Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden

Sie sind nicht unbedingt der Schreiber von Mehrzeilern fürs Journal für Nordische Hunde? Würden aber dennoch gerne mal ein paar Worte über den an Sie vermittelten Hund verlieren und ein, zwei Fotos seiner Entwicklung zeigen? Oder Sie haben DEN Schnappschuss gemacht?
Hier haben Sie Platz dafür! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen an gluecksfell@polarhunde-nothilfe.com

 

 

Aisha – Umzug? Na und? Gegen das, was Aisha bereits erlebt hat, ist das doch gar nichts!

Wenn Sie sich nicht mehr an Aisha erinnern und den folgenden Bericht lesen, werden Sie kaum glauben können, dass Aisha „einst“ im Jahre 2010 zu unseren ganz großen Sorgenkindern gehörte, dass sie gleich DREImal nur kurz vor knapp gerettet wurde. Das erste Mal, als ihre Mutter sie verstieß und die Züchterin sie mit der Hand aufzog. Das zweite Mal, bevor sie in unsere Obhut kam, denn ihre damaligen Besitzer konnten Aisha, zu dieser Zeit grade mal etwas über ein Jahr alt, wegen einer schweren Erkrankung des Frauchens nicht behalten – aber einen Hund mit Epilepsieerkrankung und Zerstörungswut, wenn er alleine bleiben sollte, wollte niemand, weder Tierheime noch Private, und auch die Züchterin lehnte dankend eine Rücknahme ab. Der Einschläferungstermin (Aisha wohnte damals in Frankreich) stand bereits fest, als die Besitzer auf uns aufmerksam wurden und Aisha die 1000-km-lange Reise in unsere damalige Auffangstation in Horb antreten durfte. Auch dort stand es allerdings schließlich „Spitz auf Knopf“ für Aisha, denn diese Auffangstation stand kurz vor der Schließung, eine neue war noch nicht in Sicht. Aber wer bitte schön nimmt schon ein hyperaktives, teilweise richtig nervtötendes Energiebündel mit Epilepsie und Herzproblemen, das, wenn „allein zu haus“, binnen Minuten die Einrichtung zerlegt? Ja, doch, tatsächlich, es gab diese Menschen, eine uns bereits bekannte, kompetente Pflegestelle bot sich an, Aisha aufzunehmen! Zu diesem Zeitpunkt war Aisha auch noch in der Pubertät – Probleme gab es zu hauf: Stubenreinheit - ein Fremdwort; das Sofa wurde mit Schnappen verteidigt; Artgenossen sind zum Anpöbeln da … Aber dank des Durchhaltevermögens des Pflegefrauchens und mit Hilfe einer Hundeschule wurde aus Aisha allmählich ein Hund, mit dem man zusammen leben konnte. Nachdem das Pflegefrauchen so viel Zeit, Geduld, Nerven, Liebe und Mühe aufgewandt hatte, konnte sie Aisha nicht mehr ziehen lassen – Aisha wurde fest übernommen. Jetzt stand ein Umzug an – ob das Aisha wieder zurückwerfen würde? Aber nein! Aisha hat sich super eingelebt und alle neuen Nachbarn um die Pfoten gewickelt:

Hallo, liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

ich wollte Euch mal wieder schreiben.

Mir und meinem Frauchen geht es im neuen Zuhause richtig gut. UnserVermieter, der Gerd, der hat voll den Narren an mir gefressen, ich glaube, das sagt man bei Euch Zweibeinern so, wenn jemand einen anderen richtig doll mag. Mit Gerd kann ich so richtig wild raufen. Ich finde das toll und er auch. Auch Fußballspielen und Zerrspiele machen so richtig Spaß.

Aisha genießt die AussichtAishaUnser Dorf besteht ja gerade mal aus knapp 20 Häusern, und hier findet man das Landleben, so wie man es sich vorstellt. Die Hunde, Katzen, Hühner und Enten laufen frei im Dorf rum und lassen es sich gut gehen. Bei den Hunden natürlich vorausgesetzt, dass sie ihre tierischen Nachbarn nicht zum Fressen gern haben oder jagen gehen. Na ja, da gibt es dann also ein paar von meinerSorte, die nicht frei rumlaufen dürfen. Aber das macht nichts. Von meinem Aussichtspunkt (Balkontür in Frauchens Schlafzimmer) habe ich einen tollen Blick über alles, was da so kreucht und fleucht. Und wenn ich mit Frauchen unterwegs bin, versuche ich mich höflich zu benehmen. Also keine Enten jagen, Hasen, Rehe, etc..

Den Entchen, die schräg gegenüber wohnen, zuzuschauen ist auch toll.Da gibt es draufgängerische Kerle, die die Mädels einfach nicht in Ruhe lassen, und ein Enten-Mädchen, das irgendwie immer am Meckern ist und deshalb meist alleine durchs Dorf läuft. Und es gibt eine tolle Enten-Mama mit sieben Küken. Die sind oft bei uns im Vorgarten und suchen die Nacktschnecken.

Auch zwei Mieze-Katzen interessieren sich für mich.Wenn sie sehen, dass ich oben im Schlafzimmer sitze, sitzen die beiden meistens in unserer Einfahrt oder mitten auf der Straße und schauen zu mirhoch. Das regt mich dann doch manchmal auf, denn ich weiß nicht wirklich, was die zwei von mir wollen. Na ja, Frauchen sagt, die wären ganz entspannt und würden nur neugierig nach mir schauen, da sie mich ja noch nicht wirklich kennen. Na ja, das ist vielleicht auch besser so, denn Katzen kann man jagen. Mit einem Husky im Jagdmodus hatten die hier noch nie etwas zutun.

Ihr seht, ich muss mich echt benehmen. Und nebenan leben seit vier Wochen zwei Ziegen-Mädchen. Die eine ist eine richtig hinterhältige Zicke. Wenn ich an den Zaun komme, um sie zu begrüßen, muss ich aufpassen, dass sie mir keine „Kopfnuss“ verpasst. Dann werde ich nämlich auch mal zur Zicke. Na ja, das müssen die halt auch noch lernen.

Neue Hunde-Kumpels habe ich auch schon gefunden. Den Jakko, 2 ½ jähriger Golden Retriever (wasserscheu und immer ziemlich aufgeregt, aber lieb) und den Riesenschnauzer-Mix-Rüde Handa, 11 Jahre (sehr lieb, freut sich immer, wenn wir vorbei kommen, und dann kommt er runter und spielt etwas mit mir).

Auch die zweibeinigen Nachbarn sind sehr lieb, höflich und hilfsbereit. Seit zwei Tagen werden wir mit Salat, Rettich, Kirschen und Kohlrabi versorgt. Das ist toll. Das sind auch alles Dinge, die ich essen darf. Natürlich ist das alles Natur pur. Nicht gespritzt, aus dem heimischen Garten.

Alleine bleiben kann ich auch schon wieder, manchmal zumindest, da ja immer etwas los ist im Dorf. Wenn ich von meinem Aussichtsfenster vorne rausschaue, Hühner und Enten beobachten kann und was die Zweibeiner so treiben, wie Rasenmähen etc., oder wenn Gerd den tollen Garten aufVordermann bringt, kann ich mich an die Terrassentür setzen; so wird es mir nicht langweilig, und die Zeit, bis Frauchen wieder da ist, geht ganz schnell rum. Bisher hatte ich noch keinen Grund, meinem Unmut mit Wolfsgeheul Ausdruck zu verleihen oder in der Wohnung Blödsinn anzustellen. Frauchen findet das natürlich sehr gut, denn seit Piper gestorben ist, wollte ich nicht mehr alleine zuhause bleiben. Alleine alleine zu bleiben, ist immer noch etwas ganz anderes, als mit einem Hundekumpel alleine zu bleiben.

Ich hab‘ Euch mal noch ein paar Bilder mitgeschickt, da könnt Ihr mal sehen, was alles „Meins“ ist.

"mein" Garten

Garten Garten Garten

- Der große Garten, ca. 3.000 qm, ist nur für mich. Nur, wenn ab und zu die kleinen zweibeinigen Enkelkinder von Gerds Töchtern da sind, muss ich ein bisschen teilen. Aber das ist o.k., die Kids sind ganz lieb zumir. Da gibt es auch noch einen Hund, einen 2 ½ jährigen Vizsla-Rüden. Den kenn ich noch nicht, aber er kommt im Juli mal für ein ganzesWochenende zu Gerd und Manuela. Gerd meinte schon, dann gehen wir mal alle spazieren und hinterher im Garten spielen. Das klingt ja schon mal gut. Ich hoffe, der junge Wilde ist lieb.

- Wenn ich mich etwas eingewöhnt habe, darf ich dann auch ohne Leine im Garten rumsausen. Aber im Augenblick noch nicht, denn der Garten ist eigentlich nicht Husky-ausbruchsicher, aber gut eingezäunt. Ich bin ja auch schon mal aus der Wohnung ausgebüxt und im Garten rumgelaufen. Ich hab nämlich ganz schnell erkannt, wie ich die Terrassentür aufschieben kann. Na ja, Frauchen hat mich dann mit Leckerli wieder zu sich gelockt, und NATÜRLICH bin ich dann ganz schnell zu ihr zurückgekommen. Ich weiß ja schließlich, was ich an meinem Frauchen habe. Und wenn die Belohnung stimmt ….

- Mitten im Garten steht ein ganz großer Walnussbaum. Gerd hat erzählt, dass er im Durchschnitt 80 bis 100 kg Walnüsse jedes Jahr ernten kann. Da darf ich dann auch helfen.

Bademuschel- Und einen Kirsch-Baum mit richtig großen, saftigen, süßen Kirschen gibt es und einen Apfelbaum. Das darf ich natürlich auch alles essen.

- Na ja, und buddeln darf ich auch, wenn die Löcher nicht zu groß werden und Frauchen diese dann auch immer wieder zu macht. Also, so ganz den Garten nach Husky-Art umgestalten darf ich nicht, aber nach Herzenslust darin spielen und toben.hier wohne ich

- Mein Planschbecken hat Frauchen auch wieder auf die Terrasse gestellt.

- Der Anbau, auf dem das schöne Wandbild mit den Pferden ist, ist unser neues Zuhause.

Wir wohnen direkt an der französischen Grenze. Wenn ich mit Frauchen auf demWeg oberhalb von unserem Dorf spazieren gehe, ist der Weg noch Deutschland und die Kühe auf der Weide daneben schon Frankreich - Muh(s) la France oder so ähnlich. Und in dem Ort unterhalb der Kuh-Weide gibt es ganz leckere französische Backwaren. Und das auch Sonntags! Da machen wir Sonntags dann einen Abstecher nach Ormesviller und besorgen Frühstück. Das ist immer lustig. Die Leute dort haben sonst auch nichts mit einem Husky zu tun und finden mich toll. Das ist natürlich klasse, so bekomme ich ab und zu auch mal ein Brötchen - nur für mich. Das darf ich dann über den Tag verteilt immer mal genießen, so als Leckerli.

Abends, wenn ich dann ins Bett gehe, weiß ich oftmals nicht so genau, in welches ich gehen soll: in meines, in Frauchens, oder auf mein Kissen?Wenn ich mich nicht entscheiden kann, kann ich ja immer wieder wechseln, es ist ja alles MEINS.

So, jetzt gehen wir noch einmal für eine kleine Runde raus. Die Sonne scheint nicht so heftig und wechselt sich mit Wolken ab, es ist etwas windig, und wir haben 20°C. Für eine kleine Runde passt das gut.

Liebe Grüße

Aisha

Aishas Geschichte und Geschichten böten Stoff für einen Roman! Vor acht Jahren hatten wir kaum zu hoffen gewagt, dass es ein Happy End für Aisha gibt. Wir sind sehr glücklich, dass diese Hündin mit diesem außergewöhnlichen Lebensweg ihren Lebensplatz gefunden hat, obwohl sie es ihrem Frauchen wahrlich nicht leicht gemacht hat. Wir können nur den Hut ziehen vor Ihrer Geduld, liebe Frau F., und dem Erfolg, den Sie bei Aisha erreicht haben. Wir wünschen Ihnen und Aisha weiterhin eine entspannte und glückliche Zeit.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Dana und Fenja - Hommage an den Islandhund im Allgemeinen und an Dana, Fenja, Solveig und Nic im Besonderen

Islandhunde MÜSSEN etwas ganz Besonderes sein. Anfang 2018 wurden wir auf das Schicksal der Islandhündinnen Dana und Fenja aufmerksam: Ihre damaligen Besitzer wollten auswandern – ohne die beiden. Wir konnten erreichen, dass Dana und Fenja uns übereignet wurden. Eine gemeinsame Vermittlung – ein Traum, aber unwahrscheinlich, denn die beiden waren immerhin zwölf Jahre alt, Fenja außerdem blind.

Aber, wie gesagt, Islandhunde MÜSSEN etwas ganz Besonderes sein: Bereits nach ein paar Tagen meldeten sich Menschen, die BEIDE ZUSAMMEN in ihre Familie – neben den Zweibeinern zwei Islandhunden und Islandpferden – aufnehmen wollten. Dass diese Menschen in Köln, die beiden Mädels auf der Schwäbischen Alb wohnten – egal; wozu gibt es Kaffee? Radarkontrollen > Tripleblitz – egal, es war ja nicht das Auto der Fahrerin. Dana und Fenja zogen bei absoluten Fans ihrer Rasse ein. Eine schönere Rassebeschreibung als die, die hier folgt, haben wir noch nirgends gefunden:

Dana und FenjaDana und FenjaEin Islandhund kommt selten allein – nein, wo ein erster ist, kommt gerne ein zweiter dazu, manchmal auch ein dritter. Sie machen ihren Menschen viel Freude. Unablässig bellend spornen sie sie zu Höchstleistungen an:

Renn schneller, wau-wau!
Wirf den Ball weiter,wau-wau!
Hier ist etwas, wau-wau!
Hier ist nix, wau-wau!
Der Briefträger kommt, wau-wau!
Der Briefträger kommt nicht, er quatscht noch mit der Nachbarin, wau-wau!
Die Müllabfuhr ist da, sie klaut unseren Müll, wau-wau!

Es gibt gaaanz viele Gründe für den Islandhund, sich lautstark mitzuteilen.

Durch seinen angeborenen Gehorsam und seinen wenig ausgeprägten Jagdinstinkt kann man ihn überall frei laufen lassen. Dabei findet er zielsicher auf einer fünf Hektar großen Wiese das einzige Schlammloch, um sich darin zu wälzen, oder die seit drei Wochen in der Sonne liegende Vogelleiche, um sich damit zu parfümieren. Auch wenn er gerne ins Wasser geht und schwimmt, hasst er es doch, zu Hause in der Badewanne abgeseift zu werden. Sein Fell vermag riesige Mengen an Badewasser zu binden, welches erst nach dem Bad, meistens im Wohnzimmer, durch heftiges Schütteln wieder den Körper verlässt. Also hat das Baden des Hundes normalerweise zwei Positiveffekte – der Hund ist sauber, und das aus demFell geschüttelte Wasser reicht sogar, um das Wohnzimmer einerGrundreinigung zu unterziehen.

Dana und Fenja

Dana und FenjaDie Ernährung des Islandhundes ist relativ einfach. Er ist zufrieden mit dem, was er bekommt. Hundefutter, Barf, Trockenfutter oder Dose, alles wird in kürzester Zeit inhaliert und verdaut. Durch seinen robusten Magen-Darmtrakt ist er sogar fähig, Futterarten, die nicht in seinem Napf liegen, aufzuschließen. So steht bei ihm dann auch schon mal Pferde- oder Schweinefutter auf dem Speiseplan, wenn die Natur oder derWohnort es ihm anbietet. Dadurch ist es relativ schwierig, ihn bei Figur zu halten. IslandhundDiätmaßnahmen sind schwer durchführbar, denn er ist ein Super-Finder. Er findet alles – im Mülleimer die übriggebliebenen Nudeln vom Mittagessen, auf der Straße das verschmähte und weggeworfene Schulbrot, im Wald den alten Knochen eines verendeten Rehs. Und er kann alles gebrauchen bzw. essen. Man hat sogar schon jüngere Islandhunde gesehen, die versuchsweise auf alten oder vorzugsweise den neuesten Lederschuhen herum kauten. In diesem Zusammenhang gilt für Islandhunde der folgende Spruch:

What does it mean, „expensive shoe“?
I chewed, because it smelled like you.
And even if it hadn't had your smell,
I would have chewed, because it tasted well.

Dana und FenjaÜber das Spiel von Islandhunden mit anderen Hunden kann man sehr viel erzählen. Sie vertragen sich in der Regel mit jedem Hund und fangen nach spätestens fünf Minuten Bekanntschaft an zu toben. Aber auch hierbei lässt der getreue Islandhund seinen Menschen niemals aus den Augen. Das macht er normalerweise deutlich, indem er einem alle paar Sekunden vor die Beine oder in die Kniekehle brettert. Die Besitzer dieser Spielratzen sind unschwer erkennbar, weil sie beim Warten auf der Wiese immer mit leicht angewinkelten Knien stehen, um einem drohenden Kreuzbandriss vorzubeugen.

Aber auch das Spiel mit seinem Menschen ist für alle Islandhunde ein riesiges, stimmbetontes Vergnügen. Wer mit seinem Islandhund schon mal Frisbee oder Ball gespielt hat, weiß das aus Erfahrung. Die Hunde sind dann völlig fixiert auf den Gegenstand, den man in der Hand hält und je nach Konzentration des Besitzers sah man auch schon mal Kaffeetassen, Handys oder Grillkoteletts fliegen. Letztere werden dann nicht apportiert.

Dana und Fenja

Fazit: Wem es auf der Welt zu ruhig zugeht, der ist mit einem Islandhund immer gut beraten.

Liebe Familie M., wir haben verstanden: Ihr Leben ist bunt durch Islandhund. Auch wenn Sie es so schreiben, als ob SIE die einzigen „Nutznießer“ wären: WIR bedanken uns aufs Herzlichste, dass Sie den beiden betagten Island-Mädels Dana und Fenja ein so verständnisvolles, liebevolles Zuhause geschenkt haben, und wir wünschen allen Beteiligten weiterhin viel Spaß am Leben!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Orsa – die „unglaubliche Geschichte“ von einem unglaublichen Hund

Orsa

Orsa – was für ein Hund! Man hat das Gefühl, alles an Orsa ist einzigartig: Orsa ist einer der elf Trennungswaisen, die im März 2014 unsere Station in Gauselfingen „eingeweiht“ haben. Ein Grönländer, selten genug ist diese besondere Rasse bei uns. Ein charismatischer Hund. Ein scheuer Hund – sein bisheriges Leben hatte ihn geprägt, mehr als manch anderen seines Rudels. Scheu gegenüber fremden Menschen, aber auch gegenüber unbekannten Situationen, Geräuschen – und für ihn war quasi alles unbekannt. Wir arbeiteten viel mit ihm, um ihm den Weg zu einer eigenen Familie zu ebnen, aber „irgendwann“ gehörte er fast schon zum „Inventar“ unserer Station. Doch dann, im Herbst 2015, gab es eine Anfrage, eine Anfrage nur und speziell für Orsa! Dann ein erster Besuch, zusammen mit seiner (vielleicht?) künftigen Gefährtin, einer Eurasier-Hündin. Es blieb nicht bei diesem einen Besuch, wie bei den meisten unserer Schützlinge, die nach einem solchen Besuch, wenn alles passt, umziehen dürfen. Nein, bei Orsa waren es unglaubliche VIEREINHALB (!) MONATE (!), die ihn seine heutige Familie, erst immer Sonntags, kurz vor dem Umzug sogar zweimal pro Woche, besucht hat, um ihm die Eingewöhnung so leicht wie möglich zu machen. Das Ganze bei einer Anfahrt von 1,5 Stunden (!). Ein unglaublicher zeitlicher, finanzieller und emotionaler Einsatz! Aber es hat sich gelohnt – Orsa hat sich unglaublich schnell und „einfach“ eingelebt, als er Mitte März 2016 bei dieser unglaublichen Familie einziehen durfte. Doch damit nicht genug: im Mai 2016 der Schock und eine unglaubliche Wut auf ein (wieder einmal) (vermeintlich) ungerechtes Schicksal: es wurde ein Tumor im Riechhirn diagnostiziert, die Ärzte gaben Orsa nicht mehr viel Zeit. Aber Orsa lebt – und wie! Orsa

Orsa"Liebe Freunde der Nothilfe für Polarhunde,

da meine Leute in der letzten Zeit etwas überarbeitet wirken, habe ich das Schreiben des längst fälligen Berichtes nun lieber selbst in die Pfote genommen. Was, Ihr glaubt nicht, dass ich jetzt auch schreiben kann? Klar, hab ich gelernt. Außerdem noch Handstand auf der linken Vorderpfote sowie Sitz, Platz und Fuß gleichzeitig. Ich absolviere den schwierigsten Agility-Parcours in Null Komma nix und erledige jeden Tag den Abwasch.

Na ja, ist vielleicht ein bisschen geflunkert, obwohl, das mit dem Abwasch ist gar keine so schlechte Idee, sollte ich direkt mal im nächsten Familienrat vorschlagen. Wo ich doch seit einiger Zeit in Sachen Futter ziemlich kurz gehalten werde, könnte das Aus- bzw. Abschlecken der Teller, Schüsseln und Töpfe eine durchaus leckere Ergänzung meiner Ernährung sein. Die Zweibeiner sind nämlich der Meinung, ich darf auf meine mittelalten Tage nicht ganz so viel auf den Rippen oder vielmehr auf den Gelenken haben. Die denken wohl, meine Nase ist kaputt! Essen selbst den leckersten Käse und das gute Fleisch vom Metzger und meinen, ich merke das nicht! Weit gefehlt! Deshalb lege ich neuerdings auch ab und zu mal meine Schnuffel auf den gedeckten Tisch, nur mal so, um zu zeigen, dass ich jederzeit könnte, wenn ich nur wollte!

Orsa

Eine Ausnahme machen sie manchmal, wenn das große, super gut riechende Metalldings namens Grill ins Spiel kommt. Allerdings gibt es die warmen und fettigen Würste nur im Garten – schlecht für einen wie mich, der nach wie vor eher ungern auf dieser Seite das Haus verlässt. Aber schließlich bin ich ja ein helles und scheinbar völlig tumorfreies Köpfchen, zumindest geht es mir diesbezüglich bestens. Ich fasse dann immer all meinen Mut zusammen, gehe kurz raus, verschlinge - ganz und gar Gröni - die Leckerbissen und flitze schnell wieder hinein, um mich gleich neben der Terrassentür niederzulassen. Allzu weit weg wäre nicht klug, einer muss das Geschehen im Blick behalten, bin schließlich nicht der einzige Vierbeiner mit Kuschelfell, schönen Augen und schicken Stehohren hier.OrsaOrsa

Mittlerweile sind wir zu dritt! Bei Jolly, meinem nun fast schon sieben Jahre alten Eurasiermädchen mach ich mir da keine so großen Sorgen. Vom Tag meines Einzuges an hat sie mit mir geteilt, hat mich überall hin begleitet und mir gezeigt, dass ein Leben so eng zusammen mit Menschen völlig in Ordnung ist. Übrigens, das bereits seit über zwei Jahren! Auf den kleinen Wirbelwind, der im letzten Oktober bei uns einzog, muss ich da schon eher ein Auge haben. Miss Vorwitzig nennen die Zweibeiner sie oft. Der Name ist Programm, und ich leiste seitdem harte Erziehungsarbeit, das könnt Ihr mir glauben. In den Schwanz hat sie mich nur wenige Male gebissen, dann war Schluss mit lustig. Auch, dass ein sozusagen Opa-Gröni nicht mehr ständig raufen und rennen mag, hat sie endlich verstanden. Jetzt probiert sie es halt bei Jolly und hat damit sogar recht oft Erfolg.

Manchmal bin ich etwas eifersüchtig, vergesse, dass ich nicht mehr der Jüngste bin und mische mich mit vollem Stimm- und Körpereinsatz ein. Wahrscheinlich sind deshalb immer mal wieder Wirbel verschoben und blockiert, stolpere ich an meinen weniger guten Tagen über meine eigenen Pfoten. Zum Glück zaubert die Frau mit den goldenen Händen alles zurück an seinen Platz, und ich laufe nach ein paar Tagen mit Muskelkater erneut lachend mit den Mädels über die Wiesen. Am liebsten in Richtung Wasser.

Ein ordentliches Bad, egal zu welcher Jahreszeit, kann ja nicht schaden, denk ich mir so. Neulich war ich besonders übermütig. Nach einem gewagten Kopfsprung in die Enz und ein paar Schwimmeinheiten mit höchst zufriedenem Gesicht musste Frau Zweibeiner ganz schön hart arbeiten, um mich 40 kg pitschnassen Gröni wieder ans Ufer zu bekommen. Oh, da gab es wahrlich kein Lob. Der Tonfall wechselte ziemlich schnell von besorgt zu genervt. Es fielen Bezeichnungen wie „Altes Wasserschwein“ oder „Verrückter Wasserpatscher“ und eine wochenlange Leinenpflicht wurde von ihr verkündet. Zum Glück hatte sie Letzteres bis zum Abendspaziergang bereits vergessen, und ich verzieh ihr großzügig die Beleidigungen meiner Person.

Ja, so eine kleine Portion Vergesslichkeit tut so mancher Beziehung gut. Ich leiste meinen Beitrag, so oft ich eben kann. Vergesse, dass ich nicht mehr ins Auto springen soll, vergesse, welches meine Kuschelhöhle ist und nehme lieber die von Jolly, vergesse, dass Essen auf dem kleinen Tisch kein Hundefutter ist, vergesse, dass nicht alle entgegenkommenden Hunde lautstark begrüßt werden wollen. Freue mich aber diebisch, wenn diese nervös vorbei tänzeln. Ihr seht, ich habe alle und alles fest im Griff, und sowohl die Zweibeiner als auch die Fellmädels sind ganz verrückt nach mir. Dem Team der Station kann ich nicht genug für diese gelungene Familiensuche danken. Wir kommen Euch bald wieder besuchen.

Orsa

Liebe Grüße, Euer Orsa und die Seinen."

Lieber Orsa, wir können gar nicht beschreiben, wie uns das Herz aufgegangen ist beim Lesen Deiner Zeilen! Und ganz ehrlich, wir geben es hiermit öffentlich zu, ein paar Freudentränen mussten wir auch wegwischen. Du bist etwas ganz unglaublich Besonderes, und wir sind unendlich dankbar, dass Du bei jetzt bei genauso unglaublich besonderen Menschen leben darfst. Melde Dich mal wieder, wenn Du Zeit hast, wir freuen uns!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Nayeli – ob Babysitting oder Mushing, Nayeli kann einfach alles

Nayeli

Am 1. Mai ist Nayeli ein Jahr alt geworden, und die Fotos, die uns ihre Familie geschickt hat, zeigen eine richtige Husky-Schönheit.NayeliNayeli Vermittelt wurde Nayeli im November 2017, und sie hat sich schnell eingelebt. Ihr Alltag ist inzwischen ausgefüllt mit Babysitting, wobei sie äußerst vorsichtig mit kleinen Zweibeinern umgeht, und Mushing, wo sich Nayeli richtig auspowern kann:

"Hallo liebes Polarhunde-Nothilfe-Team,

nach längerer Pause wollen wir uns mal wieder melden.

Nach einem schönen Urlaub in Gaschurn Ende März, bei dem wir mit Nayeli die Berge unsicher gemacht haben, sind wir dabei, uns im Mushing auszuprobieren. Uns allen macht es einen riesen Spaß, und Nayeli nimmt das Training dankend als Ausgleich zum Alltag an. Auch die Grundkommandos wie Richtungswechsel, langsam, schnell etc. hat sie unglaublich schnell aufgenommen und verstanden.

Nayeli

Nayeli, Oskar und HenryWeiterhin unzertrennlich sind die Jungs Henry und Oskar mit Nayeli. Sie stellt ihr Verhalten beim Spielen mit den Kleinen sofort um und passt sich an die Jungs an. Es ist immer wieder eine Freude, ihnen beim Spielen zuzuschauen.

NayeliNayeli

NayeliWir sind jeden Tag aufs Neue glücklich, Nayeli bei uns zu haben.

Nayeli im Urlaub

Viele Grüße

Nayeli, Merle und Sebastian"

Aus unserem „Baby“ ist binnen weniger Monaten eine Schönheit und ein Multi-Talent geworden – wir sagen der Familie herzlichen Dank dafür, dass Sie Nayeli so fördern und fordern, wie es Nayeli offenbar braucht. Für uns Vermittler ist es immer wieder eine Freude, solch positive Entwicklungen unserer ehemaligen Schützlinge mit verfolgen zu dürfen!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Comtesse die Erste – für ihre Freunde Tessi

Comtesse

Gut, dass wir zu Comtesses Freunden zählen! Diesen Status haben wir wohl uns damit verdient, dass wir der hübschen Husky-Dame einen ihr gebührenden Namen gaben und dann ein ihr gebührendes Zuhause gefunden haben. Comtesse reist abComtesseDie Residenz inklusive Bediensteten fiel und fällt ganz offensichtlich zu Tessis vollster Zufriedenheit aus. Trotzdem war es für uns erstaunlich, wie schnell sich Tessi einlebte, hatte sie doch davor ihre ganzen fünf Lebensjahre unbeachtet in einem Zwinger verbracht. Dass auch nach einem Jahr im neuen Zuhause immer noch alles passt, zeigt Tessis Bericht:

"Hallo zusammen!

Ein ganzes Jahr ist bereits vergangen, und ich finde, es ist Zeit, Euch ein kleines Update zu senden! Für den Fall, dass Ihr mich nicht mehr kennt (was ich nicht hoffe!): Mein Name ist Comtesse (also wenn ich folgen muss! Ansonsten nennen mich hier alle Tessi!), und ich wohne nun am Rande der Ostalb. Eines vorab: Das mit der Erziehung funktioniert richtig gut! Mein Rudel macht das, was ich möchte! Naja! Nicht immer! Aber ich arbeite daran!

Das neue Bett

Ich möchte Euch unbedingt mein neues Bett zeigen! Das ist so bequem, da verweigere ich schon ab und an den frühmorgendlichen Spaziergang und schlafe einfach weiter. Werde trotzdem rausgeschmissen, da mein Rudel ja das Domizil danach verlässt und erst gegen Mittag wieder zurückkehrt. Wäre etwas zu lang für meine Blase! Das Alleinbleiben klappt richtig gut! Ich schlafe einfach bis Mittag durch oder spiele etwas mit meinem Ball, mit meiner Quietschewurst oder beobachte die Vögel im Garten.

Comtesse

Der Winter ist vorüber, und mir wird es fast schon zu warm. Deshalb laufen wir jetzt auch wieder am kühlen Fluss entlang. Dort schwimmen auch Enten. Warum ich die nicht jagen darf, habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden. Comtesse im Garten

Zwischen den Spaziergängen am Fluss liege ich gerne im Garten. Hier kann ich mir aussuchen, ob ich in der Sonne oder im Schatten liegen möchte. Manchmal kann ich mich jedoch nicht entscheiden.

Ach so! Ich habe – neben vielen anderen Bekannten – auch einen neuen Kumpel. Sein Name ist Pius. Er wohnt beim Rudel von Frauchens Schwester. Pius saß in Haft. Er weiß nicht, was er angestellt hat. Jedenfalls legte das Rudel von Frauchens Schwester gegen den Haftbefehl Beschwerde ein, und Pius kam tatsächlich unter Auflagen frei! Er muss lediglich seinen ständigen Wohnsitz beim Rudel von Frauchens Schwester nehmen und ihnen gehorchen. Wenn das Rudel mein Rudel besucht, übernehme ich Pius´ Erziehung.Comtesse
Ich fahre noch immer gerne Auto – immer vorausgesetzt, das Auto hat eine funktionierende Klimaanlage – und eigentlich jage ich auch Katzen. Die Katze auf dem Bild hat mich aber überrascht. Die Huddel rannte einfach nicht vor mir davon. Mist! Das hat mich irritiert!

Der erste Vierbeiner, mit dem ich mich angefreundet hatte, war Malibu! Vergangenen Winter entdeckte ich in Malibus Garten leckere Knödel! Zu spät wurde mir gesagt, dass die Knödel aus Kokosöl und Müsli für die Vögel bestimmt waren! Sie haben gut geschmeckt!

Kokosöl dient nun auch bei mir als Antizeckenmittel! Es funktioniert gut! Auch wenn ich es nicht sonderlich mag, wenn Herrchen oder Frauchen mir damit die Schnute einreiben. Schmecken tut´s mir aber!

Zusammengefasst verschönere ich also seit einem Jahr das Domizil meines Rudels und deren Garten, erziehe einen jungen Sträfling und halte das Revier meines Rudels von Katzen und großen Vögeln frei.

Mir scheint es, als hätte mein Rudel meinen Umzug in ihr Domizil nicht bereut! Ich übrigens auch nicht!

Einen ganz lieben Gruß und ein herzliches Hauuuuuwauwau an das Team auf der Alb!

Comtesse

Eure Tessi, ääääh Comtesse die Erste!"

Dass auch adelige Fräuleins so viel arbeiten müssen, hätten wir nicht gedacht. Wir dachten, liebe Tessi, wir hätten Dich in ein müßiges Leben entlassen! Wir sind aber sehr erleichtert, dass Du „trotzdem“ sehr glücklich bist in Deinem Rudel und Dein Rudel mit Dir. Vielen herzlichen Dank Dir und Deinem Rudel für den netten Bericht und die schönen Fotos. Mach einfach so weiter, erzieh dein Rudel und pass auf, dass Du nicht die Kontrolle verlierst. Wir wünschen Dir eine wunderschöne Sommerzeit – mit vielen kühlen Bächen, interessanten Spaziergängen und fröhlichen Menschen.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


 

Iako – Happy Birthday!

Zum fünften Geburtstag hat Iakos Frauchen ihm eine tolle Wanderung geschenkt:

Iako

Wir machen gerade ein verlängertes Wochenende im Taunus und sind viel am Wandern. Grüße an das ganze Team und DANKE, dass wir diesen tollen Hund bekommen haben.

M. St. mit Iako

Lieber Iako, herzlichen Glückwunsch und weiterhin alles Gute und viele Abenteuer!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Gipsy – die Trauer will noch nicht vergehen

Haben Tiere eine Seele und Gefühle? kann nur fragen,
wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.

(Eugen Drewermann)

Gipsy hat ein bewegtes Leben hinter sich: Geboren in Japan emigrierte sie 2007 als einjähriges Shiba-Mädel mit ihrem damaligen Frauchen nach Deutschland, wo sie aber von der Familie ihres Frauchens nicht geduldet wurde.Gipsy So „landete“ Gipsy bei einer Pflegestelle der NfP, die aber wiederum mit dem kränkelnden Shiba-Mädchen nicht klar kam. Also wechselte Gipsy in die Shiba-Pflegestelle der NfP nach Freudenstadt. Ein Jahr brauchte Gipsy, um sich gesundheitlich zu stabilisieren. Wie viel ihrer gesundheitlichen Probleme stressbedingt waren (und sind), war (und ist) nicht sicher festzustellen. Fest steht auf jeden Fall, dass Gipsy äußerst sensibel ist, und so wollte man ihr eine erneute Vermittlung nicht antun: Gipsy blieb in Freudenstadt und lebte bei ihrem Herrchen und, wenn dieser mal wieder in Sachen NfP unterwegs war, bei ihrer „Tagespflegemutter“. Als 2015 ihr Herrchen verstarb, zog Gipsy ganz zu ihrer Pflegemama, nun Frauchen. Da sie die Familie inklusive der dazugehörenden Hündinnen Jenny und Ronja bereits kannte, warf dieser Wechsel Gipsy nicht aus der Bahn. Dann allerdings musste Gipsy innerhalb eines Jahres verkraften, dass zuerst, im November 2016, Jenny und im November 2017 Ronja über die Regenbogenbrücke gehen musste. Vor allem, dass IHRE Ronja, IHR Halt, nicht mehr da ist, hat Gipsy auch nach sieben Monaten immer noch nicht verkraftet. Aber lassen wir Gipsy selber erzählen:

Hallo liebe Leute,

mein Frauchen hat mir gesagt, dass ich mal wieder ein paar Zeilen für unsere Lange-schon-glücklich-Seite schreiben könnte. Naja, glücklich … ich weiß im Moment selber nicht so recht, ob ich noch richtig glücklich bin. Doch, glücklich schon, aber nicht mehr so wie vor dem 10.11.2017. Bis zu diesem Tag hatte ich meine Freundin Ronja an meiner Seite, und die Welt war für mich in Ordnung. Doch am 11.11.2017 hat Ronja uns ganz plötzlich verlassen. Das war nicht nur für meine Menschen, sondern auch für mich ein massiver Verlust und ein großer Schock, unter dem wir jetzt im Mai 2018 immer noch stehen. Ich hatte an Ronja großen Halt, und sie hat zu mir auch immer den direkten Körperkontakt gesucht. Ja, so war sie, wenngleich auch manchmal eine Zicke, so hat sie doch alle Hunde, die bei uns zu Gast, auf Urlaub oder in Pflege waren, souverän und oft auch liebevoll angenommen. So auch mich, was mir sehr gut getan hat.

Gipsy und Ronja Ronja und Gipsy

Und plötzlich war die Welt für mich aus den Fugen geraten. Meine Stütze war weg, und ich bin in ein Loch gefallen, aus dem ich noch nicht wieder ganz herausgekabbelt bin. Die Trauer um meine Freundin hat mich auch gesundheitlich sehr geschafft. Ich habe plötzlich gesundheitliche Auffälligkeiten gezeigt, der Verlust hat mir förmlich „auf den Magen geschlagen“: ich wollte nicht mehr richtig fressen (obwohl ich früher immer die erste war, wenn es Essen gab). Ich hatte anfangs nicht einmal mehr Lust, Gassi zu gehen; bevor ich überhaupt aus dem Haus gegangen bin, musste ich alle Bettchen, in denen Ronja gelegen hat, absuchen – ich wollte einfach nicht glauben, dass sie nicht mehr mit uns spazieren geht. Vergeblich. Und dann bin ich eben doch mit meinem Frauchen spazieren gegangen, wenn’s denn sein musste, meinem Frauchen zuliebe, Lust hatte ich keine …Ronja

Ronja war einfach so besonders: Trotz ihres Traumas hat sie uns, meine Menschen und mich, immer bespaßt und unser Leben mit fröhlichen Clowneinlagen bereichert. Ich merke, dass auch meine Menschen oft noch um unser „Maulwürfchen“ weinen. Aber das Leben geht weiter, muss weitergehen, irgendwie ….

Seit Ronja nicht mehr da ist, habe ich auch ziemliche Verlustängste, will meine Menschen nicht fortgehen lassen, was mir vorher nichts ausgemacht hat. Natürlich weiß ich, sie kommen wieder, aber wenn sie jetzt gehen, fehlt eben Ronja, mein Halt. Mittlerweile merke ich, wenn die Zweibeiner auch nur ansatzweise vorhaben, ohne mich außer Haus zu gehen. Dann klebe ich an der Wohnungstüre und will meine Menschen nicht alleine gehen lassen. Wenn sie trotzdem ohne mich gehen, warte ich penetrant an der Türe, bis sie wiederkommen.

Gipsy beim TierarztIch zeige alle Emotionen, die ein Hund nur zeigen kann, der einen Verlust verkraften muss. Das gab es, hat man mir gesagt, schon einmal mit einem japanischen Fellbündel – dem Hatchiko – wir Japaner ticken einfach anders. Mein Frauchen meint, wir seien mit unserem Erinnerungsvermögen die Elefanten unter den Hunden.

Ja, dass Ronja nicht mehr da ist, hat mir so auf den Magen geschlagen, dass ich seit Monaten behandelt werden muss. Mein Frauchen macht sich große Sorgen um mich und „schleppt“ mich ständig zum Tierarzt. So, wie ich das mitgekommen habe, ist mein Blutbild im „grünen Bereich“ – meine Trauer, meine Seele bildet aber eben kein Blutbild ab.

Ich war erst knapp ein Jahr alt, als ich mit meinem früheren Frauchen aus Japan nach Deutschland kam. Aber ich konnte nicht bei ihr bleiben, so dass ich in eine Pflegestelle eingezogen bin, die jedoch damals wegen meiner instabilen Gesundheit mit mir überfordert war. Ich kam wahrscheinlich schon krank an, vielleicht bedingt durch Stress oder die lange Reise oder, weil ich eben schon damals ein Sensibelchen war. Dann haben die Leute von der NfP in Freudenstadt mich übernommen und ein Jahr lang dafür gesorgt, dass ich wieder auf die Pfötchen kam. Ständige Besuche in der Tierklink und bei den Tierärzten waren notwendig. Ich hatte eine schwere Anämie, d. h. eine Mikrozytose (Blutkrankheit), die vor allem bei uns asiatischen Hunderassen häufig vorkommt. Ich galt, als ich krank war, als nicht vermittelbar, und als ich dann ein Jahr später wieder einigermaßen fit war, sollte ich nicht mehr herausgerissen werden. Ich hatte hier mein neues Zuhause gefunden, das war gut so. Es wurde angenommen, dass die Krankheit nicht nur genetisch bedingt ist, sondern dass ich auch enorm stressanfällig bin. Dabei mache ich eigentlich auf alle, die mich kennen und mögen, den Eindruck, dass ich eine robuste Shiba-Natur bin. Aber da täuschen sich die Menschen – Menschen können, im Gegensatz zu uns Tieren, nur bis vor die Stirn schauen …. Gipsy auf der Terasse

Ansonsten bin ich im Verhalten, sagt mein Frauchen, eher „Shiba-untypisch“, was immer das heißt. Jedenfalls freue mich über jede Zweibeiner-Begegnung, gehe freundlich auf jeden zu, lasse mich streicheln und verwöhnen und genieße auch die Nähe von mir fremden Leuten. Meine Menschen sagen über mich, dass ich der erste Shiba bin in ihrer ganzen Shiba-Zeit, der total unproblematisch ist und ein absoluter Anfängerhund wäre. Mag sein, ist aber auch völlig egal, weil ich hier bei ihnen bleiben darf, das weiß ich ganz sicher. Gipsy auf der Terasse

Besonders anhänglich bin ich, wenn ein Gewitter naht – das bringt mich dann vollends ganz aus der Fassung. Wenn das Wetter schön ist, liege ich viel auf der Terrasse – in der Sonne – in meiner Hundehütte (wenn sie nicht von den Katzen belegt ist), behalte aber immer den Überblick, was sich im Haus tut, um auch gleich auf der Matte zu stehen, wenn geplant ist, dass meine Menschen das Haus verlassen.

Gipsy in ihrer Huette

Siri und Gipsy

Ende Dezember ist Siri, unser Pflege-Shiba-Mädel, eingezogen. Sie hatte fast sechs Jahre im Zwinger gelebt. Es macht mir nichts aus, dass sie da ist, aber Interesse habe ich nicht an ihr. Siri ist nicht Ronja und beileibe kein Ersatz für sie! Ich habe auch keine Lust, sie zu therapieren. Ohne Ronja nicht …

Ich wünsche mir sehr, dass ich langsam wieder in die Spur zurückfinde, damit es mir gesundheitlich und psychisch wieder besser geht. Veränderungen können grausam sein, auch für uns Tiere, wenn sich so plötzlich ohne Vorankündigung alles verändert. Und als älteres Hundemädel mit bald zwölf Jahren machen mir Veränderungen noch mehr zu schaffen als früher. Aber es hilft mir, dass meine Menschen mich verstehen und auf meine Bedürfnisse eingehen.

Jetzt sage ich mal „Tschüss“ und melde mich irgendwann mal wieder.

Eure Gipsy, die echte Japanerin, die jetzt im Schwoba-Ländle zuhause ist."

Liebe Gipsy, nichts wünschen wir Dir mehr, als dass Du wieder richtig glücklich – und gesund – wirst. Auch wenn es banal klingt: es ist der Lauf der Dinge, dass wir uns immer wieder von einem unserer Lieben verabschieden müssen – zumindest auf dieser Welt. Du bist doch eine Asiatin – der chinesische Philosoph Konfuzius schrieb: „Leuchtende Tage, nicht weinen, dass sie vorüber, lächeln, dass sie gewesen sind.“

Alles Liebe wünscht Dir

das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

 

Merlin- „unser Clown“

Merlin

MerlinMerlinSo nennen ihn seine Menschen. Sie erinnern sich bestimmt an den Husky-Jungspund, den charmanten Zauberer, den Papieren nach ein reinrassiger Siberian Husky, aber wir waren aufgrund seiner Ohren fast sicher, dass sich irgendwo in seiner Ahnenreihe auch ein Hase befunden haben muss. Im Mai 2017 kam Merlin in unsere Obhut, um diese auch gleich wieder hinter sich zu lassen, denn das Abenteuer „Familie mit vier großen Husky-Schwestern“ lockte. Merlin hat sich wunderbar in das Rudel eingefügt und ist „nicht mehr wegzudenken“ – auch wenn er seine Hasenohren manchmal auf Durchzug stellt, wie sein Frauchen berichtet:

„Merlin ist aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken. Mit seinem Rudel verträgt er sich ganz super, er ist der Spaßmacher der Truppe, der Clown, der mit seinen Aktionen für gute Stimmung sorgt. Er ist ein großer Schmuser, mit seinem Charme versucht er, alle Menschen um den Finger zu wickeln – seine Methode, um seinen Sturkopf durchzusetzen. Aber Frauchen fällt darauf (fast) nicht mehr rein. Herrchen schon eher.

Merlin unterwegs

Merlin am TrainingswagenDa Merlin einen großen Bewegungsdrang hat, aber ohne Leine nicht laufen kann, weil er sonst jagen würde, haben wir uns entschlossen, mit dem Zughundesport hobbymäßig wieder anzufangen. Zuerst haben wir einen Dogscooter gekauft und damit trainiert, inzwischen gibt es auch einen Trainingswagen und einen Schlitten bei uns, um die Huskys artgerecht zu bewegen. Merlin findet den Sport toll, ist aber nicht besonders ehrgeizig. Hauptsache, es geht raus in den Wald und die ganze Truppe - einschließlich Frauchen - hat Spaß miteinander. So sind wir ungefähr dreimal pro Woche im Fichtelgebirge unterwegs.Merlin

Leider stellt Merlin auch jetzt noch, im Alter von 17 Monaten, viel an. Etwas zu zerkauen, macht unserem Zauberer große Freude. So hat er Frauchens Gleitsichtbrille, einen Teppich, mehrere Bücher, eine Hundetransportbox und etliches mehr in kürzester Zeit mit seinen Zähnen zerstört. Sein neuestes "Projekt" ist das Sonnensegel auf der Terrasse: Das flattert inzwischen in mehreren Teilen im Wind. Aber man kann Merlin halt einfach nicht böse sein...

In der Hundeschule hat Merlin mit seinen Kumpels viel Spaß, ist aber auch hier nicht besonders ehrgeizig. Er geht gerne hin, aber "vergisst" dann schon mal, was er machen soll. Halt ein richtiger Schlawiner! Futter ist für Merlin seeeeehr wichtig. Er bekommt die größte Portion und ist am schnellsten fertig.

Merlin auf Tour

Merlin auf WanderungMerlinWenn wir mit Merlin wandern gehen, wird er von allen Leuten bewundert, weil er so ein Schöner ist. Das gefällt ihm! Mit Frauchen und Herrchen unterwegs zu sein, ist sowieso das Beste. Da mag er überall mit hin. Mit Frauchen war er bereits auf Dogtrekking-Tour im Allgäu, das war auch super. Und im Restaurant macht er sogar ganz brav Platz und beobachtet alles genau.

Übrigens hat Merlin am gleichen Tag Geburtstag wie sein Frauchen, am 7. Dezember. An diesem Tag fand die Feier mit den beiden Geburtstagskindern in einer Ausflugsgaststätte statt, danach sind wir mit Laternen nach Hause gewandert. So etwas findet Merlin spannend - und es gab natürlich auch viele Leckerlis für unseren schlauen Lauser.

Merlin

Herzliche Grüße aus dem Fichtelgebirge

A. H. und R. M.“

Wir sind sehr froh, dass wir Merlin in das Abenteuer „Familie mit vier großen Husky-Schwestern“ haben ziehen lassen – besser hätte es für ihn nicht kommen können. Soviel Abwechslung bekommt Husky nicht überall geboten und ist bestimmt ganz nach Merlins Geschmack. Wir bedanken uns herzlich für den Bericht, freuen uns sehr, dass es Merlin und seinem Rudel so gut geht, und wünschen weiterhin allen viel Spaß miteinander.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Zero (ehemals Frodo) – die Geduld seiner neuen Familie machten ihn zum aufgeblühten Weltenbummler

Zero

Der inzwischen sechsjährige Siberian-Husky-Rüde Frodo hatte einen unvorstellbaren Alptraum hinter sich, als er in unsere Obhut kam: eine ganze lange Woche lang hatte er neben seinem verstorbenen Herrchen ausgeharrt, bis eine aufmerksame Nachbarin die beiden vermisst und nachgeschaut hatte.ZeroZero Diese liebe Nachbarin nahm Frodo auch erst einmal auf, aber bleiben konnte er auf Dauer nicht, denn er maßregelte die bereits in der Familie lebende Hündin über Gebühr.

Zero

Frodo fand jedoch relativ schnell eine neue Familie. Leicht machte er es seinen neuen Menschen nicht, da er unter extremen Verlustängsten litt. Wen wundert’s. aber damit umgehen können muss man trotzdem. Frodo, jetzt mit Namen Zero, hatte das Glück, dass er bei Menschen gelandet ist, die nicht aufgaben. Heute ist Zero ein nicht mehr wegzudenkendes, geliebtes Familienmitglied, der auch mit auf große Wanderung geht. Auch das Alleinebleiben wird immer besser:

Zero Zero Zero

Hallo, liebe Nothilfer in Freudenstadt, Zero

hier ein kleiner Bericht vom Weltenbummler Zero. Wir hatten beschlossen, den Kollegen mit auf unsere Wanderung zu nehmen: Meran nach Riva. Sind jetzt nach sechs Wandertagen angekommen, 140 km. Mehrere tausend Höhenmeter bergauf und wieder bergab, und Zero hat es riesig viel Spaß gemacht. Das Wetter war nicht zu warm, genug Wasser dabei und ein vernünftiges Geschirr.

Der Junge ist richtig aufgeblüht. Er hört mittlerweile sehr gut, und man kann ihn auch mal alleine lassen. Leider halfen Bachblüten und Sonstiges nicht. Aber nun wird es Stück für Stück.

Zero unterwegs

Viele Grüße und Freude an den Impressionen

Familie F. mit Zero

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Ihnen, dass Sie Zero mit einem so liebe- und verständnisvollen Zuhause abgefangen und wieder aufgebaut haben. Wenn er nun seinen Alptraum langsam hinter sich lässt, hat er dies einzig und allein Ihnen zu verdanken. DANKE!

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Iako – jetzt klappt die Kommunikation mit Frauchen

Iako

IakoLieb, freundlich, verträglich mit Hündinnen und anderen Rüden, ein Charmeur gegenüber der Hündin der Tochter einer Interessentin – so hatte sich Iako im November 2017 in die Herzen seiner heutigen Familie geschlichen. Was diese allerdings nach Hause brachten, war zwar ein mit Menschen verschmuster Huskybub, aber leider auch ein mit allen Artgenossen, ob männlich oder weiblich, und auch mit der Hündin der Tochter völlig unverträglicher Macho. Doch der Macho hatte Glück – er hatte sich eine Familie ausgesucht, die ihn weder auf- noch zurückgab, sondern an dem Problem arbeitete. Mit Erfolg, wie hier zu lesen ist:

„Hallo liebes Team der Nothilfe für Polarhunde,

es wird Zeit, mich endlich wieder mal bei Euch zu melden. Nun bin ich schon sieben Monate in meiner neuen Familie und kann Euch sagen, es gab schon viele Höhen und auch Tiefen. So sagen es zumindest meine Zweibeiner – für mich als Hund gibt es ja keine „Höhen oder Tiefen“, das gibt es ja nur für Menschen.

Meine anfänglichen Darmprobleme sind dank der Barf-Kost vollständig verschwunden.

Ich bin ein sehr verschmuster Hund geworden und liebe so gut wie alle Menschen, auch kleinen Kindern muss ich meine Zuneigung deutlich zeigen – so mit Gesichtchen waschen….

Da ich ein Macho bin, was andere Vierbeiner betrifft, und meine Zweibeiner damit Probleme hatten, entschloss sich mein Frauchen, mit mir in die Hundeschule zu gehen. Juchu, so viele Hunde, denen ich zeigen konnte, was ich doch für ein toller Kerl bin. Aber, ups, ich konnte gar nicht so richtig hin zu den anderen, weil Frauchen mich an der Leine hatte.

Iako in der HundeschuleIako

Da war ich erst mal beeindruckt, welch klare Ansagen mein Frauchen machen kann. Nun ja, das hätte man mir auch gleich sagen können, dass das so nicht gewünscht ist, wie ich mich verhalte. Vielleicht hat sie es ja gesagt, aber nie so deutlich. Nun geht sie einmal wöchentlich mit mir auf den Hundeplatz, und langsam kenne ich ja all die Hunde, und es ist für mich nicht mehr unbedingt so wichtig, denen zu zeigen, wer ich bin.

Jetzt waren wir sogar eine Woche im „Hundeparadies“ in der Eifel, und dort gibt es auch eine Hundetrainerin, zu der wir täglich gegangen sind. Iako beim DeckentrainingHier haben wir sehr viel gelernt, also hauptsächlich hat mein Frauchen gelernt, wie sie mir klare Ansagen machen kann, und ich habe ihr auch gleich gezeigt, dass ich sie so dann auch gut verstehe. Ich brauche keine Worte, um zu verstehen, aber die Körpersprache ist für mich so wichtig, um zu verstehen, was sie will. Endlich haben dies meine Zweibeiner verstanden.

Hier mal ein paar Punkte, die wir dort lernten:
- Wir lernten ordentlich zusammen zu laufen, ohne dass ich an der Leine ziehe – das kann ich aber immer noch und darf es auch zeigen, wenn ich mit Frauchen joggen gehe.
- Rückruf mit der Pfeife.
- Deckentraining bzw. auf Kommando auf ein tolles Hundebett zu gehen.
- Andere Hunde zu ignorieren bzw. mich nicht mehr zeigen zu müssen.

Alles in allem war es eine super Woche in der Eifel, auch wenn das Wetter sehr schlecht dort war, und wir oft sehr nass vom Hundeplatz zurückkamen.

Also Leute, mir geht es gut, und meine Zweibeiner sind glücklich mit mir und arbeiten auch weiter mit mir, damit ich nichts von dem Erlernten vergesse. Iako

Iako beim CampingUnd mittlerweile kann ich sogar mit der Hündin von der Tochter meiner Zweibeiner entspannt spazieren gehen.

Auch das Campingleben an den Wochenenden finde ich toll und auch richtig cool, da kann man super entspannen und große Spaziergänge mit meinen Zweibeiner unternehmen.

 

Euer Iako mit seinen Menschen“

 

 

Wir freuen uns sehr über Deine Fortschritte, Iako, und unser ganz großes Danke geht an Deine Menschen, dass sie zu Dir gehalten haben und zu Dir halten. Sicherlich merkst Du immer mehr auch, dass Du noch entspannter leben kannst, wenn Du Frauchen die Entscheidungen und die Führung überlässt. Wir ziehen den Hut vor Euer aller Leistung!

 

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt


Vito – ein „traumhaftes Hundeleben“ für einen Traumhusky

Vito

Freundlich gegenüber allen, offen für alles, immer gut gelaunt, sportlich und lernwillig: das war die Beschreibung, als der schneeweiße, damals dreijährige Siberian-Husky-Rüde Vito bei uns in der Vermittlung war. Kaum war er auf unserer Website gelandet – schwupps, war er auch schon aus der Station ausgezogen. Der Traumhund hat einen Traumplatz gefunden; von seinem ersten Jahr dort berichtet er hier:

„Liebes Nothilfe-für-Polarhunde-Team, VitoVito

jetzt bin ich schon weit über einem Jahr bei meinen neuen Besitzern, und ich habe schon wirklich sehr viel erlebt. In den kalten Monaten haben wir ganz viel Zughundesport gemacht. Ich laufe mit meinem besten Kumpel Smokie im Wheel eines Sechsergespanns. Smokie und ich sind einfach die kräftigsten Kerle und machen das super. Zwischendurch bin ich auch alleine am Scooter gelaufen. Mir macht das alles so viel Spaß, und ich darf meine Energie raus lassen.

Vito im Gespann

Spazierengehen ist mit mir immer noch anstrengend, ich ziehe nämlich weiterhin ganz schön stark. Und wenn ich nicht gerade stramm ziehe, dann beschäftige ich mich lange mit Buddellöchern, da haben Frauchen und Herrchen dann doch eigentlich genug Zeit, um sich von meiner Kraft zu erholen.

Vitos Gespann Vitos kleiner See Vito und seine Kumpels

Manchmal bin ich aber auch richtig faul und kann stundenlang auf der Couch oder in der Sonne liegen. Das beende ich natürlich immer sofort, wenn ich merke, es geht raus. Ich stehe immer mit als erster an der Tür und springe durch die Luft. Auch Autofahren mag ich sehr gerne. Vitos KumpelsDas Rudel

Den ganzen Quatsch mit dem Sitz-Platz-Bleib verstehe ich auch sehr gut, aber nur dann, wenn ich das möchte, ansonsten stelle ich einfach auf Durchzug. Das kann ich so gut, dass ich dabei auch noch niedlich aussehe.

Jetzt sind wir umgezogen, damit wir noch mehr Platz haben. Der Garten ist so riesig, wir können unser Glück alle kaum fassen. Wir haben eine große Wiese zum Spielen, einen kleinen Wald zum Forschen, eine große Terrasse zum Entspannen und das Beste, wir haben einen kleinen See, in dem wir planschen und uns einsauen können. Ich war ja nie ein großer Fan von Wasser, aber dreckige Pfützen und dieser See sind einfach ideal, um meinem weißen Fell ein bisschen Farbe zu verleihen.

Wie Ihr seht, führe ich ein traumhaftes Hundeleben, genieße den Sommer, aber dann freue ich mich auch wieder auf den Herbst und den Winter.

Vito

Ganz liebe Grüße von Vito und dem ganzen Rudel“

Ganz liebe Grüße zurück, lieber Vito und Familie, vielen Dank für den schönen Bericht von Eurem Leben und für die tollen Fotos; vor allem auch danke an Dein Frauchen, denn diese hat Dir sicher beim Schreiben unter die Pfötchen gegriffen - stimmt's? Genieße weiterhin Dein Leben zusammen mit Deinen Zweibeinern und Hundekumpeln! Wir freuen uns jetzt schon auf Deinen nächsten Bericht.

Das Team der Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt

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