Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Mai 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Junny – vom Kettenhund zum geliebten unbekümmerten Buben

Junny

Der hübsche Siberian-Husky-Rüde Junny („ Janni“ ausgesprochen) musste sein ganzes bisheriges fast siebenjähriges Leben als Kettenhund in Griechenland verbringen.
Eine dort lebende Deutsche wurde auf sein Schicksal aufmerksam und schaffte es, dass Junny ihr übergeben wurde. Aber da sie den temperamentvollen, manchmal auch ungestümen Burschen nicht auslasten konnte (das muss man sich vorstellen, dass so ein Hund an der Kette gelebt hat!), wollte sie ihn nicht behalten.
Diese gute Fee brachte Junny selbst von Griechenland in unsere Auffangstation.
So kam er dann zu uns in eine Pflegestelle, die ihm Schritt für Schritt die „große, weite Welt“ nahe brachte. Bis zu seiner Vermittlung. Mit seinem neuen Herrchen erobert Junny weiterhin die Welt, und die beiden sind bereits ein Dream-Team, wie Sie hier lesen können:

 

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

endlich habe ich ein wenig Zeit, um Ihnen den bisherigen Werdegang meines "Buben" zu schildern.

JunnyAls ich Junny Ende Dezember 2016 in Freudenstadt abholte, bekam ich einen ganz wilden und ungestümen Husky. Da ich aber schon zwei Husky-Vorgänger hatte, wusste ich, wie Junny tickt, und ich ließ ihm deshalb einige Wochen Zeit, sich ohne Zwang und Erziehung bei mir einzuleben.

Er versteckte z. B. seine Kaustangen in der ganzen Wohnung ... auch `mal unter der Matratze im Schlafzimmer. Und wenn ich kurz aus dem Haus ging, markierte er auch ´mal an einem auf dem Boden stehenden Blumentopf. Ich deutete dies als Alleinseinsangst.

Schon von Beginn an war Junny weder zu Menschen noch zu anderen Hunden aggressiv. Im Gegenteil, er ging auf alles freundlich zu. Nur Katzen mag er nicht. Das kannte ich bereits von seinen Vorgängern. Er ist sehr verschmust, anhänglich und auch gehorsam. Soweit ein Husky gehorsam sein kann ... lach.

Wenn ich ihn `mal nicht zu meinen Freunden mitnehme, fragen sie sofort: „Wo hast du heute deinen `Griechen`?“ Mittlerweile kann ich ihn auch, wenn ich dringend etwas zu erledigen habe, in sein Gehege verbringen. Da gefällt es ihm sehr; das Gehege ist ja auch über 60 Quadratmeter groß, und darin kann er richtig herumtoben. Junny

Wir sind wirklich ein tolles Team geworden, ich und mein Bube. Ich liebe ihn sehr, und ich weiß auch, dass er mich liebt. Er hat bei mir ein wunderbares unbekümmertes Leben, und ich hoffe, dass er noch sehr lange bei mir sein darf ... und ich auch bei ihm.

Wenn ich gefragt werde, wo Junny herkommt, und ich es dann erzähle, wie und wo er vorher gelebt hat, höre ich immer verständnislose Antworten. Aber so sind sehr viele Menschen, sie haben eben keine Achtung mehr vor anderen Geschöpfen auf unserer Mutter Erde.

So, ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und vielleicht sehen wir uns ja mal in der Station.

Liebe Grüße aus Stutensee

F. M. und Junny“

Wir würden uns über ein Wiedersehen mit Junny sehr freuen. Wir bedanken uns herzlich für die verständnisvolle und geduldige Aufnahme von Junny und wünschen dem Dream-Team lange wunderbare gemeinsame Jahre.

 


Leiza - Liebe auf den ersten Blick
Leiza

Mit Leiza war eine wirklich tolle Hündin in unserer Station eingezogen: offen, freundlich, den Kontakt zu Menschen suchend, verträglich mit Artgenossen beiderlei Geschlechts. Nur dass sie aus Zeitmangel und wegen Trennung ihrer vorigen Besitzer abgegeben und wohl deshalb auch in letzter Zeit oft alleine gelassen worden war, hatte Leiza nicht so gut wegstecken können. Lautstark versuchte sie sich, in unserer Station Aufmerksamkeit zu verschaffen, wenn man in den Nachbargehegen zu Gange war.Leiza
Zum Glück musste sie nicht lange in unserer Station bleiben und konnte ohne auf der Internetseite vorgestellt zu werden, direkt umziehen.

Auch in ihrem neuen Zuhause kamen anfangs Leizas Verlassensängste zu Tage, aber mit Geduld erzielte ihre neue Familie bereits Erfolge und arbeitet weiter an diesem „Problem“. Wir freuen uns sehr, dass Leiza so schnell ein liebevolles Zuhause gefunden hat und wünschen allen glückliche und gesunde gemeinsame Jahre.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

„Voller Vorfreude besuchten wir Anfang September 2016 die Auffangstation für Polarhunde in Burladingen.
Wir hatten uns entschlossen, wieder einen Nordischen in unserer Familie aufnehmen zu wollen, und hatten uns natürlich schon im Vorfeld erkundigt. Als wir dann endlich die Hunde kennen lernen durften, war die Entscheidung wirklich eine schwierige. Aus mehreren sehr lieben Nordischen fiel unsere Wahl dennoch recht schnell auf Leiza.Leiza
Die junge Husky-Dame war noch nicht lange in der Auffangstation und machte auf uns einen sehr aufgeweckten und interessierten Eindruck. Und ganz untypisch schaffte sie es beim Spazierengehen, die Leine nicht auf Dauerzug zu halten. So war die Entscheidung getroffen, und Leiza zog bereits zwei Tage später bei uns ein.

Sie fühlte sich sehr schnell wohl in ihrem neuen Zuhause und natürlich war alles zuerst einmal sehr interessant und musste ausprobiert werden.

Vom Sofa über die Badewanne bis hin zu den Betten.

Leiza in der Badewanne

 Ganz wichtig ist Leiza der Kontakt zu ihrer neuen Familie. Hier zeigt sie ihre ganze freundliche Art. Sehr gerne beschäftigt sie sich mit den Kindern und zeigt sich in kürzester Zeit anhänglich und zutraulich. Nur mit dem Alleinesein kam Leiza anfangs nicht gut klar, hier musste sie erst noch neues Vertrauen in ihre Umgebung und Familie finden.

Wir freuen uns über Leiza, die mit ihrer positiven Art ein wirklich toller Familienzuwachs ist, und danken dem Team der Nothilfe für Polarhunde e.V. für die tolle Vermittlung und die bisherige Unterstützung.

Viele Grüße

Leiza und Familie B.“


Bacchus – ertrank fast in einer Flut von Interessenten

Bacchus jetzt Whiskey

WhiskeyNa ja, ganz so „schlimm“ war es nicht. Aber wir waren doch sehr überrascht, wie viele Bacchus, der jetzt auf den schönen Namen Whiskey hört, sein bisheriges unbeachtetes Leben in einem Zwinger vergessen lassen wollten. Das kann nicht an unserer Beschreibung als „wunderbar“, „fein“, „höflich“ und „bescheiden“ gelegen haben, denn oft sind ja gerade die zurückhaltenden Hunde nicht gerade „der Renner“ bei Interessenten. Aber Whiskeys einzigartige Ausstrahlung ist einem aus den Fotos förmlich entgegengesprungen. Den Zuschlag bekam eine Familie, die Whiskey – ganz wichtig für ihn - die Gesellschaft mit anderen Hunden, gleich vier an der Zahl, bieten kann und von der wir sicher waren, dass sie Erfahrung mit Senioren hat und Whiskey gerecht werden kann. Und so ist es auch! Whiskey ist mitten drin im Leben und bereits nach kurzer Zeit nicht mehr wegzudenken:

„Es sind heute schon fünf Wochen, dass Whiskey jetzt zur Familie gehört, und wir geben ihn auch nicht mehr her!

Whiskey im GartenSowohl mein Mann als auch Whiskey genießen die täglichen Spaziergänge und werden beide immer fitter. Wir sind auch wirklich erstaunt, wie gut Whiskey frisst, wirklich unglaublich, jeden Tag ca. 500 – 550 g BARF-Fleisch. Er weiß ganz genau, wann es Frühstück oder Abendbrot gibt. Diese Woche war er auch einmal mit einer Bekannten unterwegs, die ganz erstaunt war, wie fit Whiskey noch ist und wie süß.

Er traut sich auch immer mehr in den Garten; das wird schon, wenn das Wetter schöner wird und wir auch öfters im Garten sind.

Letzten Sonntag war er mit in Holland. Wir haben morgens die anderen vier in eine Pension gefahren. Das hat ihm nicht so gut gefallen - seine Kumpels aus dem Auto raus, und er musste bleiben. Aber als wir dann losgefahren sind, hat er schnell wieder geschlafen. Wir wollten ihn nach einem Monat noch nicht eine Nacht in einer Pension lassen. In der Wohnung seiner „Oma“ hat er sich sehr an uns orientiert; die hat auch so einen doofen Boden, so glatt! Dann war er auch noch mit im Restaurant. Das war ihm alles zu laut, also habe ich ihn nach circa einer Stunde ins Auto gesetzt. Die Sonne war schon weg, und wir hatten gute Sicht auf das Auto. Er ist dann auch schnell eingeschlafen. Er hat an diesem Tag die ganze Familie kennen gelernt; es war also ein ganz schön anstrengender Tag für ihn. So ganz ohne andere Hunde mag er nicht so gern. Aber so ein Tag war die Ausnahme und wird nicht mehr vorkommen.Whiskey

Wir sind so glücklich mit ihm, und er, glaube ich, auch mit uns. Er lässt sich gerne streicheln, und fängt langsam an, auf seinen Namen zu hören. Sein Fell sieht auch schon schöner aus, es fängt an zu glänzen. Nach eineinhalb Wochen hatte er 300 g zugenommen, so dass er hoffentlich im August wieder ein gesundes Gewicht hat.

Whiskey

Wir hoffen, wir dürfen ihn noch ein paar Jahre genießen.

Liebe Grüße, Jan und Diana B. mit Kingston, Sumi, Kaya, Niru und Whiskey“

Das hoffen wir auch! Whiskey hat es so sehr verdient, einen Ausgleich für sein bisheriges „Leben“ zu bekommen. Wir sagen der Familie, Zwei- wie Vierbeinern, Danke für die herzliche Aufnahme von Whiskey in Ihrer Mitte und wünschen Ihnen noch eine lange glückliche und gesunde Zeit miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Merlin – wird er einmal so berühmt wie sein Namensgeber?

Merlin

Klar, unser noch nicht einmal halbjähriger Jungspund hatte viele Interessenten, das bleibt nicht aus bei dem Alter und vor allem bei DEN Ohren. Der erste Bericht seiner Familie zeigt, dass wir die richtige Familie ausgesucht haben! Mit huskyerfahrenen Hundeeltern und drei erwachsenen Husky-Schwestern in der Familie kann der Kleine noch so zauberhaft charmant sein – Erziehung muss und wird sein. Dass dabei der Spaß nicht zu kurz kommt, können Sie sich nach diesem Bericht sicherlich bildlich vorstellen:Merlin im neuen Rudel

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

Merlin geht es richtig gut. Der kleine Zauberer fühlt sich bei uns huskywohl. Er wächst, so dass man fast über Nacht glaubt, er ist schon wieder größer geworden. Unsere drei Hündinnen lieben ihren neuen Kumpel; wenn Merlin spielen will, dann kneift er einem der Mädchen in den Hals, und los geht's. Sogar unsere zwölfjährige Reykja spielt noch mit dem zauberhaften Wirbelwind. Es ist wirklich lustig, den vier Hunden bei ihrer Jagd durch den Garten zuzusehen. Wenn es Merlin zu viel wird, dann läuft er schnell in den Wintergarten und versteckt sich bei Frauchen.

                                  Merlin hat Spaß

MerlinFreunde von mir haben auch vier Huskys. Wenn sie zu Besuch sind, dann geht's erst richtig ab. Zuerst wird wild gespielt, irgendwann liegen alle acht Hunde ganz eng zusammen im Schatten.
Es ist so schön, wenn man dabei zuschaut. Merlin hat auch ein Vorbild: Ranger. Er ist der einjährige Rüde meiner Freundin. Merlin macht ihm viel nach. Zum Beispiel Beinchen heben (!) oder beim Spielen Haken schlagen und Körpertäuschung. Sie sehen: Bei uns ist es nicht langweilig, wir haben viel zu lachen und viele Glücksmomente.

Merlin mit Maria Kempken

Außer zu spielen, liebt Merlin Futter (viel), Gassi gehen (möglichst oft und lang) und Streicheleinheiten (noch mehr). Merlin mag es besonders, wenn man ihn auf den Arm nimmt und am Kopf streichelt, aber langsam wird er zu schwer. In der Hundeschule waren wir jetzt auch schon vier Mal. Merlin ist klug, weiß schon, was er soll, aber er weiß auch von seinem zauberhaften Charme ... Und in den Pausen wird immer gespielt. Merlin kommt auch mit einem kleinen Yorki zurecht, da spielt er ganz sanft.Merlin und Maria Kempken

Mit Frauchen war Merlin kürzlich mit bei der Arbeit. Ich habe die Schauspielerin Maria Kempken bei einer kleinen Wanderung interviewt. Merlin war als "Lockermacher" und Fotomodell dabei. Demnächst wird er in der Zeitung erscheinen, dann kommt er ganz groß raus!(Der Artikel ist zwischenzeitlich erschienen und kann hier bewundert werden) Merlin kann sich diese Tätigkeit auch öfter vorstellen, weil es so viele Streicheleinheiten gibt und hinterher sogar ein Leckerli.

So, jetzt muss ich aufhören, Merlin und die Mädchen warten auf ihren Spaziergang.

Noch einmal vielen Dank Ihnen allen für diesen zauberhaften Hund!

Merlin

Herzliche Grüße aus dem Fichtelgebirge“

Wir sind richtig froh, dass wir unserem Hasenöhrchen offensichtlich den besten Start in ein ausgefülltes Huskyleben gegeben haben. Zwei- und Vierbeinern wünschen wir weiterhin viel Freude und Spaß mit- und aneinander und würden uns freuen, wenn Sie uns an Merlins weiterer Entwicklung teilhaben lassen. Vielleicht lesen wir ja demnächst nicht nur auf unserer Website über Merlin, den Husky-Zauberer?

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V


Yukimo – kein Wolf im Schafspelz, sondern ein Border Collie im Huskypelz

Da wir über den vierjährigen Siberian-Husky-Rüden nicht viel wussten, konnten wir auch nicht viel und nichts Genaues über ihn schreiben. Dies hat seine Interessenten jedoch nicht abgehalten, aus der Schweiz zu kommen, um ihn kennen zu lernen, und dann noch einmal die Reise auf die Alb anzutreten, um ihn abzuholen.
Dass Yukimo allerdings ein „verkappter“ Border Collie ist, hat niemand geahnt. Da er sich offensichtlich sehr wohl fühlt in seiner Familie, akzeptiert er langsam seine anderen tierischen Mitbewohner, fünf Katzen und zwei Papageien.
Yukimos Menschen sind begeistert von ihm:

Yukimo

„Yukimo hat sich super eingelebt, liebt es, herumzutollen, spazieren zu gehen, durch die Wälder mit dem Dogscooter zu flitzen und und und ...
Er ist ein super toller und lustiger Hund! Naja, die Katzen sind immer noch ein großes Thema. Aber wir sind dran, auch mit der Unterstützung vom Hundetrainer.
Yukimo lernt auch schon fleißig, einfach anders als ein Husky! Wir mussten zuerst herausfinden, auf was der Lausbub reagiert. Er ist ja ziemlich verfressen, aber draußen ....
Naja, wenn Du ein "normales" Leckerli dabei hast, welches er zu Hause liebt, draußen ist das nichts wert! Aber mit
Wienerli oder Poulet geht es sehr gut!“

                                                Yukimo

Yukimo äußert sich genauso begeistert über seine Zweibeiner:

Yukimo„Nach rund sechs Wochen in meinem neuen Zuhause in der schönen Schweiz haben meine Herrchen herausgefunden, dass ich wohl eher ein Border Collie im Husky-Fell bin. Nun müssen meine Herrchen, die eigentlich Husky-Kenner sind, komplett umdenken. Für mich ist nicht das Wichtigste, mich mit Laufen auszupowern, sondern ich bin ein intelligentes Bürschchen und möchte im Kopf mit Intelligenzspielen etc. gefordert werden. Auch bringe ich Bällchen zurück, was ein Husky nie machen würde.

Yukimo

Trotzdem liebe ich es auch, mit dem Dogscooter durch die Wälder zu kurven, und erreiche ganz schöne Geschwindigkeiten. Auch Futter zu suchen, macht mir sehr Spaß.

Yukim und die KatzenDas erste Einleben fand ich bei den «Schweizern» sehr schwierig – was reden die auch für ein komisches Deutsch. Auch sagte mir niemand, dass ich mit fünf Katzen und zwei Papageien zusammenleben muss. So versuchte ich doch anfangs, den Bestand zu dezimieren, da ich nach meinem bisherigen Leben ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit brauche.Yukimo toleriert die Katzen

Jetzt gehe ich in die Schule und habe schon ganz viel gelernt und fühle mich so richtig wohl in meinem neuen Zuhause. In der Schule werde ich vieles lernen, was mir das Leben fest erleichtern wird.

Yukimo liebt auch Zerrspiele

Danke von Herzen, dass ich das noch erleben darf, ich werde es mit meiner charmanten Art zurückzahlen und Euch viel Freude bereiten. Auch einen großen Dank an die Auffangstation – Ihr seid super und ich bin Euch auf ewig dankbar.

In Liebe Yukimo

PS: Gerne berichte ich Euch später, wie es mir ergeht und was ich alles erleben darf.“

Yukimo

Lieber Yukimo, dann freuen wir uns heute schon auf Deine nächsten Berichte über Deine weiteren Erfolge. Liebe Zweibeiner, Euch sagen wir herzlich Danke, dass Ihr Yukimo nun ein Husky-, äh, Border-Collie-gemäßes Leben bietet. Der ganzen Familie wünschen wir eine lange und schöne gemeinsame Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Raja – bei ihr ist Masse gleich Klasse

RajaWegen der schlechten Haltung, in der sie davor gelebt hatte, mit dem Bewegungsradius, den ein Zwinger eben bietet, und weil sie schon mehrfach Welpen zur Welt bringen musste, war die siebenjährige Huskyhündin Raja schwer übergewichtig, als sie zu uns in die Station kam. Auch sah der „Berg“ Fell, den sie mit sich herumtrug, ziemlich zerrupft aus. Aber unter all dieser „Masse“ war schon deutlich Rajas „Klasse“ zu spüren: Sie war freundlich, aufgeschlossen, verträglich mit allen Artgenossen, auch mit Winzlingen. Das erkannte auch ihre heutige Familie, und da sie dort als Einzelprinzessin einziehen durfte, kommt ihr einziges Manko, ihr Futterneid, erst gar nicht zum Tragen. Die Familie schwärmt von Raja:

                                        Raja 

„Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,Raja

hier ein paar Schnappschüsse und Eindrücke von unserem mittlerweile eingespielten Rudel.

RajaEs fällt fast schon schwer, “ein paar nette Zeilen“ über unser haariges Zusammenleben zu schreiben, da wir bei der Fülle an Erlebnissen, Freude, Neckereien und kuriosen Momenten der letzten Monate fast schon ein Buch verfassen könnten.

Raja ist nach den ersten Monaten nicht “nur“ ein vierbeiniger Gefährte, sondern ein vollwertiges Familienmitglied (wobei ich nicht sagen kann, ob Raja sich uns angeschlossen hat oder wir uns immer weiter zu Huskys entwickeln).

Raja

Sie hat sich super in unseren Alltag eingegliedert und ihr neues Zuhause schnell als das “ihre“ für sich eingenommen.

Wenn ich ein besonderes Merkmal an Raja hervorheben müsste, wäre dies, ohne zu zögern, ihr wirklich einmaliger Charakter (der dem unseren alles andere als fern ist), und ihre einzigartige Ausdrucksweise.Raja

Seien es nun die wöchentlichen Diskussionen, wem das größte Körbchen (unumstritten meins ... ähhh ... glaub ich) gehört, darauf folgende plötzliche Knuddelattacken, ihre Gesichtsausdrücke, wenn sie etwas Interessantes (möglicherweise essbar?) sieht, was in etwa dem Gesichtsausdruck des Coyoten ähnelt, der gerade den Roadrunner jagt, oder die Gelassenheit gegenüber ihren Artgenossen (egal wie unruhig, laut oder bellend diese versuchen, sich Gehör zu verschaffen), hat uns nicht nur einmal in lautes Gelächter ausbrechen und ein bekanntes Gefühl der Vertrautheit entstehen lassen.

Raja

Es ist ein wahres Glück, unsere Zeit mit Raja teilen zu dürfen, und wir möchten uns nochmals herzlichst bei Euch allen bedanken, dass Ihr uns dieses Glück ermöglicht habt.

Viele liebe Grüße vom Bodensee“

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie, dass Sie Raja nun erleben lassen, was es heißt, in eine Familie integriert zu sein. Und ob Raja sich nun Ihnen angepasst hat oder umgekehrt, ist doch letztendlich egal – Hauptsache, Ihnen geht es gut. Dass das noch lange so bleibt wünscht Ihnen

das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Diaz – Alter schützt nicht vor schneller Vermittlung

Der hübsche, aber bereits 11 ½ Jahre alte Husky-Rüde Diaz schaffte es nicht einmal auf unsere Website – er wickelte noch vorher zwei Zweibeiner und die ebenfalls reifere Akita-Dame Vicky (einer unserer Patenhunde), um seine Pfoten, zog, bevor wir uns richtig umschauen konnten, aus der Station aus und wurde ein „Kölsche Jung“.

Dabei waren seine heutigen Zweibeiner „eigentlich nur“ zu unserer Mitgliederversammlung in die Station gekommen – nicht, um sich nach dem viel zu frühen und überraschenden Tod von Dragon, ebenfalls einem unserer ehemaligen Schützlinge, nach einem neuen Familienmitglied umzusehen. Aber wie das Leben eben so spielt … Mundpropaganda ist alles: Diaz eilte sein Ruf als „nett und freundlich“ voraus – man konnte nicht anders, als IHN kennenzulernen – und schon war es um Zwei- und Vierbeiner geschehen.

Die Familie berichtet:

 

"Hallo Ihr Lieben,

seit wir Diaz bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung übernommen haben, sind nun schon wieder einige Wochen ins Land gezogen. Genug Zeit, um einen ersten Zwischenbericht abzugeben.Diaz und Vicky

Auf der einen Seite waren wir zu der diesjährigen Hauptversammlung mit gemischten Gefühlen aus Köln auf die Schwäbische Alb angereist. Erst wenige Wochen zuvor war unser geliebter Husky Dragon unerwartet und viel zu jung verstorben.

Auf der anderen Seite freuten wir uns, viele bekannte Gesichter wieder zu treffen und die Station zu besuchen. Wir verbinden die Reise auf die Alb immer mit einem Kurzurlaub. Somit haben wir die Möglichkeit, neben der Station auch Freunde und Bekannte zu besuchen bzw. Sehenswürdigkeiten im näheren Umfeld anzuschauen. So reisten wir dieses Mal nur zu dritt, mit Vicky, an.

Bereits am ersten Tag verabredeten wir uns zu einer größeren "Gassi-Runde" mit Freunden aus Düsseldorf. Diese waren bereits eine Woche vor Ort und berichteten uns ausführlich über die zahlreichen Notfälle in der Station. Immer wieder tauchte hierbei der Name „Diaz“ auf. Noch am gleichen Abend beschlossen wir spontan, die Station zu besuchen. Die Stationsleiterin und Betreuerin von Diaz war noch vor Ort, und so konnten wir uns selbst einen ersten Eindruck von den vielen Fellnasen machen.Diaz

Am Folgetag, dem Tag der Hauptversammlung, waren wir bereits früh morgens an der Station. Wir beschlossen, mit Diaz, den wir nun mehrfach als freundlich und nett genannt bekommen hatten, Gassi zu gehen.

Mit Vicky harmonierte es von Beginn an super. Diaz war voller Energie, und man merkte ihm seine 11,5 Jahre überhaupt nicht an! Im Gegenteil. Wir mussten ihn mehrfach bremsen. Voller Neugier zog er uns über die Alb und ging mit uns Gassi. Nach der Versammlung waren wir nochmals lange bei ihm im Gehege bzw. machten uns noch von anderen Hunden einen Eindruck. Wir waren an diesem Tag noch nicht sicher, ob wir am Folgetag zu viert oder wieder zu dritt nach Köln zurückfahren würden.Diaz und Vicky

Nach Überlegungen am Abend bzw. einer weiteren Gassi-Runde mit Vicky und Diaz am Folgetag beschlossen wir, den "alten" Waschbär (wegen der Kennzeichnung im Gesicht) nach Köln mitzunehmen.

Mittlerweile unser sechster Oldie von der NfP, dem wir einen schönen letzten Lebensabschnitt geben wollen.

Die Reise von Burladingen über Mannheim nach Köln verlief wider Erwarten absolut problemlos. Beide Oldies lagen eng zusammengekuschelt im Kofferraum des Autos und verschliefen einen Großteil der Fahrt.

Diaz

In Köln angekommen galt es für Diaz, erst einmal das neue Umfeld zu erkunden. Und „erkunden“ bedeutete, hierbei alles anzustupsen, zu kontrollieren oder ins Maul zu nehmen.

Diaz und VickyDie erste Entdeckungstour galt den Blumen, Kakteen und Palmen, welche auf dem Fensterbrett standen. Mit einem beherzten Stups wurden alle Blumen abgeräumt. So hat man doch gleich auch einen besseren Blick aus dem Fenster auf Köln und seine neue Umgebung! Weiter ging es zu einer großen Schale auf dem Wohnzimmertisch. In dieser Schale befand sich diverses Gebäck, welches spontan durch die Wohnung getragen und verteilt wurde.

Gleich ins Herz geschlossen wurde Dragons ehemaliges Bettchen mit den zahlreichen Kuscheltieren. Besonders die "quietschenden" Tiere und Bälle fanden großen Anklang.

Diaz und Vicky

Nach Besichtigung der Wohnung galt es, das nähere Umfeld der Wohnung und den angrenzenden Park zu erkunden. Hierbei zeigte sich, dass Diaz nicht nur der energiegeladene Husky, sondern auch ängstlich und zurückhaltend sein konnte. Diaz und VickyWährend der ersten Tage machte er auf den Gassi-Runden nur einmal kurz Pipi. Mehrfach kam es vor, dass Diaz sich in der Wohnung erleichterte. Nach und nach legte sich dieses Problem. Zwischenzeitlich ist Diaz fast vollständig stubenrein. Auch hatte Diaz Angst bzw. erschrak, wenn man schnelle und hektische Bewegungen machte. Wenn man mit der Hand von oben auf seinen Kopf zukam, zuckte er erschreckt weg und sprang zurück. Das gleiche galt, wenn man ihn mit einem großen Tuch abtrocknen wollte. Regelrechte Panik war hier teilweise in seinen Augen erkennbar. Alle diese "Probleme" haben sich mittlerweile fast vollständig gelegt. Tag für Tag baut er mehr Vertrauen auf. Halt gibt ihm hierbei auch Vicky, an der er sich immer wieder orientiert.Diaz im Park

Neuerliches Spielzeug sind die Mülleimer geworden. Gerne leert er in unbeobachteten Momenten den Papierkorb und verteilt das Papier in der kompletten Wohnung. Auch den Deckel des Mülleimers findet er super. Bereits mehrfach wurde dieser als Trophäe in sein Bettchen getragen.

Im Park hat Diaz zwischenzeitlich auch zahlreiche Hunde- und Menschenfreunde gefunden, welche ihn mit Leckereien verwöhnen.

Beim Anblick von Hasen und Pferden gibt es bei Diaz kein Halten mehr. Uns kommt es teilweise so vor, als entdecke Diaz gerade die Welt neu! Neben seinem Kosenamen „Waschbär“ kam nun in der Folgezeit noch der Kosename „Gangster“ hinzu.

Auch erste Reisen in die Pfalz und in den Schwarzwald hat Diaz problemlos überstanden. Im Juni geht es für eine Woche nach Holland ans Meer. Wir sind gespannt und werden berichten.

Für diese Woche steht noch ein erster Check bei unserem Tierarzt an.

Jeden Tag ein Stück mehr Gewohnheit und Routine.

Auch beim Fressen hat Diaz zugelegt. War er zu Beginn noch ein „problematischer" Esser, so isst er jetzt deutlich mehr und besser. Auch konnte er schon etwas Gewicht zulegen.

Diaz und Vicky

Wir freuen uns, Diaz bei uns aufgenommen zu haben, und hoffen, dass wir ihn noch lange bei uns haben werden.

Es grüßen die vier Kölner M., S., Vicky und Diaz“

 

Das hoffen wir auch und können nur Danke sagen, dass Ihr wieder einmal einem älteren Notfell – auch wenn sich Diaz nicht so benimmt  - ein Zuhause gebt. Wir wünschen dem Kölner Kleeblatt von Herzen eine lange und glückliche gemeinsame Zeit!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.


Hexe - Unverhofft kommt oft…

Hexe, jetzt Minni

trifft 100% auf die sensible Hündin „Hexe“ (heute Minni) zu.
Ein Ehepaar suchte für ihren Husky-Rüden weibliche Gesellschaft. Man hatte sich die souveräne Husky-Dame „Lumi“ ausgesucht. Nach einem Besuch war jedoch klar, dass es zwischen ihrem Rüden und „Lumi“ nicht passte. Nach einem Telefonat mit der Leiterin unserer Station wollte man schon bald zusammen mit dem eigenen Vierbeiner die zierliche Hündin Hexe besuchen. Nach diesem Besuch fuhr man zu viert nach Hause und nach kurzer Eingewöhnung, war diese Entscheidung genau die richtige. Lesen Sie selbst, auch wenn die Rückmeldung recht kurz gehalten ist, so sagt sie alles aus. Minni

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

„Hexe, die jetzt Minni heißt, da sie sehr zierlich gebaut ist…Minni

Liebes Nothilfe-Team,

durch einen Unfall in der Familie möchten wir uns heute erst einmal nur kurz melden.

Wir sind sehr glücklich mit unserer kleinen Maus. Sie ist immer gut gelaunt und ist sehr anhänglich. Und das tolle, sie kann schon jetzt beim Gassi gehen ohne Leine laufen. Sie hört absolut super.

Ich habe mich in Sie regelrecht verliebt. Sie ist bei Männern (auch bei meinem) noch etwas scheu, aber bei mir ist sie eine totale Schmusekatze. Genauso eine Hündin wollte ich haben. Wir bereuen unsere Entscheidung nicht und freuen uns, dass wir Minni (Hexe) noch kennen gelernt haben.

Familie W.“

 

Wir hoffen, dass es kein Unfall mit schlimmen Folgen war. Uns würde es sehr freuen, wenn wir bald wieder von Minni (Hexe) hören und danken Ihnen, dass Sie die Entfernung nicht gescheut haben, um Minni (Hexe) kennen zu lernen.

 


Ein Traum von Hund – und doch war die Vermittlung nicht ganz so einfach…

Die Besitzer wollten sich zum Wohle von Lumi von ihr trennen, da die Chemie zwischen der Frau im Haus und Lumi nicht stimmte. Die Hündin hatte sich sehr auf ihr Herrchen fixiert und nahm die Ehefrau einfach nicht ernst. Als es dann auch zu einer brenzligen Situation beim Spaziergang mit dem Kinderwagen kam, beschloss man, dass es auch für Lumi besser sei, ein anderes Zuhause zu suchen. Bis dahin sollte sie in ihrem Zuhause wohnen bleiben.

Schnell meldeten sich einige Interessenten. Eine Hündin im neuen Zuhause hätte nicht gepasst und bei dem Besuch eines netten Paares mit ihrem Husky-Rüden zeigte Lumi sich von ihm nicht sehr angetan und er hatte sogar ein wenig Angst vor der souveränen Hündin. Danach beschlossen wir, dass Lumi wieder ein Zuhause bekommen sollte, in dem sie ihr gewohntes Prinzessinnen-Leben weiterführen sollte.

Es meldete sich ein Paar mit Kindern aus NRW. Wichtig war für sie, dass Lumi die beiden Kinder akzeptieren würde. Da Lumi Kinder schon immer mochte und auch mit einem Kleinkind ab der Geburt zusammenlebte, sahen wir hier kein Problem.

Trotzdem nahm sich das Ehepaar die nötige Zeit, die Entscheidung zu treffen, Lumi einen Platz auf Lebzeiten zu bieten. Auch wir finden das Motto „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ ganz wichtig, denn einen Hund hat man sich schnell „angeschafft“ und wie oft kommt kurz danach die Erkenntnis, dass es doch nicht passt.

Zwischen der Familie und Lumi passt es hervorragend und Lumi hätte es besser nicht treffen können.

Wir danken Familie Chr., dass Sie keine Mühen und Wege gescheut haben, Lumi kennen zu lernen und dann zu übernehmen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

Lumi im neuen Zuhause

LumiNoch keine zwei Monate lebt Lumi nun bei uns und hat sich von Anfang an super in unsere Familie eingelebt. Als sei es nie anders gewesen, passt sie sich den neuen Situationen einfach an. Zwar kannte sie schon kleine Kinder, allerdings keine die ständig hinter ihr herlaufen und spielen wollen. Die Kuscheleinheiten mit unseren Töchtern genießt sie ausgiebig.

Tagsüber geht Lumi in der Regel mit ins Büro und hält ausgiebig Mittagsschlaf. Auch hier hat sie sich völlig problemlos integriert und sich als vierbeinige Kollegin schnell in die Herzen der Belegschaft geschlichen.

Lumi hält Sieste

Lumi im UrlaubUnseren ersten gemeinsamen Urlaub konnten wir auch schon genießen. Zwar fand Lumi es nicht so lustig, dass auch unsere Katze dabei war und diese auch noch vorne sitzen durfte, während sie selber nur 2/3 des Kofferraumes hatte. Aber vor Ort konnten die beiden sich arrangieren. Denn nicht selten hat man das Gefühl, dass diesen hübschen Husky-Malamute-Mischling auch eine Katze gekreuzt hat!

Lumi ist jetzt unsere ständige Begleiterin und passt auch immer auf, ob ihr Rudel komplett ist. Besonders witzig finden wir es, wenn sie ihr Wolfsgeheule anstimmt, um alle zu begrüßen.

Familienidyll mit Hund

Wir sind froh, nach langen Überlegungen endlich den Schritt gemacht zu haben uns einen Hund anzuschaffen. Dabei waren wir vor allem sehr glücklich über die Möglichkeit, einen bereits ausgewachsenen Hund über die Nothilfe bekommen zu können. Unser Dank gilt den Mitarbeitern und ganz besonders der „Erstfamilie“ von Lumi für diese „tierfreundliche Übergabe“. Im Sinne von Lumi hätte das nicht reibungsloser laufen können.

Familie Chr.