Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

Luna-Lee - Glück mit insgesamt vier Beinen und zwei Herzen.

Luna-Lee

Die Husky-Hündin Luna-Lee wird sicherlich unseren „Stammgästen“ in Erinnerung geblieben sein. Als sie in die Vermittlung kam, waren wir uns ziemlich sicher, dass sie einen Dauerplatz in der Pflegestelle belegen würde. Hunde mit gesundheitlichen Baustellen sind nicht leicht zu vermitteln. Überschreiten sie dazu noch ein gewisses Alter, bewegt sich kaum was. Dazu Antikörper gegen Leishmaniose – nein, so was will man nun wirklich nicht.

Die Arbeit im Tierschutz bringt uns Menschen oft an den Rand des Verzweifelns, nicht allein die Tatsache, dass es immer schwieriger wird überhaupt ein passendes Zuhause zu finden. Mehr und mehr Menschen möchten Gutes tun, haben aber festgelegte Ansprüche ans Aussehen und wünschen vor allem eine lebenslange Gesundheitsgarantie. Gibt es die beim Züchter eigentlich kostenfrei dazu oder warum festigt sich diese Forderung mehr und mehr beim Tierschutz?

Die Menschen möchten anderen mitteilen, dass sie einem Hund „geholfen“ haben, dass sie aber nicht bereit sind, selbst Hilfe bei gesundheitlichen Problemen zu leisten, wird nicht erzählt.
Für uns ist es umso schöner ab und an noch auf Menschen zu treffen, die uns eines anderen belehren. Die einfach nur helfen wollen und sogar noch andere Notfälle sehr großzügig unterstützen. Danke, dass es Sie gibt und nur Sie sind es, die uns wissen lassen, dass unsere Freizeitarbeit einen Sinn macht.
Auch wenn diese Menschen in ihrem nachstehenden Bericht sich selbst nicht als „Wunder“ bezeichnen, so sind sie es. Mit zusammen vier Beinen und zwei Herzen, die auf dem richtigen Fleck sitzen.
Herzlichen Dank Familie W. für Ihr Tun und auch wir wünschen Ihnen und den Vierbeinern alles erdenklich Gute, auch wenn es das Schicksal nicht gut meinte mit den Entchen – was auch uns tief berührt hat.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 

„Luna-Lee

Vor vier Monaten haben wir Luna-Lee in unsere kleine Familie aufgenommen. Unsere geliebte Border Collie Hündin Leila hatte den Kampf gegen eine schwere Infektion verloren und war über die Regenbogenbrücke gegangen. Eine Freundin schickte uns das „Testament eines Hundes“, wohl um uns zu trösten. Die letzten Sätze Textes gingen uns sehr zu Herzen: „Such dir einen einsamen, ungeliebten Hund und gib ihm meinen Platz. Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles, was ich geben kann.“

Luna-Lee

So suchten wir nach einem Hund, der Leilas Erbe antreten konnte. Es kostete uns Überwindung dies zu tun, denn in unseren Gedanken lebte Leila noch bei uns. Es war schließlich eine Fügung des Schicksals, dass wir auf die Internetseite der Nothilfe stießen und dort der Husky Hündin Luna-Lee begegneten. Für Luna-Lee wurde nach einem „Wunder“ gesucht, wohl weil sie bereits sieben Jahre alt war und mehrere ernste Handicaps mitbrachte. Ihre Betreuer der Nothilfe befürchteten wohl, dass sich kaum jemand finden ließe, der bereit wäre, sie aufzunehmen.

Nach einigen Telefonaten kam der Tag, an dem wir Luna-Lee in ihrer Pflegestelle besuchten. Wir wollten sie kennen lernen, um dann zu überlegen, ob sie zu uns passen könnte. Es kam aber anders. Der Besuch war geradezu überwältigend. Luna-Lee suchte spontan unseren Kontakt, legte sich vor uns ab und drehte sich auf den Rücken. Was zunächst wie eine Geste der Unterwerfung aussah, war stattdessen das innige Bedürfnis nach Kontakt zu Menschen, berührt, gestreichelt und gekrault zu werden. Auf unsere Berührungen reagierte sie mit wohligen Lauten. Hörten wir auf, kam ihre Pfote, sie tippte uns an, damit wir weiter machten. Nach kurzer Beratung mit ihren Betreuern packten wir sie kurzerhand ins Auto und nahmen sie mit zu uns nach Hause.Luna-Lee

Während der ersten Tage wich sie uns nicht von der Seite, folgte uns auf Schritt und Tritt oder lag uns auf den Füßen, wenn wir saßen. Da sie laut Beschreibung ihrer Betreuer einen ausgeprägten Jagdtrieb haben sollte, leinten wir sie an, sobald wir das Haus verließen. Sie ging mit durchhängender Leine, erst zögerlich, ständig den Blickkontakt suchend, nach ein paar Tagen lief sie entspannter, schnüffelte hier und da und begann, sich für die Umwelt zu interessieren. Heute geht sie bei den täglichen Märschen im Walkingtempo munter trabend an einer zehn Meter langen Leine und springt mitunter gut gelaunt, als sei sie um Jahre jünger. Im großen Garten, der nicht eingezäunt ist, darf sie sich frei bewegen. Angst, dass sie diese Freiheit missbrauchen könnte, kam nie auf. Der Jagdtrieb beschränkt sich auf die Suche nach Mäusen.

Luna-Lee im Garten

Fremden begegnet sie bis zum heutigen Tag abwartend, bis von den Personen Signale kommen, dass ihre Annäherung willkommen ist. Luna-LeeDann lässt sie sich gerne streicheln und mag jeden, der Interesse für sie zeigt. Dies gilt zu unserer Freude auch für Kinder. Inzwischen ist sie zum Anziehungspunkt für den Nachwuchs in der Nachbarschaft geworden. Sie freut sich unbändig, wenn sie von einer Kinderschar umringt ist und mag es, wenn Kinder uns bei den Ausflügen begleiten.

Das von den Betreuern erhoffte Wunder sind nach alledem nicht wir, die das Husky-Mädel aufgenommen haben, sondern das Wunder ist die Hündin selbst. Luna-Lee ist völlig anders als alle anderen Hunde, die uns bisher in unserem Leben begleitet haben. Sie ist ebenso souverän und selbständig wie anhänglich und loyal. Sie hat bis heute nicht ein einziges Mal die Lefzen gezogen oder andere Signale von Aggression gezeigt, auch gegenüber Fremden nicht. Es bereitet keinerlei Probleme, sie in eine belebte Umgebung, etwa in einen Baumarkt, mitzunehmen. Sie bellt nie, sondern heult gelegentlich. Ihre Mimik ist sehr viel differenzierter als die anderer Hunde. Wir mussten lernen, ihre Signale zu interpretieren. Inzwischen erkennen wir an ihrem Gesichtsausdruck, der Stellung ihrer Ohren und ihren Bewegungen, was sie möchte. So drückt sie aus, ob es Zeit für die tägliche Schmusestunde ist (ein unbedingtes Muss!), ob sie Hunger hat (sie bettelt nicht), ob Fellpflege angesagt ist, ob sie ihre Ruhe haben will oder der nächste Marsch ansteht.Luna-Lee

Luna-Lee ist keine Hündin, die Befehle befolgt. Mag sein, dass daran ihre bisherigen Beziehungen zu Menschen gescheitert sind. „Sitz“, „komm“, „Platz“, „bleib“ und anderes, was in Hundeschulen gelehrt wird, sind hohle Worte für sie, die nichts, aber auch wirklich gar nichts bewirken. Sie entscheidet selbst, was sie tut und was sie lässt. Nie wird sie dabei aber unberechenbar. Wenn man versucht, ihrem „Gedankengang“ zu folgen, ergibt alles, was sie macht, einen Sinn. Allenfalls reagiert sie auf Gesten, nicht auf Worte.

Alle Bemühungen, mit abwechslungsreichen Spielen und Beschäftigungen ihren Tag zu gestalten, sind kläglich gescheitert. Was andere Hunde begeistert, ignoriert sie. Sie kann weder Such- oder Fangspielen noch Aktionen wie Apportieren, Agility oder gar Obedience auch nur das Geringste abgewinnen. Ohne sie allzu sehr vermenschlichen zu wollen: Versuche, mit ihr ein Spiel zu beginnen, scheint sie schlicht doof zu finden. Sie wendet sich einfach ab und geht ihrer Wege, vielleicht in der Hoffnung, im Garten ein bewohntes Mauseloch zu erschnuppern.

Ein wenig traurig stimmt uns, dass sie wohl einen vierbeinigen Kumpel vermisst. Wenn wir unterwegs fremden Hunden begegnen, winselt sie, wenn wir diese nach kurzem Kennenlernen gemeinsam mit ihren Frauchen oder Herrchen zurücklassen. Vielleicht ergibt es sich, dass wir irgendwann eine weitere verlorene Hundeseele aufnehmen, damit Luna-Lee nicht nur menschliche Gesellschaft hat.

Luna-Lee ist für uns ein sehr besonderer Hund und ein großer Teil unseres Lebensinhalts. Ihre Handicaps, die auf der Seite der Nothilfe in erfreulich ehrlicher Weise beschrieben wurden, sind entweder verschwunden oder haben keine Bedeutung für das Zusammenleben im Alltag. Mittlerweile ist Luna-Lee acht Jahre alt geworden und uns täglich ein lieber und munterer Begleiter. Wir wünschen uns noch viele gemeinsame Jahre mit ihr.

Fam. W.“


Senja (vormals Mystica)

Senja

Bevor Mystica zu Senja werden konnte, war es für die heutigen Besitzer kein Schnellstart. Aber schließlich hat sich dann das Hunde-Menschen-Team doch noch zur richtigen Zeit am richtigen Ort gefunden. Zwischenzeitlich haben sich auch die Vierbeiner bestens zusammengerauft. Vielleicht lässt sich ja auch noch das Darmproblem lösen – möglicherweise nicht entsprechend dem Ratschlag des Futtermittelverkäufers – sondern mit einer gezielten Untersuchung auf Futtermittelallergien. Denn die Blähungen und der dünne Stuhl deuten darauf hin. Dann ist das Glück für alle perfekt.
Aber hören wir dazu das Frauchen von Senja:

„Das Jahr 2017 ist nun schon angebrochen und Senja ist seit zwei Jahren bei uns. Das möchte ich zum Anlass nehmen einen kleinen Bericht zu schreiben.

Wenn man sich auf die Suche nach einem neuen vierbeinigen Gefährten begibt, resultiert dies oftmals aus einem traurigen Ereignis. Nachdem sich unser "Fünfer-Rudel" innerhalb kurzer Zeit durch den Tod bis auf den verbliebenen Rüden Finn verkleinert hatte, fanden wir, dass es keinen Spaß macht mit nur einem Hund zu laufen oder Rad zu fahren.

Sonst hatten wir immer erst nach etwa drei Monaten das Bedürfnis nach einem neuen vierbeinigen Gefährten. Nachdem aber Tommy nun auch noch plötzlich verstorben war, sprach mich mein Mann nach nunmehr drei Wochen an, und meinte es wäre ja noch sehr früh, aber es fehlt jetzt einfach etwas. Da sprach er mir aus der Seele, dieser Gedanke spukte mir auch schon durch den Kopf.

Wir setzten uns also an den Computer und schauten mal wieder auf die Nothilfeseite. Leider fand sich derzeit dort kein geeigneter Kandidat. Aber auf der Vermittlungsseite eines nahegelegenen Tierheims war ein junger Rüde, der ein neues Zuhause suchte. Während der Woche war er in einer Hunde-Pension untergebracht und wir machten uns auf den Weg um Koda dort anzuschauen.
Der dortige Hundetrainer lobte ihn in den höchsten Tönen. Auf der Hundewiese ging unser Finn Koda aber leider dermaßen an, dass wir keine Chance sahen die Beiden zu vergesellschaften. Wieder zuhause angekommen setzte ich mich mit dem Besitzer in Verbindung und sagte ihm dass es leider nicht klappen würde, aber er doch Verbindung mit der NfP aufnehmen könnte um bessere Vermittlungschancen für den Hund zu haben. Was ja dann auch tatsächlich bestens geklappt hat, da Koda nicht lange in der Auffangstation bleiben musste.

Nachdem wir nun so kläglich gescheitert waren schrieb ich den Verein an und bat darum, nach einer verträglichen Hündin Ausschau zu halten. Unser Finn hat genug Ecken und Kanten und mehr konnten wir nicht gebrauchen. Noch am gleichen Abend entdeckten wir auf der Homepage der Nothilfe Mystica, die gerade frisch eingetroffen war. Am nächsten Tag überschlugen sich dann die Ereignisse:
Wir bekamen Informationen zu Mystica und nach mehreren Telefonaten mit der Tierpflegerin in der Station - vielen Dank nochmal auf diesem Weg dafür – stand für uns fest, dass wir am darauffolgenden Wochenende hinfahren würden. Zeitgleich kam noch eine weitere Hündin rein. Somit hatte unser verdrehter Finn sogar die Auswahl zwischen zwei jungen Mädels.

Für unseren ersten Versuch gingen wir mit Mara "spazieren". - Finn hatte wohl eine andere Vorstellung von "sei freundlich zu jungen Damen!" und Mara hatte die ganze Zeit den Schwanz eingeklemmt und wollte einfach nur zurück zur Station.

Der nächste Anlauf sollte mit Mystica – jetzt Senja - in Angriff genommen werden. Als wir den Zwinger betraten, begrüßte uns Benisha freundlich und lehnte sich an meinen Mann. Dieser wäre schon nicht abgeneigt gewesen, aber da Interessenten für die zehnjährige Hündin kommen sollten und wir nach vier Regenbogenmäusen in sehr kurzer Zeit nun erst mal bedient waren, blieb es bei Senja. Der nächste Spaziergang stand an und Finn benahm sich wie erwartet aggressiv, nur Senja kümmerte das nicht wirklich. Und so waren die Weichen gestellt.Senja und Finn

Die Fahrt nach Hause verlief ohne Probleme und am Abend zeigte Senja die ersten Anzeichen von Läufigkeit. Vielleicht war dies nicht das Schlechteste um Finn zu bezirzen? Da er kastriert ist konnte auch nichts passieren. Später erfuhren wir, dass auch Mara läufig geworden war. Offensichtlich war Finn wohl trotzdem noch attraktiv für die Damenwelt.

Die erste Woche war schon sehr anstrengend mit den Beiden, da Finn immer wieder auf Senja losging, aber bald darauf kehrte doch relative Ruhe ein.
Derweil ging mir Benisha nicht aus dem Sinn. Ich habe eine Affinität zu älteren Hunden und schaute immer wieder auf die Internetseite, ob sie denn als vermittelt gemeldet wurde.

Im Urlaub auf unserem Stammcampingplatz sind leider nur noch zwei Hunde erlaubt, trotzdem fragte ich nach, ob wir eine Ausnahmeregelung vereinbaren könnten. Leider war dies nicht möglich. Ansonsten hätten wir gerne noch Benisha geholt. Aber Gott sei Dank entdeckte ich nach unserer Heimkehr dass sie vermittelt worden war. Das freute mich riesig für das alte Mädel.

Seit Senja bei uns ist hatte sie ständig breiigen Kot. Zuerst versuchten wir es mit Lamm und Reis- Futter und Zugabe von Möhrenpellets, dies hatte bei Finn schon mal gut geholfen. Leider ohne Erfolg. Eine Untersuchung ergab, dass sie Giardien hatte. Auch nach der Behandlung änderte sich nichts. Dann versuchten wir es nach einem Tipp des Futterherstellers mit einer krassen Umstellung auf ein Hochenergiefutter für zehn Tage. Dann wieder sofortige Umstellung auf das alte Futter. Es funktionierte leider nur kurz. Nachdem wir den Hersteller gewechselt haben sind wir mit dem "Endergebnis" zufrieden. Nur hat Senja oft Blähungen.

Eigentlich sollte Senja schon im Juni kastriert werden. Da der Stuhlgang aber Rätsel aufgab und sie nicht viel auf den Rippen hatte, wollten wir den Eingriff erst einmal verschieben. Dann kam auch noch die sommerliche Hitze (2014) erschwerend hinzu. Bei der nächstmöglichen Gelegenheit wurde die Kastration dann durchgeführt. Seitdem müssen wir etwas auf ihre Figur achten, was wir bisher noch bei keinem der anderen Hunde gebraucht hatten.Senja und Finn

Senja geht sehr gerne die Welt erkunden und freut sich jeden Tag auf die Gassirunde. Immer an der ersten Kurve hat sie ihre „dollen Minuten“, dann muss ein Spielseil ausgepackt werden und das Gezerre kann losgehen. Wenn am Wochenende Frauchen mitgeht, darf diese dann auch mal herhalten.

Senja hat einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb. Ohne Leine wäre sie auf jeden Fall über alle Berge. Bei längeren Touren brauchen wir für sie keine Snacks mitnehmen. Sie kommt auf eine Maus pro Stunde. Auch hat sie schon mehrere Vögel und Kaninchen auf dem Gewissen, die leichtsinnig unser Grundstück betreten hatten.

Ansonsten ist Senja eine süße Maus, die gut mit Finn zurechtkommt. Es klappt überraschend gut und es ist dadurch Ruhe eingekehrt. Finn leckt ihr die Augen und Senja knabbert im Gegenzug seinen Hals an. Sie weiß aber auch genau dass Finn mit Vorsicht zu genießen ist und wartet manchmal auf unseren Geleitschutz, wenn sie beispielsweise von der Küche ins Wohnzimmer zu uns kommen will und an Finn vorbei muss. Aber im Gegenzug lauert sie ihm gerne im Garten auf und stürzt sich spielerisch mit Begeisterung auf ihn. Wenn ich die Beiden rufe wartet Senja schon auf ihn, dann ist Finn froh, wenn ich Senja festhalte und er unbehelligt rein kommen kann. Auch beim Fahrrad oder Roller fahren wird sie übermütig und fällt den Armen an. Finn will einfach nur seinen Weg machen. Ebenso wenn Randale am Zaun mit den Nachbarshunden angesagt ist und Finn nicht die vor ihr gewünschte Aktion zeigt steht sie hinter ihm und bellt ihn an, so nach dem Motto „mach mal was!“ Sollte es aber mal zum Krach kommen, lässt sie sich nichts gefallen und Finn unterwirft sich dann doch recht schnell. Die kleine Maus macht das schon ganz toll. Wir sind froh, dass sich unsere Wege gekreuzt haben.

Familie D.“

Wir freuen uns, dass sich fast alles zum Guten gewendet hat und wünschen allen Zwei- und Vierbeinern weiterhin viel Freude mit- und aneinander.

Das Team der NfP - Freudenstadt


Easy – „Hätte sie in einem F-Wurf das Licht der Welt erblickt, würde der Name Fighter zu ihr passen.“

Easy

So schreibt Easys Familie in ihrem letzten Bericht. Und sie hat wohl Recht: Inzwischen hat Easy eine Magendrehung überstanden. Wir waren stets im engen Kontakt mit der Familie, haben mit ihnen gehofft und gebangt, und jetzt sind wir überglücklich über diesen Bericht:

"Liebes Team der NfP – FDS,

Easyeine bewegte Zeit liegt hinter uns, und wir sind um viele Erfahrungen reicher. Der Abend des 1. Mai und die darauf folgenden Tage werden sicherlich unvergessen bleiben. Auch wenn wir hoffen, eine solche Zeit niemals mehr erleben zu müssen, haben wir viele positive und aufbauende Momente erlebt. Umarmungen, Worte und ehrliches Mitgefühl. Dies hat uns immer wieder zusätzliche Kraft gegeben. Diese Kraft brauchten wir, um Easys Lebenswillen wieder zu wecken und aufrecht zu erhalten. Auch der Tierarzt in der Nähe, welcher Easy eigentlich nur durch die Tollwut-Impfung kannte, gab alles, was in seiner Macht stand - und ein bisschen mehr.

Easy frisst wiederZwischenzeitlich sind die Fäden gezogen, Easys Appetit wieder geweckt, das Schlafzimmer wieder bezogen (die ersten 10 Tage schliefen/wachten wir im Wohnzimmer, um Easy permanent zu überwachen und ihr gleichzeitig den gehassten Halskragen zu ersparen) und die Spritzen und Tabletten verabreicht. Nun gilt es, Easys Schleckattacken in den Griff zu kriegen und langsam aber sicher ihre Kondition weiter aufzubauen. Easy hat die Operation also gut überstanden; auch wenn es immer wieder kleine Rückschläge gab, können wir sagen, sie hatte so viel Glück.

Spritzen und Medikamente

EasyWir staunen immer wieder über unseren Feger, Kuscheltier, Wuschelbär. Zuerst trotzt sie zweimal dem Krebs und nun der Magendrehung. Wir hoffen inständig, dass sie nun genug über sich ergehen lassen musste, um endlich ihr wohlverdientes Seniorenleben in vollen Zügen genießen zu dürfen.

Ab Montag werden wir dann wieder Normalität Einzug halten lassen. Easy wird wieder ins Gehege gelassen. Sofern sie jetzt nicht gerade läufig wird – was das viele Schlecken an ihrem werten Hinterteil erklären würde.Easy Ab Donnerstag haben wir vier Tage frei und haben fest vor, in Easys geliebtes Ferienhaus in den Bergen zu fahren. Wie vermissen wir drei die Berge! Dies gibt Easy sicherlich wieder einen erneuten Motivationsschub, was sie sicherlich wiederum mit Flausen im Kopf zeigen wird. Wir freuen uns schon darauf, auch wenn wir ihr nicht alle Flausen durchgehen lassen werden.

In ein paar Wochen, wenn das Fell wieder nachgewachsen ist, wird man nichts mehr sehen, was Easy widerfahren ist. Trotzdem werden wir dies nicht vergessen.

Easy unterwegs

Wir sind beeindruckt, wie Liebe und Zuneigung Easys Durchhaltewillen stärkt, wie Kuschelstunden sie animieren, immer wieder aufzustehen und weiterzukämpfen. Easy bedeutet einfach – einfach hat es Easy sicherlich nicht. Hätte sie in einem F-Wurf das Licht der Welt erblickt, würde der Name Fighter zu ihr passen. Sie ist unsere Kämpferin und viele könnten sich eine Scheibe von ihr abschneiden. Easy liebt es zu kuscheln

Es ist sicherlich verständlich, dass Easy über diese Zeit nicht selber berichten möchte. Sie wird sich sicherlich in ein paar Wochen wieder melden. Vielleicht berichtet sie dann von ihren Flausen.

Wir wünschen allen ein schönes Wochenende und grüßen ganz herzlich. Möchten uns an dieser Stelle bedanken für das Mitgefühl, die lieben Gedanken und Zeilen, welche uns in dieser Zeit begleiteten. Dies ist nicht selbstverständlich – es tat gut, die Gewissheit zu haben, dass man in diesen schweren Stunden nicht alleine ist und Easys Schicksal nicht nur uns wichtig ist. Habt Dank.


 

                                                                                                                                  Easy
Viele Grüße, unterstützt von einem kräftigen Heul aus der Schweiz

B., U. und Easy"

Und in der Mail, mit der uns dieser Bericht geschickt wurde, hieß es:

"Easy erstaunte mich heute wieder einmal von neuem. Nie hätte ich heute früh gedacht, dass unser heutiger "gemütlicher" Spaziergang in einen fast zweistündigen Marathon ausartet. Nun frage ich mich, welche Knochen müder oder morgen spürbarer sind."

Das klingt doch nach wirklicher „Entwarnung“! Ja, Liebe versetzt Berge – DANKE, liebe B. und lieber U., dass Ihr immer an Easys Seite steht und sie nicht aufgebt. Das ist ganz und gar nicht selbstverständlich, das wissen wir wohl. Und so hoffen wir mit Euch, dass Easy nun in vollen Zügen ihr Leben genießen kann und dass, wie Ihr schreibt, Eure Geschichte „mehrere Leute bewegt, sich vermehrt um ihren ‚Liebling‘ zu kümmern. Für uns ist dies alles selbstverständlich, denn wer A sagt, sagt auch B.“ So seid Ihr – und dafür bewundern wir Euch und sind Euch unendlich dankbar.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde, e. V., Freudenstadt


Chariot - das Leben ist ein Ponyhof

So jedenfalls klingt der Bericht über die Abenteuer der zwölfjährigen Hound-Pinto-Hündin. Sicher ist: Sie und ihr Frauchen genießen das gemeinsame Leben. Herzlichen Dank, dass Sie uns daran teilhaben lassen und uns so oft zum Schmunzeln oder Lachen bringen. Wir freuen uns, dass gerade diese ältere Hündin, die in ihrem vorigen Leben nur Draußenhaltung kannte, jetzt voll integriert ist und von ihrem Frauchen das Leben in seiner ganzen Bandbreite gezeigt bekommt. Herzlichen Dank vor allem dafür!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.

 

Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

Chariotnun ist es schon ewig her, dass Sie ein Update von und zu Chariot bekommen haben. Es ist überfällig.

Hier passieren so viele so spannende Dinge, dass ich kaum zum Schreiben komme. Bin ich nicht im Büro, dann bin ich mit Chariot unterwegs...

Chariot lernt und lernt und lernt ... aber "sitz" und "platz", das lernt sie nicht. Inzwischen spielt sie begeistert mit dem Ball: wegschmeißen, wiederholen, wegschmeißen, wiederholen, schnuppern, hoppla, Ball verloren, wegschmeißen, wiederholen...

Auf diese etwas spezielle Art und Weise können wir 90 Minuten spazieren rennen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht Dinge findet: dann lässt man den Ball liegen und bringt die Beute mit: Schuhe, Essbares, Tüten, Besen, Handtaschen ... Ich versuche, ihr klar zu machen, dass es die AWB gibt (Müllabführ) und sie nicht auf der Gehaltsliste steht! Sinnlos! Ich robbe anschließend durch das Gebüsch, um den Ball wieder zu finden. Sie stupst mich an und schaut auffordernd auf meine Jackentasche, in der normalerweise der Ball ist:
“Los, wegschmeißen!“
"Chariot, such den Ball!"
"Hä? Schmeiß!"
"Chariot, such den Ball! Wo ist der Ball?"
"Hä? Schmeiß!" Chariot

Sinnlos - ich robbe wieder durch irgendein Unterholz ...

Wenn wir nach Hause kommen, sehen wir beide aus wie die Schweine - aber glücklich und zufrieden.

Das Wetter in den letzten Wochen hat es nicht besonders gut mit uns gemeint (oder Petrus sitzt oben und lacht sich eins, wie wir in der Matsche rumalbern - auch möglich). Wir freuen uns auf den Sommer! Wir wollen nach Österreich (meine Heimat) und Bergwandern. Im Herbst fahren wir dann an die Ostsee, wenn das Urlaubsspektakel vorüber ist und werden Strand-laufen-buddeln-toben.

Chariot

Das lange Wochenende über den 1. Mai waren wir mal wieder in Bremen. Chariot war den ganzen Tag mit "ihrem" Rudel draußen unterwegs. Sie jagt nicht! Soo schlecht, dass sie ein Pferd nicht sähe, sind ihre Augen nun auch nicht – sie jagt nicht! Sie war mit meiner Freundin abends die Pferde reinholen. Katrin hat sich kaputt gelacht: Chariot schaut die Pferde an mit einem Blick: "Na, wer bist Du? Ich bin Chariot ... (Augenaufschlag)". Chariot im Paddock

Wir haben alle gemeinsam die Pferdeäpfel vom Paddock und der Weide gesammelt. Chariot hat tatkräftig geholfen: Bevor wir die Äpfel auf die Schippe laden konnten, hat Chariot sie verspeist. Einen nach dem anderen. Hinterher sah sie aus, als hätte sie einen Ball verschluckt und musste ein langes sattes Schläfchen halten. Kein Durchfall, kein Spucken - nix!

Nur am nächsten Tag wollte sie nicht mehr so viele davon futtern. Die dusseligen Pferde hatten nämlich wieder so eine Unordnung auf dem Paddock und der Weide gemacht, dass man aufräumen musste. Da hat Chariot dann wohl auf dem Paddock gespielt, aber der Ehrgeiz, alle Pferdeäppel aufzuessen, der war nicht mehr da. KomischChariot badet

Den ganzen Tag draußen spielen ist sehr, sehr anstrengend. So anstrengend, dass man buchstäblich im Stehen einschläft...

Hier im Viertel ist Chariot inzwischen bekannt wie ein kariertes Maiglöckchen! Mein Lieblingsblumenladen ein paar Häuser weiter hat auch schon seine Erfahrungen mit der Süßen gemacht: Die Mitarbeiterin hat einen Mops ... Chariot und Cosimo treffen im Laden aufeinander ... schnupper, schnupper, schnupper ... Chariot schaut das Mopschen an, ein bisschen verständnislos und beschließt dann die Verhältnisse zu klären (schließlich ist sie ein Hund!) ... Popo rausstrecken und im hohen Bogen auf die vorbereiteten Blumensträuße pinkeln!! Zufriedener Blick! Wir haben uns gekrümmt vor Lachen.

Ich habe dann die "betroffenen" Blumensträuße gekauft, abgewaschen, und verschenkt ... sonst hätte ich vom Kunsthandel zum Blumenhandel wechseln müssen...

Uns geht es unverschämt gut. Sogar die Treppe im Büro ist nicht mehr so schrecklich: die Hälfte schafft sie schon allein. Den Rest bewältigen wir dann auch noch. Wir üben in aller Ruhe weiter...

Vor ein paar Wochen stand sie morgens unter einer japanischen Zierkirsche. Die Blütenblätter schneiten herab, und Chariot stand voller Stolz auf einem rosa Teppich: sie ist ein Mädchen, durch und durch.

Chariot unterwegs

Erinnern Sie sich an die Augsburger Puppenkiste? Ich habe sie geliebt, und mit romantisch verklärtem Blick liebe ich sie bis heute. Ich sage immer: wenn man die Fäden sieht, dann ist die Kindheit vorbei... Chariot schaut mich an und fragt: "Welche Fäden?"

Ich hoffe, sie wird die Fäden nie sehen und so herrlich kindisch und kindlich bleiben, wie sie ist (okay, eigentlich müsste es welpisch heißen - aber ob es das komische Wort gibt, weiß ich nicht...)

Herzlich

Ihre A. H. und Chariot


Vito – das sportliche Sahnehäubchen ist doch nicht immer so draufgängerisch

Vito

Trotz viel Action und fünf Kumpels fand Vito nun in der Sommerpause Zeit, ein paar Zeilen an uns zu schreiben und uns über sein neues Leben auf dem Laufenden zu halten:

„Hallo Ihr Lieben,

ich wollte mich mal wieder melden.

Mir geht es weiterhin sooo gut hier. Ich liebe mein Rudel und meine Menschen über alles.

Vitos Rudel

Alles ist so friedlich. Ich bin vollkommen entspannt und mache überhaupt nie Probleme. Okay ... An-der-Leine-Laufen ist ganz schön anstrengend mit mir; ich bin zwar nicht mehr so aufgeregt wie anfangs, weil ich mittlerweile weiß, wo und mit wem ich bin, aber hier läuft massenweise Wild durch die Gegend, und ich rieche einfach alles und würde am liebsten auch alles jagen.Vito buddelt

Trotzdem gehen wir immer riesengroße Runden, und meine Menschen können ja immerhin Energie sammeln, während ich am Buddeln bin, das kann ich nämlich besonders gut. Mäuschen-Buddeln geht immer.Vito am Trainingswagen

Im April bin ich noch ganz oft am Trainingswagen mitgelaufen, voller Freude, aber die Saison ist nun vorbei, und ich freue mich schon jetzt auf die kühlere Jahreszeit. Aber zugegeben, ich liege auch gerne faul in der Sonne im Garten rum.

Training

Fröhliche Meute beim Training

Seit heute ist der Doggy-Pool aufgebaut, meine Menschen verstehen noch nicht so ganz, warum ich nicht direkt rein gehüpft bin, denn eigentlich nehme ich sonst jede Pfütze und jeden Bachlauf mit. Ich muss mir das Teil noch mal ansehen, vielleicht gehe ich dann rein.

Vito ruht aus

Ganz liebe Grüße von Vito“

Unsere Antwort:

Hallo lieber Vito,

wir freuen uns "tierisch" über Deine Zeilen und darüber, wie toll es Dir bei Deinen neuen Menschen geht. Es ist immer wieder schön, wenn unsere ehemaligen Schützlinge sich von sich aus bei uns melden. Bei den vielen Hunden, die im Lauf eines Jahres vermittelt werden, können wir leider - obwohl es uns nicht gefällt - nicht immer nachhören, wie es geht. Umso größer ist dann die Freude, wenn die Ehemaligen, so wie Du, lieber Vito, von sich aus das Bedürfnis haben, von ihrem neuen Leben zu berichten.

Weiterhin viel Spaß - vor allem nun beim Baden - genieße es, es tut bei der warmen Witterung sicherlich seeeehr gut.

Liebe Grüße von uns sendet Dir

das gesamte Team der Nothilfe für Polarhunde, Freudenstadt/Gauselfingen


Yuki Update 01.06.2017

Aus dem ehemaligen Angst-Hund Yuki ist inzwischen eine typische Shiba-Hündin geworden. Genauso, wie sich ihre Menschen einen Shiba vorstellen und wünschen: Sie selbst entscheidet, was sie will und was nicht, z. B. wer sie streicheln darf und wer nicht. Yuki weiß inzwischen, dass sie wer ist, sie ist ganz Shiba, ganz sie selbst, wenn sie mit ihren Menschen zusammen ist.
Shibas sind schon etwas Besonderes, und Yuki ist zum Glück bei absoluten Shiba-Verliebten gelandet. Sollten Sie sich nach den begeisterten Zeilen von Yukis Frauchen überlegen, auch einem Shiba Ihr Herz zu schenken, lassen Sie sich von dem letzten Satz des Berichtes nicht unbedingt davon abbringen – es sind schon viele Menschen, die nur EINE der aufgeführten Eigenschaften besitzen, mit Shibas glücklich geworden.
Doch leider werden immer noch viele japanische Hunderassen zu Wanderpokalen. Als Welpen niedliche kleine Bärchen, doch dann erwachsen haben sie ihren eigenen speziellen Charakter, den man akzeptieren, verstehen und lieben sollte.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

Yuki

Yuki entwickelt sich andauernd weiter und sammelt fleißig neue Erfahrungen.Yuki
Auch ist ihre Neugier stets geweckt, wenn wir bei ausgiebigen Spaziergängen auf andere Zwei- und Vierbeiner treffen. Falls die fremden Herrchen und Frauchen der wählerischen Yuki zusagen, darf auch mal gerne etwas gestreichelt werden. Typisch Shiba eben!!! Für andere Hundebesitzer mag das typische Verhalten unnatürlich erscheinen, doch wir können mit diesen Eigenschaften super leben und wollen gar nicht mehr ohne diese.Yuki fährt im Fußraum mit Die hübsche Shiba-Dame legt zum Glück immer mehr dieser Eigenschaften an den Tag, was mich wirklich sehr stolz macht. So hat Yuki z. B. einen leichten Jagdinstinkt entwickelt, der sich super für Ball oder andere Wurfspiele eignet.

Besuch bei den Westis

Yukis absolutes Highlight sind immer noch die Besuche bei meinen Eltern, wo sie von deren beiden Westi-Damen schwanzwedelnd begrüßt wird und anschließend im Trio um die Häuser ziehen darf.Yuki an der Schleppleine Wenn ich bei meinen Eltern geparkt habe, macht sich die Vorfreude meist schon nach wenigen Sekunden bemerkbar. Die Autofahrten dorthin genießt sie ebenfalls und schaut immer wieder mit ihren Knopfaugen gespannt aus der Transportbox. Mit dem Autofahren hat Yuki gar keine Schwierigkeiten und kann ab und an auch prima im Fußraum sitzen.

YukiYuki spielt

Raufen und Schmusen ist bei Yuki auch immer noch ein absolutes Muss. Diese Streicheleinheiten werden schon morgens Punkt sieben, wenn der Wecker klingelt, eingefordert, indem sie aufs Bett springt und freudig mit dem Schwanz wedelt.

Wir schauen, dass wir Yuki immer wieder etwas Neues bieten; so haben wir ihr z. B. eine Schleppleine gekauft und an zwei Shiba-Treffen teilgenommen.
Am Anfang ist natürlich jedes neue Ereignis wieder etwas ganz Besonderes, an das man sie geduldig heranführen muss, bis sie nach und nach auftaut und ihr Gesicht, was nur ihre vertrauten Menschen kennen, zeigt. Gut Ding will halt einfach Weile haben; man kann niemand zwingen, sich zu öffnen, und besonders Shibas zeigen nur wenigen ihr persönliches Ich.

Zum Schluss meines langen Berichtes habe ich nun noch einen wirklich traumhaften, aber wahren Spruch, den ich aus einem Forum aufgeschnappt habe. Es wäre schön, wenn sich manch ein Shiba-Interessent diesen zu Herzen nehmen würde, damit viele dieser tollen Hunde wie Yuki nicht erst einmal durch die Hölle gehen müssen, um das zu bekommen, was ihnen wirklich zusteht!

 

"Hast du den Gleichmut eines japanischen Buddhisten, die Leidensfähigkeit eines Mushers nordischer Hunde und das Herz und den Geist ("Bushido") eines Samurai ... dann und nur dann ist der Shiba definitiv der richtige Hund für dich!“
 Quelle: Polar-Chat


Shanuk – genießt trotz gesundheitlicher Probleme sein neues Leben

Shanuk

Obwohl gesundheitlich einige „Baustellen“, ging es Shanuk noch nie so gut: Familienanschluss, Herrchen sorgt sich um ihn und liebt ihn, lange Spaziergänge oder Radtouren – das ist doch etwas ganz anderes als Tag für Tag ein verwahrloster Zwinger ohne Auslauf. Seine Ängste legt Shanuk auch nach und nach ab. Wir wünschen Herrchen und Shanuk, dass es auch gesundheitlich weiter mit Shanuk aufwärts geht, auch wenn jetzt der Sommer „droht“.

Herrchen hat einen kleinen Bericht geschickt – herzlichen Dank dafür.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V.

Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,Shanuk, der Winter gab ihm Kraft

nachdem Shanuk nun schon ein dreiviertel Jahr bei mir ist, wollte ich wieder über sein Befinden berichten.

Obwohl Shanuk sich gleich bei uns eingefügt hat, wird er immer heimischer. Anderen Hunden gegenüber ist er immer noch recht zurückhaltend. Auch wenn er noch weiß, wie Sex geht, spielt er lieber mehr mit Jungs. Seit er im kalten Winter wieder Kraft und Selbstbewusstsein getankt hat, geht er wieder huskygemäß aus.

                                              Shanuk 

Seine kaputten Zähne sind nun auch schon seit über einem viertel Jahr entfernt. Leider geht er zwischenzeitlich, weil er wieder fitter ist, doch sehr intensiv zum Jagen. Daher muss er an der Leine bleiben. Obwohl er sehr lernbegierig ist, ist er, sobald er etwas Jagdbares riecht, nicht ansprechbar.Shanuk muss an der Leine laufen

Die Verdauung ist immer noch problematisch. Auch wenn es in der Zwischenzeit schon viel stabiler geworden ist, habe ich das richtige Futter noch nicht gefunden. Und niemand kann mir sagen, wieso das so ist. Fest steht nur, bei entsprechendem Futter wird der Stuhl ganz schwarz, Shanuk frisst wieder Erde und seine Kraft lässt rapide nach.

Derzeit genießen wir das noch kalte Wetter für Radausflüge (6 - 8 km). Shanuk macht das super toll. Auch besteht er auf seinen Ausgang von 2 - 3 Stunden am Tag. Bis er wieder voll fit ist, wird es wohl noch etwas dauern.

Shanuk

Ich bedanke mich nochmals für den tollen Hund und für Eure supertolle Arbeit.

Viele Grüße,

G. B. und Shanuk


Holly – ihr Blick lässt ZWEIbeinerherzen schmelzen

Die inzwischen bald vierzehnjährige liebenswerte Holly (ehemals Gixy) war Teil des verwahrlosten Achter-Oldie-Rudels aus Bayern. Zu Hollys Glück hatte eine Familie, die ausdrücklich und bewusst einem Notfell eine neue Heimat geben wollte, schon länger Kontakt zu uns. Bei deren Besuch auf der Alb hat es Gixy geschafft, sich einzuschmeicheln, und durfte als Holly gleich mit auf die Reise gehen – zurück nach Bayern. Teilen muss sich Holly ihre Familie mit einem großen Alaskan-Malamute-Brummbär namens Buddy, dessen Eifersucht sich leider, entgegen den Erwartungen der Zweibeiner, auch nach einem Jahr noch nicht völlig gelegt hat. Buddy könnte gut und gerne ohne Holly leben - aber die Zweibeiner nicht mehr. Sie sind glücklich mit Holly, und Holly ist glücklich mit den Zweibeinern – Buddy muss man eben so nehmen, wie er ist.

Wir freuen uns immer über Nachrichten von schon länger vermittelten nordischen Sorgenfellen und danken Familie H.H. für ihren ausführlichen Bericht.

Das Team der NfP - Freudenstadt

 

Nachdem Holly nun schon ein Jahr bei uns ist, möchten wir berichten, wie es uns und ihr in der Zeit ergangen ist.

HollySie hat sich gut eingelebt und ist absolut liebenswürdig. Wir lieben sie sehr. Sie hat viel Vertrauen aufgebaut, ist aber trotzdem sehr zurückhaltend und schüchtern. Aufgrund ihrer Vorgeschichte und auch wegen ihres Alters hat sie so einige gesundheitliche Baustellen.

Hollys Fressverhalten war von Anfang an ein Problem. Sie fraß tagelang fast nichts, dann wieder normal. Zudem hat sie noch häufig erbrochen. Wir haben dann nach Rücksprache mit unserer Tierärztin in einer Klinik eine Ultraschalluntersuchung der inneren Organe durchführen lassen. Es stellte sich heraus, dass ein massives Magenproblem vorliegt. Daraufhin wurde vereinbart, über eine gewisse Zeit ein Magenschutzmittel zu geben. Das haben wir einen Monat versucht, aber ein durchschlagender Erfolg stellte sich nicht ein. Sie stand vor der mit allen möglichen Leckereien gefüllten Schüssel und konnte nichts fressen. Es war ihr buchstäblich schlecht. Da sie dann zudem an Gewicht verlor und das, obwohl sie sowieso schon eher untergewichtig war, entschieden wir uns, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Sie bekam unter Vollnarkose eine Magen-Darmspiegelung und eine Zahnsanierung. Wegen der Narkose hatten wir schon große Bedenken, da sie ja schon ein beachtliches Alter hat, aber es blieb keine andere Wahl. Es stellte sich heraus, dass sie eine sehr starke Magenentzündung mit bereits veränderten Magenwänden hat. Sie bekommt deswegen nun Cortisontabletten. Seit sie diese einnimmt, hat sie nicht mehr erbrochen. Der schlimme Zahnbelag ist nun auch entfernt und ein großer Backenzahn gezogen. Sie hat inzwischen erstmals tatsächlich etwas zugenommen und frisst mit gutem Appetit.

Buddy und HollyZwischen den beiden Hunden herrscht leider keine große Harmonie, was aber alleine an Buddy (Alaskan Malamute aus dem Tierheim) liegt. Das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. So sehr hatten wir uns zwei Hunde gewünscht, die sich gut vertragen und auch kuscheln miteinander. Das ist leider nicht in Erfüllung gegangen.

Hollys Inkontinenz haben wir mit Hilfe von Tropfen gut im Griff. Ein Problem war lange auch die Stubenreinheit. Inzwischen hat sie auch das ganz gut gelernt. Das ist eine tolle Leistung, wenn man das Alter bedenkt. Allerdings muss man aufpassen, dass man die feinen Signale nicht übersieht, sonst geht's daneben.Holly und Buddy

Durch das Cortison trinkt sie sehr viel, vorwiegend abends, und deshalb muss sie sehr häufig raus, auch manche Nächte sind etwas anstrengend, da ist sie recht unruhig und meldet sich. Wir müssen dann mehrmals raus in den Garten, damit sie ihr Geschäft erledigen kann.

Was uns verwundert hat, ist, dass sie trotz ihrer Vorgeschichte körperlich sehr fit war, sie sprang ohne Probleme ins Auto und hat auch die großen Spazierrunden gut gemeistert. In den letzten Wochen haben wir aber einen Abbau bemerkt, das Alter macht sich bemerkbar. Immerhin wird sie im Mai ja schon vierzehn! Statt der großen Morgenrunde drehen wir jetzt eine kleine und dann darf sie wieder heim, während ich mit Buddy nochmals starte.

Sie sieht allerdings viel jünger aus, als sie ist, und richtig hübsch ist sie geworden. Am meisten freut sie sich, wenn wir nach den Spaziergängen wieder heimkommen, da hüpft sie die beiden Stufen zur Haustür auf einmal hoch und springt vor der Tür lustig herum. Sie kennt auch die Spaziergehzeiten und wird ungeduldig, wenn‘s mal ein bisschen länger dauert. Sie kommt dann andauernd und schaut mich ganz fest mit einem vielsagenden Blick an wie: "Hast du jetzt nicht etwas vergessen, wollten wir nicht Gassigehen"?

Das Verhältnis zu Buddy hat sich soweit gebessert, dass beide Hunde mit uns gemeinsam in Haus und Garten sein können. Unbeaufsichtigt kann man sie dabei aber nicht lassen. Buddy ist einfach unberechenbar. Er ist völlig unentspannt und möchte sie andauernd kontrollieren.Holly trifft die Esel

Holly hat HundekontaktDie Neugierde hat sich Holly im Alter bewahrt. Sie hat im Urlaub Bekanntschaft mit einem Esel gemacht. Sie haben sich beide ganz vorsichtig beschnuppert. Ebenso interessant waren junge Ferkel, die sie neugierig betrachtet hat. Das macht sie alles mit einer erstaunlichen Ruhe. Auch vor großen Hunden hat sie keine Angst, sogar einen Landseer hat sie neugierig begrüßt. Die Fellpflege lässt sie sich nun gerne gefallen und die Kuschel- und Krauleinheiten genießt sie sowieso.

Abschließend können wir sagen, dass wir Buddy keinen Gefallen getan haben, als wir Holly übernommen haben, was aber nicht vorhersehbar war, da er mit Hündinnen normalerweise keine Probleme hat. Aber es macht für ihn einen großen Unterschied, ob eine Hündin nur vorbeikommt zum Spielen und dann wieder geht, oder ob sie bleibt.

Holly

Für unsere Hollymaus tun wir aber alles, damit sie wenigstens den verbleibenden Rest ihres Lebens noch genießen kann. Trotz der gesundheitlichen Probleme, der unruhigen Nächte und der Schwierigkeiten im Zusammenleben mit Buddy haben wir es nicht bereut, sie übernommen zu haben. Wenn sie uns mit ihren zwei unterschiedlichen Augen fragend und staunend ansieht, dann schmelzen wir dahin.

Viele Grüße von Holly und ihren Menschen

 


Blaze – Prachtmalamute fühlt sich prächtig

laze

Blaze

Es gibt wieder einmal Nachricht von Blaze, unserem Prachtkerl“chen“, der im Oktober 2015 bei malamuteerfahrenen Menschen einziehen durfte.  Nein, Neues gibt es nicht zu berichten – Blaze hat sich dort von Anfang an wohl gefühlt. Solche Nachrichten sind uns die liebsten, gespickt mit schönen Fotos, die das Ganze unterstreichen. Was will man als Vermittler mehr? Alles passt, für Hund und Familie.

Das Team der NfP - FreudenstadtBlaze

„Blaze ist jetzt 17 Monate bei uns und fühlt sich offensichtlich sehr wohl.

Auf den Bildern kann man ja sehen, wie er sich gemacht hat. Er wird von Tag zu Tag anhänglicher. Er ist eben ein richtiger Prachtbursche!
Nach wie vor ist er gerne und oft im Garten und buddelt Löcher, was wir nicht immer so toll finden wie er, aber wir verstehen und tolerieren es und lassen ihn den Garten gestalten.

Seinen Stammplatz unter der Eckbank musste er zwischenzeitlich aufgeben, weil er nicht mehr drunter passt, aber er hat schon einen anderen schönen Platz gefunden.

 

Familie B.“

 

 

 

 


Yuki – was bitte schön ist ein „Angsthund“?

Yuki

Yuki mit dem WestiDas einst ängstliche Hundekind Yuki hat sich dermaßen schnell dermaßen super entwickelt, dass wir nur überrascht und glücklich sind. Das intensive hautnahe Zusammenleben mit IHREM Menschen und das gemeinsame Kuscheln mit ihren Westi-Freundinnen tun Yuki gut und haben sie gefestigt.Yuki mit den Westis
Und wir freuen uns natürlich, dass ständiger Kontakt besteht und wir an den Fortschritten der hübschen Shiba-Hündin immer teilhaben dürfen - ja sogar viel mit einbezogen werden. Wir wünschen Frauchen, Yuki und ihren Westi-Freundinnen weiterhin eine gute Zeit und sind uns sicher, dass wir bald wieder einen Besuch einplanen.

Das Team der NfP - FDS

Eine der neuesten Rückmeldungen von Yukis Frauchen:

Freundschaft, Loyalität und Vertrauen - diese Dinge stehen im Fokus einer jeden Beziehung, auch zwischen Hund und Mensch. So auch zwischen Yuki und mir.
Inzwischen gehen wir beide gemeinsam durch dick und dünn und erfreuen uns an jedem Tag, an dem wir zusammen die Welt erkunden.

Natürlich gab es zwischendurch auch eine schwierige Phase. Damit meine ich die Zeit, als Yuki „weg“ war ... (Anm. Ein nicht so schönes Erlebnis noch während der Eingewöhnungszeit, das Yuki in Panik versetzte – und schnell wie der Blitz war sie weg! In ihr unbekanntem Gelände.
Das Frauchen suchte eineinhalb Wochen lang unermüdlich. Wenn Sie die Geschichte noch einmal nachlesen möchten: <
klick>.
Jeden Tag 24 lange Stunden hoffen, bangen und immer positiv denken. Ich habe nicht aufgegeben, besser gesagt, ich habe Yuki niemals aufgegeben!

Dieses Erlebnis hat uns beide sehr geprägt. Wir haben beide viel daraus gelernt und sind auch viel selbstbewusster geworden.Yuki
Yuki war davor als "Angsthund" bekannt - der Hund, der heute neben mir auf dem Sofa kuschelt, hat nicht im Geringsten mehr auch nur irgendeine der typischen Eigenschaften eines „Angsthundes“.

Yuki genießt Streicheleinheiten

Im Gegenteil, Yuki zeigt sich immer wieder offen gegenüber Neuem, lässt sich trotz kleinem Dickschädel auch mal etwas sagen und genießt jede einzelne Streicheleinheit, als wäre es ihre letzte.

Somit blicken wir gemeinsam in die Zukunft und würden gerne anderen einen kleinen Rat auf den langen und doch meist viel zu kurzen Weg mitgeben:

„Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen.“
(Konrad Lorenz)

Liebe Grüße von Frauchen und Yuki


Timber und Yoshi – Bericht aus dem gemeinsamen Zuhause

Als im April 2015 ein 9-köpfiges ehemaliges Musher-Rudel plötzlich unsere Auffangstation durcheinander wirbelte, wurden wir mit total unterschiedlichen Hundecharakteren konfrontiert: einige Rudelmitglieder waren menschenbezogen und zutraulich, andere total verunsichert und eher scheu. Zu letzterer Kategorie gehörte Timber (der sich damals noch „Timper“ schrieb). Für ihn wünschten wir uns ein Zuhause als Zweithund, da er gegenüber Artgenossen deutlich weniger Vorbehalte hatte als bei Menschen.

Statt Zweithund wurde Timber im Sommer 2015 schließlich Vierthund – noch besser. Seine neuen Menschen sind absolut vom Husky-Virus infiziert und nahmen auch die Herausforderung „scheuer Hund“ ohne Weiteres an. Timber hat es ihnen dabei nicht unbedingt leicht gemacht, denn er büxte nach einigen Wochen im neuen Zuhause aus und traute sich vor lauter ungewohnten Umweltreizen nicht mehr heim. Wir alle machten uns große Sorgen um ihn und suchten nach Möglichkeiten, wie man seiner wieder habhaft werden könnte.

Die Lösung war schließlich Timbers Vater Yoshi, den Familie M. aus der Station „auslieh“, um dem Flüchtigen anzulocken. Dieses Unterfangen klappte tatsächlich – und hatte sogar noch einen höchst positiven Nebeneffekt: Yoshi hatte sich nämlich in kurzer Zeit so toll ins Rudel eingefügt, dass auch er dableiben durfte.

Doch nun wollen wir gerne dem Frauchen der bunten Rasselbande das Wort erteilen:

„Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,Timber

hier ein paar Dinge, die der Timber so in der Zeit seit der Vermittlung erlebt hat. Im November 2015 hat der Timber zum ersten Mal beim Pinkeln das Bein gehoben. Manch einer denkt sich bestimmt ... na und. Für unseren Timber war das zu dieser Zeit aber schon was ganz Besonderes.

Er wurde langsam sicherer und so konnte man die Veränderung, zwar in keinen Schritten, feststellen. Ich hab mich da­mals riesig gefreut. Ja, er ist immer zutraulicher geworden und mittlerweile krabbelt er sogar zu Herrchen auf die Couch dazu.Gemütlich auf der Couch

Er, der doch so viel Angst vor Männern hatte. Sich am An­fang nur unterm Hasenstall ver­steckte oder gleich im Haus geblieben ist.

Timber und Yoshi

TimberDas ist jetzt alles Schnee von gestern.

Timber ist so wie jeder andere Hund. Er geht sogar zu unserem Besuch hin und schaut, wer da des Weges kommt. Er ist total vergnügt und spielt mit unseren Mädchen, vielleicht will er sie auch etwas dominieren. Die Mädels sind ja 2 Jahre jünger als er. Da hat er aber keine Chance.

Ja, er hat sich um 180° gedreht und da zeigt sich, wenn man den Tieren die Zeit gibt, welche sie brauchen, kommt war ganz Wundervolles raus. Schaut euch doch mal diesen glücklichen Hund an.

Ich bin richtig stolz auf unseren Kleinen, dass er über seinen Schatten gesprungen ist und so was Schönes entstehen konnte.  

Liebe Grüße

Timber mit seiner Hund-Mensch-Familie“

Und auch über Yoshi gibt es einiges zu berichten:

Timber und Yoshi am Schlitten„Hier ein kleiner Einblick in Yoshis neues Zuhause. Er ist jetzt schon rund anderthalb Jahre bei uns. Es gefällt ihm richtig gut. Er hat den ganzen Tag seine Beschäftigung. Er ist jetzt Frauchens Schatten. Egal, wo ich hingehe, er ist dabei und wenn ich dann doch mal ohne ihn weg muss, hat er alles genau im Blick und wartet ganz artig, bis ich wieder komme.

Beim Essen muss der Yoshi auch immer genau aufpassen, ob vielleicht war runter fällt. Leider kommt das sehr selten vor und wenn doch, heben die Menschen das immer gleich wieder auf.

Yoshi

So was Blödes.

Im Februar hatte unser Guter einen Tumor am rechten Vorderbein. Wir haben das Teil sofort entfernen lassen – zum Glück, denn er war bösartig. Es ist aber bis jetzt nichts mehr gewachsen und so wird es hoffentlich auch bleiben.Yoshi

Leider mussten wir ihm aus gesundheitlichen Gründen Ende September 2016 das rechte Auge entfernen lassen. Er war ja eh schon länger auf dem Auge blind und Augenhochdruck hatte er auch seit Anfang des Jahres. Dies hatten wir aber mit Tropfen gut im Griff.

Ende August hat sich das Auge dann entzündet, die Entzündung ist auch trotz tierärztlicher Versorgung nicht besser geworden, sodass uns ein Tierarzt für Augenheilkunde dazu riet, das Auge zu entfernen.

Wir haben den Yoshi dann am Auge operieren lassen, er hat auch alles soweit gut weggesteckt. Nur den Trichter konnte er nicht leiden. Zum Glück war er ein richtig vorbildlicher Patient, so musste er das Ding nur in der Nacht anziehen. Damit er den anderen nicht so auf die Nerven geht, durfte er bis zur Genesung im Bett schlafen. Das war das Größte für ihn. Erst ins Bett und dann das blöde Ding auf den Kopf ... aber wenigstens ins Bett.Yoshi darf wieder rennen

Nach den ersten 3 Tagen durfte er dann wieder spazieren gehen und das für die nächsten 4 Wochen. Das war für Yoshi die Hölle. Nur am Halsband geführt werden und bloß nicht ziehen. Das war gar nichts für ihn. Er hat gebrüllt vom Auto weg bis wieder zum Auto hin. Das konnte er nicht verstehen: die anderen dürfen rennen und er muss gehen. 

Die Ruhepause ist jetzt auch wieder rum und er läuft schon wieder am Fahrrad. 6 Wochen nach der OP durfte er dann wieder im Gespann laufen und jetzt ganz ohne Schmerzen. Er genießt das richtig. Das sind so die Neuigkeiten von unserem lieben Yoshi.

Liebe Grüße

Yoshi und die wilde Bande mit Familie M.“

 

Wir sind wahnsinnig froh, dass Timber und Yoshi es so gut getroffen haben und gemeinsam mit ihren vierbeinigen Kumpels das Leben bei Familie M. in vollen Zügen genießen können. Und pssst… – das waren noch nicht die letzten NfP-Schützlinge, die in dieser bunten Truppe ein neues Zuhause gefunden haben. Wir hatten da noch einen Rüden aus derselben Hundefamilie, den Damon – aber das ist eine eigene Geschichte…

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e.V., Freudenstadt

 
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