Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde e.V. danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im September 2017 ein neues Zuhause gefunden haben

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Aron – zum ersten, zum zweiten, zum dritten, zum vierten und zum fünften

Pelle

Nein, versteigert wurde unser liebenswerter Labradoodle-Strubbel-Exote nicht! Aber nachdem Aron es zunächst als Vermittlungskandidat auf unsere Website geschafft hatte, schaffte er es auch zu unser aller Freude, über uns eine neue Familie zu finden. Die fünfte in seinem zweijährigen Leben, und, natürlich können auch wir nicht vorhersehen, aber so wie es im Moment aussieht und wie wir hoffen, die letzte. Seine vierten Besitzer waren völlig überfordert, als Aron sein Fressen mit Zähnen verteidigte; binnen Stunden sollte er daraufhin sein „Zuhause“ verlassen.Pelle Dabei gehört solche Ressourcenverteidigung zum natürlichen Verhalten eines Hundes, beim einen mehr, beim anderen weniger. Viele Menschen glauben jedoch, dass Hund es zulassen muss, dass Mensch ihm alles jederzeit wegnehmen darf. Hund knurrt, dies deutet Mensch als Aggressivität, bestraft es, Hund versteht nicht, wofür er bestraft wird, schnappt – und hat Erfolg: Endlich lässt Mensch ihn in Ruhe fressen. Wie es weitergeht, kann man sich denken. In Arons neuem Zuhause weiß man, wie man sein Vertrauen neu gewinnt. Aron hat sich nach ein paar Eingewöhnungsschwierigkeiten gut eingelebt und heißt jetzt, zum Zeichen des Neuanfangs, Pelle. Hier sein erster Bericht.

Pelle

Liebe Schwarzwälder Polarhunde, liebes Hunde-Pflegeteam,

Pelle tiefentspanntseit Juli bin ich jetzt in meinem neuen Zuhause angekommen. Zu Beginn war es manchmal schwierig, weil ich gar nicht so recht wusste, wie ich mich Katzen und anderen Hunden gegenüber verhalten soll, und weil ich zudem fest davon ausgegangen bin, dass ich hier der Chef bin.

Telefonate und Nachrichten mit der Nothilfe und zwei weiteren Hundetrainerinnen waren sehr hilfreich beim Finden meines Platzes. Mit der Zeit habe ich nun bereits gelernt, dass Frauchen das Sagen hat und ich mich entspannen kann und nicht jeden tadeln muss, sondern mit anderen Fellnasen toben und spielen kann. Leider sind viele hier bereits im gesetzteren Alter, sodass Frauchen ständig auf der Suche nach Spielgefährten ist.

Zwei Mal pro Woche besuche ich nun eine HuTa (Hundetagesstätte), wo ich den ganzen Tag im Wasser planschen und Sandburgen bauen darf. Dort habe ich seit kurzem auch eine neue Freundin in meinem Alter (Maya). Pelle im Urlaub

Gerade waren wir im Urlaub in Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte. Das Wasser finde ich super spannend, traue mich aber noch nicht ganz richtig, schwimmen zu gehen.

Soooo schön kann das Leben sein ... lange Spaziergänge, Spieleinheiten und gaaanz viel Kuscheln und Liebe.

Pelle

Euer Pelle (ehemals Aron)

Wir freuen uns riesig für Pelle, dass er nun sein „Hundeleben“ in all seinen Facetten entspannt genießen kann. Er hat es so verdient, endlich verstanden zu werden und ankommen zu dürfen! Alles Gute, lieber Pelle, Dir und Deiner Familie, und lass ab und zu von Dir hören!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.

 


„Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und von nichts den Wert.“
 (Oscar Wilde)

Mikito hatten wir vorgestellt, weil dieser kleine Kerl wegen seines Alters und seiner (Fast-) Blindheit keine Chance auf ein Zuhause hatte. Aber hier wurde und wieder gezeigt, dass es immer wieder Menschen gibt, die einfach nur einem Tier helfen wollen – keine Erwartungen an Optik und Charakter haben, sondern das Bild eines wirklich tierlieben Menschen verkörpern. Mikito genießt sein Leben, dass ihm neu geschenkt wurde. Mikito

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

Hallo liebes Team,

mein Name ist Mikito, bin 6 Jahre alt, und man hatte mich im Wald ausgesetzt, wo ich gestorben wäre, wenn eine Frau mich nicht gefunden und zu Maja gebracht hätte. Sie kümmert sich mit ihrem wenigen Geld um Hunde, die ausgesetzt werden oder die einen Tierarzt brauchen. Ich hatte bei ihr Futter und sie streichelte mich, wenn es die Zeit zuließ, aber ein richtiges Zuhause war es nicht.

                       MikitoMikito

Aber nun habe ich endlich in Hessen ein schönes neues Zuhause gefunden. Futter und Wasser sind immer da. Ich bin sehr froh, dass ich bei meinen neuen Frauchen und Familie gelandet bin. Sie gehen mit mir Gassi, mit dem Spielen habe ich es nicht so, aber ich bekomme viele Streicheleinheiten.

Leider wurden neben meiner Blindheit auch noch Herzgeräusche beim Tierarzt festgestellt. Eine Ultraschalluntersuchung zeigte dann eine Herzklappe, die nicht richtig funktioniert. Jetzt bekomme ich jeden Tag Tabletten für mein Herz.

Aber ich darf bei meiner Familie bleiben, sie lieben mich auch so wie ich bin. Ein ganz braver Kerl, ein Goldschatz, wie mein Frauchen immer sagt. Ich habe jetzt eine zweite Decke bekommen, wo ich schön kuscheln kann. Mein neues Körbchen wollte ich nämlich nicht, das gefiel mir gar nicht, das habe ich zerbissen. Da schlafe ich lieber auf meinen Decken.

Ich fahre gerne Auto und war schon im Urlaub. Im Oktober geht es noch mal an die Nordsee und ich darf wieder mit.

Ich glaube, ich muss schon ein toller Hund sein, hier fühle ich mich wohl und werde geliebt.

Viele Grüße
Euer Mikito
(Die Äußerungen von Mikito wurden von uns hoffentlich weitgehend richtig übersetzt und hier niedergeschrieben)


Wir haben Post von Meilo (jetzt Taron) bekommen und da wir wissen, dass es ganz viele Stammbesucher unserer Seite interessiert wie es ihm gerade so geht, möchten wir alle nachstehend informieren:

Hallo liebes Nothilfe-Team,

fangen wir mit den guten Nachrichten an: Taron hat in der Zeit bei uns noch mal knapp 2,5 kg abgenommen , was bei so wenig Bewegung viel ist, und wiegt jetzt 46,2 kg.

Die Röntgenbilder von gestern geben noch keine eindeutige Entwarnung, ob die Kniescheibe wirklich da sitzt wo sie sitzen soll. Im Knie befindet sich auf jeden Fall noch ein Bluterguss der noch abklingen muss. Das erklärt auch, dass er noch nicht richtig läuft. Er bekommt noch einen Monat Schmerzmittel und in 2 Monaten wird das Knie nochmals untersucht.

Weitere Schmerzen verursachen auch seine kurzen Krallen, die durch das Schleifen auf dem Boden bis zu den Nerven abgeschliffen sind. Vor allem sein operiertes Bein fing bei Spaziergängen an zu bluten.

Meilo

Um ihm schmerzfreie Spaziergänge zu ermöglichen hat er jetzt Schuhe bekommen und der Fuß am schlimmen Bein ist geschützt. Auf jeden Fall ist er auf dem Weg der Besserung, auch wenn es etwas länger dauert.

Mit der Blase gab es auch keine Rückfälle und er verliert nichts mehr ungewollt.

Wir wünschen noch ein schönes Wochenende und bis bald

liebe Grüße
Fam. H.


 

Aus Meilo wurde Diesel und aus Diesel dann wieder Meilo und als das Glück in Form zweier toller Menschen zu Besuch kam, wurde aus Meilo Taron…

So veränderlich sein Name war, so auch sein Schicksal. Wir hätten nicht zu hoffen gewagt, dass ihn so viele Menschen spontan finanziell unterstützten und die OP ohne Komplikationen verlief. Aber das Wunder an sich, ist ein Ehepaar, das eine blinde Malamute Hündin hat und ohne jedwede Voreingenommenheit und zögern, nach einem gemeinsamen Besuch mit ihrer Hündin, Meilo einen Platz für immer geben wollte. Wegen der vorhandenen Katzen haben wir nochmals 14 Tage vergehen lassen, aber es steht endgültig fest:

Meilo, jetzt Taron

TARON’s Glück ist perfekt – er hat ein Zuhause!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

Lesen Sie selbst, was es Neues zu berichten gibt:

Bericht 1:Taron

Meilo ist endlich am Samstag, den 12.08. bei uns eingezogen.

Im Vorfeld hatten wir uns bereits Gedanken gemacht, welcher Name für Meilo zutreffender wäre... und so ist aus Meilo - Taron, was ja bekanntlich für Donner steht, geworden.

                                              Taron und Manuk Taron

Der Umzug verlief ohne Probleme und Taron hat sich gleich zu Hause gefühlt. Den Umgang mit Katzen werden wir noch etwas üben müssen, da wir uns noch nicht sicher sind, ob er mit ihnen spielen möchte oder sie doch zum fressen gern hat. Da unsere Katzen im Umgang mit Hunden recht cool reagieren, zeigen sie Neugier statt Angst und es ist Taron der zurückgehalten werden muss. Aber das bekommen wir mit der Zeit in den Griff. Mit wedelndem Schwanz zeigt er Interesse, aber er ist halt ein großes Energiebündel das man bremsen muss.

Taron ist eine reine Frohnatur und zeigt sich von seiner besten Seite.
Nun darf er sich aber erstmal von der OP erholen, sein neues zu Hause kennen lernen und bei kurzen Spaziergängen schon etwas Gegend inspizieren.

Kurze Zeit später kam Bericht 2: Taron

Taron fügt sich sehr gut in das Familienleben ein und ist einfach nur ein Goldstück.
Wir waren auch bei unserem Tierarzt und er wurde geimpft, mit tapferer Gelassenheit hat er die Impfung überstanden und weder gezuckt noch gejault, wir glauben, er hat die Piekser noch nicht mal gespürt.

Sein Bein verheilt optimal und er macht Fortschritte was das Belasten angeht.
Morgen kommt unsere Tierheilpraktikerin und wir schauen mal, was wir gegen die leichte Inkontinenz tun können.

Wir freuen uns schon auf die Zeit in der er an ausgiebigen Spaziergängen teilnehmen kann und noch etwas für seine Figur tut.., z.zt liegt sein Gewicht bei 48,5 kg.

Mit den Katzen wird weiter trainiert – wir sind aber sicher, dass das auch noch richtig klappen wird. Wenn Taron erst einmal an den großen Runden teilhaben darf, wird er sich die Zeit nicht mehr mit „Katzen ärgern“ vertreiben.

Taron

Ein großes Lob und Danke an alle die ihn nicht aufgegeben haben und Taron die Möglichkeit geben, zu zeigen was er für ein toller Hund vom Wesen und Charakter er ist – einfach ein Schatz auf vier Pfoten.

Viele liebe Grüße
Angelika und Hanjo H. mit Manuk und Taron