Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Oktober 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Nero – „endlich Ruhe“

„Endlich Ruhe“ – so beschreibt der sanfte dreijährige Siberian-Husky-Rüde Nero sein neues Zuhause. NeroWas er darunter versteht, erschließt sich uns nicht so ganz, denn in seinem Bericht ist von Spaziergängen, vielerlei Getier, Wohnmobilurlauben und viel Wind und Wellen die Rede. Aber egal, Hauptsache, Nero gefällt sein neues Zuhause – und das tut es ganz offensichtlich. Neben Herrchen und Frauchen hat er dort auch ein junges Frauchen (wie in seiner ehemaligen Familie, die ihn aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste) und eine Hundechefin. Und sein neues „Rudel“ ist offensichtlich glücklich mit dem völlig unkomplizierten Nero.

Neros "Chefs"

Erst einmal Neros Bericht:

"Hallöchen, ich bin`s der Nero.

NeroIch wollte mich mal aus meinem neuen Zuhause melden, wo ich jetzt schon seit über fünf Wochen leben darf. Was soll ich sagen, hier ist es voll toll, endlich Ruhe … also nichts gegen euch, liebe Hunde in der Auffangstation, aber ich liebe meine Cora, aber dann soll`s auch gut sein, sie lässt mich nämlich weitestgehend in Ruhe. Wenn ich hier aus dem Fenster gucke, sehe ich überall Wald und Wiesen, es macht irre Spaß, dort spazieren zu gehen, es gibt Pferde, Rinder, Kühe, Hühner und natürlich Rehe, Wildschweine und jede Menge andere Tiere im Wildpark gleich um die Ecke, die ich voll interessant finde und in der Nase habe. Ok, ok, ich weiß, darum werde ich wohl auch nie von der Leine können, weil das alles viel zu verlockend wäre zu jagen, mir entgeht nämlich nichts. Zu Hause liebe ich die Ruhe, und Cora lasse ich Chefin sein, erstens ist sie älter, und zweitens hat sie ja Hausrecht. Draußen passe ich aber dann auf mein Rudel auf, immer vorweg und alles im Blick, klare Arbeitsteilung, finden wir.

                        Nero geht voraus              Cora und Nero

NeroIm Haus muss ich ehrlich sagen, hab ich es nicht so mit Streicheleinheiten, aber Cora ist voll die Schmusebacke und fordert es immer bei Herrchen und Frauchen ein, und was soll ich sagen, so schlecht ist das gar nicht, ich lasse mich schon viel öfter durchknuddeln, und ich komm jetzt auch schon mal aufs Sofa zum Kuscheln, aber da lassen sie mich, wie ich es möchte.

Nero

Nero an der NordseeAber wisst ihr, was total Spaß macht? Meine Familie hat ein Wohnmobil, damit haben sie sich ja schon zweimal auf den weiten Weg zur Auffangstation gemacht, erst um mich kennenzulernen, und dann wieder, um mich abzuholen. Uiihh, das war neu für mich, aber sie meinen, ich verhalte mich schon wie ein „alter Hase“, oder wie das heißt. So waren wir alle damit in den Herbstferien an der Nordseeküste. Ey Leute, da oben ist das vielleicht was windig, daran musste ich mich erst gewöhnen, und das Wasser mit den vielen Wellen war auch total lustig, aber ganz schön salzig. Naja, Cora kennt das ja schon alles, an ihr kann ich mich gut orientieren, ganz viel Spazierengehen, Deich rauf, Deich runter, ganz viel Wind um die Nase.

Cora und Nero

Es hat einfach Spaß gemacht und alle paar Tage an einem neuen Ort, ganz viele neue Gerüche. Meine Familie hat gesagt, dass es dieses Jahr bestimmt noch mal losgeht, und jetzt lasse ich einfach mal ein paar Bilder von mir sprechen, Frauchen sagt, sie weiß gar nicht, für welche sie sich entscheiden soll.

Somit verbleibe ich mit einem jaulenden Hundegruß in den Süden, ihr habt mir eine tolle Familie ausgesucht.

Euer Nero"

Nero

Und die Familie schreibt:

Vielen lieben Dank, dass wir Nero bekommen haben.

Liebe Grüße

Günther, Melanie und Natalie H. mit Cora

Mehr Worte braucht es nicht. Hier scheint sich ein Super-Rudel gefunden zu haben. Wir bedanken uns herzlich bei Familie H., dass Sie zwei Mal die weite Fahrt in die Station auf sich genommen haben, um Nero kennen zu lernen und aufzunehmen! Wir wünschen noch viele schöne Spaziergänge und Urlaube – und glaube uns, Nero, Knuddeln ist schön – probier’s einfach öfter aus!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Glückliche Freya

Freya

FreyaDie vierjährige Freya kam zu uns, zusammen mit ihrem Bruder Oberon, weil ihr Herrchen gestorben war. Oberon wartet leider noch – Freya schaffte es nicht einmal auf unsere Website, denn wir hatten bereits einen Interessenten für eine Malamutin in der „Warteschleife“.
Alles passte, denn Freya ist eine relativ unkomplizierte Vertreterin ihrer Rasse: obwohl sie in ihrem vorigen Zuhause mehr im Garten als im Haus gelebt hat, ist sie stubenrein, fährt problemlos im Auto mit, ist gutmütig – wenn auch selbstbewusst, aber welcher Malamute ist das nicht, und die Hübsche hat ja auch jeden Grund dazu. Und jetzt umso mehr, denn sie hat ein Herrchen gefunden, das nur so von ihr schwärmt:

Freya

„Seit circa sechs Wochen lebt Freya bei uns, hat die Nachfolge der ebenfalls vor Jahren aus der Nothilfe stammenden Nena, einer dominanten und fast vierzehn Jahre alt gewordenen Malamute-Dame, angetreten. Seit 1985 habe ich Hunde dieser Rasse (... ohne Malamute kann ich nicht leben ... - ein nicht ganz ernst zu nehmendes Zitat), bin mit ihnen teilweise auch in Gemeinschaft mit ebenfalls aus Heimen stammenden "bösen" Terriern zusammen.Freya Manchmal nicht ganz problemlos, funktioniert aber mit der Zeit dann doch. Mit im Haus ist derzeit ein unkastrierter älterer Pittbull, unglaublich lieb, aber dennoch gab es anfangs einige Reibereien zwischen Bub und neuem Mädel, wobei Freya natürlich aufgrund ihrer Malamute-typischen Dominanz sich nichts sagen ließ.

Ich schreibe dies, um anderen Hundehaltern Mut zu machen, eine Gemeinschaft mit anderen, oftmals auch als kritisch angesehenen Rassen einzugehen. Jahrelang waren meine Nordischen in enger Freundschaft zu gleichfalls im Haus/Gelände lebenden Rottweilern oder Staff-Mixen zusammen.

Auch in der dörflichen Hundegemeinschaft zeichnet Freya sich durch Auftreten, Stolz und gewisser Arroganz aus - ... wie der Herr, so`s Gescherr ..., pflegen Nachbarn über uns zu berichten ...

freya

Nach diesen ersten Wochen lässt sich alles gut an, Freya läuft am Fahrrad, beobachtet ständig den Fuhrpark, ob vielleicht endlich der rote (Hunde-)Transit geladen wird und sie mitfahren kann. Madam ist überall dabei ...

Freya

Grüße aus dem Hintertaunus
H., Freya und das restliche Rudel“

Was kann es für Hund Schöneres geben, als überall mit dabei zu sein? Wir bedanken uns herzlich, dass Sie Freya ein neues Zuhause geschenkt haben und wünschen dem interessanten „Rudel-Mix“ weiterhin eine gute Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.,Freudenstadt


Frodo – seine Treue reichte bis weit über den Tod hinaus

Frodo, jetzt Zero

Der fünfjährige Siberian-Husky-Rüde Frodo hat ein unglaubliches Schicksal hinter sich: Eine ganze unendlich lange Woche harrte er neben seinem verstorbenen Herrchen aus! Bis man ihn fand. Zum Glück durfte er bei einer Nachbarin einziehen; zum Glück auf der einen Seite, denn er hatte erst einmal eine Bleibe, aber andererseits konnte er von dort sein altes Zuhause sehen und riechen – und verstand die Welt nicht, warum er nicht wieder dorthin konnte, zu SEINEM Herrchen. Händeringend suchten wir nach einer Lösung für Frodo, zumal er von der Hündin der Nachbarin auch ständig gemaßregelt wurde. ZeroUnd dann, endlich- nein, „eigentlich“ war es nach nicht langer Zeit – meldeten sich Menschen, die Frodo, ungesehen bzw. nur auf unserer Website gesehen, einfach nur beistehen wollten. Einfach nur für ihn da sein, ihn auffangen wollten. Es war anfangs nicht leicht, Schwierigkeiten bereitet immer noch das Alleinebleiben, aber Frodos Menschen verstehen und gestehen ihm zu, dass gerade das ihm nach seinem traumatischen Erlebnis schwer fällt – und sie lassen ihm die Zeit, die er braucht. Hier der erste Bericht:

Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

in der Tat sind nun schon wieder ein paar Wochen vorbei, seitdem die neue Fellnase Zero (ehemals Frodo) bei uns eingezogen ist. Es waren turbulente, aber auch wunderschöne Wochen.

Es begann damit, dass wir eigentlich nach unserem zweiten Nordischen, Sam, keine neue Fellnase mehr wollten. Zu viel Arbeitsstress, man ist eingeschränkt, gebunden, .... Sie alle kennen das sicherlich. Dennoch waren und sind wir regelmäßige Besucher Ihrer Website, so auch auf dem Weg in unseren Urlaub. Und plötzlich war er da, der Notfall, Frodo. Es war quasi Liebe auf den ersten "Klick". Wir haben dann noch ein paar Nächte drüber geschlafen, bis wir den Kontakt zu Ihnen aufgenommen haben. Im Nachhinein behauptet meine Frau, dass ich ganz schön lange überlegt hätte und sie am liebsten sofort den Kontakt gesucht hätte. Zero

Wir hatten nun noch die Herausforderung, dass wir ca. 1.200 km weit weg im Urlaub waren, aber dank der guten Pflegestelle hat Frodo so lange auf uns gewartet. Als wir dann bei ihm ankamen, war die Sache klar, Frodo muss mit. Also Urlaubsgepäck auf die Rückbank und den Kofferraum frei für Frodo. In der Pflegestelle erfuhren wir auch, dass Frodo eigentlich nicht Frodo, sondern Elmo heißt, und nur wegen "Doppelbuchung" in der Auffangstation umbenannt wurde. Die Pflegestelle sagte aber auch, dass es "egal" sei, weil er ohnehin auf keinen der beiden Namen höre. Da beide Namen aus unserer Sicht nicht seinen Charakter trafen, außer, dass er wirklich große Füße hat, haben wir uns nach langem Überlegen dazu entschlossen, ihn umzutaufen. So kommt es, dass nun Zero bei uns Einzug gehalten hat. Der Name passt auch viel besser zu ihm, denn anfangs verstand er wirklich kein einziges Kommando ...Zero

Zero ist aber ein sehr aufmerksamer und auch lernwilliger Nordischer. Es macht Spaß, mit ihm zu trainieren, durch Wald und Wiese zu streunen und ihm neue Dinge beizubringen. So klappen die Grundkommandos zum Beispiel schon einwandfrei (wenn er nicht gerade seinen Sturkopf durchsetzen will); auch wenn wir auf "Gefahren" stoßen (in unserem Fall Wildschweine bei uns im Forst) macht er brav an seiner Leine "Sitz". Bei großen, einsichtigen Wiesen können wir ihn ab und an auch mal kurz losleinen, damit er seinem Temperament freien Lauf lassen kann. Er liebt es!

Aktuell wollen wir ihm das Fahrradfahren näher bringen, Zero muss einfach in seinem Alter bewegt werden. Der erste Versuch klappte auch schon ganz gut, aber einwandfrei würden weder er noch wir es nennen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aktuell aber noch. Bedingt durch seine Vorgeschichte leidet er massiv unter Verlustängsten. Er kann und will nicht allein bleiben. Das beginnt damit, dass er uns abends brav ins Bett bringt, und nur wenn er weiß, dass wir gut aufgehoben sind, findet er auch seine Ruhe. Das ist ja noch ganz süß, aber leider kann er im Moment noch gar nicht allein bleiben. Da wartet noch ein hartes Training auf uns, aber wir steigern uns, jeden Tag ein bisschen mehr. So kommt es aber, dass wir quasi eine Rundum-Betreuung für ihn machen - hat aber auch seine Vorteile, die Work-Life-Balance bei uns stimmt.

Zero

Vielen Dank für die Vermittlung eines supertollen Hundes!

Liebe Grüße

Familie F.

Liebe Familie F., nicht Sie müssen sich bedanken für einen „supertollen Hund“ – wir bedanken uns herzlichst, dass Sie den tapferen, tragischen Helden auf vier Pfoten so toll aufgefangen und aufgenommen haben! Wir wünschen Ihnen und Zero, dass er bald seine Verlustängste vergessen hat und Sie wieder mehr Freiheiten haben – aber trotzdem die Work-Life-Balance stimmt – eben wegen Zero.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.


Lucky, Siberian Husky, wird zu Teddy, Alaskan Malamute

Den vierjährigen Lucky übernahmen wir seinerzeit von einem Tierheim, das ihn uns als Siberian Husky ankündigte, der von seinem Vorbesitzer wegen eines „Vorfalls“ abgegeben worden war, Lucky hatte wohl geschnappt. Aus dem Auto stieg ein handfester Malamute-Bursche, der auch nicht umsonst eineinhalb Jahre brauchte, um die passenden Menschen mit dem entsprechenden Mut zu finden. Natürlich konnte er nichts dafür, er war offen-sichtlich reizarm aufgewachsen und schnell unsicher und überfordert, sowohl mit Situationen als auch mit ihm unbekannten Menschen. Lucky entschied selbst, wem er vertraute und wem nicht. Lange war er unser großes Sorgenkind, aber jetzt hat er uns den Rücken gekehrt – er hat Menschen gefunden, bei denen das Vertrauen auf Gegenseitigkeit beruht. Ein offensichtlich relaxter Teddy meldet sich mit vielen Fotos:

„Hallo Ihr Lieben,

ich bin's … euer Teddy aka Lucky.

Mein neues Personal meint, „Lucky“ ist kein Name für einen Malamute, so kann man höchstens einen Papagei nennen. Ist mir ziemlich egal, Hauptsache der Service stimmt 😉

Auf dem Weg in die neue Heimat, Start in Burladingen.

Lucky auf dem Weg in sein neues Glück

Ich habe mich in meiner neuen Heimat, der Südpfalz ,eigentlich direkt wohl gefühlt. Mein neuer Garten ...
Teddy in seinem neuen Garten

Mein erster Besuch im Pfälzer Wald …
Teddy

Ausruhen auf der Couch … die habe ich ganz für mich alleine.
Teddy auf seiner Couch

Besuch in Karlsruhe mit Eisverpflegung ... Ich kann Euch sagen: Das schmeckt…!
Teddy schleckt Eis

Zweiter Besuch im Pfälzer Wald mit Burgenbesuch: Ein bisschen Kultur muss sein…
Teddy macht auf Kultur

Pause …
Teddy

Also … Fazit: In der Pfalz kann man es aushalten. Ich werde nicht mehr zurückkommen, denn hier fühle ich mich bei meiner neuen Familie pudelwohl.

Vielen Dank, dass Ihr euch 1 ½ Jahre um mich gekümmert habt. Werde ich euch nicht vergessen.

Liebe Grüße
Euer Teddy aka Lucky“

Zugegeben, klingt vielleicht ein wenig größenwahnsinnig, halt typisch Lucky – Verzeihung Teddy. Wir freuen uns riesig, dass unser ehemaliges Sorgenfell es endlich geschafft hat und wünschen dem ganzen Rudel noch viele schöne Jahre.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Romi aka Romulus – endlich das Leben, von dem er im Treppenhaus nur träumen konnte

Romulus

Wie viele seiner sieben Jahre der Malamute-Rüde Romulus zusammen mit seinem Bruder Remus in einem Treppenhaus leben musste, ohne Familienanschluss und Auslauf, ist nicht bekannt.Romulus Zu ihrem Glück wurden die beiden letztendlich beschlagnahmt, zogen in unserer Station ein und waren fortan als „die Römer“ bekannt. Trotz der Misshandlungen hat sich Romi, wie er nun von seiner neuen Familie zärtlich genannt wird, stets seine Offenheit und Freundlichkeit gegenüber Menschen bewahrt. Anfangs kam er nur mit seinem Bruder und Hündinnen klar, aber das änderte sich: Bei Hündinnen war er natürlich weiterhin Gentleman, aber eine gemeinsame Vermittlung zusammen mit seinem Bruder wäre nicht mehr erstrebenswert gewesen, selbst wenn wir Menschen gefunden hätten, die sich diese beiden prächtigen Malamute-Buben im Doppelpack zugetraut hätten. Inzwischen ist Romi zu nahezu allen Hunden, ob männlich oder weiblich, freundlich. Und er hat in der kurzen Zeit in seinem neuen Zuhause schon viel Neues erlebt, wie der Bericht von Romis Menschen zeigt:

                                                               Romulus

„Der große Kuschelbär Romi hat seit Mitte August bei uns sein neues Zuhause gefunden. Wir wohnen mit ihm zusammen in einer Wohnung in Ludwigsburg, wo er gerne seine Zeit mit ausgiebigen Schläfchen verbringt. Romulus hält sein SchläfchenEr macht es sich sehr gerne auf dem Sofa bequem oder liegt schlaftrunken und träumend am Boden, die Beine in Laufbewegungen über den Boden streifend. Es gibt nur ein paar wenige Geräusche, die ihn zum „Leben“ erwecken.

                                      Romi

Diese hat er sich ganz genau gemerkt und springt schneller auf, als man sehen kann. Wir sprechen also von den Momenten, wenn sich der Schlüssel zum Futterschrank dreht, wenn die Leinen klimpern oder wenn sich Haus- und Wohnungstüren öffnen. Im Flur begrüßt er uns schwanzwedelnd oder schaut neugierig, was wir vorhaben. Er weiß mittlerweile, dass er es beim Aufbruch zum Spaziergang nicht mehr so eilig haben muss. Auch unterwegs schlendert er gerne umher, obwohl er sich auch mit Vorliebe zum gemeinsamen Fangenspielen oder zu einem Wettrennen animieren lässt! Spaziergänge durch Wald und Stadtpark und über Felder lässt er sich nicht entgehen. Die Bewegung und das abwechslungsreiche Futter aus Frischfleisch, Gemüse und Obst oder Trockenfutter haben ihm, seit er da ist, sehr gut getan, sodass er sogar ein paar Kilos abgespeckt hat. Er hat sich ziemlich gut eingelebt und fühlt sich sichtlich wohl bei uns. Regelmäßig fordert er seine Kuschel- und Streicheleinheiten ein. Das Alleinsein kennt Romi noch nicht wirklich, mindestens sein Bruder Remus muss stets an seiner Seite gewesen sein. Aber wir üben mit ihm, damit er lernt, mit der Aufregung umzugehen. Romi

Die Hundeverträglichkeit hat sich mittlerweile auch als positiv herausgestellt. Wenn er anderen Hunden begegnet, bleibt Romi meist locker und beachtet sie kaum. Nur bei einem Hund, welcher bereits von weitem wild an der Leine herumgesprungen war, hatte Romi bisher Abwehrlaute von sich gegeben. Mit anderen Hunden ist er also ganz anders wie erwartet und überaus entspannt. Nur Kätzchen und Eichhörnchen würde er noch gerne verfolgen. Eichhörnchen sieht er sich mittlerweile meist nur noch an, weil er weiß, dass er sie niemals erwischen würde.

Romi hat viele neue Menschen und Hunde kennengelernt. In Ludwigsburg hat er eine Huskyfreundin gefunden, die ihn stets freundlich begrüßt, wenn wir an ihres Herrchens Garten vorbeikommen. Er durfte mit ihr sogar im Garten ohne Leine umher tollen. Wenn unsere Freunde zu Besuch kommen, freut er sich und begrüßt sie. Auch die Verwandtschaft in Schwäbisch Hall und in Bielefeld hat Romi kennengelernt. Er wurde überall herzlich willkommen geheißen. Er hat also schon einige mehrtägige Reisen mit seinem neuen Rudel unternommen und gelernt, dass wir drei viele tolle Sachen unternehmen und auch mal in anderen Städten mit ihm übernachten. In der Woche zu Besuch in Bielefeld haben wir außerdem im nahegelegenen Tierpark Olderdissen heimische Tiere wie Rotwild, Gamsen, Wildkatzen und Luchse und sogar echte Wölfe angesehen! Als er das Wolfspaar im Gehege sah, war Romi leicht aufgeregt und fiepte schwanzwedelnd.

                                                                                 Romi

Es macht sehr viel Spaß mit Romi, und wir sind sehr froh, ihn in unserem Leben zu haben. Wir würden ihn heute nicht mehr missen wollen.

Familie B. mit Romi“

Wir hingegen vermissen den großen Teddy in der Station– aber wir sind sehr froh, dass Romi nun den Platz gefunden hat, wo „Leben“ stattfindet. Wir bedanken uns bei Romis neuen Menschen, dass Sie ihn so herzlich aufgenommen haben, und wünschen Ihnen allen noch viele schöne Erlebnisse.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Die großen Leute sind wirklich sehr sonderbar.
(Antoine de Saint-Exupéry – aus „der kleine Prinz“)

Finn-Bruno

Finn-Bruno (jetzt Jaro), einer von vielen Welpen bei denen sich die Käufer eingestehen müssen, unüberlegt gehandelt zu haben.Jaro Auch bei Finn-Bruno musste „Mann“ sich eingestehen, diesem Energiebündel nicht gerecht zu werden. Gerade bei den ganz jungen Hunden finden wir es vorteilhaft, wenn sich Interessenten vormerken lassen und die Hunde dann nicht auf der Website vorgestellt werden müssen. Wegen der Entfernung zur Pflegestelle bekamen wir die konkrete Zusage jedoch erst nach einem Besuch, so dass wir Finn-Bruno auch auf unserer HP vorstellten. Trotz einiger Anfragen waren wir sicher, dass Fam. R.-M. die passenden Menschen sein würden, was sich nach dem Besuch und der ersten Rückmeldung nun auch bestätigt hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

„Liebes Polarhunde-Nothilfe-Team nebst allen Pflegestellen,

zunächst herzlichen Dank für die reibungslose Abwicklung der Vermittlung unserer neuen Fellnase, durch Ihre endlose Geduld hat alles super geklappt, und der weite Weg vom Allgäu nach NRW hat sich alle Male gelohnt für alle Beteiligten.

                                           Jaro 

Jaro (4 Monate) lebt jetzt schon eine Weile bei uns und entwickelt sich prächtig. Die kleine Rakete hält uns auf Trab, aber da wir uns gerne bewegen ist er der perfekte Hund für uns. Wir warten schon ungeduldig auf Schnee, dass er mit uns tolle Berg- und Skitouren erleben kann.

Derweil nutzen wir die Zeit mit Hundetraining und üben alle notwendigen Kommandos ein. Es wird natürlich dann auch ausgiebig gespielt, sodass wir abends alle platt sind. Da der Kleine nicht ganz stubenrein war, hat es noch etwas gedauert, aber nach 1 1/2 Wochen hat er kapiert wie der Hase läuft.

Jaro kann mittlerweile nach anfänglichem Gemecker vormittags ein paar Stunden alleine sein mit Hilfe einer großen Box. Er braucht jetzt schon genaue Ansagen um sich im Rudel orientieren zu können, darf aber auch noch Hundekind sein: Toben, Spielen und Blödeln. Jaro

Vor allem sieht er in allen Hunden und Menschen Spielgefährten, da muss man ihm bei der Auswahl noch behilflich sein. Wir haben fast täglich Kontakt zu etlichen Hunden, und werden kommenden Monat mit der Beziehungsarbeit und Hundegruppe beginnen.

Die ganze Familie ist glücklich ein neues Mitglied zu haben.... Wir haben jetzt schon einen Superhund, der natürlich Husky like etwas stur und eigensinnig ist, aber genau das lieben wir an dieser Rasse. Anbei auch ein paar Bilder.

Jaro

Bis bald, und wir brauchen Euch, Ihr macht einen guten Job!

Martina R. & Familie mit Jaro“