Gestatten: N i k o , Shiba-Inu Welpe, geb. Ca. Ende Oktober 2010

Nico

Niko wurde bei einem so genannten Hobbyzüchter geboren. Dessen Hobby war es wohl, lediglich Geld mit den Welpen zu verdienen.
NicoNiko hatte ein verkrüppeltes Füßchen, da wusste man nicht, was so was wohl kosten mag. Statt ihn zumindest untersuchen zu lassen, erklärte man sich bereit, diesen Hund zu verschenken. Die Person, die den kleinen Kerl aufnahm, tat es nur, weil sie ihm helfen wollte. Sie selbst hatte aber keine finanziellen Mittel und kannte die Homepage einer netten Familie aus NRW, in deren Haushalt auch ein Shiba-Inu-Rüde lebt. Dort wurde Niko zuerst einmal aufgenommen. Gerne hätte man ihn auch behalten, doch da hatte man die Rechnung ohne die vorhandenen Hunde gemacht. Also wuselte man durch’s Internet und ist schließlich auf die NfP in Freudenstadt gestoßen. Hier bot man spontan Hilfe an. So machte sich die Familie noch einen Tag vor hlg. Abend 2010 auf den weiten Weg und brachte Niko in den Süden.

Während der langen Fahrt benahm sich Niko äußerst vorbildlich. Niko wurde also dann vernünftigerweise in eine kompetente Pflegestelle der Polarhunde Nothilfe e. V. gebracht – man wusste ja auch, dass Niko schnellstens in der Tierklinik vorgestellt werden musste. Das geschah dann auch am 05.01.2011. Doch ohne Narkose schien eine Diagnose nicht möglich und innerhalb ein paar Tagen zweimal narkotisieren, das ist ein Unding und überhaupt bei einem Welpen nicht von Vorteil. Also besprach man alles, was notwendig war, um so schnell als möglich Gewissheit zu haben, ob man das Beinchen von Niko wohl retten kann. Auf Verdacht bekam man die Auskunft vom Tier-Doc, dass es sich evtl. um ein ausgekugeltes Ellenbogengelenk handelt, was sich dann auch bestätigt hat.

Nico vor der OPHier ließen wir uns auch erklären, was das alles bedeutet und zur Folge hat. Unter normalen Umständen, wenn man den Zeitpunkt des Unfalls weiß, ist es kein Problem, innerhalb einer Stunde das Gelenk wieder in die richtige Position zu bringen. Wie lange Niko jedoch schon mit diesem Zustand lebte, das war niemandem bekannt und an den damaligen Retter von Niko kam man einfach nicht mehr ran.

Guter Dinge und mit dem Wissen, in den besten tierärztlichen Händen zu sein, machten sich die Betreuer von Niko wieder auf den Heimweg, einen neuen Vorstellungstermin für die OP in der Tasche.
So machte man sich am 12.01.2011 wieder auf den Weg in die Tierklinik, um den kleinen Hundemann zur bevorstehenden OP zu bringen. Erstaunlich mit welchem Charme und welcher Freude er nicht nur die Ärzte, sondern auch die Helferinnen becircte. Es war auch klar, dass Niko sicher ein oder 2 Tage in der Klinik unter Kontrolle bleiben musste.
Bei der Abholung am 14.01.2011 kam ein kleiner Hundemann voller Tatendrang auf uns zu, sein operiertes Bein mit dem dicken Verband störte ihn da keineswegs. Fröhlich und voller Lebensfreude begrüßte er alle, die um ihn herumstanden und fand es klasse, so viele zweibeinige Freunde zu haben.
Mächtig gespannt auf das Ergebnis der OP waren wir dann hocherfreut, dass diese bis dahin wenigstens, als „gelungen“ galt. Da hat der Doc wohl ein kleines Wunder vollbracht.Nach der OP
Leider weiß nun keiner, ob es sich um einen Unfall gehandelt hat, oder ob Niko schon so auf die Welt kam. Fakt ist, man konnte doch noch was retten. Und hier geben wir die Hoffnung nicht auf, dass auch die Sehnen und Bänder sich so vorsichtig dehnen, dass das eingerenkte Gelenk sich nicht wieder verabschiedet.

Zum besseren Verständnis haben wir ein bisschen nachgeforscht:

Entnommen und © 2011 Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, Deutschland.

Häufige Skelettentwicklungsstörungen beim Junghund.
Wachstumsstörungen des Skelettes kommen beim Junghund leider relativ häufig vor. Besonders problematisch sind sie, wenn Knochen betroffen sind, deren Form und Funktion von einem ausgewogenen Längenwachstum abhängig ist. Beim Hund ist die Längenzunahme der Knochen zwischen dem 4.-6. Lebensmonat am größten. Aus diesem Grund treten Skelettentwicklungsstörungen in diesem Zeitraum auch gehäuft auf. Mit sieben Monaten haben die meisten Hunde 90% ihrer endgültigen Körpergröße erreicht. Mit dem 9.-10. Monat ist das Längenwachstum dann beendet. Hunde kleinwüchsiger Rassen sind zeitiger ausgewachsen als Hunde großwüchsiger Rassen. Als Ursache solcher Entwicklungsstörungen kommt eine Vielzahl von Möglichkeiten in Betracht. So unterscheidet man genetisch bedingte Entwicklungsstörungen, stoffwechselbedingte und multifaktorielle Ursachen (z.B. hormonelle Inbalanzen, ernährungsbedingte Fehlsteuerungen, Störungen in der Vitaminversorgung, Haltungsfehler) und erworbene, traumatisch bedingte Wachstumsstörungen.Gelenk

Isolierter Processus anconaeus
Die Wachstumsfuge des Proc. anconaeus (= bestimmter Knochenbereich am Unterarmknochen Elle) sollte im Alter von 16-20 Wochen geschlossen sein. Ist dies nicht der Fall, liegt das Krankheitsbild des isolierten Proc. anconaeus vor. Ursache hierfür ist ein verzögertes Längenwachstum der Ulna (=Elle), das die Wachstumsfuge des Proc. anconaeus derart irritiert, daß ein Fugenschluß verhindert wird. Man spricht vom sogenannten Short-Ulna-Syndrom. Betroffen sind schnellwachsende Hunde der großwüchsigen Rassen, insbesondere der Deutsche Schäferhund. Nicht selten besteht die Erkrankung beidseits. Die Symptome der Erkrankung zeigen sich in Lahmheit, Schwellung des Ellenbogengelenks und charakteristischer Gliedmaßenstellung (das Ellenbogengelenk wird einwärtsgedreht, Pfote und Unterarm nach außen gestellt). Zur Sicherung bei Verdachtsdiagnose dient die Röntgenuntersuchung. Bestätigt sich der Befund, sollte das Tier möglichst bald (vor dem 7. Lebensmonat) operiert werden, um die Funktion des Gelenks zu erhalten und Arthrosen zu vermeiden bzw. wenigstens ihr Fortschreiten zu stoppen.

Der Ellbogen mit Oberarm, Elle (Ulna) (mit Proc. anconaeus und Proc. coronoideus) und Speiche (Radius)

Bis zu seinem ersten OP-Termin wohnte Niko bereits in einer Pflegestelle, und wir erfahren stets, dass er sich wie ein ganz normaler Hund verhält. Mit seinem kranken Fuß buddelt er sogar im Schnee und saust durch die Gegend – er weiß natürlich nicht, dass er, mit ganz viel Pech dieses Beinchen doch noch verlieren könnte.Nach dem Verbandswechsel
Doch bei der fast 24-Stunden Betreuung in der Pflegestelle hat Niko alle Chancen eines normalen Hundelebens auf seiner Seite. Die Nachkontrolle am 25.01.2011 fiel gut aus und das Beinchen wurde neu bandagiert.
Hätten wir nicht dieses Ergebnis erhalten, so hätte eine erneute OP stattfinden und Schrauben gesetzt werden müssen.
Nun darf die zuständige niedergelassene Tierärztin den laufenden Verbandswechsel vornehmen und wir haben ca. 6-8 Wochen des Wartens vor uns.

Erst dann kann man „vielleicht“ sagen, dass alles soweit stabilisiert ist, dass Niko „über den Berg“ ist.
Das alles jedoch hindert den kleinen Kerl nicht daran, mit beiden Pfötchen im Schnee zu buddeln, alle 4 Beinchen zu belasten und sich zu bewegen, als „sei doch alles gar nicht so schlimm“.
Was wir jedoch jetzt schon wissen, das ist, dass sich die Pflegestelle die Option der Festübernahme vorbehalten möchte. Zu sehr hat sich der kleine charmante Kerl schon in das Herz der Pflegemama geschlichen, als noch einen Gedanken an eine Abgabe zu verschwenden. Gerne ist sie bereit, nach der Stabilisierung die erforderliche Physiotherapie mit Niko in Angriff zu nehmen.

Was Niko nicht fehlt, ist das Mitleid vieler Menschen. Aber Mitleid alleine hilft nicht, denn die Kosten für die vorgenommene OP und die weitere medizinische Versorgung (Physiotherapie usw.) müssen bezahlt werden. Vielleicht auch nochmalige Operationskosten, die aufgebracht werden müssen.

Wer also statt Mitleid, etwas Geld spenden kann und möchte, würde Niko und ungemein helfen, denn die Mittel der Nothilfe sind sehr begrenzt, da hier fast täglich ein Hunde- oder auch Katzennotfall gemeldet wird.

Wir bitten daher alle für Niko zu spenden und es auch nicht zu scheuen, einfach nur 5,00 EUR zu überweisen – jeder Cent hilft. Wir denken, wer sich das nachstehende Foto anschaut, der weiß, dass seine Spende gut aufgehoben ist………

Nico nach der OP

Bankverbindung: Volksbank Dornstetten eG
Konto-Nr.: 523 760 01; BLZ: 642 624 08
Verwendungszweck: OP Shiba-Inu-Welpe Niko

Hallo ihr netten Menschen,

hier liege ich neben dem Behandlungstisch in der Klinik und überlege gerade, ob man wohl genug Geld für meine Behandlung zusammen bekommen wird, damit ich endlich mein junges Hundeleben so richtig in vollen Zügen genießen kann. Ich möchte nämlich nicht, dass sich meine neuen „Zieheltern“ und auch die Polarhunde Nothilfe e. V. immer noch einen Kopf über die Kosten machen müssen, die meine Behandlung schon gekostet hat und das ist ja leider noch nicht das Ende. Ich denke aber, dass nicht alle Menschen so denken, wie der, der mich produziert und wieder entsorgt hat, da ich ihm keine finanziellen Vorteile gebracht habe.
Ich habe in der Tierklinik mal den Mann in dem weißen Kittel belauscht. Er meinte, dass mein rechtes Ellbogengelenk ausgerenkt ist. Ich kann dem ja nicht sagen, wann das passiert ist, normalerweise bringen das Tiere mit sich, die in ein Auto gedüst sind. Dafür bin ich aber noch zu klein, um alleine auf der Straße herumzuflitzen.Nico
Und der Mensch, der mich gerettet hat, der hüllt sich in Schweigen, nein noch besser, den erreichen die netten Menschen aus NRW nicht mehr. Oh, bei denen wär' es auch schön gewesen, aber die anderen Hunde mochten mich leider nicht.

Also geht der Mann im weißen Kittel davon aus, dass es sich bei mir um eine Fehlstellung aufgrund eines alten Bruches handelt. Das klingt ja schon merkwürdig bei so einem kleinen Kerl, der ich nun mal noch bin. Also hat er bei der OP vorgefunden, dass im oberen Bereich der Elle ein zum Gelenk gehörender Fortsatz (proc.ancouaeus), der teilweise entfernt werden musste, quer stand. Dann war das Gelenk einrenkbar. Ob die ganze, bis jetzt gelungene OP auch hält, das verrate ich jetzt noch nicht. Ich weiß nur, dass man nacharbeiten muss, wenn ich zu viele Faxen, Hoppser und Sprünge mache und man nicht genügend auf mich kleinen Irrwisch aufpasst. Und weil dann natürlich nix mehr in richtiger Form war, sind meine Sehnen an dem kaputten Beinchen einfach zusammengeschnurrt. Jetzt müssen die nach einem gewissen Zeitpunkt auch noch physiotherapeutisch gedehnt werden, vorsichtig, mit viel feeling, na, das gibt vielleicht einen Spaß, ich höre mich jetzt schon fürchterlich schreien. Ihr wisst, wie ein Shiba schreien kann? Das muss einem ja aber auch weh tun.Nico

Wenn ich mich also weiterhin so vorbildlich verhalte, dann sind die Nachuntersuchungen immer positiv. Ihr drückt mir doch alle die Daumen und begleitet mich auf diesem Weg? Ok, dann werde ich meine Zweibeiner bitten, dass sie euch in gewissen Abständen auf dem Laufenden halten, so, wie sie halt was vom Doc herauskriegen.
Soeben erfahre ich, dass schon ein wenig Geld geschickt wurde, bzw. Menschen es in der nächsten Woche machen werden und das finde ich supi und sage auch allen anderen schon einmal:

„Danke, denn mehr kann ich nicht zurückgeben. Danke, für euer Interesse an einem glücklichen Hundeleben.
Kommt doch bald wieder diese Seite besuchen. Man möchte euch laufend mit neuen Bildern den Werdegang meines weiteren Weges schildern. Mut und Kraft nenne ich mein Eigen und ihr werdet sehen, dass meine Beschwerden bald schon Besserung zeigen. Den Willen dazu habe ich und die Hilfe meiner Pflegestelle ebenso.“

Bis bald dann, euer Niko

 

 

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letzte Bearbeitung am 21. Jan 18