Die "Glückspelze" der Nothilfe für Polarhunde danken allen, die mitgeholfen haben, ihnen einen Platz zum Leben zu geben.
Nordische, die im Dezember 2019 ein neues Zuhause gefunden haben

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Malek – der glückliche gewinnt Selbstbewusstsein!

Malek geht GassiMalek übt GassiMalek lebte seit seiner Geburt am 22.09.2011 acht Jahre lang mit seinem Wurfbruder Kyro in Zwingerhaltung zusammen. Bei ihrer Ankunft auf der Station im Sommer ‚klebten‘ sie auch regelrecht zusammen, sicher nicht zuletzt wegen der neuen Lebenssituation. Wir entschlossen uns mit den Brüdern getrennt in die Natur zu gehen, um ihre Orientierung am begleitenden Menschen zu fördern. Anfangs war Malek völlig hektisch unterwegs, wurde aber zunehmend ruhiger.

Abholung

Malek daheimAls im Oktober Interessenten mit ihrem Rüden auf die Station kamen, bestätigte sich unsere Entscheidung. Der feine, liebenswerte Malek verhielt sich anständig zu seinem neuen hündischen Partner und lebt jetzt mit ihm. Seine Menschen haben auch das Gefühl, dass er sich im neuen Zuhause zu einem selbstbewussten Hund entwickelt. Er ist zwischenzeitlich voll im Alltag integriert, hat dazu viel Bewegung und macht mit Frauchen Bürodienst. Wenn er Tendenzen zum ‚Aufmucken‘ zeigte, konnten die durch feinfühlige Gegenmaßnahmen der Familie alle geglättet werden.

Malek im neuen Heim

Wir freuen uns sehr über die Fortschritte und danken der zwei- und vierbeinigen Familie herzlich für ihre Empathie und wünschen noch eine lange Zeit mit viel Freude zusammen!

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt

 


Nanooki – lebt jetzt da, wo andere Urlaub machen

Nanooki

NanookiNanookiNanookis Start ins Leben, sie erblickte am 08.08.2018 das Licht der Welt, war wohl nicht ideal, sonst wäre sie sicherlich mit knapp einem Jahr nicht auf den Hasleberg gebracht worden. Sie blieb jedoch ‚unverdorben‘ und bringt somit beste Voraussetzungen mit, sich einer neuen Umgebung zusammen mit neuen Menschen eine ‚Neue Zukunft‘ zu gestalten. Sie wurde auf der Station erst einmal sehr behutsam in die gemischte Gruppe eingewöhnt, da ihr Kontakt zu älteren Artgenossen anscheinend unbekannt war. Das junge Alaskan Malamate-Mädchen fand allerdings rassetypischen Menschen gleich wunderbar und schmust sehr gerne.

Nanooki

Es dauerte nicht allzu lange, bis ihre neue Familie auf sie aufmerksam wurde. Nanooki bekam mehrmals Besuch und freute sich sehr, Anfang Oktober mit ins Auto steigen und nach Hause fahren zu dürfen. Das war sehr spannend für sie! Die Startschwierigkeiten bezüglich Stubenreinheit bekam die Familie mit Fingerspitzengefühl schnell in den Griff. Auch das Zusammenleben mit den zwei kleinen Kindern klappt gut. Das erste Resümee: der zweite Start ins Leben im neuen Zuhause mit weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in alle Richtungen ist gelungen!

Nanooki

Wir sind in Kontakt und überzeugt, dass die Menschen Nanooki im Kreise ihrer Familie in die richtigen Bahnen lenken werden.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen, wir wünschen Ihnen ein langes fröhliches gemeinsames Leben mit der hübschen jungen Fellnase!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt


Big Nanuk – der Beau mit den zwei Seiten

Big Nanuk lebte nach seiner Geburt am 11.12.2016 bald in einer Familie, bis diese ihn im Oktober 2018 wegen Schnappens nach einem Kleinkind zu uns auf die Schwäbische Alb brachte. Der junge Rüde mit der imposanten Ausstrahlung zeigte sich bei uns etwas futterneidisch und verteidigte manchmal Ressourcen, war aber uns Menschen in der Station gegenüber meist höchst anständig. Wir suchten nach hundeerfahrenen Menschen und ‚Big‘ durfte im April 2019 umziehen. Mit der Veränderung war er wohl nicht einverstanden und benahm sich im neuen Zuhause absolut daneben, was ihn postwendend zurück auf den Hasleberg führte, worüber er sich regelrecht zu freuen schien. Nach intensiver Beobachtung und zielgerichteten Übungen in der Station wagte seine endgültige neue Familie den Umzug mit ihm nach Hause.Big NanukBauch kraulen

„Liebes Team der Station, liebe Freunde der Polarhundhilfe,

mein Auszug ist nun schon zwei Monate her. Höchste Zeit also für ein kleines Lebenszeichen.

Da ich ja bekannter Maßen kein großer Freund von Veränderungen bin, war ich zunächst sehr skeptisch. Unterkunft und Verpflegung waren auf dem Hasleberg sehr zu meiner Zufriedenheit, die Beschäftigung ganz nach meinem Geschmack. Wozu also umziehen?

Durst

Meine Zweifel habe ich dann auch deutlich zum Ausdruck gebracht und mich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gewehrt. Aber weder mein nordischer Dickkopf, noch die vermeintlich verstopften Ohren, noch nicht einmal deutliches Knurren und der wiederholte Einsatz meiner Zähne haben geholfen. Herr und Frau Zweibeiner sind hartnäckig. Egal wie spinnig ich mich auch benehme, sie scheinen mich zu mögen. Und die beiden, zur Familie gehörenden, freundlichen Fellmädels ebenso. Es blieb mir also gar nichts anderes übrig, als mich auf das Abenteuer einzulassen.
Inzwischen unternehmen wir jeden Tag ausgiebige Spaziergänge in die Umgebung. Für mich gibt es dabei viel Neues zu entdecken und die eine oder andere Benimmregel zu lernen:RennenBig Nanuk

Fremde Hunde werden nicht provoziert,
auf Provokationen anderer nicht eingestiegen,
Erdklumpen werden nicht nach Hause getragen,
aus Pfützen wird nicht getrunken,
an Gartenzäune und Gebäude wird nicht gepieselt.

Dafür gibt es Rennspiele mit Herrn Zweibeiner und den Fellmädels und kleine Übungen und Suchspiele mit Frau Zweibeiner. Ist insgesamt gar nicht so schlecht.
Frau Zweibeiner sagt mir oft, ich sei ein wirklich schlaues Kerlchen. Wusste ich zwar schon, tut aber dennoch gut, es auch gesagt zu bekommen. Macht irgendwie so ein warmes Gefühl in der Brust und verleitet mich immer öfter dazu einfach mitzumachen.

Bignanuk und die Mädels

Also führen wir die Diskussion, um für mich geeignete Liegeplätze, nur noch selten. Meinen Futternapf gebe ich jetzt freiwillig ab, natürlich gegen eine kleine Belohnung. Knabbereien fresse ich sofort. Das Sofa im Wohnzimmer ist tabu, ebenso wie Essen stehlen in der Küche. Dafür darf ich zusammen mit Jolly und Gaia zum morgendlichen Begrüßungsschmusen ins große Bett. Fellpflege versuche ich zu vermeiden, Bauch streicheln dagegen finde ich klasse. So verlaufen die meisten Tagen mittlerweile für uns alle angenehm und entspannt.

Veränderungen im Tagesablauf allerdings finde ich doof. Dann brummel ich gern wieder herum und vergesse die mit Herrn und Frau Zweibeiner getroffenen Absprachen über gutes Benehmen. Aber das bekommen wir gemeinsam auch noch in den Griff, meinen die Beiden. Schau`n wir mal! Ich werde euch davon berichten.

Das neue Rudel

Liebe Grüße,
euer Nanu mit seiner neuen Familie.“

Liebe Familie M.-W.,
wir sind sehr froh und dankbar, dass Ihr Big Nanuk seine Chance gegeben habt! Vielen Dank für Eure Kompetenz, Geduld und auch die Leidensfähigkeit, die Ihr zum Wohle dieses - auf seine ganz eigene Art außergewöhnlichen - Notfells einsetzt. Wir sind sicher, die gewünschten Erfolge werden sich weiter einstellen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt


Marley – der glückliche Drittklässler!

Marley

Marley kam Mitte Dezember 2018 zu uns auf die Alb, weil er große Probleme mit dem Alleine bleiben bei seiner Familie zeigte. Der junge Hübsche - geboren wurde er am 20.10.207 - zeigte deutlich, dass er noch enorm viel lernen muss. Nach ca. einer halben Stunde Beschäftigung mit Mensch und Hund war der nette Kerl völlig Reiz-überflutet.Marley

Wir schulten ihn gewissermaßen in der ersten Klasse ein und begannen mit den Grundlagen: Ruhe aushalten, Entspannung annehmen und trotzdem Spaß dabei haben, anständig Geschirr anziehen, ruhig durch Türen gehen und auf die Körpersprache seines Menschen achten. Marley ist schlau und hat Spaß am Lernen und erreichte bald das erste Klassenziel!

Die Steigerung war der tägliche Spaziergang an lockerer Leine mit Ausweichübungen und Mobility-Einlagen in der Natur für den Spaß. Sogar Alleine-bleiben gehörte zum Unterricht. Im Herbst 2019 konnten wir ihn getrost seinen Interessenten übergeben. Nach einem letzten Spaziergang über die Alb mit seiner neuen Familie fuhr er nach Hause.

Seine ‚Klassenlehrerin‘ und auch Ivokey, der dem Schnösel anfangs eher genervt den Hunde-Knigge lehrte, bekamen schon ein bisschen den Herbst-Blues. Ist ja auch kein Wunder nach so langem intensivem Zusammenleben. Aber alle haben wir uns riesig über die Rückmeldungen gefreut!

Seinen 2. Geburtstag konnte er kurz nach seinem Umzug schon im Kreise der Familie mit einem Riesenknochen feiern!

Marley

Es läuft sehr gut im neuen Zuhause und Marley hält alle drei Generationen unter einem Dach auf Trapp. Vielleicht schickt er uns ja später auch mal Post, wenn er wieder mehr Zeit hat. Wir sind schwer gespannt auf sein weiteres glückliches Leben und natürlich, wie es in der Schule so weitergeht.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt