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Nothilfe für Polarhunde e.V.  (gegründet 20.03.1994)

 

Die Begeisterung für die Nordischen Hunde hat viele Ursprünge, mal sind es Kindheitsträume, mal das wolfsähnliche Aussehen, mal die blauen Augen oder ganz banal ein Nordischer, der im Bekanntenkreis irgendwo lebt – wer sich einmal mit dem Virus des „Nordischen Fiebers“ infiziert, der bleibt diesen charaktervollen und wunderbaren Hunden meist für immer verbunden.

Zu Beginn der 80er Jahre – zu den Nordischen Rassen standen damals wenige Informationen zur Verfügung und die Erforschung des Verhaltens von Wild- und Haushunden war erst am Anfang – initierte die Zeitschrift „Ein Herz für Tiere“ eine Telefonaktion mit dem Verhaltens- und Hundeforscher Eberhard Trumler. Einige der geführten Gespräche wurden auszugsweise mit Namensnennung in der Zeitschrift abgedruckt – dies sollte weit reichende Folgen haben. Denn die heutige Geschäftsführerin der Nothilfe für Polarhunde e.V. (NfP), Monica Schwartze, war eine der Anruferinnen. über die Redaktion der Zeitschrift wurden ihr eingehende Zuschriften weitergeleitet und so entstand der Kontakt zu Simone Herbeth, Verfasserin unzähliger Infoblätter und Berichte, und zu Frau Otter, die einige Jahre erste Vorsitzende der NfP war.

Frau Herbeth war Mitglied des damals bestehenden „Polarhunde-Club-Wolfsburg e.V.“, Frau Schwartze folgte zuerst als Gast und dann als Mitglied. Mit der zunehmenden Popularität der Rasse und durch das Engagement für die Polarhunde ergab sich dann fast zwangsläufig die Notwendigkeit, in Not geratenen Nordischen zu helfen. Monatelang wurde auf eigene Kosten kreuz und quer durch Deutschland gefahren, wurden Hunde aufgenommen, in Pflegestellen oder im eigenen Haushalt platziert und weitervermittelt – irgendwann war es so nicht mehr zu bewältigen, weder finanziell noch zeitlich.

Aus dem fast persönlichen Bankrott heraus wurde dann der Verein „Nothilfe für Polarhunde e.V.“ gegründet. Am 20.03.1994 – eingetragen beim Amtsgericht Freudenstadt im Vereinsregister NR. 475 am 05.12.1994. Es steht außer Frage, dass man nur etwas für Tiere tun kann, wenn entsprechende Mittel vorhanden sind, die nun in Form von Spendengeldern geschaffen werden konnten und mussten.  

Die Gründungsmitglieder sind zum Teil noch heute aktiv am Vereinsleben beteiligt, wie Günter Schwartze und Monica Schwartze. Der Verein selbst wuchs auf über 400 Mitglieder an, zusätzlich fand er viele Förderer, die mit Geld- und Sachspenden oder Arbeitsleistung helfen. Durch den technischen Fortschritt, vor allem das Internet, wurde ein bundesweiter und darüber hinaus reichender Bekanntheitsgrad erreicht.

Das Netz an privaten Pflegstellen und die Auffangstation Süd, deren Mitarbeiter eine Arbeitsleistung und ein Engagement erbringen, das weit über jede vertragliche Verpflichtung hinausgeht, wurden stetig erweitert – dennoch reichen die Kapazitäten bei weitem nicht aus. Unsere Gesellschaft, die mehr und mehr dazu tendiert, Tiere wie „Wegwerfware“ zu behandeln und nicht zuletzt auch die schlechter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Einzelnen sorgen dafür, dass der Wunsch zu helfen immer da ist, die Möglichkeiten jedoch leider begrenzt.



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