Schlittenhunde, Huskys, Malamuten
 

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Von Eva Felizitas Nietiedt

 

Ein Fall für Spezialisten …….. 

Das ist ein SAM

... ist ein Alaskan-Malamute. Kein mir bekanntes Buch über diese Rasse enthält eine vollständige Beschreibung der rassetypischen Eigenschaften - oder wollen wir lieber gleich Eigenarten sagen? Glaubt man der einschlägigen Literatur, sind sie wahre Traumhunde: majestätisch und würdevoll, prächtig anzuschauen, widerstandsfähige, unerschütterliche Naturburschen und vor allem liebenswerte Kumpel, die ihrem Herrn treu ergeben sind. Sicher, ein typischer Malamute mag all diese wunderbaren Eigenschaften haben. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Da sind noch besagte Eigenarten, die auch einmal erwähnt werden sollten. 

Ein erwachsener Malamute ist ein Athlet. Ein ungestümes, unzivilisiertes Raubein, das überhaupt nicht weiß, wohin mit all seiner Kraft und Energie. Und davon hat er reichlich. Hinzu kommt sein Dominanzverhalten, das sich mindestens im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen zeigt, aber häufig auch gegenüber seinen Menschen. Ein solcher Hund ist zwar auch ein typischer Malamute, leider aber auch ein Problem. Zum Glück ein lösbares. Um aus diesem Problem den eingangs beschriebenen Traumhund zu machen, braucht man neben Liebe, Geduld, Optimismus und unerschütterlichem Selbstvertrauen vor allem viel Zeit. Hundeerfahrung und ein paar Tipps zum speziellen Umgang mit Alaskan-Malamutes schaden sicher auch nicht. Ersteres sollte man haben, letzteres kommt hier. 

Zum Umgang mit den nachfolgenden Ratschlägen folgendes:

Sämtliche Tipps sind konzipiert für den Schlimmsten Anzunehmenden Malamute - SAM. SAM ist ein nicht kastrierter Rüde, soeben in die Flegeljahre gekommen, wiegt ungefähr 40 kg, verfügt über einen enormen Dickkopf, kann Ihre Stimme nur dann hören, wenn Sie ihn zum Füttern rufen, ist ein begeisterter Jäger und Raufer, kurz ein triebgesteuerter Irrer. Natürlich bleibt er keine Minute allein zu Hause ohne ein fürchterliches Geheul anzustimmen und/oder alles zu zertrümmern, was auf seinem Weg liegt. SAM ist keineswegs sensibel oder schreckhaft, mutig knurrt er Sie auch schon mal an, wenn Sie ihm beim Fressen zu nahe kommen. SAM hat außerdem vor nichts und niemandem Respekt. Sie haben Ihren SAM vielleicht gerade von jemandem übernommen, der nicht genug Zeit für Ihn hatte. Deswegen ist SAM auch ein bisschen überaktiv und kommt einfach nie zur Ruhe.

 

Wie viel von SAM in Ihrem Prachtexemplar steckt, können nur Sie entscheiden. Deswegen können auch nur Sie aus dem Folgenden die passenden Ratschläge bzw. die passende Dosis auswählen.

 

Letzte Warnung: SAM ist ein normal nervtötender, aber im Grunde harmloser Hund. Diese Tipps sind nicht geeignet für den Umgang mit Hunden. die an ernsthaften Verhaltensstörungen leiden. Kranke und/oder gefährliche Tiere gehören auf jeden Fall in die Hände des Tierarztes bzw. erfahrener Trainer oder Therapeuten.

 

Quelle: Journal für Nordische Hunde, Ausgabe 12, Dezember 1999, S. 28 -33

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