Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im November 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Lynn – Hauptsache bei ihren Menschen

Lynn

LynnDie fünf Jahre alte Lynn haben wir von einer anderen Tierschutzorganisation übernommen. Der äußerst menschenbezogenen Husky-Mix-Hündin erschien die Zeit dort und anschließend bei uns, wo sie sich die Pflegerinnen mit so vielen anderen Hunden „teilen“ musste, sicherlich unendlich lang. Und so freuten wir uns sehr für Lynn, als sich die richtigen Menschen meldeten und Lynn ausziehen durfte. Wir hatten gemerkt, dass Lynn vieles nicht kannte, vieles sie verunsicherte, aber sie scheint in ihrer Familie schnell nachgeholt zu haben, was ihr bislang an Erfahrung gefehlt hat. Sogar Skaterparcours meistert sie – wenn auch ohne Skateboard: 

„Hallo liebes Team der Nothilfe,Lynn

Lynn

seit fast vier Wochen lebt nun die liebe Lynn bei uns im Ruhrgebiet. Aus der eher ruhigen, unauffälligen Lynn ist eine sehr aktive und sportliche Hundedame geworden. Die Bindung an die Familie genießt sie so sehr, dass es ihr jeden Tag schwer fällt, auch nur einen von uns zu vermissen. Im Notfall muss man auch einfach mal das fast Unmögliche möglich machen und zeigen, was man so kann. Es ist nicht wirklich jeder Zaun vor ihr sicher .... Wir mussten dann dort kurzfristig nacharbeiten! Aber trotzdem hat die Dame es nicht fertig gebracht, die neu gewonnene Familie zu verlassen und ist brav am Haus geblieben.Lynn

Sie ist fast jedem gegenüber freundlich gesonnen und ist wirklich der "Gute-Laune-Hund", der uns täglich viel Spaß bereitet. Sie hat allerdings früher wohl auch nicht so gute Dinge erlebt, da sie "älteren Herren" gegenüber schon mal deutlich Abneigung zeigt. Dieses Problem lässt sich aber momentan gut mit ihr erarbeiten, somit sind wir auch dort zwar vorsichtig, aber guter Dinge.

Lynn genießt bei jedem Wetter die langen Ausflüge im Wald und an der Ruhr, dort läuft sie toll an der Leine. Demnächst wird sie lernen, uns mit dem Rad zu begleiten, um unseren gemeinsamen Aktionsradius zu erweitern. Attraktionen sind und bleiben aber neue Erlebnisse! Das Klettern über Baumstämme, das Springen und Klettern auf Steinen sowie die Rampen und Hindernisse einer Skaterbahn. Es fasziniert sie immer wieder, einen Parcours zu laufen und stolz am Ende belohnt und gelobt zu werden.Lynn

Die anfangs schwierigen Hundebegegnungen werden langsam etwas entspannter, die sportliche Dame wird souveräner und braucht nicht mehr jeder Fellnase zeigen, wer der Stärkere ist. Ein starkes Familienrudel ist auch was wert.

Ja, es ist viel Arbeit und Zeit! Aber wir genießen jede Minute mit der tollen Lynn.

Nochmal herzlichen Dank an das Team für die gute Vorbereitung und die Gespräche in Burladingen!

Gruß aus dem Ruhrgebiet von Familie R. und Lynn“.

Wir bedanken uns herzlich bei der Familie, dass Sie Lynn nun das von ihr so herbeigesehnte Leben als voll integriertes Familienmitglied schenken, und wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns ab und zu über Lynns weitere Fortschritte berichten. Eine lange gemeinsame Zeit wünscht

das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Yala – klein, aber nicht ohne

Yala

YalaDie siebenjährige Siberian-Husky-Hündin haben wir von einer anderen Tierschutzorganisation übernommen, über ihr Vorleben ist nichts bekannt. Wir merkten jedoch deutlich, dass Yala ganz erstaunt war über unsere Bemühungen um sie – dass Mensch sie beachtete, kannte sie offenbar nicht. Und obwohl unsere Bemühungen zum Teil sehr schmerzhaft waren, denn die schlimme Ohrenentzündung, die sie mitbrachte, musste behandelt werden, blieb Yala immer freundlich. Da sie in der Station auch wunderbar mit ihren Gehegegenossen auskam, ließen wir sie gerne und guten Gewissens mit ihren Interessenten und deren Rüde Daemon ziehen. Leider gestaltete sich die Anfangszeit alles andere als einfach, das Mädel stellte erst einmal – gelinde ausgedrückt – die Welt ihrer neuen Familie auf den Kopf:

„Am 17.09.17 traten wir unsere lange Fahrt nach Gauselfingen an, um Yala kennen zu lernen.

Yala und DaemonDie erste Begegnung zwischen Daemon und Yala verlief nichtssagend. Keiner zeigte großes Interesse. Wir waren auch sehr ernüchtert aufgrund Yalas kleiner Statur und ihrem Verhalten uns und Daemon gegenüber. Es passte irgendwie erst alles gar nicht. Der Spaziergang vor Ort verlief ruhig, jedoch ohne großes Interesse aneinander.

Wir entschieden uns jedoch, Yala eine Chance zu geben. Die Rückfahrt verlief trotz langer Staus super. Zu Hause angekommen machten wir unseren ersten langen Spaziergang, auf dem Yala sehr hektisch war und alle uns entgegen kommenden Hunde ankeifte. Sie war kaum zu bändigen. Wir haben es zuerst auf die neue Umgebung geschoben, aber leider war es nicht so. Ansonsten verlief der Abend ruhig.

Yala

Am nächsten Morgen erlebten wir unser blaues Wunder. In der Nacht hatte Yala unten im gesamten Erdgeschoss alles volluriniert und eingekotet, ohne sich zu melden. Sie kannte es nicht, draußen ihre Geschäfte zu erledigen – sobald wir im Haus waren, immer nach langen Spaziergängen, machte sie alles im Haus. Es hat eine Woche gebraucht, Yala stubenrein zu bekommen. Ebenso entleerte sie immer alle Mülleimer auf der Suche nach etwas Essbarem. Essen, das für sie erreichbar war – und es ist erstaunlich, was sie so alles erreicht hat – klaute sie.Yala und Daemon

Das Schlimmste, was dann passierte, war, dass sie unseren sanften Rüden zweimal gebissen und verletzt hat aufgrund von Futterneid und Spielzeugneid. Selbst getrenntes Füttern half am Anfang nicht. Zu diesem Zeitpunkt waren wir fast bereit, Yala zurückzugeben. Aber irgendwie tat sie uns leid, und wir sagten uns, dass sie ja nichts dafür kann. Also nahmen wir den Kampf gegen ihre Fehlverhalten auf. Jetzt, nach knapp sieben Wochen, ist Yala ein Teil unserer Familie und das meiste Fehlverhalten entfernt. Sie ist eine kleine süße Hündin, und es erfrischend zu sehen, wie sie immer noch versucht, unseren Daemon zum Spielen zu animieren, und es sogar manchmal schafft. Yala ist ein kleiner verfressener Wirbelwind, den wir in unser Herz geschlossen haben und nicht mehr missen möchten. Hoffen, dass sie mit der Zeit noch zutraulicher wird.

Yala

Dieser Bericht zeigt, dass es oft doch länger braucht, um sich zu entscheiden, und dass es sich aber lohnt, diese Mühen einzugehen.

Yala und Daemon

Liebe Grüße B.P. und G. R.“

Wir können nur den Hut ziehen vor dem Durchhaltevermögen und dem Kampfgeist dieser Familie – bei vielen anderen hätte Yala wieder gehen müssen. Sie aber haben zu Yala gehalten, und nun darf diese endlich ein behütetes Leben als beachtetes Familienmitglied führen! Ganz, ganz herzlichen Dank dafür! Wir wünschen Ihnen eine lange glückliche Zeit miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann…
Gina(Leo N. Tolstoi)

 

Das obige Zitat trifft nicht immer zu, aber für die Hündin Gina, die leider nie gelernt hat, ein paar Stunden alleine zu bleiben, hat sich nun eine vernünftige Lösung aufgetan.

Der Vater des Besitzers hat sich bereit erklärt, da sich auch nicht nur ein einziger Mensch für die Hündin interessierte, seinen Tagesablauf so zu gestalten, dass er Gina eine Rundum-Betreuung geben kann.

An dieser Stelle möchten wir an alle Menschen appellieren, die sich ein Tier anschaffen möchten: Bitte bereiten Sie alles so vor, dass im Fall der Fälle auch andere Menschen Ihr Tier betreuen können. An erster Stelle steht hier, dass das Alleinebleiben eingeübt wird.
Auch wenn Sie selbst rund um die Uhr für’s Tier da sind, lassen sie es trotzdem öfter einmal ganz bewusst zu Hause.

So manchem Vierbeiner würde somit im „Fall der Fälle“ der Weg in ein neues Zuhause nicht verbaut werden.

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt


Wolfi – endlich kann er sich fallen lassen

Wolfi

Der circa zehnjährige Siberian-Husky-Mix-Rüde Wolfi kam über einen Amtsveterinär zu uns. Das sagt „eigentlich“ schon alles. WolfiDie schlechte Haltung sah und merkte man Wolfi deutlich an: er war übergewichtig, hatte lange Krallen, konnte kaum laufen – Spaziergänge bisher wohl Fehlanzeige. Hinzu kam ein äußerer „Schönheitsfehler“: Wolfi hat nur ein Drittel Rute. Dafür besitzt Wolfi umso mehr innere Werte: er ist ein sanfter, zurückhaltender und absolut liebenswerter Hund. Wir freuen uns sehr, dass sich für doch recht schnell Interessenten meldeten und er ein Zuhause fand – endlich ein Zuhause, das diesen Namen auch verdient. Ruhe und ausgiebige Schläfchen waren Wolfi schon bei uns wichtig – jetzt kann er dies, abseits des Trubels in der Station, erst richtig genießen:

„Liebes Team der Nothilfe,

                                    Wolfi

zu schreiben gibt es nicht viel über Wolfi. Nur dass er extrem schnell gealtert ist. Als ich ihn im Internet entdeckte, war er circa zehn Jahre, es erweckt jedoch den Anschein, als sei er bestimmt schon vierzehn Jahre alt. Wolfi

Er ist sehr pflegeleicht, schläft die meiste Zeit. Zum Rausgehen muss man ihn sehr bitten... Die Leine brauchen wir bei ihm nur, um ihn nach draußen vom Haus weg zu bekommen. Ohne Leine dreht er nach ein paar Metern wieder um. Einfluss hat man dann auf ihn keinen mehr, da er stocktaub ist. Da er aber „sehr“ gemütlich unterwegs ist, kann man ihn bequem überholen, um ihm den Weg abzuschneiden.

Er hört wirklich absolut gar nichts. Kommunikation geht nur über Handzeichen, d, h. nur wenn er will, denn dazu muss er einen ja anschauen. Es ist eine interessante Erfahrung. Ich kannte es bisher nur, dass meine Hunde ab und zu nicht hören wollten. Aber ich denke, es stört ihn nicht, und ich glaube, er fühlt sich hier recht wohl auf seine alten Tage.

Wolfi

Liebe Grüße aus dem Elsaß

K. M. und Wolfi“

Wir bedanken uns herzlich bei der Familie, dass Sie Wolfi einen ruhigen und behüteten Lebensabend als geliebtes Familienmitglied schenken, und wir hoffen, dass er dieses Leben lange genießen kann.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


 

Iako – die Wundertüte packt aus

Iako

IakoDen vierjährigen Siberian-Husky-Rüde Iako haben wir von einer anderen Tierschutzorganisation übernommen, über sein Vorleben ist nichts bekannt. In seiner neuen Familie wird Iako nun nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, mit Spaziergängen, Bettchen überall, Streicheleinheiten auf dem Sofa, Spielzeug …. Leider straft uns Iako aber in einem Punkt Lügen: Er ist ein Paradebeispiel dafür, wie unterschiedlich sich Hund in unserer Station und dann in seinem neuen Zuhause benehmen kann. Iako war bei uns ein sehr verträglicher Hund, verträglich mit Hündinnen und anderen Rüden. Auch als seine neue Familie zum ersten Kennenlernen die Hündin der Tochter mitgebracht hatte, mimte Iako den Charmeur. Leider präsentiert er sich in seiner neuen Familie nun in diesem Punkt anders:

„Nun bin ich schon fast zwei Monate in meinem neuen Zuhause, und es wird Zeit, mich mal bei euch zu melden.

Iako

Am 16.09.2017 wurde ich von meiner neuen Familie, die mich zwei Wochen vorher schon mal besucht hatten, abgeholt, um nach Hessen in meine neue Heimat zu ziehen. Es war eine lange Fahrt, aber wir machten zwischendurch mal eine Pause. Im neuen Zuhause angekommen musste ich mir erst mal alles genau anschauen. Da gab es einige verschiedene Bettchen, die gemütlich aussahen und die waren sogar für mich gedacht. Auch ein Fressnapf und eine Wasserschüssel waren für mich da. Natürlich musste ich gleich mal probieren, ob das Wasser auch gut schmeckt. Dann war ich müde von den ganzen neuen Eindrücken und probierte gleich ein Hundebett aus. Ich habe mich auch super gut benommen, sagen meine neuen Besitzer, denn ich habe nichts im neuen Zuhause markiert. Die erste Nacht brach an, und als meine Zweibeiner in ihr Bett wollten, bin ich natürlich mit ins Schlafzimmer, denn ich muss ja sehen, wo die hin gehen. Und da stand doch auch tatsächlich ein Bett für mich bereit, was ich auch sofort annahm. So war meine Ankunft schon mal geglückt, und ich denke, ich kann ich mich wohl fühlen. Iako

Meine Besitzer gehen viel spazieren mit mir, und ich lerne viele neue Gerüche kennen. Zu Anfang interessierten mich meine Besitzer nur, wenn ich in der Wohnung war, draußen war alles andere interessanter. Aber mittlerweile reagiere ich auch beim Spazierengehen auf sie. Zum Leidwesen meiner Besitzer mag ich aber keine anderen Hunde und auch nicht die Hündin der Tochter meiner neuen Besitzer. Frauchen sagt, dass sie das sehr schade findet und auch nicht verstehen kann, denn sie hatten extra Emma (so heißt die Hündin) bei unserem ersten Kennenlernen mitgebracht, und da zeigte ich mich ganz lieb zu ihr. Zuhause mag ich sie aber nicht. Frauchen ist darüber traurig, weil sie noch nicht weiß, wie sie daran arbeiten soll. Auch wenn wir spazieren gehen und ein fremder Hund kommt ohne Leine auf mich zu, zeige ich sofort, dass ich das nicht mag und lege mich mit dem Hund an.

Frauchen lernt viel mit mir, und so kann ich schon berichten, was ich bisher gelernt habe: ich kann auf Kommando Sitz und Platz machen, und Pfötchen geben kann ich auch schon. Und dass man mit einem Ball spielen kann, habe ich jetzt auch verstanden, denn da fallen sogar hin und wieder Leckerli raus. Und in so einem komischen Teppich, den mein Frauchen gebastelt hat, sind auch Leckerli versteckt, die ich gerne suche.

Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass das Sofa ganz bequem ist und man hier auch gut schmusen kann, was ich gerne mag. Streicheleinheiten, egal von wem, liebe ich auch. Überhaupt sagen meine Besitzer, dass ich ein sehr hübscher, sehr lieber, sehr verschmuster Hund bin, auch wenn ich ab und an mal meinen Sturkopf durchsetzen will, was meine Besitzer aber nicht durchgehen lassen. Sie sagen, das Problem mit anderen Hunden werden sie auch noch in den Griff bekommen, denn sie wollen mich nicht mehr missen.

Iako

Iako und Familie“

Lieber Iako, Du kannst froh sein (und wir sind es auch!), dass Deine Familie nicht zu den Menschen gehört, die gleich die Flinte ins Korn werfen und an Deinem Problem „Verträglichkeit mit Artgenossen“ arbeiten wollen. Wenn wir helfen können mit Tipps – gerne! Wir bedanken uns, dass Sie trotzdem zu Iako halten und drücken die Daumen für ein langes entspanntes Miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Nahla – Liebe allein reicht nicht immer…

Nahla

… und so musste das vierjährige Malamute-Mix-Mädel bei uns in der Station einziehen, denn ihre ehemalige Familie, bei der sie seit Welpe gelebt hatte, hatte nicht mehr genügend Zeit für sie. Da Nahla bis dahin geliebtes Familienmitglied gewesen war, hatte sie vieles kennen lernen dürfen und ist eine äußerst angenehme menschenbezogene Hündin mit sehr gutem Benehmen.Nahla

In ihrer neuen Familie genießt Nahla nun, dass man ausgiebig Zeit mit ihr verbringt. Und so blieb nur Zeit für ein paar wenige Zeilen an uns, aber diese und die Fotos sagen alles:

Nahla

„Nahla hat sich super eingewöhnt. Man merkt ihr an, dass sie sich hier echt wohlfühlt. Sie ist unser Traumhund. Lieb, verschmust und gut erzogen. Wenn wir rausgehen, sind das keine Spaziergänge, sondern eher Wanderungen. Danach sind wir beide geschafft. Nahla liegt wie tot auf ihrem Platz und ich auf dem Sofa.

Nahla   Nahla   Nahla

Sabine S. mit Nahla„

Wir wünschen noch viele schöne und erlebnisreiche Jahre!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Remus - ein „kleiner Römer“, der auszog, die Wetterau kennen zu lernen und ein Zuhause zu finden…

Remus

Na ja, klein ist relativ – Remus ist (wie sein Bruder Romulus, der bereits vor ein paar Wochen ein Zuhause gefunden hat) ein gestandener Alaskan-Malamute-Rüde, wenn auch mit seinen sieben Jahren „auf dem Buckel“ nicht mehr der jüngste. Entsprechend schwer hatte er es in der Vermittlung, vielleicht auch, weil viele zurückgeschreckt sind vor der Beschreibung, dass er bisher nur ein Leben im Treppenhaus kennen gelernt hatte. Würde er stubenrein sein, die Wohnung heil lassen …? Vielleicht wollte man auch ihn und seinen Bruder nicht trennen.Remus
Aber wir haben bereits in der Station gemerkt, dass die beiden wohl eher eine Treppenhaus-Schicksalsgemeinschaft verband denn wahre Bruderliebe. Wir wissen nicht, welche Bedenken vielleicht bestanden hatten, aber das ist sowieso „Schnee von gestern“, denn Remus hat eine Familie gefunden, die ihn jetzt schon liebt und ihm das lang ersehnte Leben mit Familienanschluss schenkt. Kein Wunder, dass Remus diese Menschen immer und überall um sich haben möchte – am Alleinebleiben muss offensichtlich noch gearbeitet werden:

„Das ist unser Familienzuwachs „Remus“, den wir am 05.08.2017 in der Nothilfestation in Empfang nahmen. Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Raststätte ob der Tauber sind wir gut in seinem neuen Zuhause angekommen.Remus auf dem Heimweg Remus hat erst einmal alles erkundet und steckte überall im Wohnzimmer und in der Küche (das ist bei uns im EG ein offener Raum) seine Nase rein und auch hoch in Richtung der Küchenarbeitsplatte und war sehr neugierig. Im Garten hat er nach einem ersten Erkundungsgang positiven Kontakt mit einem Mops und einem Beagle am Gartenzaun genossen und sich danach erst einmal ins Gras geschmissen. Remus ist an den letzten heißen Tagen im August auch mit Wonne in unseren Gartenteich gehüpft. Die Dreckpfützen lässt er mittlerweile aus.

Remus wird bekuscheltRemus auf seinem Kissen

Immer wieder kommt er zu uns und lässt sich bekuscheln – das ist auch noch heute so, dass er sehr verschmust ist. Und das bekommen auch unsere Besucher zu spüren, von denen er sich immer mal wieder gerne streicheln lässt; danach legt er sich entspannt auf sein Hundekissen oder in seine Ecke nahe dem Sofa. Da scheint er sich sehr wohl zu fühlen.Remus liebt auofahren

Remus liebt das Autofahren – er ist manchmal schneller im Auto, als wir schauen können und steigt auch mal dort ein, wo eigentlich nicht seine Hundebox ist.

Und er hat auch schon seinen ersten Urlaub mit Frauchen und Herrchen in Italien verbracht. Lange Spaziergänge und das Planschen durch die Adria haben Remus viel Spaß bereitet.

Remus an der Adria

Sein Schläfchen macht er am liebsten im Büro bei Frauchen, wenn sie am Arbeiten ist. Dabei sein ist die Devise, denn …

Remus hält Büroschlaf

… große Probleme macht Remus noch das „Alleinebleiben“. Er hat sich zwischendrin zu einem kleinen Ausbrecherkönig gemausert, der uns mit Leichtigkeit bewiesen hat, wie er Türen öffnen kann. Die Türgriffe stehen jetzt nach oben. So bleibt die Haustür zu. Allerdings tut er mit Jaulen (und weiteren Ausbruchsversuchen) kund, dass es ganz furchtbar doof ist, ohne seine neue Familie zu sein. Das müssen wir wohl noch üben.

Kurz gesagt, uns allen geht es gut mit unserem JA zu Remus!!!

Herzliche Grüße aus der Wetterau von N., St., M. und M. mit Remus“

Wir sind sicher, die Lektion „Allenebleiben“ lernt Remus auch noch, wenn er erst einmal verinnerlicht hat, dass ihn diese Familie (so es in ihrer Macht steht) nie wieder verlassen wird. Wir wünschen dem neuen Menschen-Hund-Gespann noch viele schöne gemeinsame Jahre!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Sara – 27 Worte (inkl. Unterschrift) sagen alles

Sara

Wir haben die fünfjährige Siberian-Husky-Hündin in unserem Vermittlungstext als verschlossen, zurückhaltend, in sich gekehrt vorgestellt – an ihrem „Ich-bin-glücklich-vermittelt-Text“ sehen Sie, dass wir damit so falsch nicht lagen. Aber die gemailten 27 Wörter reichen, um uns zu sagen, dass Sara und ihre neuen Menschen glücklich sind miteinander:Sara

"Hallo, liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

viele Grüße aus dem Schwarzwald. Mir geht es sehr gut, habe mich toll eingelebt, habe alles im Griff.

Anbei ein paar Bilder.

Sara

Viele Hundeküsse an alle

Sara"

Wir wünschen dem neuen Mensch-Hunde-Team eine lange glückliche Zeit, und vielleicht findest Du, liebe Sara, irgendwann mehr Zeit, um über Dein neues Leben zu berichten. Wir würden uns freuen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt