Gefahrenquelle Alltag


Allzu oft unterschätzen wir Menschen das Gefahrenpotential, das unsere ganz alltägliche Umwelt, einschließlich unseres Haushaltes, für einen Hund in sich birgt.

Am ehesten noch sehen wir einige der Widrigkeiten, wenn wir einen Welpen ins Haus holen, wohl auch, weil wir den Aufwand vor Augen haben, den es erfordert, angeknabberte Elektrokabel hinter Möbeln hervorzuzerren, die wir beim Einzug mühselig dort verlegt haben. Scharfe kleine Welpenzähne haben eben vor wenig Respekt und dass es so etwas wie Stromschläge oder Verbrennungen durch Strom gibt ist keinem Hund bekannt.
Auch in der Küche sehen wir viele der Gefahren, vor allem dann, wenn unser Sonntagsbraten droht, in einem Hundemagen zu verschwinden, aber sind wir auch später, wenn der Hund größer ist, uns der Tatsache bewusst, dass er vielleicht, während wir zum Telefon eilten, versucht, das Fleisch von der Arbeitsfläche zu holen, das direkt neben dem Topf mit heißem Nudelwasser liegt? Gefahr kann genauso von Messern drohen, mit denen Wurst geschnitten wurde und die achtlos liegen blieben. Die Liste der Küchengefahren ließe sich beliebig verlängern …
Selbst uns harmlos erschienende Dinge wie offen stehende Schranktüren können gefährlich werden – der Hund könnte hineinkrabbeln und versehentlich eingesperrt ersticken.
Dass Reißnägel und Nadeln gesucht werden müssen, wenn sie herunterfallen, sollte selbstverständlich sein – wer möchte schon selbst in so etwas treten?
Plastiktüten gehören, als seien kleine Kinder im Haus, selbstverständlich auch verräumt, in ihnen ist leicht ersticken.
Jeden Winter aufs Neue sollten wir uns im Dezember vor Augen führen, dass unser guter alter Brauch, einen Weihnachtsbaum zu stellen, für Hunde seine Tücken haben kann, Kugeln, die in Glasscherben zersplittern, Lametta und nicht zuletzt die Dauergefahr durch den umfallenden Baum – an der Wand festbinden hat schon so manches Unheil verhindert.
In der warmen Jahreszeit sind es dann die Planschbecken und Swimming Pools, die zur riesigen Gefahr werden können, je nach Größe des Hundes durch nicht mehr herauskommen, so mancher hat auch schon die rettenden Stufen vor Panik nicht mehr gefunden. Auch andere Wasseransammlungen können gefährlich sein – Pfützen können aus Autos ausgelaufenes Benzin oder öl enthalten, stehende Gewässer bergen die Gefahr einer Botulismusinfektion in sich. Ein mit diesen Bakterien infizierter Hund leidet an übelkeit, Apathie und Haarausfall. Mit dem Kot der am oder im Gewässer lebenden Tiere können weitere Krankheiten übertragen werden.
Ganz besonders sorgsam sollten wir mit Autoölen, Heizölen und ähnlichem umgehen, selbstverständlich auch mit Farben, da Hunde ihr damit verunreinigtes Fell durch Lecken zu säubern versuchen und sich so selbst vergiften.
Eine weitere äußerst gefährliche Angelegenheit ist unser Straßenverkehr. Der Hund sollte hier immer angeleint sein, auch wenn er eigentlich perfekt „hört“ – kleinste Unaufmerksamkeiten oder Fehler haben im Straßenverkehr für einen Hund meist bleibende oder gar tödliche Folgen. Wir sollten darauf achten, dass unser Hund erst auf Kommando das Auto verlässt, wenn er uns begleitet und das Anleinen noch im Auto als selbstverständlich ansieht.
 

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