Semmel

 

update Winter 2020

Semmel

Wir haben gute Nachrichten für Sie: Semmel geht es richtig gut. Wieder …

SemmelSemmelDer Sommer, in Rhein-Nähe schwül-warm, hatte Semmel ziemlich zugesetzt, obwohl er nicht das typische Husky-Fell hat. Seine Spaziergänge hatten sich auf 15 bis 20 Minuten reduziert, den Rest des Tages hat er verschlafen. Jetzt sind seine Spaziergänge wieder 1,5 bis 2 Stunden lang, und er zieht dabei wie „ein Irrer“! Gesundheitlich ist Semmel stabil, auch seine Zähne haben sich nicht verschlechtert – was will man mehr bei einem Hund seiner Größe und seines Alters?

Semmel kann man zum Glück aber auch anders auslasten als mit Laufen. Das Pflegefrauchen hat zum Beispiel einfach mal Suchspiele ausprobiert, und Semmel ist sofort begeistert gewesen. Auch kennt er inzwischen die Kommandos „rechts“, „links“, „umdrehen“ u. A.; obwohl er früher Rennen gelaufen ist, kannte er diese Kommandos nicht. Heute läuft er mit seinem Pflegefrauchen nach diesen Kommandos Slalom um Bäume und hat offenkundig viel Spaß dabei. Semmel ist glücklich, wenn er etwas tun kann für seinen Menschen, er will gefallen.

Die zweite gute Nachricht: Die zwei erdnussgroßen Analtumore, die bei der Op des großen Analtumors nicht entfernt werden konnten, wachsen nicht!

Semmel Semmel

Was Semmel hat: Kehlkopfprobleme. Sie äußern sich in Räuspern, Reizhusten, Würgen, vor allem nach dem Schlafen, und werden durch loses Bindegewebe verursacht. Dies ist bei großen älteren Hunden öfter der Fall. Dagegen bekommt Semmel einmal monatlich Medikamente gespritzt, und das hilft auch!

Immer noch gerät Semmel in Panik, wenn andere Hunde entgegenkommen. Die Hunde der Freundin des Pflegefrauchens werden geduldet, aber auch mit ihnen nimmt Semmel keinen Kontakt auf – und er wird dazu auch nicht gezwungen. Das wird sich auch nicht mehr ändern, das Pflegefrauchen kann damit umgehen. Wenn Semmel das nicht will, muss er auch nicht.

Semmel ist auch immer noch handscheu. Aber auch damit können Semmel und sein Pflegefrauchen leben. Trotzdem ist Semmel sehr menschenbezogen. An seinem Pflegefrauchen hängt er natürlich besonders und kommt auch oft zum Schmusen. Aber auch der Tierarzt staunt immer wieder, wenn Semmel freiwillig, freudestrahlend und schwanzwedelnd in den Behandlungsraum geht. Warum auch nicht? Dort gibt es Streicheleinheiten (von denen KEIN Hund zuhause genügend bekommt!) und Leckerlies.

Alles in allem könnte es in seinem Alter nicht besser laufen für Semmel.

 


 

Update Sommer 2020

Semmel

Semmel ist für sein Alter noch gut drauf. Auch wenn er seit ein paar Wochen abbaut, vor allem seine Hinterhand. Die „Hitze“ (und das ist seiner Meinung nach alles über 20 °C) macht ihm zu schaffen.Semmel

Seit dem Tod seiner Mama Lisa, mit der er ja sein ganzes Leben verbracht hat, hat er Angst vor anderen Hunden. Vorher war Lisa sein Schutz, aber nun macht er einen großen Bogen um andere Hunde, egal wie „groß“ diese Hündchen sind, und drückt sich eng an sein Pflegefrauchen. Nur mit den Huskies der Freundin seines Pflegefrauchens geht es, und so hat Semmel doch noch Kontakt zu Artgenossen. Und auf dem 3000 qm großen Grundstück seiner Familie, direkt am Rhein, liebt es Semmel, Ratten zu jagen und bis nach Neuseeland zu buddeln.

Semmel

Eine Analtumor-Op hat er gut überstanden. Auch seine Leberwerte haben sich mit homöopathischen Tropfen, die er von seinem Tierarzt zusammengemischt bekommt, wieder gebessert. Insgesamt genießt Semmel es, „Einzelprinz“ in seiner Familie zu sein und geliebt, umsorgt und geknuddelt zu werden. Das Projekt „Zweithund“ hat die Pflegefamilie, Semmel zuliebe, „auf Eis gelegt“.

 


 

Update Oktober 2019

Semmel

Semmel hat seine Mutter verloren. Wir sind sehr traurig darüber, aber dennoch froh, dass Lisa ein stolzes Alter erreichen durfte und trotz ihrer körperlichen Gebrechen noch ein erfülltes Lebensende an Semmels Seite in der Pflegefamilie erleben durfte.

Jetzt wird es spannend, wie Semmel es verarbeiten wird. Die Pflegefamilie schätzt Semmel so ein, dass er als sehr Menschenbezogener Hund auch ohne Lisa in seiner neuen Familie glücklich bleiben kann. Wir drücken die Daumen!

Semmel

Das Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt

 


Update September 2019 

 

Ende Dezember vergangenen Jahres durften Semmel mit seiner Mutter Lisa in ihre Pflegestelle umziehen. Das größte Glück für die beiden!SemmelLisa

Das neue Zuhause war ruck zuck akzeptiert, eine Eingewöhnungsphase hat es kaum gegeben: die beiden zogen ein und fühlen sich wohl …

Semmels Analtumoren haben sich seit der Kastration deutlich weiter zurückgebildet, sie machen keine Schwierigkeiten mehr und schrumpfen langsam aber stetig. Damit hat der große Bub keine Probleme mehr. Auch dem immer wiederkehrenden Humpeln ist auf den Grund gegangen worden: eine alte Pfotenverletzung, ein tiefer Schnitt, der unsauber geheilt ist und immer wieder aufklappte, wurde behandelt und ist nun kein Thema mehr. Semmel ist ein „strammer Junge“, der begeistert läuft: eineinhalb Stunden sind gar kein Problem – er freut sich wenn es rausgeht und er sich nach Herzenslust austoben darf. Laufen, laufen, laufen – er liebt es mit seinem Frauchen durch die Natur zu flitzen. Die „Renn-Muster“ die er auf der Station gezeigt hat, waren in seinem neuen Zuhause nie ein Thema …

Mama Lisa schafft diese großen Runden nicht mehr und wartet geduldig, bis ihr Bub wieder heim kommt. Lisa dreht kleinere Runden, spielt sogar noch im Garten, genießt ihr Senioren-Leben.
Semmel ist aber auch ein Angsthäschen. So groß er ist, so ängstlich ist er! Beim Tierarzt mutiert er zu einem Schoßhündchen, würde sich am liebsten in der Handtasche verstecken. Dann steht Lisa tapfer vor ihm und beschützt ihren Jungen.

Lisa ohne Semmel ist unvorstellbar. Es ist wunderbar, dass sich diese Möglichkeit für die beiden ergeben hat. Obwohl nun schon ein durchaus älterer Rüde: Mama putzt ihren Sohn noch gründlich: Füße, Popo und Ohren müssen gefälligst sauber sein!
Semmel lässt diese mütterliche Liebe geduldig über sich ergehen: was sein muss, muss sein.

Für beide, sowohl Semmel als auch Lisa, wird alles Menschenmögliche getan, dass es den beiden gut geht. Sie haben Hundebekanntschaften geschlossen, haben Auslauf, ein wunderbares Zuhause, medizinische Betreuung … aber das Allerwichtigste: sie werden heiß und innig geliebt und umsorgt.
Sie könnten, wenn sie denn wollten, in den Alt-Rhein Armen baden. Das jedoch mögen sie leider gar nicht – schwimmen gehen muss nicht sein. Dabei wäre es so schön, bei heißem Wetter eine Abkühlung zu bekommen – sie sind definitiv anderer Ansicht. Sie suchen sich lieber ein schattiges Plätzchen im Garten oder im Haus.
Die Gewässer des Rheins haben für Semmel noch eine fiese Kleinigkeit auf Lager: es gibt Mücken. Millionen von Mücken. Da Semmel nicht den typischen dichten Husky-Pelz hat, sondern eher „zartes“ Fell wird er von den blutsaugenden Monsterchen heimgesucht und gepiekt. Da hilft nur Mückenabwehr-Mittel – sonst ist der arme Kerl komplett zerstochen. Die hungrigen Schnaken stürzen sich auf ihn – er scheint ein sehr leckeres Kerlchen zu sein! Aber Frauchen weiß Abhilfe und sprüht ihn ein. So dient Semmel auch an feuchtwarmen Tagen nicht mehr als Mücken-Buffet.

Danke, dass Sie Semmel und Lisa unterstützen, vielen herzlichen Dank!

Das ganze Team der Nothilfe für Polarhunde Freudenstadt

 

 

Für Semmel und Lisa eine Patenschaft übernehmen.

 

 

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letzte Bearbeitung am 15. Mrz 21