Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 
 

Shanuk - es hat sich richtig gelohnt!

ShanukShanuk„Es hat sich richtig gelohnt“ schreibt das Herrchen, ohne zu erwähnen, ob für ihn oder für Shanuk. Wir gehen aber mal davon aus, dass für beide! Trotz gesundheitlicher Probleme, die Shanuk mitbrachte, und obwohl er zunächst ein ängstlicher Hund war, war das Herrchen von Anfang an begeistert von Shanuk.

Shanuk

Und wir sind sicher, dass auch Shanuk von Anfang an von diesem seinem „neuen Leben“ begeistert war – endlich nach vielen Jahren unbeachtet in einem Zwinger kümmerte sich jemand um ihn, und er durfte erfahren, wie das Leben „draußen“ ist. Inzwischen sind Herrchen und Shanuk seit drei Jahren ein Team. Anlässlich Shanuks neuntem Geburtstag hat uns das Herrchen wieder berichtet:

Shanuk

Liebes Team der Nothilfe,

ShanukShanukzum Geburtstag von Shanuk möchte ich mich bei Euch melden und mich zum wiederholten Male für diesen wunderbaren Hund bei Euch bedanken.

Shanuk

In diesem dritten Jahr an der schwäbischen Donau ist Shanuk richtig aufgeblüht. Vorbei sind die vielen Tierarztbesuche, das nervige Herummäkeln am Futter sowie der dauernde, kräftezehrende Durchfall. Hauptsächlich durch die ausführlichen Erklärungen von Dr. Ziegler zum Barfen und einigen anderen aufgeschlossenen, geduldigen Tierärzten ist Shanuk wieder auf die Beine gekommen.ShanukShanuk

Heute sind tolle Spaziergänge mit dem Fahrrad über zwei bis drei Stunden täglich ein Muss. Shanuk hat sich dabei zu einem noch ruhigeren und noch ausgeglicheneren Gesellen entwickelt. Viel Lob erhält er für sein tolles, kuschelweiches und glänzendes Fell, seine aufrechte Haltung und seine ruhige Art. Kaum jemand möchte glauben, dass er schon neun Jahre alt ist.

Wie schon immer hält Shanuk ausgiebig Siesta und verpennt große Teile des Tages. Dies ist auch gut so, sind wir doch seit dem Frühjahr schon über 5000 km rund um Ulm und Neu-Ulm unterwegs gewesen. Da gibt es immer etwas zu erschnüffeln und immer wieder etwas Neues.

Nun wünsche ich Euch für Eure Arbeit für die Zukunft weiterhin so viel Erfolg und nochmals vielen Dank.

Viele Grüße aus Neu-Ulm

G. B.

Lieber G. B., herzlichst danke für diesen Bericht und die guten Wünsche! Unser Erfolg ist nur möglich mit Menschen wie Ihnen, die sich, wenn sie sich einmal für eine Fellnase entschieden haben, durch nichts beirren lassen und bereit sind, mit ihrem neuen Familienmitglied durch dick und dünn zu gehen. Shanuk sieht toll aus – und glücklich. Genau das hat er verdient, und sein Leben bei Ihnen ist Ausgleich für seine verlorenen Jahre in einem verwahrlosten Zwinger. Danke, lieber G. B., und Ihnen und Shanuk noch viele schöne tausende von Kilometern „um Ulm und um Ulm und um Ulm herum“.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Dezember 2019


Lennox (ehem. Borox) – alles „top“

Lennox hat ein bewegtes Leben hinter sich: Geboren am 10.04.2012 in Spanien landete er mit fünf Monaten im Tierheim. Zwei Jahre vergingen, Lennox war immer noch im Tierheim. Dann wandte sich eine deutsche Tierschutzorganisation an uns und bat um Hilfe für den lieben und menschenbezogenen „Husky-Mischling“. Aufnehmen konnten wir den damals noch namenlosen Rüden nicht, denn es gab eine lange Warteliste mit Notfellen aus Deutschland. Aber als es zwischen einem Interessenten und keinem unserer Schützlinge passen wollte, brachten wir IHN ins Spiel. Der Interessent und seine Husky-Hündin ließen sich auf das Abenteuer ein, und ER führte als Borox fortan ein glückliches, „richtiges Hundeleben“ bei seinem Herrchen und Shiela. Leider erkrankte das Herrchen vier Jahre später und überließ Borox schweren Herzens uns. Lange sollte Borox jedoch nicht in unserer Station bleiben, denn die Beschreibung seines lieben Charakters, seiner Anhänglichkeit und vor allem seiner Verträglichkeit mit Artgenossen beiderlei Geschlechts ließ Interessenten aufhorchen: Mit so einem „tollen Kerl“ könnte die Vergesellschaftung mit der „Hundedame des Hauses“ namens Joy klappen. Es klappte, und aus Borox wurde Lennox. Zum Jahrestag erhielten wir diese liebe Mail:

Vor einem Jahr, am 01.11.2018, haben wir Lennox (Borox) zu uns geholt. Wir sind unglaublich glücklich, ihn bei uns aufgenommen zu haben. Er ist ein wirklich toller Kerl. Bei größeren Menschenansammlungen noch etwas ängstlich, aber das kriegen wir hin.

Und du Lennox, wie gefällt es dir bei uns?

Hi. Hier spricht mal wieder euer Lennox:

1. Dreimal am Tag Gassi gehen (top).
2. Zweimal am Tag einen vollen Futternapf (top).
3. Abends im Hof ein Leckerli-Weitwurfspiel für Joy und mich (noch besser).
4. Danach regnet es Kauknochen (noch viel besser).
5. Streicheleinheiten abholen (am besten).
6. Viele schöne Urlaube.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl. Joy und ich sind zu einem tollen Team zusammengewachsen, und die Menschen sind mein Ein und Alles.

Es grüßt euch herzlich

Lennox

Lennox

Dann, lieber Lennox, sind wir auch „sehr zufrieden“, und Deinen Menschen sind wir sehr dankbar, dass sie Dir diese „dritte Chance“ gegeben haben. Wir wünschen Euch vieren weiterhin viel Spaß miteinander!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
November 2019


Cody – vom Fundhund zum „prächtigen, tollen Husky“

Als „prächtigen und tollen Husky“ bezeichnet das neue Herrchen Cody. Inzwischen eineinhalbjährig hat Cody in seinem neuen Zuhause schon viel gelernt: alleine im Auto bleiben, kuscheln, und er ist ruhiger geworden. Trotzdem strotzt der Bericht des Herrchens über die letzten acht Monate vor aufregenden Momenten:

"Liebes Team der Nothilfe für Polarhunde, CodyCody

Cody hat sich zu einem prächtigen, tollen Husky entwickelt, sein Laufdrang ist immens, er hängt sehr an mir und läuft mir auf Schritt und Tritt nach. Auch ich habe ihn schon längst ins Herz geschlossen und bin sehr glücklich mit ihm; meine Tierärztin meinte schon im Mai, dass Cody nun zu Hause angekommen sei!

Obwohl ich eine sehr gute Tierarztpraxis habe mit drei sehr kompetenten Tierärzten, war ich doch öfters über den Sommer bei ihnen, als mir lieb war, denn, wie schon im ersten Bericht geschrieben, hat Cody die dumme Angewohnheit, alles in den Mund zu stopfen und es auch noch zu schlucken; so geschehen mit einer Biene, einem Brillenputztuch sowie einem Glasauge von einem Stofftier. Zum Glück lief alles glimpflich ab, doch die Aufregung in dem Moment war riesengroß! Andererseits bereiteten mir seine immer wiederkehrenden Durchfälle große Sorgen, trotz gutem Futter. Cody bekam von Röntgen über Ultraschall bis zu einer großen Magen-Darm-Passage und einem großen Blutbild mit Allergietest auf Nahrungsmittel die ganze Palette, zum Glück waren alle Ergebnisse in Ordnung! CodyCody

Cody geht es gut, und er ist auch ruhiger geworden; ich habe auch immer, wie es die Stationsleiterin geraten hat, auf ausreichend Ruhepausen geachtet. Was mich auch sehr freut, er bleibt jetzt auch mal für drei Stunden im Auto (selbstverständlich abhängig von den Temperaturen), ohne etwas anzustellen, vorausgesetzt, ich bin vorher ausreichend mit ihm gelaufen!

Cody ist ein sehr lieber, gelehriger und hochsensibler Hund; wenn ich mit ihm doch mal schimpfen muss, weil er eben ein Schlittenhund-typisches Starrköpfchen hat, dann ist es ihm lange nicht wohl, bis er wieder mit mir raufen und spielen darf, was er liebend gerne tut!

Was jedoch mir und auch den Tierärzten Sorgen bereitet, ist gerade seine fast zu liebe Art gegenüber seinen Artgenossen, Cody wurde schon dreimal aufs heftigste attackiert, sogar von manchen Weibchen wurde er angeknurrt. Einmal musste ich mit energischen Fußtritten und Schreien einen Berner Sennenhund vertreiben, da er Cody sonst fast zerfleischt hätte, und Cody steht wie ein Opferlamm da, knurrt nicht einmal und wehrt sich nicht! Überhaupt ist er gegenüber seinen Artgenossen weder aggressiv noch dominant, er möchte gerne mit ihnen spielen, doch wird dabei meistens angegriffen! Zum Glück gibt es zwei Weibchen, die sich mit ihm gut verstehen! CodyCody

Abends sitzen wird dann auf der Couch zur großen Kuschelrunde, wobei Cody meinen Nacken, Ohren und Hals hingebungsvoll abschleckt. Wie schon erwähnt, ist er ein ganz Guter, und ich denke, wir zwei geben ein gutes Duo ab, denn nun weiß jeder vom anderen, wie er tickt!

Ich bin froh, dass der Sommer nun auch vorbei ist, denn sowohl ich als auch vor allem Cody tun sich sehr schwer mit den warmen und schwülen Temperaturen; von allen drei Schlittenhunden, die ich hatte, tut sich Cody am schwersten damit, obwohl wir hier oben doch 530 Meter hoch liegen!

Nun bin ich gespannt, wie sich Cody weiterentwickelt, vor allem, ob er weiterhin noch so kindlich verspielt bleibt, oder ob er einfach noch etwas Zeit braucht, um erwachsener zu werden! Andererseits denke ich, dass es eben so seine Art ist und er so bleibt, was mich auch freuen würde!

Cody

In diesem Sinne hoffe ich, Ihnen einen kleinen Einblick in Codys Leben gegeben zu haben, und verbleibe

mit vielen Grüßen

M. S. mit Cody"

Lieber Herr S., wir sagen herzlich danke für diesen „Einblick in Codys Leben“. Besser hätte es der Jungspund nicht treffen können! Auch wir sind gespannt auf Codys weitere Entwicklung und hoffen, dass Sie uns daran weiter teilhaben lassen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt
Oktober 2019

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