieder ausgezogen!Nikita Für meine Menschen war es wohl eine ähnliche emotionale Achterbahnfahrt und so haben wir zusammen beschlossen, dass wieder dauerhaft ein Kumpel für mich einziehen soll – und natürlich nur einer von der Nothilfe. Schnell war eine Favoritin auserkoren und am 1. Mai sind wir drei dann zusammen auf die schwäbische Alb gefahren. Dort haben wir Judie kennengelernt – wobei ich natürlich diejenige sein musste, die mit der klar kommt. Unsere erste Begegnung war in der ehemaligen Reithalle und ich dachte mir: naja, passt schon, bisschen groß für ihr jugendliches Alter und ein bisschen frech, aber die erzieh ich mir schon. Wir waren dann auch gleich noch kurz spazieren, allerdings wirklich nur ein paar Meter, weil es dann so geschüttet hat und es nicht sooo lustig ist, nur handtuchtrocken lange Auto zu fahren. Judie ist in eine eigene Transportbox gekommen und hat sich da gut benommen – da war ich echt froh! Ganja hat sich beim Autofahren immer gefürchtet und so lange gejault, bis meine Menschen für sie gesungen haben. Da wusste ich ja nie was schlimmer ist, der Gesang von Ganja oder der von meinen Menschen…
Als wir in München ankamen, hieß Judie dann Nikita, weil meine Menschen gesagt haben, sie rennen nicht hinter Nadiiiiiie und Judiiiiiiie hinterher. Ich hab den Eindruck, Ju… Nikita ist das völlig egal, wie man sie ruft, sie ist ein echter Polardackel – kommst oder kommst ned? In dem Text, mit dem Nikita als Judie im Internet vorgestellt worden ist, stand was von Rohdiamant, den man noch schleifen muss. Stimmt nicht! Schleifen muss man da gar nix, nur ein bisschen polieren. Aber meine Erziehungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge und es macht immer mehr Spaß, eine kleine große Hundeschwester zu haben, der man die Welt erklären kann. Ist zwar auch ganz schön anstrengend und ich hab auch noch einiges zu tun, aber es ist auch lustig mit so einem JuHu (Junghund), der jede Menge Flausen im Kopf hat und viele Ideen, die ich so nie hatte.Nikita
Nikita steigt mit Begeisterung auf dem Esstisch ´rum, sobald sich die Menschen aus dem Zimmer begeben und sie trinkt alle Teetassen leer, die da noch stehen. Da haben Martin und Steffi nicht schlecht gestaunt! Sie klaut alles, was sie für essbar hält (naja, das hab ich früher auch, aber ich war
niiiiiie auf dem Esstisch gestanden) und sie leert mit großer Leidenschaft Müllkübel und Papierkörbe aus. Da helf` ich ihr jetzt manchmal und dann stöbern wir zusammen ´rum und verwerten den Inhalt. So ein Mensch unterschätzt ja leicht, aus wie vielen Teilen so ein Papiertaschentuch besteht!
Was mich ein bisschen nervt ist, dass sie manchmal auf meine Lieblingsplätze pinkelt, an denen ich meine Leckerlis fresse. Meine Menschen sagen, das gibt sich, aber die haben leicht reden, bei denen pinkelt sie ja nicht hin, da fräst sie nur mit dem gesamten Kopf durch eine Schüssel Kartoffelsalat oder trinkt den Tee aus!
Aber insgesamt, ich gebe es zu, haben wir alle zusammen ziemlich viel Spaß – und ich natürlich die Arbeit. Ist schon in Ordnung, denn dieses Mal lohnt sich’s ja, denn Nikita hat mir verraten: sie ist gekommen um zu bleiben. So, und jetzt wisst ihr, was ICH auf der GLÜCKLICH-Seite mache!

Nikita

Eure Nadie“

Hallo ihr zwei Zweibeiner – vielen herzlichen Dank, dass ihr das Mädel so liebevoll auf- und fest übernommen habt. Wir wissen sie bei euch und Nadie super gut aufgehoben. Und wir freuen uns auf weitere bayerische Geschichten – irgendwann – gerne auch „bald“.

Das Team der NfP - Freudenstadt