Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

Sally – ist das Fischkino zugefroren?

Sally

SallySallyBeim Glücklich-vermittelt-Text hatten wir uns schon gewundert, dass unser Temperamentsbündel Sally, die knapp zweijährige American-Akita-Hündin aus Zwingerhaltung, stillsitzen kann. Ihr „Fischkino“ ist nun wahrscheinlich wegen Eisschicht geschlossen, und so muss die Prinzessin nun mit dem Fernseher als Einschlafhilfe vorlieb nehmen. Dass sie aber bei weitem nicht nur schläft, zeigen herrliche Fotos aus dem Thüringer Wald:

Sally

„Sally fühlt sich im Thüringer Wald sehr wohl, besonders wenn es schneit! Aber auch ein Nickerchen vorm Fernseher lehnt sie natürlich nicht ab. Und ihre Umgebung erkundet sie jeden Tag von neuen. Auf den Punkt gebracht: Sally fühlt sich Pudel-"Akita"-wohl, so wie wir auch mit ihr unsere große Freude haben.“

Sally

Herzlichen Dank für die Fotos und weiterhin viel Spaß wünscht

das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Nita – der Diamant mit vielen Facetten: von süß über Jodlerin, Orchideenkillerin bis Kröte mit „mordsmäßig Charakter“

Nita

Nita war als ganz junges Husky-Fräulein zu uns in die Vermittlung gekommen. Ihre Welpenzeit hatte sie in Anbindehaltung verbringen müssen, und hätte eine engagierte Tierschützerin nicht die Traute besessen, Nita dort rauszuholen – nicht auszudenken. Aber für Nita war es offenbar rechtzeitig genug, oder sie hat so ein sonniges Gemüt, dass sie diese schlimmen Monate sehr gut wegstecken konnte. Und zum Glück fand sie ein Frauchen mit noch größerem Humor und einem gesunden, starken Nervenkostüm – was das Frauchen anscheinend beides auch noch mit der inzwischen zweijährigen Nita dringend zum Überleben braucht:

„Liebes Polarhunde-Team, NitaNita

aktive Grüße zum Neuen Jahr verbunden mit großem Respekt und Dank für Eure Arbeit von der Alleinunterhalterin und mir.

Dass der Wirbelwind nun schon über zwei Jahre alt ist, kann ich gar nicht glauben. Wahrscheinlich geht die Zeit so schnell vorbei, weil sie immer für eine Überraschung gut ist, und die Dinge selten so laufen, wie man denkt, weil ihr wieder irgendein Blödsinn einfällt und sie ein Hund ist, der definitiv genau weiß, was er will.

Das versucht sie vehement und ausgesprochen ausdauernd durchzusetzen. Man könnte auch sagen, sie hat mich im Griff. Ich sage, sie hat mordsmäßig Charakter. Manchmal nervt das aber auch furchtbar, und ich muss meine ganze Beherrschung ausfahren, um nicht auszuflippen. Seit Beginn unserer Zweisamkeit darf sie nicht in die Küche. DAS ist ihr egal. Sie braucht jedes Mal, JEDES MAL einen Hinweis. Alle, die jetzt sagen, das liegt an der Erziehung, dürfen gerne vorbeikommen und sich versuchen. Ich wette, das wird nicht klappen.

Nita

Sie beobachtet genau. Alles. Ihre Körpersprache ist unglaublich gut lesbar. Nach wie vor passiert es häufig, dass sie sich hinsetzt und bis zu fünfzehn Minuten ihr Drumherum wahrnimmt. Gestern Abend, letzter Kurzgang, sitzt sie auf der Wiese, Nase in die Luft und - Check. Sie sitzt und sitzt und sitzt. Ich knie daneben. Manchmal schleckt sie mich zwischendurch kurz ab. Danke Frauchen? Cool Frauchen, was da los ist!? Was auch immer das bedeutet. Wenn sie zu mir schaut, kann‘s weitergehen.Nita

Sie bellt selten. Wenn sie etwas SOFORT will, beginnt sie zu jodeln, springt hoch, hechelt zum Erbarmen, besonders wenn sie Hunger hat oder raus muss. Letzteres Gott sei Dank, das war ja am Anfang ein dickes Problem. Wenn ich aufstehe, ist der Spuk vorbei. Meist ist das dann so dringend gewesen, dass das Häufchen nach 30 Minuten Spaziergang fällt. Leinenführigkeit ist kein Problem, WENN ich ohne Begleitung rausgehe, KEINE Ablenkung da ist, der Wind ihr NICHT um die Ohren pfeift und was es da sonst noch alles gibt, was viel interessanter ist, als ordentlich in der Nähe von Frauchen zu gehen.

Sie hat viel gelernt (danke an meine (!) drei Trainer und Rat gebenden Freundinnen) und wendet es an, wenn sie Lust darauf hat. Wie im Lehrbuch "Rassebeschreibung Husky" Seite 1. Nita

Ganz langsam wächst ihr Spaß am Apportieren und Sniffeln, Mantrailen macht sie mit Leidenschaft. Mittlerweile ist sie etwas führbarer in unbekanntem Umfeld oder spannenden Situationen. Sie durfte ja mit zu Eurem Sommerfest und Weihnachtstag und war mit zwei Kumpels hier beim Tierheimfest dabei. Zum Glück gab‘s da eine Katzenecke. Beobachtungsposition einnehmen und liegenbleiben!

Beim Spielen darf sie in übersichtlichem Gelände von der Leine. Rückruf funktioniert super. Fleischwurst macht‘s möglich. Das gilt für katzen-, wild- und feldvogelfreie Gebiete. Joggen ist immer noch bis circa fünf Kilometer ok, dann wird‘s langweilig. Frau ist ja schließlich nicht zum Selbstzweck unterwegs, sondern will etwas erleben, vornehmlich über die Nase.

Alleinebleiben ist zwischenzeitlich ok, wenn ich aufgeräumt habe. Wenn nicht, räumt SIE AUS. Ganz konsequent. Rucksack, Schultasche, Handtasche, Mäppchen... Wenn‘s sein muss, wird dazu auch die Schiebetüre vom Flurschrank aufgeschoben. Immerhin bleibt seit einiger Zeit meistens alles heile. Ganz langsam kann ich auch wieder Orchideen auf die Fensterbank stellen.Nita Die Zeit der Orchideenleichen scheint vorbei zu sein.

Beim Umbau der Küche erwischte sie wegen einer Nachlässigkeit von mir eine Tafel Blockschokolade. Ich bemerkte es nicht und hatte, als ich aus der Schule nach Hause kam, einen Flummihund. Sie war nicht zu bremsen, kam nicht zur Ruhe. Wenn ich sie von der Leine gelassen hätte, wäre sie vermutlich bis zum Herzinfarkt durch die Gegend gerannt. Das war ganz schlimm. Bis ich wusste, was da passiert war, war es zu spät fürs Erbrechen. Also nachts zum Tierarzt, Infusion und Kohletabletten (SOLLTE JEDER VORRÄTIG HABEN ...). Dann Verbleib dort über Nacht inklusive Durchbeißen des ersten Infusionsschlauches. Ich bin so froh, dass sie es überlebt hat.

All das, was zu ihrem Zweitnamen "Kröte" beiträgt, ist aber vorbei, wenn sie einen zum Lachen bringt, ihr Nita-ist-so-goldig-und-süß-Gesicht aufsetzt und alle um die Finger wickelt. Eventuell sollte ich sie an ein Datingportal vermieten. Kaum ein Spaziergang, auf dem wir nicht angesprochen werden. Man hat sogar schon vermutet, sie sei ein Silberfuchs. Es gibt so viele schöne Erlebnisse mit ihr, das gleicht dann alle Seufzer des Tages über sie aus. Erst heute im Restaurant: Ein Herr bleibt an unserem Tisch stehen: "Das ist schon unglaublich, das Schönste hier im Raum liegt auf dem Boden".

Vor kurzem fiel mir auf, dass ich viele Schlafbilder von ihr habe. Klar, für alle anderen ist sie zu schnell oder ich zu langsam. Immer wieder muss ich an Eure Formulierung über sie auf Eurer Internetseite zur Vermittlung denken: "Der Rohdiamant muss noch geschliffen werden". Den Schliff lässt sie nur bedingt zu. Sie leuchtet ohne.

Viele liebe Grüße

Nita

Sabine und die Kröte“

Wir danken herzlich für diesen herzerfrischenden Bericht und wünschen weiterhin viel Freude, Humor und Spaß mit der Kröte (obwohl wir bislang der Meinung waren, wir hätten einen Husky vermittelt!?

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Das Traumtrio Grappa, Luna und Pino schickt Neujahrsgrüße

Grappa Luna und Pino(v.l.)

Drei Hunde, drei Aussehen und drei Charaktere, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Die gold-blonde Mischlingshündin Grappa, auf einem Auge blind, ansonsten junge und fitte 11 Jahre, brav abrufbar und verschmust; Husky-Border-Mix-Hündin Luna, auch an Jahren nicht mehr die jüngste, schwerhörig, aber ebenfalls sonst fit und intelligent; und Husky Pino, der Hahn im Korb, der Charmeur bei seinen beiden Damen. Die Zweibeiner – Menschen einer wie es scheint immer seltener werdenden Gattung, die weder nach dem Äußeren noch nach dem Alter schauen, sondern die einfach nur Notfellen, deren Chancen auf ein Zuhause schlecht stehen, ein Zuhause geben wollen.

„Liebes Team der Nothilfe,

wir drei, Grappa, Luna und Pino, und unsere Zweibeiner Thomas und Beate wünschen allen Vierbeinern in Gauselfingen und wo auch immer sie auf ein schönes Zuhause warten, gaaaaanz viel Glück, dass das bald klappt, und drücken fest die Daumen, dass das im neuen Jahr bald wahr wird. Wenn unsere Zweibeiner nicht mehr arbeiten müssten, dann würden sie auch noch Kappa zu sich holen und noch mehr von euch Brüdern und Schwestern ... aber leider geht das nicht ... aber was uns ganz wichtig ist: Wir sagen von ganzem Herzen DANKE für alles, was Ihr vom Team für die lieben Fellschnauzen macht und welch großartige Arbeit Ihr tagein tagaus leistet! Wenn Ihr uns nicht aufgenommen hättet, wären wir jetzt nicht hier und würden vielleicht auch nicht mehr leben...

Grappa Luna Pino

dicht beisammenAnbei ein paar neue Fotos von uns. Uns geht es hier super gut, und wir sind ein ganz braves und pazifistisches Trio, das von unseren Zweibeinern so sehr geliebt wird. Wir nagen sogar unsere Knochen auf einem Quadratmeter Boden - ja, wir liegen gern beim Nagen eng beieinander, beim Schlafen braucht aber jede und jeder sein eigenes Bett, aber davon gibt es genug hier in diesem großen schönen Haus.

Und noch ein paar Sätze unserer Zweibeiner:

PinoPino ist ein echter Gentleman und ist sehr lieb zu den Mädels. Er springt und spielt gern, und er lernt gerade nochmals ordentlich und mit Erfolg das Komm-Kommando zu befolgen. Nach mehr als einem halben Jahr bei uns ist er vertrauensvoll "aufgetaut" und schon längst bei uns angekommen. Man kann in ihm lesen wie in einem offenen Buch, und das macht den Umgang mit ihm klar und eindeutig. Zu anderen Hunden ist er friedlich und eine "große Klappe" hat er nur, wenn er spielen will oder hungrig ist.

Luna ist zwar inzwischen schwerhörig, aber sie riecht immer noch super gut, sucht gern versteckte Leckerlis und ist auch noch fit genug, lange Spaziergänge zu schaffen. Danach schläft sie wie ein Murmeltier tief und fest. Sie ist eine alte schlaue Lady und freut sich nach wie vor, wenn sie ihre Intelligenz einsetzen kann.

Pino

Grappa zieht mit elf Jahren immer noch gern am Zehn-Meter-Seil, wirkt viel jünger, weil sie so bewegungsfreudig ist, kommt fast immer brav, wenn man sie abruft, und ist trotz ihres blinden Auges fit und wendig und gern Seite an Seite mit Pino beim Spaziergang unterwegs. Sie ist die Verschmusteste von den dreien.

Die Drei sind ein rundum wunderbares Trio, und wir sind glücklich mit ihnen - und wir meinen zu spüren, sie auch mit uns. Wir hoffen, unsere Schätze bleiben noch lange gesund an unserer Seite.

Grapp, Luna und Pino

Alles Gute und viel Kraft und Ausdauer allen vom Team! Für alle ein gesundes und glückliches 2018 mit ganz vielen erfolgreichen Vermittlungen und wenig traurigen Fällen.

Herzliche Grüße aus Ettenheim

B.R. und T. B.-M“.

Wir sagen herzlichst Danke für die guten Wünsche und geben diese gerne zurück – auf eine noch lange gemeinsame Zeit! Wir wissen Grappa, Luna und Pino in den besten Händen – ein sehr beruhigendes Gefühl!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Nahla – Happy Birthday!

Nahla

Das vierjährige Malamute-Mix-Mädel, das wegen Zeitmangels abgegeben worden war, lebt nun seit Anfang September in ihrer neuen Familie. In ihrem Bericht schildert sie ihre aufregende Vermittlung und ihre nicht minder aufregenden ersten Monate (inklusive Kastration).

„Hallo!

NahlaKönnt Ihr Euch noch an mich erinnern? Ich bin Nahla und möchte Euch meine Geschichte erzählen.

Es begann am 27. August 2017, einem wunderschönen Sonntag. Alle meine Kumpels wurden zum Gassigehen abgeholt, nur ich musste zurück bleiben. Das hab ich nicht toll gefunden und darum auch mit lautem Geheul meinen Unmut zum Ausdruck gebracht. Doch plötzlich kamen zwei fremde Menschen an den Zaun und redeten beruhigend auf mich ein. Sie haben mich auch gestreichelt, was ich sehr schön fand. Kurz darauf wurde ich aus dem Gehege geholt, und die zwei Menschen gingen mit mir spazieren. Wir haben uns sofort verstanden. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie haben mit der Frau von der Nothilfe besprochen, dass sie mich haben möchten. Doch dann sind sie wieder ohne mich abgefahren. Heute weiß ich, dass sie erst noch mein neues Zuhause vorbereiten mussten. Die Mauer musste erhöht werden, und ein hoher Zaun wurde auch noch um das Grundstück gezogen (ich bin nämlich sehr groß). Sie konnten ja nicht ahnen, dass das gar nicht nötig war.

Am 9. September sind mein Frauchen und mein Herrchen dann gekommen und haben mich abgeholt. Mein Glückstag! (Sorry! Ihr von der Nothilfe habt Euch gut um mich gekümmert, aber es geht doch nichts über ein eigenes Zuhause.)

Als wir angekommen sind, wollte mir Frauchen erst mal den Garten zeigen, aber ich wollte gleich ins Haus. Es war alles da. Ein kuscheliger Platz, Futter- und Wassernapf nur für mich allein und zwei Menschen, die ständig mit mir schmusen und mich knuddeln und mir sagen, wie froh sie sind, dass sie mich haben. Der Himmel auf Erden!

Am 4. Dezember war ein komischer Tag. Herrchen ist mit mir zu einer netten Tierärztin gefahren. Die hat mich gepiekst. Dann weiß ich nur noch, dass ich irgendwann aufgewacht bin, und es waren fremde Leute um mich. Die waren zwar lieb zu mir, aber was war geschehen? Sie haben gesagt, ich wurde kastriert. Was auch immer das ist. Ich konnte nicht aufstehen, war sehr müde und hatte einen komischen Body an. Dann kam Frauchen und hat mich abgeholt. Zuhause musste ich etwas weinen, aber Frauchen hat mich die ganze Zeit gestreichelt und getröstet.

Nahla nach der Kastration

Mir geht es wieder gut. Nur am Bauch bin ich noch etwas nackt. Den Body bin ich nach sechs Tagen losgeworden, aber nur weil ich Frauchen versprochen hatte, nicht am Bauch zu lecken. Hab mich bis auf einmal auch daran gehalten, sonst hätte ich das blöde Ding wieder anziehen müssen.

Jetzt bin ich über drei Monate da und will nie wieder weg. Gut - es gibt ab und zu noch etwas Verständigungsschwierigkeiten, aber ich werde mir die beiden schon noch so erziehen, dass sie wissen, was ich will oder wozu ich keine Lust habe. Läuft!

Nahla

So, jetzt genug von mir. Am 15.12. feierten wir meinen Geburtstag. Ich bin vier Jahre alt geworden.

Grüße an alle, die mich kennen!

Nahla“

Dann sagen wir herzlichen Glückwunsch, liebe Nahla, bleib gesund und genieße Dein Leben im „Himmel auf Erden“ mit Menschen, die Zeit für Dich haben und Dich lieben und verwöhnen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Easy – ihr dritter Jahrestag

Easy

Bereits zum dritten Mal hat sich am 20.12.2017 Easys Einzug bei IHRER Familie gejährt. Was waren wir damals glücklich, dass Easy trotz ihrer Krebserkrankung noch erfahren durfte, was es heißt, geliebter Familienhund zu sein. Noch glücklicher waren Easy und ihre Menschen um jeden Tag, wie sie uns immer wieder in ihren Berichten wissen ließen. Doch dass die gemeinsame Zeit, mit vielen Höhen, aber auch Tiefen, zwei Jahre und mehr dauern würde – das hatten wir alle nicht einmal in unseren kühnsten Träumen gedacht. Anlässlich dieses besonderen „Geburtstages“ schickt uns Easy Grüße: EasyEasy

Hallo Ihr Lieben,

möchte Euch noch ein paar Zeilen zukommen lassen, bevor ich mich wieder dem herrlichen Schnee hingebe. Ich bin ganz aus dem Häuschen, so viel Schnee beim Ferienhaus. Wir fahren ja praktisch jedes Wochenende in die Berge, aber so wie dieses Mal habe ich die Ankunft noch nie erlebt. Bevor man zum Haus gelangte, war Schneeschippen angesagt. Dabei musste ich natürlich tatkräftig mithelfen. Warum Herrchen und Frauchen so lachten, weiss ich zwar immer noch nicht, aber wir hatten alle unseren Spass daran.

Es ist toll im Schnee zu spurten oder den Weg zu stampfen. Wenn es zu mühsamen wird, macht Herrchen den Weg. Doch meist habe ich meine Nase vorn, wo wären wir denn, wenn ich nicht den Überblick hätte. Zwischendurch gibt es immer wieder mal einen Halt, um Frauchen ausruhen zu lassen. Nach der Rückkehr in die warme Stube, kommt mein Schönheitsschlaf nicht zu kurz, und wenn es mir zu warm wird, kann ich raus, so lange ich will.

Ein weiterer Höhepunkt ist, wenn Frauchen in die Küche geht. Dann kann ich einfach nicht anders, als sie zu unterstützen. Am Wochenende zaubert sie meist etwas ganz Feines - nur braucht sie fürs Zaubern bedeutend länger als sonst. Ach, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, ich bekomme natürlich jeweils immer auch etwas "Easy-Gerechtes" ab.

Wünsche Euch und allen Fellnasen tolle Weihnachtstage und hoffe, dass sich Eure Wünsche fürs neue Jahr erfüllen.

Liebe Grüsse aus der herrlichen Schneelandschaft

Eure Easy

Liebe Easy und Familie, danke für Euren Bericht und Eure Wünsche. Wir wünschen Euch ein frohes Weihnachten mit viel Schnee und ein gesundes und glückliches Jahr 2018.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Nanuk – auf allen vier Beinen zwei Schritte vor und keinen zurück

Nanuk

Vor neun Monaten sah die Welt des kleinen Shiba-Buben Nanuk alles andere als rosig aus: Sein Frauchen war unerwartet gestorben, der Sohn, da berufstätig, brachte Nanuk bei der Oma unter, bei der Nanuk ausbüxen konnte und auf seinem „Ausflug“ – man wird nie wissen, warum – einen Hüftbruch erlitt. Sein einziger Lichtblick war der Sohn seines verstorbenen Frauchens, der ihn zwar nicht zu sich nehmen konnte, der sich aber hilfesuchend an uns wandte und bei der Übergabe von Nanuk in eine unserer Pflegestellen keine Mühe, keine Zeit und keinen Aufwand scheute. Zum Glück stand bereits ein verwaistes Shiba-Herrchen mit dazugehöriger Shiba-Dame in der Warteschleife. Dieser ließ sich weder von Nanuks Hüftbruch und der Tatsache, dass Nanuk als Folge der Op meist auf drei Beinen daher kam, noch von Nanuks Verlassensängsten abschrecken. Und so durfte Nanuk recht bald wieder in ein „endgültiges“ Zuhause umziehen. Dass das Shiba-Mädel nur drei Tage nach seinem Einzug verstarb, band Herrchen und Nanuk noch enger aneinander. Seither macht der zunächst – wen wundert’s – recht verängstigte kleine Shiba-Mann nur noch Fortschritte:

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

Nanukvor circa neun Monaten ist Nanuk bei mir eingezogen. Warum ich jetzt erst wieder schreibe? Ganz einfach, jedes Mal, wenn ich ein Update schreiben wollte, hat der Kleine mich mit seinen Fortschritten überrascht.

Nanuk genießt unsere Spaziergänge sichtlich. Er liebt es, auf dem Feld einfach stehen zu bleiben und sich die Welt anzuschauen. Wenn er dann noch einen Schmetterling sieht, freut er sich besonders. Die kann man so schön jagen, und er hat auch schon welche erwischt. Findet er eine Wespe oder Biene, wird diese ausgebellt nach dem Motto "Chef, nimm das weg, das kann Aua machen". Nanuk

Nanuk rennt für sein Leben gern über die Felder bzw. Wiesen. Da ich ihn an der Schleppleine bzw. Flexileine führe, ist diese irgendwann zu Ende, und ich renne ihm hinterher. Er hat dabei einen Riesenspaß. Unsere Mittagsspaziergänge werden an einem Fluss vorgenommen, hier hat er sich zu einer kleinen Wasserratte entwickelt. Er schwimmt noch nicht, aber bis zum Bauch geht er schon rein, egal bei welchem Wetter. Er legt eine Agilität an den Tag, da kann man es nicht glauben, dass er Probleme mit seiner Hüfte/Bein hatte.

Seine Nervosität beim Autofahren ist ein wenig besser geworden. Er ist ruhig, inzwischen kann ich sogar wieder Radio während der Fahrt hören.

Nanuk zeigte am Anfang z. T. Fluchtverhalten, wenn uns ältere Menschen, Jugendliche/Kinder oder Kinderwagen entgegen kamen. Dieses ist in letzter Zeit so weit zurückgegangen, dass er nun Abstand hält und das Bellen anfängt; sobald die Personen aber vorbei sind, möchte er am liebsten hinterher, um den Geruch aufzunehmen. Man merkt an seinem ganzen Verhalten in den letzten Wochen, dass er mehr Selbstvertrauen entwickelt. Dies spiegelte sich auch bei dem Geburtstag meiner Nichte (4 Jahre). Er nimmt sogar schon Leckerlis von ihr an. Wir sind extra früh bei dem Geburtstag gewesen, da ich damit gerechnet hatte, sobald Kinder eintreffen, bekommt er Angst und will weg. Doch welche Überraschung - er blieb in seinem Eck und schaute sich das Treiben an. Nanuk war sogar so mutig, dass er näher gekommen ist. Nanuk

Nanuk ist tagsüber bei meiner Mutter, die im Rollstuhl sitzt und inzwischen von mir abends ins Bett gebracht wird. Auch hier zeigt Nanuk, dass in dem kleinen Hund noch vieles steckt. Sobald meine Mutter ins Bett gelegt wurde, erscheint Nanuk neben mir und fordert mich auf, ihn in das Bett zu setzen. Kaum ist er dort, fängt er an, sich an meine Mutter zu drücken und kraulen zu lassen. Ein Spaß für ihn und sie.

Freunde, die regelmäßig zu Besuch kommen, werden nicht mehr so ausgebellt wie am Anfang.

Was hat sich nicht verändert?
Es dürfen nur zwei Pfleger meine Mutter im Rollstuhl in der Wohnung schieben, die anderen werden ausgebellt.
Er wickelt immer noch die Pflegerinnen mit seinem Blick um den kleinen Finger. Nanuk auf der Couch
Er versteht sich mit fast jedem Hund und versteht es sogar, ältere Hunde zum Spielen zu animieren.
Er liegt gerne nachts bei mir im Bett und abends auf dem Sofa. Diese "Eigenarten" werden akzeptiert.

Mit Zeit und Geduld haben wir einiges erreicht und werden noch einiges erreichen.

Zum Abschluss kann man sagen, Nanuk fühlt sich wohl, und ich will ihn nicht mehr missen - und ich denke er mich auch nicht.

Liebe Grüße

J. B.“

Wir sind froh und dankbar, dass Sie, lieber J. B., den kleinen Nanuk nach der schweren Zeit so toll aufgefangen haben, und dass Sie beide schon nach diesen kurzen neun Monaten so ein tolles Team sind!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Gute Nachrichten von Taron (ehemals Meilo)

Taron

TaronWohl alle Stammbesucher unserer Website erinnern sich an den übergewichtigen Malamute Rüden Meilo (jetzt Taron), der zur reinen Gartenhaltung noch ein „kaputtes Knie“ und eine dicke Harnwegsinfektion aushalten musste.

Dank der Hilfe vieler Spender konnte nach Übernahme sofort ein OP-Termin vereinbart werden. Alles verlief soweit gut und das Glück wurde für Taron perfekt, als sich noch Freunde der NfP meldeten und ihm ganz kurzfristig trotz der noch ausstehenden Nachsorge ein Zuhause gegeben haben.

                                     Taron 

Wir können es nicht oft schreiben – ein Dickes Dankeschön an Angelika & Hanjo H. für das tolle Zuhause und Frau Andrea Ochtrup als Pflegestelle und Physiotherapeutin und natürlich auch nochmals all den Spender für die finanzielle Unterstützung.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt freut sich schon sehr auf die hoffentlich bald kommenden Fotos von „Taron im Schnee“.

„Liebes NfP Team,

ich möchte nach längerer Zeit wieder etwas über Taron, einst Meilo genannt, berichten. Taron

Am 15.11. hatte Taron einen Nachsorgetermin beim Tierarzt, der sehr gut verlaufen ist. Seine Blasenentzündung ist vollkommen abgeheilt und bereitet keine Probleme mehr.

Taron

Sein operiertes Bein ist den Umständen entsprechend sehr gut verheilt, soll aber auf jeden Fall weiter beobachtet werden. Mit dem Erreichten sind wir alle aber mehr als zufrieden. Nun ist es Taron nach langer Zeit endlich möglich, schmerzfrei und ausgiebig mit seiner Malamute Dame Manuk durch das schöne Sauerland zu wandern, ausgiebige Spaziergänge meistert er mit Bravour.Taron mit Katzen

Sein Gewicht von früher einmal über 60 kg, liegt jetzt bei 46,5 kg. Tendenz geht aber zum Idealgewicht…

An unsere Katzen gewöhnt er sich so langsam, was aber sicherlich noch etwas Zeit braucht. Wenn die Katzen mit im Raum sind, kann man ihn ablegen, ohne dass er jagen will - also auch hier zeigt der große Bär sich von seiner Schokoladenseite.

Aber nicht nur gesundheitlich ist Taron auf einem sehr guten Weg ein unbeschwertes Hundeleben zu führen, auch in der Familie ist Taron angekommen, wie er es verdient hat. Taron ist ein lieber großer Schmusebär mit einem Hang zum Clown und Tendenz zur faulen Socke, gepaart mit etwas Dickköpfigkeit… ein echter Malamute halt. Taron

Ein ganz großes Lob und Dankeschön an alle, die Taron bis jetzt auf seinem Weg begleitet haben und daran beteiligt waren ihm ein „zu Hause“ zu ermöglichen.

Ganz besonders allen Helfern und Freiwilligen der NfP, die ganz tolle Arbeit leisten!

Taron ist mittlerweile der 3. Malamute den wir aus der NfP haben und wir haben es nie bereut!

Dies soll auch allen Mut machen, die sich für einen Hund aus der NfP entscheiden, auch wenn manche Hunde schon etwas älter oder gesundheitlich angeschlagen sind, jeder Hund hat es verdient „zu Hause“ anzukommen.

Jaaa-, die Nordischen Rassen sind nicht einfach und auch keine Anfängerhunde, aber wer sich darauf einlässt wird es mit Sicherheit nicht bereuen und findet bei der NfP immer ein offenes Ohr und kompetente Beratung.

Taron

Der Winter steht jetzt vor der Tür und das nächste Update über Taron gibt es dann mit Schneebildern, bis dahin

liebe Grüße

Taron mit Manuk und Familie“


 

Whiskey (ehem. Bacchus) – Alter schützt vor Torheit nicht

Whiskey

Am 7.11. ist Whiskey vierzehn Jahre alt geworden – herzlichen Glückwunsch, lieber Whiskey! Dies war bestimmt der schönste Geburtstag seines Lebens, denn über dreizehn Jahre konnte er nur einen Zwinger sein „Zuhause“ nennen, dann unsere Station.Whiskey Sein Aufenthalt bei uns dauerte zum Glück überraschend kurz, und seit April kann Whiskey wirklich behaupten, dass er ein Zuhause hat: Frauchen und Herrchen, die ihn lieben und umsorgen, und vier Hundekumpels. Wir hatten Whiskey als feinen, höflichen und bescheidenen Hund kennen gelernt – bei Katzen vergisst offenbar selbst Whiskey seine Zurückhaltung, wie das Frauchen schmerzhaft erfahren musste. Whiskey erzählt, was passiert ist:

„Hallo Ihr Lieben,

ich bin’s, Geburtstagskind Whiskey (a.k.a. Bacchus). 7.11.2017, so ein schöner Tag, es ist nämlich mein Geburtstag, vierzehn Jahre bin ich jetzt schon!

Whiskey

Seit April lebe ich im schönen Rhein-Hunsrückkreis mit meinen vier neuen Geschwistern, und Herrchen und Frauchen haben gesagt, hier bleibe ich für immer. Ich habe schon einiges erlebt. Ganz schnell habe ich Niederländisch gelernt, weil das bei uns zu Hause gesprochen wird, alle sind eigentlich mehrsprachig hier.

WhiskeyIch hatte mich zum Glück schon sehr gut eingelebt, als im Juni Frauchen auf einmal weg war, gaaaaaanz lange (nachher hat sie erzählt, es war nur eine Woche, weiß nicht was das ist, aber es ist lange). Als sie dann wieder da war, hat sie in so einen komischen Stuhl gesessen, auf Rädern, oder sie war auch auf vier Beinen unterwegs, aber irgendwie ist sie langsam auf vier Beinen. Frauchen hat sich das Sprunggelenk an drei Stellen gebrochen, weil ich und meine neuen Geschwister plötzlich eine Katze gejagt haben, die sie nicht gesehen hat. Soll sie halt besser aufpassen! Aber alles war anders zu Hause, das hat mir gar nicht gefallen, und ich habe mich dann auch wieder etwas zurückgezogen. Jetzt ist alles glücklicherweise wieder normal.

Hin und wieder sind Herrchen und Frauchen auch ganz böse, zwei Mal musste ich zum Tierärztin, und die hat fast alle meine Zähne gezogen. Okay, jetzt tut mir wenigstens der Mund nicht mehr weh, aber hallo, stellt Euch mal vor, du gehst schlafen, und wenn du aufwachst, sind mehrere Zähne weg!

Das Essen, das ich hier bekomme, schmeckt mir (meistens) sehr gut, frisches Fleisch, und dann so geschnitten, dass ich es auch gut essen kann. Nur Fisch, nö, das brauche ich nicht, egal, dass Frauchen sagt, Lachs sei gesund. Da ich nicht immer Hunger habe und Frauchen mich dann füttert (das gefällt mir schon), hat Frauchen jetzt Brühe gekocht für mich, mit Fleisch und Gemüse, lecker! Whiskey

Ich höre inzwischen auch gut, deswegen darf ich auch noch in den Garten, wenn’s dunkel ist. Ich bin jetzt gerne drinnen, aber bin auch gerne im Garten unterwegs, der ist nämlich riesig, da kann ich so schön rennen. Und jeden Tag gehe ich einmal mit Herrchen und einmal mit Frauchen laufen. Mit Frauchen gehen wir oft im Wald spazieren, da gibt es viele Tiere!!! Herrchen und Frauchen haben anfangs gemeint, ich habe keinen Jagdtrieb, hahaha, klar habe ich den, ich bin doch ein Husky!! Nur anfangs fand ich alles irgendwie unheimlich, aber jetzt schnupper ich gerne unterwegs und versuche die Katzen zu finden im Dorf. Ich liebe mein neues Zuhause einfach.

So, jetzt muss ich Schluss machen, muss mal gucken, ob es noch was Neues gibt im Garten.

Whiskey und Frauchen

Euer Whiskey und natürlich Herrchen, Frauchen, Sumi, Kingston, Kaya und Niru“

Dann bleibt uns nur zu hoffen, dass beim Frauchen alles bestens verheilt ist und dass die Rasselbande in Zukunft mehr Rücksicht auf ihre Zweibeiner nimmt. Wir freuen uns sehr für Whiskey über dieses tolle Zuhause und wünschen dem ganzen „Rudel“ weiterhin viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Paula (ehem. Pêche) „zaubert jedem ein Lächeln auf das Gesicht“

Paula

PaulaSo schreiben Paulas Menschen. Dabei hat aber, dem Bericht zufolge, Paula nicht minder allen Grund, selbst zu lächeln. In ihrem vorigen Leben isoliert, nur draußen und ohne Bewegung genießt Paula nun viele Unternehmungen mit ihrem „Rudel“, Spaziergänge, z. T. sogar Freilauf, Fahrradtouren (selbst laufend oder im Anhänger sich ziehen lassend) und sogar Urlaub am Meer. Wir freuen uns riesig für die erst zweijährige Hündin, dass sie nun ein ausgefülltes und behütetes Leben hat.

„Nachdem Paula jetzt etwas mehr als ein halbes Jahr bei uns ist, möchte ich nochmal einen kleinen Bericht erstatten … Unser Mädchen hätte sich nicht besser entwickeln können. Sie ist so unendlich lieb im Umgang und hat keinerlei Aggressionen gegen irgendjemanden oder irgendetwas. Sie hat weder im Haus noch draußen bis jetzt etwas zerstört oder gebissen. Lediglich ihre Leidenschaft, Katzen oder Kleintiere zu jagen, hat sie noch nicht abgelegt. Ich hoffe, das bekommen wir noch besser hin. Sie hatte aber bis jetzt noch keinen Erfolg, dafür ist sie dann doch zu langsam. Wir passen bestens auf, dass das so bleibt, das mit dem Erfolg … Schneller wird sie gerade zur Zeit von ganz alleine: Raureif und Schnee findet sie naturgemäß super.

                                                       Paula

Alle Nachbarn und Besucher sind begeistert von unserem lieben Mädel. Streicheleinheiten sind somit immer wieder gesichert. Sie zaubert mit ihren Clown-Einlagen und Späßchen jedem ein Lächeln ins Gesicht. Auch, dass sie (immer noch) nicht bellt, sorgt in der Nachbarschaft für große Sympathie. So gibt es mit anderen Hunden in der Nachbarschaft wenigstens kein Konzert… Paula

Sie ist verspielt und so sehr verschmust. Inzwischen hat sie ihren Schlafplatz in unserem Schlafzimmer in ihrem Bett vorm Fenster. Dieses Bett liebt sie über alles und springt abends immer als erstes zum Schlafengehen hinein. Auch tagsüber, wenn es ihr in den inzwischen geheizten Räumen zu warm wird, macht sie hier ihre Nickerchen.

Paula auf Wanderung

Ihre erste Bewährungsprobe bestand sie mit Bravour Mitte August. Leider musste Frauchen ganz kurzfristig eine Woche ins Krankenhaus. Unsere Nachbarn und Freunde mit Hundefreundin Mona holten sie mittags zu einer Wanderrunde immer ab, den Rest der Zeit blieb sie anstandslos alleine über drei bis vier Stunden, bis der „Rudelführer“ nach Hause kam . Das gibt auch für die Zukunft ein gutes Gefühl, wenn mal wieder irgendetwas in dieser Art vorkommen sollte. Urlaub in Holland

Wir waren dann Anfang September mit ihr vierzehn Tage im Urlaub in Holland. Da wir immer mit dem Wohnmobil reisen, war alles von Anfang an sehr entspannt. Sie hat auch hier ihren Schlafplatz unter dem Tisch angenommen und beibehalten, solange wir unterwegs waren. Holland, genauer die Provinz Zeeland, hat uns sehr gut gefallen. Hier ist alles sehr entspannt, was mit Hunden zu tun hat. Sie dürfen morgens bis 10 Uhr und abends ab 19 Uhr ohne Leine an die Strände, und das haben wir sehr genossen. Paula fühlte sich pudelwohl, spielte immer wieder mit anderen Hunden im Freilauf und genoss die Zeit mit Herrchen und Frauchen intensiv. Eine Erkenntnis kam ihr sehr schnell: Sand gräbt sich zwar wie Butter, leider wohnt aber niemand darin … Buddeln machte dennoch Spaß. Paula

Fahrradausflüge wurden viel unternommen, zum Teil in ihrem Anhänger-Taxi. Dies gefiel ihr so gut, dass sie morgens schon während des Frühstücks einstieg und wartete, bis es losging. Das sorgte auf dem Campingplatz schon für manches Gelächter (ja ja, Huskies laufen und laufen und laufen …). Auch viele Strandrestaurants wurden besucht (zum Teil aufgrund starker Regenfälle und Sturm) und alle von ihr für gut befunden. Auch hier gab es keinerlei Probleme, weder mit anderen Hunden noch mit Menschen oder Ähnlichem. Man merkte meist gar nicht, dass unter unserem Tisch ein Hund lag.

Insgesamt genießen wir die Zeit mit ihr zusammen sehr, gehen viel Laufen und Spielen hinter dem Haus. Auch das Laufen am Fahrrad macht ihr großen Spaß, und wir nutzten den wunderschönen Herbst für diverse Ausfahrten bei uns in der unmittelbaren Umgebung. Wir haben das Glück, dass direkt hinter unserem Haus die große Freiheit beginnt. Wir können sofort starten, ohne durch einen Ort oder über eine Straße zu müssen. Paula darf auch ohne Leine über die großen Wiesen laufen, was ihr sichtlich gefällt … Kreise laufen, Purzelbäume schlagen (ja wirklich!!), Bocksprünge machen und einiges mehr gehört dann zum Programm. Paula

Gesundheitlich gibt es keinerlei Probleme. Die Hüften wurden nochmals geröntgt, und es gibt überhaupt keinen Grund zur Beanstandung. Hoffen wir, dass dies noch lange so bleibt und wir uns noch recht lang an unserem Kleinrudel erfreuen können.

Wir danken dem Team der Nothilfe einmal mehr für seine Arbeit, die es mit diesen Hunden leistet. Ohne Euch wäre unsere Paula sicher nicht das, was sie heute ist. Vielen lieben Dank nochmals und viel Erfolg bei Eurer weiteren Arbeit auf der Station und den Vermittlungen.

Paula

Viele liebe Grüße und bis bald sendet Paula mit Rudelfamilie K. aus W. 16.11.2017“

Wir bedanken uns herzlich für dieses Kompliment und für das tolle Zuhause, das Paula bei Ihnen bekommen hat!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudendstadt


Lucky Teddy – juhu, er hat uns noch nicht vergessen!

Teddy

Unser ehemaliges Sorgenfell Lucky ist erst seit ein paar Wochen ein glücklicher Teddy. Aber er hat sich schon richtig gut eingelebt und merkt immer mehr, dass er sein Vertrauen den richtigen Menschen geschenkt hat.Teddy

„Hallo ihr Lieben,

am Wochenende habe ich mal Zeit für eine Nachricht an euch. Mir geht's nach wie vor prima. Anbei Bilder vom goldenen Herbst im Pfälzer Wald.

Teddy

Liebe Grüße
euer Teddy“

Danke, lieber Teddy, dass Du uns noch nicht vergessen hast. Aber eineinhalb gemeinsame Jahre sind schließlich eine lange Zeit! Lass es Dir weiter gut gehen – Du hast es so verdient!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Jacky – der „süße, alte Prachtkerl“ ist nicht mehr wegzudenken aus seinem Rudel

Jacky, der über uns als Jungspund vermittelt worden war, kam mit neun Jahren zu uns zurück, weil sein Herrchen verstorben war und Frauchen ihn und seine Gefährtin alleine nicht versorgen konnte. Ein tolles unkompliziertes menschenbezogenes und verträgliches Kerlchen, allerdings mit neun Jahren und Spondylosen nicht gerade leicht zu vermitteln. Aber im Januar 2017 meldete sich ein Zwei-Zweibeiner-zwei-Vierbeiner-Rudel und suchte einen Fünften im Bunde. Zwischen allen passte es, und so durfte Jacky bei I., D., Husky-Kumpel Minus und dem nicht-nordischen Mix Amor einziehen. Jetzt hat sich Jacky mit einem Bericht und Fotos gemeldet:

„Hallo liebes NfP Team,

es ist wohl einmal wieder Zeit, dass ich mich melde und berichte, was bei mir in den letzten Monaten so passiert ist. Ich bin inzwischen ein festes Mitglied in meiner neuen Familie geworden und habe Zutrauen auch zu meinen Menschen gefunden. Mit meinen „Hundekumpels“ war das einfacher, man versteht sich, aber ich habe schnell gelernt, dass auch die Menschen o. k. sind. Ich darf nun auch mit in die Hundeschule und lerne in der Team-Test-Gruppe, dass die Arbeit mit meinem Menschen echt Spaß machen kann. Na ja, das ein oder andere verstehe ich zwar noch nicht, aber wenn die Menschen es unbedingt wollen und ich dafür ein Leckerli bekomme, mache ich es halt. Mehr Spaß machen mir da die Geländeläufe, auf meine Spondylose nehmen meine Menschen da brav Rücksicht.

Auf dem Gipfel

Vor kurzem waren wir im Urlaub, im „Hundeparadies Eifel“. Das war toll. Da waren wir jeden Tag gemeinsam unterwegs. Wir haben (kleine) Berge bestiegen, Höhlen erkundet, die schon von euren Menschen-Vorfahren bewohnt wurden, und nach getaner Arbeit haben wir natürlich auch im Garten „gechillt“. Und auf der großen Hundewiese haben wir die anderen Besucher des „Hundeparadieses Eifel“ kennengelernt, konnten mit denen spielen, und ich habe Äpfel stibitzt, die dort von den Bäumen gefallen sind.

Jacky

Nun sind wir wieder zurück, und die Menschen müssen arbeiten. Da legen wir halt mal gerne einen Büroschlaf ein.

Büroschlaf

Ihr seht, mir geht es richtig gut. Meine Menschen müssen jetzt nur noch der Frage des Diabetes Insipidus nachgehen, damit ich nicht ständig „raus muss“. Dann ist auch hier für mich das Paradies. Danke für Eure Vermittlung hierher.

Jacky

Liebe Grüße, Euer Jacky

… und wir Menschen sagen auch noch mal danke. Mit Jacky habt Ihr uns wirklich einen süßen, alten Prachtkerl geschenkt!

Ebenso liebe Grüße von I. und D.“

Wir freuen uns riesig über diesen Bericht und vor allem darüber, dass es Jacky und seinem Rudel so gut geht. Und wir drücken ganz fest die Daumen, dass der Diabetes bald in Griff bekommen wird!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Arkani (ehemals Sinja) – mit vier Beinen mitten im Leben

Sinja, früher Arkani

Im April war Sinja als Chefin eines 9-er-Rudels zu uns gekommen. Allerdings war ihr Aufenthalt in unserer Station nur eine kurze Stippvisite.Sinja Ein junges Paar war auf der Suche nach einem sportlichen vierbeinigen Begleiter – da kam Sinja gerade recht. Die Chemie stimmte auch, und so durfte Sinja als Arkani ihr neues Leben beginnen, ein Leben voller Aktivitäten und inklusive vollem Familienanschluss.Sinja

„Arkani, damals noch Sinja, ist seit so ziemlich genau 2,5 Jahren bei mir. Wir haben in der Zeit schon viel erlebt! Von Urlaub an der Nordsee, im Allgäu und Schwarzwald bis hin zur alltäglichen Begleitung. Arkani ist sehr souverän in so ziemlich allen Situationen. Ob sie mit auf Arbeit im Büro liegt, bei Freunden, Familie, im Restaurant - sie kann überall mit und ist es auch, da sie sich so einwandfrei verhält.

Sinja

Wir haben auch schon mehr Tierarztbesuche hinter uns, als uns lieb war - mal wegen einem nicht gut vertragenen Knochen, mal wegen einer eventuellen Futtermittelunverträglichkeit. Auch wegen ihrer Inkontinenz, die sie leider von der Kastration davongetragen hat, haben wir mal nachgehakt, aber es ist bei weitem noch nicht so schlimm, als dass man die junge Dame mit Medikamenten vollpumpt.Sinja

Insgesamt hat Arkani eine Weile gebraucht, bis sie wirklich sie selbst war, wenn man das so nennen mag. Sie heult inzwischen, wenn man heimkommt, wenn man Gassi geht, wenn Freunde kommen – egal, ob Mensch oder Hund –, wenn’s etwas Leckeres zu essen gibt. Kurz um: wann immer sie sich freut. Das typische Brummen kam bei ihr auch nach einigen Wochen - jedes Kommando, das ihr nicht so recht war, wurde mit einem Brummen quittiert. Da heißt es: den dickeren Sturkopf zu bewahren.

Die Leinenführigkeit ist sehr viel besser geworden im Vergleich zum Anfang, auch das sture Einfach-nur-Loslaufen hatte sie nach kurzer Zeit abgelegt und fing auch mal an, die Umwelt wahrzunehmen und die Nase zu nutzen.Sinja

Wir fahren auch gerne mit dem Rad und Zuggeschirr, allerdings hat sie da ein wenig Narrenfreiheit und darf auch mal anhalten zum Schnuppern. Wenn man es weiß, achtet man drauf, und es ist somit kein Problem. Außerdem darf sie auch im Tempo ihrer Wahl laufen. Sprinten, traben, alles kein Problem.

Und Arkani ist unverschämt geworden: Wo sie anfangs wie eine grazile Elfe und immer alles vorsichtig und bedacht gemacht hat, rennt sie heute im Spiel voll in einen rein, „beißt“ in den Arm und drängelt sich auf Treppen an einem vorbei.

Arkani ist ein Traumhund für mich, ich habe noch immer großen Respekt vor der Menschenkenntnis der Mitarbeiter, die uns zusammengebracht haben. Sie hatten so Recht.

Sinja

Liebe Grüße
Arkani und J. „

Wir freuen uns immer, wenn wir wieder einmal ein „Lebenszeichen“ von unseren ehemaligen Schützlingen bekommen - danke, liebe Arkani, liebe J., für den tollen Bericht von Eurem gemeinsamen Leben; wir wünschen weiterhin viel Freude miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.


Loona – die Welt ist voller Abenteuer

Loona

Im Juni kam Loona wegen Todesfalls in ihrer vorigen Familie zu uns in die Vermittlung. Wer hätte „damals“ gedacht, dass die freundliche, aber doch reservierte Hündin ein viertel Jahr später entspannt auf einem Gondelsitz Platz nimmt und sich die Berge anschaut? Wir sehen, auch mit sechs Jahren kann Hund über seinen Schatten springen – mit den richtigen Menschen an seiner Seite!

Loona„Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

an einem der ersten kühleren Tage hat sich Loona auf ihrem Sofa in die Ecke gerollt, nach dem Motto "lasst mir meine Ruhe, wann wird es endlich Winter".

In unserem ersten Urlaub mit Loona in den Bergen ging es mit ihr gleich ins Hochgebirge der Dolomiten. Die erste große Anforderung war Gondelfahren in einer Vier-Mann-Kabine, wobei das Ein- und später Aussteigen überhaupt kein Problem war. Erst saß Loona auf dem Boden, aber nach wenigen Metern Fahrt war sie auf dem Sitz, um ganz interessiert rauszuschauen. An der Bergstation angekommen und die ersten paar Meter gelaufen, die nächste Überraschung: Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde, alle freilaufend und soooo viele neue Gerüche.

Loona

Man weiß gar nicht, in welche Richtung man zuerst laufen soll. Ein, zwei Kilometer weiter dann die Erholungspause mit einem wunderschönen Ausblick, nicht die Berge, sondern die Pferde auf der Almwiese waren begeisternd, wie man sehen kann. Loona

Nach dem Urlaub war ja die OP angesagt, welche Loona ganz toll weggesteckt hat, die Tierärztin ist noch immer ihre Freundin. Um die Naht ein wenig zu schützen, hat Loona eine selbstgefertigte Hose bekommen, und weil man daher nicht am Bauchschnitt schlecken kann, ist halt Kuscheln angesagt. Im Augenblick hat Loona eine leichte allergische Reaktion auf die sich selbst auflösenden OP-Fäden. Die Narbe nässt ein wenig, und so müssen wir alle drei, vier Tage nochmal zur Tierärztin. Kann man ja mal machen, dafür gibt es ja von Frau Doktor auch Kekse.

Liebe Grüße aus München

Iris B. und Loona“

Wir wünschen schnell „gute Besserung“ – vielleicht bietet der goldene Herbst ja noch mehr Gelegenheiten zu Abenteuern. Alles Gute, liebe Iris B. und liebe Loona.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Easy hat sich wieder gemeldet! Lange überfällig, lange vermisst…

Easy – welchem Besucher unserer Website wäre dieser Name nicht bekannt? Easy - das Stehaufmännchen - pardon die Stehaufmalamutin. Ihr Kampf um ihr heutiges Leben Mythos und Vorbild. Die inzwischen zwölfjährige Easy kämpft wie eine Malamutin darum, dieses Leben so lange wie möglich auskosten zu können, nachdem man in ihrer vorigen Familie nicht viel Zeit für sie übrig hatte. Das Leben, die Zeit, die sie ihrer Krankheit abtrotzt, einem aggressiven Krebs, der ihr keine Schmerzen bereitet, der jedoch viel zu spät und erst nach Easys Einzug bei uns behandelt wurde. Easy kämpft – nicht verbissen, sondern sie ist Lebensfreude pur. Und sie hat zwei Mitkämpfer an ihrer Seite – zusammen sind sie, so schreibt Easy, „die drei Musketiere“. Die drei haben dem Krebs Einhalt geboten und nehmen jeden gemeinsamen Tag als Geschenk, inzwischen sage und schreibe 660 Tage!

Liebe Easy-Fans,

immer wieder haben wir uns hingesetzt und begonnen, ein paar Zeilen zu schreiben. Und immer wieder haben wir uns unterbrechen lassen und unternahmen etwas anderes, als unsere Zeilen zu beenden. Unverzeihlich! Aber nun gibt es kein Pardon.

Es sind viele Wochen vergangen, seit wir Euch das letzte Mal von Easy berichtet haben. Die Magendrehung war ein Erlebnis, welches heute noch in unseren Knochen steckt und wir niemanden wünschen, zu erleben resp. mitzuerleben. Easy hat es mehr oder weniger locker weggesteckt. Heute erinnert nichts mehr an die ersten Tage im Mai. In der Genesungsphase waren die Fressenszeiten für beide Seiten eine wahre Geduldsprobe. Mit der Zeit entdeckte Easy ihre Liebe zu Brot neu, und wenn es auch nicht gesund ist, war es für uns in diesem Augenblick ein Segen, denn von diesem Moment an ging es aufwärts.

Wir haben aber auch viel aus dieser Zeit für uns selbst mitgenommen. Bis heute haben wir kaum jemanden gesehen, der so kämpft. Easy musste bis heute viele gesundheitliche Tiefschläge ertragen und hat dabei die Lebensfreude fast nie verloren. Sie kämpft und strahlt Freude aus. Sie verteidigt ihre Liebsten und teilt diese mit keinem weiteren Vierbeiner. Sie weist andere in ihre Schranken und nimmt sich selbst ihre Freiheiten. Sie albert mit uns herum und hat die größte Freude, wenn sie uns veräppelt hat. Sie kommuniziert mit ihrer Gestik oder ihren Stimmbändern. Doch lassen wir Easy selbst zu Wort kommen.

EasyHallo Ihr Lieben,

nun gibt es kein Entrinnen. Herrchen und Frauchen beharren darauf, dass ich nun endlich mit meinen Pfoten in die Tasten haue. Manchmal frage ich mich, wer mehr Sturheit besitzt, meine geliebten Zweibeiner oder mein Malamuteköpfchen. Aber eigentlich haben die beiden ja Recht. Viel Zeit ist vergangen, seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe und in der Zwischenzeit durfte ich viel erleben.

Die Zeit nach der Magendrehung war zuerst nicht schön, obwohl immer jemand bei mir war. Die ersten Tage wurde ich keine Minute aus den Augen gelassen. Jemand von beiden war immer um mich und dies Tag und Nacht. So konnte ich mich auf mich konzentrieren, denn meine Aufgabe haben die beiden für mich erledigt (so gut es ging). Als ich dann begriff, dass das Fressen mit dem angenähten Magen sich nun anders anfühlt und eigentlich gar nicht schmerzt, wurden meine Lebensgeister auch wieder geweckt.

EasyNoch mit den Fäden im Bauch reisten wir kurzerhand in die Berge ins Ferienhaus. Es tat so gut, die herbe Bergluft einzuatmen, den Duft der Kräuter und des Wildes zu riechen und die Gräser der Alp unter den Pfoten zu spüren. Immer wieder sind wir nach draußen gegangen, zuerst nur kurz ums Haus, dann wurden die Runden jeden Tag ein wenig größer. Zwischen den Runden gab es etwas Weiches zwischen die Zähne (ich durfte jeweils auswählen, was ich wollte) und natürlich eine Portion erholsamen Schlaf. Bald wurde ich dann die lästigen Fäden am Bauch los. Nur noch meine kahlen Stellen erinnerten an das Vergangene. Wir dachten schon, nun ist alles überstanden, aber die doofe Magendrehung hat meinen Hormonhaushalt so durcheinander gewirbelt, dass ein Hormon-Stupser unausweichlich war. Aber es hat sich nun alles wieder zum Guten gewendet, und heute heulen resp. lachen wir über die langgezogenen Nervenstränge.

Easy

Die erste Zeit im Gehege zeigte ich mich von meiner zickigsten Seite, aber dies hat sich zwischenzeitlich auch wieder gelegt. Solange die Meute mich in Ruhe lässt, lasse ich die Meute links liegen.Easy

Jede Möglichkeit nutzen wir, in den Bergen zu verbringen. Dabei unternehmen wir so manches, und ich habe meinen Spaß dabei.

Am Morgen kann ich es jeweils kaum erwarten, bis es losgeht. Immer wieder lassen sie sich was Neues einfallen. Ich liebe es, wenn mich meine beiden Zweibeiner über eine Distanz von 50 bis 100 Meter zwischen ihnen frei hin und her spurten lassen. Dies ist so toll, dass ich ab und zu noch einen kleinen Abstecher mit Spurtrunden um Frauchen mache.Easy

Ebenfalls liebe ich es, im seichten Wasser unter einer Brücke durch zu waten, während die beiden auf dem Trockenen stehen. Was sind die wasserscheu!

Ein absolutes Highlight ist Picknicken aus dem Rucksack. Was die alles so hervorzaubern. Und wisst ihr was? Auch für mich hat’s immer was Feines dabei.

Ende Juli brach zu Hause eine enorme Geschäftigkeit aus, und ich verstand meine Zweibeiner nicht. Koffer wurden gepackt, mein geliebtes Futter wurde gerichtet und verpackt. Was soll all die Bagage für die Fahrt in die Berge?

 

Easy

Doch ich irrte mich gewaltig. Die Fahrt dauerte viel, viel länger. Wohin wir wohl fahren? Am Nachmittag erreichten wir dann unser Ziel im Bayerischen Wald. Oh toll – Ferien mal ganz anders!
Jeden Tag ein neues Gebiet erkunden. Die vielen herrlichen Düfte, die neuen Wege und immer meine Liebsten um mich.

Da ich ja gerne aus dem Rucksack esse, haben wir oft am Mittag irgendwo einen Halt gemacht und was gegessen und uns danach ausgeruht, um gestärkt den Nachmittag in Angriff zu nehmen.
EasyImmer wieder schauten meine Zweibeiner auf mich und achteten darauf, dass es mir nicht zu viel wurde. Jeden dritten Tag gab es einen Ruhetag und so kam auch in den Ferien mein Schönheitsschlaf nicht zu kurz.

EasyNatürlich zeigte ich mich während dieser Zeit nur von meiner besten Seite. Ich wurde aber auch wirklich verwöhnt. An einem Gewitterabend verbrachte Frauchen den ganzen Abend am Küchentisch, um in meiner Nähe zu sein, damit ich nicht durchknalle (alles, was blitzt und donnert, macht mich mehr als nur nervös). Wir hatten eine geniale Ferienwohnung. Die ganze Etage mit einem großen Garten nur für uns! Da das Gelände umzäunt war, konnte ich rein und raus, wie ich wollte. Doch meistens erholte ich mich von den vielen neuen Eindrücken an meinem von mir ausgewählten Plätzchen in der Küche.Easy

Leider gehen Ferien immer viel zu schnell vorbei! Nun weiß ich, was dieser Satz bedeutet. Gerne wären wir drei noch ein paar Tage länger geblieben, aber meine Zweibeiner haben ja auch noch andere Verpflichtungen (jemand muss ja die „Batzeli“ für mein Leckerli verdienen).

Nun bin ich bald zwei Jahre hier und genieße es in vollen Zügen. Fühle mich wohl und freue mich über die Tage. Obwohl ich nicht mehr in einem Hunderudel lebe, freue ich mich jeweils überschwänglich, wenn ich Frauchen oder Herrchen nach einem Arbeitstag begrüßen kann, denn ich liebe es, wenn mein ganzes Rudel zusammen ist. Dann sind wir komplett – so wie die drei Musketiere!
  Easy      
                                                                                                                                                                       Easy

EasyIch weiß, dass auf der Auffangstation noch viele Fellnasen auf ein gutes Plätzchen warten. Ich drücke Euch allen ganz fest die Pfoten, dass Ihr bald auch ein gutes Zuhause bekommt. Dem ganzen Team der NfP danke ich für den unermüdlichen Einsatz. Dank Euch kann ich dies alles erleben.

Es grüßt Euch ganz herzlich
Eure Easy

Was wollen wir dazu mehr sagen? Wir können uns einzig Easys Dank und Wunsch anschließen.
Auch wenn Easy es nicht wahr haben will, merkt man ihr in gewissen Situationen ihr nicht mehr ganz so jugendliches Alter an. Da sie selbst ihre Grenzen nicht kennt oder wahr haben will, müssen wir vermehrt darauf achten. Aber dies machen wir gerne für unsere Lady.

Natürlich hoffen wir, noch lange mit unserer Maus gemeinsam unseren Weg zu gehen. Doch betrachten wir bereits heute jeden Tag als Geschenk, denn wer hätte schon gedacht, dass Easy heute noch lebt!

Aus der herbstlichen Schweiz grüßen wir Euch ganz herzlich mit und ohne Heuler
Barbara, Urs und Easy

Wir alle freuen uns über jeden Tag, den Ihr gemeinsam erleben dürft. Und wir freuen uns auf weitere Berichte. Alles Gute, unsere große Kämpferin, für Dich und Deine beiden Zweibeiner.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

 
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