Mikrochip (Transponder, Tag)


Schon immer haben Menschen versucht, ihre Tiere zu kennzeichnen, mit Brandzeichen, Ringen, Ohrmarken, Halsbändern und anderem. Keine dieser Methoden ist nachteilsfrei, entweder werden dem Tier Schmerzen bei der Anbringung zugefügt und / oder das Verfahren ist nicht wirklich sicher (z.B. Veränderung von Brandzeichen oder Tätowierungen) oder schlichtweg teuer (z.B. DNA-Analyse).
Mit dem Mikrochip steht erstmals ein Verfahren zur Kennzeichnung von Tieren zur Verfügung, das fälschungssicher, preiswert, ohne Narkose fast völlig schmerzfrei einsetzbar und einfach ist.

Voraussetzung war, dass sich weltweit Länder, Hersteller und Verbände auf eine einheitliche Vorgehensweise einigten, den ISO-Standard. Lesegeräte und Transponder verschiedener Hersteller sind miteinander kompatibel. In der ISO-Norm 11784 wurde eine 15-stellige Code-Struktur für den Mikrochip festgelegt, in der ISO-Norm 11785 die einheitlichen lesetechnischen Funktionen definiert. (Besitzt ein Tierhalter ein Tier, das nach einem anderen Standard gekennzeichnet ist, muss der Tierhalter ein Ablesegerät für eventuelle Kontrollen selbst zur Verfügung stellen)

Der Mikrochip ist 12 x 2 mm klein und wird mit einer Hohlnadel in die linke Halsseite zwischen Schulter und Ohr unter die Haut (subkutan) injiziert. Die an der Spitze abgeschrägte Hohlnadel ist nur zum Teil geschärft, dadurch wird die Haut an der Einstichstelle nicht ausgestanzt, sondern nur angeritzt. Der stumpfe Teil der Nadelspitze drückt den winzigen Hautlappen zur Seite. Nach dem Implantieren und Entfernen der Hohlnadel deckt dieser Hautlappen die Einstichstelle wieder ab, was die Heilung beschleunigt.

Jedes Tier weltweit erhält mit dem Mikrochip eine eigene Kenn-Nummer, die aus den letzen 12 Stellen der 15-stelligen-Code-Nummer besteht. Die ersten 3 Zahlen sind dem dreistelligen Ländercode vorbehalten, für Deutschland beispielsweise 276.
Im Verlustfall kann ein Tier also eindeutig identifiziert werden und der Halter verständigt werden - Voraussetzung hierfür ist aber, dass das Tier in einem Haustierregister wie z.B. TASSO e.V. registriert ist. Die Registrierung bei TASSO e.V. ist kostenfrei.

Bei manchen Lesegeräten wird übrigens eine 16stellige Zahl angezeigt, am Beginn der Ziffernfolge steht eine „0“, die nicht Bestandteil der Transpondernummer ist.

Einige Länder und Hersteller finden Sie hier, eine ausführliche Auflistung bieten wir als pdf zum Download an.
Aktuelle ISO-Nummern:

040 AT Österreich
056 BE Belgien
196 CY Zypern
203 CZ Tschechien
208 DK Dänemark
233 EE Estland
246 FI Finnland
250 FR Frankreich
276 DE Deutschland
300 EL Griechenland
348 HU Ungarn
372 IE land
380 IT Italien
428 LV Lettland
440 LT Litauen
442 LU Luxemburg
470 MT Malta
528 NL Niederlande
616 PL Polen
620 PT Portugal
703 SK Slowakei
705 SI Slowenien
724 ES Spanien
752 SE Schweden
826 UK England

vollständige Liste hier als pdf oder auch unter http://de.wikipedia.org/wiki/ISO-3166-1-Kodierliste (dort in der Spalte "ISO 3166 numerisch" nachsehen)

Hersteller:

945: "Business Inception Identification B.V.", Niederlande
958: Pet ID, England
968: AEG Deutschland
977: Avid, USA
982: Allflex, Germany
985 " Digital Angel", USA

vollständige Liste: http://www.service-icar.com/tables/Tabella1.php?table=3
 

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