"Weiterbildung" für Mensch und Hund
        (Besuch eines befreundeten Tierpflegers in unserer Station)


Im letzten Jahr haben wir viel zu unseren Oldies informiert, die vermehrt zu uns in die Station kommen. Die Jahre zuvor waren wir durch eine Häufung von Notfellen gefordert, die nicht sozialisiert waren, teilweise überhaupt nichts kannten, noch nicht einmal den Kontakt zu Menschen. Da uns nichts mehr am Herzen liegt, als alle unsere Notfelle bestmöglich auf die Vermittlung in ein neues Zuhause vorzubereiten, fiel uns bisher immer etwas ein, was hilft.

Balu

Im letzten Jahr zeichnete sich ein weiterer Schwerpunkt bei den uns anvertrauten Hunden ab. Vielleicht ist dem einen oder anderen von ihnen an unseren Besuchertagen aufgefallen, dass an zwei Gehegen Warnschilder angebracht sind. Nein, wir haben keine Bestien in diesen Gehegen. Es handelt sich um Hunde, deren Stresstoleranzschwelle eher niedrig ist, die sich notfalls mit Schnappen wehren, wenn ihnen etwas zu viel wird. Das steigert natürlich ihre Chancen auf eine baldige Vermittlung eher nicht. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass jeder einzelne von ihnen in Kombination mit dem richtigen Menschen zu einem wunderbaren hündischen Partner wird.

Folglich arbeiten unsere Pflegerinnen und auch manche Gassigeher an diesem Thema. Aber manchmal tut ein Blick aus der ‚Adlerperspektive‘ gut und auch das Gespräch mit einem kompetenten Trainer. Ein solcher langjähriger Freund des Vereins war diese Woche unserer Bitte gefolgt und verbrachte mit uns einen Tag auf der Station. Wir haben ihm regelrecht Löcher in den Bauch gefragt, was ihn keinesfalls aus der Ruhe brachte.Lucky

Als Partner für die praktischen Beispiele bot sich z.B. unser Lucky an. Dieser Traum von einem Malamute ist ja auch nicht vom Himmel in unser Gehege gefallen. Er hat eine Vorgeschichte, die ihn recht schnell in Stress versetzt. Er entscheidet in einer solchen Situation schon mal, wen er z.B. in seinem Gehege sehen will und wen nicht. Aber er hat den Praxisteil wahrhaftig super mitgestaltet.

LuckyWir bekamen viele Tipps, vor allem, dass wir diese Hunde noch mehr in den Alltag einbeziehen sollen. Auch die Bestätigung, dass wichtig ist, als Mensch authentisch zu bleiben und vor allem viel Geduld für die Arbeit mit diesen Hunden mitzubringen.

Es war ein sehr interessanter Tag mit vielen Anregungen, an die wir uns sicher öfter erinnern werden. Ein herzliches Dankeschön an Herrn W. und natürlich auch an Lucky!

 

Das Team der Nothilfe für Polarhunde

 

 

 

Diese interessante Seite einem Freund senden

zurück